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Periodical volume Nr. 284, 03.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Die bunte Mocke 
Plauderer für den „Friedenattcr Lotal-Anzcigcr". 
Berlin, den 19. Dezember 1913. 
Die Vertreibung ans dem Paradiese. — Adam und Eva obdach 
los! — Die Entartung der Berliner. — Ein böses Urteil. — 
Der streitbare Pastor. — Mildtätigkeit in Berlin. — Schwere 
Zeiten. — Trost in Pfefferkuchen. 
Amerika, Du hast es besser! 
Staatsminister von Goethe, dem bekanntlich immer Recht ge 
geben wird in allen Aussprüchen seines gesegneten Lebens, hat auch 
mit diesem Wort den gern zitierten Nagel auf den Kopf getroffen. 
Sogar mitten auf den Kopf, wie phantasiereiche Schriftsteller gern 
zu sagen pflegen. 
Amerika hat es bester in mancher Beziehung. Bor allem in 
Hinsicht auf die Person des Herrn Adani, der der heutigen Generation 
nicht persönlich bekannt ist, der aber als erster Mensch sich immer 
hin einer gemistcn Berühmtheit erfreut. 
M n wird sich erinnern, daß diesem Herrn in Amerika sogar 
ein Denkmal gesetzt worden ist. Ich kenne nicht den Grund dieser 
Ehrung, aber er hat ein Denkmal; — wie viele Menschen eins 
haben, von denen man nicht weiß, weshalb, wieso und warum. 
Währ.nd man nun in Amerika das Standbild unseres poten 
zierten Urahns pflegt und hütet mit liebender Gesinnung, hat man 
hei uns, im stillen Potsdam, den dort aufgestellten Adam wieder 
von seinem Sockel entfernt. 
Das „Werner Alfred Bad" in der idyllischen Stadt des großen 
Königs zeigte am Hauptportal die überlebensgroßen Figuren des 
besagten Herrn Adam und seiner Gemahlin, Frau Eva. Ta standen 
die Beiden nun, von Künstlerhand in Bronze gegasten, so recht 
und schlecht im Adamskostüm: Nur mit einem stillen Lächeln bekleidet. 
Gewiß: Man hätte das Paar, das durch seinen Sündensall 
hinlänglich als nicht ganz zuverlässig bekannt ist, mit einer Badehose 
oder mit einem Frottierhandtuch schmücken können. 
Die Stadt Friedrichs des Großen hat aber künstlerische Pflichten, 
und daher schritten weder die Gemeindevertretung, noch die Polizei 
behörde gegen das Ehepaar ein. Wenigstens nicht öffentlich. 
Aber im Geheimen wirkten starke Kräfte 
Als die Potsdamer an einem naßkalten Dezembertag erwachten 
und sich die Augen rieben, sahen sie, daß Herr Adam mit seiner 
Frau von ihren Sockeln herunter getreten waren. 
Man dachte zunächst an eine nächtliche Flucht wegen des ab 
scheulichen Wetters. Aber schließlich bemerkte man, daß die Beiden 
in der Badeanstalt, ganz still.in einer dunklen Ecke standen. So 
still und ergeben, wie damals, in den rauschen Tagen des Welt- 
werdens, als sic der Engel des Herrn wie ein Staatsanwalt ge 
schimpft hatte. Und wußten doch nicht, was Sünde war und hatten 
ini Taumel jungen Erdcngliicks nur einen einzigen Apfel gegessen.. 
Ta standen sie nun in Potsdam in der Badeanstalt und hatten 
das Gesicht nach der Wand gekehrt. 
Sie schämten sich wohl. 
Vielleicht liest man in den nächsten Tagen in einem Berliner 
Blatt die Anzeige: 
Altes, kinderloses, Ehepaar 
aus Potsdam, alleinstehend, 
sucht in Berlin4 bescheidene 
Wohnung mit Kochgelegenheit. 
Off. u „Ä. u. E." Erp. d. Bl. 
Vor allein würden die Rassehygieniker den Einzug dieses schön 
Allgemeine Lrtskrankenkasie 
Berlin-Friedenau. 
Bekanntmachung. 
