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Periodical volume Nr. 303, 28.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

L 
Beilage zu Nr. 306 des „Friedenauer Lokal-Anzeiger". 
Mittwoch, den 31. Dezember 1913. 
Die Anfertigung allerGarderobcnstücks 
iB »ach imlmu Siendard-Scheittisiiilcr» Ivietend leictil IcibSl 
tüi Tamc». ln» «ich» lch»cid»r» gelcr:il habe». 
Schnittmuster zu allen Abbildungen 
i» de» Nlirmalgköbe« 42, 44 im» 46 liefert unter» CintMlion 
o» Adonnenicn jum biUlgen keile ooi« imi 60 Pig. jno Siarf. 
TDobßbrief. 
Die f?e?flagc sind vorüber, verklungen die Wcih- 
riachtsglocken, die frommen, schlichten Lieder, die für den 
Empfänglichen so viel bedenken können, die vor allem 
ibm sagen -verdeu, dah es noch anderes gibt als das 
Hasten und Jäge:» des bciiiigcn TagcStreibens. Kaum, 
daß man ,w Befinnnug fonimt, um in ruhigem Erwägen 
die Pflichten aneinanderzuketien. die besonders von der 
HanSsran andauernd verlangl werden. In ihrer Viel- 
eitrgkeit auch gar nicht doch genug eingeschätzt werden 
können An die Hausfrau und die Mutier herange 
wachsener ^Töchter treten neue Anforderungen heran. 
Aach die Tochter aus schlichter Familie veriaitgt beute 
ihren Anteil an den Freuden der Jugend, will tanzen, 
will Feste feiern, will Tbcater und Konzerte besuchin 
Alles Dinge, die überreich zu Gebote stehen und die 
Toileitciurcige in den Vordergrund stellen. Neues muh an- 
gcuhaffi. vorhondencS modernisiert werden, um in der 
üleiduug abwechieln zu können Die verschiedenen Arten 
von Vergnügen verlangen auch verschiedene Arten von 
Kleidern. Die ! rillige Modcrrchliuig erleichtert das Um 
arbeiten sehr, wie wir in den nächsten Beschreibungen 
sehen iverden. —><•»*>» •»• , ■•••- 
Plissees, etwa 10 cm breit, garnieren den Rock in ganz moderner Weise, und drei schinale etwa /> c,n breite bilden 
eine kcagcnartige Garnitut, die durch zwei weitere 511 Steen,d» eigäuzi werden. Wie ersichilich, steigen die vorderen 
Plissees auswärts, um in moderner Weise die Flitze freizulassen. Der haubmarlige Kopfichmuck zeigt eine spitze Gao- 
uitur die mif ein Trabtgestell aufgearbeiict wii d. Kanu in jeder Farbe niigcsertigt werden. Erforderliches Material 
für Prinzeßkleid 3 m bei l.lO m Breite, für Püssce 4— 5 m bei 1,20 cm Breite. . ,- > ... 
Add. 2. Domino aus weiche n Atlas oder Baumwolljatin. Hinten > bis 3 liefe Quetschfalten, vorn 
auf jeder Seite deren 2 bilden die Grundform. Die Schleppe ist hniicii angeschnitten laug mio spitz. Die zwei 
Vorderlcile bleiben offen, und drapiert sich der rechte über den linken, durch eine Rose gehalten, und die Aermel sind 
in origineller Weise der Schulterpasse angeschnitten und mit hellen, Stoff gefüttert. Die Kapuze ist am Hals rings 
um angesetzt. Eine Quaste ziert deren Zipfel, ebenso die der Aeruiel und der Schleppe. Erforderliches Material: 
7 w Atlas von 80 cm 
Breite oder 13 m von 
45 cm Breite und 2—3 m 
Aennelfuiter, je nach 
Breite des Stoffes und 
4 Quasten. 
Nr. 2499. 
Nr. 2500. 
Skr. 250J. Tauzkleid mit hohem Gürtel und Fichü. 
