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Periodical volume Nr. 133, 09.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage zu Nr. 296 des „Friedenauer LokalAnzeiger". 
Mittwoch, den 17. Dezember 1913. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Friedenaner Parochialverein. Am Sonntag fand 
nachmittags für die Schulkinder und Kinder die Weihnachts 
feier statt, der die für die Erwachsenen am Montag Abend 
mit gleicher Dortragsfolge folgte. Bereits einige Tage rorher 
waren sämtliche Karlen fast ausoerkaufl gewesen, wiederum 
ein Beweis, welch Interesse man den Darbietungen des 
Vereins zolli, auch wenn dec Aufwendungen wegeil ein 
Eintrittsgeld erhoben werden muß. Eine chromatische Fan 
tasie und Fuge auf der Orgel von Herrn Lehrer Schölzel 
kunstvoll gespielt, war nach den Begrüßungsworten des 
Vorsitzenden die musikalisch-feierliche Einleitung. Die bereits 
bestens bekannte Konzertsängerin Fräulein Lambeck sang 
zwei sliminungsvolle Weihnachlslieder, einmal das zu Herzen 
gehende Weihiiachlszauber atmende Lied der drei Könige von 
P. Cornelius und das sinnende, träumende Lied H. Wolfis 
vom schlafenden Jesuskind, als Betrachtung des Albanischen 
Gemäldes gedacht. Der weiche, nicht zu dunkle Alt paßte 
vorzüglich zur Wiedergabe der rechten Stimmung, besonders 
gefiel allgemein der ungekünstelte, schlichte Vortrag. Herr 
Assessor Tormin spielte auf einem edelklingenden Cello das 
bekannte andante religiös» von Thomn und sodann mit 
Klavier und Harmonium das wie ein Liebeslied anmutende 
Albumblatt von R. Wagner. Den weihnachtlichen Mittelpunkt 
bildete am Sonntag die Ansprache des Herrn P. Pilchowski, 
der den mäuschenstill zuhörenden Kindern erzählte, wie 
schwer es in seiner Jugend gewesen sei, zum Weihnachtsfest 
nach Hause zu kommen, und wie einfach und doch religiös 
vor allem es dabei zuging. Am Montag hielt Herr P. 
Vetter die Ansprache. Er begann mit jener schottischen 
Harfe, die zerrissen an der Wand hängend erst von Meister 
hand wieder zu vollem Wohllaut erweckt wurde. Dieser 
Meister unserer Seele sei. Jesus. Die wunderbarste Wahr 
heit sei jene: Euch ist heute der Heiland geboren. Das 
Weihriachtsfest sei das gemütvollste Fest der Welt, es gehöre 
den Deutschen als ureigen an, Hochmut lasse es zu Demut, 
Trotz zu Weisheit werden. Sein seliger Zauber enthalte 
aber auch eine Gefahr: Die Weihuachlshetze! In den Fa 
milien, wo Weihnachtslieder gesungen, die Weihnachtsge 
schichte gelesen werde und das Transparent des Christkind- 
leins leuchte, da werde Weihnachten richtig gefeiert. Die 
Parleikümpfe, die jetzt Deutschland duichtoben, möchten alle 
durch das Fest versöhnt werden, und jedes Haus möchte 
eine Kirche sein. Stehend sang die Versammlung den Vers: 
Drum Jesu i schöne Weihnachtssomie, dem als stimmungs 
voller Abschluß das Ave Maria von Gounod-Bach für Alt. 
