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Periodical volume Nr. 50, 27.02.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Krlederrarrer 
Anparieiiskhe Zettmg für kommunale und bürgerliche 
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Zeitung.) 
Organ für den Kriedenauer Ortsteil non Zchdneberg und 
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Geschäftsstelle: Rbeinftr. 15. sernlprecber: Hrnt ptaljbarg 3139. 
Kr 50 
Berlili-Frikdtnau, Doiimrsiag, den 27 Februar 191H. 
20 Iahrg. 
Friedenauer Adreßbuch 
1Q1Q ist erschienen. 1 Gl Q 
Preis 2 Mark. 
Verlag Rheinstraße 15. 
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Letzte ßachrichten 
Oberbürgermeister TchustehrnS f. 
Charlollenburg. Der Oberbürgermeister von 
Charlollenburg, TchustehruS, ist heule morgen im Kranken- 
Haus Westend dem Schlaganfall, den er am Dienstag 
voriger Woche erlitten hatte, erlegen. Ec hat tin Alter 
von 57 Jahren erreicht. 
Berlin. In Untersuchungsgefängnis ist heute der 
Raubmörder Denkler, der den dreifachen Raubmord in der 
Alten Jakobftiaße verübt hat, infolge einer BluisturzeS 
gistorben. » 
Halle a. S. Ein Großfruer. das feit heut« früh 
8 Uhr in der Mattenfabrtk von GroßklauS & Mrinhardt 
in der Dorstadt T otha wütet, hat sämtliche Gebäude und 
ein riesiger Strohlager in Brand gesteckt. Die N.ben» 
gedäude sind gefährdet. 
Saargemüod In Hayingen stürzte bei einem Hoch- 
ofenneubau das Gerüst cln nnd begrub fünf Arbeiter unter 
seinen Trümmer». Drei von den Bernnglückien konnten 
nvr. als Leichen hervorgezogen werden, während zwei 
andere schwer verletzt wurden. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Gegen die Btersteuer. Die Brauereien Grob 
Berlins sowie der Verein der Brauereien Berlins und der 
Umgegend haben an den hiesigen Gemeindevorstand um 
fangreiche Eingaben gerichtet, in denen sie zu der geplanten 
kommunalen Biersteutr und den Erläuterungen des Ge- 
mrtndeoorstandeS hierzu Stellung nehmen und e> klären, 
daß der Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend 
beschlossen hat, künftighin bet NeuetnfUhrung von Bier- 
steuern in einzelnen Gemeinden etwa von der Gemeinde 
verwaltung nachgesuchte Steuerzahlungen oderB^reinbarungen 
über die Steuererhebungen, über summarische Einfuhr 
deklarationen usw. rundweg abzulehnen. Die Brauereien 
stehen auf dem Standpunkt, daß die Steueipfl'cht für ein 
geführter Bier nach tz 6 der amtlichen Normalsteuerordnung 
und auf Giund zwingender Vorschrift der Kommunal» 
abgabengesetzeS ausschlt-ßlich dem Empfänger obliegt; 
sie stützen sich dabei auf eine ReichSgerichlSentscheidung. 
Demnach würde die E nführung einer Gemeindebiersteuer 
in Friedenau lrd'pltch eine Belastung der im Gemeinde- 
gebiet oniäslloen Arast und Echavkwi't» und f"> stiaen Ab 
nehmer znr Folge haben. Der Hinweis auf die Nachbar 
gemeinden fei schon deshalb nicht stichhaltig, weil in diesen 
G-meinden die Einfübrung der Biersteuer bereit« vor Der- 
abschiedung der Brousteuergesetze vom Jahre 1906 und 
vom Jahre 1909 erfolgt ist. ES würde also die Biersteuer 
in Friedenau eine Sondergewerbesteuer der Gast- und 
Schankwirte, sowie der Floschenbierhändler sein. In der 
Eingabe wird ferner auf die bedrängte Lage d,s Gast- 
wtrtSgewerbeS, dessen Wiedergesundung allseits als dringende 
wirtschaftliche Notwendigkeit anerkannt ist, hingewiesen. 
