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Periodical volume Nr. 293, 14.12.1913 1. Beilage zu Nr. 293

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Aber der Mckid, der stille, bleiche, kommt ntit eherner Gtsctz- 
mäßigkeit'morgen Nacht wieder aus dem Himmelötor. Er scheint 
wieder auf Gerechte und Ungerechte und guckt sogar ganz gemütlich 
auf die Berliner Nächte herunter"/ 
Und daS will doch wahrlich viel heißen, wenn man bedenkt, 
daß ein Vergnügungsunternehmen an der'Spree dieser Tage ein 
Fest veranstalten wollte, das unter dem Zeichen „Ein Ball im 
Hemd" vor sich gehen sollte. 
Tie Polizei hat nicht nur die Plakate, die diese harmonische 
Feier ankündeten, schleunigst entfernen lassen, sondern hat auch, 
was die Unternehmer allerdings nicht begreifen können, die Ge 
nehmigung zu dieser familiären Veranstaltung versagt. 
Dieses ins Wasser gefallene Ballfest war eigentlich die größte 
Kulturcrrungenschast der Woche. Es sei denn, daß man die Billet 
kämpfe ermähnt.dieumdiekommeudeerste Parsival-Ausführung 
im Deutschen Opernhaus stattgefunden haben, und die lebhaft 
an die Tage des Signor Caruso erinnern. 
Bemerkenswert ist, daß die drei ersten Aufführungen zu er» 
Einladung zur Sitzung der GeMembkvettreiuag 
am Donnerstag, den 18. Dezember d. I., nachmittags 7 Uhr 
im Sitzungssaale des Neform-Rcalgymnasialgebäudee.. Nach der Vor- 
schrift im 3. Absatz des tz 106 der Landgemeinde-Ordnung wird daraus 
hingewiesen, daß die Nichterscheinenden sich den gefaßten Beschlüssen 
zu unterwerfen haben. 
Tagesordnung: a) in öffentlicher Sitzung: 
1. Mitteilungen. 
2. Regelung der Beitragsleistung für die nach dem Versicherungsgcsetz 
für Angestellte versicherungspflichtigen Angestellteu der Gemeinde. 
3. Borlage betr. Ergänzung des Reisekosten-Ortsstatuts. 
4. Bewilligung von Mitteiu zur Beschaffung von Einrichtungsstücken 
für das Gymnasium. 
5. Verstärkung der aus Voranschlag XV, 3 für die Entwässerungsan 
lagen auf dem Gütergotzer Friedhof bereits bewilligten Mittel. 
6. Bewilligung der 3. Baurate für den Neubau der III. Gemeindefchnle. 
7. Verlegung des Abendmarktes. 
d> in geheimer Sitzung. 
8. Bewilligung von einmaligen Vergütungen für Uebcrstundcn. 
9/ Eine Vergleichssache. 
Die bezüglichen Vorgänge und Akten können während der Dienststunden 
im Amtszimmer eingesehen werden. 
- Verlin-Friedenau, den 12. Dezember 1913. 
Der Gemeindevorsteher. Walger, Bürgermeister. 
Deutsche Auskunftei 
Schöneberg, Hauptstrasse 88. 
Gegründet 1900. Erstklassige Referenzen. 
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Akademische Musik-Schule 
Direktion: 3oh. Scheurich, Friedenau, Rheinstratze 24. 
Einladung zum Weihnachtstonzert 
am Mittwoch, den 17. Dezember M3, abend; 8 Uhr im 
Festkaaie des Neiorrn-NealggmnastuMS 
zu Berlin-Friedenau, Homrith- Ecke Schwalbachcrstraße. 
Solo- und Ensemblevortrüge der Mittel- und Oberklaffen für 
Klavier, Violine, Cello u. Flöte u. a. eine „Weihnachtssinfouie" 
ariaimiert von F. Schenrich. (41 Mitwirkende). 
Eintritt frei! 
Programm Im Institut sowie am Saateingang. 
j 
Autom's Konservatorium 
der Musik und Lpernschnie, Friedenau, 
Betterstk. 13-14 (an der Fricdcnauer Brücke). Tel. Stegl. 3851. 
