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Periodical volume Nr. 52, 02.03.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

sein wird. Gleichzeitig richten wir an unsere Mitbürger, 
namentlich die Grundbesitzer, die Bitte, dem Tage durch 
reiches Flaggen der Häuser auch äußerlich das Gepräge 
eines NationalfesttagrS zu geben. 
o Das gestrige WvhltätigkcitS. Konzert de» 
Fiiedenauer Parochialveretns hat wieder dem glänzenden 
Ruf unferrS Kgl. Hof- und Domchois auf da- b-sie be 
stätigt. 36 Knaben und 10 Herren sangen ein Reihe 6 
und 8 stimmiger L.eder von G. P. Paleftrtna, Sed. Bach. 
Hugo Wolf u. a. m. in so vollendet schöner Weise und 
mit; so prächtigem Stimmaterial, wie es wohl kaum zu 
übertreffen ist. Die Leitung lag in der sicheren Hand de» 
Direktors der Kgl. Domchois, Herrn Prof. Riedel. An 
diese herrlichen Darbietungen de- berühmten DomchorS 
schloffen sich noch einige Soli der Kouzensängrrin Frl. 
Anna Graeoe, die mit ihrer überaus wohlklingenden, kraft 
vollen Altstimme von schöner Tonfarbe, die Zuhörer zu 
nicht enden wollendem Beifall, namentlich mit dem letzten 
Liede: Die Lorley, daL ihrer Stimme besser lag als z. B.: 
Die Allmacht von Schubert, hinriß. Ganz besonders müffen 
wirken meisterhaften Vortrag loben, der etneprächtigeSchulung 
erkennen läßt. Nicht minder Anerkennung verdient die 
Violinistin Frau Hilde Fordrm-ElgerS. DaS Spiel dieser 
Künstlerin war in seinem weichen, seeelenvollcn Vortrag 
deS Cantus doloris op 78 von Sinding so meisterhaft 
und ergreifend, daß e§ das Publikum zu begeistertem 
Beisall hinriß, wohingegen einige technisch schwierige Partien 
au- dem Violinkonzert Tartini nicht die gleiche Meister 
schaft verrieten. Doch dürste sich auch diese wohl sicher 
bei der Künstlerin noch finden. 6. 
o Ben-Ali-Bey in Steglitz! Der im In- und 
AuSlande gleich wohlbekannte und beliebte orientalische 
Magier wird am 4. und 6. März im Theateriaale des 
Schloßpark Steglitz mit all seinen Wundern Einzug halten. 
Der Künstler zeigt nicht die üblichen Tricks moderner 
Taschenspieler, sondern führt seine Zuschauer zurück tu» 
graue Altertum, nach Egypten und Indien, wo die' 
magische Kunst den Priestern eigen und diese durch 
mächtrge Wunder bewiesen, daß die Götter sie mit über 
natürlicher Gemalt beschenkt hatten. Kostüme und Deko 
rationen, stylrecht und farbenprächtig, erhöhen den Reiz 
der eigenartigen Vorführung. Den 2. Teil deS Programms 
hat la belle Sulamith, des Meisters Tochter, mit indischen 
Märchenwunden übernommen. Der Vorverkauf für 
Friedenau ist in der Musikalienhandlung Schwartz, Rhein 
sträße 60 und im Zigarrengeschäft Knollmeier, Rheinstr. 43. 
o Bismarck-Kommers (Sannabend, den 29. März 
1913, in der Philharmonie.) Herr UniveisilätSprofeffor 
Ludwig Bernhard hat die diesmalige Festede übernommen. 
