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Periodical volume Nr. 297, 18.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Friederrauev 
Anparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
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CQitjblatt „Seifenblasen". 
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Zeitung.) 
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M. 297. 
Aerlin-Kriedenau, Donnerstag, den 18. Dezember 1913. 
20. JaPrg. 
vepelcken 
Letzte Nachrichten 
Berlin. Nach Unterschlagung von 30 000 M. ist 
der 25 jährige Buchhalter und Hausverwalter Hermann Haß 
aus der Halleschen Straße mit seiner 27 jährigen Frau 
geflüchtet. 
Wien. Der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand 
feiert heute im engsten Kreise seiner Familie auf Schloß 
Konopischt, ivo kürzlich der Kaiser zu Besuch war, seinen 
50. Geburtstag. 
Jena. Der Schutzmann Gustav Gumplich hatte am 
26. Oktober auf einem Jahrmarkt einen Streit mit Studenten, 
der Schutzmann wurde dabei durch den Fußtritt eines 
Studenten am Schienbein verletzt. Gumplich ist jetzt im 
Krankenhaus an diesen Verletzungen gestorben. 
Münster. Das Konsistorium in Münster hat dem 
von der Reinoldigemeinde als Nachfolger Tranbs gewählten 
Lic. Pfarrer Fuchs die Bestätigung versagt, weil er wegen 
seiner Stellungnahme gegen das Spruchkollegium aus 
Anlaß des Falles Jalho für den Dienst in der preußischen 
Landeskirche nicht geeignet ist. 
Amsterdam. In den Militärwerkstätten von Hartem 
ist ein Feuer ausgebrochen, das bald beträchtlichen Schaden 
anrichtete. Da bereits zum dritten Mal Feuer in den 
Militärwerkstälten ausgebrochen ist, glaubt man, daß Brand 
stiftung vorliegt, und es heißt, daß Antimilitaristen das 
Feuer angelegt haben. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalarttkel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Professor Wilhelm Schmidt -ff Am 16. Dezember 
verstarb hier in seiner Wohnung Ringstr. 47 der Gym 
nasialprofessor Wilhelm Schmidt, im 57. Lebensjahre 
an den Folgen einer scheinbar glücklich verlaufenen Gallen 
steinoperation. Professor Schmidt war fast 30 Jahre lang 
am Leipniz-Gymnasium in Berlin als Oberlehrer tätig; wie 
das Lehrerkollegium dieser Anstalt in einem Nachrufe zum 
Ausdruck bringt, verlieren alle in ihm einen lieben Freund 
und treuen Amtsgenosse», seine Schüler einen väterlichen 
Berater. An die breitere Oesfenllichkeit trat Prvf. Schmidt 
durch seine Tätigkeit im Evang. Bunde. Er war Vor 
sitzender und Mitbegründer des Berliner Zweigvereins des 
Evangelischen Bundes. Mit ihm ist eine deutsche Kern- 
natur dahmgcsunkrn, die ganz der Cache diente und im 
Dienste der als richtig erkannten Sache selbstlos sich opferte. 
Nur wer die unermüdliche, rege Arbeit des Verstorbenen 
für den Ev. Bund, die er neben treuester Berufserfüllung 
leistete, kaynte, weiß, wie schwer der Verlust die Bundes 
arbeit in Berlin und Brandenburg trifft. Immer nur das 
große Ziel vor Augen, ohne Fanatismus, aber mit männ 
licher Festigkeit trat er ein für die Wahrung der Rechte des 
Protestantismus und des Deutschtums, organisierte die 
Scharen, war ihr Führer und doch bereit, jeden Augenblick 
mit seiner Person zurückzutreten, da es ihm immer nur um 
die Sache, nie um seine Person zu tun war. Seine von 
Sylvias Lkaukkeur. 
Roma» ,on Lout» Iracy. 
60 (Nachdruck verboten.) 
