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Periodical volume Nr. 288, 08.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Chauffeur 4. und 5. Spalte) sehr in die Nesteln gesetzt hat. Er 
»erwrchselt nämlich die Wiese mit dem Tag, er frägt oder läßt 
fragen nach dem, Maß der Arbeitszeit und gibt die Antwort im 
Maß des Arbeitsfeldes. Abgesehen von den zahlreichen Satz 
fehlern (vier start zwei, Weise statt Wiese) stellt sich die Sache doch 
so: Don zwei Männern leistet der eine eine bestimmte Arbeit in 3, 
der andere in 4 Tagen. Der Durchschnitt beträgt 3'/, Tage und da 
bei gemeinsamer Arbeit jeder nur die Hälfte zu machen hat, hat 
Mister Pendleton ganz recht, wenn er 1* 4 Tag berechnet. Das 
vom Autor herausgerechnete P „ betrifft, wie ich schon andeutete, 
nicht Tage, sondern Wiesen. Am ersten Tage werden Wiesen 
gemäht, am 2. Tage die übrigen Wiesen. Die Berhältniszahl 
vom 2. zum 1. Tage ist 5:7 nicht 5 zu 12. Rechnen wir zur 
Probe nach Stünden, den landwirtschaftlichen Sommertag zu 12 
Stunden, dann arbeitet der eine allein 36. der andere allein 48 
Stunden: gemeinsame Arbeit reduziert diese Größen auf 1 4 : denn 
Jeder hat nur die Hälfte der Arbeit zu bewältigen, was nachein 
ander bei Ablösung des einen durch den andern das Mittel der 
Zeit: 3', Tage oder 42 Stunden ergeben würde. Da sie aber 
gleichzeitig arbeiten, brauchen sie nur 21 Stunden oder P 4 Tag — 
das ist auch das Mittel von 18 und 24 Stunden, von 11, Tagen 
und 3 Tagen. Nun ich weiß ja, daß ein Schriftsteller solche 
Episoden als nebensächlich betrachtet; aber vor einem solchen Rein 
fall hätte der Autor sich und die Leser bewahren sollen (von der 
llnwahrscheinlichkeit der ganzen Rechenszene zu schweigen). Mit 
größter Hochachtung ergebenst Constantin L'iebich. 
Werte Redaktion! Sylvias Chauffeur hat falsch gerechnet: 
Wann der eine Mann in 3 Tagen die ganz Wiese mäht, so mäht 
er an 1 Tag '/, der Wiese. Wenn der andere in 4 Tagen die 
Wiese mäht,»so mäht er an l Tag ', der Wiese. Also mähen 
beide an 1 Tag und ' 4 — 7 /ij der Wiese. Beide Arbeiter 
brauchen 1 Tag um der Wiese abzumähen. Zu Wiese' 
brauchen sie Tag. Zn ,a „ Wiese brauchen sie 11 7 oder P/ 7 
Tag. Ergebnis: Also mühen beide Arbeiter in P T Tag die ganze 
Wiese gemeinschaftlich ab. Hochachtungsvoll Käthe Zimmer. 
Sohr geehrte Redaktion! Da in „Sylvias Chauffeur" bis jetzt 
stch sowohl der Herr Graf als auch der schlaue Amerikaner als 
Rechner gründlich blamiert haben, so muß nun schon die Ausgabe 
zum 3. Mal kommen, damit die kluge Miß Sylvia den beiden er 
klären kann, daß die Mäher nicht !*/,„ sondern P, Tag arbeiten 
mästen. Am 1 Tage mähen sie 7 „ der Wiese, brauchen also für 
der Arbeit '/, Tag und für ,3 „ derselben ,2 / 7 oder P T Tag. 
Hochachtungsvoll I. Willig. 
Verehrliche Redaktion! Der Bericht über die Monats- 
versammlung des Bezirksvereins „Südwest" in Nr. 283 Ihrer 
Zeittmg läßt in einigen Punkten leider die nötige Objektivität (?) 
des Berichterstatters vermistcn. Da auch mein Name erwähnt ist, 
und die mit ihm in Beziehung gebrachten Eingaben nicht ganz den 
Tatsachen entsprechen, ja sogar den uneingeweihten Leser zu ganz 
irriger Ansicht bringen müffen. so sehe ich mich zu dieser Rjchtig- 
stellung genötigt und bitte Ci: im Interesse der beteiligten Be 
wohner des Friedenauer Ortsleits um Veröffentlichung dieser 
Zeilen. Ich hatte in meinen Ausführungen darauf hingewiesen, 
zu welchen llnzuträglichkeiten die Errichtung der zahnärztlichen 
Klinik durch die Schöneberger Ortskrankenkasse für diejenigen Be 
wohner des Friedenauer Ortsteiles unbedingt führen müsse, die ihre 
Dienstmädchen nicht bei deni Berliner Abonnementsverein, sondern 
bei der Schöneberger Ortskrankenkasse in Zukunst versichern wollen. 
