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Periodical volume Nr. 29, 03.02.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Memer foknl'lnrnpr. 
(Frledenaurr 
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Pr. 29. 
Berlin Friedenau. Montag, den 3. Februar >S«3. 
20. Iahrg. 
Nexeschm- 
Letzte Nachricht«». 
Berlin. Im Hause Bellealliance Platz 3 ist in der 
vergangenen Nacht ein Spielklub von der Berliner 
Kriminalpolizei aufgehoben worden. Etwa 40 Personen, 
die sich in dem Spielklub befanden und beim Tempelspiel 
und Baccarat überrascht worden waren, wurden nach der 
Wache gebracht und ihre Namen festgestellt. ES handelt 
sich um RentierS, wohlhabendere Kaufleute, die in dem 
„Belle-Alltance-Klub" feit Jahren spielen. Eine größere 
Geldsumme, die auf dem Spieltisch vorgefunden war, 
wurde beschlagnahmt. 
Bremen. In vergangener Nacht drang im Empfangs- 
gebäude deS Bahnhofs St. Magnus ein Mann in die 
Wohnung eines gegenüber dem Bahnhöfe wohnenden 
Stationsbeamten ein und zwang diesen unter Drohungen, 
die Kassenschlüfsel herauszugeben. Mit diesen öffnete der 
Täter den Geldschrank im Dienstzimmer des Empfangs- 
gebäudeS und entwendete eine nicht erhebliche Geldsumme. 
MySlowttz. Vor der Einfahrt in den Bahnhof 
OSwiScin stieß gestern nachmittag 5 Uhr 19 Min. ein 
Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Bier Beamte 
auS Kattowitz wurden schwer, ein Passagier lebensgefährlich 
und zwei leicht verletzt. Acht Güterwagen, die Lokomotive, 
der Packwagen und zwei Personenwagen sind zertrümmert. 
Konstantinopel. Die türkischeu FriedenSbeooll- 
mächtigtrn haben Befehl erhalten, erst nach Wiedereröffnung 
der Feindseligkeiten von London abzureisen. Tine ölfiziöse 
Note erklärt, die türkischen Truppen seien angewiesen 
worden, nicht früher zu feuern, als bi« die Bulgaren nach 
Ablauf der Kündigungsfrist des Waffenstillstandes zu 
schießen beginnen. 
Philadelphia. Der Dampfer „Prinz Oskar" der 
Hamburg-Amerika Linie stieß gestern in der Nähe der 
fünften Fadeninsel, einer der Hafeneinfahrt vorgelagerten 
Inseln, mit einem Schoner zusammen. Der Segler sank 
mit großer Schnelligkeit, eS gelang jedoch, die Mannschaft 
zu retten, die an Bord des „Prinz OSkar" genommen 
wurde. Der Dampfer kehrte nach Philadelphia zurück, da 
er selbst Beschädigungen erlitt und nach Steuerbord hinneigt. 
JohanniSburg. In Transvaal sind im letzten 
Vierteljahr eine auffallend große Zahl Personen vom Blitz 
getötet worden. Nicht weniger als 65 Leute wurden vom 
Blitze erschlagen und weitere 60 haben schwere Verletzungen 
erlitten. 
Der Staatsanwalt. 
“ Bon H. Hill. 
23. «Mkrai mlgt») 
Julius war nicyl nur Olivias wegen beunruhigt, 
sondern er wunderte sich auch über den Ton des Briefes, 
es klang fast, als ob das Schreiben eine Antwort sei, und 
es schien bei Julius Kenntnisse vorauszusetzen, die er gar 
nicht besaß. Das alles beschäftigte seine Gedanken der 
artig, daß er am Frühstückstisch eine traurige Figur spielte, 
und er merkte auch sehr wohl, daß seine Versunkenheit und 
Zerstreutheit nicht unbemerkt blieb. Lady Graßman pflegte 
ihr Frühstück in Gesellschaft von Nora in ihrem Boudoir 
einzunehmen, so daß die drei Herren allein waren, und 
Sir William hob mehr als einmal verwundert die Augen- 
brauen über Julius' unlogische Antworten, während Trenkley 
sich gar nicht die Mühe gab, seinen Spott zu verbergen. 
„Sie haben wohl schlecht geschlafen, Penfold?" fragte 
er jetzt, als Julius, den er um die Marmelade gebeten 
hatte, ihm den Pfeffer reichte. „Oder auch nicht genug? 
Sie haben wohl gestern abend zu lange mit Fräulein 
Bilcon Billard gespielt? Na, da können Sie mir leid tun, 
ehe Sie kamen, pflegte ich das Opfer zu fein." 