Der Mann zuckte die Achseln und erklärte ziemlich 
kühl, daß er gänzlich außerstande sei, diesem Verlange,i zu 
willfahren. Aber Hasenkamp war auf derartige Schwierig 
keiten gefaßt gewesen, und er verkehrte lange genug mit 
vornehmen Herren, um zu wissen, wie man ihnen aus die 
wirksamste Weise begegnete. In der Ȋch ten Sekunde 
schon hielt er dem ungefälligen Portier ein bliiikenoes 
."wanzigmarlstück unter die Rase. Und es war merkwürdig, 
eine wie eindringliche Beredsamkeit diesem winzigen Slüu- 
chen Metall innewohnte. Noch ehe weitere zwei Minuten 
um waren, befand sich das gewünschte Fahrrad Ziir Stelle, 
und der Portier hatte das leicht verdiente Golo.it ck noch 
nicht in feiner Westentasche untergebracht, als Hajeukamp 
bereits aus der Spur des Einspänners dayincaste. B,s zu 
der bewußten Straßenecke war das ja ein Leicht s. dann 
aber begannen die Schwierigkeiten der Verfolgung. In 
der Meinung, daß der Wagen geradeaus gesahrei» sei. ver 
folgte Hasenkamp diese Richtung, bis er sich nach Verlarn 
etlicher Minuten überzeugt hatte, daß sie Nicht die richtige 
sein könne, da ihm bei der Schnelligkeit seiner Pace an 
dernfalls das Gefährt schon längst wieder hätte zu Gesicht 
kommen müssen. Er kehrte also um. sprang bei der ersten 
Wegkreuzung ab und un:t.suchte die Raderspurea, d>e 
dank des regnerischen Wetters glücklicherweise u»,chwer zu 
erkennen waren. Nun sah er, vaß die Dro.chlc d-n Weg 
zur Rechten genommen hatte. Und weu>l sich ay.itlche 
Irrtümer auch noch dreimal wiederholten, so gelang es 
allen geschätzte und verehrte, kampferprobte, reine Persön- 
keit, der auch der Gegner nur Achtung zollen kann, die 
klug im Rat war, aber am meisten sich der Tat freute, war 
einer der Hauptträger der Berliner Bnndesbewegung, die in 
ihm auch ihren Wortführer bei den Generalversammlungen 
und Vorstandssitzungen des Gesamtbnndes sah. In unserer 
Gemeinde war Herr Professor Schmidt ehrenamtlich als 
Mitglied des Kuratoriums sür die höheren Schulen tätig. 
— Die Beerdigung findet am Freitag Nachmittag 3 Uhr 
von der Leichenhalle des hiesigen Friedhofs aus statt. 
o Sparprämien sind folgenden in Friedenau be- 
diensteten Sparern der Sparkasse des Kreises Teltow, welche 
dem Gesindestande im Sinne der Gesindeordnung vom 
8. November 1810 angehören, und nachweislich während 
der letzten 5 Jahre bei ein und derselben Herrschaft gedient, 
sowie während desselben Zeitraumes bei der Sparkasse des 
Kreises Teltow Spareinlagen gehabt haben, auf Grund des 
Beschlusses des Kreisausschnsses vom 16. Dezember d. Js. 
bewilligt worden: Karoline Andrick bei Geh. Oberbaurat 
Nötiger, Henriette Bahnsen bei Frau Dr. Schramm, Helene 
Bolhfeld bei Frau Königl. Elsenbahndirektor Maring, Helene 
Brobrowski bei Frau Ämtsgerichtsrat Golde. Olga Damke 
bei Frau Hartleib, Anna Domke bei Geh. Negierungsrat 
Dr. Zwink, Magdalene Freißburger bei Frau Niepage, 
Anna Giese bei Herrn Gerndt, Helene Heidenreich bei Geh. 
Rechnungsrat Damm, Amalie Heinrich bei Konteradmiral 
Strauch, Marie Hoffstädt bei Rentier Wolfs, Minna Hotze 
bei Geschwister Jsaacsohn, Marianne Jescherska bei Frau 
Förster, Jda Koch bei Privatier Löbner, Lina Kröhl bei 
Frl. von Goldbeck, Pauline Lennicke bei Gemeindeschöffen 
Lichtheim, Johanna Linsel bei Direktor Blumenfeld, Anna 
Michel bei Frau Major von Wittcke, Berta Möller bei 
Kälugl. Kanzleirat Borck, Jda Moeller bei Generalmajor 
von Krueger, Emilie Moritz bei Agent Uter, Jda Richter 
bei Geh. Kanzleirat Homuth, Erna Rohde bei Frl. Kunow. 
Emilie Schallock bei Geh. Ober-Justizrat Telius, Martha 
Schramm bei Frl. Küster, Anna Schulz bei Prvf. Petersen, 
Emma Schwandt bei Niechaniker Slückrath, Berta Seifert 
bei Major von Westernhagen, Marie Skomronski bei 
Rechnuligsrat Pfeiffer, Ottilie Ueltzmann bei Geheimrat 
Carow, Auguste Weinkauf bei Therese Loewenherz, Emma 
Winkler bei Frau Justizrat Püttmann, Rosa Witt bei 
Herrn Kirchhofs, Anna Ziervogel bei Major Schulze, 
Christine Zimmer bei Dr. raed. Fett. 
o Ihren letzten Ruheplatz fand gestern auf dem 
hiesigen Friedhof die Witwe des Schriftstellers Eduard 
Jürgensen, Frau Agnes Jürgensen, geb. Rühl, an der 
Seite des Galten. Außer den nächsten Anverwandten der 
nun Verstorbenen hatte sich nur ein kleiner Kreis von 
Freunden eingefunden, um ihr das letzte Geleit zu geben. 