Diese Unzuträglichkeiten sind in der Hauptsache bedingt einmal 
durch das lange Warten, das ein ausgedehnter Klinikbetrieb, ivie 
jeder Fachmann weiß, mit sich bringt, und trotz des besten Willens 
der in Frage kommenden Personen — sollen doch etiva 87 000 
Mitglieder von nur drei Zahnärzten behandelt werden, von denen 
der eine nicht einmal seine ganze Tätigkeit der Behandlung der 
Mitglieder widmen kann. — und das andere Mal durch die weite 
Entfernung der Klinik, die in der Grunewaldstraße errichtet wird. 
Den weiten Weg gab Herr Direktor Dannenfeld unumwunden zu, 
bezüglich des langen WarMtz 'mächte er zwar den Versuch der 
Widerlegung, doch dürfte ihm dieses, wie jeder objektiv urteilende 
Leser an der Hand der oben angeführten Zahlen wird zugeben 
müflrn, und wie mir dies auch von mehreren in jeder Sitzung an 
wesend gewesenen Damen bezw. Herren bestätigt worden ist, nicht 
gelungen sein. Daß ich auch die Nachteile der bei der Schöncberger 
Ortskrankenkaste bedauerlicherweise eingesührteu beschränkt freien 
Arztwahl im Gegensatz zu der beim Abonnementsoerein seit Jahr 
zehnten zu allgemeiner Zufriedenheit bestehenden unbeschränkt 
freien Arztwahl zur Sprache gebracht habe, will ich nur nebenbei 
erwähnen. Da meine Ausführungen sür einen großen Teil der 
Leser Ihrer Zeitung nur von Nutzendem können, so gebe ich mich 
der angenehmen Hoffnung hin, daß Sie meiner zu Anfang ausge 
drückten Bitte um Aufnahme dieser Zeilen stattgeben werden, und i 
zeichne mit vorzüglicher Hochachtung F. Gehre, prakt. Zahnarzt. 
Ein Arbeitgeber nimmt die Ortskrankenkaff« gegen den Bor 
wurf in Schutz, als ob sie sozialdemokratische Parleibestrebungen 
begünstige. .Tie Absicht einer solchen Begünstigung ist nicht be 
hauptet worden, ob aber nicht tatsächlich bisse Begünstigung vor 
liegt, ist eine andere Frage. So harmlos ist die Sache wohl kaum. 
Wie und durch wen die gerügte Statutenbcstimmung seiner Zeit 
zustande gekommen ist, daß der „Vorwärts" (neben einer hiesigen 
Ortszeitung), das einzige amtliche Pnblikationsocgan der Orts- 
kranlenkasse ist, ist ziemlich gleichgiliig. Die Tatsache besteht und 
spricht sür sich selbst. Wer die hier verbreitete Tagespresse einiger 
maßen kennt, weiß, daß der „Vorwärts" durchaus nicht neben dem 
hiesigen „Lokalanzeiger" das gelesenste Blatt ist. Und diejenigen 
Arbeitcrkreise, in denen der „Vorwärts" noch am häufigsten ge 
halten werden mag, insbesondere die Bannibeiter, gehören großen 
teils der freien Hilsskajse an, die mit der Ortskrankenkasse gar 
nichts zu schaffen haben. Es werden von Arbeitgebern der Bau- 
branche die Mitglieder der freien Hilfskasse bevorzugt, weil sie Bei 
träge sparen) und weniger Scherereien mit der Ortskrankenkasse 
haben. Nimmt man hinzu, daß dem „Vorwärts", dem „Zentral- 
organ der sozialdemokratischen Partei Deutschlands" allein aus 
den Bekanntmachungen hunderte von Mark aus Kastenmitteln 
zusließen, so kann man selbst ermessen, wieweit eine Unter 
stützung sozialdemokratischen Paricibcstrebungen tatsächlich vorliegt. 
Daß die sozialdemokratische Wirtschaft in den Krankenkassen nicht 
überall ein Märchen ist, ließe sich zwar leicht nachweisen, würde 
aber hier zu weit führen. Es sei nur an die sog. Düsseldorscr 
Anstellungsvertkägc von 1906 erinnert, welche in der Reichstags 
kommission gelegentlich der Beratungen der Reichsversicherungs- 
orduung eine entsprechende Würdigung fanden. Auch das Urteil 
der Strafkammer Elberfeld vom 12. November d. IS. über Vor 
gänge bei der Ortskrankenkasse Solingen ist noch nicht vergessen^ 
_ li-i. 