Der Verkauf der Teilnehmerkarten beginnt am 1. März 
in den Nikolaischen Buchhandlungen, Dorotheenstraße 62 
und Potsdamer Straße 123 h, sowie an der Konzertkaffe 
von A. Wecthrim. Leipziger Straße 132/135. Frühzeitige 
Beschaffung der Tetlnehmerkarlen ist ratsam. 
o Diebstahl. Em ähnlicher Diebstahl wie der in 
der Augustastraße, über den wir gestern berichteien, ist in 
der vorletzten Nacht bei dem Schneidermeister Gcllert in 
- „EwnQc&tUpfo„pwflfct. rrry.r.den. ..Die,. Spstzbphen.an 
schlugen die große Spiegelscheibe deS Schaufensters und 
entwendeten wertvolle Stosse und Anzüge. Eine Spur der 
Täter hat man noch nicht peiunden. 
o Aus Furcht vor der Operation hat sich gestern 
die Ehefrau des Schankwirts P. in der Hähnelstraß? das 
Leben genommen. Während ihr Gatte nach Berlin ge 
fahren war, um bei einem Bankhaus eine Geldsumme 
abzuheben, vergiftete sich die Frau in der Wohnung mit 
Lysol. Als der Ehemann nach Hause kam, traf er die 
Frau noch mit schwachen Lebenszeichen an. Er rief sofort 
die Samariter der Feuerwehr und mehere Aerzte herbei, 
denen es aber nicht mehr gelang, die Fian zu retten. Sie 
starb nach wenigen Minuten. Die Bedauernwerte litt an 
einem Kerbsleiden und ist schon cinuinl operiert worden. 
Sie sollte j tzl wieder cp ricit weiden und man nimmt 
an, daß sie aus Furcht vor diesem Schritt sich dasL-ben nahm 
Vereins-k)ackrichten 
Am Montag tagen: 
Evangrlifcher Arbelt.rve nn für gtlehna« urd Umhegend 
Uebungi stunde der G. an abieriung Montag Abend 9 Hlv; V.r-irs- 
Versammlung Die! Stag, den i. Mürz d. Je , Äd ende 8 ! / 3 Uyr, Rhein 
straie 65 1. Tagesordnung: Gsichällllch s, Vo.tiag Herr Pastor 
Eiche-Beilii : »Wad sin V rteilc haben untere Mitgtreter vom Verein 
und vom Verband", Aufnahme nrucr Mitglied.r, Bericht van der 
letzt n Bezirksverbandslagung in Nowawes Verschiedenes. Gifte, wie 
immer, willkommen. 
AuSkunftS- und Fürforgeftclle (Kaiserallee 66), 
für Tuberkulöse: Aerzil.chc Sprechstunden für Männer jeden Dtenstai 
von 12—1, für Frauen und Kinder jeden Mittwoch von >2—1 Uh. 
fürUikobolkranke: Arrztl. Sprechstunde jeden Freitag von 12—I Ub> 
Schoneberg 
— o Sitzung der Stadtverordneten am Montag, dem 3. März 
1913, Nachmittag 7 Uhr. Tagesordnung: 1. Ausgelegt werden die 
Berichte über da- Revision der Sparkasse und deren Zwrigsl.llm vom 
18. Febr-ar 1918. 2. Beschlußfassung über die Völlige d-S 
Magistrats betr. Festsetzung der besonderen Gebühr für die B nntzirrg 
der unterirdischen Kanalisation für das Rechnungsjahr 1913. 3. Dcsgl 
betr. Verstärkung der Muffen der Druckrohrleiiung des Pumpwerks. 
4. Dr'gl. beir. den Antrag der Sladlo. Jatzow und Gen betr. Ver- 
gedung von Arbeiten an Deputalionkmilglieoer. 5. DcSal. über die 
Vorlage de» Magistrats bete. Nachbewtlllgung von 4500 M. zum 
Bau-lat 6 I für 1912. 6. Bericht d>s Elats-iußschuffes über folgende 
Elats (2. Lesung): E>at für die Elraßenreinigung und Markt- 
Verwaltung. Feuerlöschetal. Eännereiclat. Kapital- und Schulden- 
etat (ordenll. und außerordenil. Berwallung). 7. Desgl. des AuS- 
fchuffe« für Erweiterung der Druckerei. 
—o Im Landtagswahlkceife Cchöneberg-Neukölln haben 
die Schöncberger Liberalen den Stadtverordnetenvorsteher 
Dr. Graf von Matuschka, den bekannten Jesuitengear cr 
aufgestellt. 
o Der frühere sozialdemokratische Stadtverordnete 
Täumig in Echöneberg, der daS städtische Arbeitsamt 
leitet, ist auf Drängen seiner Parteigenossen (?) aus der 
sozialdemokratischen Partei ausgeschieden. 
