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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage p Nr. 51 des „Krtedenaaer Lokal Anzeiger-'. 
Fre'tag, den 28 Februar 1913 
Bestellungen 
auf den 
Irieöenauer Lokal-Anzeiger 
Nehmen entgegen: 
Zeitungsspedition H. Fleischmann, Wielandstr. 29 
Nebenstelle A. Zschalig, Odenrvaldstr. 7, 
Geschäftsstelle Rheinstr. 15, 
für Selbstabholer 
Papierhandlung W. Ebers, Rheinstr. 15. 
Papierhandlung A. Zschalig, Odenwaldstr. 7, 
ferner 
sämtliche Veranstalte«. 
Bezugspreis: Monatlich 60 Pfg. frei Hau». Durch die 
Post monatlich 64 Pfg. frei HauS einschließlich Be- 
stellgeld. Für Selbstabholer monatlich 50 Pfg. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehinen wir keine Verantwortung.) 
Warum in die Ferne schweifen? 
Wegen der Fiiialenbesteuermig ist auf Aneseu hingewiesen worden, 
allein Halle hat vor 8 Tagen dieselbe Frage gelöst. Wir lesen 
darüber in einem Fachblatte: „Sehr zu loben ist auch die Beibehaltung 
der stilikeren Besteuerung der Filialen auswLrtiger Betriebe. Bisher 
wurde der Ertrag der Filialen besteuert, jetzt ist diese Besteuerung 
durch Urteil des Oberv^rwaltungsgerichttz für unzulässig erklärt. Da- 
gegen darf der überwiesene Teilbetrag des staatlich veranlagten 
Steuersatzes zugrunde gelegt und um 50 Proz erhöht werden. Dabei 
kommt dasselbe heraus." — Vielleicht fragt die Gemeindevertretung 
mal in Halle »an. Die Hallesche Lösung der Frage scheint uns urbaner 
zu sein und schüttet das Kind nicht, wie die Gnesener, mit samt d.m 
Bade aus. —g. 
Gerichtliches 
(;\H. Gilt die Fürsorgc-Srziehung als solche für unehrenhaft? 
Diese Frage hat das Kammergericht verneint. In einer Beschwerde, 
welibe ein Landeshauptmann gegen den Beschluß eines Landgerichts 
erhoben hatte, führt das Gericht aus: .Ein weiterer RechtSintum 
liegt darin, daß die Gründe des angefochtenen Beschlusses die Für- 
sorgeerziehung als einen Makel für die Kinder bezw. einen „gewissen 
sittlichen Mangel für ihr ferneres Leben" bezeichnen. Diese Auf 
fassung widerstreitet, wie daS Landgericht selbst nicht zu verkennen 
scheint, dem Grundgedanken des FürsorgeerziehungsgesetzeS und darf da 
her bei dem Erlaß und der Begründung einer aus Grund dieses Ge- 
setzrS zu treffenden gerichtlichen Entscheidung nicht herangezogen 
werden." 
patentschau 
mitgeteilt vom Patentbüro Johannes Koch, Berlin NO 18, Große 
Frankfurterstraße 59, Abschriften billigst. Auskünfte kostenlos. 
Dr. Arthur Werner, Berlin-Friedenau, Hauptstraße S: Drehbarer 
Gasheizkörper. (Argem. Pal.) 
I. Hermann Müller, Berlin-Friedenau, Ortrudstr. 8: Adressen- 
bruckmaschine mit umlaufenden Farbktffen. (Angem. Pat.) 
Salomon Lebensart, Berlin-Friedenau, Wilhelmstraße 8: Last- 
wechselgetriebe. (Angem. Pat.) 
Dr. Bruno Donath, Berlin-Friedenau, Wilhelmshöherstraße 29: 
Auf der BrrLnderung einer Flamme beruhender Schlagwetteranzeiger. 
(Angem. Pat.) 
Alfred Laue, Berlin-Friedenau, Bornstraß: 25: Gustav Zibell, 
Berlin-Steglitz, Düppelstraße 7: Damenhuthalter. (GM) 
Otto Eioye, Berlin-Friedenau, Fregestraße 25: Christbaumsuß 
-mit Wasserbehälter. (GM.) 
Optische Anstalt C.P. Goerz, A.G, Berlin Friedenau: Koinzidenz. 
entfernungSmesser. (GM.) 
Conrad Lohmann, Berlin-Friedenau, Rembrandtstr. 17: Licht- 
reklamevorrichtung. (GM.) 
Alfred Laue, Bullin-Friedenan, Bornstr. 25: Skatblock mit Spiel 
regel und auswechselbarem Cchreibblock. (GM.) 
