Path:
Periodical volume Nr. 9, 10.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Besucher durch das Personal bedient. Bei irgend welchen 
Wünschen verlange man nur den Herrn Direktor zn sprechen, 
der bemüht ist, jedem Wunsche Rechnung zu tragen. 
o Dichterischer Erfolg einer Z-riedenauer Schrift 
stellerin. „Tie Leipziger Kinderschlacht" oder „Wie Marschall 
Vorwärts vom Weihnachtszauber besiegt wird", betitelt sich 
ein vaterländisches Weihnachtsspiel in zwei Aufzügen aus 
der Feder unserer Mitbürgerin Marie Görlich-Hindersin, 
welches anläßlich der Weihnachtsfeier der Heilig-Kreuz- 
Gemeinde zu Berlin in den Kammersälen erfolgreich seine 
Uraufführung erlebte. Frau Marie Görlich-Hindersin ist die 
Mutter des bekannten und feinsinnigen Bühnenschriftstellers 
Martin Görlich-Hindersin, der ebenfalls Friedenauer Bürger 
ist. — Was das reizende Weihnachtsspiel „Die Leipziger 
Kinderschlacht" in feinsinniger Weise vor minderwertigen 
Weihnachtsstücken und allem auszeichnet, ist, daß es frei 
von aller Schablone mit dichterischem Können in form 
vollendeter und schöner Sprache geschrieben ist. Ueber dem 
Ganzen liegt der stimmungsvolle Zauber der Weihnacht, 
welcher auch uns Aeltere immer wieder packt, wenn wir 
uns einmal herausreißen aus den Sorgen des Alltags und 
uns zurückversetzen in unsere eigene Jugendzeit, in das 
Weihnachtsfest unserer Kindheit. — Wie die „modernen" 
Kinder begeistert durch die Jahrhundertfeier nur noch von 
Blücher und den anderen Helden der Befreiungskriege und 
nichts mehr vom Weihnachtsmann wissen wollen, und 
schließlich doch durch Knecht Rupprecht in eigenster Person 
bei aller Vaterlandsliebe und Begeistening für die Helden 
von 1813 feierlich in den Bann der Weihnacht gezogen 
werden, das alles wird von der Dichterin in schönen 
poetischen Bildern mit starker dramatischer Kraft geschildert. 
Dankbaren Herzens nahmen wir jenes weihevolle Gefühl 
mit nach Haus. welches uns in unseren Kindertagen oft 
beseelt. — Das Stück wurde sehr hübsch dargestellt, 
namentlich der „kleine" Blücher verdient hervorgehoben zu 
werden. Herrn Pastor Ostrowski in der Heilig-Kreuz- 
Gemeinde gebührt unumschränktes Lob für die würdige 
Inszenierung des Weihnachtsspieles, sowie für die ganze 
Veranstaltung, die noch mancherlei Schönes bot. Besonderen 
Beifall erntete das jugendliche Fräulein Hilda Liebisch für 
den verständigen und talentvollen Vortrag des bekannten 
Rückertschen Gedichtes Johanna Stegen. 6. 
o Friedrich Kaystler, Deutschlands hervorragendster 
Charakterdarsteller, tritt zum ersten Male im Film von 
morgen ab in den „Hohenzollernlichtsp ielen", Hand- 
jerystr. 64, auf und zwar in der großen Tragödie in fünf 
Akten „ ... die sterben, wenn sie lieben." Der Titel ist dem 
bekannten Gedicht Heinrich Heine's „Der Asrah" entnommen. 
