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Periodical volume Nr. 3, 03.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

2. Bkllagr zn Nr 293 des .Krikdeuaver Lokal-Avzriger. 
Sonntag, den 14. Dezember 1913. 
TuIcKriflen 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Zur Besprengung der 'Asphaltstraßen. 
ES wird jeden erfreuen, daß dis Gemeinde die Asphaltstraßen, 
so lange dies noch vor dem Winter angeht, fleißig besprengen 
läßt, aber auch hierbei kann das Uebermaß Aerger bringen. Unbe 
kümmert um die Wetterlage^ und Feuchtigkeit spannen die Kutscher 
an, füllen die Fässer und taffen Wasser heraus, wiewohl die Straßen 
manchmal schon etliche Zentimeter Wasser haben und also die 
Gummiwalzen zum Waschen der Straßen ausreichen. Wozu in 
solchen Fällen noch diese unnütze Wasserverqeudung, die doch für 
die Passanten nur Belästigungen herbeiführt? Es ivird nötig sein, 
die Kutscher in diesem Sinne za belehren uitd prüfend Augenmerk 
auf sie zri richten. Brüggemann, Ringstc. 27. 
Tie beiden, von Dienstmädchen eingegangenen Antworten in 
der gest igen Nummer des „Fr. Lokat-Änz." auf die Zuschrift der 
Frau M. am 10. b. M. veranlassen eine ältere Hausfrau Frie 
denaus auch heute das Wort zu ergreifen. Dieselbe zählt zu den 
Hausfrauen, die den angejührten Bibelspruch: „Liebe Deinen 
Nä.gstcn, ivie Dich selbst" zum Leitmotiv ihres Lebens machte, und 
nicht nur für ihre Familie selbst, sondern auch für die Arbeits 
kräfte in ihrem Hause das Leben zum angenehmen, aber auch er 
ziehlichen für die spätere Zukunft zu gestalten, bemüht war. Trotz 
dem ist sie in den letzten Jahren zu einein betrübenden Resultat 
gelangt: „Die jetzigen Ansprüche, die von den Dienenden gestellt 
weiden, beginnend des Morgens mit gestrichenen Weißbrötchen, 
während die Familie — höhere Beamtenfaunlie — sich allzeit die 
frischen, knusperigen Brötchelt ohne Zutat ivohl munden ließ, feru.r 
lie geschraubten andern Ansprüche, sowohl an Lohn ohne die ge 
forderten Arbeiten zu verstehen, geschweige denn sauber und pünkt 
lich zu leisten, ferner an Kostgeld, wenn die FerienerholuugSreiss 
der Familie geplant wird (man verlangte von mir bereits H50 M. 
pro Tag) ferner die Rücksichtslosigkeit vieler Mädchen an den freien 
Sonntagen die vereinbarte Heimkehrstunde 11 —>i.!2 Uhr (zuge 
standen wird längeres Ausbleiben bei besonderen' Gelegenheiten, 
wiederholt zu überschreiten. Alles dieses vereint, noch dazu dis 
mangelnde Sparsamkeit in der Herrschaft Interesse, machen, daß 
die Dienstboten es selbst verschulden, wenn sie nicht mehr gern im 
Hause gesehen werden. Tie bescheidenen, hilfreichen, im Interesse 
ihrer Herrschaft bemühten, sind seltene Ausnahmen und jede ver 
ständige Hausfrau wird sie zu schätzen wissen. Ta in dieser Weise das 
Verhältnis zwischen Hausstand und Dienstboten schon lange aus die 
schiefe Ebene geraten ist, so ist es voll begreiftid), wenn sich jetzt bei 
Besprechung der Krankenversicherung der Dienstboten die Hans- 
trauen endlich anfangen zu rühren, daß die Mehrkosten, die dem 
Haushalte in der Jetztzeit nicht nur durch steigende Lebensmittel-, 
