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Periodical volume Nr. 247, 20.10.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

waren, er diese Mittel aber überschritt und nun an den 
Gemeindevorstand kam und sagt«: Nun hilf Du Gemeinde. 
Er (Bürgermeister) habe gesagt, daß ginge nicht so und 
habe eine Abrechnung verlangt. Diese Abrechnung sei bi« 
heute nicht gegeben worben. Der/Erlaß der Kosten für 
die Benutzung der Aula läßt sich au« fiuaaz-dechnischen 
Giündkn nicht durchführen. TS müssen dte Koften erhoben 
werden, die dann dem OdtsuuSschuß aus anderen Voran- 
schlagSttteln durch Zahlung eines Betrage« zürückerstattet 
werden. ES sind ja denn auch 1500 M in den neuen 
Voranschlag eingestellt. Außerdem ,st beabsichtigt, einen 
besonderen Jugendausschuß zu wählen, um die Frage der 
Jugendpflege von der Gemeinde auS zu verwalten. G.B 
Katkbrenner erklärt, daß die Gemeinde im Vorjahre dem 
OctkauSschuß keine Mittel im Voranschlag zur Verfügung 
gestellt hatte. Der Ausschuß hat daher die Mittel nicht 
überschreiben können. Etwa« scheint hier nicht in Ordnung 
zu sein. Er sei mit der Einstellung eineS Betrages für 
1913 sehr zufrieden. Bürgermeister Walger bemerkt, der 
OttSausschuß habe seinen Trat überschritten. G-V. 
Kalkbrenner erwidert, daß es doch die Gemeinde 
garnich's anginge, wenn der Ortsausschuß seine in der 
Bürgerschaft zusammen gebettelten Mittel überschritten 
hätte. G.-V. Kunow meint, daß dieS der Gemeinde doch 
wohl etwas anginge. Wenn ste Mittel bewilligen soll, 
müffe sie auch mitreden können. G. V. Ott bemängelt zu 
einem Titel für Turnhallenbau usw. die Ueberschreitungen. 
Baurat Allmann erläutert diese Ueberschreitungen zur Be- 
frirdtgung. G.-V. Ott wünscht, daß über di« Angestellten- 
Versicherung der Vertretung «ine ordnungsmäßige Vorlage 
sehr bald gemacht werde. Der Bürgermeister erklärt, 
daß dies« Vorlage in nächster Zeit der Vertretung unter- 
breitet werde. Äle Nachbewilltgungen werden darauf be 
schlossen. 
Ueber die Einrichtung einer zweiten AbendmarkieS 
auf dem Gemeindegrundstück in der Nheingaustraße be. 
richtet Schöffe Lichtheim, daß er von vornherein eine 
schriftliche und rednerische Erörterung erwartet habe. ES sei 
ja denn auch im Friedenauer Lokal-Anzeiger über den 
Markt geschrieben worden und in rednerischer Beziehung 
war ein Ausschuß von 9 Herren drs Vereins der Nahrungs- 
Mittelbranche beim Herrn Bürgermeister und auch heute 
bei ihm. Die Herren erklärten, daß sie durch dir Märkte 
ganz besonders geschädigt werden, vor allem durch den 
Abendmarkt. Ihre Geschäfte lägen in der Zeit still. Die 
Leute, die Sonnabend ihr Geld bekommen, bringen et 
nach dem Markt. Die Herren sind such der Ansicht, daß 
sie ein gewiffes Anrecht hätten, von der Gemeinde geschützt 
zu werden. Die Gemeinde müffe dafür sorgen, daß ihre 
Steuerkraft gehoben werde. Er habe den Herren erklärt, 
daß ihr« Sache ein persönliche wäre, er hätte aber im 
Interesse der Allgemeinheit zu handeln, damit die Bürger 
zu angkmeffenen Preisen ihre Waren kaufen können. In 
einem Schreiben heißt eS, daß die Entfernungen nicht zu 
groß wären in Friedenau. Man müffe aber inbetrachr 
ziehen, daß für eine Frau, die eine Last von 10 
bis 15 Pfd. im Korb oder Netz trägt, der Weg 
vom Osten bis zum Westen Friedenaus sehr schwer 
wird. ES ist zuzugeben, daß in der betreffenden Gegend 
eine Reihe Geschäfte bestehen, die auch gute Ware verkaufen 
Doch im Gegensatz zum Osten ist der W.sten Friedenaus 
schlecht versorgt. Durch den beabsichiigten Markt hoffe er 
auch da- Publikum von Wilmertdorf auS der Landauer 
Straße anzuziehen. Er hoffe auch, daß Lurch den geplanten 
Markt der Bvrnstraßenmarkt eingehen werde; jeder, der 
unsern Markt kennt, weiß, daß er gute Ware dort bekommt 
und das werde auch auf dem neuen Markt im Gegensatz 
zum Bo.nst aßerima'kt der Fall sein. Der Schöffe bittet, 
sich zunächst grundsätzlich über die Frage, ob ein Mark! 