Außerdem wird hervorgehoben, daß die mit der Durch- 
führung und Erhebung der Steuer notwendigerweise 
verbundenen Kontrollmostregeln, abgesehen von ihren unouS- 
gefitzten Belästigungen sür die Gastwirte, daS Prioatpublikum 
und sonstige Abnehmer, einen Aufwand an Zeit und Kosten er 
fordern, der zum Ertrage der Steuer auch nicht im entferntesten 
Verhältnis steht. Die Petenten weisen da auf die ab 
lehnende Haltung der Magistrate in Schöneberg und Char- 
loNenbnrp hin und heben die Ausführungen des Kämmerers 
der Stadt Charlollenburg hervor, der sagte: „Dte Sladt 
möge von einer Btersteuer die Hände lasfin, sie mache 
große Kosten und bringe nicht viel ein.* Die Brauereien 
erklären auch, daß. wenn in den Gemeinden, wo Brauereien 
vorhanden sind, ihnen eine Btrrsteuer auferlegt wird, sie 
ohne weiteres die Bierpretse erhöhen werden. Die 
Eingabe ist unterzeichnet von folgenden Brauereien: 
Fciedrichshain, P tzenhofer, Schloßbrauerei Schöneberg, 
Bergschloßb auerri, Hilseb'in, Berliner Bockbraueret, Berliner 
K'ndl, UntonSb>auerri, Böhmisches Brauhaus, Happold», 
Bötzow, Königstadt. Oswald Berliner, Pfefferberg, Bürger 
liche- "Brauhaus, Habel, Deutsche Bierbrauerei. Löwen- 
B auerei, Münchener Brauhaus. Schultheiß, Epandauer 
B-rg Versuchs- und Leh'biouerei. Dik'oria-Brauerei. Berg- 
brauerei Weißenste, Engelhardt, Gabriel und Richter, 
Schweizergarten, Friedrich Mörnig-Slegl'tz, Carrphausen, 
GenoffenschastSbrauerei der Gastwirte Fried, ichrhagen, 
E. Haase-BreSiau Hartmann, Pschorr, Spaten, Teutonia, 
ferner von etuer Reihe von Wetßbierbrauereien und Bier- 
handlunoen. 
o Für die Elektrisierung der Berliner Ltadt- 
bahnen dürften die Lonooner Schnellbahnen als Vor 
bilder dienen. Zam Studium derselben war, wie erinnerlich, 
ein Ausschuß von Ersenbahnsachleuten nach der Themststadt 
entsandt worden, deren Bericht die Zeitung de« Verb. D. 
Eisenb. Ver. jetzt auszugsweise mitteilt. Wie schon ge 
meldet, werden auf einzelnen Strecken der Londoner Unter 
grundbahnen in der Stunde bi« 44 Züge befördert und 
diese Zahl kann noch erhöht werden. Eine so dichte Zug- 
folge wird auch für unsere Stadt und Vorortbahnen an 
gestrebt; Vorbedingung, dies Z'el zu erreichen, ist aber die 
möglichste Abkürzung der Zeit zum Einlauf vom Etnfahr- 
Vorsignal in die Starion und zum Bremsen bi« zum 
Stillstand, der Haltezrit auf der Station, der Zeit zur 
Abfahrt aus der Station. knS der Schluß des Zuges um 
eine kleine SicherheitSst, ecke vorüber ist und endlich der 
Zecken zum Siellen der Signale. Die kurze EinlaufSzeit 
wird durch eine hohe G-lckw'ndicikett erreicht, die i»fvlae 
der kräftigen Bremsung biS kurz vor der Stelle, wo der 
Zug zum Halten gebracht werden muß, aufrecht erhalten 
werden kann. Die kurze Haltezett wird durch schnelle Ab- 
irrtigung der Züge erreicht. Sie beträgt im Durchschnitt 
16 bis 23 Sekunden. Die schnelle Abfertigung der Züge 
hängt eng mit der Bauart der Wagen zusammen; in dieser 
Beziehung ist London gegenüber Berlin im Nachteil. 
o Zum Direktor gewählt. Der Oberlehrer an 
unserm Gymnasium Dr. Kümmell ist zum Direktor d«S 
LyzeumS in Bitterfeld gewählt worden und wird die Stelle 
schon zu Ostern d. I. antreten. 
o Reifeprüfung am Gymnasium. In der 
gestern, Mittwoch, den 26. Februar, abgehaltenen Reife 
prüfung wurden 15 Oberprimaner sür reif erklärt. Den 
Vorsitz führte der Direktor. 
o Die «eue» Meldezettel. Am 1. März d. IS tritt 
die neue Berliner Polizeioerrrdnung über da« Meldewesen 
vom 11. Januar 1913 in Kraft. Da sich noch große 
Vorräte der bisher gebräuchlichen Formulare für polizei 
liche An- und Abmeldungen im Besitze der Fabrikanten 
und Verkäufer b> finden, ist nachgelassen worden, daß die 
bisherigen Formulare für An- und Abmeldungen bis zum 
I. März 1914 neben den neuen Formularen Verwendung 
finden dürfen. 
