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Periodical volume Nr. 296, 17.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Weise wahrgenommen, bei gewissenlosen Pflegeeltern oft 
sogar vernachlässigt und stark gefährdet. Vielfach werden 
die Kinder zu dauernden Erpressungen benutzt. Die oft 
besprochene Engelmacherei ist weniger von gewerbsmäßigen 
Pflegefrauen zu befürchten, als von Personen, die Kinder 
gegen eine einnialige Abfindungssumme in Pflege nehmen 
und nur Interesse haben, sich solcher Kinder bald wieder zu 
entledigen. Einige deutsche Zeitungen lehnten die Auf 
nahme von Inseraten, die den Verdacht einer Kinderaus- 
nntzung aufkommen lassen, grundsätzlich ab. 
o Der .Kindergottesdienst der Kirche „Zum guten 
Hirten" feiert das Weihnachtsfest morgen Donnerstag, dem 
IS. Dezember, Abends 0 ilhr im kirchlichen Gemeindehaus, 
worauf wir hierniit nochmals hinweisen. 
o Falsche Fünfmarkstücke. Seit einigen Tagen 
werden in Großberlin zahlreiche falsche Fünfmarkstücke be 
obachtet, die das Münzzeichen A und die Jahreszahl 1907 
tragen. Sie sind leicht erkennbar an der mangelhaften 
Prägung des Adlers, fühlen sich fettig an- und zeigen die 
bekannte bläuliche Färbung. 
o Der Deutsche .Käuferbund, Geschäftsstelle Berlin- 
Friedenau, Rubensstr. 37. veranstaltet am Mittwoch, deü 
17. Tezeinbcr, abends 80, Ühr, in der Zentralstelle für 
Volkswohlsahrt, Aug burgerstr. 61, eine Versammlung. Nach 
der Erledigung verschiedener Vereinsangelegenheiten wird 
Frau Müller-Oestreich einen Vortrag halten über die Ver 
handlungen der 2. Internationalen Konferenz der Käufer 
bünde. Gäste willkommen! 
o Der Verein der Gast- und Schankwirte hält seine 
Weihnachtsfeier morgen Donnerstag Abend 0 Uhr im 
großen Saale des „Kaiser Wilhelm-Garten" ab. Von 
Kindern der Mitglieder wird ein Weihnachtsspiel ausgeführt. 
o Der D.-M.-K. vereinigte kürzlich seine Mitglieder 
mit ihren Damen in den Jacob Knoop'schen Weinstuben 
(Inh. Fritz Drogies), Bahnhosstr. 3, zu einer Jubiläums 
feier mit Festessen. Es galt, den zweiten Vorsitzenden, 
Herrn Richter, zu ehren, der 10 Jahre lang ununterbrochen 
dem Vorstände der Gesellschaft angehört. In stilvoller 
Weise waren die Tafeln gedeckt und mit Blumen geschmückt. 
Der Platz des Jubilars war mit Girlanden bekränzt. Nach 
einer kurzen Begrüßungsansprache seitens des Vorsitzenden 
Herrn Feldberg begann das -Essen. Die Speisenfolge war 
folgende: Vorspeise ü Irr Tiplomate — Klare Schildkröten 
suppe — Englischer Hammelbraten rr Irr stretouuo — 
Helgoländer Hummer ä Irr l’ameiicain — Brüsseler Poularde, 
eingemachte Früchte, Salat — Riesen - Spargel mit ge 
schlagener Butter — Eis rr Irr Mikado — Käse und Butter 
— Dessert. Das unter persönlicher Leitung von Frau 
Drogies hergerichtete Mahl mundete allen vorzüglich und 
schaffte nebst dem vorzüglichen Knoop'schen Tropfen recht 
bald eine gemütliche Stimmung. Die liebenswürdige 
Wirtin wurde wiederholt in den Saal gerufen, um die 
Lobsprüche der Festteilnehmer entgegenzunehmen. Ter Vor 
sitzende brachte ihr auch ein Hoch dar. Die Festrede, die 
in ein Hoch aus den Jubilar ausl.'ang, hielt Herr Krüger. 
Dem Festmahle folgte ein gemütliches Tauzkränzchen. In 
höchst fideler Sti:n ■ r j dehnte sich die schöne Feier bis 
zum Morgengrauen uns. — Bei dieser Gelegenheit möchten 
wir nicht verfehlen, wiederholt auf die Knoop'schen Wein 
stuben a's vorzüglich geeignet für Hochzeiten und Gesell 
schaften aufmerksam zu machen. Zum Weihnachtsseste sowie 
zu Neujahr wird mancher nach einem gemütlichen Lokal 
Ausschau halten. Ta die Knoop'schen Weinstuben an diesen 
Tagen stets überfüllt waren, so empfehlen wir, Tische 
voraus zu bestellen. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, 
daß die beliebten Knoop'schen Weine durch Herrn Drogies 
zu Originalpreisen auch außer dem Hause verkauft werden. 
o Tie Weihnachtsfeier des Evangelischen Juug- 
frauenvereins findet am Sonntag, dem 21. Dezember. 