Sonntag, d. 14. Dezemü. 1913, Mittags W/ 2 Ahr präzise 
Schuier-VortrSge 
im Theatersaal d. „hohenzollern-Lichtlpiele", handjerystr. 64. 
(Klavier-, Pioiin-, Bloloncell-, Eesangs- u. Ensemble-Klaffen.) 
Konzert-Flügel: Ibach aus dem Ibach-Haus, Steglitzer-Str. 27. 
— Ende gegen 2 Uhr. — 
Programme zum lostenlosen Eintritt verechNgend. zu haben: 
Musikalienhandlung von Schwarz, Rheinstr. 60, Papierhandlg. 
W. Ebers, Rheinstr. 16, im Konse rvatoriu m, Bcckcrstr. 13-14 
und am Saal-Eingaug 
Hohenzollern Jl Lichtspiele. 
Friedenaa 
Handjerystr. 64 
Ecke Klrchstr. 
nahe der 
Kaieereiohe. 
Zirka 600 Plätze. Tel. Psbg. 2135. Zirka M piätie. 
Vorzügliche» Beginn 5 Ulm Dienstag u. Freitag 
Künstlerkonzert. Sonntags 3 Uhr. Programmwecbsel. 
vom 12.—15. Dezember. 
ein Rekordprogramm. 
Die Toten reden 
Kinematographisches Schauspiel dreier aristokratischen 
Familien in 5 Akten, 
in Stehe gesetzt vom Hansa Ganmont, Paris. 
König Gold 
Nach dem berühmten Drama vonXavierMantupin in 2 Akten. 
Ferner das grosse Programm 
des guten Geschmacks. 
Jeden Sonnabend 
grosse Jugendvorsieiiung 
Eintritt zu halben Preisen. Beginn 3 Uhr. 
Aschenbrödel, 2 Akte 
Höhten Preisen schon auSv erkauft sind, und daß mit din EIutrittS- 
karteu ein schwunghafter Zwischenhandel getrieben wird. 
Bemerkenswert ist auch, daß in diesen Wochen erstaunlich viel 
Fremde in des Reiches Hauptstadt weilen, die daun immer eine 
Enttäuschung mit imch Hänse nehmJu. Cie gehen in ein Theater 
und gestehen sich beschämt, daß sie zu Hause viel Besseres sehen. 
Sie gehen in ein muffiges Cafe und erkennen, daß an den gleichen 
Stätten ihrer Heimat eine viel reinlichere Luft weht.... Sie gehen 
in ein Hotel und sehen am nächsten Morgen, daß sich cm Mensch 
als Hausknecht vorstellt, den sie vorher nie gesehen haben .... 
Das alte Lied! — 
Nur den „Ball im Hemd" haben sie nicht zu Haus. Für so etwas 
haben ihre Landsleute kein Verständnis. Wenigstens nicht am Orte. 
Aber auch der bietet eine Enttäuschung, denn er durfte garnicht 
stattfinden! 
Eine Kulurblüte aber haben die Fremden schnöde übergangen. 
Sie haben nicht gehört und bemerkt, daß sich in Berlin ein 
großer neuer Verein gebildet hat. Das kömmt hierzulande nun 
zwar läßlich mehrere .Male von Aber selten haben sich gleich- 
gesinnte Männer mit mehr Berechtigung und mit größeren Zielen 
zusammengeschlossen. 
Ich spreche hier'vom „Verein Wilhelm". 
Das ist keineswegs ein Verein, der es sich zur Aufgabe ge 
macht hat, den Kaiser immer bei Rückkehr von seinen Reisen zu 
begrüßen, was wahrlich genug Arbeit bringe:: würde! Auch mir 
der brandenbnrgischen Geschichte hat die Gesellschaft rnchts zu tun. 
Der Verein Wilhelm nimmt alle Männer aus, die den 
Vornamen Wilhelm haben .... Ta wir in Berlin 
immerhin eine stattliche Reihe von männlichen Lebewesen haben, 
die in einer guten und ahnungslosen Stunde auf diesen Namen 
getauft wordenffind.^so wird der Verein wachsen, blühen und gedeihen. 
Wie es sich für einen richtigen Verein geziemt. 