—o In dem Konkursverfahren über daS Vermögen 
deS Schneidermeisters Alex Schwert in Berlin-Schöneberg, 
Hetlbronnerstr. 16, ist zur Abnahme der Schlußrechnung 
des Verwalters der Cchlntztermtn auf den 11. März 1913, 
Vormittag, 11 Uhr. bestimmt.^ " 
—o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das 
Gledischflr. 89, belegene, auf den Namen deS Kaufmanns 
Hermann Forstmann zü Brrltst eingetragene Grundstück am 
31. Mat 1913, Vormittags iv Uhr, versteigert 'werden. 
Der Gebäudesteuer-NutzungSwert beträgt 11 900 M. Der 
JahreSbetrag der Gebäudtstener beträgt 456 M. 
—o DaS Verfahren zum Zwecke der Zwangsver 
steigerung deS Kaiser Frledrichftr. 8 belegenen, auf den 
Namen deS Rentiers Adolf Lehmann eingetragenen Grund 
stücks ist aufgehoben, ta die betreibende Gläubigerin, die 
Friedrich Wilhelm, Preußische Leben«- und Garantie-V.r- 
sicherungS-Aktien-Ges-llschaft zu Berlin, Behrenstr. 60/61, 
die Aushebung deS Verfahrens beantragt hat. 
—o ZwangSoerstkigerungSergebniffe. Eedanstr. 43 in 
Gemarkung Berlin-SchSnrberg, dem Allgemeinen Bolks- 
WohnungSbau- und Spar-Verband Groß-Berlin, eingetr. 
Gen. mit beschr. Haflpfl im selben Hause, gehörig. Fläche 
3.11 Ar. Nutzungswert 5300 M. Mit dem Gebot von 
95 500 M. bar blieb der Maschinenfabrikant Richard 
Hertel in Berlin, Flensburger Str. 9, Meistbietender. — 
Jnnsbruckerftr. 21 in Gemarkung Berlin Schömberg dem 
Architekten Gustav Filsch in Berlin-Friedenau gehörig.' 
Fläche 7 22 Br. NutzungSwert 14 300 M. Mit dem 
Gebot von 269 000 M. bar blieb die Frau Baumeister' 
Sophie Lückerath, geb. Maaß, in Berlin-Steglitz, Hubertus-' 
straße 14, M istbietrnde. — Goltzstr. 89 in Gemarkung 
Berlin-Schönkberg, der Frau Bertha Pramme, geb. Häusler, 
in Berlin-Schönkberg, Habsburger Str. 4, gehörig. Dos 
ZwangLversteigerungSoerfahren wurde einstweilen eingestellt. ; 
Berlin und Vororte 
§o Unterm Alrxandeiplatz, in der Haltestelle der Unter 
grundbahn, sind setzt lausend fleißige Hände mit dem irmeren 
Ausbau beschäftigt. Die Eettenwände werden bereits mit 
weißen und farbigen Kacheln ausgelegt. Man sieht hier, 
daß auch die Station Alexanderplatz, wie ihre älteren 
Schwestern, ihre eigene Farbe erhält; es ist ein bell 
leuchtendes Kaimvistn, man könnte sagen, Polizei Rot, 
wenn diese Koulcur nicht, wie in vielen Städten, so auch 
in Berlin, vom Preußisch-Blau verdrängt worden wäre. 
