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Periodical volume Nr. 286, 05.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Frik-rmer 
Anparteiische 
(Friedenauer 
leitung für kommunale und bürgerliche 
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Jecken kllittvocki: 
Milzblatt „Seifenblasen". 
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Zeitung.) 
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f«rnlpreck,er; Timt pfalzbarg 212S. 
Ar. 286. 
Nerlin-Ariedenau, Areitag, den 5. Dezember 1913. 
20. Icchrg. 
Depeschen 
Letzte Nachrichten 
Donaueschingen. Der kaiserliche Statthalter von 
Elsaß-Lothringen Graf von Wedel und Generalleutnant 
von Deimling sind kurz nach 10 Uhr hier eingetroffen und 
haben sich alsbald in das fürstliche Schloß begeben. Auf dem 
Bahnhöfe waren zum Empfange erschienen: der Kommandant 
des Hauptquartiers Generaloberst von Plessen und der Chef 
des Militärkabinetts General der Infanterie Frhr. v. Lyncker. 
Alsbald traf auch der Reichskanzler ein. 
Cuxhaven. In der Nordsee und der Elbmiindung 
herrscht seit mehreren Tagen Sturmwetter, das letzte Nacht 
mit einem Hagel oder Schneeböengewitler seinen Höhepunkt 
erreichte. Der gesamte ausgehende Schiffsverkehr stockt. Auf 
Wittsand in der Elbmiindung ist ein bereits zum Wrack ge 
schlagenes, noch unbekanntes Segelschiff gestrandet. 
Kopenhagen. An der ganzen Küste Jütlands 
herrschte gestern und heute nacht ein orkanartiger Sturm. 
Im Hafen von Skagen stieg das Wasser um einen Meter 
über den normalen Stand und überschwemmte die Molen- 
und Hafenanlangen. Signalstationen stellen eine Windes 
stärke von 25 Sekundenmetern fest. 
Paris. Der amerikanische Multimillionär W. Roggers 
ist hier seit einigen Tagen spurlos verschwunden. 
Neapel. Kapitän Combin von dem französischen 
Dampfer „Lotus" berichtet, daß sein Schiff am Montag, 
als es durch die Straße von Messina fuhr, infolge eines 
Seebebens heftig umhergeworfen wurde, so daß unter den 
Passagieren eine Panik ausbrach. Das Seebeben hielt 
einige Sekunden an. Man glaubt, deß es sich um das 
selbe Erdbeben handelt, das auch a»s Mcssina und von der 
Calabrischen Küste gemeldet wird. 
Sitzung cler Semeinclevertrelung 
vom Donnerstag, dein 4. Dezember 1913. 
Tie gestrige öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung er 
ledigte sich schnell. Es wurden sämtliche Punkte glatt und nach 
den Vorschlägen des Gemeindevorstandcs angenommen. Für die 
Ratswage ist der Tarif ebenfalls nach den Vorschlägen des Vor 
standes genehnügt worden. Die wesentlichste Bestimmung ist, daß 
die Wiegegebühren für Hohlen und Koks mit 1 Pf., für andere 
Materialien mit 2 Pf. für 50Kilo Bruttogewicht berechnet werden. 
Zum Waisenratsmitglied wurde Herr Major v. Bötticher gewählt. 
W .$!. Finke stellte eine Anfrage über die Ausleihung von einer 
Million Mark an die Stadt Neukölln, wobei die Gemeindever 
tretung nicht gefragt worden sei. Nach der Landgemeindeordnung 
habe über die Verwendung des Gemeindevcrmögens die Gemeindever 
tretung zu entscheiden. Bürgermeister Walger erklärte, daß er 
nach einer Beratung im Finanzausschuffe und nach Rücksprache mit 
den Mitgliedern des Vorstandes glaubte zu der Ausleihung be 
rechtigt zu sein. Zum Schluß berichtete G.-V. Dr. Heinecker 
über seine Teilnahme an der Informationsreise nach Süddeutsch- 
laud, die die Teilnehmer am Internationalen Kongreß zur Be 
kämpfung der Tuberkulose veranstalteten. — Wir bringen nun den 
Verhandlungsberichl: 
Es fehlen die Schöffen Lichtheim und Sadöe, die G.-B. 
Kalkbrenner und Dr. Thurmann, die Bürgermeister Walger 
entschuldigt. Das Protokoll führt Biirodirektor Sudau; 
ferner sind anwesend Gemeindebaurat Altmann und Affessor 
Grundmann. 
Sylvias Lkaukkeur. 
Roma» von Laut» Dracy. 
49. (Nachdruck verboten.) 