Am 1 Januar nächsten Jahres treten dje neuen Bestimmungen 
des 2. Buches der Reichversicherungs-Ordnung in Kraft, wodurch 
ein großer Teil von bisher versicherungsfreien Personen in den Kreis 
der Versicherungspflicht einbezogen werden. 
Die bestehende Rcchtsunsicherheit, in Bezug auf die Meldepflicht 
im allgemeinen, sowi auch die Frage der Zuständigkeit im besonderen, 
lassen es angezeigt erscheinen, die beteiligten Kreise in knapper Form 
mit den nötigen Bestimmungen bekannt zu machen. 
Nach der R-V.-O. ist die Versicherungpflicht nicht wie bisher 
von einem BJchästigungsoerhältnis in bestimmten Gewerbebetrieben 
abhängig, sondern erstreckt sich auf die arbeitende Bevölkerung sämt 
licher Berufszweige, u. A. auch auf die in der Hauswirtschaft gegen 
Entgeld beschäftigten Personen 
Der Eintritt in eine verstcherungspflichtige Beschäftigung hat 
ohne weiteres die Kassenmitgliedschaft zur Folge. Nur für die un 
ständig Beschäftigten beginnt die Mitgliedschaft erst , mit der Ein 
tragung in das Mitglieder Verzeichnis. Die Hausgewerbetreibenden 
gehören ohne Ausnahme zur Landkrankenkasse. 
Unständig ist die Beschäftigung, die auf weniger als eine Woche, 
entweder nach der Natur der Sache beschränkt zu sein pflegt, oder 
im Voraus durch den Arbeitsvertrag beschränkt ist. Die unständig 
in der Landwirtschaft Beschäftigten, gehören ebenfalls zur Land- 
krankenkasse; während die in allen anderen Betrieben unständig Be 
schäftigten bei der allgemeinen Oltskrankenkaste zuständig sind. Neu 
in die Versicherung treten vom l. Januar an alle in der Hauswirt 
schaft beschäftigten Personen, als dahin gehören u. A.: Hauswart, 
Portierleute, Aufwärterinnen, Waschfrauen, Putzfrauen, Halbtags 
mädchen, Krankenpfleger, Diener, Hausdamen, Kinderfräulein, Stützen, 
Empfangsdamen. Kindergärtnerinnen, Hauslehrer und -Lehrerinnen, 
Privatsckretäre, Chauffeure, Krankenpflegerinnen usw., sämtlich jedoch 
nur, wenn sie gegen Entgelt beschäftigt werden. 
Dienstboten in Privalhaushaltungen, soweit sie in der häus 
lichen Gemeinschaft aufgenommen sind und zur Verrichtung von 
niederen und untergeordneten Diensten verpflichtet sind, gehören 
zur Landkrankenkasse. Falls sich jedoch die Tätigkeit dieser Dienst 
boten außer der _ Verrichtung obiger Arbeiten auch noch auf die 
Reinigung von Büro- oder Geschäftsräniue ihrer Dicnstgeber erstreckt, 
sind diese wiederunl bei der Allgemeinen Ortskrankeukasse mcldepflichtig 
Gleiches trifft auch zu bei anderen Betrieben wie z. B. in 
Privatkrankenanstalten, Schiilerpcnsionaten, Privat-Speiseanstalten 
und sonstigen Geschäften, wie bei Anwälten, Zahnärzten, Dentisten, 
Schriftste ern usw. In allen solchen Fällen ist es ohne Belang, ob 
die Beichäftigung inr Gewerbe nur nebenher stattfindet. 
Das Dienstpersonal der Gastwirte, Bäcker. Schlächter usw. gehört 
nicht zu den Dienstboten, sondern zu den Gcwerüegehilfen, auch wenn 
es zugleich im Haushalt beschäftigt ist und sich auf Grand des Ge- 
sindedienstbuches vermietet hat. 
Da über die Zugehörigkeit zur Land- oder Ortskrankenkasse immer 
nach den besonderen Verhältnissen des Einzelsalles zu urteilen ist, 
dürste cs sich empfehlen, iil allen Zweifelojällen bei einer der beiden 
Kassen nm Änskunft nachzusuchen 
Grcnzstrritigkoit n werden sich leider für- die Folge Und haupt 
sächlich im ersten Jahre, kaum- vermeiden lasten und zwar um so 
mehr, als'es gegenwärtig an dem-nötigen Kommentar fehlt. 