geschaffen werden soll, zu entscheiden. Dann könne der 
Platz bestimmt weiden und» auch, ob der Ma kt ein 
Tage«- oder Ab>ndn,arkl werde» soll. Gemeind>werttettr 
Berger bemerkt darauf, daß durch den Wochenmaiki 
unser« Geschäftsleute geschädigt werden, unterliege gar 
keinem Zweifel. Im Interesse dieser Leute sei er gegen 
den Markt. Durch eine Umfrage habe er festgestellt, daß 
genügend NahrungSmittelgeschäite in jener Gegend vor- 
Handen seien, die zum großen Teil auch leistungsfähig 
sind. Für unsere Gemeinde genüge ein zweimaliger Markt 
auch vollkommen. Orte in der Provinz in gleicher Größe 
haben auch nur zweimal Markt in der Woche. Wenn man aber 
doch dazu kommen sollte, einen Markt zu errichten, so 
vernehmen setzen, was weiter zu tun sei, und vorerst mil 
ihm das Zimmer einer genauen Durchsicht unterziehen, in 
dem der Staatsanwalt niedergestochen worden war. 
„Ist es den Herren unangenehm, weitn ich sie be 
gleite ?" fragte Herr Hermann Trenkley sehr höflich und 
bescheiden. 
„Aber sicher nicht," erwiderte der dicke Inspektor sehr 
freundlich. „Im Gegenteil, cs liegt mir sehr viel daran, 
Ihre Meinung zu hören." Die drei ginge» auf deit Zehen 
spitzen über den oberen Korridor, denn sie wollten weder 
den Kranken stören, noch Lad», Graßman erschrecken, und 
gelangten so ans den Schauplatz des Berbrechens, Trenkley 
erklärte, wo und wie der Verwundete gelegen habe, und 
seine Angaben wurden vollauf bestätigt durch die Blut 
flecken auf dem Teppich, direkt an der Tür des kleinen 
Zimmers, in dem sonst Penfold geschlafen hatte. 
„Eins ist so sicher wie zweimal zwei vier," erklärte 
Black, nachdem er sich alles genau aber ohne ein Wort zu 
sprechen angesehen hatte. „Der Mörder wußte, daß Penfold 
abwesend war. Ich denke mir die Sache so: Er hat sich 
in das Zimmer des Arztes cingcschlichen und hat dann 
an die Verbindungstür geklopft, wobei er wahrscheinlich 
Penfolds Stimme nachahmte. Sir William, der über die 
Abwesenheit des jungen Mannes teils beunruhigt, teils 
ärgerlich war. wollte voraussichtlich hören, warum Penfold 
so lange fortgeblieben war, und stand ans dem Bett auf, 
um ihn hereinzulassen. In dem Augenblick, als er die 
Tür öffnete, wurde er sofort niedergestochen." 
„Wer ist denn dieser Penfold überhaupt?" fragte 
Winter und in seinem Ton lag etwas, was die beiden 
anderen sofort verstanden. 