Gerichtliches 
(:) lk. Anspruch auf Witwenpension. Eine immerhin unge 
wöhnliche, aber dennoch praktischer Bedeutung nicht entbehrende 
Frage behandelt eine Erkenntnis des Reichsgerichts vom 25. April 
1918 516 12 III. Den Streitbefehl bildet die Forderung einer 
Beamtenwitwe in der Stadt C. au» Zahlung der Witwenpensiori. 
welche infolge Wiederoerheiratung eingestellt ivorden war und zwar, 
wie die Klägerin behauptet, zu unrecht, da ihre zweite Ehe infolge 
Anfechtung seitens des 2. Ehegatten durch rechtskräftig gewordenes 
Urteil für nichtig erklärt worden ist. Das Erkenntnis, durch das 
der Anspruch der Witwe für rechtsgültig erklärt worden ist, führt 
hierzu aus: Eine Bcrletzmtg des 8 18 des Preußischen Gesetzes 
vom 20. Bkai 1882 oder der §8 1345 ff. Bürgerliches Gesetzbuch ist 
in den Ausführungen des BG. nicht enthalten. Die in der 
Gewährung von Witivenpensio» liegende Fürsorge entfällt mit der 
Wiederoerheiratting der Witwe, weil diese dadurch in ein Lebens 
verhältnis eintritt, kcasl dessen der Ehemann verpslichlet ist, die 
Fürsorge sür sie zu übernehmen. Eine solche Verpflichtung besteht 
sür den Ehemann aber nur im Falle der Eingehung einer wirk 
samen Ehe. Ist dagegen die Ehe anscchtbar oder angefochten, 
mithin nichtig, und ist diese Richtigkeit durch Urteil ausgesprochen, 
so äußert die Eheschließung von Anfang an keine rechtlichen 
Wirkungen und ist deshalb so zu behandeln, als ob sie überhaupt 
nicht erfolgt wäre, wie dies das Reichsgericht bereits in dem Urteil 
vom 2. Juli 1908 (Jur. Wochenschrift 1905 Beilage 111 Nr' 245) 
mit eingehender Begründung ausgesprochen hat. Das, die 
Nichtigkeit der der Ehe aussprecheude Urteil hat nicht die Be 
deutung, daß es nur den Fortbestand der Ehe beseitigt, sondern die 
(deklatorische) Bedeutung, daß es das Nichtbestehen und Nicht 
entstandensein einer Ehe feststellt. Ebenso wie nach § 142 
Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches das anfechtbare Rechts 
geschäft als von Ansang an nichtig anzusehen, sobald es ange- 
■BrwaBajjjiwwgggwBWj 
Bekanntmachung. 
Einladung zur Sitzunq bea Ausschusses der Landkrankentaffe 
Berlin-Friedenau, 
am.Dienstag, den 18. Dezember 1918, nachmittags 8 Uhr, 
.im Sitzunassaale des Reform-Realgymnasialgebäudes, Homulhslraße. 
Die Sitzung ist nicht öffentlich. Ter Ausschuß ist beschlußfähig, 
wenn die Vertreter vorschriftsmäßig berufen sind. 
Tagesordnung: 
1. Wahl eines Vorsitzenden des Ausschusses. (§ 86 der Satzungen). 
2. Feststellung der Krankenordnung, (tz 90) 
8. Festsetzung des Voranschlags sür 1914. (8 85). 
4. Regelung des Verfahrens über 
a) Einsendung der Beiträge, 
d) Auszahlung vpn Barleistungen und 
c) Krankenüberwächung. 
der sich nicht im Kastenbezirk aufhaltenden Mitglieder. (8 91). 
Berlin-Friedenau, den 8. Dezember 1913. 
Ter Vorsitzende. Walger. 
ichüneberger Bank 
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an der Kalserelohe. 
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Bekanntmachung. 
Das Verzeichnis der am t. Dezember ds. IS. im hiesigen Orte 
vorhandenen Pferde- und Rindviehbestände lieg: in der Zeit vom 
8. bis 21. Dezember 1913 
im Gemcindebüro, Hierselbst, Feurigstr. 8, Zimmer 47, während der 
Tienststunden von 8—3 Uhr zur Einsicht der Beteiligten aus. 
Anträge aus Berichtigung des Verzeichnisses können in dieser 
Zeit bei dem Unterzeichneten'Gemeindevorstand angebracht werden. 
Berlin-Friedenau, den 6. Dezember 1913. 
Ter Gemeiudevorftand 
Bekanntmachung. 
