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Periodical volume Nr. 288, 08.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenarrer 
Unparteiische Zeitung sür kommunale und bürgerliche 
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Erscheint täglich aöends. 
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Krgan für den Kriedenaner Lrtsteii nen Zchiinederg und 
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Ar. 288. 
ZZerlin-Ariedenau, Wontag, den 8. Aezemöer l9l3. 
20. Zayrg. 
Depeschen 
Lelzte Daebricbten 
Langendreer. Aus der Zeche „Bruchstraße" entstand 
heute früh ein Wasserdurchbruch. Ein Steiger und drei 
Bergleute wurden abgeschnitten und konnten nur als Leichen 
geborgen werden. 
Rybnik. Bei dem Prande in der Emmagrube bei 
Radlin in Oberschlesien wurden, wie jetzt berichtigend ge- 
ineloet wird, gleich bei Beginn der Rettungsarbeiten 16 
Tote geborgen. Bei der zweiten Suche wurden noch drei 
Mann lebend zutage gefördert, von denen einer auf dem 
Wege zum Knappschaftslazarett starb. Die beiden anderen 
liegen schwer krank darnieder. 
Paris. In der Gegend von Dijon und Chambery 
sind durch anhaltende Regengüsse große Ueberschwemmungen 
verursacht worden. 
London. Nach offiziellen Berichten, die in Tokio aus 
Formosa einliefen, wurden kürzlich in Verbindung mit Auf 
deckung einer Verschwörung zahlreiche Verhaftungen vorge 
nommen. Von 290 Verhaftungen wurden 135 mangels 
Beweises freigelassen. Gegen die übrigen wurde vor einem 
besonderen Gerichtshöfe vom 25. November bis 1. Dezember 
verhandelt. Von den Angeklagten wurden 28 freigesprochen, 
sechs wurden zum Tode und 131 zu insgesamt 838 Jahren 
Zuchthaus verurteilt. 
Baltimore. Hier wurde der deutsche Kapitän eines 
Lloyddampfers zu 100 Dollar Geldstrafe verurteilt, und 
zwar aus dem Grunde, weil er nur einen Telegraphisten an 
Bord halte. Nach den neuesten Bestimmungen für den 
Telegraphendicnst müssen Tag und Nacht ununterbrochen 
Telegraphisten auf der drahtlosen Station an Bord tätig sein. 
lokales 
(Nachdruck unserer o-Origiiinlartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Tie Diensträume der Amts- und Gemeinde 
verwaltung werden am Mittwoch, dem 24. Dezember 
(Weihnachtsheiligabend) und am Mittwoch, dem 31. Dezember 
(Silvester) um 1 Uhr für den Publikumverkehr geschlossen. 
Die Amts- uild Gemeindekasse schließt an den genannten 
Tagen bereits um 12 Uhr. 
v Ordensverleihung. Herrn Landesobersekretär und 
Biirooorsteher Otto Reuter, hier, Ringstr. 50, ist voin 
Paust das Kreuz „Uro Loelosin et ?ontitice" verliehen 
wurden. — Dem hier wohnhaften Magazinoberausseher a. D. 
Mühl ist das Kreuz der Inhaber des Königl. Hausordens 
vom Hohenzollern verliehen worden. 
o Die neue Ferienordnung, welche den oft geäußerten 
Wünschen nach einer einheitlichen Bemessung und Gleich 
legung der Schulferien an den verschiedenen Lehranstalten 
in Stadt und Land entgegenkommt, ist nunmehr von dem 
Kultusminister erlassen. In der neuen Ferienordnung, die 
mit Beginn der Osterferien 1914 in Kraft treten soll, 
heißt es u. a.: 
1. Die Gesamtdauer der Ferien in den Volks-, mittleren und 
S eren Schulen sowie in den Lehrer- und Lehrerinnen-BildungS- 
talten beträgt einschließlich der in die einzelnen Ferienabschnitte 
fallenden Sonn- und Festtage jährlich 80 Tage. Daneben bleiben 
die bisher anerkannten allgemeinen Fest- und Feiertage auch ferner 
frei. 2. Hinsichtlich der Orte mit höheren Schulen oder Lehrer- 
jLehrerinnen-) Seminaren wird die Dauer und Lage der einzelnen 
Ferienabschnilte sür alle Schulgattungen innerhalb der Provinz 
oder enger zusammengehöriger Teile derselben einheitlich vom Ober- 
präsidenten nach Anhörung des Provinzialschulkollegiums und der 
königlichen Regierungen, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen, 
festgesetzt. Dabei ist zu beachten, daß der erste Wochentag unmittel 
bar nach einem Sonn- oder Festtage freigelassen wird. Der Ober 
präsident kann in den Fällen, in denen eine Ortsschulbehörde eine 
abweichende Verteilung der Ferien für die Volksschulen aus erheb- 
lichen Gründen bei der Regierung nachsucht, dem Antrag Folge 
geben. 3. Für die übrigen Orte sind Dauer und Lage der Weih- 
nachts-, Oster- und Pfingstferien von der zuständigen Regierung 
tunlichst in Uebereinstimmung mit den entsprechenden Ferien in den 
erstgenannten Orten zu regeln. Ueber etwaige Beschwerden ent 
scheidet der Oberpräsident endgültig. 4 Durch Abzug der sür 
Weihnachten, Ostern und Pfingsten gewährten Ferienzeit von der 
nach Ziffer 1 stattgehabten Gesamtdauer der jährlichen Ferien, er 
gibt sich die Zahl der für Sommer und Herbst verfügbaren Ferien 
tage. Für ihre Verteilung in den unter 3 genannten Orten auf 
die geeignetsten Sommer- und Herbstzeiten und sür die Festsetzung 
des Beginnes der einzelnen Feriengruppen, sind die örtlichen Ver 
hältnisse der Bevölkerung sorgsam zu berücksichtigen. 
