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Periodical volume Nr. 47, 24.02.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Krtederranee 
Unparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
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»r. 47 
Berlitt-Fricdcnau, älion ng, den 24 Februar 19U. 
20 Iahrg. 
Friedenauer Adreßbuch 
1 Ql ist erschienen. "j Qi £> 
X«aLp3 Preis 2 Mark. XtFlO 
Verlais Rheinstraße 15. 
DepeTchen 
Letzte Nachrichten 
Berlin. König CHiittian X. von Däremak. be 
gleitet von seiner Gemahlin, der Königin Alexandra, ist 
heute Nachmittag zum ossizt-llen Besuch der KatseepaareS 
in König!. Schlöffe kingel-cff/n. 
Hamburg. Der Kabarettist Drnnh Gürtler ist ani 
Sonntag in die SlaatSirienanstolt Fuedrichsberg Über' 
geführt worden, da bei ihm Wahnsinn ausgediochen ist. 
Genf. Bon französischer Seite soll der Plan des 
Fauelle-Durchstiches ausgegeben worden sein, Dre Paris 
—Lyon Miltelmeei bahng«s> llschafl behauvtet. daß durch die 
Berbefferung der Linie Bellegarde—Saint Amour, bie 
Fahrzeit mehr verkürzt werden könne, alS durch die Er 
bauung deS Favc.lle-TunnelS; dagegen habe die fian- 
zöfische Regierung einen Durchstich am Montbla> c grund- 
süßlich beschloff n. 
London, Wie das Reutersche Bureau er'ährt, haben 
die Möchte auf die litzi? D-maiche der Türket, durch 
welche sie um ihe guten Dienste ersucht wurde», daraut 
hingewiesen, daß die Plorte di? an sie gertchnt Kolleknv- 
nüte de> Mächte noch nicht arge, ömrnenhast. 
Die bauten äer Gemeincle 
srieclenau 
in Vergangenheit und Lukunst und ihr Ginfluß aus 
die Entwicklung der Gemeinde. 
(Schluß) 
Gemeindkbaarat Altman» ntr,ri sort: Er möchte nun einen Blick 
in die Zukunft tun. E» >ei dies kein angenehmes Amt, dem olle 
früher aufgestellten Berechnungen rffs. sid späte, Lügen geviaf 
worden. In stiage kommen zuiiächst der Ratha d"au, der Bau der 
3. G mei des rule unb die Bauten in Güt-goy Wie das Ra thauS 
ausjeh n wi d, weiß noch niemand, er selbst weiß es auch noch nicht. 
DaS 'Projekt bedarf genü evder Zeit zur Reif, Welcher Preis zu 
Gründ' gelegt we den k-nn, kö nt.n vielleicht die Einhttkpretje für 
den Katikm'ier umbauten R ua es d-r Ratd^uSdauten in den übrigen 
Gemetl den GroßberiinS era bei>. In Treptom kostete das Rathaus 
23,17 M, tu Köpenick 22 M, in Pen kam 24 M in Schmargendorf 
jogar 37 M. (Ruse d>S Eistunwe), t» Laeckwttz 22 M , in Steglitz 
2153 M, in Schö-ttberg der so wenig gegliederte Bau 25 40 M. und 
ln W lmersdvtf stnd 24 M. und für einen Erweilerungsdau 27 M., 
hierzu kommen noch ve ichiedene Kosten für Turmbauten uj«. Weichen 
Satz soll er nun für unser Rathaus annehmen? ES soll ein chltchter, 
den Verhältnissen unseres Ortes angepaßter Bau sein, aber er muß 
auch unserem Orte würdig sein (sehr richtig, Bravo). Wenn er da 
wagt für 20 M, Einheitspreis den Bau herzustellen, so glaube er, 
daß ihm aus der Versammlung nickt der Verwarf der Ueb-richrettung 
gemacht werde. Ueber den neuen VolkSsck, Ibau könne er auch nichts 
Bestimmtes angeben. Die Volkesckulgebäude in der Albestraße haben 
12 20 und 12 50 M. für daS Kubikmeter gekostet, in der Rheingau. 
straße 14,40 M. Doch wenn in dem mittleren Gebäude in der Albe- 
straße d>< Kinder aut den Korridor hinaustreten, s> kommen auf ven 
Oer Staatsanwalt. 