Überall steht man, daß der Bahntunnel seiner Vollendung 
entgegengeht und daß die Betriebkeröffnung immer näher 
üüh"üM"virimmat. oi '“ **•'* • J 
§o Oeffenilicher Vortrag am Institut für Meeres 
kunde, Georgenstroße 34/36. DienStag, den 4. März, 
Prof.W Stahlberg B.rltn: Der Panamakanal (ausverkauft) 
o Steglitz. In der Sitzung der Gemeindevertretung' 
am Freitag Abend wurde die Wahl eines besoldrt-rr 
Gemeindevorstehers auf die Zeit von 12 Jahren vorge» 
nommen. Mit 25 von 29 abgegebenen Stimmen wurde 
der bisherige Bürgermeister Buhrow, deffen Mandat am 
31. Dezember d. I. abläuft, wiedergewählt. Bürgermeister 
Buhrow ist om 14. Mai 1863 in Neust,-Hin in Pomnurn 
als Sohn des späteren Lanbperichikpiäsidenten Hermann 
Buhrow geboren, studierte in Tübingen, Halle a. S. und 
Berlin die Rrättswifser.schaüen und trat am 15. April 
1893 aus dem Justizdirnft in den Kommunaldnr.st der 
Stadt Memel als besoldet.r Stadtrat über; er bikteidete 
darauf die Stelle eines Syndikus in Forst und eines 
zweiten Bürgermeisters in AscherSteben. Am 15. Oktober 
1901 wurde er z-nn besoldeten Gemrindr-oorsteher von 
Sceglitz gewählt. Unter seiner Leitung hat sich der Bororl, 
der damals 22 000 Einwohner zählte, zu einem blühenden 
Gemeinmes-n oou über 80 003 Einwohnern entwickelt. 
o Charlottenburg. Am gestrigen Freitag abend 
hatte sich die Etadtverordnetenversar: mtung zu einer 
außerordentlichen Sitzung im Rathouse lirigesunden, um 
über die Genährurg ein,s städtisSlN Ehrei.begrilbniffrk 
d,s dohingelchiidenen Oberbürgermeisters Schnstch ns zu 
bcschließen. Stadlveioronrtenuvrsteher Tr. Frrr tz I c-> öffnete 
die Sitzung, in der er dem Tahingrickiedenen waimc Wolle', 
dcs Dankes widmete. Der Redn,r teilte ferner mit. daß 
von allen Seiten Beileidstelegramme in großer Zahl ein 
gegangen seien und b:echte darauf das Telegramm deS 
Kaisers zur Derlesting. Es wurde beschloffen: Die Kosten 
für die in Charlottenburg stansir dende Leichenfeier und 
die Uiberiührung der Leiche nach Thorn wird von der 
Stadt übernommen. 
o Treptow. Tie von dem Eemeindevorstand vor 
gelegte Ordnung für die Benutzung des von Der Gemeinde 
errichteten Klernatoriums an der Kiesholzstraße wurde noch 
längerer Erörterung angenommen. Die Eröffnung der 
Krematoriums soll M'tte April erfolgen. Es wird mit 
120 Berbrennürgen jährlich gerechnet; die Kesten für den 
Einöschernngsokt wurden ruf den geringen Satz von 40 M. 
festgesetzt. Die Kosten der ganzen Anlage sind auf 
45 000 M. veranschlagt worden. 
Vermischtes . 
"o Paul Grepius. Vor 25 Jahren, am März 1888. starb in 
Berlin seiner Vaterstadt, der DetvrairorSmaler Paul Gropnus 
aeborcn trat ei I>I- in d s Atelier seines Vaters cur. Ra»dem er 
jf.,4.4 1845 Sir di- nreisen dur-p FrankkeiL, Jialien und die Eckweiz 
gemacht taste, winde er T.iinehme- seines Valcrs und nach d-gen 
Venstonie ring :*68 Seiler der Dikorarionsmalercten snr die kanig. 
licke : idealer Ais 1881 sein AUIier mit sämtlichen Kuns schätz.» 
verbrannte, gab er seine Steve als iöniglicher Dekorationsmaler auf. 
"0 Freiwillige Schulaufsatz des Quartaners Ttutenklcxer. Der Tou. 