An- und Abmeldungen iverden unentgeltlich abgegeben im'Kassen- 
lokal, Rheinstc. .9, während der Dienstslundcn von 8—2, sowie in 
den Geschäften der Herren 
Hgbermann, BiSmarckstr. 12, Kvlonialwarengeschäst 
Vrüggmann, Lauterste. 10, Kolonialwarcngeschäst 
Sch uiffas, Wilhelmstr. 2 
Müller, Hanüje ystr. 4, Ecke Jsoldestr., Zigarrengeschäft 
LLolff. Rheinttr. 52, Papicrg. schüft 
Kossakowski, Schmargendorferstr. 38. Papiergeschäft 
Earl Schäfer, Wiesoadenerstr 83, Kolonialwarengeschäft 
Julius Kecsten, Südmcstkoiso 02, Kolonialwarengcschüjt 
Schnorr, Papiergeschäft, Hertelstr. 1, Ecke Goßlerstraße. 
Der Vorstand. 
Bauer, Vorsitzender. Ullrich, Schriftführer. [1CGÜ5 
gewachsenen Menschenpaares an der Spree mit hoffnungsvoller 
Freude begrüßen. 
Es werden aus ihren Reihen Befürchtungen laut, daß die 
Berliner allmälig körperlich, entarten. Auf der andern Seite 
aber finden sich wieder gewichtige Stimmen, die eine langsam^ Ver 
besserung der Berliner künden. Zu diesen gehört auch der Stabs 
arzt Meinhausen, der ans Grund langjähriger Messungen und 
Beobachtungen feststellt, daß die Berliner nicht nur wachsen, sondern 
daß sie auch an Wohlgestalt und Brustumfang zunehmen! 
Der im' allgemeinen schlankere Großstadtmensch steht seinem 
Kollegen auf dem Lande in vielem nach. Tie freie Luft, die reiche 
körperliche Betätigung, der riesenhafte Appetit, — das alles kommt 
den Leuten „da draußen" wohl zu statten. In Berlin z. B. waren 
von den gestellungspflichtigen jungen Leuten im letzten Jahre nur 
12,4% in Berufen tätig, deren Erfüllung in der freien Luft 
vor sich geht. 
Ob mit dieser allgemeinen, angeblich steten Fortentwicklung 
zur guten Seite hin auch der „innere Berliner" wächst und gedeiht, 
geht aus den statistischen Aufzeichnungen nicht hervor. Man weiß 
ja, daß Berufene und Unberufene dem großen Wasserkopf Berlin 
allckhand am Zeuge flicken. 
Ich will hier einen anscheinend Berufenen zu Worte kommen 
lassen. Es ist der Herr Pastor Heinrich Baumann, der im 
„Berliner Lokal-Anzeiger" schreibt: 
„Der Berliner ist leichtblütig, mager und hager von 
Gestalt. Er ißt nicht viel, weil er im Ueberfluß nicht lebt, 
und er ißt schlecht, weil die Nahrungsmittel vielfach 
verfälscht sind. Er ist blutarm. Die Frauen im Berliner 
Volke verwelken frühzeitig, die blasse Gesichtsfarbe ist all 
gemein. Das mittlere Lebensalter ist außerordentlich niedrig 
und sinkt fortwährend. Der Berliner ist, wo er nur San 
guiniker ist, schnoddcrig. klatschsüchtig und kleinigkeits- 
krämerisch. Für den schlechten Witz hat er das Wort 
„Kalauer" erfunden; aber er ist der Erfinder dieser Witze! 
Dieses Volk, das so barbarisch spricht, charakterisiert sich 
als neugierig und sehr vergnügungssüchtig. Bezieht 
der Berliner eine Sommerwohnung, so nimmt er sein Klavier 
mit und beunruhigt durch sein Spiel die Nachbarschaft. 
Die Vergnügungssucht paart sich mit blasiertem Wesen. 
