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Periodical volume Nr. 55, 05.03.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Friedenauer 
Anparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
Angelegmheiten. 
sefondere 
Ttdtn CQittwoch: 
Cöitjblatt „Seifenblasen". 
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smUpr.cher, Kmi pfalrburg S12S. lägsltH UöSUdS. 
Zeitung.) 
Organ für den Kriedenaner Ortsteil non Zchdneberg und 
Kesirksneretn Züdmest. 
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Jecken Sonntag» 
Blätter für deutsche frauen. 
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Kr 55 
Berlin-Friedenau, Mi twoch, den 5 März 1913. 
20. Iahrg. 
l)epe7ck)en 
Letzte Nachrichten 
Berlin. Auf dem Hofe des Gefängnisse- in Plötzensee 
ist heute^ um 7 Uhr morgers der 20 Jahre alt« Roman 
' PetruczewSly durch den Scharfrichter Schritz hingerichtet 
worden. PerruczewSky hat im Juli vorigen JahreS den 
Rentner Jup in der Neuen Winterfeldlstraße in Schöneberg 
ermordet und beraubt. Priruc;ewlky wurde am 26. No 
vember vorigen JahreS von den Berliner Geschworenen 
zum Tode verurteilt. 
Hamburg. Während der Uebung der Hochseeflotte 
bei Helgoland überrannte bei einer Fahrt der großen 
Kieuzer, die mit geblendeten Lichtern operierten, der 
Panzerkreuzer „Bork", der vor zwei Jahren n Dienst ge. 
stellt worden ist, da« Torpedoboot .8 178". Das 
Torpedoboot wurde zerschnitten und sank tm Augenblick in 
die Tiefe. 15 Mann der Besatzung konnten gerettet 
werden, 68 Mann sind ertrunken. Der Zusammenstoß er 
eignete sich drei Eermeelen nördlich von Helgoland. 
Cuxhaven. Nach den hier eingelaufenen Nachrichten 
sind nur vier Mann der Besatzung deS To'p dobooles 
„8 178“ gerettet und 81 ertrunken. In der Nacht wehte 
rin sehr schwerer Nordweststurm auf der Nordsee, und die 
außerordentlich hochgehende See machte die RettungSarbeit 
infolgedessen sehr schwierig. 
Köln. Die neue Mtlitärvorlage soll, wie die 
Kölnische Dolkezeitung erfährt, nach der bisherigen Be- 
rechnung 84 000 Mann pro Jahr neuanfordern. Die 
HeereSvermrhrung kommt nckch dem rheinischen Zentrums- 
blatte zunächst der Verstärkung der GrenzkorpS zugute. 
DeThälb find auch bereits vor vier Tagen die Kasernen- 
bauten, die infolge der letzten Vorlage r ö.ig geworden 
waren, blS zur Entscheidung über die neue Vorlage auf 
telegraphischen Befehl eingestellt worden. 
Paris. Zwei Postbeamte, Dupont und Silvain 
Brrrx wurden auf dem Haupipostamte beim Diebstahl 
ertappt Sie hatten einen Komplizen, den bereits vorbe 
straften Hochstapler ChatllS Paderno, der gleichfalls ver 
haftet wurde. Man fand bei ihm mehrere auS Amerika 
stammende Schecks, die auf 32 000 Francs lauteten. 
Bukarest. Der französische Gesandte und Doyen deS 
diplomatischen KorpS fragte gestern bei der rumänischen 
Regierung an, ob diese nicht dem von Bulgarien ange 
nommenen Schiedsgerichte zustimmen wolle. Der Minister- 
p'ästdent Majorekcu erwiderte, die R-gierung müffe den 
Beschluß de« MinisterrateS aufrechierhalten, der auf die 
Annahme einer Vermittlung der Mächte ohne irgend ein« 
Verpflichtung Rumäniens lautete. Die rumänische Regierung 
müsse eine baldige Entscheidung der Mächte verlangen, 
widrigenfalls die rumänische Regierung die Ergreifung 
militärischer Maßregeln nicht verschieben könnte. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Origiualartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die nächsten Sitzungen der Gemeindever. 
tretung finden am DtenStag, dem 11. und Freitag, dem 
14. d MlS., Nachmittags 8 Uhr im Sitzungssaals des 
ReformrealgymnafiumS (homuthstr.) statt. AIS einziger 
Punkt steht auf der Tagesordnung: Erste und zweite 
Lesung der Voranschläge über die Einnahmen und Aus 
gaben der Gemeinde Friedenau für daS Rechnungsjahr 
1913, sowie Beschlußfassung über die Verteilung deS 
SteuerbedarfS. 