8aa H. Hill. 
41, 0U4lT*< Kil«fcs4 
21. Kapitel. 
21 u f der Flucht. 
Die wohlklingende Stimme des Herrn Franz Scharnock 
verhinderte Julius, dem Schurken, der ihn hierhergelockt 
und ihm jetzt den Ausgang versperrte, einen Faustschlag 
ins Gesicht zu versetzen, denn er begriff sofort, daß die 
eigentliche Gefahr nicht hinter ihm lag, sondern vor ihm, 
an dem Tische, wo der höfliche Herr saß. Denn wie ein 
Plitz schoß es ihm durchs Gehirn, daß dieser es war, in 
dessen Hand die Fäden zusammenliefen, die ihn unistricki 
hatten. Und zu gleicher Zeit war es ihm klar wie durch 
eine plötzliche Eingebung, daß Herr Franz Scharneck bet 
Führer der Bande war, deren teuflische Pläne zu seinem 
Engagement bei Sir William geführt hatte. Schon die 
Abwesenheit des Krankenstuhls zeigte ihm, daß der Manu 
bisher eine Rolls gespielt hatte. Gesund und aufrecht saß 
er da, mit der Miene des Vorsitzenden eines Kriegsgerichts, 
ebensowenig gelähmt, wie er, Julius Penfold, selbst. 
„Ich heiße Sie willkommen in Schloß Dunloo", be 
gann er, „Verzeihen Sie, daß wir zu einer List unsere 
Zuflucht nahmen, um uns das Vergnügen Ihrer Gssellschafi 
zu verschaffen. Aber wir hatten uns überzeugt, Herr 
Doktor, daß wir Sie auf andere Weise nicht dazu bringe» 
würden, Ihre Pflicht außer acht zu lassen. Jedoch die 
Reize unserer lieben Olivia sind noch immer unwiderstehlich 
gewesen." 
Qad:almet,r 7,14 Ktnd<r, in der Rheingaustratze sind es 4.06 Kinder; 
bei d v b.öh-rcn Eckulen ist eS ganz anders. 4o-t kommen auf ein 
Kind 1,20 Quadiatmetcr beim Gymnasium, 1 03 Quadratmeter beim 
Rea Gymnasium und 1,09 QaadialM'Ier bei der Ktntgi Luise Schule 
Für das neue Schulgel Luke au der OffenbaLer Straße glaube er, daß 
ein Satz von 1,05 Quadratmeter für ein Kind ter angemessene urd 
ausreiche, de ist. I, den Rach>-argemci den wuiden die letzten Volks- 
schulbauten für 17,19 bis 20 für das Kubikmeier umbauten Raumes 
hergestellt. Er nehme einen Eii-hetissitz von iu d 17 M an tür daü 
neue Volkeschulgebiude. gür Güte-gotz sind die Kosten auch > och 
nicht qe, au ermittelt. Rach dem lrtzleii'Kcftcnar schlag sind I37U00 M 
sür die Baulen in Glll>rgotz tnSgciawt berechnet. DaS find die Be 
trüge, d,r aufzuwenden "wann. WaS »etter noch rotwendig wird, 
steht noch nicht fest. Es ist ja bereits vvm Bau einer neuen Real- 
nr,statt gespr ch-n worden, der rund 350 000 M, kost-n würde, stell,er 
läme ricUc'.cht roch eine Badeanstalt tu Frage. Er möchte nun auf 
die Finanzlage unserer Gemeinde firi ei gehen. In den ersten J chren 
nach der Gründung stnedenauS (1875) wuiden 75 P-oz. Steuer 
zuschlag erho'en, obwohl der Etat damals eilt 10 0 0 M, umtoste 
Im Jahre 1881 bei ctrxm Etat von 12 500 M stieg der Steuersatz 
auf 85 Proz. und tm Jchre 1891 auf ,00 P oz. stür de Grund- 
und Gkbäuvesteuer stieg der Satz auf 150 P oz. unv 1902 aus 
165 P>oz, ein Satz, der heute nicht mehr geläufig ist da die>e Steuer 
nach dim Tausenviatz eihoben wird und g-ger,wältig 2,7 v. T. de 
trägt. Eine lauge R,ihe von Jahren lieb der Elnkommenst-uer 
-uschlag von 100 v. H, vom Juhre 1891, wo der Voraus,rl^g 
91 000 M betrug, bis heute, wo >r in der Order,Iltcken Verwaltung 
swo» über 3 Millionen gestiegen ist. Vom I hre 1892 an war es 
ulcht mehr möglich, den Voranschlag rechne, ist, gtclchzusteUcn; es 
mußten Bel ige aus deu Uebcischuss » Nüh trt Jahre mit eingeslelli 
w-rdin. Im Jahre 1893 bet einem Voianschtag von 169 000 M. 