„Offiziell war er Hausarzt, aber nach dem, was ge- 
jchehen ist, brauchen wir ja kein Geheimnis mehr daraus 
bitte er. einen TageSmalkt, keinen Abendmarkt zu be 
schließen. G.-V. Richter ist im Gegensatz zu Herrn 
Berger für den Markt, da man nicht auf einzelne Ge 
werbetreibende Rücksicht zu nehmen hätte, sondern aus die 
gesamt« lSevöikrmng. SS sei auch ein EcfahrungSsotz. daß 
ein Markt die Geschäft« tn keiner Weise schädigt, sondern 
dort die «geschäftliche Tätigkeit hebt. ES sei auch zu 'be- 
tonen, daß ein^Markt preis kegalterend wirkt. Ec bitte der 
Vorlage zuzustimmen. G.-B. Schultz ist der Ansicht, daß 
der Markt dort nicht rentieren werde. Den Betrag, den 
man erwarte, werde man nie zusammenbrkommen. Durch 
den Maikt'wekde dort auch di« Gegend verschandelt und 
die Hausbesitzer erleiden Schaden. Einzelne Geschäfte 
werden die Konkurrenz de« Marktes vielleicht aushalten, 
andere werden aber dort ihr Geschäft aufgeben müssen. 
Ec sei gegen den Markt. Mrgtrmrister Walqer erklärt, 
er hatte dte Herren deS NahrangSmittelhändleroereinS zu 
sich gebeten, ebenso den Boifftehrr der Schlächter-Innung. 
Die Herren haben gesagt, daß. sie durch den Markt am 
Lauterptatz schon geschädigt )oürdrn, sie machen an diesen 
Tagen keine Geschäfte. Auch hie Schlächter verkaufen an 
den Tagen nichts. Er habe gesagt, daß die Fletschpreise 
hier doch sehr hoch wären, worauf der Herr erklärte, daß 
die Schlächter hier auch genötigt wären, nur beste Ware 
zu führen. Wenn gesagt wird, daß die Geschäfte am 
Markt geschädigt werden, so ist dies allgemein nicht der 
Fall. ES kann allerdings nicht geleugnet werden, daß 
einzelne Händler an diesen Tagen weniger verkaufen, das 
liegt in der Natur der Sache. Möglich wäre vielleicht 
auch, daß der ein« oder der andere Händler dort sein Ge 
schäft verlegt oder auch aufgibt, dar ist aber nur eine 
Möglichkeit. Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Frauen, 
die nach dem Markt kommen, dort in den Geschäften 
noch mttkausen und die Läden in solcher Gegend alle gut 
vermietet sind. Die ganze Gegend wird durch einen 
Marktverkehr gehoben. Es dürft« nur ein vorübergehender 
Rückgang eintreten, der sich nachher wieder ausgleicht, da 
eine Hebung des Verkaufs eintritt. Aber man habe nicht 
allein auf die Händler Rücksicht zu nehmen. Die Gegend 
an der Nheingaustraße. die man mit wenig schmeichelhaften 
Namen, die er nicht wiederholen möchte, belegt habe, be 
herberge ein durchweg gutes Publikum, dar den Markt 
besuchen werde. Wenn gesagt wurde, in der Provinz 
wäre auch nur 2 mal Markt in der Woche, so ist zu ant 
worten, daß wir kein Ort tn der Provinz sind, sondern 
ein kleiner Teil von Groß - Berlin. Herr Schultz 
sagte, daß der Markt nicht rentabel wäre. Wenn 
man nun auch Einnahmen aus dem Markt erwarte, so 
sei das doch nicht der Grund gewesen, den Markt einzu 
richten. Sondern es geschah, weil die Mieter und Haus 
besitzer jener Gegend den Markt dringend haben wollen. 