Abends 7>/z Uhr im Gemeindehaussaal, Kaiserallee 76a 
statt. Programme, die zum Eintritt berechtigen, sind zum 
Preise von 20 Pfg. im Papiergeschäft von Kossakowski, 
Schmargendorferstr. 35, erhältlich. 
o Die grosse Frechheit der Hausierer, über welche 
besonders die westlichen und südwestlichen Orte Groß-Berlins 
zu klagen haben, hat gestern Veranlassung zu einem Ueber- 
sall auf einen Hauswart gegeben, dem letzterer zum Opfer 
fiel. In dem Hause Regensburger Str. 10a in Schöneberg 
war seit längerer Zeit der 80 Jahre alte Portier Friedrich 
Müllenstedt angestellt, der seit Monaten einen hartnäckigen 
Kampf gegen die Hausierer führte und sich aus diesem 
Grunde den grimmigen Haß dieser Leute zugezogen halte. 
Gestern Nachmittag erschien der Lumpenhändler Klechewski 
in. Hofe. Auch er wurde von M. vom Hof gewiesen und 
entfernte sich unter wüsten Drohungen. Eine halbe Schinde 
später kam er in Begleitung dreier anderer Lumpenhändler, 
der Brüder Schubert und eines Genz, wieder, um im Haus 
flur zu sk-mdalicren. Mit einen Gummischlauch bewaffnet, 
stürzte Müllenstaedt aus der Portierloge und verwies die 
Leute aus dem Hause. Zwischen ihm und den vier Ein 
dringlingen entstand ein Streit, in dessen Verlauf die vier 
über M. herfielen. Die Nichte des Portiers eilte auf die 
Straße um einen Schutzmann zu holen. Unterdessen 
dauerte der Streit unter den fünf Männern fort, bis M. 
plötzlich leblos zu Boden sank. Die Lumpenhändler 
schleppten ihn nun in seine Loge, warfen ihn dort auf den 
Boden, verschlossen hinter ihm die Tür und entfernten sich 
Als sie auf der-- Straße angelangt waren, erschien die 
Nichte in Begleitung eines Schutzmannes, der die vier 
Männer festnahm. 
o Flüchtiger Hypothekenschwindlcr. Ter angebliche 
Rcgierungsbaunieister Max Leusch, der in der Güntzelstr. 15 
in Wilmersdorf eine elegpnt eingerichtete Wohnung inne 
hatte. schädigte mit seinem Spießgesellen Freier, einem 
Agenten aus der Pfalzburger Straße, zahlreiche Hausbesitzer 
in Schöneberz, Wilmersdorf und anderen westlichen Vor 
orten um Summen bis zu 2000 M Nachdem in den 
letzten Tagen bei der Schöneberger Kriminalpolizei zahl 
reiche Anzeigen gegen L. eingelaufen waren, oxdnete die 
Behörde eine Haussuchung bei Leusch an. die so erhebliches 
belastendes Material zutage förderte, daß zur Verhaftung 
des Schwindlers geschritten rverden sollte. Um der Ver 
haftung zu entgehen, ist Leusch mit seiner Geliebten ent 
flohen und hat seine Familie hier zurückgelassen. Der 
Schwindler ist offenbar bereits nach dem Auslande ent 
kommen. 
o Ungetreuer Vereinsbeamter. Der Kassierer des 
Sparvereins „Solide", der Hausdiener Ernst Kohn, Rhein 
straße 66, ist mit den Spargeldern des Vereins, die 1700 
Mark betragen haben sollen, geflüchtet. Es sind durch die 
Veruntreuung viele kleine Leute geschädigt worden. K. soll 
das Geld zu Rennwetten verwendet haben. 