wurden 11000 M aus den U-berjchüff.n herangezogen, eas si, d 
6'/, P,oz. Im Jahre 1900 b.irug de» el-aesttzie Summe tm Vei> 
hannts zur Ges mtsumme rm Vo al s klag 17 2 / s Proz, fie fiel daun 
auf 9V,o, 8 proz usw. diS 1911 wo si, 2'/ a Proz auemucht,. Dar 
Nt ga z , lwas U-be lusckrndcS. 912 fit e, >r Bel ag , ochmals auf 
2'/, Peo». und 19 3 pktiägt er nur noch Pro«, der oid inlichen 
Vora^lchlagSiumme. Da weiß man nicht, was die U kenruie jagen 
tolle,,, tte a„S vielen Eckn erklungen g, d, wo c >,e stü, dige Ver- 
>, ffe-ung des Voranichlagcs aus den genau, teu Zahlen erstchtich ift 
Ru„ ist aber de, Voriiag nur nom »«ll vorhanden, tu Wrrktichkep 
wu den t> allen Jahren -rh eliche R-tu Ue .rfwüst- e^ztrlt, so von 
190- an 82 000 M. 85000 M , 73000 M, 120000 M, 178000 M. 
ivae sollen auch hier w.dkl tte Unke rufe, baß st ledcnaa am Belle,, 
stabe jrt und mau so shn ll wie ll,ögl,ch nach En g metndu, g »reden 
n,üßt ? WaS »ne b jond rs rröhlich in die Zukunft schauen I. ff n darf, ist 
d egtä zende E iwlcklung u> t r,S Elek itziiL Swerk,e,toS t» allen Jahre, 
seines B stkhenS rheb ich, U bei>chusse e-jult ; von 1906 ad: 15000 
26 000 48 000 72 000, >0-8 000 und 211000 M. Un Ja.re 1911. 
In Jav e ,912 w >d 250 000 M, erwutel Der B-utloüderjchutz 
betrug 1911; 276 000 M Ra v | t> er peisönitren Ausicht wird 
strtetenau, rar j tzt 43 000 Einwohner zthlt, wenn die noch vor 
ha^ de en 140—150 Gru„0stucke ordnungS ößig belast f-tn weiden, 
53 000 Einwohner Hanen, tvtnn von dielen nur 42 000 Einwoh>,«rn 
vus le'injche glckt zugute kommt, so >rktz- er eine,,,ll.-be,schuß aus 
de , El>kt tz tälew rk von 500 000 M (Ra, na). Ra, d 3 Mlll. Mark 
sind sür d>e drshertgen Bauten aufgew nd i worden. Er rechne, daß 
für das elathauS, die 3 Semetntesch le, eine R, l,chule, den Umbau 
de, Sdule IN der Atbein, ß- die Baut n IN Gut Igotz, ferner Nuch 
eine Badeanstult nochmals 3 Mill Mnk notwendig werten. Danu 
würde di, S für Bcr-tnsung und A orii'ation einen Betrag von 
300 000 M, ergeben. U d wenn man sich da frage, ob dieje Summe 
auSretre, jo kö ne man dazu sagen: Ja! Diele Summe würde duich 
das ElekttiziiLlswerk allein gedeckt! Es sind aber auch Mehr 
einnahmen durch die Steuern zu erwarten, Unter Zugrundlegung der 
h uttgcn Söst- und bei prozentualer Berechnung der Wetiereniwlck.ung 
komme er auf ein Mehr an Steuern von 300 000 M. Da häite man 
bann noch reichliche Beträge für GebaltSerhöhungen und u,eiwart<te 
Ausgaben. Jedensull» sind dt- Au si ten durchaus nicht trübe Zu 
beiücksichtigen wLre auch, dost die Ausgaben a„ den Kiels stäi.dlg 
z> lück^eaangen si d von 32 bezw 64 pro; nt auf 24 bezw 49 Pioz. 