Der Markt werde die Gegend heben, den Geschäften keinen 
Schaden, wohl aber Nutzen bringen. Er bitte zunächst 
grundsätzlich abzustimmen. G. - V. Berger beantragt 
namentliche Abstimmung, die unterstützt wird. Mit 25 
gegen 3 Stimmen und einer Stimmenthaltung wird die 
Einrichtung eines zweiten Marktes beschlossen. Es stimmen 
dafür: Bürgermeister Walger, Schöffen Bache, Draegcr, 
Mossidlo,^ Sadöe. v. Wrochem, G B. Dreger, Eg eit, 
Finke, FranzeituS, Haustein, Dr. Heinkcker, Heise, Huhn, 
Kalkbrenner. Kunow, Lehment, MatthteS, Ott, Richter, 
Sachs, Schönknkcht, Stöcker, Dr. Thurmann und Uhlen- 
brrck; dagegen stimmen G.'V. Berger, Schultz und 
Dr. Tänzlet; Schöffe Lichth.-im enthält sich der Abstimmung. 
Bürgermeister Walger schlägt nun vor, den Markt 
u!s Abendmarkt zu bestimmen. G.-V. Haustein, ist für 
einen TageSmarkt. G -V. FranzeliuS unterstützt ebenfalls 
den TageSmarkt. Der Antrag auf Einrichtung eines 
Abendmarktes wird abgelehnt. Er stimmen dafür nur 
9 Herren. Der TageSmarkt wird darauf beschlossen. 
Tie Tage, an denen der Markt stattfinden soll. wird der 
MaiklauSschuß festsitzen. Jedenfalls wird der Markt 
MontogS und Donnerstags stattfinden. 
Bürgermeister Walger bittet dann als Plotz den 
Steinplatz zu bestimmen. Wenn man das Grundstück an 
der Wiesbadener Slraße wähle, würden dort die stark 
benutzten Tennisplätze und auch im Winter die Eisbahn 
eingehen müssen. Besonders letzlereS wäre sehr bedauerlich, 
da man erst kürzlich über die Benutzung der ElSbahn 
günstige Verträge abgeschloss-n hätte. DaS Grundstück 
würde auch für den Markt nicht ganz beansprucht 
werden. Schöffe Lichtbeim erklärt, daß daS Grllnd- 
zu machen, daß er eigentlich engagiert mar, um de» 
Staatsanwalt gegen die Angriffe der Leute zu schützen, 
denen er jetzt doch zum Opfer gefallen ist," erwiderte Black. 
„Ich habe ihn in der Affäre Brown ein paarmal ge 
sprochen, und ich muß sagen, er hat mir einen sehr ange 
nehmen Eindruck gemacht." 
„Hm, es spricht nicht gerade zu seinen Gunsten, daß 
er abwesend war, als er am nötigsten gebraucht wurde," 
iiicinte Wachtmeister Winter nachdenklich. „Das sieht fas! 
aus, als hätte er sich von Sir Williams Feinden bestechen 
lassen, seitdem er Ihnen den angenehmen Eindruck ge 
macht hat, Herr Inspektor." 
„Ich habe auch an diese Möglichkeit gedacht," versetzte 
Black, „wenn ich auch gestehen muß, daß ich nicht daran 
glaube." 
„Nun, Sie und ich kennen ihn nicht, aber trotzdem 
niuß ich wiederholen, die Sache sieht sehr verdächtig aus," 
erklärte der Wachtmeister beharrlich. „Ja, ich meine, man 
könnte sogar noch weiter gehen und annehmen, dass Sir 
William sich nicht geirrt hat, als er glaubte, seine Stimme 
an der Tür zu hören. Auf jeden Fall wär es für Doktor 
Penfold mindestens ebenso leicht, durch das Billardzimmer 
Einlaß zu finden, als für irgendeinen Fremden." 
Black zog es vor, keine direkte Antwort auf diese Ver 
dächtigung des jungen Arztes zu geben. „Bor allen 
Dingen müssen mir versuche», Doktor Penfolds habhaft 
zu werden," meinte er vorsichtig. „Aus jeden Fall ist er 
ein sehr wichtiger Zeuge." 