WohnungS-, Wäjchepreise, Steuern usw., sondern auch durch un 
gelerntes, dabei doch hohen Loh» beanspruchendes, für einen 
besieren Haushalt ganz ungeeignetes Dienstpersonal erwachsen, 
nicht noch abermals durch Zahlen des ganzen Krankengeldes in 
die Höhe geschraubt werden. Warum geht die Fassung des dem 
nächst in Kraft tretenden Gesetzes dahin, daß die Herrschaft be 
rechtigt sei. das Krankengeld u:t 3 S des Betrages vom Lohn der 
Dienenden abzuziehen, anstatt daß, laut Gesetz, die Dienenden ver 
pflichtet werden, den Beitrag, und fei es auch nur die Hälfte des 
ganzen Krankengeldes, von dem Lohne zu leisten? Es könnte ja, 
wie es schon angeregt ist, ihnen eine Art Cteuerzettel zugehen. — 
Wir Herrschaften ivollen nichts vom Lohne abziehen uno haben 
schon Schwierigkeit genug, wenu cs sieb bei dem gesetzlichen Kleben 
nnr die Zahlung der Hälfte der Inoalidenma:ken durch den Dienst 
boten handelt, lind warum? Weil die giiisittlierten Herrschaften 
den ganzen Betrog zahlen, trotzdem laut Gesetz „halb und halb" 
k>: Beitcagspflicht lautet und wenn diese jetzt bei Zahlung des 
Kranken» tocs ebenso handeln werden, teils aus Bequemlichkeit, 
teils iveil das Zahlen des ganzen Krankengeldes für sie keine Rolle 
spielt, teils ans falscher Barmherzigkeit, die mehr an Eigennutz 
meist und endlich weil sie den erzieherischen Weit, der darin liegt, 
daß die Dienenden selbst etwas von ihrem Verdienten zur 
Siche:ung in Krankheitsfällen beitragen, ganz außer Acht lassen, 
so scbäoigen sie die iniiider begürerteii Herrschaften, bei denen sich 
c n Mehr als das gesetzliche Zahlen verbietet, indem neuer Grund 
zur Unzufriedenheit in ihre Häuser getragen wird. Ich mache 
diese Bemerkung nur aus Grund iviederholt mir zu Ohren ge 
kommener Aeußerungen, die ganz außer Acht ließen, wieviel 
schiverer es oft für Lehrer, Lehrerinnen und andere dem Mittcl- 
star.de angehörende Erwerbende ist. die jeest gesetzlich von ihnen ge- 
sorderten Beiträge zrr leisten. Für ein Dienstmädchen. das 25 bis 
2S M. pro Monat Lohn bezicht und daneben alles frei hat, sodaß 
sie annähernd ein Einkommen von 950—1000 M. hat, ist es nicht 
zu schwer, nionaliich einen Beitrag von 1 M. bis l,80 M. Kranken 
geld leisten, und im etwaigen Krankheitsfälle gut verpflegt zu 
werden, iveit schwerer oft für Herrschaften, die mit Mühe und Sorge 
ihre Kinder aufziehen müssen, die Zahlung des ganzen Kranken- 
gildes aufzubringen oder aberinals erhöhte Löhne zu zahlen. Gern 
möchte ich nrir zum Schlüsse den Vorschlag erlauben, um unsere 
dienende Klasse nicht zu sehr zu belasten, ob das Krankenver- 
sichernngsgesetz nicht so geformt werden könnte, daß die Beiträge 
wie beim Klebegesetz halb von der Herrschaft, halb von den Arbeit 
nehmern gezahlt würden, anstatt zu V 3 und 3 :s Teilen. Das wäre 
leichter für die Dienstboten und die Herrschaften, ivelche bislang 
0 M. Krankengeld dem Abvmicnlcnverein zahlten, würden auch 
gewiß ohne Murren sich bereit finden lasten etwa 12 M. zur Land- 
krankenkasse beizutragen. So wäre der Betrag des Krankengeldes 
das die Friedcnarier Landkrankenkasse von 1914 an verlangt, reich 
lich gedeckt. Eine Friedeirauer Hausfrau. 