Das Filwiverk ist von dem bewährten Dramaturgen Carl 
Schön selb entworfen und verfaßt, sowie auch iu Szene 
gesetzt worden und stellt den Lebensroman eines durch 
leidenschaftliche Liebe zu einer Frau in schwere Gewissens 
konflikte geratenen Künstlers dar. Ter Ausbau des Stoffes, 
das richtige Ermessen der für die sich steigernde Spannung 
notwendigen Handlung sind in diesem Werke meisterhaft 
durchgeführt worden. Friedrich Kayler, der bedeutende und 
beliebte Charakterdarstrll-r, der nach seinenr erfolgreichen 
Gastspiel in Wien a i, Berliner Lessing-Theater bei der Ur 
aufführung in Ibsens „Peer Ginl" die Titelrolle mit großem 
Erfolg gespielt hat, ist zum erstenmal als Filmdarsteller in 
dieser Filmtragödie aufgetreten, und man kann die große 
künstlerische Gestaltungskraft und Eigenart des Künstlers 
auf dem Film beinahe noch größer als auf der Bühne be 
zeichnen. Neben Friedrich Kayßler wird die weibliche 
Hauptrolle durch die bekannte Tragödin Helene Lanere, zu 
letzt am Komödienhaus in Berlin, mit großem Erfolg dar 
gestellt. Das Wesen und die Erscheinung der geschätzten 
Künstlerin machen sie zweifellos für die Filmdarstellung be 
sonders in dieser Tragödie in außerordentlichem Maße ge 
eignet. Carl Schönfeld, der Verfasser und Regisseur dieser 
großen Filmdragödie, ist einer der bekanntesten Regisseure 
Bekamt tmachnng. 
In Zeitungsberichten und Flugblättern sowie bei Versammlungen 
von Hausbesitzervereinen ist in letzter Zeit wiederholt hervorgehoben 
worden, daß infolge einer Kammergerichtsentscheidung vom 9. Oktober 
1913 die Kehrbezirkseinrichtung aufgehoben, und daß niemand mehr 
verpflichtet sei seine. Schornsteine und Feuerungsanlagen durch den 
amtlich bestellten Kehrmeister reinigen zu lassen. 
Diese Behauptung beruht auf einer irrtümlichen Auffassung des 
angezogenen Urteils. In diesem wird ausdrücklich gesagt, daß die 
Einrichtuug der Kehrbeznke durch Gesetz gesckaffen ist, und daß die 
Polizei, zu deren Obliegenheiten die Fürsorge gegen Feuersgesahr 
gehört, vorschreiben kann, daß zu einer bestimmten Zeit durch die 
von ihr bestimmten BezittsschornsteinsegermeisteraUe Feuerungsanlagen 
gereinigt werden. Unzulässig wäre es allein, wenn verboten würde 
was im Kreise Teltow nicht geschehen ist —. a ßer den polizeilich 
vorgeschriebenen Reinigungen durck, die Bezirksschvrnsteinfeger noch 
weitere durch andere Meister bewirken zu lassen. 
Ich weise daher alle Beteiligten darauf hin, daß die Kreispolizei- 
verordnung vom 14. April 1908 (Kr.-Bl. Nr. 94) weiter zu recht be 
steht, und daß die Hauseigentümer sich strafbar machen, welche die 
darin vorgeschriebenen Reinigungen nicht durch den Schornsteinfeger 
meister des Bezirks ausführen lassen. Daneben steht es nach wie 
vor jeden! frei, weitere Reinigungen einem beliebigen Meister zu 
».^ertragen. 
Berlin, den -9. November 1913. 
Tor Landrat des Kreises Teltow. v. Achenbach. 
Veröffentlicht: 
Berlin-Friedenau, d->r> 12. Dezember 1918. 
Der Amtsvorsteher. 
Mklbeiirag 
und BermögenrerllSrmig. 
Prattilcher Ratgeber mit zahlreichen pratt. Beispielen 
van A. Lachmmb. Königs. Steuersekretör. in Breslau. 
Die Bestimürungen der Aussührungsanweisungen 
sind in dem Nrztqeber berücksichtigt. 
Zu beziehen durch A. Lachmund; Verlag Breslau 1, Postlach. 
Preis 2,19 Mark, Nachnahme 2,40 Mark. 
Prinzeßröcke, Unterröcke. Hemden Anesinffufsn 
und Unterlaillen ditekt aus der LlUbtlLssktU», 
Arbeitsstube Menzlttstr. 91-92 
Harth 11', Mitleltük. [10465 
welche auch neu 
anfertigt, sucht 
[Wig. Spiekermann. 