Cello, Klavier und Harmonium, folgte. Das Verschmelzen 
des prachtvoll ausklingenden schönen Alts des Frl. Lambeck 
mit dcm ähnlich gefärbten Cellolon zum Zwiegesange war 
von bezaubernder Wirkung. Um die Klavier- und Harmo- 
uiumbcgleiluiig Haben sich die Herren Lucke und Engel sehr 
verdient gemacht. Nach der Pause begann jenes lustige 
Friedenauer Weihnachtsspiel, das durch seinen Titel 
Müller III schon anzeigt, daß der Humor darin zu seinem 
Recht kommt. Der Weihnachtsmann will eine Probe mit 
seinen himmlischen Chören im Parochialverein machen, 
nachdem ihm Herr Luckivnldt das Unmögliche durch Heran 
ziehen des Direktors Ccheiirig möglich gemacht bat. (Der 
lebhafte Beifall an dieser Stelle mag Herrn Luckwaldt ge 
zeigt haben, daß man seine Mühe und Arbeit wohl zu 
schätzen weiß.) Nun kamen all die Englein mit ihren weißen 
Flügelchen angeschwebt und die süße Musik beginnt. Da 
ein furchtbarer Skandal an der Tür: ein echt preußischer 
Gendarm tobt durch den Saal und verliest ein Dekret der 
Kgl. Regierung, wonach der Parochialcerein zur Lustbarkeits 
steuer herangezogen werden solle. Unter stürmischer Heiterkeit 
notiert er sick» die Personalien des Volsitzenden, der mit dem 
ganzen Vorstand verhaftet werden soll, weiul nicht die Summe 
sofort gezahlt wird. Schließlich läßt sich Müller III bewegen 
die geschickt arrangierte Weihnachtssiufonie anzuhören. Sie 
wurde von dem Scheurich'schen Kinderorchester reizend aus 
geführt und klang in der Weihnachtsiveise „SD du fröhliche" 
aus. Der Weihnachtsmann nimmt Müller III mit in seine 
Werkstatt, wo Spielzeug angefertigt wird. da sitzt eine Puppe 
„Columbine", die allerliebst von Weihnacht singt, tanzt und 
ihren Partner im Harlekin findet, der von ihr nicht getrennt 
werden will. Alles, was Friedenau bewegt hat, kommt 
nun zum Vorschein, das Falkenpaar auf dem Kirchturm, 
der versäumte Anschluß an die Untergrundbahn, der Rat- 
hausbau, die Hundesperre und andere weltbewegende Dinge 
werden erörtert oder gestreift. Durch die urkomische Familie 
Schulze mit ihrer frechen herausfordernden Haltung, sowie 
ihre Viedermeierpuppe wird der Neigen vervollständigt, der 
alsbald seinen Anfang nimmt. Müller II l ist nach dem 
guten Muskateller und allem andern, was' er gesehen, be 
friedigt, sodaß das Dekret vorläufig nicht zur Ausführung 
kommt. Den Schluß des Ganzen krönt unter ernsten Worten 
des Weihnachtsmannes das malerisch gestellte Bild: Die 
heilige Familie inmitten der Engelschar. Die Mitwirkenden 
verzeichnet der Zettel nicht mit Namen- sie, haben ihre Sache 
alle zusammen ganz vorzüglich gemacht. Vor allem aber 
sei Lob gezollt dem Erfinder dieser Geist sprühenden Ein 
fälle, Herrn Georg Engel. Die geschickte Hand des bereits 
erwähnten Herrn Rechnungsrat Luckwald veratende Aus 
stattung mar prachtvoll, abwechselungsreich und künstlerisch. 
Ein reifes Lob sei insbesondere der schauspielerischen Leitung 
des Spielleiters Herrn Siegfried Raden erteilt, der es ver 
standen hat, ein bunt bewegtes Bild zu geben. Alles in 
allem ein ernster und fröhlicher Abend zugleich, der dem 
Parochialverein zu großem Lob gereicht. Auch demjenigen, 
der mit großem Bedenken die kabaretthafte und burleske 
Stimmung des Stückes sah, dem vielleicht die Schlager als 
sehr hübsch, aber doch nicht zur Feier des Weihnachts 
festes geeignet erschienen, der ersah an dem ungeteilten, un 
gemein reichhaltigen Beifall, der oftmals eine Wiederholung 
besonders hübscher Dinge erzwang, daß das Gebotene eben 
doch dem Geschmack der Besucher entsprach. 
o Weihnachtsauffuhruttg der Fontaneschule. Am 
nächsten Sonntag, 2l. Dezember, v Uhr abends veranstaltet 
die Fontaneschule die Aufführung eines „Weihnachtsspiels', 
dessen Verfasser dem Vernehmen nach ein Schöneberger Ein 
wohner sein soll, der zur Schule in engerer Beziehung steht. 
