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Periodical volume Nr. 298, 19.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenauer 
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2S. Zaljrg. 
Depeschen 
Lerzre Nackt-ickten 
Posen. Die Stadtverordneten in Briefen haben gestern 
Abend dem Lberpostschaffner Schmidt, dem, wie berichtet 
lonrde, kürzlich das 30. Kind geboren gewurde, in Ehren 
geschenk von 50 M. bewilligt. 
Mainz. Hier beging ein l3jähriger Schüler eines Wies' 
badener Pädagogiums wegen Schuldenmachens Selbstmord. 
London. Das britische Kabinett hat beschlossen, die 
Summe von 100 000 Pfund (2 Millionen Mark» zur Er 
richtung von Pavillons aus der San Francisco-Ausstellung 
1915 in das Budget einzustellen. Die Blätter sind hierüber 
um so erstaunter, als bis jetzt die offizielle Beteiligung 
Großbritanniens an der Weltausstellung in San Francisco 
»och keineswegs feststand. 
London. Suffragetten machten gestern abend einen 
Dynamitanschlag gegen das Hollowaygefängnis in dem gleich- 
nainigen Londoner Vorort. Zwischen 9 und 10 Uhr er 
tönten kurz hintereinander zwei heftige Explosionen, die die 
ganze Nachbarschaft des Gefängnisses in helle Aufregung 
versetzten. Ein Teil der Gefängnismauer wurde eingerissen, 
das Gebäude selbst wurde jedoch nicht beschädigt. 
London. Ueber das Schicksal des englischen Dampfers 
„Curzon", der am 1. Dezember Port Said verlassen hat 
und von dem seit dieser Zeit jede Nachricht fehlt, ist man, 
wie der Daily Mail aus Malta gemeldet wird, dort sehr 
beunruhigt Es liegt um so mehr Grund zur Besorgnis 
vor, als ein Teil der aus Singalesen und Somalinegern 
bestehenden Mannschaft bei dein Aufenthalt in Malta 
revoltiert hatte. 
Konstantinopel. Die Meldungen von einer Demission 
des Finanzininisters Risaat, der sich nach Berlin begibt, 
werden amtlich nicht bestätigt. 
Sitzung cier 6 em ein deVertretung 
vom Donnerstag, dem 18. Dezember 1913. 
Zum Schluß des alten Jahrcs hat unsere Gemeinde 
vertretung in ihrer gestrige» Sitzung nach einige wichtige Beschlii ffc 
gefaßt. Zunächst erledigte sie die fchon lange schwebende Frage der 
Regelung der Veilragsleistung für die nach dem Versickerung 4- 
„esetz für Angestellte versicherungspflichtigen Angestellten der 
^Gemeinde. Ohne Erörterung wurde den Vorschlägen des 
Gemeindeoorstandes, die noch einige kleine Abänderungen erfuhren, 
zugestimmt. Darüber, ob den schon nrehrere Jahre im Dienst 
der Gemeinde tätigen Angestellten vor Ablauf der Wartezeit bei 
der Angestellkenoersicherung gemeindescitig gewisse Unterstützungen 
in Aussicht gestellt werden sollen, wird in einer späteren Sitzung 
Beschluß gefaßt werden. Eine längere Anssprache fand dann der 
Vorschlag des Gemeindevorstandes, den 2. Markt von der Rhe n- 
ganslraße nach der Wiesbadener Straße zrl verlegen, da sich dieser 
Markt an seiner jetzigen Stelle nicht rentiert habe. 2»!it 13 gegen 
10 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Tie Stimmung der 
Vertretung war die, daß der zweite Markt überhaupt eingehen 
solle; doch wurde dies nicht beschlossen. Durch Zuruf wurde auf 
eine diesbezügliche Anfrage des Gemcindeschösfen Wossidlo jedoch 
Sylvias Okauffeur. 
Koma» »on L»ui» Tracy. 
61. IRachdruck verboten.) 
18. Kapitel. 
Der plötzliche Wetterum chlader nach der Ansicht 
aller sachkundigen Leute für mindestens eine Woche Regen 
und Sturm verhieß, hatte der von Miß Sylvia mit so 
großen Erwartungen unternommenen Autamobiltour noch 
vor Erreichung des vorgesetzten Zieles ein Ende bereitet. 