"efÄrestr? 18 Garth. iV. 
und Schriftsteller der deutschen Theaterwelt, der sich iu seiner 
langjährigen Bühneiitätigkeit die Liebe und Verehrung des 
Publikums fast aller größeren Städte Deutschlands und 
Oestereichs erwarben. In diesem Werke führt er die Film 
kunst zur VoUendulig. Ter großartige Film ist 2 Kilo 
meter lang. Trotz der erheblichen Unkosten sind keine 
höheren Eintrittspreise. Also: Auf ins Hohenzollern! 
o Wintergewitter. Ein Weiter, wie wir es höchst 
selten in dieser Jahreszeit antreffen, war das am gestrigen 
Sonntage. Regen und Sturm den ganzen Tag über und 
am Nachmittage ein Gewitter mit Hagelschlag. Erst gegen 
Abend wurde die Lust klar, aber der Wind wehte noch bis 
tief in die Nacht hinein mit großer Heftigkeit. Das sich 
kurz nach 3 Uhr entladende Gewitter bot auch den seltenen 
Anblick eines Kugelblitzes. Hierüber wird uns geschrieben: 
„Ich stand ans dem Wannseebahnhof Friedenau, als 
während des Unwetters wenige Minuten nach 3V 4 Uhr der 
Himmel in bläulichem Lichte aufleuchtete und ein großer 
feuriger Kugelblitz über dem Siidgclände einen grellen 
Schein in die eigenartig abgetönte Atmosphäre hinein 
brachte. Die seltsame Erscheinung, die auf alle einen großen 
Eindruck machte, schien unmittelbar, nachdem er durch die 
Häuser der Rembrandtstraße unseren Blicken entzogen war, 
anseinaiiderzuplatzen." — Der Sturm hat hier an den 
Häusern mehrfach Schaden ckngerichtet. An der Ecke 
Goßler- und Stubenrauchstraße drückte er die große Schau 
fensterscheibe des Ladens der Schlächterei Grothe ein. 
o Betriebsstörung ans der Hochbahn. Auf der 
Hochbahn entstand Sonnabend Nachmittag um 3% Uhr auf 
der Strecke zwischen den Bahnhöfen Schlesisches Tor und 
Oranienstraße infolge eines Zahnradbrnches eine Betriebs 
störung; der Zug wurde sofort zum Hallen gebracht. Der 
Betrieb zwischen den Bahnhöfen Kottbuser Tor und 
Warschauer Brücke mußte unterbrochen, konnte aber zwischen 
dem Gleisdreieck und dem Kottbuser Tor aufrecht erhalten 
werden; der Zugverkehr auf der West-Stadlstrecke wurde 
durch die Störung nicht in Mitleidenschaft gezogen. 
o Wem gehört die Geige'? Der rechtmäßige Besitzer 
einer ivertvollen Geige wird seitens der Schöneberger 
Kriminalpolizei gesucht. Der Besitzer hat das Instrument 
vor einiger Zeit einem Fabrikanten Heinrich, früher Philippi- 
straße 7, jetzt Wilmersdorf, Brandenburgische Straße 11, für 
ein Darlehen oder einen Wechsel in Pfand gegeben. Der 
Eigentümer wird ersucht, sich auf dem Zimmer 8 des 
Schöneberger Polizeipräsidiums zu melden. 
o „Hier sind Einbrecher auf dem Hausboden!" Mit 
diesem Rufe alarmierte gestern nacht ein Bewohner des 
Hauses Marstraße 29 die Polizeiwache des Schöneberger 
Präsidiums. Die Beamten begaben sich nach dem Haus 
boden, wo sie zwei Männer stellten, die bereits mehrere 
Koffer gepackt und zum Wegschaffen bereit hatten. Beide 
wurden festgenommen und als ein Bäckergeselle August 
Kalesse und ein Arbeiter Josef Glienicke festgestellt. Sie 
waren auf einer nächtlichen Diebessahrt über die Dächer 
begriffen und waren verwundert, zuletzt im Polizeipräsidium 
angekommen zu sein. — Ein Gegenstück passierte fast gleich 
zeitig hier in dem Hause am Siidwestkorso, in welchem 
unser Polizeikominissar, Herr Jacobi, wohnt. Während 
letzterer den Schlaf der Gerechten schlief, räumten Einbrecher 
auf dem Boden gründlich ans und entkamen mit ihrer Beute 
unbemerkt. „Vor de Polizei hab'n wir keene Bange nich — 
wenn sie schlafen bitt!" ist ja eine alte Verbrecherredensart. 
