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Periodical volume Nr. 252, 26.10.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

o Der Lotterieverein „Glückauf" 1909 feiert morgen, 
r>. Dezember im Kaiser-Wilhelm-Garten sein 4. Stiftungsfest 
durch Konzert, Festspiel und Ball. Beginn des Konzerts 
8‘/a Uhr. _ Eintrittspreis 50 Pf. 
ü Die Guttempler der westlichen Vororte veran 
stalten morgen (Sonnabend) 8 ! / 2 Uhr im Wilmersdorfer 
Stadlpark (Seeschlößchen) ein Unierhaltungsabend. 
o Henry Porten, der Liebling der Besucher des 
Biosontheaters in der Rheinstr. 14 tritt daselbst von 
heute ab in dem dreiaktigcn Drama „Das Opfer" auf. 
Eine ergreifende Seemannsgeschichte spielt sich da in groß 
artig inszenierten Films ab und gibt der beliebten Kino- 
fünitlerin Gelegenheit, ihr hervorragendes Talent zu zeigen. 
Eine ausgelassene Komödie ist „Moritz (Prince) das Nest 
häkchen", nach dem Singspiel „Bölö" von de Najac und 
Alfred Hennequin. Es ist eine übermütige Darbietung zum 
Quietschen. Im Kampf mit Nothäuten, ein Wild-West- 
Drama zeigt die bekannte, beliebte Eigenart amerikanischer 
Eensationsfilms. Die Bienenzucht, ein instruktives Bild 
wirkt sehr belehrend, die Biofonrevue von Pathö srbres 
unterhaltend wegen ihrer Reichhaltigkeit an Bildern von 
neuesten Vorgängen aus aller Welt. Julius als Gladiator 
ist eine burleske Gabe, die zum Lachen reizt. Diese kurze 
Skizzierung des Programms beweist, daß das Biofontheater 
seine Besucher bestens zu unterhalten versteht. Anfang 
0 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Keine erhöhten Eintrittspreise! 
o Das Große Herbst - Preiskegeln, das jeden 
Donnerstag und Sonnabend von 6—12 Uhr und Sonntags 
von 3 — 12, Uhr im Lauterplatz-Kasino zu Friedenau, 
Hauptstr. 80, stattfindet, erfreut sich regen Zuspruchs. Außer 
den hohen Preisen, die wir au dieser Stelle wiederholt 
bekannt gegeben haben, werden von dem veranstaltenden 
Klub hohe Tages- und Stundenpreise ausgesetzt. Die ersten 
Preisträger am Sonntag, dem 30. November, waren auf 
Bahn H (Kleine Geldbahn), Herr Siebte II. Nagel. Richter 
mit 4 Kugeln 36 Holz. auf Bahn III (Wild und 
Gefliigclbahn) Herr O. Strich mit 4 Kugeln 34 Holz und 
auf Bahn IV (Geld und Kaßler) Herr Thürmer mit 4 Kugeln 
33 Holz. Wir können nur allen Kegelfreunden von Fern 
und Nah empfehlen, sich an diesem Preiskegeln zu be 
teiligen. Für eine gute Küche sorgt der rührige Wirt Herr 
Brenner auss beste. 
o Beim Besteigen der Elektrischen verunglückt. 
Ein Maurer, der vorübergehend als Mitfahrer in einer 
Selterwasserfabrik beschäftigt ist, versuchte an der Florastraße 
einen Straßenbahnwagen zu besteigen, der in der Fahrt 
war. Der Maurer fiel zu Boden und zog sich den Verlust 
zweier Zehen zu. Ein Arzt leistete ihm an der Unfallstelle 
den ersten Beistand. 
Vemns-nachricbteti 
Am Montag tagen: 
Ter Antiultramontane Reichsverband veranstaltet am Montag, 
dem'8. Dezember 8Y, Uhr eine öffentliche Versammlung im Tjer- 
gartenhos (Großer Saal) am Bahnhof Tiergarten. Graf Hoens- 
broech spricht über das Thema: „Das Zentrum ein Fremdkörper 
im national-politischen und kulturellen Leben Deutschlands." — 
Anschließend steie Aussprache. Eintritt 20 Pfennig. 