o Geschloffen. Die Diensträume der Gemeinde-und 
Amtsvecwaltung bleiben auS Anlaß der Jahrhundertfeier 
der Erhebung Preußens am Montag, dem 10. März 
gänzlich und am Montag, dem 17. März von mittags 
1 Uhr ab geschlossen. DaS Standesamt ist am Montag, 
dem 10. März für Todesfälle von 11 bis 12 Uhr vor- 
mittags geöffnet. Die Gemeindekaffe wird am Montag, 
dem 17. März bereits mittags um 12 Uhr geschloffen. 
o Der Einkommeustenerzuschlag stellt sich bei 
den 65 Stadt- und Landgemeinden Großberlins unter 
100 v. H. bei 4 Gemeinden mit einer Gesamtbeoölkerung 
von rd. 13 800 Einwohnern; er beträgt 100 v. H. bei 23 
Gemeinden mit einer Gesamtbevölkrrung von 3 262 600 
Einwohnern, darunter Friedenau, 110 Pcoz. bei 6 Ge 
meinden mit zusammen 201 200 Einwohnern. 115 Proz 
bei 4 Gemeinden mit 65 000, 120 Proz. bet 8 Gemeinden 
mit 65 400, 125 und 130 Proz. bei jr 3 Gemeinden mit 
zusammen 32 500 bezw. 2200,133 33 bei 1 Gemeinde mit 
6500, 135 bei 2 Gemeinden mit 40800, 140 und 150 bei je 
4 Gemeinden mit einer Gesamtbevölkerung von 45 300 bezw. 
103 900 Einwohnern, endlich 160 Proz. bei 2 G-meinden 
mit einer Gesamtbcvölkerung von 5500 und 168 P:oz. 
bei einer Gemeinde mit 32 000 Einwohnern. 
o Außerbetriebsetzung der Pferdcdroschken 
Ein« neue Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten be 
stimmt folgender: 
.Zur weilcren Herabminderung der Pferdedrofchken behufs 
Förderung der fiaanzirllen Gesundung fce8 DrojchkeufuhrwesenS sowie 
zur Beseiiiqung der den modernen Anforderungen nicht mehr ge. 
nügenden CoupöS bestimme ich, daß vom 1. April d. Z. ab CoupSZ 
im Droschkenfuhrgewerbe nicht mehr Verwendung finden dürfen. Die 
hierdurch betroffknen Fuhrherren werden für die ihnen durch die 
Außcib triebsetzung entstehenden Nachteile in folgender Weise ent 
schädigt werden: Fuhrhenen, die am 1 Februar d. I. im Besitze von 
mindestens 10 Cou;SS gewesen und auch zurzeit noch darüber zu ver- 
fügen berechtigt find, erhallen für diese 10 auS dem öffentlichen Be 
triebe zu ziehenden Coupür einen neuen Erlaubnisschein zum Betriebe 
einer KrasürosLke mit BerbrennungSmasvine. Im übrigen hat sich 
die von dem .Verein Deutscher Motorsahrzeug-Jndustrieller Berlin“, 
Potsdamer Straße 12 >8 ins Leben gerufene Diosckkeekonvention 
bereit erklärt, für jedes CoupS, deffen Entstempelung durch die zu- 
ständige Pol zetbehörde rhm durch eine amtliche BrschOnigung nach 
gewiesen wird den Betrag von 600 M. in bar an den Eigentümer 
zu zahlen; der letztere behält außerdem daS Eigentum an drm ge- 
stempelten Wagen. Der glriche Betrag wird auch für jede bis zum 
1. April auß<r Betrieb gesetzte Pferdegepäckdroschke von dem ac- 
nannten Verein ausgezahlt werden. Nach dem 1. April d. 3- werden 
die etwa noch vorhandenen Coupöt ohne jede Entschädigung außer 
Betrieb gesetzt; die bis dahin nicht entstempelten Pf-iv.-geptckdro chken 
können indessen biS auf weiteres noch im Betriebe bleiben.“ 
o Rückgang des Viehbestandes in der Provinz 
Brandenburg. Die letzte Viehzählung hat abermals 
einen Rückgang der Viehhaltung in unserer Provinz 
ergeben. ES haben abgenommen die Schweine um rund 
130 000 Stück, die Schafe um 60 000 Stück. Er sind 
nur noch 520 000 Stück Schafe vorhanden, während vor 
50 Jahren noch die dreifache Zahl gehalten wurde' 
Ziegen wurden nur noch 212 400 ermittelt, 1895 waren 
252 000 vorhanden, und in den 70er Jahren zählte man 
über 300 000 Stück. Die Zahl der Rinder, Kühe usw. 