Vereins-Qachrichren 
Am Dienstag tagen: 
Stenographenverein „Stolze-Schrey". '/,0 Uhr in der Gemeinde- 
Mädchenschule, Goßlerstraße. Diktatschreiben in verschiedenen Ab- 
teilungen. 
Schömberg 
— o Ueber das Vermögen des Kaufmanns Mieczlaw 
Transki aus Berlin-Schöneberg, Kaiser-Friedrichstraße 18, 
alleinigen Inhabers der Firma Alex Transki ist das Kon 
kursverfahren eröfffiet. Der Amtssekretär a. D. Karl 
Willner, Berlin-Friedenau, Handjerystr. 73, ist zum Kon 
kursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 
10. Januar 1914 bei dem Gericht anzumelden. 
Berlin und Vororte 
§o Oesfentlicher Vortrag am Institut für Meereskunde, 
Georgen »Straße 34-36. Dienstag, dem 16. Dezember, 
Professor A. Tschermak Edl. von Seysenegg-Prag: Die 
Zoologische Station in Neapel. Mit Lichtbildern und kine- 
matographischen Vorführungen. Beginn der Vorträge 8 Uhr 
Abends. Eintrittskarten zn 0,25 M. sind an dem Vortrags 
abend von 6 Uhr an in der Geschäftsstelle (Georgenstr 34-86) 
erhältlich. . 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Sturm und Gewitter reinigen die Luft und klären den 
Horizont. Hoffentlich trifft diese Wirkung auch auf meinen Artikel 
v. 10. d. Mls. und den darauf folgenden Zuschriften von seiten 
der Dienstboten zn. Aus dem Inhalte dieser schrankenlosen, ge- 
hässigen Zuschriften erkennt ja allerdings jeder, wer unsere heutigen 
Zeitverhältnisse verfolgt, welchen Motiven lind Quellen derartige 
ungezügelte Auslassungen entstammen und wohin dieselben führen 
sollen. Die Schreiberinnen aber kennzeichnen sich hierdurch ganz 
besonders selbst am deutlichste». Umsomehr füllten unsere Haus 
frauen eine Lehre daraus ziehen und meinen Mahnruf: „Haus 
frauen kämpft darum daß die Dienstboten gesetzlich gezwungen 
iverden ihren Teil an der Krankenversicherung selbst zu zahlen, 
nicht durch Abzug, andererseits „arbeitet selbst", doppelt beherzigen; 
überall geht letzteres leider nicht. Mich persönlich können die Zu 
schriften mit all den angeführten Beispielen in keiner Weise treffen, 
da in unserem Haushalt geordnete, solide Verhältnisse herrschen, 
auch Grundsatz bei uns ist, nur die besten Lebensmittel zu kaufen, 
wovon stets die Dienstboten unverringcrt und reichlich bekommen, 
sodaß man uns nachsagte, wir „mästeten" wohl und verwöhnten 
unsere Mädchen und dieses ist von guten braven Mädchen, die wir 
Gott sei Tank auch hatten — ist aber lange her — auch aner 
kannt worden, aber die wirkliche (nicht angebliche) Bergmanns- 
tvchter wurde gerade dadurch so verschwenderisch, daß sie es 
nicht für nötig hielt, llebriggebliebenes aufzuheben und solche 
Fälle kenne ich viel auch in anderen guten Haushaltungen. 
Daß es aber Haushaltungen geben sollte, die ihren Dienstboten 
verdorbene Eßwaren geben, oder gar selbst nichts zu essen hätten?!, 
sich dennoch Mädchen halten, dafür fehlt mir der Glaube, das sind 
ja haarsträubende Beschuldigungen. Oder sollte doch ein Körnchen 
Wahrheit daran sein? Tann bedauere ich die Männer, welche 
solche Frauen besitzen und diese nicht ganz energisch zwingen, selbst 
zu arbeiten. Wie viele hochgebildete Frauen, die ihren Geldver 
hältnissen nach es nicht nötig hätten die Hände zu rühren, arbeiten 
selbst, um nur nicht wieder schlimme Erfahrungen an Dienstboten 
zu machen. Es geht in den heutigen modernen Wohnungen mit 
allen Bequemlichkeiten, wie ich aus eigener Erfahrung beitätigen 
kann, sehr gut, ich beschäftige für gewisse Arbeiten alte Menschen, 
die niemand gern mehr will und ernte Freude und Dankbarkeit. 