heute. U sere Gemeinde ist auch dadurch günstiger gestellt gcgenü er 
den andercu Kreisgemeinden, als sie nicht zu den Abgaben für den 
Eine dumpfe Wut über sich selbst hatte sich Julius' be 
mächtigt. Wie war es möglich, daß er sich so chatte zum 
Narren halten lassen! Und Olivia! war sie die Mit 
schuldige dieses Menschen? Er erinnerte sich jetzt, daß 
er ja ihre Handschrift gar nicht kannte, es war also sehr 
leicht möglich, daß sie den Brief nicht selbst geschrieben hatte, 
oder wenn sie es getan, so hatte sie sicher nicht gewußt, 
zu welchem Zweck ör dienen sollte. Aus jcKn Fall erfüllte 
es ihn mit ohnmächtigem Zorn, daß seine aufrichtige Liebe 
zu dem schönen jungen Mädchen von dem hartherzigen 
Schurken da zu seinen Zwecken ausgeberltet worden war. 
„Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, Herr Schar 
nock," versetzte er schroff, „um sich das Vergnügen meiner 
Gesellschaft, wie Sie zu sagen belieben, zu verschaffen. Ich 
kann mir durchaus nicht denken, was Sie von mir wollen, 
aber auf jeden Fall wäre es einfacher und ehrlicher ge 
wesen, mir eine mit Ihrem lltamcn unterzeichnete Einla 
dung zu schicken." 
Ein Hohngelächter ging durch die Reihen der anwe 
senden Männer, verstummte aber sofort auf einen Wink 
Scharnocks. 
. „Ich fürchte, Herr Doktor, Sie sind sich nicht ganz klar 
über die Sachlage," wandte er sich dann in ruhigem Ton 
an den Arzt. „Sie befinden sich hier in der Gesellschaft 
von Männern, die sehr gern offen vorgehen würden, aber 
aus Gründen, die mir hier nicht zu erörtern brauchen, 
. nicht dazu imstande sind. In Ihrem Falle war ein solches 
Vorgehen doppelt unmöglich, denn erstens war es sehr 
unwahrscheinlich, daß Sie meiner Einladung Folge ge 
leistet hätten, und zweitens durften die Bewohner der 
Villa nicht missen, wohin Sie sich gewandt hatten. Denn, 
um kurz zu sein, mein lieber junger Freund, Sie werden 
T'llcwkanal hkrangezogsn wird. In Hrirn Landrat v, Ackkvbach hat 
der KniS zudem einen Mmn an de, Spitze, der sparsam haushält 
und nickt unnölla die Abgaben der Gemet, den höher schraubt. Wenn 
wir aus unsere N:chbargeme>ndm blicken, so sehen wir, daß Berlin, 
Sckönebcrg, Charlottenburg, Wilmersdorf mit dem Einkommensteuer- 
zuschlag von 100 Prozent nicht aufkommen können. Beilin will eS 
birfeö Mal roch mit 100 Piozent versuchen, in Echöneberg und Char 
ta t-rburg haben die Magtsträte eiklLrt, daß fie ohne 110 Proz. den 
voranschlaq nicht ausgleichen können und ln Echöneberg haben die 
einzelnen Fraktionen auch schon zugestimmt In Wilme Sborf gab der 
Magistrat die überraschende Erklärung ab, daß er nicht auf die 110 
Probet gehe, uuler verücksichligung der Gemei, den Grunewrld, 
Friedenau usw Steglitz habe bereits denZusLlag von 110 Proz. 