o Eine Wcihnachtsgabe für alte bedürftige Vete 
ranen. Der Reichsverband zur Unterstützung deutscher 
Veteranen versendet einen Aufruf, in dem die Bürgerschaft 
aufgefordert wird, sich an der Unterstützung besonders be 
dürftiger Veteranen zu beteiligen. Zu den Zielen dieses 
Verbandes, der erst seit Beginn dieses Jahres an die 
Oessentlichkeit getreten ist, haben sich die Tagesblätter der 
verschiedenen politischen Richtungen in wohlwollender und 
zustimmender Weise geäußert. Diese Verbandsziele gipfeln 
in dem Prinzip der Vermittlung leichter Stellen für noch 
arbeitsfähige Veteranen und in dem Grundsatz, überall da 
pekuniär nachhaltig zu helfen, wo die Staatshilfe nicht aus 
reicht, oder nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht zu 
lässig ist. Als Endziel ist sodann der Zusammenschluß 
aller Veteranenfürsorgeoereine ins Auge gefaßt, um in ge 
meinsamer Arbeit das zu erreichen, was bei der bisherigen 
Zersplitterung des privaten Veteranen-Unterstützungswesens 
leider noch nicht möglich war: Sicherstellung eines wenn 
auch bescheidenen Lebensabends für alte hilfsbedürftige Krieger. 
Der jetzt von dem Verbände ausgehende Aufruf fordert auf 
zum Beitritt und zur Zeichnung einer einmaligen Spende 
sür die „Kaiser-Wilhelm-Jubiläumssammlung 1913 für be 
dürftige Veteranen", über die bereits bei Gelegenheit des 
Regierungs - Jubiläums Seiner Majestät Bericht erstattet 
wurde. Das Ergebnis der noch einlaufenden Spenden soll 
in einem Nachtragsbericht Seiner Majestät als Weihnachts 
gabe übermittelt werden. Gleichzeitig hat das Präsidium 
beschlossen, am Weihnachtsabend den aus der Fülle der Ge 
suche sorgfältig ausgewählten Veteranen die erste Unter 
stützung zu gewähren. Beitrittserklärungen und Zeichnungen 
nimmt entgegen: Der Reichsverband zur Unterstützung 
deutscher Veteranen, Berlin W. 9, Potsdamerstr. 126. 
o In dem Konkursverfahren über das Vermögen 
der Frau Martha Fried, geb. Holländer. Rheinstr. 65, ist 
zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen 
Termin auf den 16. Dezember 1913, vormittags 10'/^ Uhr? 
anberaumt. Der Termin dient gleichzeitig als Gläubiger 
versammlung mit folgender Tagesordnung: Anhönmg der 
Gläubiger über Einzahlung eines Kostenvorschusses zwecks 
Anstrengung eiues Anfechtungsprozesses oder Einstellung des 
Verfahrens mangels Kasse. 