Jeder Provinziale erscheint dem Berliner dumm. Er wundert 
sich über nichts, und doch verlangt er Bewunderung für 
seine schnoddrigen Redensarten. Dazu kommt hämische 
Spottsucht. Erbesitzt ferner wenig Pietät, auch fehlt ihm 
die Ehrfurcht vor historischen Mächten. Das gute Herz, das 
man dem Berliner vindizicrt, schlügt oberflächlich und 
seine Wohltätigkeit währt nicht länger , als acht Ta^e. 
Immerhin kanii man ans Grund dieser Eigenschaft viel 
erlangen, daher ist Berlin ein gutes Feld für Hochstapler." 
Zur Beruhigung der Leser aber will ich gleich vermerken,-daß 
diese Sätze vor 30 Jahren geschrieben worden sind. Sie stehen 
in den alteir vergilbten Blättern des „Lokal-Anzeiger" aus dem 
Jahre 1883 und geben das getreue Bild einer Rede, die der streit 
bare Gottesmann damals über die Berliner in dem nahen Frank 
furt a. d Oder gehalten hat. 
Er würde beute gewiß anders schreiben. Tenn es wird in 
Berlin viel Gutes getan! Er wurde nicht so hart urteilen, wenn er 
wüßte, daß lelbst die sonst recht knauserige Große Berliner 
Straßenbahn ihren Angestellten insgesamt 425 000 Mark 
Weihnachtsgratifikationen gegeben Hai; wenn er wüßte, daß 
zu dem Feste d:r Liebe in Berlin jährlich von Vereinen und 
Stiftungen über 3 Millionen an die Aermsten der Armen gegeben 
werden! lind wenn, er gar noch wüßte, daß die alles lindernde 
Zeit auch selbst den großen.Ptunh her Berliner klein gemacht hat, 
wahrlich, er würde die Leute an der Spree mit frischen Lorbeer 
blättern aufputzen, denn er könnte selbst in dieser wirtschaftlich 
schweren Zeit regen tind mildtätigen Geist der alles glücklich machenden 
Liebe entdecken. 
Tenn die Zeit ist wahrlich schiver! 
Zwar behaupten die Berliner Börsenleute, daß der Geld 
markt flüssiger geworden sei, und daß die „Lage" sich langsam 
bessere. Und die „Geldleute" sollten es doch eigentlich wissen Sie 
haben mehr Interesse an diesen Fragen, als der lyrische Dichter, 
der nicht einmal seinen Wehrbeitrag auszurechnen braucht! — Zwar 
haben gerade jetzt die Reichen mehr Sorgen, als die lyrischen Dichter 
und die vielen andern, die auch nichts haben. Denn die Zeit der 
Bilanzen ist da! 
Als Weihnachtsbeschenlng erhalten die Aktionäre immer die 
Bilanz des Unternehmens, dem sie ihre Gelder anvertraut haben. 
Und so lugen sie neugierig durch die Tiirspalte, was cs in diesem 
Jahre wohl ge cn wird. 
Sie brauchen nur auf die Berliner Weihnachtsmärkte 
zu gehen, dann wissen sie es schon. Tie Verse auf dem Pfeffer 
kuchen geben ein treues Spiegelbild der Zeit und am Leipziger 
Platz habe ich mir einen Kuchen gekauft, der den sinnreichen Spruch 
trägt: 
Mensch, et is ne schwere Zeit! 
Darum iß nur Pfefferkuchen. 
Er macht Dir bei Herze weit 
und Du brauchst nich mehr zu fluchen. 
Er ist knusprig, mild und braun 
und hilft Dir noch die Zeit verdau'u! 
Hoffentlich hält der Kuchen, was der Berliner Straßenphilosoph 
in seinen Versen verspricht. Heinr. Binder. 
9* 
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Salem iUeikum tma 
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^aretfen-rabrik HofUefeianlSiM. 
Töasijflzc^resdcn 
- r. -. - 
HitiDlidjc MryrMkn. 
Sonntag, den 21. Dezember. 
Berlin-Friedenau. 
Vorm. 10 Uhr: P. Görnpndt. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Vorm. II 3 /* Uhr Kindergottes- 
dienst: P. Görnandt. 
Nachm. 6 Uhr: P. Kleine. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
_ Ev. Verein junger Männer. 
Sonntags Nachm. 6 Uhr Jugend 
abteilung, Abends 8 Uhr Männer 
abteilung, Sonnabends Nachm. 