Sylvia hatte gewünscht, in Karlsruhe einen kurzen 
Aufenthalt zu nehmen, um wenigstens einen flüchtigen 
Eindruck von der Stadt zu erhalten, die ihr als sehr 
hübsch und anmutig gerühmt worden war, und um außer 
dem im Hotel noch einmal nach Briefschaften zu fragen, 
die etwa am heutigen Morgen für sie eingelaufen seien. 
Hoiningen hatte diesem Moment nicht ganz ohne Sorge 
entgegengesehen, und er atmete auf, als er hörte, daß 
nichts da sei. Aller Wahrscheinlichkeit nach war ja auch 
Misier Pendleton als echter Amerikaner nicht der Mann, 
der ohne Not den Offa auf dem Olymp zu türmen beab 
sichtigte. Nachdem er einmal Mistreß Leland abgeschickt 
hatte, würde er sich vermutlich darauf verlasse», daß sie 
die Dinge wieder ins rechte Geleise brachte, u..d würde 
in Ruhe ihren Bericht abwarten. 
Sylvia äußerte das Verlangen, die Sehenswürdigkeiten 
der Stadt auf einem Spaziergang in Augenschein zu nehmen, 
und sie schien es als selbstverständlich zu betrachte», daß 
Hoitlingen dabei den Führer machte. Natürlich hatte sie, 
als sic diesen Wunsch aussprach, damit gerechnet, daß auch 
Frau von Riedberg mit ihnen gehen würde; aber die 
Baronin erklärte im letzten Augenblick, sie fühle sich zu 
abgespannt und würde es vorziehen, im Hotel auf ihre 
Rückkehr zu warten. Artig wie immer wollte die junge 
Amerikanerin nun ebenfalls auf die Ausf..yruag Ab 
sicht verzichten; aber Hoiningens bittender Blick hielt sie 
ab. das Wort auszusprechen, das ihn sicherlich ebenso 
Bürgermeister Walger bittet auf die Tagesordnung 
der geheimen Sitzung noch folgende Punkte zu setzen: Eine 
Verkehrsangelegenheit, eine Pecsonalsache und eine Bau 
angelegenheit. Die Gemeindevertretung ist damit ein 
verstanden. 
Die Herren Bache und Jaeschke haben einen Bericht 
über den Fortbildungsschultag verfaßt, der für die Herren 
der Gemeindevertretung auf dem Tische des Hauses ausliegt. 
Ebenso ist vom Generalvormund ein Bericht über die 
Versammlung der Berufsvormiinder in Stuttgart verfaßt 
worden, der gleichfalls den Herren zur Verfügung steht. 
Zu Protokollvollziehern bestimmt der Vorsitzende die 
G.-D. Matthies und Ott. 
Schöffe Wossidlo beantragt auf die Tagesordnung 
der öffentlichen Siüung noch einen Punkt: Entfernung von 
Bäumen in der Kaiserallee, zu stellen. Die Vertretung 
stimmt zu. 
Die Nachbewilligungsliste für das Rechnungsjahr 1913 
wird genehmigt. G.-V. Ott wünscht dazu noch eine Aus 
kunft über eine Personalsache, die Bürgermeister Walger 
in der geheimen Sitzung erteilen will. 
Zum Waisenrat wird Herr Major v. Bötticher, Stnben- 
rauchstr. 62, gewählt. 
Die Herstellung der noch fehle nden Asphaltstraßenflächen 
auf dem Friedhofsgelände in Gütergotz wird der Firma 
Kopp & Cie. übertragen mit der Maßgabe, daß die im 
Kostenanschlag zur Verfügung stehenden Mittel von 6879 
Mark nicht überschritten werden. 
Ueber die Siromlieferung für das Gütergotzer Jried- 
hofsgelände berichtet kurz Baurat Altmann. daß hierfür 
nur die Potsdamer Elektrizitätswerke in Frage kommen. 
Die von den Werken geforderte Garantiesumme von 250 M. 
auf die Dauer von 5 Jahren wird nach Berechnungen des 
Gemeindetechnikers Biülling erreicht werden, sodaß Bedenken 
gegen diese Bedingung nicht bestehen. Für die Anlage 
werden 3800 M. erforderlich. Die Gemeindevertretung ge 
nehmigt den Antrag und bewilligt die Kosten. 
Gemeindebaurat Altmann bemerkt dann über die 
Ratswage und den Wägetarif, daß die Wage fertiggestellt 
ist und daß sie nun zur öffentlichen Wage erklärt werden 
müsse. Der Wägetarif lehne sich demjenigen der Nachbar 
orte an, nur die Wägezeit müßte beschränkt werden, weil 
ein Herr aus dem Bauamt vorläufig als Wiegemeister an 
gestellt werden müßte. Der Herr wird durch die Potsdamer 
Handelskammer beeidigt werden. Es wird ihm auch eine 
kleine Vergütung bewilligt werden müssen. G.-V. Ott 
bemerkt, er hatte zunächst in der Personalfrage Bedenken. 