Und unter den Teilnehmern, die sich für die letzte Etappe 
der Fahrt zusammengefunden hatten, war wohl nicht ein 
einziger, der darüber etwas wie aufrichtiges Bedauern 
empfunden hätte. Seck dem Augenblick, wo nach Hoiningens 
Verabschiedung Mistreß Leland und bald nach ihr auch 
Mister Peudleton zu den beiden Damen gestoßen waren, 
hatte sich wobt nieniand mehr ein besonderes Vergnügen 
von der Fortsetzung des Llusfluges versprochen. Zum 
ersten Male lag es wie ein hatten des Mißtrauens und 
der Verstimmung zwischen Vater und Tochter, wenn sie 
sich auch beide »ach Kräften beniühten, in ihrem Benehmen 
nichts davon zutage treten zu lassen. Sylvia fand, daß 
ihr Vater nicht mit jener liebevollen Offenheit gegen sie 
verfuhr, an die sie bisher bei ihm gewöhnt gewesen war, 
und Mister Peudleton, so wenig er seine Tochter einer 
ernstlichen Verfehlung fähig glaubte, grollte ihr doch ein 
wenig wegen all der Sorgen und Aufregungen, die sie 
ihm mit dieser unglückseligen Ehauffeurgeschichte bereitet 
hatte. 
Von dem angeblichen Westenholtz selbst war seit dem 
Vormittag, wo sie seinen Brief erhalten hatte, und wo ihr 
Vater ihr gesagt, daß es unter ihrer Würde wäre, einem 
unter falsche»! Namen aufgstret.men Bet.'.izer m ant 
worten, nicht mehr die Rede gewesen. Sylvia war zu 
stolz, um ihren Vater nach dem wirklichen Namen des 
geantwortet: Wenn niemand kommt, geht er eben ein! — Tie 
Rot in der Saalfragc kam dann zum Ausd uck in einer Nachtrags- 
vorlage über den Bau des Rathauses. In letzter Stunde machte 
der Gemeindeoorstand den Vorschlag, um der Saalnot in unserem 
Orte entgegenzusteuern, den im Ralhause vorgesehenen Sitzungssaal 
nach Möglichkeit des Projektes derart auszubauen, daß er den 
Vereinen für ihre Veranstaltungen genügend Raum bietet. Die 
G.-V. Berger und Haustein konnten sich für einen derartigen 
kombinierbaren Saal nicht erwärmen und besonders Herr Berger 
wünschte, daß für die Gemeindevertretung ein besonders würdiger 
Saal geschaffen iverde; daneben aber möchte man noch einen 
großen Saal als Bürgersaal herrichten. Ties ließe sich vielleicht 
ermöglichen, indem man auf die Bürgermeisterwohnung verzichte. 
Ebenso wurde darüber geklagt, daß in Friedenau ein Mangel an 
kleineren Vereinszimmern vorhanden wäre. Gemeindebaurat Altmann 
erklärte, daß mit dem Ratskeller zwei Vereinszimmer verbunden sein 
werden, außerdem könne noch ei» drittes Zimmer geschaffen werden, 
um es den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister 
Walger erklärte Herrn Berger, daß das, was dieser jetzt vor 
schlage, der ursprüngliche Antrag des Gemeindeoorstandes war, der 
s. Zt. abgelehnt wurde. Im Allgemeinen war die Vertretung mit 
dem Vorschlags des Gemeindeoorstandes einverstanden und gab 
Herrn Gemeindebaurat Altmann auf, in der Januarsitzung mit 
Vorschlägen zu kommen, wie ein größerer Saal in Verbindung mit 
dem Sitzungssaal der Geineindeoertretung geschaffen werden könne. — 
Tie übrigen Punkte der Tagesordnung wurden ohne Aussprache 
angenommen. An die Vorzeit Friedenaus wurden wir erinnert 
durch eine Prozeßsache uni Ablösung des Hütungszinses. Es 
handelt sich da um alte Rechte des Vorwerkes Wilmersdorf, wo 
nach auf den auch s. Zt. in unserem Gemeindegebict gelegenen 
Wiesen Vieh gehütet werden durste. Es ist nun ein Rezeß aufge 
nommen worden, um diese alten Rechte abzutragen. Aus die Ge- 
meinde Friedenau entfällt ein Betrag von 20 2R., den die Ge 
ineindeoertretung bewilligte. — Wir bringen nun den Verhand- 
liingsbericht: 
Es fehlen die Schöffen Boche, Lichtheim und Sadöe, 
die G.-B. Eggert, Kalkbrenner, Richter und Schultz, die 
entschuldigt sind. Das Protokoll führt Bürodireklor Sudan. 
Außerdem sind anivesend Gemeindebaurat Altmaun und 
Assessor Grundmann. 
Bürgermeister Walger bittet zunächst, der Land- 
krankenkasse 10 000 M. Vorschuß zu bewilligen. Der 
Betrag iverde bereits im nächsten Monat wieder ein 
kommen. Die Vertretung nimmt hiervon genehmigend 
Kenntnis. 