Die Grundwerlsteuer beträgt in strt,denau 2,7 v T., in Steglitz 
3 v T. Steglitz bat 267 000 M. aus den Ueberschüssen in seinen 
Voranschlag von 8 500 000 eingestellt, d^s find 3 14 Piozent, also das 
Doppelte, «aS Friedenau einjetz-n muß Hub nun noch eluS: Man 
suche sich eine Gemeinde in gleicher Größe wie Friedenau, die eine 
bare R s^ve von 1 500 000 M besitz und noch 987 000 M. in 
Eammilfonds hat. sotaß ihr 2'/, Mill. Mark bare Mittel zur Ver 
fügung stehen! Man könnte hieraus, wenn man eS wollte, sckon allein 
die noch rotirendtgen Bauten ausführen. Wir köunen also mit Ver 
trauen in die Zukunft sehen, so large wir wtffen, daß eine zielsichere 
und betriebsam, Verwaltu-g und Männer mit ernstem Sinn an der 
Spitz- unserer Gemcird stehen. Man möge sich nicht durch absolute 
Zahlen strecken lassen, sondern mit klarem Blick in die Zukunft 
lll,auen. DaS trä'.e sein Wunsch und er sei gewiß, daß, wenn wir 
mit Zuve sicht in die Zukunft blicken, der Gemeinde daraus kein 
Echadu, erwacksen wird, (Stürmische- Beifill.) 
D-r Bo-sitz-nte Herr v, Wrockem dankte unter Hinweis auf den 
stürnischen Beitall dem Red ,r. Man müsse anerkennen, daß dieser 
fick der „undarlbareick Aufgabe gewidmet hab-; Nörgler werden wohl 
auch 0,-ich diej'n Voit,og rächt mundtot aewackt, Ader eine dankbare 
Aufgabe war eS auch, ta der Vartrag sicher aufklärend gewirkt habe. 
Der Vorsitz ide erteilt dann Herrn S'urm (ullaemetneS Lachen) 
d S Wort, we!, er in de» Ausjüarungen deS He,ru BauraiS vermißi, 
w lchen Einfluß die Bauten für Friedenau hatten, Ter Vorsitzende 
ermu-tten ferne, die Bertammlun, >n,r regen Ausspia e. Man möge 
sich a!S eine groß? amilie b-trachlen, j-ber, auch wenn ei nicht 
Mitglied d s Deren S s>tt, löane reden. Ein Herr s agt on, wann der 
Epielplstz an der Laubacker Straß« geschaffen meide jetzt lade man 
ho-, Sch-.it ad. D-'i Variitzende meinte, daß dies tm grühjahi 
geschehe» w m, Ba-rat AUrnann jedoch «rflirt, daß er es ve 
dau,rn würde, wenn die A-laue vor steritgstellung d-S Schulbaues 
gemacht werde (Zuspruch) E-st nach Ec ichtung des Gebäudes dal e 
er den Zeitpunkt der Anlage für r-chtig lso z ,m Herbst 1914 Herr 
L'vs hllt den Einbau d r katholischen Kirche in die Laubacher 
Stiaße, an der Schwa ba'er Slraße, tür eine Verschandelung der 
ganzen Stiaße. Herr Siöff Draeger bemerkt, daß aus d,m Platz 
an der Laudachci- und t ff nbacher C'r> st »ich« Schutt abgetade« 
»erde, sondern nur Sietne gtfiepst w rden, die später dort verwendet 
werd-n. Bezüglich des Platzes für das Gymnasium erwähnt er, daß 
d, S Piovinckatichulkollegium s. Z>. wegen der Nähe d-r Ringbahn 
große Bedenke h-lte. Herr Schmidt erklärt, daß die Agitation 
geg.n da» Rathaus am Marktplatz nicht so lebhfft gewesen wäre, 
wenn man daS G,u dnnck do t wch> zu einem .stantasie- 
preise" ge sonst hätte. Das Grundstück sei mi, bester,s 100 000 M zu 
teuer berahlt wordei'. Von der a tpreußische, Cpaiiauckeil habe man 
da nichis bem-rkt Man würde h u e noch brss r wegkommen, wenn 
man dieses »ru dstück selbst mit Beilust wieder v rkauite und für daS 
Rathaus d s G'Undllück von Prof. 8 öliy am st'tedrib Wilhelm- 
Platz wählte, da läge das RathauS auch in der Mute des Ortes. 