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Verehrte Frau !K 8t.! Ihre reizende Kritik über die Dienst 
boten macht Ihnen sowohl wie Ihren Genossinnen alte Ehre. Rur 
möchte ich Sie fragen, ob es etwa die Dienstboten sind, welche die 
Krankenversicherung ins Leben gerufen haben, die ja doch immer 
hin mehr auf die Dienstboten, als auf die Herrschaften lastet. Ich 
glaube sicher, daß sich auch nicht eine damit beschäftigt hat. Um 
auf die Sauberkeit letzterer zurückzukommen, muß ich wirklich sagen: 
WenneinMädchen 7 Zimmer, dazu 3-4 Kinder und die üblichen Hand 
reichungen der oft sehr, ja sehr bequemen Madame, zu besorgen 
hat, daß es da nicht immer in weitzcn Kleidern usw. gehen kann, 
liegt doch wohl flar" auf der Hand. Und dann der Mädchen- 
salon!! Sehr bezeichnend für einen Hängeboden, wo das Mädchen 
nur per Hühnerleiter hineingelangt, und Oelwand, woran oft, 
wenn in der Nacht kalt, das Wasser in Strömen herunterfließt, 
und sich in der an den Wänden hängenden Kleidung verliert. Die 
Bettstellen sind oft schliminer hergerichtet, als wie es die Polizei 
erlaubt. Ob die Füße von dem gleichen Material daran sind, oder 
durch einige Mauersteine ersetzt iverdeii, das geniert die Herrschaft 
nicht, ebonso wenig das, wann und was das Mädchen zu essen 
bekommt, von Bniter kein Gedanke. Pflaumenmus, <> Pfund 
20 Pf., ist gut genug. Ja, daß sich da öfter Unlust zur 
Arbeit einstellt, ist doch dann gar nickt zu verwundern. 
Ich finde es nicht hübsch über den Putz der Mädchen herzuziehen. 
Ebenso eine Schwangerschaft als Ekelssache darzustellen?! Und sollte 
wirklich ein Mädchen in diese Lage kommen, so besitzt es jeden 
falls soviel Vernunft, ihr Schicksal zu tragen. Wie ojl ein 
Mädchen der Ansteckungsgefahr ausgesetzt ist, ist himmelschreiend. Es 
aibt noch so vieles, was ich aber nicht erwähnen will, weil ich 
fürchte, baß es wohl so manchem Leser der sogenannten guten Ge 
sellschaft kränken könnte. M. E. — — mir gutem Gewissen. 
(Anrncrk. der Schrift! : Wir haben die Zuschriften aus Dienst- 
botenkreisen bisher ohne jede 'Anmerkung gebracht, damit sich die 
Hausstauen selbst ihr Urteil bilden könnten. Sie werden über die 
niaßlose Art und Weise, wie unsere Dienstboten den Kamps auf 
nehmen, nicht gerade entzückt gewesen sein. Doch haben die Zu 
schriften am besten klar gelegt^ daß das patriarchalische Verhältnis 
zwischen Herrschaften und Dienstmädchen für Großberlin nicht mehr 
besteht oder doch zumindest zu den 9lusnah>nen gehört, Das mag 
auch die Tienitherrschafien bestimme», mit dem Abzug des 
^-Beitrages nicht so zaghaft zu sein. Die Mädchen verlangen 
schon ihr Recht, mögen sie darum auch Pflichten übernehmen! 
Bemerken wollen ivir noch, daß uns Frau AI. -st. als eine sehr 
liebenswürdige und freundliche Dame bekannt ist, die für arme 
und bedrückte Menschenkinder ein großes Herz hat und die osl- 
mals durch die Tat bewiesen ha', daß sie nach dem in einer Zu 
schrift geäußerten Bibelspruch „Liebe Deinen 'Nächsten wie Dich 
selbst" handelt.) 
VeremsDacbricklsn 
Am Montag tagen: 
Friedenauer Gesangverein für gem. Chor. Uebung-stunden: 
•/,0—V' s l 1 Uhr im Hohenzollern, Handjerystr. 64. Dirigent: Musik 
direktor Heinrich Weinreis. 