Ter Konkurrenzverein Oskar wird sich bilden und hinter riesen 
haften Weißbiergläscrn wird ein Stück Neuberlincr Kultur gedeihen, 
das uns aussöhnen kann mit der Unrast unserer Tage. 
Hcinr. Binder. 
Schöneberg 
Telefon 
Nollendorf 3338. 
Hauptstr. 49 
Anfang Sonntags 3 Uhr 
Wochentags 6 Uhr. 
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Sonntag, den 14. Dezember. 
Berlin-Friedenau. 
Vorm. 10 Uhr: P. Kleine. 
Tann Beichle und Abendmahl. 
Vorm. ll 3 / 4 Uhr Kindergottc 
dienst: P. Kleine. 
Nachm. 6 Uhr: P. Vetter. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Ev/ Verein junger Männer. 
Sonntags.Nachm. 6 Uhr Jugend- 
abtcilnng, Abends 8 Uhr Männer 
abteilung, Sonnabends Nachm. 
4 Uhr Knabennbteilnng im Ge 
meindehaus, Kaiscrallee 76a. 
(5'vüllg. I'.mgsrauenvercin, 7—9, 
Gemeindehaus, Goßlerstr. 80 II. 
Ohristl.JungsraNenvcrein.Frcge- 
straße 46, 50 ,—9. Mittwochs 
8—10 Schnciderstunde. 
Berlin-Tchöneberg. 
Paul-Gerhardl-Kirche. 
Vorm. 10 Uhr: P. Delbrück. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 1 l', Uhr Kindcrgottes- 
dicnst: P. Delbrück. 
Nachm. 6 Uhr: P. Heist. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
A p v st e l - P a n I n s - K i r ch e. 
Borm. 10 Uhr: P. Nodatz. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
. Mittags 12 Uhr Kindergolles- 
dienst: P. Ranchsrcin. 
Nachm 6 Uhr: P. Rauchstcin. 
Dann Beichte und Abendmahl. 
Königin-Luise- 
Gedäch tniskirch e. 
Borm. 10 Uhr: P. Boehm. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 1H, Uhr Kindcrgottes- 
dienst: P. Lange. 
Nachm. 6 Uhr: P. I). Philipps. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
uirche zum Heilsbronnen. 
Borm. IO Uhr: P. Mirbt. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
Mittags 12 Uhr Kindcrgoltes- 
dienst: P. Oieest. 
Nachm. 6 Uhr: P. Geest. 
Tann Beichte und Abendmahl. 
Nathanael-Kirche. 
Borm. 10 Uhr: P. Anhalt. 
Borm. 11 s /* Uhr Kindergoltcs- 
dicnst: P. Anhalt. 
Nachm. 6 Uhr: P. Liz. Becker. 
Evangelische Gemeinschaft ' 
Äornslr. 2 pnrt. 
Sonntag Borm. 10 n. Nachm. 
5 Uhr Predigt. Vorm. 11'/, Uhr 
Sonnlagsschnle. Nachmittags */,7 
Uhr Jugendverein. Mittwoch 
Abends 8 1 /« Uhr Bibelnunde. 
Freitag Abend 8s, Uhr Gebet- 
stunde. 
Methodisten-Gemei n d e. 
Berlin-Schöncbcrg, Hanplstr. 7 a-3. 
10 Uhr u. 6 Uhr: Prcd. Neupcrt 
11'/, Uhr K.-G.-D. 
Gottesdienstordnung 
für die in Friedenau wohnhaften 
zur Pfarrei Cleglit; gehörigen 
Kathaliten. Katholische Kirche in 
Stcglig, Kieler «Ir. 11. 
An Sonn- n. Festlagen: Messen 
7 >l. 1 l >/, Uhr Bonn. Hochamt u. 
Predigt O 1 /, Uhr Borm. Scgcns- 
andacht 7 Uhr Abends. — An 
Wochentagen: Messen 7'/, n. 8 Uhr 
Borm. Beichlgclcgcnhcir an den 
Ab«den vor Sonn- und Festlagen 
und früh vor der Messe. 
ta **. ja xc äs. zä i«e as. 2* ä i i m.» m. x* » ja ä si jül au s 
l Resteisran? Rheinesk 
^ Kaiser-Allee Ecke Rheinstr. 
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| kllchen. Tsrtett usw. ßs
        
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