hat etwas zugenommen. Es wurden 879 240 Stück 
gezählt gegen 860 004 im Dezember 1910, also 19 236 
Stück mehr als 19 >0. , 
o Die Gefährdung von Eifenbahnzüge» durch 
Tteinwürfe, wie sie leider auch verschiedentlich aus 
uns rem Orlsgtbiele zu beobachten war, beschäftigt fort- 
grsktzt die Behörden. Trotz wiederholter Warnungen kommt 
eS noch immer sehr häufig vor, daß von Brücken und 
höher gelegenen Straßen aus mit Steinen und anderen 
harten Gegenständen nach vorbeifahrenden Eisenbahnzügen 
geworfen wird. Besonder- häufig geschieht dies in größeren 
Städten. Es können dadurch natürlich leicht Reisende und 
Bedienstete verletzt und die Züge beschädigt werden. Der 
Unfug wird offenbar meist von Schulkindern verübt, denen 
die nötige Einsicht fehlt, und die sich deS Gefährlichen 
und Strafbaren einer solchen Handlungsweise nicht bewußt 
sind. Einzelne Eisenbahndireklionen haben sich deshalb 
neuerdings an die Regierungspräsidenten gewandt. Von 
Zeit zu Zeit soll in den Schulen allgemein auf die schweren 
Folgen und daS Strafbare einer derartigen Handlungs 
weise hingewiesen und die Kinder belehrt werden. Ferner 
werden die Polizeibeamten angewiesen, auf ihren Dienst- 
gängen an Straßen neben den Eisenbahnstrccken darauf zu 
achten, daß ein derartiger Unfug möglichst verhütet wird. 
Zum Teil haben die Eisenbahndireklionen, , wie die 
Elberfelder, Belohnungen in Aussicht gestellt, wenn den 
Polizcibeamten die Ermittlung der Täter gelingt, auch 
wenn diese strafrechtlich nicht verfolgt..werden,...können, 
Diese Belohnungen sollen gewährt werden, nicht bloß, 
wenn nach vorbeifahrenden Eisenbahnzllgen geworfen, 
sondern auch, wenn danach geschossen wird. 
o Die Frist zur Erneuerung der Lose der 
2 Preußisch-Süddeutschen (228. königl. preuß.) Klaffen- 
lotterie läuft am Freitag, 7. März, Abends 6 Uhr, ab. 
Die Ziehung der 3. Klaffe beginnt am Dienstag, 11. März. 
o Jahrhundertfeier in den Schulen. Am 10. 
März, dem Geburtstage der Königin Luise und dem Tag 
der Stiftung des Eisernen Kreuzes, soll auf Anordnung 
des Kultusministers kein Unterricht stattfinden und an 
allen Schulen eine Festfeier abgehalten werden, deren be 
sondere Ausgestaltung den Schulen überlaffen ist. 
o Drei Jahrhundertfeiern zur Erinnerung an die 
Erhebung Preußens finden am Abend des 10. März in 
Friedenau statt. Die eine Feier wird veranstaltet von der 
Gemeinde durch einen Festkommas in der Aula deS 
ReformrealgymnafiumS. Für di- Festansprache ist ein 
hervorragender Redner gewonnen, außerdem werden der 
Friedenauer Männergesangverein 1875 und der Männer- 
Turnoerein mitwirken: — Die zweite Feier ist die von 
dem „Krieger- und Landwehrverein" und von dem 
„Krieger- und Veteranenveretn" gemeinsam veranstaltete. 
Dies« Vereine treten um 5 Uhr zur Abholung der Fahne 
unter Vorantritt der Kapelle deS Garde-Schützen-BatatllonS 
am Restaurant Hohenzollern an. Durch die Ktrch-, Rhein-, 
Lauterstraße, dem Maybachplatz und die BtSma ckstraße be- 
Ver Staatsanwalt. 
* »tll. 
49 ffiWwl miMhu) 
„Nein, denn ich bin nicht mehr hierher zurückgekominen, 
sondern als ich den Mann draußen nicht mehr sah, gleich 
nach Haus gegangen.“ _ , r , . . 
„Und können Sie den Mann beschreiben, der den 
Pries brachte?“ . 
„Nein, es war viel zu dunkel, um seine ^uge zu er- 
kennen.“ ... . . 
Plack überlegte einige Augenblicke und entließ dann 
den Schulmeister mit der Bemerkung, er könne ihn ja 
finden, wenn er noch etwas von ihm zu wissen wünsche. 
Na, Inspektor, das sieht doch aus, als ob ich recht 
hätte,' und als ob Pcnfäld auch in die Sache verwickelt 
wäre ?“ meinte Winter, sobald die Tür sich hinter Vraudis 
geschlossen hatte. 
-.Mir sicht es aus, als ob der junge Mann durch eine 
List fortgelockt worden sei,“ entgegnete Black. „Er muß 
infolge des Brieses mitten in der Nacht das Haus verlassen 
baden und man hat dafür gesorgt, daß er nicht wieder 
zurückkam. Die Bande hat ihn fortgelockt, daiiiit der 
»Mörder in der folgenden Nacht leichteres Spiel habe. 