Da der Herr aber durch die Potsdamer Handelskammer 
beeidigt werden soll. so lasse er die Bedenken fallen. Ueber 
die Vergütung bitte er aber eine Vorlage zu machen, da 
hierüber die Gemeindevertretung zu beschließen habe. 
Bürgermeister Walger stimmt dem Vorredner zu und bittet, 
die Vorlage mit der Maßgabe zu genehmigen, daß über die 
Vergütung noch eine Vorlage gemacht werde. Die Gemeinde- 
vrtretung beschließt nach diesem Antrage und genehmigt den 
Wägetarif wie wir ihn in Nr. 283 veröffentlicht haben. 
Ueber die Vergabe der Fundamente für den Rathaus-' 
bau berichtet Gemeindebaurat Altmann, daß es wünschens 
wert wäre, bei der anhaltend milden Witterung die 
schmerzlich getroffen hätte, als es ihr schwer 
\ äre, es über die Lippen zu bringen. So mach.r. 
sich denn auf den Weg und verlebten eine kurze, wie i>. T 
Fluge dahingeschwundene Stunde jenes unbeschreiblich 
köstlichen Glückes, das eben nur die junge Liebe kennt. Ihr 
Verhältnis zueinander war nachgerade bis zu einem Punkr». 
gediehen, wo jedes harmlose Won eine tiefe Bedeutn?.-, 
gewann und jeder Blick zur beseligenden Offenbarung 
wundervoller Geheimnisse wurde. Es fiel ihnen nicht 
leicht, sich daran zu erinnern, daß Frau von Riedberg aus 
sie waltete, und daß sie ihren Aufbruch beschleunigen mußten, 
wenn sie Stuttgart noch zu guter Zeit erreichen wollten. 
Als sie das Vestibül betraten, kam ihnen die Baronin 
schon entgegen, eine offene Depesche in der Hand. Für 
einen Moment zuckte durch Sylvias Gehirn die Vermutung, 
daß ries eine an sie gerichtete Aufforderung sein könnte, 
die Fahrt aufzugeben und zu ihrem Vater nach Frankfurt 
zu kommen. Und sie war darüber nicht einmal sonberlich 
erschrocken, denn sie gehörte zu jenen Menschen, die lieber 
sofort zum Zahnarzt gehen, als daß sie sich tagelang mit 
Zahnschmerzen herumquälen. Für diesmal jedoch hatte sich 
ihr Ahnungsvermögen als unzuverlässig erwiesen; denn 
Frau von Riedberg beeilte sich. zu erklären: 
„Dies ist endlich eine Nachricht von Harro. Aber 
eine, aus der ich nicht recht klug werden kann. Er tele 
graphiert, daß es seine Absicht gcwe.en fei, mich in Stutt 
gart wiederzusehen, daß aber seine Geschäfte ihm die Reise 
leider nicht gcstatteten. Von dem Vicomte habe er ge 
hört. daß Mister Pendleton in Frankfurt sei, und er be 
dauert sehr, daß er ihm nicht seine Aufwartung machen 
konnte, bevor er die Stadt wieder verließ." 
„Bevor er die Stadt verließ?" fragte Sylvia. 
Fundamente so bald wie möglich herzustellen. Es habe ein 
Ausschreibung stattgefunden, deren Ergebnis wieder ein- 
Ueberraschung war. Das billigste Angebot stellt sich au? 
8365 M., das Höchstangebot auf das Doppelte, nämlich 
16 800 M. Es beteiligten sich 36 Firmen. Der Bau 
ausschuß hat die Ausführung der Fundamente in Beton 
beschlossen und empfiehlt, die Arbeiten dem Mindest- 
fordernden, der Aktien-Gesellschaft für Bauausführungen, zum 
Angebot von 9334 M. zu übertragen. Die nächstfolgenden 
Firmen verlangen 10 030 M., 10 104 M., 10 480 Bk. und 
die Friedenauer Firmen 10 817,50 M. und 11095 M. 
Da die Friedenauer Firmen nicht zu den drei Mindest- 
fordernden gehören, so kommen sie für die Vergabe nicht 
inbetracht. Sie sind aber auch gegenüber dem Mindest- 
sordernden um 1500 M. teurer. G.-V. Huhn bemerkt, 
daß der Preis ungeheuer niedrig sei, sodaß die Firma dabei 
zusetzen müßte. Er habe aber außerdem Bedenken, die 
Betonarbeiten jetzt im Winter ausführen zu lassen, da durch 
Frost viel verdorben werden könnte. Es müßte denn eine 
ganz besondere Aufsicht sein. Gemeindebaurat Altmann 
gibt zu, daß die Preise sehr niedrig sind. Aber die 
Firma habe sich durch den Bau der 3. Volksschule als 
leistungsfähig erwiesen, sodaß keine Bedenken bestehen, ihr 
die Arbeiten nicht zu übertragen. Für eine genügende 
Aufsicht werde selbsterständlich gesorgt sein und man werde 
Vorkehrungen treffen, um ein Einfrieren zu verhindern. 