Julius tat, als höre er den boshaften Spott nicht, wußte 
er doch von Nora, daß sie sich immer große Mühe ge- 
geben hatte, den Annäherungsversuchen des Sekretärs aus 
zuweichen. Sobald die Mahlzeit beendet war, folgte Julius 
Sir William in dessen Arbeitszimmer. 
„Es tut mir leid, Herr Staatsanwalt, daß ich Sie mit 
meinen Privatangelegenheiten behellige," begann er, „aber 
ich habe heute früh einen Brief bekommen, der es nötig 
macht, daß ich Sie um ein paar Stunden Urlaub bitte. 
Es ist eine ziemlich eilige Sache, wenn Sie jedoch heute 
vormittag auszugehen wünschen, dann kann ich es auch 
bis zum Nachmittag verschieben." 
Der Staatsanwalt, der ja gewöhnt war, in dem 
menschlichen Antlitz zu lesen, mochte wohl merken, daß 
Julius ihm etwas verbarg. Er blickte ihn durch die gold- 
geränderten Brillengläser scharf an und meinte dann in 
ziemlich steifem Ton: 
„Schön, Penfold. Ich bezahle -Sie zwar gut. aber 
selbstverständlich. kann ich nicht verlangen, dasi.Sie dafür 
Lokales. 
MaHtruck mtferer o-Ortgirialarttkel rou mit Quellrriavgabt gestattet) 
o Zur Nefidenzpflicht der Beamten. Bekannt- 
lich hat der Magistrat von Berlin seine Beamten und die 
städtischen Lehrer aufgefordert, ihren Wohnsitz in Berlin 
zu nehmen. Bon insgesamt 10 810 städischen Beamten 
und Lehrern Berlin- wohnen 2856 nicht in Berlin; 
darunter! befinden sich 80, die in den Vororten Gemeinde- 
ämter führen. Im einzelnen gibt folgende Aufstellung 
Auskunft: Von 149 oberen Beamten (MagistratSräte, 
Affefforen, Bauräte, Bauinspektoren, Baumeister, Direktoren, 
Bibliothekaren, Kustoden und Oberbeamte) wohnen 59 — 
ca. 40 Proz. in Vororten und von diesen führen 5 Ge- 
meineämter; von den übrigen 4097 Beamten wohnen 1403 
--- ca. 35 Proz in Vororten, von denen 30 Gemeindeämter 
führen; von 956 Lehrern und Lehrerinnen an höheren 
Schulen wohnen 374 = ca. 40 Proz. in Vororten, von 
denen 12 Gemeindeämter innehaben und ca. 5608 Lehrer 
und Lehrerinnen an Gemeindeschulen wohnen 1020 --- ca. 
20 Proz. in den Vororten, von denen 33 Gemeindeämter 
bekleiden. ES wohnen also ca. 30 Prozent sämtlicher 
Berliner Beamten und Lehrer in den Vororten; diese jetzt 
p ötzlich zu zwingen, ihren Wohnsitz in Berlin zu nehmen, 
müffen wir den Beamten gegenüber als eine Härte und 
den Vororten gegenüber als eine Rücksichtslosigkeit der 
Stadt Berlin bezeichnen. ES müffen doch zwingende 
Gründe gewesen sein, die die betreffenden Beamten vorher 
veranlaßt haben, ihren Wohnsitz in den Vororten zu 
nehmen; nicht zum wenigsten werden eS hygienische Gründe 
gewesen sein! 
o DaS Rauchverbot, das für die Hoch- und Unter 
grundbahn eingeführt worden ist, greift immer weiter um 
sich. Soeben ist die von uns schon früher angekündigte 
Polizei-Verordnung veröffentlicht worden, welche für alle 
elektrischen Hoch- und Untergrundbahnen deS LandeSpoltzei- 
bezirks Berlin also auch für die geplanten und im Bau 
bcfindlichen Bahnen, im § 5 bestimmt: ,daS Rauchen ist 
in allen Abteilen verboten." Die Uebertretung dieses und 
der sonst schon in der älteren Polizeioerordnung (vom 
15. Februar 1902) enthaltenen Verbote (die im Wesent- 
ltchen unverändert geblieben sind) wird danach unter 
Strafe gestellt; denn § 14 bedroht Zuwiderhandlungen mit 
Geldstrafe bis zu 60 M. oder mit entsprechender Haft. 
Die neue Polizetverordnung wird am 1. März d. IS. in 
Kraft treten. 
o Die Frankierung der Postsendungen betreffend 
liegen zwei Ministerial-Erlaffe vor; der eine bestimmt, 
daß alle portopflichtigen Postsendungen der Gemeinde- und 
mit Leib und SeeleHir gehörenl Wenn es Ihnen gleich 
ist, so nehmen Sie den Vormittag für sich, ich bleibe dann 
im Haus." 