o Ueber einen eigenartigen Bücherhandel berichteten 
wir kürzlich. Darnach versendet eine Firma in Kassel ge 
druckte Zettel mit der Empfehlung eines Buches. Diese 
Empfehlungszettel enthalten mitten im Text die Bemerkung, 
daß die Empfänger des Buches durch die Annahme 
sich zum Kaufe verpflichtet. Diese Bemerkung wird 
in fast allen Fällen übersehen, das Buch wird, wenn es der 
Briefträger bringt, angenommen und gar bald schickt die 
Firma Zahlungsaufforderung und Klage. Um sich Scherereien 
und weitere Kosten zu ersparen, zahlen die meisten. Ein 
hier wohnender Herr aber ließ die Klage zur Entscheidung 
bringen. Er machte sich die Mühe und reiste zur Wahr 
nehmung seines Prozesses selbst nach Kassel und erzielte 
seine Freisprechung. Mit Recht erkannte der Richter an, 
daß Niemand verpflichtet sei, Drucksachen, die ihm ins Haus 
geworfen werden, durchzulesen. Der Verklagte erklärte, daß 
bei ihm Drucksachen ungelesen in den Papierkorb wandern, 
er also keine Kenntnis von dem Inhalte des sogen. Bestell 
zettels hatte. Der Richter erkannte das an, wies die 
klägerische Firma mit ihren Ansprüchen ab und verurteilte 
sie zur Tragung sämtlicher Kosten auch derjenigen des Ver 
klagten. Wenn jeder so vorgeht, dürfte die Firma bald 
ihren allen geschäftlichen Gepflogenheiten widersprechenden 
Handel einstellen. So aber findet sie immer noch genug 
Aengstliche, die das Geschäft recht rentabel machen. 
o Der bekannte Violoncell-Virtuose Willy Deckert 
befindet sich z. Zt. auf einer Konzertreise durch Rumänien, 
Serbien und Ungarn und trat überall mit großem Erfolge 
auf. Vorgestern spielte der Künstler — wie uns eine Privat 
nachricht meldet — in Bukarest im Kgl. Schlosse vor Ihrer 
Majestät der Königin Carmen Sylva. Er wurde stürmisch 
begrüßt und applaudiert. Die Königin ließ sich von ihm 
einem Vortrag halten über sein 300 jähriges Cello und nahm 
es selbst zur Hand. Mögen dem hier bestens bekannten 
Virtuosen noch weitere Erfolge beschieden sein. 
o Konzett des Friedenaner Männergesang-Vereins, 
1875. „Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande", ist 
ein altes Sprichwort. Auf den Friedenauer Männergesang 
verein angewendet, mag es besagen, daß die eigenen Konzert 
veranstaltungen des Vereins im Orte bisher niemals den 
Sylvias Lkaufkeur. 
Koma» von Loui» Iracy. 
51. (Nachdruck verboten.) 
„Sylvia — mein Liebling! Gott je» Dank, daß Sie 
noch früher da find, als ich <pie erwartet hatte!" 
Daß oie Herzlichkeit im Klung ihrer Stimme eine auf- 
richü e war. konnte wahrlich niu)£ zweffelhast sein, und 
in ihrer mütterlich zärtlichen Umarmung fühlte Sylvia 
eine wohltuende Sicherheit und Ruhe, wie sie ihr während 
der letzten Tage nur allzuoft gefehlt Harle. Herzlich küßte 
sie die ältere Freundin aus die Wange: dann aber, ihren 
inahiienoen Blick verstehend, beeilte sie sich, oie gegenseitige 
Vorstellung der beiden Damtzn zu bewirken. Die Begrüßung 
fiel von seiten der Mistreß Leland zwar nicht unhöitich. aber 
doch r-.rh. kühl aus, wahrend Frau von Riedvergs sauer 
süßes rräche.n nicht gerade überzeugend eine große Jreund- 
liasteit zu markieren suchte. 
Der nächste Blick der amerikanischen Witwe gehörte 
dein ehrerbietig aojeils stehenden Hajenkamp. 
„Unö wer, meine Liebe — wer ist das?" 
„llnfer Chauffeur." 
„Aber doch — doch nicht " 
„Doch nicht der, der uns hierher gebracht hat — wollen 
Tie lagen? Nein, allerdings nicht! Westenholz verließ 
11115 vor ungefähr zwei Minuten. Sein Nachfolger heißt 
Hasenkamp. Aber ich bin einigerinaßen erstaunt darüber, 
daß Sie erraten konnten " 
„Bitte, sagen Sie mir» warum Westenholtz Sie vor 
zwei Minuten verlassen hat." 
„Cr war genötigt, so schnell als möglich nach Frankfurt 
zurückzukehren. Im übrigen aber, glaube ich. daß die 
Reihe, Fragen zu stellen, zunächst an mir sein wird. Lassen 
L,e uns, bitte, hineingehen. Ich möckte mich vor allem 
von den. Staub der Fahrt befreien. Dann aber ma„e» 
Tie sich darauf gefaßt niachen, liebe Mistreß Leland. ein 
rich.iges Derhör zu bestehen. Darauf will ich Sie beizeiten 
vorbereiten. . ch bin ja gewiß hocherfreut, Sie fo un- 
verinutet wiederzusehen. Und Sie wissen, daß ich in solchen 
Dingen keine leeren Redensarten mache. Aoer es müßen 
sich Dinge zugetragen haben, für die ich vorläufig noch 
nicht die geringste Erklärung habe. Und ich hoffe zuversicht 
lich, daß Sie ganz ehrlich gegen mich sein werden." 