Manner-Turnverein Friedenau. ES turnen: l. Männer-Nbteiluvg 
(Uber l8 Jahre) Montag und Donnerstag 8 1 ',—IO 1 /, llhr. Gymna- 
sialturnhaUe. — 2. Männer- (Alters-) Abteilung (über 30 Jahre) 
Dienstag und Freitag 81,—10'/, llhr, Gymnaüalturnhalle. — 
3. Männcr-Ableilung Dienstag und Freitag 7—9 llhr Turnhalle des 
Realgymnasiums (Homuthstraße). — Jünglings-Abteitnng Mittwoch 
und Soiinabend 8 —10 Uhr, Turnhalle Atbeiicage. — >. Knaben-Ab- 
teilung I. Zug Montag und Donnerstag >!'/,—8 llhr, Turnhalle 
Albestraße. — 2. Zug Mittwoch und Sonnabena 51',—7 Uhr Turn 
halle Albestraße. — 2. Knaben-Ableitung Mittwoch und Sonn 
abend 5—7 llhr, Turnhalle Goßlerstraße. — Tainen-Abteilung (übe, 
l5 Jahre) Dienstag und Freitag 7*/ 4 —‘J 1 /, Uhr, Turnhalle Goßlerstraß'. 
- I. Piädche»-Abteilung Dienstag und Freitag «!>/,—7'/, Uhr, Turn- 
Halle Goßlerstraße. — 2. Mädchen-Abteilung Dienstag und Freilag 
5'/»—6'/, Uhr, Turnhalle Goßlerstraße. — Anmeldungen crfelge,^ 
den TuruhaUeu 
Vermischtes 
*o Christofle. Vor 50 Jahren, am 13. Dezember 1863 starb 
in Brunoy der Industrielle Charles Christofle. Geboren 1805 zu 
Paris, errichtete er unter der Firma Christofle u. Eo. in Paris 
und Karlsruhe Etablissements, die seit etwa 1813 seinen Ruf be 
gründeten und sich um die Anwendung der Gavanotechnik und 
namentlich der galvanischen Vergoldung und Versilberung im 
höchsten Grade verdient gemacht haben. Er lieferte nicht nur 
Gegenstände aller Art für den täglichen Gebrauch, sondern auch 
plastische Werke von hohem künstlerischem Werte. Geschätzt waren 
namentlich seine Kunstbronzen und emaillierten Metallarbeiten. 
Bekannt ivurde der Name Christofle durch das sog. Ehristosle- 
metall oder Alsenide. 
*o K. G. Graf von Wränget. Vor 300 Jahren, am 13. 
Dezember 1613, ivurde der schwedische Reichsadmiral und Feld 
marschall Karl Gustav von Wränget zu Skoklostcr bei Upsala als 
der Sohn des Generalgouverneurs Hermann W. geboren. Er trat 
1627 in Kriegsdienste und ivvhnle den Feldzügen Gustav Adolfs 
in Deutschland bei. Nach des Königs Tode diente er unter 
Bernhard von Sachsen-Weimar. Unter Torstenson machte er 1642 
den Feldzug in Schlesien und Sachsen und 1643 den Zug nach 
Holstein mit; hier schlug er 1644 mit der schwedischen Flotte bei 
Fehmarn die dänische Flotte. 1645 ging er wieder nach Deutsch- 
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land, wo er nach Torstensons Rückiritt den Oberbefehl erhielt. Er 
vereinigte sich bald darauf mit der französischen Armee und beide 
zwangen den Kurfürsten von Bayern zum Waffenstillstand von 
Ulm. Dann zog er nach Franken und Böhmen, wo er Eger er 
oberte; >648 schlug er die bayrische Armee bei Znsmarshausen, 
nachdem der Kurfürst vom Waffenstillstand zurückgetreten war. 
1655—60 begleitete er Kart Gustav X. auf dem Zuge nach Polen 
und nahm an der dreitägigen Schlacht bei Warschau teil. 1660 
bis 1672 gehörte er anfangs a!s Reichsadmiral, seit 1664 a!8 
ReichSmarschall zu den Vormündern Karls XI. Bei den Einsall 
in Brandenburg 1674 befehligte er das 15 000 Mann starke 
schwedische Heer; doch erkrankte er bald und begab sich auf sein 
Schloß Spyker auf Rügen, wo er 1676 starb. 
