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Periodical volume Nr. 279, 27.11.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

betrieb' der Bierbrauereien, für welche die allgemeinen Be 
stimmungen iiber die Sonntagsruhe auch an diesen beiden 
Sonntagen gellen. Der Verkauf von Back- und Konditor- 
waren, von Fleisch und Wurst, der Milchhandel und der 
Betrieb der Vorkosthandlungen ist außerdem an den 
genannten beiden Sonntagen schon vor Beginn der allge 
meinen Verkaufszeit von 5 Uhr Morgens an zulässig. 
o Die Bebauungspläne für den Breitenbachplatz 
sind nun auch von Wilmersdorf und Dahlem genehmigt 
worden, nachdem sich zuvor auch Steglitz mit ihnen einver 
standen erklärt hatte. Der Platz erhält eine Gesamtlänge 
von 260 Metern und eine Dnrchschuittsbreite von 85 Metern. 
Das Mittelrondell soll als Wahrzeichen des Platzes einen 
Obelisk erhalten. Auch ein umfangreicher Spielplatz ist 
vorgesehen. 
v Der durchschnittliche Wert eines Sparkassen 
buches beträgt in Preußen 882.23 M., in Berlin dagegen 
nur 489,30 M. Es steht damit gegenüber sämtlichen 
preußischen Regierungsbezirken an letzter Stelle. Obenan 
steht der Regierungsbezirk Münster mir 1834,78 M. 
o Die Gemeindestenern im Deutschen Reiche haben 
sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Sie betragen 
jetzt etwa 1,8 Milliarden Mark. 
o In dem .Konkursverfahren über das Vermögen 
des Kaufmanns Paul Walter (Firma A. Walter) in 
Berlin W„ Friedrichslraße 66, Privatwohnung: Berlin- 
Friedenau, Jsoldestr. 1, ist infolge eines von dem Gemein 
schuldner gemachten Vorschlags zu einem Zmangsvergleiche 
Vergleichstermin auf den 12. Dezember 1913, Vorm. 10 Uhr, 
anberaumt. 
oZwangsversteigernngsergebnis. Stubenrauchstr. 11-12 
Ecke Rotdornstraße 4, dem Rentier Anton Kaufmann j in 
Berlin-Friedenau gehörig gewesen. Fläche 8,23 Ar. Nutzungs 
wert 19 200 M. Mit dem Gebot von 383 000 Bl. bar 
blieb die„Elga", Grundstücksverwertungsgesellschaft m. b. H. 
in Berlin-Schöneberg, Rosenheimer Slr. 23, Meistbietende. 
o Bezahlt die Rechnungen an die Handwerker! 
Diese Mahnung richten wir jetzt ivicdcr, da "mir in dem 
Weihnachtsmonat stehen, an alle diejenigen, die lediglich 
aus Nachlässigkeit ihre Rechnungen anstehen lassen. Manch 
ein Handwerksmann ist dadurch schon ungemein geschädigt 
worden, daß seine Kunden aus Vergeßlichkeit oder Bequem 
lichkeit ihre Rechnungen unbezahlt ließen. Nicht allein, daß 
der Gläubiger dadurch womöglich selbst Zahlungsschwierig 
keiten hat, wird ihm auch oft das ganze Geschäft vor Weih 
nächten, das ihn für die ganze Geschäftsstille im Jahre ent 
schädigen soll, verdorben. Er wagt es nicht, seine Kunden 
zu mahnen, weil er fürchtet, sie gar zu beleidigen und dann 
wohl ihre Kundschaft zu verlieren. Die Rücksicht hierauf 
zwingt ihn dann, manches Geschäft, zu dem er flüssiges 
Geld braucht, von der Hand zu weisen. Dem kleinen Hand 
werker wird ja nur selten Kredit geboten. Aber um so 
weniger soll man auch von ihin Kredit verlangen. Dem 
Handwerker den Lohn schuldig bleiben, heißt in vielen 
Fällen, ihn um den Lohn seiner . Arbeit bringen. Alsa: 
Bezahlt vor dein Beginn des Weihnachtsgeschäfts die Hand- 
weerertechnlingkn! 
o Der Schlittschuhsport wird nun bald wieder in 
Aufnahme kommen. Hat sich doch der Frost schon einge 
stellt und nach einer alten Bauernregel, soll, wenn der erste 
Frost sich so spät wie in diesem Jahre einstellt, ein harter 
Winter zu erwarten sein. Das ist für viele nicht tröstlich, 
desto mehr aber freut sich die wintcrsporllustige Jugend, freuen 
sich die — Eisbahnpächter. Die letzten milden Winter 
haben den Pachtern wenig Verdienste gebracht, lind so er 
hoffen sie bessere Einkünfte von diesem Winter. Die 
schönsten Eisbahnen in unserem Orte sind immer diejenigen 
auf den Grubeschen Sportplätzen gewesen. Es dürfte sich 
daher für Freunde des Schlittschuhsports empfehlen, schon 
jetzt Abonnements bei Herrn Grube zu lösen. Die Eis 
bahnen befinden sich Wiesbadener Straße am Rcformreal- 
gymnasium und Laubocher Straße, Ecke Kreuznacher Straße 
am Elektrizitätswerk. Einen 3. Platz hat Herr Grube noch 
in Steglitz an der Rothenburgstraße eingerichtet. Die 
Bahnen werden Abends durch elektrische Bogenlampen tag 
hell erleuchtet. Wir bitten, die Anzeige in dieser Nummer 
gest. zu beachten. 