In der Friedhofskapelle hielt Herr Pfarrer Vetter die 
Gedächtnis- und Trostespredigt, der er das Wort 1. Petri 5, 7 
zu Grunde legte. Er schilderte den frohen heiteren Sinn 
der Verblichenen, der sie die Last des Lebens leicht ertragen 
ließ. Ihrem Gatlen war sie ein lieber Kamerad, sie 
heiterte ihn auf und an manchem Gedicht, das er ver 
öffentlichte, harte auch ivohl sie Anteil. Der Geistliche 
erinnerte an die schwere Krankheit, die sie in ihren letzten 
ihm doch Immer wieder, sie zu berichtigen, und schließlich 
sah er sich im offenen Gelände, auf eine,» sandigen Liege, 
der a» der niedrigen Dünenkette zwischen der Stadt Calais 
und dem Eap Gri Nez dahinführte. Die Fernlicht wurde 
durch den Regen und den Morgennebel sehr stark beein- 
trächligt, und er mußte immerhin noch ein paar Kilo 
meter fahren, ehe er zu seiner großen Erleichterung des 
gesuchten Wagens endlich ansichtig wurde. Er befand sich 
nicht mehr in der Fahrt, sondern er hielt am Rande des 
Weges. Das stark abgetriebene Pferd ließ höchst mißmutig 
und verdrießlich über die Torheiten der Menschen den Kopf 
hängen, während der Kutscher im Begriff schien, sein all- 
ztlfrüh unterbrochenes Morgenschläfchen nachzuholen. 
Rasch hatte Hasenkamp den Mann erreicht und ihn 
durch einen freundlichen Rippenstoß aus feinem Halb- 
schlurnmer aufge;chreckt. 
„Wo sind die Herren?" fragte er in seinem etwas 
mangelhaften, aber immerhin verständlichen Französisch, 
von der Anstrengung der raschen Fahrt auf dein schlechten 
Wege noch ganz außer Atem. Der Kutscher aber, der 
offenbar instruiert war, sich nicht ausfragen zu lassen, zuckte 
die Achseln und erwiderte mürrisch: 
„Was für Herren? Ich weiß von keinen Herren." 
Die Miene und der Ton des Mannes ließen dem 
Chaufleur von vornherein keinen Zweifel, daß cs nutzlos 
vergeudete Zeit sein würde, sich noch lange mit diesem 
Menschen aufzuhalten, der sich höchstens mit irgendeiner 
Lüge aus der Affäre ziehen würde. 
Hasenkamp hielt es also für besser, sich auf seinen 
eigenen Witz zu verlassen und hielt aufmerksam Umschau 
in der näheren Umgebung. Ein Haus oder sonst ein 
Unterschlupf war weit und breit nicht zu entdecken. Da- 
Lebensjahren zu erdulden hatte, und spendete den Hinter 
bliebenen Worte des Trostes. Unter Glockengeläut wurde 
der Sarg zur Gruft getragen. Der Geistliche sprach noch 
Gebet Vaterunser und Segen. Dann häufte sich Scholle 
auf Scholle. — So schläft nun auch „Tante Ete" den letzten 
Schlaf. Sie ruhe in Frieden! 
o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das 
in Berlin-Steglitz, Marksteinstraße 10 belegene, auf den 
Namen der Frau Marie Mann geb. Hirschfeld in Berlin- 
Friedenau, Bornstraße 7, eingetragene Grundstück am 
18 Februar 1914, Vorm. 10 Uhr versteigert werden. Der 
Gebäudesteuernutzungswert beträgt 7100 M., die Größe 
6 ar 89 qm, 
o In dem Konkursverfahren über das Vermögen 
des Rittergutsbesitzers Robert Gentzen. Beckerstr. 24, ist auf 
den 6. Januar 1914, mittags 12 Uhr eine Gläubigeroer 
sammlung niit der Tagesordnung: Anhörung der Gläubiger 
zwecks Zahlung eines Kostenvorschusses oder Einstellung des 
Verfahrens mangels Masse anberaumt. 
o Die hiesige Ortsgruppe des Reichsverbandes 
gegen die Sozialdemokratie hielt am 12. Dezember im 
Restaurant „Prinz Handjery" ihre Jahresversammlung ab, 
an welcher der Geschäfisleiter der Hauptstelle, Herr Dr. 