Das Stück heißt „Lore's Traum", und die Darstellerinnen 
gehören der dritten Klasse der Fontaneschule an. Unter den 
gegebenen Umständen, war es möglich, daß die Rollen ihren i 
Inhaberinnen von vornherein auf den Leib geschrieben 
wurden. Außerdem sind für den Abend noch allerhand 
kleinere Vorträge auf dem Klavier, für Violine und zur 
Gitarre vorgesehen, alles natürlich auf Weihnachten ge 
stimmt. Die Vorstellung mird ungefähr 1'/, Stunden 
dauern. Eintritt 50 Pf. Der Reinertrag dieser Aufführung 
soll für die Anschaffung einer festen Bühne verwendet 
werden; die Fontaneschule und die 8. Gemeindeschule werden 
sich die Kosten teilen. — Für die Schülerinnen der Fontane 
schule mied das ermähnte Stück in ihrer eigenen Feier am 
Montag >,',£■ Uhr nachm, aufgeführt werden. Zu dieser 
Feier am Montag tonnen wegen Raummangels keine andern 
Besucher zugelassen werden als die Schülerinnen der Fontäne- 
schule. Eintrittskarten für die Aufführung am Sonntag 
sind in den Papierhandlungen von I. Bach, BegaSstr. I, 
R. Stahl, Beckerstr. 2, und soweit der Vorrat reicht, abends 
an der Kasse zu haben. 
o Der Kommunalvercin Friedenauer Ortsteil be 
schäftigte sich am Montag Abend in seiner Monatsoer 
sammlung, die im „Burghof" stattfand, mit dem geplanten 
Bau einer Stadthalle Groß-Berlin. Die sehr lebhafte Er 
örterung des Projektes ergab insofern eine völlige Ueberein 
stimmung der Versammlung, als man jetzt von seiner Aus 
führung die größten Vorteile für die weitere Entwickelung 
der ganzen Gegend verspricht. In einer Eingabe an die 
städtischen Körperschaften wird um möglichste Unterstützung 
dieses Planes gebeten werden. Vorher hielt der Leiter der 
Schöneberger Orttzkrankenkasse einen lehrreichen Vortrag über 
„Wesen und Ziele der am 1. Januar 1924 in Kraft treten 
den Dienstbotenversicherung." Herr Rechn -Rat Müller gab 
ein Schreiben des Stadlv.-Vorslehers bekannt, nach dem im 
Etat für das Jahr 1914 Mittel für die Anlegung von 
Nasenstreifen zwischen den Slraßenbahnschienen in der Haupt 
straße bereit gestellt sind. Herr Wendenburg machte auf die ge 
plante Anlage eines Abstellbahnhofs zwischen der Rubens- 
nnd Tempelhoferstraße an der Wannseebahn aufmerksam, 
die eine schwere Schädigung für die ganze Gegend bedeute. 
Die Versammlung beschloß, dahin zu wirken, daß die Inter 
essen der Gegend bei dieser Anlage hinreichend gewahrt 
werden. 
o Der Theaterverein J'erxes 1873 veranstaltet am 
I. Weihnachtsfciertage wieder einen Konzert- und Theater- 
Abend, gleichzeitig zur Feier des 40 jähr. Stiftungsfestes. Zur 
Aufführung gelangt das Lebensbild mit Gesang „Seemanns 
Heimkehr am Weihnachts-Abend". 
o Der Ueberfall und Vergewaltigung einer jungen 
Kontoristin beschäftigt die Schöneberger Kriminalpolizei. 
Vor einiger Zeit machte die auf dem Lager beschäftigte R. 
aus Berlin die Bekanntschaft eines angeblichen Kochs Werner 
Schön. Nachdem sie sich mit ihm mehrere Male getroffen 
hatte, verabredete sie am Sonnabend ein neues Stelldichein. 
Beide machten eine Bierreise, die in einem Lokal in Schöne 
berg endete. Das Mädchen, das durch den Alkoholgenuß 
willenlos geworden war, wurde von dem Begleiter mit noch 
vier anderen Männern nach einem Laubengelände in 
Schöneberg gebracht. Dort beraubten die Rohlinge das 
Mädchen und vergingen sich an ihm. Am Sonntag 
Morgen wurde die Aermste besinnungslos aufgefunden und 
nach der elterlichen Wohnung gebracht. Der Kriminal 
polizei gelang es, vier Täter, und zwar die „Arbeiter" 
Paul Lehmann, Stelle, Nomann und Lindener zu ver 
haften. Der Fünfte, der angebliche Koch Schön, der von 
den anderen der Anstiftung bezichtigt wird, ist flüchtig. 
Gemeinde Berlin-Friedenau. 