Her Lemm tri erst kurze Zeit in striedenau wunder, sih aber, daß 
man das Rathaus an der Qilsgre-ze eirtchten will. D-r Vors-tzende 
erklär, daß tn der Mitte des Ortes kttne Grundstücke zu haben waren. 
Hur Kunow bemerkt auf die Ausführungen deS Herra Loos daß 
nach heuttg-n stidtedaultchen A, sichten man k-ine geradlinigen Straßen 
mehr anl-gt. Die Kirche wird einen Ruhepunkt abgeben. Herr 
Konieezka führt aus daß der H rr Baurat geglaubt habe, er muffe 
sich gegen den Voiwuif der Aufführung von Lapus'-auten verteidigen. 
Es stt keinem M-nschen ei-ge-all-n die Sckutdauten als LvpuSbaulen 
zu bez-.ichne», diese gereichen dem Orte zur Zierde. Man habe nur 
sich dagegen aewindet daß in Zukunst LuprSbaut-n gesch-ffen werden 
nicht nach der Billa zurückkehren, und unsere Pläne er 
fordern es, daß der Grund, warum Sie mitten in der 
Nacht Ihren Posten verlassen haben, ein Geheimnis bleibe." 
„Und wer will mich verhindern, dorthin zurückzu 
kehren ?" fragte Julius aufgebracht. 
Franz Scharnock zuckte mit den Achseln, aber er 
würdigte Julius keiner Antwort, als ob die Frage zu 
albern sei, um eine solche zu verlangen. 
„Wenn Sie mich vielleicht mit Gewalt zurückhalten 
wollen," fuhr Julius fort und versuchte sich zu mäßigen, 
„so will ich Ihnen nur mitteilen, daß Inspektor Black 
heute abend nach Beaconsfield kommt, und daß ich ihn 
morgen früh treffen sollte. Es wird ihnl nicht schwer 
fallen, herauszubringen, was aus mir geworden ist." 
Zwei oder drei der Männer lachten laut auf, und 
um Scharnocks Lippen spielte ein frostiges Lächeln. Er 
hatte die Rolle des schwärmerischen Heiligen ganz aus 
gegeben, und sein Gesicht trug einen strengen, kalten Aus 
druck, der manchmal durch ein höhnisches Zucken um die, 
Mundwinkel eine kleine Veränderung erlitt. 
„Sie tun am besten, mein verehrter Herr Doktor," 
sagte er mit unverhohlenem Spott, „wenn Sie Herrn 
Blacks Hilfe nicht in Berechnung ziehen. Sie würden sich 
da auf ein sehr schwankendes Rohr stützen. Tatsache ist, 
daß er durch mich veranlaßt worden ist, hierherzukommen, 
wenn ich ihn auch glauben ließ, die Botschaft käme von 
Ihnen. Ich bin ganz darauf vorbereitet, daß der Herr 
Inspektor mir morgen die Ehre 'ffnes Besuches schenken 
wird, und ich freue mich schon oarauf, daß ich dem 
würdigen Herrn wieder einmal etwas Sand in die Augen 
streuen kann. Vielleicht habe ich morgen für ihn eine 
ebenso große Ueberraschung wie heute für Sie."
        
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