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Periodical volume Nr. 299, 21.12.1913 1. Beilage zu Nr. 299

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

1. Beilage zu Nr. 299 des „Friedenauer Lokal-Anzeiger". 
Sonntag, den 21. Dezember 1913. 
Die Anfertigung aller Garderobeustücke 
iit »ach ttulern Sla»!>ard.Schn>lI»niII«r» IDitlcn» I«,ch> I-Ibil 
fit Daaden di» »Ich, !ch«ci0»r» L»ievu habe». 
Schnittmuster zu ^ allen Mbildungcn 
>« den ttormaTpiiit* ,42. 44 an» 46 tieftrl unkt» CiscMlum 
on aborncnltn jum sMze» Pi»>I» no» nnr 60 P>z, «re 6)64 
Wodebrief. 
1 
Man sagt, „tos gewisse Nichts macht die Toileiir der Dame au8". Und unter diesem Nichts 
verstehen wir die Kleinigkeiten, dir Ergänzungen unteres Anzuges. wir Jabots. Taiche». Schuhe usw. 
Die'e Kleinigkeiten können tatsächlich den Eindruck eines Anzuges leben oder auch verderben Hierbei 
kommt es weniger daraus an. daß unter Anzug und seine Zutaten genau dem allerletzten Modetyp ent 
sprechen. als daß alles zueinander abgestimmt ist. und daß wir das rechte Ding am reckten Ort trageiu 
Zum Ulster oder Regenmantel paßt nicht die Mcialllasche, auch wenn sie nur aus Silberfaden 
gestickt ist. und zum Abendkleid, ob hell oder dunkel, stimmt nicht die schlichte Lederialche Für den Slraßen- 
anzua kommt die äußerlich schlichte Tasche in Betracht, die der Mode entsprechend ans Leder oder Stoff 
bestehen kann, In letzterem Falle wird sie in der Farbe und wenn möglich auch im Material angepaßt. 
So sieht z. B rme Moireetalche in der Farbe des Grundstoffes des Kleides oder in einer Garniturfarbe 
sehr apart aus Bei einsarbrncn Kleidern kann man sie auch der Farbe des Hutes anpassen Zur Abend 
toilette ziebl man den Pontpadcnr vor, den man mit geringer Müde sich so hübsch und graziös herstellen kann 
Die Jugend wird ihn aus dem Material dcS TanzkleiSchens zusammenstellen Soll ein Pompadoirr z» 
mehreren Kleidern passen, wählt 
man ihn weiß und statlei ihn mil 
bunter St cterei oder Bordüre 
ans. Zn diink>en Kleidern siebt 
Gold- und Silberstoff oder modern 
geinusterte Seide »ehr apart aus 
Die Form der Pompadours un> 
Taicden strebt überall i» die Länge 
so daß sie auch hierin der schlacken 
Silhouette der Frau angepaßt 
sind. TaS gleiche Prinzip gilt 
von den Jabots, die ebenialls der 
Figur und dem Zweck angepaßt 
sein müssen Der Leinenstehkragen, 
und ist er auch durchbrochen, paßt 
nicht zur garnierten Bluse. 
tJlr. 2469 SauSkleid mil 
Quetschfalten. Die Garnitur deS 
Kleides aus weißschwarzkariertem 
Wollstoff besieht in Quetschfalten 
aus schrägem Stoff Den vorderen 
Schluß der Futtcrtaillr deckt ein 
Latz, über dem die Ouetschsalien 
zwainmentreten. Eine zweite 
Falte zieht sich über die Schulter. 
Eingesetzte Blusenärmel mit 
Bündchen und Ueber chlag aus 
weißem Leinen: ebensolcher Um- 
legciragen Glatter Zwetbahncn- 
rock mit zivci Quetschfalten vorn, 
eine hinten, die den Schluß deckt. 
Gürtel aus schioarzem Samt 
band. Schleife aus farbiger 
Seide. Erforderliches Material: 
etwa 4,.6 m Storr, 1,10 m breit. 
Nr. 2459. 
Nr. 2459. Hauskleid Nr. 
mit Lueljchjattcil. mit 
dir. 2460. 
2460. Hauskleid 
Raglanärmeln. 
Ar. 2461. 
Nr. 2461. Kleid mit Kimouolaille mit 
zweifacher Ausstattung 
Nr. 2469. 
Nr. 246». 
Moderne Toilettenergänzungen. 
2462. Garnitur aus 
schwarzem Samt. Bei 
dem raschen Witterungs 
wechsel erweisen sich die 
für stch bestehenden Garni 
turen überaus praktisch. 