Mistreß Leland versprach es lächelnd. Aber ihr 
Lächeln war jezt etwas gezwungener als vorhin bei der 
Begrüßung. Sie Halle die Sache oisher nicht allzu tragisch 
genommen, weil sie in oie Ehrenhaftigkeit eines Grafen 
Hoin ngen keinen Zweifel gesetzt. Aber sein plötzliches 
Verschwinden, das so ganz den Anschein einer heimlichen 
Flucht halle, mißfiel ihr in hohem Maße und weckte in 
ihrer Seele ein Mißtrauen, von dem sie bisher frei ge- 
we>cn war. Das ganze Abenteuer gewann dadurch in 
ihren Augen ein verändertes und höchst bedenkliches Aus 
sehen. Pendleton mochte doch recht daran getan haben, sie 
um ihr Eingreifen zu ersuchen. Und sie war entschlösse», 
sich mit ebensoviel Vorsicht als Energie der Erfüllung der 
Aufgabe zu unterziehen, oie ihr da im Interesse ihres 
reizenden jungen Schützlings vom Schicksal zugeteilt schien. 
15. Kapitel. 
„Guten Morgen, Papa!" 
„Guten Morgen. Kurt! — Hast du dich auf deiner 
Fahrt nach Karlsruhe gut unterhalten?" 
„'Ausgezeichnet! — Und du?" 
„Nun, es geht. Auf der Hinfahrt habe ich mich ver- 
zweffelt gelangweilt. Ich langweile mich immer, wenn 
ich allein reife. Zurück aber.hatte ich ganz erträgliche Ge 
sellschaft — einen Franzosen, der sich immerhin darauf vcr- 
stand, mir die Zeit zu vertreiben." 
„Einen Herrn de Marigny — nicht wahr?" 
„Ach ja. du kennst ihn ja. Das hatte ich vergessen." 
„Ich bin ihm begegnet. Zu den Leuten, an deren Be 
kanntschaft mir etwas gelegen wäre, gehört er allerdings 
nicht." 
„Das Wetter war für eine Automobiltour ausneh 
mend günstig. Aber glaubst du nicht, daß es auf dem 
Punkte ist, umzuschlagen?" 
Dabei ging der alte Herr mit großer Bedachtsamkeit 
daran, ein Ei zu schälen. Er saß am Frühstückstisch im 
Familien-Speisezimmer des gräflichen Palais zu Frankfurt, 
und Kurt Dietrich kannte das in seinem Vaterhause gel 
tende, unverbrüchliche Gesetz, nach dem während einer 
Mahlzeit keine Unterhaltung begonnen werden durfte, die 
möglicherweise zu unangenehmen Auseinandersetzungen 
führen konnte. Die plötzliche Wendung, die der alte Herr 
dem Gespräch gegeben und die ihn durchaus nicht über 
raschte, nötigte ihm ein Lächeln ab; aber er gab sich keiner 
Täuschung darüber hin, daß die freundliche Gelassenheit 
seines Vaters vorläufig lediglich auf den Wunsch zurück 
zuführen war, seiner Verdauung nicht durch unzeitige Auf 
regung einen Schaden zuzufügen. Auch wenn er nicht 
schon vor seiner Ankunft gewußt hätte, daß die Luft voll 
Gewitterstimmung sei, würde er es aus den vertraulichen 
Aeußerungen des alten Kammerdieners Berringer ent 
nommen haben, der sich gleich nach seiner Ankunft ver 
pflichtet gefühlt hatte, ihm zuzuflüstern: 
„Während Ihrer Abwesenheit sind unangenehme 
Sachen vorgefallen. Herr Graf! Die gnädigste Gräfin 
Bruchhausen hat ihrem gnädigen Herrn Papa gewaltig zu 
gesetzt. Ich glaube, es waren böse Tage für den Herrn 
Papa l" 
„Ich will Ihnen was sagen, Berringer," hatte Kurt 
Dietrich zwischen Ernst und Scherz erwidert. „Meine gnä 
digste Frau Tante wird heute mittag zwischen ein und 
zwei Uhr mit uns frühstücken, und es ist vielleicht ange 
zeigt, daß Sie rechtzeitig für einen Sanitätswagen sorgen. 
Denn ich fürchte, die Frau Gräfin wird in kleine Stücke 
zerplatzen bei dem, was sie während des Frühstücks er 
fahren wird.
        
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