Von der Prozeßkommission I ist eine Ladung zuge 
gangen zur Einleitung eines Verfahrens über Abgabe und 
Ablösung des auf dem Vorwerk Wilmersdorf lastenden 
Hickungszinses. Bürgermeister Walger erklärt hierzu, daß 
früher hier Wiesen vorhanden waren, die zum Vorwerk 
Wilmersdorf gehörten und auf denen das Vieh gehütet 
werden durfte. Da üc mußte ein Zins gezahlt werden, der 
auf diese Grundstücke eingetragen ist. Ta durch diese Ein 
tragung Unannehmlichkeiten sich ergeben haben, so wurde 
ein Rezeß aufgenommen, den er vorbehaltlich der Zustimmung 
der Gemeindevertretung unterschrieben habe. Der Zins ist 
kapitalisiert ivorden zum 20fachen Betrage und cs entfällt 
auf Friedenau die große Summe von 20 M. Dieser Zins 
ist bis auf die letzten 4 Jahre verjährt. Für die letzten 
vier Jahre können die Grundstücksbesitzer zur Zahlung noch 
herangezogen werden. Er bitte jedoch von dieser Bei- 
Cliaufseurs und nach der Quelle zu fragen, aus der er 
jeme Kenntnis geschöpft habe. Und wenn fie einen Herzens- 
lnmnier empfand, so war sie stark genug, diesen Kummer 
in ihrer Brust zu verschließen und niemanden ahnen zu 
lassen, was sie lut. Ob sie trag ihres Vaters Versicherung 
wirklich in innerster Seele davon überzeugt war, daß alle 
Klugheit, Zartheit, Liebenswürdigkeit und Ritterlichkeit, 
die sie während der wenigen Tage ihres Beifammenjeins 
an dem jungen Cyauffeur beobachtet, nur Komödianten» 
tricks eines Hochstaplers gewesen waren, konnte darum 
auch niemand von ihr erfahren. Sie vermied es einfach 
ebenso geflissentlich, seinen Namen zu nennen, wie es 
von den anderen vermieden wurde, lliiö jeder, der die 
Unterhaltungen zwischen den vier Personen belauscht hätte, 
wäre sicherlich bald zu der festen Ueberzeugung gelangt, 
daß die Persönlichkeit des verschwundenen Chauffeurs bis 
auf das letzte Erinnern aus ihren Gedanken ausgetilgt sei. 
Auch Frau von Niedberg füylte >:ch nicht mehr be 
haglich und hatte schon seil dem Augenblick ihrer ersten 
Begegnung mit 'Mistreß Leland das Ende der Tour her- 
beigeseyul. Zwar der Brief, den sie aus Königsruh an 
Mister Peudleton gcjchrieoen, hatte ibr in seinen Augen 
das für sie sehr wertvolle Ansehen einer gewissenhaften Frau 
gegeben und hatte ihn, nachdem er niit bedeutender Ver 
spätung in seinen Lefitz gelangt war, veranlaßt, den Arg 
wohn fahret.zu lassen, den er gegen die würdige Da>ne 
geschöpft. Aber im großen und ganzen war ihre Stellung 
doch eine ziemlich unhaltbare geworden, «nlvia zeigte sich 
bei aller Freundlichkeit doch so zurückhaltend, daß da 
durch jede Möglichkeit einer abermaligen vertraulichen 
Annäherung ausgeschlossen wurde. Und die Konkurrenz 
der hübschen, eleganten amerikanischen Witwe mußte 
etwaige Bemühungen um Mister Pendletons Gunst von 
vornherein als ganz aussichtslos erscheinen lassen. So kam 
sich die vortreffliche Dame mit gute»! Grund recht über 
flüssig vor, und sie wäre gewiß die letzte gewesen, einen 
Widerspruch zu erheben, als man beschloß, a»j die Voll- 
treibung Abstand zu nehmen und die 20 M. auf die Ge 
meindekasse zu übernehmen. Die Gemeindevertretung ge 
nehmigt die Ablösung des Hütungszinses und bewilligt auch 
die 20 M. 
Bürgermeister Walger macht daraus Mitteilung von 
dem Eingang einer Interpellation des G.-V. Richter über 
das Schlagen in den Volksschulen. Da sowohl der G.-V. 
Richter, noch der Dezernent für das Schulwesen, Schöffe 
Bache fehlen, wird die Besprechung dieser Interpellation 
vertagt. 
Darauf werden auf die Tagesordnung der öffentlichen 
Sitzung noch zwei Punkte: Bewilligung von Winterkleidung 
für die Gärtner und Besprechung über die Schaffung eines 
großen Saales im Rathause gesetzt. Auf die Tagesordnung der 
geheimen Sitzung kommen noch folgende Punkte: Eine Eisen- 
bahnangelegenheit, Bewilligung von Ruhegeld, eine Anleihe- 
sache, Abschluß eines Vertrages. 
Zu Protokolloollziehern bestimmt der Vorsitzende die 
G.-V. Huhn und Sachs. 