Geschäftliches 
Die Berliner Eorset-Fabrik W. &. G. Neumann. be 
kannt durch ihre an vieten Plätzen unterhaltenen 90 Filiale», die 
sich bisher in der Hauptsache mit der Herstellung ihrer best- 
renommierten Modekot sels befaßte, errichtete vor einiger Zeit aus 
ihrem Grundstücke Berlin, Landsbergerstr. 73, eine orthopädische 
Abteilung unter Leitung eines langjährig orthopädisch geschulten 
Arztes. Die Abteilung beschäftigt sich mit der Beseitigung starken 
Leibes und starker Hüften, Korrekturen von llnschönheiten und 
Mängeln in der Figur, Anfertigung von Stütz- und Ausgleich- 
korsets, Fabrikation für Leibbinden für Umstand, Hängeleib und 
Wandern ere, Herstellung von Bandage» aller Art, insbesondere 
gegen Bauch- und 'Nabelbrüche sowie Behandlung von Wirbel 
säulenverkrümmung, allgemeine Muskelschwäche und deren Folge 
erscheinungen. Wir empfehlen dieses Institut in vorkommend.» 
Fällen unseren Lesern aufs angclegenttichste. 
i$3T Die sch nierige Lösung der weihnachtlichen Frage: Was 
sollen wir als Christfestzabe wählen? beherrscht augenblicklich 
am meisten unsere Gedanken. Wenn man auf den Geschäftsstraßen 
so viele eifrige Füße und Füßchen sieht, so kommt man unwillkür 
lich auf den recht vernünftigen Gedanken: Ist elegantes und dauer 
haftes Schuhwsrk nicht immer willkommen?! Benötigen sie noch 
keines, so ist es doch ein recht angenehmes Gefühl, noch ein Ertra- 
Paar für besondere Gelegenheiten in Reserve zu wissen. Brauchen 
sie aber welches, nun umso besser. Bezüglich • der Auswahl har 
inan es ganz besonders leicht, denn die Auslagen aller Leiser- 
Geschäfte bieten jetzt einen geradezu herrlichen Anblick. Die Mode 
berücksichtigt hinsichtlich der Gesellschastsschuhe den Tango-Schuh 
in weitgehendstem Maße, Sehr interessant wirkt der Kieuzband- 
Bindeschub, der in schwerem Atlas eigenartig apart erscheint. Ent 
zückende Neuheiten bieten die Pariser und Wiener Modelle Leiser's 
die durch die dezent-elegante Berzieiung der kleinen Brillantschnalle 
erquisitesten Effekt machen. Natürlich ist auch den praktischen Schuh 
waren nach jeder Richtung hin sorgfältigste Beachtung gewidmet. 
Ta gibt es ilicht nur den mollig wärmenden Winterstiefel, sondern 
auch jede 'Art von Strapazierstieseln. Auch in Hans- resp. Kamel 
haar-Schuhen, sowie in Pantoffeln und Gummischuhen ist bei 
Leiser die Auswahl eine besondere reichhaltige. 
f*»' Ratschläge für Geschenke! Die Wahl eines geeigneten 
Fest-Geschenkes ist nicht immer eine leichte, besonders dann nicht, 
ivenn es sich darum handelt, wünschenswerte und praktische Gegen 
stände auszusuchen. Das Kaufhaus Wilhelm Joseph, Berlin, Groß- 
Görschcnstr. 1, Schöneberg, Hauplstr. 163, gibt an Hand dieses 
soeben erscheinenden Jnse ats einen kleinen Auszug aus den um- 
sanareichen Abteilungen, um den Einkauf und die Wahl sür den 
Wuhnachtsbedarf ganz besonders zu erleichtern. Kleiderstoffe und 
Seide ist ganz besonders umfang: eich. Sammet ist die große Mode 
für Kleider, Kostüme und Hüte. Die ?lbteilung Damen-Konfektiou 
bietet für den Weihnachtsbedarf in Bluten, Kl>idein, Kostümen, 
Mä'itöln etwas Hervorragendes. Entzückende Piecen b.ingt auch die 
Kinder-Koiitektion. Pelzwaren, Handschuhe, Strümpfe, Damen- 
und Herren-Trikotagen, Schü-zen sind sehr reichhaltig vertreten. 
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