Nachdem sie noch die Fenster in den beiden Zimmern 
genau untersucht und sich überzeugt hatten, daß diele bei 
deni Verbrechen keine Nolle gespielt, schlug der Inspektor 
vor, sie wollten sich wieder hinunter begeben. Wenn er 
auch niemand etwas verriet, wollte er sich. doch.genr iib.er- 
stück Wiesbadener ? Straße 894 Quadratruten groß 
sei, der Steinplatz nur 150 Ouadralmeter. ES würden 
also noch 225 Quadratmeter al« Spielplatz oft der Wie»- 
badener Straße verbleiben. G.-V. Haustein meint, der 
Steinplatz läge ganz an der yrenze. wir hätten mit un- 
Uferen Bauten usw. tiberhairpt Glück, da wir alles an die 
Grenzen legen. Er wäre für den Platz an der Wie«, 
badener Straße. G.-V. Berger ist dafür, daß der Platz 
an der Wiesbadener Straße erhalten bleibt. Tr erwähnt 
die sehr sachliche Zuschrift deS Herrn Niemann, der er nur 
zustimmen könne. Es wird dann als Platz für den 
zweiten Markt der Steinplatz an der Rheingau- 
stratze bestimmt. (Schluß folgt.) 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Größere Wohvfreiheit für Beamte und 
Lehrer. D:e von der Delegiertenversammlung der Berliner 
Beamten» und Lehreroeretne im Januar dieses Jahres ein 
gesetzte Kommission, die mit den Arbeiten zur Beseitigrtng 
der beim AuswärtSwohnen der städtischen Angestellten 
heroorgetretenen Schwierigkeiten betraut wurde, hat dem 
Berliner Magistrat eine Petition unterbreitet, in der in 
ausführlicher Weise die Mängel nachgewiesen werden, die 
den Bestimmungen über die Restdenzpflicht der städtischen 
Beamten- und Lehrerschaft anhaften. Aus wirtschaftlichen, 
gesundheitlichen und sittlichen Gründen spricht dte Petition 
am Schluß die Bitte aus, die Stadt Berlin möge den in 
ihrem Dienst stehenden Beamten und Lehrern Wohnfreiheit 
in dem Umfang gewähren, daß der Wohnsitz in der Regel 
auch tn allen den Vororten genommen werden darf, die 
mit -Berlin in geregelter VerkehrSvtlbindung stehen, 
weiterhin möge aber auch von jeder wirtschaftlichen Be 
nachteiligung der außerhalb der Berliner Wetchbtldgrenze 
wohnenden Personen abgesehen werden. 
o Die Große Berliner Straßenbahn, deren 
Liniennetz gegenwärtig 545 115 Meter Gleis umfaßt, be 
förderte nach ihrem soeben erschienenen Geschäftsbericht im 
abgelaufenen Jahre rund 463'/, Millionen Personen 
(gegen 447 Millionen im Vorjahre); dementsprechend 
stiegen die Einnahmen von 42,6 auf 44,1 (einschließlich 
der Nebenerträge 45,5) Millionen Mark. Natürlich sistd 
auch die Ausgaben gewachsen; sie betrugen 25.8 (gegen 
23,9) Millionen Mark, wovon allein 16,7 Millionen auf 
Gehälter und Löhne entfallen. Die Ausgaben für Wohl- 
fahrtSeinrichlungen werden bald die Summe von einer 
Million erreichen. Im Dienste d,r Gesellschaft standen im 
Berichtsjahre 12 107 Personen; an BetriebSwagen besaß 
sie 2848 Wagen (gegen 2737 i. Vorj). Der Reingewinn 
(rund 10^/2 Millionen Mark) wird dte Festsrtzuug einer 
Dividende 8 l / 2 Proz. gestatten. AuS dem Betrieb«bericht 
ist h-rvorzuheoen, daß im Tagesdurchschnitt 1 265 847 
Personen besördert wurden; der pa ffte Personenverkehr 
entfiel auf Montag, den 2. September, an welchem 
1 412 538 Fahrscheine (im Werte vou 141 844 M.) ver- 
laufr wurden; den schwächsten Verkehr brochle der Kar 
freitag. 5. April, mit 778 920 oelkauften Fahrscheinen. 