Auch in Wohnungen ohne Bequemlichkeiten läßt sich, sofern nicht 
über 4 Zimmer sind, es ohne Mädchen einrichten. Wenn man die 
Mehrheit der heutigen Dienstboten sich von Kiichenfenster zu 
KUchensenster, mit den Portiers, in Läden, auf dem Markt und der 
Straße sich unterhalten hört, so gibts überhaupt keine anständige 
Herrschaft mehr, also wollen wir möglichst den Dienstboten ent 
gegenkommen, sie garnicht erst ins Haus nehmen, dainit sie nicht 
Tür uns arbeiten brauchen. Im übrigen haben die Zuschriften alle 
bestätigt, wie berechtigt cs ist, eine Abneigung gegen Dienstbotcn- 
halten zu bekommen. „Wenn der Bogen allzu straff gespannt wird, 
muß er doch zuletzt zerreißen." Frau LI. 8t. 
Sehr geehrter Herr Redakteur! Bitte folgende Zeilen unter 
Zuschriften zu veröffentlichen. Wozu eigentlich dieses viele hin und 
her über die Krankenversicherung? Als Dienstmädchen halte ich 
es für meine Pflicht, etwas dazu zu zahlen, denn ich glaube kaum, 
daß eine Krankheit ohne eigene Unvorsichtigkeit entsteht, und ist es 
denn so schlimm, wenn man jeden Monat 1.60 M. für seine 
Gesundheit ausgibt. Was unser Zimmer anbetrifft, kann man sich 
selbst den kleinsten Raum nett machen, wenn man nur Lust dazu 
hat. lind die Bequemlichkeit der Damen halte ich für selbstver- 
stündlich, würden ivir es anders machen, wenn wir es dazu hätten? 
Mein Vater, ein Schnuedemeister, mit großem eigenen Besitz, sagte 
immer, wenn wir einen sehr anspruchsvollen Gesellen oder Lehrling 
hatten: „Je hungriger die Laus, je schärfer beißt sie!" 
8. I'., Dienstmädchen. 
(Damit beschließen wir die Zuschriften der Dienstboten. 
Schriftleitung.) 
Äeiat.tworUnlielSchrtsUeuer firnnuun ’XUacnniua Hri-denau. 
WMMWBWWWlBBBMBBMMPBaHMBWBWMWBWW—WW - 
Bekanntmachung. 
Aus Grund der Vorschriften unter 31t 1 3 a der Bekanntmachung 
des Herrn Reichskanzlers vom 1. Marz 1890, betreffend den Betrieb 
der Bäckereien und Konditv.cien (R. G.-Bl. S. 66) und der Be 
stimmungen unter Nr. II re: An führungsanweisung des Herrn 
Ministers für Handel und Gewerbe vom 15. April 1694 (A.-Bl. 223) 
wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß zur Befriedigung 
des erhöhten Bedürfnisses für den Umfang des Kreises Teltow mit 
Ausnahme des Stadtbezirks Cövenick im Jahre 1914 am 
25. Januar, 24. und 25. Februar, 23. März, 8., 9. und 11. April, 
28. 29. und 80. Mai, 26. September, 24. Oktober, 17. und 
und 21. November, 21., 22, 23, 24 , 30. und 31 Dezember. 
Ueberarbcit in den Bäckereien und Konditoreien gestattet ist. 
Hierbei ist zu beachten, daß. mit Ausnahme des Tages vor 
Ostern und Pfingsten, auch an den für Ueberarbeit freigebenen Tagen 
zwischen den Arbeitsschichlen den Gehilfen eine ununterbrochene Rühe 
von mindestens 8 Stunden, den Lehrlingen eine solche von mindestens 
10 Stunden im ersten und von mindestens 9 Stunden im zweiten 
L.hrjahre gewährt werden muß. 
Berlin, den 25. November 1913. 
Ter Landrat des Kreises Teltow, v. Achenbach. 
Veröffentlicht: 
Berlin-Friedenau, den 12. Dezember 1913. 
Der Amtsoorsteher. 
Statt besonderer Anzeigen! 