ES gibt zweierlei Ton, guten und lchleckten. Der «ute Ton wird zu- 
meist in Büchern ausgedrückt, so junge Dame» lesen. Den scklecht-n 
Ton findet man beim Häufferbau, zuweilen auch bet die Mufihk, so, 
dafi Jnschtrumend, der Schbieler oder seine Gehle vcrschttmmt r», was 
nich nur in Torhallen, sondern auch zuhaust- vorkomm ^ abgesehn von 
aelontcn Treppen, waS wieder was anners ist. Au« Mufihk un 
Mahleret wird oft Tonmahlerct hergeschiellt, aus Musihk uu Kunst 
ergibt fich Tor künitler. Der meiste Ton, eigentlich aller To» kommt 
usipringlick a ö Allona V rtont weiden Gedichte, ubertout Treppen, 
übertönt feinere Geräusche von stärkeren. Auch der Mahler legt oft 
-inen Ton in sein Bild hinein. Man weiß sich manchmal vor den 
vielen Tönen kaum ans. Singt eine M>ß falsch, so kommt rin Miß- 
ton heraus, nicht zu verwechseln mit dem Pistoo, waS eia 3^trumend 
il, das auch einen richtigen Tou von sich geben kann, indem eS richttg 
gehandhabt wird. Da» richtige Handhaben eines ToncS rs immer die 
Haublsache. _______ 
Briefkasten 
.H. Der Versicherte hat nach dem Kräuker-ge.'ctz V-, der Arbeit, 
aeber '/z de« B ilrages zu z"blen. ^ ° 
Gemoindewalil. Der Termin für die Ersotzwahl d s vr^- 
storbeokn Gkmel» dev -rrrdnetiN Gctu ist noch nicht fcti9cf tzt Moguch 
ist, datz die Wahl Mitte Mär; stallst bei. Der G.-V Schu wurde im 
Vorjahr,- im 2. Bezirk (Süden) der 3 Avtiilung auf 6 ^zahre ge- 
""^Ätter Abonnent. Die Naturwissenschaft b schasilgt fick nicht 
bloß mit gießen Problemen, soud-rn auch mit klerne-r sehr grundlrch. 
Schon vor etwa zehn Iihren hat Bngus Rankin zwü ^5ahre laug 
den Stonbgehalt d r Lust s'ubiert und das Ergebnis seiner Slud-en 
war ein Jahresmittel von 696 Slan! teilchen pro Knd rzewim 1er Luft 
— in slaursreler Gebioasoegerd I r London kommen dagegen auf 
dien Kutikz niimeter l»0 00rr Staubteilchen. Vi l b ss.r wird es wohl 
auch ln uiiseikn gieß n Siädten r icht sn»! 
Frau v. B. Für die Ei tjcrnung lästiger Haare über den Lippen, 
an den Armen usw gibt es in jeder Aporhekc gute Mltle!, s gen. 
Depilatorre» zu kaufen. Die Mehrzahl bei selb n duslet ziemlich per fid 
nach laulen Eiern, herrührend von dem daru verwendeien Schwefel- 
kalium. Ein ausgezeichnetes Miltel bas weniger schliwm^riechl uvd 
die Haare bis in die Wurzeln vernichtet, besteht au« 5 Teilen Prä- 
zipitiertem -kohlensaurem Kalk und 1 Teil Schwel.lbarium. Man 
rührt beites zu einem Brei mit Master an und füllt die Masse in 
eine wkilhalsize kleine Flasche, die qur zu v rkorken ist. Bet Gevrauch 
streicht man die Masse etwa messerrückendlck auf die zu enisernenden 
Haare, die schm nach t0—15, oft rach 5 «Minuten vernicklet sind. 
Hitluach felgt etr e gründliche Waschung und Einiciben mit Lauoliu. 
Geschäftliches 
WßT- Duo Haus «terste» L Tntcur. Ecke Leipziger und Char- 
lottnistroßes Das früher von den ^i me> Enfioo Cords rrnd Schmidt 
& Loreuzen k.nutzle Eckhaus sollte rür die Firma Kerst.n & Tuieur 
als VklkaufshovS für Kontestions- und Modrcrtlkel »maebaut ueide». 