Vermischtes 
'o Seit dem »ertrag von Kalif» find Heute 100 Jahre ver- 
flössen. Bekanntlich hatte Borck am 30. Dezember 13i 2 mit dem 
russischen General v. Diebitsch nie Konvention von Tauroggen ge- 
schlofl.'N, und die Franzosen sahen sich genötigt, biS an die Elbe 
Ä weichen. In Ostpreußen organisierte Aorck im Verein mit den 
itkN AuerSwald und Echöu die Volkserhebung. Am 5. Februar 
1813 trat dann der Landtag in Königsberg zusammen. Zwei Tage 
vorher hatt« der König von Preußen von Breslau aus, wo er seit 
dem 22. Januar weilte, den Aufruf zur Bildung freiwilliger Jäger- 
korpS erlassen. Am 28. Februar schloß dann Hardenberg mit Ruß- 
land den Vertrag von Kalis» ab, der freilich Preußen zur zweiten 
Rolle im Krieg verurteilte und für den Frieden nur Unbestimmtes fest 
setzte. Alsdann folgten am 10. März die Stiftung des Eisernen 
Kreuzes, am 17. März 1813 der Aufruf „An mein Volk" und endlich 
am 24. März die förmliche Kriegserklärung an Frankreich. Der Ober 
befehlshaber Kutusow erließ im Namen Alexanders und Friedrich 
Wilhelms den 25. März zu Kalis» einen Ausruf an die Deutschen, 
dem am 29. März ein zu Breslau zwischen den beiden Herrschern 
abgeschlossener Vertrag folgte, worin oie Befreiung Deutschlands vom 
französischen Joch für den Zweck de» Kampfes erklärt, die Wieder 
geburt des Deutschen Reiches verkündet wurde und an alle Deutschen 
die Aufforderung erging, sich der Erhebung anzuschließen. — Große, 
bedeutungsvolle Tage, die nach einer Spanne von 100 Jahren an 
uns vorüberziehen I 
"o Ueber zweifelhafte ausländische Firmen in Paris (Finanz- 
agenten, Anmeldung und Verwertung von Patenten, Gründung von 
Aktiengesellschaften zur Verwertung von Patenten, technischen Aus- 
arbeitungen, sachverständiger Makler) Börsenmakler, Amsterdam 
(Handel in Prämienlosen), Konstantinopel (Export von Därmen, 
Schnitt- und Marufa'tur- und Seidenwaren), Alexandrien (Eisenwaren, 
Haushaltsartikel), Bocholtz (Niederlande) werden Adressenschretber 
gesucht, find den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin von zuver- 
lässiger Seite Mitteilungen zugegangen. Vertrauenswürdigen Inter- 
effrnten wird im Zentral-Büro der Korporation, Neue Friedrichstr. 511, 
an den Werktagen zwischen 9 und 3 Uhr mündlich oder schriftlich 
nähere Auskunft gegeben. 
*o Klassisch. A.: „Welchen Gasthof würden Eie mir in dem 
Städtchen empfehlen — soll ich in die „Post" oder in den „Löwen" 
gehen?" — B.: „Gehen Sie in die „Post" — es ist im „Löwen"' 
häßlich eingerichtetI" 
Renn Sie wirklich reell und billig kaufen wollen. 
so nehmen sie die Goldmann’schen 
10 billigen Schuhtage 
wahr, welche vom 22. Februar bis zum 3. März stattfinden. : Dieselben gewähren Ihnen 
ein« Preisermässigung bis zu 8v°/„ 
111 
von Mk. 
4.90 an. ~W 
Schuhhaus Goldmann, Lautcrstr. 16 
am 
Markt. 
Bekanntmachung. 
Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen alle diejenigen Kinder 
zu Ostern 1913 eingeschult werden, welche in der Zeit vom 1. Ok- 
tober 1912 bis 31. März d. I. 6 Jahre alt geworden sind oder 
werden, soivie diejenigen Kinder, welche bisher wegen Krankheit oder 
aus anderen Gründen vom Schulbesuch befreit waren. 
Die Anmeldung hat zu erfolgen: 
für die Vorschule des Gymnasiums bei Herrn Gymnasialdirektor 
Dr. Busch, in der Sprechstunde von 10 bis II Uhr im Schul 
hause Maybachplatz 6—9, 
für die Vorschule des Realgymnasiums nebst Realschule bei Herrn 
Direktor Schröder, in der Sprechstunde von >0 bis 11 Uhr im 
Schul hause Homuth- Ecke Schwalbacherstraße, 
für die Königin-Luise-Schule (öffentliches Lyzeum) bei Herrn Direktor 
Hannemann, in der Sprechstunde von 12 bis 1 Uhr im Schul 
hause, Goßlerstr. 15, 
für die Knaben der Volksschule bei Herrn Rektor Kaul, in der 
Sprechstunde von 12 bis 1 Uhr im Schulbause Albestr. .82, 
für die Mädchen der Volksschule bei Herrn Rektor Jaeschke in der 
Sprechstunde von 12 bis 1 Uhr im Schulhause, Rheingaustr. 7. 
Die Anmeldung muß spätestens bis zum 1. März erfolgt sein. 
Es sind folgende Papiere mitzubringen: 
1. der Impfschein, 
2. der Taufschein oder eine Bescheinigung der Zugehörigkeit zu 
einer Religionsgemeinschaft, 
3. der Geburtsschein, falls das Kind nicht in Friedenau geboren ist. 
Sollte die Einschulung wegen Krankheit oder zurückgebliebener 
körperlicher Entwickelung nicht angängig erscheinen, so muß dies 
unter Beifügung einer ärztlichen Bescheinigung über die Notwendig 
keit der Zurückstellung bis spätestens 1. April d. I. hierher mitgeteilt 
werden. 
Besteht die Absicht, daß Kind m eine Privatschule einzuschulen 
oder privatim unterrichten zu lassen, so ist unter Beifügung des 
Aufnahmescheines der Privatschule bezw. unter Angabe von Name 
und Wohnung der betr. Lehrperson bis zum 1. April d. I. hierüber 
Mitteilung zu machen. 
Berlin-Friedenau, den 21. Februar 1913. 
Der Gemeindevorstand. Schuldeputation. 
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speise, Wein-Gelee, Bombieren (Eisspeisen) von 
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