G.-V. Huhn führt aus, er habe nach den Erklärungen des 
Herrn Baurat, daß für genügende Aussicht gesorgt werde, 
keine weiteren Bedenken. Darauf werden die Arbeiten der 
Fundamente für den Rathausbau der Aktien-Gesellschaft für 
Bauausführungen übertragen. An Kosten einschließlich Bau 
leitungsgebühren werden 11 000 M. bewilligt. 
Mit der Errichtung einer neuen Handmerkerklasse an 
der Fortbildungsschule zum 1. Januar 1914 erklärt sich die 
Gemeindevertretung nach dem Vortrage des Schöffen Bache 
einverstanden und bewilligt dafür die Kosten in Höhe von 
150 M. 
Schöffe Wossidlo berichtet dann, daß in der Kaiserallee 
19 Bäume derart vom Borkenkäfer befallen sind, daß ihre 
Entfernung notwendig sei. Sie sollen durch Platanen ersetzt 
werden. Die Kosten belaufen sich auf 550 M. Außerdem 
soll eine Rüster vor dem Hause des Herrn Kunow entfernt 
werden. Schöffe v. Wrochem fragt, was mit dem Holz 
geschähe. Schöffe Wossidlo antwortet, daß es von der 
Gemeinde verwertet oder verkauft werde. G.-V. Schultz 
hält die Kosten für sehr hoch. G.-V. Heise fragt, ob die 
Bäume nicht erhalten werden könnten, er habe im Tier 
garten gesehen, wie man die vom Borkenkäfer befallenen 
Bäume geheilt hätte. Schöffe Wossidlo erklärt, daß die 
Bäume bereits tot wären, zum Leben könnte man sie da 
nicht mehr erwecken. Darauf werden die Kosten für die 
Beseitigung der kranken Bäume in der Kaiserallee bewilligt. 
G.-V. Ott bemerkt, es wäre durch die Zeitung die 
Notiz gegangen, daß für die Landkrankenkasse höchstens 2000 
Mitglieder inbetracht, kämen, während man hier doch mit 
4000 rechnete. Er frage, ob es den Tatsachen entspreche, 
daß die Mitgliederzahl so wesentlich herabgehe. Bürger 
meister Walger antwortet, er wüßte nicht, woher die Zahl 
2000 genommen sei, das müßte ein Schreibfehler des Be- 
f *3f)r Vater natürlich, meine Liebe!" 
>' „Bevor wer sie verließ, um wohin zu gehen?" 
Frau von Riedberg studierte noch einmal ihre De 
pesche. 
„Davon steht nichts da. Nichts weiter als: „bevor er 
die Stadl wieder verließ." 
„Das ist allerdings eine neue überraschende Wendung," 
warf Hoiningen lächelnd ein. Sylvia aber stampfte un 
willig mit dem Fuße. 
„Das Ganze wird nachgerade lächerlich." erklärte sie. 
„Noch nie hat mein Papa ein ähnliches Versteckspiel mit 
mir getrieben." 
Mistreß Leland wird ohne Zweifel alles aufklären. 
Bis dahin werden Sie sich wohl oder übel gedulden müssen, 
Miß Pendleton." 
Nach der Vorstellung, die er sich aus Sylvias ge 
legentlichen Aeußerungen von ihrem Vater gemacht batte, 
war Hoiningen sehr geneigt, zu glauben, daß Mister 
Pendleton die Abreise nur vorgeschützt habe, um sich so 
unbequemer Besucher zu erwehren, wie es der ehemalige 
Oberleutnant von Riedberg in seinen Augen sein mochte. 
Darin aber hatte er sich doch gründlich geirrt; denn zu 
derselben Zeit, da die drei Automobilreifenden auf vor 
trefflichen Wegen in einem sehr beschleunigten Tenipo der 
wiuttembergischen Hauptstadt zustrebten, hielt ein anderer 
Motorwagen, der von Bruchsal heraufgekommen war, und 
an dessen Steuer kein anderer als der brave Bartels saß, 
aus ein Zeichen des Passagiers vor den ersten Häusern 
eines Dörfchens in der unmittelbaren Nähe von Karlsruhe. 
Zwei halbwüchsige Jungen von ziemlich intelligentem Aus 
sehen lungerten da an der Straße herum, und der In- 
lasse des Autos, ein langer, hagerer Herr mit charakterijti-
        
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