Julius konnte sich nicht verhehlen, daß Sir William 
etwas ärgerlich war. Daß er trotzdem nicht fragte, zu 
welchem Zweck sein Angestellter den gewünschten Urlaub 
brauchte, gefiel Julius so gut, daß er ihm am liebsten 
mitgeteilt hätte, was er vorhatte, aber er konnte das nicht, 
ohne einen Verdacht auf Olivia zu lenken. Denn der 
Grund, warum er um einige freie Stunden gebeten hatte, 
war der, daß er beabsichtigte, nach dem Schloß hinüber 
zugehen und der jungen Dame von dem bevorstehenden 
Besuch des Inspektors Mitteilung zu machen. Er ver 
suchte immer noch, sich einzureden, Olivia könne keinen 
schwerwiegenden Grund haben, um das Kommen des De 
tektivs zu fürchten, und es sei daher auch kein Unrecht, 
sie zu warnen, damit sie seinen Fragen aus dem Wege 
gehen könne. 
Wenn sie darauf vorbereitet war, so würde es ihr eher 
möglich sein, dem Inspektor befriedigende Auskunft zu geben 
und ihn zu überzeugen, daß sein Verdacht gegen sie un 
begründet sei. Julius selbst war fest überzeugt, daß die 
unangenehme Aufmerksamkeit, die Black ihr schenkte, nur 
von der unseligen Manie herrührte, die ihr Vetter hatte, 
Verbrecher zu retten und entlassene Gefangene zu bessern. 
Wahrscheinlich hatte man sie mit Hislop zusammen ge 
sehen, ja, vielleicht hatte dieser unheimliche Mensch es 
irgendwie zu veranlassen gewußt, daß sie in ihrer Unschuld 
die Kastanien für ihn aus dem Feuer holte. 
Seine Eile, zu dem geliebten Mädchen zu gelangen- 
um sie zu warnen, war so groß, daß er vergaß, Nora zu 
bitten, sie möge während seiner Abwesenheit recht wachsam 
sein. Und als er bereits den halben Weg zurückgelegt 
hatte, siel ihm ein, daß die Stunde noch viel zu früh war, 
um in einem fremden Hause Besuch zu machen. Außer 
dem mußte es ausfallen, wenn er Fräulein Maitland zu 
sprechen verlangte. Wenn Franz Scharnock ein Mensch wie 
jeder andere gewesen wäre, so hätte es Julius für das 
natürlichste gehalten, direkt zu ihm zu gehen, der doch ihr 
natürlicher Beschützer war, und ihm offen zu erzählen, 
welche Unannehmlichkeiten seine Cousine bedrohten. Aber 
er hatte ein Vorurteil gegen den Kranken, dessen Leiden 
ihm rätselhaft erschien,, und dessen so auffallend zur Schau 
sonstigen Kommunal-Behörden aneinander frankiert werden 
müffen, gegen welche Vorschrift in letzter Zeit mehrfach 
verstoßen worden sei. Durch den zweiten Erlaß wird die 
Vorschrift in Erinnerung gebracht, nach welcher die Land 
räte bei Versendung der Einladungen zum Kreistage an 
die Kreistagsabgeordneten zur Anwendung des Porto- 
AblösungSoermerkS nicht befugt sind, weil eS sich dabei 
um eine Kreiskommunal-, d. h. eine auf die Verwaltung 
der KretS-Korporation bezügliche Angelegenheit handle. 
o Keine Fahrpreiserhöhung nach Elektrisierung 
der Stadt», Ring» und Vorortbahnen ist not 
wendig, wenn man die zweite Wagenklaffe abschafft. Im 
„Berliner Tageblatt" bestätigt ein hervorragender Fach 
mann, Geheimrat W. A. Schulze, daß eine Fahrpreis- 
erhöhung bet Einführung des elektrischen Betriebes wahr 
scheinlich unnötig ist. DaS wichtigste seiner Ausführungen 
ist der Nachweis, daß jeder Wagen der dritten Klaffe 
rund l^mal Personengeld bringt als ein Wagen der 
zweiten Klasse, und daß diese Klaffe die jetzige Unrentabilität 
nicht habe hervorrufen können. Da man der ärmsten Be 
völkerung nicht gut zumuten kann, die Unterbilanz in der 
Wagenklaffe der Wohlhabenden zu decken, so ist die F age 
oer Preiserhöhung der dritten Klaffe hiermit erledigt. 