Unsere Vorlage bestand aus 
einem vorn und rückwärts 
geschweiften Schultrrkragen 
mit Stehkragen. Der ab 
schließende weiße Pelz 
streifen setzt sich vorn mtd 
am-unteren Rand fort- An 
dem 30 cm langen und 
ebenso breiten Muff unter 
bricht den vorderen Teil 
ein Ouerstreifen aus ge 
reichter Seil'e von Pelz- 
streifen beglcitet. Pelz als 
Umrandung In der un 
teren Hälfte rcrbindet ein 
heller, mehrfach abgereihter 
Seidenslreifen die Außcn- 
ränder. Barett aus gefal 
tetem Samt mit Gaze unter 
legt und Krempenrand aus 
Pelz. Erforderliches Ma 
terial: etwa 1 m Velour 
du nord, 60 cm breit. 
Pompadour an? heller 
Seide. Der 22 cm lange, 
l 7 cm breite Pompadour bc- 
stehtaus weißer Pvngeeieide 
mit gleichem hellfarbenem 
Futter Unten zwei Girlan 
den mit Stickerei und Tüll, 
oben Volant mit Stickerei. 
Weiß umhäkelte Ringe. 
Lasche mit Längsbügel. 
Zur Herstellung der mo 
dernen Slofftaschen richten 
ivir den Stoff in Länge 
und Breite nach dem Bügel, 
wie die Abbildung zeigt. 
Das Futter wird etwas 
platter gehalten. Für 
Spiegel u!w. richten wir 
Jlmcnlaichenineiitsprecheii- 
dcn Größen aus dem 
zuttcr ein das am unteren 
and gefaltet, vben mit 
Zugsaum und Köpfchen 
verichen wird. Eine 
rößere Tasche kann man 
urch Abnähen teilen. 
6> 
R 
Pompadour aus Heller 
Seide mit Tüll» «ud 
Quastrugaruilur. 
Garnitur (Kragen, Kappe, Muss) aus Velours du nord 
mit weißem Pelz. 
Tasche mit LSugSbügel uud 
Einrichtung. 
Nr. 246>. »ricid mit Kimonotaille 
mit zweisachcr Ausstattung. 
Nr. 2461. Kleid ml» Kl. 
monotaille mit zweifacher 
Ausstattung. Für jene Frauen, 
die mit einer Toilette sich abends 
öfters zeigen wollen, bringen wir 
mitüir. 2461 eine aparte Vorlage. 
Tie schlichte Kimonoiaille kann 
als zwei verschiedene Taillen 
getragen werde». Wir arbeiten 
die Taille für sich bestehend 
mit halblangen Acrmclii und 
Aufschlag aus weißer Seide 
odec Tuch. Für elegantere 
Zwecke bildet eine rückwärts 
schließende Unlerlaille mil ge 
reihtem Ebmonlatz die Unter 
lage. Tie Taillcnränder, die 
nur iin Taillenichluß ancin- 
anderlretcn. deck! eine Rüsche 
aus Tüll mit Pclzröllchcn oder 
Samtband Dazu Uiitcrzieh- 
ärmel aus acpufflem Chiffon mit 
Volant: hoher Gürtel aus bunt 
gemustertem Band. Der Rock 
besieht aiis zwei Bahnen mit 
seitlich verlegten Nähten, wobei 
die rechte Bahn vorn, die linke 
hinteil etivas gerafft ist. Für 
Nr. 2480. Hauskleid mit Raglanärmeln. 
Grüner Wollbatist und etwas schwarze Seide er 
geben das Material. An dcr^vorii oder rückwärts die einfache Taille besetzt die 
schließenden Taille sind die Taillcnteile eingereiht Unlertaille einen Latz nebst 
der dem Aermcl angeschnitlcilen Passe iiiitergestevpt. Stehkragen ans Spitz 
Hier und an dem überlrclcndcii Vorderteil Vor- Hier treten die Vorderteile 
stoß: aus letzterem Knopfe und Seidenösen. Am ichlicht übereinander. Gürtel 
Aermel geschweif'.er Besatz mit Vorstoß. Zwei- 
bahnenrock mit übergreifender vorderer Naht: Vor 
stoß und Knöpse. Gefalteter Seidengürtel mit 
Enden. Erforderliches Material: etwa 3,60 m 
Stoss. 1,10 m breit. 
ichlicht 
ans gleichfarbener Seide mit 
Schleife. Erforderliches Ma 
terial: etwa t.80 m Eolienne, 
1,2o m breit, oder 3,60 m Seide. 
90 cm breit. 
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