Am 13. d. Mts. entschlief sanft an einem Herzleiden 
meine gute Schwester, unsere liebe Verwandte und 
allseitig verehrte Freundin 
Frau Agnes iürgensen g eb rum 
Dies zeigt tiefbetrübt an 
Frau Emma Stieber. 
Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 17. d M., 
Nachm. 2 Uhr von der Halle des hies. Friedh. aus statt. 
\ Räthe Klingsporn ] 
' Erich Burberg ' 
Verlobte 
Berlin-Friedenau 
Mettmann (Rheinland), l/j 
Md- ii. SHlmMea, 
Hüten u. Manien 
kauft zum höchsten Preise (7190 
Heinr. Decker 
Steglitz, Biümarckstr. 7-1. 
ÜB- II. Müll! E""* 
Kirchstr 6. 
Möbeln 
Tischlerei H. Wunder. 
Iißiws S6;: 
* gen kleine Teil- 
Zahlungen Walter Kundt, 
Steglitz, Mommlenstr. 10. 
Grammophon verkauft Portier, 
Ringstr. 37, Abends. [10506 
Massiv., sehr gut. Nußbaum- 
Büfett, gern. Peluch.-Garn. ev. 
Sofa, all billig zu verk. (10547 
Laabacherstr. 3 III links. 
Nähmaschine (Singer, Ringschiff), 
gut erh, preisw. zu verk. König 
Schwalbacherstr. 14, 2. Aufg. II. 
Bern. Schlittschuh, Busch 
album zu verk. [ 10549 
’ Albestr. 10, I r. 
(Sieg. Frackanzug, schwarz. Nock 
für gr., schlanke Figur, fast neu, 
zu verk. Näh. in der Exp. d. Bl. 
Zu verkaufen Kaufladen, Schüler- 
pult, Aquarium mit Ständer, 
r0554] Pardon, Begasstr 8. 
Gelegenheitskänfe, billig, Ball- 
nnd Tanzstnndenkleider. [10563 
Brünnhildestr. 7, pari, rechts. 
Piano, gebraucht, verk. Neumann, 
Rheinstratze 1,8. (10565 
gut erhalten, für 80 M. 
,, verkäuflich. • [10552 
Menzelstr. 17, IT rechts. 
Köchinnen, Hausmädchen jeder 
Irt, auch Aushilfen linden 
kostenlos Siedlung durch das 
Städtische Arbeitsamt 
Schosleberg mt* 
Grüne waldstraaso 19. 
IT« t lifiTim im 'mm i ■ 
Gesucht für Vormittag, tüchtiges 
Mädchen oder Frau, ohne Anhang. 
Engser, Kaiserallee 103», III. 
Städtische Arbeitsamt 
Berlin-Schöneberg 
GrunewaldstrassQ 19 
Ecke Schwäbische Str. 13/14. 
Fernsprecher Amt Kollendorf 
Nr. 230 und 231. 
Gemeinnützige Lehrstellenver- 
miltlung. Unentgeltlich für 
Lehrhrrrn und Lehrlinge. 
(Knaben und Mädchen) 
Zuverlass. Auskunftssteüe über 
al e Berufe. Berufsberatung. 
Kinderloses Ehepaar s. Portierst, 
im Herrschaftlichen Hanse. Off. 
unter öl. Sö.» an die Expeo. d Bl. 
Suche z. I. Jan. PortiersteUe i. 
b. H. Bin mit all. vertr., kinderl. 
1. St. 5 I, 2. St. 3 /, I. [10548 
R. Graste, Frd.. Bismarckstr. k>. 
Best'., jg. Mädchen v. außerh. 
s. Stell, sogl. od. 1 Jan., wo Ge 
legenheit z. Kochen gegeben wird. 
Off. G. N. 15 postl. Fried., Niedskr. 
ömntsajteHnzeigan 
bhbbbm— 
Vermißt seit Sonntag schwarze 
Katze, am Hals und Bauch weißen 
Fleck, Wiederbringer gute Be-, 
lohnung, ob lebendig oder tot. 
Schmargendorferftr. 28. [10551 
Höchste Beleihung 
öon Möbeln,Nähmasch., Pianos, 
Waren all. Branchen. Steglitzer 
Lombard-Speicher, Albrecht &. 
(5o.,Vüro Schloßstr. 68. Tel. 796. 
Vertretcrbesuch.Strengft.DlSkret.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.