Berlin uncl Vororte 
80 Oesfentliche Vorträge am Institut für Meereskunde, 
Georgen - Straße 34-36. DienStag, dem 6. Dezember, 
Geh. Konsistorialrat Goedel-Kiel: Durch die Magellanstraße. 
— Freitag, den 12. Dezember, Dr. A. Hartwig-Berlin: Die 
Bodenschätze Chiles und ihre Bedeutung für den Seehandel. 
Die Vorträge werden, soweit möglich, durch Lichtbilder er 
läutert. Beginn der Vorträge 8 Uhr Abends. Eintrittskarten 
zu 0,25 M. sind an den Vortragsabenden von 6 Uhr an 
in der Geschäftsstelle (Georgensttaße 34-36) erhältlich. 
o Schmargendorf. Mit außergewöhnlicher Dreistigkeit 
gingen Geflügeldiebe in der gestrigen Nacht vor. Sie drangen 
in die Stallung eines Schankwirts in der Warnemünder 
Straße 19 ein, köpften 32 Hühner und — rupften sie sogar 
noch, ehe sie das Grundstück mit ihrer Beute verließen. 
Von den Dieben hatte niemand etwas gesehen oder bemerkt. 
o Lichtenberg. Die Lichtenberger Stadtverordneten 
versammlung beschäftigte sich am Donnerstag Abend in er 
regter Sitzung, die bis in die Nacht hineindauerte, mit der 
Wahl von 6 Stadträten. Daß in Anbetracht ihrer Zahl 
nicht aussichtslose Bestreben der Sozialdemokraten, ihre 
Kandidaten in den Magistrat zu bringen, hatte bei den 
bürgerlichen Parteien eine lebhafte Gegenbewegung hervor 
gerufen und versetzte die Versammlung während des Wahl 
aktes in fieberhafte Erregung. Es war ein klarer Kampf 
zwischen zwei Gegnern der bürgerlichen Rechten und der 
starken sozialdemokratischen Linken. Die Entscheidung stand 
in fast allen Fällen auf des Messersschneide. Einmal ergab 
sich das Resultat erst im dritten Wahlgange. Es wurden 
2 sozialdemokratische Stadtverordnete (Grauer und Hohn) 
und 2 Vertreter der Mittelpartei (Dr. Standtke und Dr. 
Nachtwey) zu Stadträten gewählt. Die Stadträte Lange 
und Bleckmann wurden wiedergewählt. 
GefAäMebes 
Ein Schlachtetest findet morgen wieder imsgcmütlichen 
Familienrestaurant „Rembrandt", Bahnstraße, Ecke Rembrandt- 
straße an der Friedenaner Brücke statt. Das erste Schlachtefest hat 
so guten Anklang gefunden, daß sich Herr Zieroff, der Besitzer des 
„Rembrandt" zu einer Wiederholung veranlaßt sieht. Ta Fein 
schmecker behaupten, daß die frische Blut- und Leberwurst delikat 
ist, darf das Restaurant „Rembrandt" wohl auch für morgen aus 
reichen Zuspruch rechnen, insbesondere als abends ivieder Künstler- 
konzert stattfindet. (Bergl. Anzeige). 
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Man verlange d'e Broschüre über Koppscha. 
BerantwortlicherSchristleiter: Hermann Martinius Friedenau. 
Bekanntmachung. 
Diejenigen Eltern, die im Jahre 1913 erfolgte Erstimpfung ihrer 
Kinder bisher nicht nachgewiesen haben, werden ersucht, den Nachweis 
umgehend, spätestens aber bis zum Schluffs dieses Jahres im hiesigen 
Gemeindeamtszimmer Nr. 49 vorzulegen oder einzusenden. 
Falls die Impfung wegen Krankheit unterbleiben muß, ist ein 
ärztliches Attest vorzulegen. 
Berlin, den 4. Dezember 1918. 
Der Gemeindevorsteher. 
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem 
Heimgänge meiner lieben Frau, unserer guten Tochter sagen 
wir unseren aufrichtigsten Dank. 
Johannes Lehmann, 
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