Da ein Neubau rach den heutigen Baupolize bestimmungen gegenüber 
der jetzigen beba,len Fläche e ncn nlckr nnbed ui.nlcn V rlust ar> Nutz 
fläche mit sich gebracht hoben würde, wurde beschi ssrn, die Um- 
s, ffurigsmau.ln Und D.ck.n s-weit sie l-,n baupolizeilichen Bk- 
fliinmnng.il richt w'd.rsp eche») stehen st» lass n u. d nn das Ir n "e 
enrem Umbcni zu nnlerziehen, gleichzeitig j.örch die Fassade n.u mit 
Haustein zu verbiet d n. Hierbei 11Ute ollertings die Ecke, d e tieher 
ei.cn in Moltigcn Aulbau r ug ganz neu gestaltet werden. Die jetzt 
zur AuSsüh ung gelaugte Archit.ltu- des 8cvß r.n girg einer 
enger n Konku renz zwischen den rrchil.kicn Ralhcnau. Schlr. dt u d 
Muthe,"ras heroor, auf Gr, nd der n dem Ict-teicn der Bcu nb-rlragen 
wurde. Die Leipzigcrstraßenlront ist. abgeseben vo. dem hier ange 
legten Hauptei.-gang, pan; mit Schaus.nbcrn besetzt, außerdem die 
Cyailollenstrafeiifiont bis aus die d lt tefindüchen Eingänge (»unter 
Eingang urb Durchfahr!). Das Haus ist s > cinget ilt d,ß das Erd- 
gkfchcß das erste und das zw ite Obergesck ß dem Detaiiveikauf 
diinen, wählend das drii e Ocer «schlß d e E groS-Adleilung fcwte 
-ine Reihe vornehm-r V >kaustsalons für M, ß-Anfe tigun. onlhält 
Ein Teil dieskS schostes sow e das vierte Oberg-sch-, tz sind für 
Wer stütten c.ngeri r tst Im vierlen Obergeschoß l egen auch die 
kaumiäpuischln 'Bure»is und die Zi mer der ChesS. Das sauber 
curgebauie Dach esch ß enthält varzüstiche Lagerräume, etir darüber 
best dlicher Spitzboden ist ebenfalls für Lagcrzw.cke hergerichtet J-r 
Dachgeschoßhvhe bleibt ein Teil d.s Gebäudes als Plattf-nm liegen, 
dieser Te>t rvir) als Dackg it»i ausgebildet Das v llfländig in 
n eißen Verblendern ausge^ aule Kellergeschoß dient Garde ob n- und 
Kunlinenzweckn und n nimt ar ß rdcm di - Maschinen s.wie die Hei- 
znrg auf. Es sind zwei P.isen.nauizüge für das kaufend. Publikum, 
ein «u zu- ln das Personal und e n groß-r Lastenaufz a vorband.n. 
sBrautleute, die jetzt ihre Wohnungsei richtung zu einem ge-, 
schmeck olle.. Heim anschaffen und wckae g.dugene Möeel aus erster' 
Hand ui.d rve eile. Du, rn preiswert kau-.n woll.» seien auf die 
siil dein Ja re I8i6 bestehende und bek,innre Mödeifatrst von Rob. 
Seelisch, Berlin 0., Riga-rstroß 71—7.^«, au der Samariielslr ße, 
aufmcrk am gemacht. Die Möbelarsstellungsränrne ko ncn täglick von 
8-8 Uh-, cnh Sonnt gs im Wüter von Ire-2 Uhr, im Sommer 
vm 8—1», o!,ne j-g'.rche Verpflichtung besichirgt weid n. Gekaufte 
Möbel werden du d) eigene Ge-panne ins Haus ^elicfcrf. Der heule 
bellt st mc Pirspek. sei der Bcachrung empfohicn. 
LvetternnLfikhtett. 
Sonntag: Zunächst vorwiegend heiter, Nachtfrost, cm 
Tage rasche Erwärmung, nachher zunehmende Bewölkung, 
am Tage Negen bei lebhaslen südttchrn Winden. 
Verantwortlicher Schriftleiter: H ermann Martinius, Friedenau. 
Hierzu eine Beilage. 
mit item 
Krouzsfern 
Man verlange ausdrücklich MAGGI 5 
verwendet. Nur mit Wasser kurze Zeit zu kochen. 
Mehr als 40 Sorten. — Ein Würfel zu 10 Pfg. gibt 2—3 Teller. 
Ebenso gehaltvoll ood kräftig im Geschmack wie die besten 
selbstgemachten FhischbrUhsuppcn.
        
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