Die AnMluug -er Be- uns EnluMrungMingen 
für den Neubau der IN. Gemeindeschule Hierselbst soll in öffentlicher 
Ausschreibung vergeben wercen. 
Tie Verdingungsunterlagen sind im Hochbauamt der Gemeinde 
Berlin-Friedenau, Lauterstraße 10, roochenlägtich in der Zeit von 
9-2 Uhr einzusehen; können auch von dort gegen porto-und bestell- 
geldsreie Einsenduna von 1,75 Mark für den Kostenanschlag und 
1,00 Mark für die Beringungen bezogen wrden. 
Muster für die zur Verwendung kommenden Objekte und sonstigen 
Ausrüstungsstücke sind eb.nouselvst zu besichtigen. 
Berschlossene mit entsprechender Ausschrift versehene Angebote 
sind zum Verdingungstermin 
SiCiisino, de» 39. Sejtraöcr 1913, oormitfogs 19 flöt 
einzusenden. 
Zuschlagsfrist: 4 Wochen. [10609 
Berlin-Friedenau, den 17. Dezember 1913. 
Das Eemeindrbauamt. 
Bctlulillmacyung 
lim den Abschuß der den Brieftauben besonders gefährlichen 
Raubvögel zu fördern, hat der Verband Deutscher Briestauben- 
Liebh-be -Vereine für das Abschießen und Fangen von Wanderfalken. 
Hünieryabichien uno Sperberweidchen Lchnßprämien ausgesetzt, di 
gegen Einsendung der beiden Fänge des betreffenden Raubvogels 
--'nicht des ganzen Vogels — an den Geschäftsführer W. Dordelmann 
in Hannvver-Lind?n, gezahlt werden. Tie Fänge müssen vor der 
Versendung gut gedorrt sein; solche, die eine Spur von Verwesung 
tragen, müssen ohne weiterem dem Feuer überwiesen werden und 
können keine B-rücksicht gung finden. Indem ick die Foistschutz- 
beamten hieraus hinweise, ersuche ich, dem Abschuß der genannten 
Raubvögel besondere Aufmertsamk.it zuzuwenoen. 
Berlin, den 3. Dezember 19t3. 
Der Landrat des Kreises Teltow, v. Achenbach. 
Veröffentlicht: 
Berlin-Friedenau, den 16 Dezember 1913. 
Der Amtsvorsteher. 
Bekanntmachung. 
Infolge Inkrafttretens des zweiten Buches (Krankenversicherung) 
der Reich-Versicherungsordnung hat der Kreistag m der Sitzung am 
ii.O'tober d. I. beschlossen die „Krankenversicherung»^^ für 
Dienstboten im Kreise Teltow" am 1. Januar 1914 aufzulösen. 
Berlin, d>n 24 Oktober 1913. 
Ter Kreisausschuß des Kreises Teltow. 
Veröffentlicht: 
Berlkst-Friedenau, den 15. Dezember 1913. 
Der Amtsvorsteher. 
Mil H» Kinin 
erfolqficher. Wagner, Peschke- 
Str. 9, nur > Vlmt®tgl. ’482 
zguter Privat-Mittagstisch 
Handjerystr. 50-51 Vorvh. Ü l. 
Pki»ntÄ»lI»lmW 
sowie alle modernen Tänze in 
kürzester Zeit von erstklassigem 
Leh er. [10460 
Südwestkorso 031 r. Tel. Pf. 4670. 
Berlin, ven 17. November I9i3. 
B.andcnburgische landw. BerussgenossensHaft. 
— Sektion 82: Kreis Teltow. — 
Ueberweisung von Betrieben an die Gärtnerei-Bcrufsgenoffenschaft 
in Cassel. 