o Pflicht der Hausbesitzer znr Versicherung 
ihrer Portiert. Nachdem die Anmeldung einer Anzahl 
Portiers von der OctSkrankenkafse zurückgewiesen worden 
ist und über die Pflicht der Hausbesitzer, ihre Portiers zu 
versichern, große Unsicherheit herrscht, wird eS von 
Wichtigkeit sein, die von dem Vorstand deS HauS- und 
GrundbesttzeroereinS zu Schöneberg von maßgebender Sette 
erhaltene sehr erschöpfende Auskunft, welche jede Unklar 
heit beseitigt, nachstehend zur öffentlichen Kenntnis zu 
bringen. Dieser Verein teilt unS folgendes mit: 
Für die Versicherung zur Kranke, k^ffe muß die Zelt vor dem I. 
und nach dem 1. Januar IS 14 untirjch'eden werden Für die Zeit 
nach dem 1 Za-uar 1914 beaniworien sich die g-stell en 
F,agen sehr leicht. Nach dem 1 Januar 1914 find alle Personen, die 
Portierdienste verrichten (also der Manu oder die Frau oder alle beide 
telbstoerstä, blich nur, wenn sie nicht anderwelit, veistchert find) ohne 
Unleischled versichert (oergl § 165 Reichioeisicheru^soidnung). Zu- 
uLndtg find die Oriokrankenkasien (§§ 225, <26 daseid»). Der 
J. ftanzevzug ist ebenfalls in Der Reicheo.-rficherungeordnung geregelt, 
V isiheningeaml, OberversicherungSamt. in einzelnen besonderen 
Fällen Reichs ver ficheruritzsamt. Weit schwieriger liegen die Ver- 
ficherurigsoenältwsse vor dem 1. Januar 19 4. Hier kann die Fiagr 
der Berficherungisflicht überhaupt nicht generell beantwortet werden, 
sondern nur von F.ll zu F.ll ui d muß in jedem Etnzelfall geprüft 
werden, ob § 1 Ziffer 3 bezw. auch § 1 Ais. 4 deS Kraikenver- 
stch-rungSgefitz S Anwendung finden Empfchlenkwert ist eS, daß 
jeder HauSbefitz-r seinen Portier bezw. defien Frau bezw. beide bet 
der OrtSkiankenkasse armeldet mit der Begründung, daß er den Ber- 
ficherungSjwang für gegeben HLU und um Einziehung der Beiträge 
nachsucht. Nimmt die O tskrankenkaffe, welche allein zuständig ist, 
Biitiige au. so ist die Sache in Ordnung, leh t sie aber ab, so kann 
ihm auch nichts pasfiererk. Eckrankt riimlch späteihtn sein Portier, 
UNS macht er Ansprüche an die Kafie geltend und führt diese mit E folg 
durch, so ist d-r HaaSd-sttzer gegen einen Regr.tz der Kaffe geschützt, 
da er seiner Pfl cht ge ügt hat. Lehnt die Kaffe die Aufnahme ab, 
so biaucht der Hausbesitzer den Portier nicht anderweitig zu verfichern, 
da da» Bürgeiliche Gesetzbuch keine Voifchriften enthält. DaS 
K-ankenverstcherungegefitz begründet eben eiern Versicherung« zwang. 
En wed-r find d«e Leute ve fich-rt dann gehi-n ffe zur zuständigen 
Ver tzlsat sän walt. 
8., H. Hill. 
44 INOwf 
Er mußte ihr sagen, daß sie, wenn sie Franz Scharnocks 
Cousine war, kaum ein Zweifel waltete, daß sie auch Sir 
William Graßmans gestohlene Tochter war. Er mußte ihr 
sagen, daß Inspektor Black von Scharnock selbst herzitiert 
worden, und daß alles darauf deutete, daß sie das Opfer 
eines scheußlichen Planes war, durch den der Anschein 
erweckt werden sollte, sie sei an dem Morde ihres eigenen 
Vaters beteiligt. Dies alles mußte sie erfahren, damit sie 
nicht in Unwissenheit blieb, im Falle es ihm nicht gelang, 
den Messern und Pistolen zu entgehen, die ihm in dem 
schweigenden Hause auslauerten. > 
Cs war schwierig, dies alles einem erregten weiblichen 
Wesen mitzuteilen, und während er sich überlegte, wie er 
es am schonendsten zu ihrer Kenntnis bringen könne, 
herrschte Schweigen im Zimmer. Gerade wollte er mit 
seiner Erzählung beginnen, als Olivia mit schreckensvoller 
Gebärde auf die Oeffnung deutete. 
„Zurück!" flüsterte sie atemlos. „Es ist jemand an 
der Tür." 
Einen Augenblick später befand er sich in tiefer Dunkel- 
heit, und die Wand vor ihm hatte sich geschlossen. 
23. Kapitel. 
S ch l a n g e n l i st. 
Olivia hatte gerade Zeit gehabt, die Oeffnung zu 
schließen, als ein leises Klopfen an der Tür hörbar 
wurde und gleich darauf Franz Scharnocks Stimme ertönte. 