1 Uhr nnabenabteilung im Ge 
meindehaus, Kaiserallee 76». 
Evana. Jungfrauenverein, 7—9, 
Gemeindehaus, Goßlerstr. 30 II. 
Christl. Jungfrauenoerein,Frege- 
straße 46, 6‘,—9. Mittwochs 
8—10 Schneiderstunde. 
Berlin-Schöneberg. 
Paul-Gerhardt-Kirche. 
Vorm. 10 Uhr: P. Heist 
Tann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 1t', Uhr Kindergottes- 
vienst: P. Heist. 
Nachm. 6 Uhr: Sup. Raack. 
Dann Beichte nnd Abendmahl. 
Apostel-Paulas-Kirche. 
Vorm. 10 Uhr: P. Rauchstein. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 12 Uhr Kindergottes- 
üienst: P. Rauchstein. 
Nffchm 6 Uhr:. P. Braun. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Köniain-Luise- 
Gedächtniskirche. 
Vorm. 10 Uhr: Hilfsprediger 
Richtzenhain. 
Dann Beichte und Abendmahl.' 
Nachm. 6 Uhr Weihnachtsfeier 
d. Kindergottesdienstes: P. Lange. 
a.irche zum Hei lsbronueu. 
Vorm. 10 Uhr: P. Frommel. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 12 Uhr Kindergottes- 
dienft: P. Geest. 
Nachm. 6 Uhr: P. Klatt. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Nathanael-Kirche. 
Vorm. 10 Uhr: P. Liz. Becker. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Vorm. 11'/, Uhr Kindergottes 
dienst: P. Liz. Becker. 
Nachm. 6 Uhr: P. Wagner 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Evangelische Gemeinschaft 
Bornstr. 2 pari. 
Sonntag Vorm. 10 u. Nachm. 
5 Uhr Predigt. Vorm. 11'/, Uhr 
Sonntagsschule. Nachmittags '/,7 
Uhr Jugendverein. Mittwoch 
Abends 8', Uhr Bibelstunde. 
Freitag Abend 8',, Uhr Gebet 
stunde. 
Methodisten-Gemcinde. 
Berlin-Schöneberg, Hauptstr. 7»-8. 
10 Uhr u. 6 Uhr: Pred. Neupert 
11'/, Uhr K.-G.-D. 
Gottesdieustordnung 
für die in Friedenau wohnhaften 
zur Pfarrei Steglitz gehörigen 
Katholiken. Katholische Kirche in 
Steglitz, Kieler Str. 11. 
An Sonn- u. Festtagen: Messen 
7 u. 11'/« Uhr Vorm. Hochamt u. 
Predigt 9 /, Uhr Vorm. Segens 
andacht 7 Uhr Abends. — An 
Wochentagen: Messen 7V, u. 8 Uhr 
Vorm. Bcichtgelegenheit an den 
Abenden vor Sonn- und Festtagen 
und früh vor der Messe. 
Wer JiHft? 
Eine in dürftigsten Verhältnissen, lebende, init Kindern reich ge 
segnete arme Frau unseres Stadtbezirkes braucht zur Unterbringung 
ihres kürzlich geborenen Kindes, dringend einen Kinderwagen sowie 
Kinderwasche. Vielleicht hat eine oder die andere der geschätzten 
Leserinnen derartige Sachen verfügbar und will der Armen eine 
Weihnachtsfreuds bereiten. Die Unterzeichneten sind gern bereit, die 
Abholung der Gegenstände zu veranlass n und bitten um gefl. Nachricht. 
Schöneberg, den 20. Dezember 1913. 
A. Rocynski. Ärmcnkommissionsvorsteher, Geneststr. 3. 
E. Pfundt, Bezirksvorsteher, Sachsendamm 50. 
trtti.-wMtrsg! 
AüfeifelliilHg. der. cfliesüezgl. Einkömmens 
und Ve rmag ens-Deklar.öfionen durdi 
Berlin W. 02, Bay 
uer 
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FrIedenau,Gossler^f.6Jel. Steinpl 5936u.UhId 38)7. 
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Berlin-Friedenau. rsrtispr. pfaizb. 2249.
        
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