Mit Wirkung vom 1. Januar ds. Js. ab sind nach den maßgebenden 
Bestimmungen alle nach 8 917 der Rkichsoersicherungsordnung land- 
wirtsckaftlich versicherten Betriebe der Gärtnerei-Berufegenossenschaft 
in Eassel überwiesen worden Es mußten dabei folgende Betriebs 
arten und Tätigkeiten Berücksichtigung finden: 
1. Bearbeitung von Haus- und Ziergärten durch den Besitzer 
mit gärtnerischem Personal und ohne solches, soweit diese Bearbeicung 
überhaupt versichert ist; 
2. Friedhossgärtinrei und Friedhofsbetriebe; 
3. die gesamte Landschafisgärtnerei einschließlich der damit ver 
bundenen Bodenbearbeitung; 
4. Baumschulen jeder Art und Größe und die damit verbundenen 
Obstpflanzungen; 
5 gärtnerisch betriebener Obstbau sowie Obst-, Wein- und 
Fruckttreibcrei; 
6. Gemüsctreiberei und Gcmüscgärtnerei, soweit letztere fach 
männisch betiieben wird; 
7 Freit nd- und Schnitlblumengärtnerci, Pflanzen-, Topfpslanzen- 
nnd Dekoranonsg ntnerei sowie Blumentreiberei; 
8. Blumen- und Gemüse-Samenzucht, Blumen- und Kranzbinderei 
sowie Pflanzen-, Blumen- und Samenhandlungen; 
9. Gärtnerei der gemeindlichen und ktichllchen Verbände und 
Anstalten, von Korporationen und Gcsellschasten in staatlichen Be 
trieben nach Maßgabe des jetzigen Rechtszustandes Gäitnerei in 
botanischen und zoologischen Gärten, Hos-, Schloß- und Herrschafts- 
gärtnereien s wie Parlbetriebe, Gärtnerei in Theater-, Bergnügungs- 
und Gastwirtschastsgärten, in Gärten von Vereinen uno sonstige 
Arten der Gärtnerei. 
Für die Zugehörigkeit zur Gärtnerei Vernfsgenolsensckaft ist es 
belang! s, wer die Anlage unterhält > nd welcher Zweck mit den 
Arbeiten versolgt wird, z. B. Erwerb, Liebhaberei, Beschäftigung von 
Arbeüsl.sen usw. 
Ten land'»irtschastlichcn Berufögenoffenkchaften verbleiben als 
Haupt- oder Rebenbetriebe oder Betricbsbestandteile: 
I. Obstpflanzungen. die nicht eine Obstgärtnerei darstellen (z B. 
Straßenpflanzungens; 
il. der feldmätzig betriebene G.müsc- und Nutzpflanzenbau (z. B. 
Hopsen- und Tabakbau); 
>Il. die Feldsamcngewinnung (z. B. Kleefarnen- und Rüben- 
samenzuchr); 
iV. der Weinbau und die Weinbauschulen; 
V. die Gärtnereibetrnbe nach Maßgabe de. 88 918 und 959 der 
Reichsversicherungsordnung. 
Alle beteiligten Unternehmer der zurUeberweisung an die Gärtncrei- 
Bcrufsgenosscnschafl gelangten Betriebe und Tätigkeiten sind durch 
Vermittelung der Ortsbehörden des Betriebssttzes von der Ueber 
weisung verständigt worden. Sie werden hierauf erneut mit dem 
Bemerken hingewiesen, daß künftig alle Anzeigen über Betriebs 
anmeldungen, -Veränderungen und -Verhältnisse, Unfallanzeigen und 
vergl. mehr an die Gännerei-Bcrufsgcnossenschaft in Cassel zu 
richterr sind. AWW d 
In Zweifelsfällen wird die OrtSpolrzeibchörde Aufklärung geben. 
Berlnr-Fricdcnau, d-r> 16. Dezember 1913. 
Der Amtsvorsteher. 
Belatutlutachuttg. 
Ans dem hiesigen Wochenmarkte sind am Mittwoch, den 17. De- 
Für 1 kg 
Kartoffeln 
Eßbntter 
Rindfleisch von der Keule 
„ vom Bauch 
Schweinefleisch 
Kalbfleisch 
Hammelfleisch 
Geräucherter Speck 
Aale 
Karpfen 
Berlin-Friedenau, -en 17. Dezember 1913. 
Der Gemeindevorstand. 
Psg. Pfg- 
Für 1 kg 
Psg- 
5 
6 
Hechte 
200 
240 320 
Schellfisch 
80 
200 
— 
Schollen 
80 
160 
— 
Rotkohl 
10 
150 220 
Grünkohl 
10 
160220 
Weißkohl 
10 
180 
200 
Blumenkohl 
30 
100 
— 
Wirsigkohl 
10 
260 
— 
Eier, für 15 Stück 
115 
200 240 
Pfg. 
di, 
240 
100 
100 
20 
20 
40 
20 
200 
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