o Einbruchsdiebstähle. Gestern sind hier drei Ein 
bruchsdiebstähle verübt worden; in zwei Fällen konnten die 
Täter ergriffen werden. Der erste Einbruch wurde gestern 
Mittag cm Hause des Herrn Topolinski am Schillcrplatz 
verübt. Ter Dieb wurde bemerkt und flüchtete nach der l 
Stubenrauchstraße, wo er über den Zaun des Grundstücks 
Slubenrauchstr. 7 kletterte und nach der Goßlerstraße zu 
entkam. Unsere gestrige Mitteilung, daß in der Villa der 
Frau Wwe. Ludewig eingebrochen wurde, beruht auf' einem 
Irrtum; es ist dort nichts gestohlen worden. — Gestern Nach 
mittag gegen 3 Uhr öffnete ein Spitzbbicbe die Boden 
kammern des Hauses Lauterstr. 14/15. Er entwendete einen 
Koffer mit wertvollem Inhalt, wurde jedoch überrascht, 
festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Es stellte 
heraus, dnß man einen gewerbsmäßigen Berliner Ein 
brecher erwischt hatte. Er wurde nach dem Berliner Polizei 
präsidium gebracht. — In der vergangenen Nacht zer- 
trümmmerte ein Dieb die Schaufensterscheibe des Delikateß- 
geschäfls von Thürmann, Südwestkorso 12, und stahl Wurst 
und andere Eßwaren. Ein Polizeibeamter bemerkte die 
aus der Tasche .hervorlugenden Würste und schritt daher zur 
Festnahme des Spitzbuben. Auf der Polizeiwache wurde 
er als der „Arbeiter" Behrendt von hier festgestellt. Auch 
er mußte nach dem Berliner Polizeipräsidium wandern. 
o Polizeibericht. Als gefunden sind hier angemeldet 
worden: 1 Brosche, 1 Paar Handschuhe, 1 Kindersübel; 1 
Kinderpelerine, 1 Jnoaliden-Quiltungskarte, 1 Damenuhr. 
Tie rechtmäßigen Eigen!üiner vorbenannter Gegenstände 
werden aufgefordert, ihre Einsprüche binnen Jahresfrist im 
hiesigen Fundbüro, Feurn ttraße 7, Zimmer 6, geltend zu 
I machen, da sonst anderweil darüber verfügt werden wird. 
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Am Donnerstag tagen: 
„Friedenauer Männer-Eesangverein 1875", llcbungsstunden 
9 — 11 Uhr im „Hohcilzollcrn". Dirigent: Musikdirektor PcNil Antoni. 
Kegelklub „Friedenau 1000" (Mitglied des Verbandes Berliner 
Kegelklubs E. B.) kegelt jeden Donnerstag von 8'-',—12 Uhr Abends 
auf 2 vorschriftsmäßigen Verbandsbahnen im Keglerheim Lauter 
platz-Casino, Hauptstr. 80 
Lckoneberg 
— o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das 
Hähnelstraße 6, Ecke Stierstraße 6 belegene, auf den 
Namen der Bodengesellschaft des Westens mit beschränkter 
Haftung zn Berlin-Schöneberg, Hähnclstr. 6, eingetragene 
Grundstück am 11. Februar 1914, Vormittags 10 Uhr. 
versteigert werden. Das Grundstück ist bei einem Gebäude 
steuernutzungswert von 15 600 Mark zu 624 M. jährlicher 
Gebändestener veranlagt. — Im Wegs der Zwangsvoll 
streckung soll das Hähnelsrr. 12 und Hähnelstraße belegene, 
auf den Namen der offenen Handelsgesellschaft in Firma 
Großkopf und Schulz, Bamischlerei zu Ortelsburg, Zweig 
niederlassung in Berlin-Schöneberg, jetzt in Liquidation ein 
getragene Grundstück am 10. Februar 1914, Vormittags 
11V 2 Uhr, versteigert werden. Das Grundstück ist mit' 
einem jährlichen Nutzungswert von 10 630 M. vermerkt. 