Der Brief spielte in seinem Falle dieselbe Rolle, wie das 
Stückchen vergiftetes Fleisch, das die Einbrecher dem Hof 
hund zuzuwerfen pflegen, um jhn unschädlich zu machen. 
Nur daß hier, anstatt des Giftes, eine Frau im spiele 
war.' Und was mehr ist, Herr Kollege, ich glaube zu 
wissen, wo,diese Frau zu finden ist.“ 
Hunge 1 und Dur st. 
Julius Peickold, der in dem geheimen Gang alles mit 
anhörte, was zwischen Olivia und Franz Scharnock vorging, 
knirschte in ohnmächtiger Wut mit den Zähnen. Mehr als 
einmal war er im Begriff, sich mit ganzer Wucht gegen 
die Wand zu stürzen, die seinen zwei Zentnern wohl ge 
wichen wäre, und er hielt sich nur zurück, weil er über 
legte, daß es weder ihm noch Olivia vom geringsten Nutzen 
sein würde, wenn er seinen Aufenthalt verriete. Und cils 
Scharnock dem Mädchen eröffnete, sie müsse im Schloß 
zurückbleiben, um die Folgen irgendeiner gegen sie ein 
gefädelten Scheußlichkeit zu tragen, da überlegte er, daß 
er unter den Umständen nichts Besseres tun könne, als 
ruhig abzuwarten, bis Olivia imstande sein würde, ihn zu 
befreien. 
Als er sich dazu entschloß, gab er nicht seiner eigenen 
Neigung nach, denn die wäre gewesen, dem heuchlerischen 
Schurken im offenen Kampf gegenüberzutreten, wenn er 
auch allein war, und jener eine Horde Genossen hinter sich 
hatte. Aber Olivias Sicherheit und ihr guter Name gingen 
ihm jetzt über alles, und nur wenn er dem Leben erhalten 
blieb, konnte das Mädchen von jedem Verdacht gereinigt 
werden. 
Scharnock war ins Zimmer gekommen, ehe es Julius 
möglich gewesen war, ihr alle die Einzelheiten mitzuteilen, 
die sie wissen mußte, um sich selbst verteidigen zu können. 
Und so mußte er alles daran setzen, um sein Leben zu er 
halten, denn nur er konnte das Mädchen davor retten, 
für die Mörderin ihres eigenen Vaters oder.wenigftens für 
die Anstifterin zum Mord gehalten zu werden. Wenn er 
allerdings hier ruhig auf seine Befreiung durch Olivia 
wartete, so drohte auf der anderen Seite die Gefahr, daß 
die Mörder seine Abwesenheit benutzen würden, um ihre 
scheußliche Tat auszuführen, aber er klammerte sich an die 
Hoffnung, daß Scharnock und seine Mutter das Schloß in 
kürzester Frist verlassen Würden, und daß Olivia ihn dann 
augenblicklich befreien konnte. Vielleicht war es ihm dann 
iminer noch möglich, die Villa zu erreichen, ehe der Schlag fiel. 
So hielt er sich denn mit Gewalt zurück, und als er 
hörte, wie Oliva auf ihres Vetters Geheiß das Zimmer 
verließ, um sich in das Schlafgemach der Komtesse zu be 
geben, atmete er fast erleichtert auf. Er trat von der Wand 
zurück und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Erst 
jetzt wurde ihm klar, wie sehr er sich im Zaum hatte halten 
müssen, um sich nicht auf Scharnock zu stürzen, und ihm 
für sein unverschämtes Benehmen gegen das Mädchen, das 
er liebte, zu züchtigen. Ohne Zweifel würde Olivia sehr 
bald in ihr Zimmer zurückkehren, und dann konnten sie 
beraten, welche Schritte zu unternehmen wären, um die 
Machinationen der Feinde zu vereiteln. 
Aber die Minuten vergingen, und es mußte wohl schon 
über eine Stunde verflossen sein, ohne daß Julius in Olivias 
Zimmer den geringsten Laut vernommen hätte, der ihre 
Zurückkunft verriet. Und allmählich schlich sich eine neue 
Furcht in sein Herz. Sollte Scharnock in seiner teuflischen 
Schlauheit geahnt haben, daß er in einem verborgenen 
Winkel des Schlosses versteckt war, der nur durch Olivias 
Schlafzimmer zu erreichen war? In diesem Falle konnte 
man bei seinem Charakter nichts anderes erwarten, als daß 
er sie a» der Rückkehr verhinderte, und er infolgedessen ent 
weder dem Hungertod.preisgegeben war.oder sich ynt
        
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