Am Mittwoch, den 24. Dezember (Weihnachtsheiligabend) und 
am Mittwoch, den 34 Dezember ds. Js. werden die Diensträume 
der Amts- und Gemeindeverwaltung um 1 Uhr, die der Amts- und 
Gemeindekasse um 12 Uhr für deu Publikumverkehr geschlossen. 
Das Standesamt ist am 2. Wechnachts'eiertage vormittags von 
11—'2 Uhr geöffnet. 
Berlin-Fricdenan, den 6. Dezember 1913. 
Ter Gemeindeoorstand. 
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Bomben, Herzen, Pflasterstein, 
Moppen, Nüsse, gross mul klein, 
Hallsclie Scheiben Maudelsebnitte, 
Tborner Kuchen, dünn und dicke, 
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Friedenau/ Friedrich Wilhelm-Platz 6 
an der Kirche. Telefon Pfalzburg 2106. 
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zimmerst«!«. 
Am Mittwoch, den 10. Dezbr. 
1913, nachmittags 3 Uhr werde 
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fochten wird, ebenso ist auch der Eheschließungsoertcag a 7 ° ' N 
Anfang nichtig anzusehen, gegen den sich in den Fällen 88 138 
bis 338, die wegen WillcnmangelS bei Schließung dieses Vertrages 
zulässige Anfechtung richt (Reichsgericht in I. W. 1903 Beilage Ifl 
Nr. 245.) Die' Sachlage ist also so, als habe eine Eheschließuyg 
gar nicht stattgefunden. Wo dnS Gesetz von Wiederverheiratung 
spricht, kann es aber, wenn nicht besondere Gründe darauf hin 
weisen, daß lediglich der Akt der Eheschließung ohne Rücksicht qnf 
seine Gültigkeit entscheiden solle, darunter nur eine gültige 
Eheschließung verstehen. Ter von der Revision herangezogene Fall, 
die alsbald nach der Wiederoerheiratung der pensionSherechtigtrn 
Witwe erfolgende Auflösung vollwirksamen neuen Ehe durch den 
Tod ihres zweiten Ehegatten, kann.zur Vergleichung überhaupt 
nicht dienen, da in diesem Fall ja eine gültige Ehe zustande ge 
kommen ist. Die Revision har ferner noch herangezogen die Vor 
schrift des 8 1345 Bürgerliches Gesetzbuch, nach welcher, wenn die 
Nichtigkeit der Ehe bei der Eheschließung dem eifien Ehegatten be 
kannt war, nach der Nichtigkeitserklärung verlangen kann, daß ihr 
Verhältnis in vermögensrcchtlicher Beziehung, insbesondere in An 
sehung der Unterhaltspflicht, so behandelt wird, wie wenn die Ehe 
zur Zeit der Nichtigkeitserklärung geschieden und der Ehegatte, dem 
die Nichtigkeit bekannt war. für -allein schuldig erklärt worden wäre. 
Auch diese Vorschrift läßt sich nicht zugunsten der Auffassung der 
Revision verwerten; denn sie stellt sich lediglich als eine Ausnahme 
von dem Grundsätze des 8 1343 Absah 1 Satz 1 zugunsten des gut 
gläubigen Ehegatten dar. (Jnrt Wochenschrift 1913 S. 739.) ; 
Geschäftliches 
1.35-Woche bei Jändorf. Weihnachten, das Fest der 
Liebesgaben, ist vor der Tür. , Unzählige Wünsche» sollen erfüllt 
werden, jeder will Freude bereiten und» Freude empfangen. Doch 
der Wille ist oft stärker als das Portemonnaie, es heißt sich ein 
richten und sorgsam einstellen. Ta kommt jetzt zur rechten Zeit die 
Firma Jandorf mit ihrer neuen 1,35-Woche. Mitten im Weih- 
nachlstrubel scheut sie nicht erhöhte Anspannung aller Kräfte im 
Hause, um ihren Kunden alle mir erdenklichen Vorteile zu bieten. 
Für 1,35 kann man bei Jandors nun die Wünsche erfüllen, die 
ohne die opferfreudigen Preisermäsigungen für manche Kaste doch 
zu kostpielig gewesen wären. An allen Lägern, in allen Filialen 
von A. Jaiidvrf & Co gibt es in bekannten Quatitäten Waren 
jeder Art für 1,85 einzukaufen. Wem wäre das zum Weihnachls- 
seste nicht gerade willkommen?! 
Bekanntmashung. 
le zaiSiillega aus 
die Rabatlmarken 
der irma fl. Weiss 8 Co. theils., 
Dienstag, cl. 9., Mittwoch, d. lO. 
und Donnerstag, d. 11. d. M. 
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