Ludwig, sowie zwei andere Herren von der Hauptstelle in 
Berlin teilnahmen. Nach Erstattung des Jahresberichtes 
durch den Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Kleinecke, wurde 
dem Schatzmeister Entlastung erteilt. Der Vorstand wurde 
darauf einstimmig für das nächste Jahr wiedergewählt, nur 
wurde für den bisherigen hochverehrten Schatzmeister, Herrn 
Ober - Postinspektor Fährmann, der seinen Wohnsitz von 
Friedenau nach Swinemünde verlegt, Herr Hofrat Blumen 
saat gewählt. Den Schluß bildete eine Aussprache über 
die Stellung des Reichsoerbandes' 'in der augenblicklichen 
politischen Lage. 
o Die „Kinematographische Studiengesellschaft", die 
die Veredelung und Vertiefung der Kinematographie erstrebt, 
will auch zur Erreichung dieses Zwecks die Herstellung von 
wissenschaftlichen. Unterrichts- und Kulturfilmen fördern. Sic 
hat daher beschlossen, regelmäßig die auf dem Filmmarkt 
erscheinenden oder auch schon erschienenen Filme dieser Art 
unentgeltlich vorzuführen und zwar zunächst alle 14 Tage 
in der Zeit von 3 l / 2 bis 5'/ 2 nachin. Die Vorführungen 
sind nicht nur für die Mitglieder der Studiengesellschaft be 
stimmt, sondern auch für die Lichtbildtheaterbesitzer, denen 
hierdurch die Zusammensetzung ihrer Programme mit wissen 
schaftlichen und künstlerisch wertvollen Filmen erleichtert wird, 
ferner für Dozenten, Pädagogen. Gelehrte, Lehrer und Leiter 
wissenschaftlicher Anstalten, wie überhaupt für alle diejenigen, 
denen an wissenschaftlichen, Unterrichts-, Natur- und guten 
Unterhaltungsfilmen gelegen ist. Die erste Vorführung findet 
am Freitag, dem 19. d. M. von 3^/ 2 bis 5 l / 2 Uhr im 
Mozartsaal, Nollendorfplatz 5, statt. Nähere Auskunft er 
teilt der 1. Vorsitzende,'Dr. F. S. Archenhold, Berlin-Treptow, 
Sternwarte. Die ..Kinomatographische Studiengesellschaft" 
hofft durch diese Vorführungen das Interesse für derartige 
Filme aus lebhafteste anzuregen und dadurch einen Einfluß 
auf eine größere Berücksichtigung derselben in den Kino- 
Theatern zu erzielen. Hierdurch würde nicht nur ein günstiger 
sür aber gewahrte er in dem feuchten Sande bald genug die 
Fußspuren mehrerer Menschen, die nach der Seeseite hin 
in die Dünen führten. Sein Fahrrad neben sich her 
schiebend, folgte er dieser Fährte und klomm einen der 
niedrigen Sandhügel empor. Und er sah sich sür seine 
Anstrengungen belohnt, denn sobald er die Höhe gewonnen, 
hatte er auch gefunden, was er suchte. Die See war von 
der Dünenkette noch weiter entfernt, als er es verniutet 
hatte, aber zwilchen den Hügeln und der weißen Brandungs 
linie dehnte sich ein breiter streifen glatten, festen Sandes. 
Und in dem dunstigen Morgennebel, der über diesein 
Streifen lag, zeichneten sich, für Hasenkamps scharfe Augen 
deutlich erkennbar, die Silhouetten menschlicher Gestalten 
ab, deren eine, wie er nicht bezweifelte, unbedingt Graf 
Kurt Dietrich von Hoiningen sein mußte. Drei von diesen 
Gestalten schienen ohne alle Bewegung, die beiden anderen 
bewegten sich desto lebhafter und auf eine so sonderbare 
Art, daß Hasenkamp sich plötzlich veranlaßt sah, sein Fahr 
rad im Stiche zu lassen und so schnell, als ihn seine Füße 
nur immer tragen wollten, dem Schauplatz der Ereignisse 
zuzueilen. Zweimal glitt er dabei auf dem feuchten 
Dünengras aus und fiel zu Boden, aber das verschlug 
ihin sehr wenig. Schnell hatte er sich jedesmal wieder 
aufgerafit, und nun war er der sonderbaren Gruppe nahe 
genug, um alle Einzelheiten deutlich erkennen zu können. 
Er sah. daß Graf Hoiningen und der Vicomte, beide ohne 
Kopfbedeckung und nur mit Hemd und Beinkleidern an 
getan. miteinander fochten, und er sah auch, daß dies 
Gefecht nichts weniger als ein bloßer Zeilvertreib war. 
Mit der Leidenschaft von Gegnern, die eine tödliche Fehde 
initeinander auszumachen haben. drangen die beiden 
Männer immer von neuem aufeinander ein, und wenn
        
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