Hierzu schreibt Herr Stadtrat Wikander, Schöneberg: 
Geheimrat Schulze will die Eintragsfähigkeit der Bahn 
dadurch steigern, daß die Zahl der Wagen dritter Klaffe 
auf Kosten der Wagen zweiter Klasse vergrößert werden, 
und daß die Zahl der Raucherabteile vermindert wird. 
Diese höchst beachtenswerten Vorschläge des bekannten 
Verkehrstechnikers führen, weiter entwickelt, dahin, daß 
nur eine Wagenklaffe eingeführt wird, und das Rpuchen 
überhaupt verboten wird! Wenn Straßenbahnen und 
Omnibusse mit einer Wagenklaffe auskommen, und wenn 
die Berliner Hochbahn daS Rauchen net bietet, warum soll 
man nicht ebenso bei der Stadtbahn verfahren können? 
Die von Gehekmrat Schulze gewünschte Anpassung der 
Wagenzahl nach der Verkehrsdichte, einen der wichtigsten 
Vorteile deS elektrischen Betriebes, würde dann viel voll 
kommener durchgeführt werden können und eine weitere 
Herabdrückung der Betriebskosten ermöglichen. Wie groß 
die Bedeutung hiervon ist, ersieht man am besten aus 
einem Artikel des Direktors der Henschelschen Dampf- 
lokomotivenfabrik in Kassel, Baurat Witthöft, der seine 
Zuflucht zu zweitausendpferdigen (I) Lokomotiven nehmen 
will, um den Dampfbetrieb zu retten. Er gibt selbst zu, 
daß diese Leistung so groß ist wie die eines mittleren 
Elektrizitätswerkes. Wir ersparen also beim elektrischen 
Betrieb daS Spazierenfähren dieser Riesenlast, die mehr 
getragene Menschenliebe, -ihm unsyprpaihisch war. Zudem 
erinnerte er sich, daß Sir William, den er als großen 
Menschenkenner schätzte, den Eindruck empfangen hatte, 
Olivia fürchte sich vor ihrem Vetter. 
Er mußte also unbedingt das Mädchen selbst sprechen, 
und im gegebenen Augenblick würde ihm schon etwas ein 
fallen , um die Frage nach ihr weniger ausfallend zu 
machen. Vielleicht tonnte er eine Botschaft von Lady Graß 
man vorschützen, wenn ihm nicht noch ein besserer Ge 
danke kam. 
Aber als er das Parktor hinter sich hatte und den 
Fahrweg unter den Buchen einschlug, da erfaßte ihn plötz 
lich freudiges Erstaunen. Er brauchte keine Ausrede zu 
suchen, die vielleicht schließlich doch als solche erkannt 
morden wäre, denn dort, am andern Ende der Allee 
kam die, mit der seine Gedanken sich beschäftigten, auf ihn 
zu. Sie war noch weit entfernt, aber er erkannte sofort 
ihre hohe, schlanke Gestalt und ihre anmutigen Bewe 
gungen. Und wie er sie so daherkominen sah, „jeder Zoll 
eine Königin", da hätte er fast laut aufgelacht, denn es 
war doch wirklich lächerlich, daß er hierherkam, um diesem 
holden Wesen, aus dessen reinen Augen die Unschuld 
blickte, mitzuteilen, sie werde von der Polizei gesucht. 
Olivia ging in Gedanken versunken und erkannte ihn 
erst, als sie fast vor ihm stand. Wie es gewöhnlich der 
Fall ist, wenn zwei Leute sich in einer wichtigen An 
gelegenheit treffen, begannen auch diese beiden vom Wetter 
zu sprechen. Nachdem sie ihre Bemerkungen darüber aus 
getauscht hatten, schickte Olivia, die bei dem plötzlichen An 
blick des jungen Arztes wie erschrocken zusammengefahren 
war, sich an, ihren Weg fortzusetzen. 
„Sie werden die Komtesse und natürlich auch Herrn 
Scharnock zu Hause finden," sagte sie mit einem bezaubernden 
Lächeln, das Julius mehr als je in ihren Bann schlug. 
Zu gleicher Zeit glaubte er aus ihrem Ton eine leise 
Neugierde herauszuhören, was wohl der Grund seines 
frühen Besuches sein möge. 
Julius, der im Verkehr mit Damen nie gewandt ge 
wesen, stotterte und stammelte, eb» es ihm gelang, ihr be 
greiflich zu machen, daß er nicht die Absicht habe, ihre 
Tante und ihren Vetter zu besuchen, sondern sie selbst. 
Ein Schatten flog über ihr süßes Gesicht. 
„Mich, wollten Sie besuchen!" rief sie, und ihr Ton
        
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