Liebe Olivia," rief er, kannst du vielleicht..einen 
Morgenrock überwerfen unc> mich empfangen? Es ist von 
großer Wichtigkeit, daß ich dich sofort spreche." 
Sie wußte wohl, daß die Tür von außen verschlossen 
war, und er, ohne zu fragen, hätte hereinkommen können, 
daher willigte sie ein, und nach einer Pause, die zum An 
kleiden nötig gewesen wäre, wenn sie wirklich im Bett ge 
legen hätte, bat sie ihn hereinzukommen. Ihr Herz schlug 
hoch, als er ihr gegenüberstand und sie in seinem Gesicht 
zu erkennen suchte, ob er einen Verdacht habe, daß sie 
den Flüchtenden aufgenommen; aber sein Ausdruck war 
undurchdringlich. Er schien überhaupt nicht aus diesem 
Grunde gekommen zu sein, denn er schaute sich gar nicht 
im Zimmer um, sondern hatte nur Blicke für das Mädchen, 
das voller Erwartung vor ihm stand und sich wunderte, 
was er wohl zu so später Stunde von ihr wolle. 
„Ich muß dich vielmals um Entschuldigung bitten, daß 
ich dich zu dieser Stunde störe, aber ich habe unter deiner 
Tür Licht durchschimmern sehen, und das gab mir den 
Mut, bei dir einzudringen," begann er in dem Ton über 
triebener Höflichkeit, den er immer anzuwenden pflegte, 
wenn er mit ihr allein war. „Willst du dich, bitte, setzen, 
und mir auch gestatten, daß ich mich setze. Ich werde 
mir Mühe geben, mich so kurz wie möglich zu fassen, 
aber einige Minuten wird das, was ich dir zu sagen habe, 
doch in Anspruch nehmen." 
Olivia setzte sich so, daß sie der Schiebewand den 
Rücken drehte, damit sie nicht etwa unwillkürlich dort hin 
blickte. Dann bot sie ihrem Vetter einen Stuhl dicht vor 
der Wand, hinter der, wie sie wußte, ihr Liebster auf jedes 
Wort lauschen würde, was im Zimmer gesprochen wurde. 
Es war ein kühner Streich, zu dem sie ihres ganzen 
Mutes bedurfte, aber sie hielt es mit Recht für sehr 
wichtig, daß ihr unwillkommener Besucher glauben müsse, 
sie habe nichts zy verberüen. 
Schon seit Jahren behandelte Franz Scharnock sie 
mit einer Art unterwürfiger Bewunderung, die ihr immer 
äußerst widerwärtig gewesen war, und sie war sehr begierig, 
ob er diese Haltung auch jetzt beibehalten würde. Sie paßte 
kaum zu der unverhohlenen Grausamkeit, mit der die Gräfin 
sie schon seit einigen Tagen behandelte und in ihrem 
Zimmer gefangen hielt, aber seine ersten Worte zeigten 
ihr, daß er gewillt war, dabei zu bleiben. 
„Deine Bequemlichkeit, meine liebe Cousine, liegt mir, 
wie du weißt, immer sehr am Herzen. Du kannst dir also 
denken, wie peinlich es mir und meiner Mutter war, dich 
während der letzten paar Tage in der Freiheit deiner Be 
wegungen zu hemmen." Er heftete seine düsteren Augen 
auf ihr süßes junges Gesicht, als ob er eine Antwort 
erwarte. Als keine kam, fuhr er fort: „Wir taten es 
nur zu deinem Besten, liebe Olivia, wir wollten dir den 
Aerger ersparen, mit gewissen Gästen zusammenzutreffen, 
die eine plötzliche Wendung in unseren Angelegenheiten 
nötig machte, hierherkommen zu lassen." 
.Cie scheinen allerdings sehr lange aufzubleiben und 
mitten in der Nacht großen Lärm zu machen," versuchte 
Olivia in gleichgültigem Ton zu antworten. „Es hörte 
sich vorhin an, als ob ein Regiment Soldaten im Hause 
herumrenne." 
Scharnock machte eine abwehrende Belegung mit 
seiner weißen Hand. „Wir sind augenblicklich in ziemlicher 
Verlegenheit, wie wir uns einem unerwarteten Vorkommnis 
gegenüber zu verhalten haben," fuhr er fort. '„Und das 
bringt mich zu dem Vorschlag, den ich dir machen wollte. 
Du bist auf jeden Fall sehr erstaunt, mich plötzlich gesund 
umhergehen zu sehen ohne die Hiife meines Stuhles und 
ohne den Beistand Louis'?" 
Er hatte die letzte Frage hastig hervorgestoßen, um 
Olivia zu übe.rrqschen.
        
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