Berlin und Vororte 
§o Werkmeisters Kunstsalön, Berlin W 8, Kronenstr. 58, 
bringt neben der graphischen Ausstellung eine besondere 
Ausstellung von Original-Gemälden, Silhoutten und 
Aquarellen folgender Künstler: E. Ankermann, E. de Beaulien, 
B. Bielefeld, W. Blanke, A. Bücher, H. Böhmer. C. A. Brendel, 
W. Buhe, E. Büttner, L. Tanziger, G- Delhlefs, F. Douzette, 
M. Frost, G. Gelte, E. Gentzel, F. Genntat, M Gilden 
meister A. Glatte, Gumlich-Kempff, C Gumpertz, H. Hartigs 
K. Hassenkamp, A. HMeraer, R. Hellgrewe, K. Hennemann, 
C. E. Renlschel. C. Mßmert, G. Hofer, C. Junge, Kayser, 
Eichberg, H. Klohse, H. Köcke, Prof. L. Kolitz, Louis 
Lejeune, E. Lengniek, E. Lischke, Prof. A. Moorbutter, 
Erich Müller, Müller - Brighel, E. Nelson, L. Nickläß, 
A. Propp, CH. Rollius, G. Scheu, C. C. Schirm, Mai 
Schiichling, W. Sewohl, Prof. H. Sperling, M Stühmke- 
Thietje, Franz Tünke. Prof. P. Vorgang, A. Weinhagen, 
R. Wellmann, K. Wolfs u. v. a. Einlritt frei. 
Vermischtem 
*o Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wenn man die alten 
Pastcllbildchen zur Zeit der Revolution oder vielleicht noch etwas 
früher bewundert, fällt uns die Weiße der Haut und das frische 
Kolorit auf. Diese zarten, lieblichen Gesichter unter den dusligen, 
turmhohen Frisuren gefallen uns so, daß wir kühn behaupten: Dje 
Frau von damals sei scköncr gewesen. Aber man irrt sich gewaltig, 
die frischen Farben, die Fülle des Haares und die sein gezeichneten 
Brauen sind Täuschungen. Zu keiner Zeit gehörte das Schminken 
und die falschen Haare so zu dem Allläglichen wie damals. Äas 
hohe, gepuderte Haar ließ d(n Teint bleich erscheinen und nach be 
endeter Frisur »ahm Madame Pinselchen und Farbnäpfchen rnid 
begann sich anzustreichen. Die Wangen wurden kräftig roi gemalt, 
man hatte mindestens 8 . t2,.verschledene.Sorten,..die oft recht teüer 
waren. Das Rot mußte bis zu den Wimpern reichen, da es.'so 
den Blick glänzender.Machen sollte^. Den. ÄligenhcauLN gab mm 
mit schwarzer Farbe die gewünschte Form rind Breite. Das übrige 
Olesichl wurde dicht mit Weiß belegt und mit blauer Farbe zeicknete 
man die Aederchen auf, die zur Feinheit der Harit gehören. Sluit 
wissen wir wie cs kommt, daß oiese Danien alle so niedliche 
Puppenköpfchen baben, urn hie sie wohl manche moderne Schöne 
beneidet hat. Ob uns nun nicht unsere dunkelgetönte natürliche 
Hautfarbe und unsere, sich schlickt um den Kopf legenden Frisuren 
besser gefallen? Ich glaube, besser paßk es schon zn uns; wenn 
man bedenkt, daß die jetzige sport- und wanderlustige Damen 
welt 'bei dem ersten, schüchternen Regentröpfchen unter ein 
schützendes Dach flüchten müßte, dainit der „Anstrich" nicht abge- 
waschen wird. ' 
Anzeigen für die sonntags Nummer 
bitten wir rechtzeitig, möglichst bis Fktltllg Abend, 
der Geschäftsstelle, Rheinstr. 15, einzureichen. Nur 
bei frühzeitiger Aufgabe der Anzeigen können 
Wünsche betr. Plazierung Berücksichtigung finden. 
Verantwortliche:Schriktleiter Hermann Martinius Friedenau. 
Hierzu eine Beilage. 
jiinjnonj, sofort vi rlangt. 
M iduugen vou 9 1 und 
4—8 in unserer fersonal- 
Vrrw.il'u g, lll .Ktage 
KautaisstiWeslens ‘.-s 
1ERI IN . rr.oL»'r.v"8!* 21^241 
saasB«i53»t!taagaa83 
FodfBPinnen I 
tüchtig und geübt, unn S 
Kinpack *n nndKnntrollinren 
von Waren an Kassen so 
fort verlaust. M 14 nagen 
von 9—! und 4—8 USir in 
un:er !’• rsnnal-Verwaltung, 
III. Ftnao. 
Kaufhaus «esWestens?. ?, 
■’ERLiN W. Taiiüntziensll 21 241 
Slädtisrhe Arbeitsamt 
Berlin-Schöneberg 
(Irunewaldstr^sse 19 
teke Schwäbische Str. 13 14. 
Fernsprecher Amt Nollendorf 
Xr. 230 und 231. 
Gemeinnützige Lehretellenver 
mittlung. Unentgeltlich für 
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Behrendt, Elldwestklirso i- 
vermifltzte Hurcigen 
j 
Normikrt fcit schw Katze, 
«bllUliPl a. Hals u. Bauch weiß. 
Fleck, Wiederbringer gute Be 
lohnung. ob lebendig oder tot. 
Schmargendorferstr. 33. [10551 
Buchhalter, erfahr, älter., übern, 
tage- it. stundenweise Ordnen der 
Bücher. Rerrodt, Cranachstr. ä7. 
Latster- u Potsterarbeiteu soivic 
\J II eberziehen von Schaukelpferden 
rührt aus sl0k:97 
K arl Cirichtol, Lauterstr. 3s. 
’■ bschrifteu, Vervielfälti 
gungen, crakt urid billig 
.Olivek-Siubc, Steglitz 1432. 
Peschkeftr. 9. [10137
        
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