Zur Vorlage betr. Regelung der Beitragsleistung für 
die nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte versiche 
rungspflichtigen Angestellten der Gemeinde, beruft sich 
Bürgermeister Walger auf die den Gemeindevercrdneten 
unterbreitete eingehende Vorlage (oergl. Nr. 295 d. Ztg.). 
Er bezeichnet diese Angelegenheit als ein altes Schmerzens 
kind der Gemeinde. Der Vorstand sei nun auf einen Aus 
weg gekommen, der wohl als richtig erscheinen kann und 
bittet den in der Vorlage angegebenen Anträgen zuzu- 
zuzustimmen. Aber einige Abänderungen haben sich noch 
in letzter Stunde als notwendig erwiesen. Der Bürger 
meister gibt diese Abänderungen bei 1b, c, bei II, III und 
VI bekannt. Ec betont, daß er gelegentlich der heutigen 
Kreislagssitzung noch Gelegenheit hatte, über diese Frage 
mit den Vertretern anderer Gemeinden zu verhandeln. Die 
Sache ist auch heut noch ungeklärt. Er müsse es hierbei 
wieder aussprechen, es sei recht bedauerlich, daß unsere 
Regierung Gesetze nlit solcher Geschwindigkeit in die 
Welt setzt und erst nach einem Jahre nach Inkrafttreten 
des Gesetzes daran geht, Bestimmungen zu treffen, die ein 
praktisches Arbeiten ermöglichen (Allgemeine Zurufe: Sehr 
richtig). Bei den in den Anträgen gemachten Vorschlägen 
sei der Vorstand den Beschlüssen in Charlottenburg gefolgt 
unter Berücksichtigung der hiesigen Verhältnisse. Schösse 
Draeger fragt an. ob die Beschlüsse geändert werden 
und ob dadurch dann Nachteile für die Beteiligten entstehen 
könnten. Bürgermeister Walger antwortet, daß man an 
die jetzigen Verhältnisse gebunden sei und bei Abände 
rung keine Verschlechterung für die jetzt Beteiligten eintreten 
dürfe. Doch kommen Verbesserungen ihnen selbstverständlich 
auch zu Gute. Darnach bespricht der Bürgermeister noch 
eine Eingabe der Gemeindebeamtenvereinigung, in der zu 
der Regelung der Beitragszahlung Vorschläge gemacht 
werden. Es wird da gebeten, daß die Gemeinde nicht erst 
nach dem 3. Jahre/ sondern sofort die Beiträge übernehme. 
enduug der Tour zu verzichten und nach der Ablohnung 
des einsilbigen Bartels init oer Eipubayn nach Frankfurt 
zurückzukehren. Mister Peudleton war mit all seinen Ge 
danken schon wieder in Paris, wo die im Stich gelassenen 
wichtigen Geschäfte auf ihn warteten, und Ri.streß Leland 
sehnte sich nach Trouvilke, das einem verwöhnten Welt 
kinde ihrer Art doch ganz andere Vergnügungen und Zer 
streuungen zu bieten hatte als eine Autofahrt, bei der 
man eine Frau von Rieoberg als Anhängsel mit in den 
Kauf zu nehmen hatte. 
Was Sylvia dachte und sich wünschte, sagte sie keinein. 
Sie war so ernst und schweigsam, wie ihr Vater s,e 
kaum je gekannt hatte. Aver er hoffte, daß diese Ver- 
stimmung nur von kurzer Dauer sein und bald wieder der 
alten sorglosen Fröhlichkeit Platz machen würde, wenn 
erst einmal so und so viele Dugende von Meilen zwischen 
ihr und dem Schauplatz der letzten Ereignisse lagen. 
An demselben Tage, ja, fast um dieselbe Stunde, da 
Kurt Dietrich von Hoitlingen seine Vaterstadt verließ, um 
sich zur Bewahrung von Sylvias Madchemhre einem un 
ebenbürtigen Gegner zum Kampf auf Leben und Tod zu 
stellen, traf die Gesellschaft der Automobilisten nut der 
Eisenbahn wieder in Frankfurt ein. Schon für den nächsten 
Vonnittag war die Weiterreise nach Paris angesetzt wor 
den ; aber ein Zufall bewirkte, daß sie um achtundoierzig 
Stunden aufgeschoben wurde. Die Ungeduld, das mit 
Mister Peudleton geplante große Unternehmen möglichst 
rasch zum Abschluß zu bringen, hatte nämlich den Pariser 
Geschäftsfreund des Amerikaners veranlaßt, dem Flücht 
ling nach Deuschlaud zu folgen. Und Mister Peudleton fand 
ihn zu seiner angenehmen Ueberraschung bei der Ankunft 
in dem Frankfurter Hotel vor. Das bedeutete für die 
beiden nächsten Tage eine Menge wichtiger Konferenzen, 
während deren Mistreß Leland und Sylvia sich selbst über 
lassen blieben. 
(Fortsetzung folgt.)
        
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