Tödliche Unfälle kamen 24 vor; in.18 Fällen, lag eigenrZ 
Verschulden der Verunglückren vor. 
0 Friedenauer Wohuuugsanzeiger. Der mit 
dein Friedenauer Lokal-Anzeiger verbundene Friedenauer 
WohnungS - Anzeiger ist der billigste und wirksamste 
WohnungSveimittler. Anzeigen, die 40 Pf. die Zeile 
kosten, müssen jedesmal bis Sonnabend Mittag 12 Uhr 
in dem Btsitz der Geschättsstelle. Rheinstraße 15. sein und 
erscheinen eine volle Woche hindurch im „Friedenauer 
Lokal Anzeiger" und in den Anschlägen an den Wannsee- 
und Ningbahnhöfkn in Friedenau und Berlin (Potsdamer 
Bahnhof). 
0 Mission«fiuude. Montag, den 3. März, Abends 
8 Uhr wird M>jsto> sdinkror Kausch im Goßneischen 
Missionshaus«. Haridjeiystr. 19 20 die rstonatlich MisstonS- 
stunde halten. 
0 Eine Gedenkfeier des Jahres 1813 veran- 
staltet am 7. März, abends 8'/ 2 Uhr, die Ortsgruppe 
Berlin-Friedenau drs Deutschen iü ehroereitrS im „Kaiser 
Wilhelm-Garten", Rhelnstr. 65. AIS ernste Kundgebung 
zu den Ereignissen deS JahreS 1813 ist der Abend als 
Vortragsabend pep'ant. Herr Schriftsteller Müller-Branden- 
bürg, Vorstand der Preffeabteilung deS Deutschen Wehr- 
verein«, der in weiten Kreisen al« guter Redner und 
; Vaierlandslreund bekannt ist, stricht Über da« Gleichni« 
i zeugen, ob Friedrich wirklich die ganze vordere Fensterreihe 
- bewacht«. 
, Er fand, daß der Diener nach seiner Anweisung ge- 
, handelt hatte, und als er noch im Korridor stand, kam 
.cora Bilcon, die an der Vordertür eine lebhafte Unter- 
haltuiig geführt hatte, auf die drei Männer zngelausen. 
„Oh, Herr Black," begann sie atemlos, „Rob, ich 
»reine der junge Braudis, hat zwei seiner Bluthunde her-- 
gebramt. Er dachte, sie könnten vielleicht nützlich sein, 
vorausgesetzt, daß fiel) irgend etwas vorfindet, wodurch 
fie auf die Führte des Verbrechers gefetzt werden können." 
Cm 02 T?schc»tuch," flüsterte Wachtmeister Winter. 
m 'lickte, dann ging er nach der Bordertür, wo er 
Aoverr „nt seinen großen Hunden im Fahrweg stehen fand. 
.ucr Sohn des Lehrers begrüßte feinen Bekannten vom 
~ a 9 vorher sehr warm und schien außerordentlich erfreut, 
oatz dieser geneigt war, seine Dienste anzunehmen. 
»Ich habe hier etwas, was gestern abend im Park 
verloren wurde." sagte der Detektiv. „Vielleicht lassen Sie 
me Hunde einen Versuch machen, den Eigentümer des 
Tasa-entuchs zu finden." 
> 'v.krdeii die Suche natürlich unter, chem Festster 
des Billardzimmers anfangen lassen,"'meinte Trenkley, der 
s'ksigcn Tiere mit kaum verhehltem Widerwillen be 
tt achtete. „Und Sie lassen sie doch nicht los, was?" 
„Hübsche Tierchen, nicht?" bemerkte Black. „Nun, 
wisteii Sie, Herr Trenkley, ich wollte gerade vorschlagen, 
^^^lasscn würden, Sie haben daun entschieden 
mehr Ehnnce, die richtige Spur zu finden. Gegen das 
Insangeti unter dem Fenster des Billardzimmers habe ich 
nnhts einzuwenden. Hier ist das Taschentuch, Herr Brandis. 
Aber, bitte, falten Sie es nicht auseinander." 
(Fortsetzung folgt.)
        
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