Ter schlicht herabfallende Rock ist in der Taille leicht an 
gereiht und mit je zwei schmalen Volants oder Plissee ge 
ziert, die in der vorderen Mitte leicht an wäi Issteigcn und 
eine Spitze markieren- Die Taille ist reichlich ausgeschnitten 
und zeigt halblange Aermel, an denen sich die Garnimc 
des Rockes ivirderholt. Die Io e gehaltene Taille ist mi! 
einem gichn behängen, das vorn in der Mitte geknotet, und 
mit einem VolamS umrandet ist Ein hoher fälliger Güciel 
aus biinler Slide oder Band belebt das einfach hüöiche 
Kleidchen^' Als Stoff ist der weiche Woluaff oder auch 
Wasch eide zu empschlen. wenn nicht der hochmoderne Wasch 
tüll in Frage kommt. Wird Woll'ioff angewendet, dann 
können die Volants aus gleichem Stoff oder gleichfarbigen Band bestellen. Bei Waschseide oder Tüll 
kannautzcr dem gleichen Stoff auch Tüll zu den Volants verwendet werden. Erforderliches Material etwa 
3,bOrn Stoff zu t.lvill Breite und zu den Voiauis 1.50 m Sioff mehr oder etwa 20 m Scioenband. 
Nr. 2502. Tanzilcid mit gcpu ster Tunika. Das sehr modern anmutende Kleidchen 
besteht aus glatiem und geblü>nlc>n Tiop. Ter Rock aus glattem Stoff must bis zur Taille durch 
geführt werden, um die gepullte Tunika arrangieren zu kömien. Rock und Tunika werden in der 
Taille eingereiht, die Tuinka am unteren etwa 4 cm breit umgeschlagen und ebenfalls eingereiht, 
in Kni« Höhe auf den verengten Rock an geatzt, wie am Bilde zu ersehen. Die lutiertaille erhält 
erst einen Bezug aus dem 'geblümten Stoff. Besser noch ist es, wenn die sogenannte Futiertaille 
gleich aus dem Stoff hergestellt wird, ebenso die Aermel und diese dann eingesetzt werde». 
Auch der Hals kann gleich fettig bearbeitet werden- Erst dann sind Fallen aus gleichem 
Stoff geordnet über die Schultern zu legen, vorne und hinten an der Taille offen emzu- 
kreusen imd dann der fertige Rock aufzusetzen. Es ist selbstverständlich, dag die Farbe 
des einfarbigen Rockwlams und der Grund des geblümten Stoffes aus einer Farbe be 
stehen muß. Sehr vriginell wirkt cS, die einzelnen Blumen etwa in Talergroke auszuschneiden 
mit Garn ringsum emziitälteln, ein kleines Wattebäu,chchen einzuichieben und dann das Garn 
zusammenzuziehen, diese kleinen kugelähnlichen Gebilde dann ivie am Bild ernchtlich auf 
Rock und an der Taille anzubringm. 
dem 
loffbadncn von etwa 5 cm 
' ' mehr oder 
.... ... Eine tinfachere Art ist. schräge . . 
B»eite gegenseitig umzuschlagen und m>i starker Seide einzureihen und.nach Belieo-n mehr E' 
weniger zusaminenznzieben und anszunähci!! ErtorderlicheS Material 2 m emtarbiger stog und 2 °° ge 
blümtcr Stoff bet 80—90 cm Breite. Beide Kludchcn pnd sehr leicht aus schon getragenen herzustellen 
Nr. 2501. Tauzkleid mit hohem 
Gürtel und Fichü. 
Nr. 2502. Tauzkleid mit 
gepuffter Tunika. 
Moderner Haarschmuck. 
Nr. 230-{. Sloöernc GcsellschaftSfrisitr mit 
tdaarf-bnivn. 
Nr 2503. Phantäsickopfpnt! zu cbenfolihem 
MaskenrvstiiM. 
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