o Stenogravhcnvereitt Stolze - Schrey. In der 
Novembersitzring des Stenographenvereins Stolze-Schrcy, die 
im Kaiser-Wilhelm-Garten am 21. bei gutem Besuch abge 
halten wurde, sprach der Vorsitzende, Lehrer Lüdlke, über 
„Stenographie ini Verwaltungsdienst". Redner ging ein 
dost eii'.e gewisse junge Dame es kehr ütel vermerken würde, 
wenn er von dieser Freih.il wirrlich den von ihr scheinbar 
gewünschten Gebrauch mach e. Er begab sich deshalb in 
das Schreibzimmer und versagte auf Grund längeren 
Nachdenkens folgenden, für die besagte junge Dame be 
stimmten Brief: 
,Meine verehrte Mist Pendleton! Ich fahre nach 
Karlsruhe, aber ich werde noch vor dem Frühstün wieder 
hier sein. Die Krankheit der orau non Riedderg, so leb 
haft ich sie bedauere, stößt mir doch nicht die geringsten 
Lesorgniffe ein, und ich mochte Sie bitten, sich hierin von 
meinem Beispiel anstecken zu lassen. Jedenfalls bin ich 
der Meinung, daß diese Krantheit Sie nicht hindern sollte, 
den prachtvollen Blick von einem nahegelegenen Aussichts 
punkt zu genießen, zu dem ich wie »ach meiner Rückkehr 
führen mochte. Seien Sie überzeugt, daß die Frau 
Baronin gegen dielen Spaziergang nicht das geringste ein 
zuwenden haben wird. Nur unsere heutige Anwesenheit 
in Karlsruhe scheint sich mit den Rücksichten, die sie ihrer 
Gesundheit schuld.g ist, nicht vereinigen zu lassen. Aus 
welchem Grunde, hoffe ich inn.rhalv der nächsten zwei 
Stunden herausgebracht zu haben. Und ich leugne nicht, 
daß dies' eines der wJentiichsten unter den verschiedenen 
Motiven ist, die mich jetzt zur Fahrt bestimmen. 
In tiefster Ergebenheit Ihr " 
Hier hatte seine Feder gestockt, denn so wenig er den 
Brief jetzt schon mit seinem vollen Namen unterzeichnen 
durjte, io lcbha-t widerstrebte es ihm, sich noch einmal 
schriftlich eines .namens zu bedienen, der zwar an und für 
sich nicht gerade- einen Betrug bedeutete, der aber doch 
bisher dazu b. stimmt gewesen war, sie zu tätlichen. Er 
leitend darauf ein. daß die Staats- und Rcichsbchörden 
immer mehr dazu übergegangen sind, die Stenographie zur 
leichteren Abwicklung des Geschäftsganges in ihren Dienst 
zu stellen. Ganz energisch trete aber in letzter Zeit die 
Forderung auf, dost die Gemeindebeamten stenographie- 
kundig sein sollen. Bei der Verwendung der Stenographie 
im Verwaltungsdienst müsse aber grundsätzlich neben den 
sogenannten Redestenographen unterschieden werden zwischen 
den Diktatstenographen und den stenographisch gewandten 
Bürabeamten. Zur Verwendung als Diktatstenographen 
müßten in erster Linie die Beamten der Kapzlei, die mög 
lichst über eine Fertigkeit von 150 Silben verfügen müßten, 
in Betracht kommen. Stenographisch gewandt sollten alle 
Beamten sein, um die Kurzschrift zu ihrer eigenen Ent 
lastung beim Entwerfen von Schriftsätzen, zu Notizen bei 
Rücksprachen mit den Vorgesetzten, zu stenographischen Rand 
bemerkungen usw. vermendBN zu können. Zu fordern wäre 
eine Mindestleistung von 120 Silben in der Minute. Um 
aber diese Anwendung zu ermöglichen, sei eine planmäßige 
Vorbildung notwendig, die am besten in gesonderten 
Schnelligkeits- und Förderungskursen zu erlangen ist. Es 
wurde ferner beschlossen, für ältere Damen und Herren 
einen besonderen Uebungsabend einzurichten und das 
Wintermettschreiben am 13. Januar abzuhalten. Ein neuer 
Anfängcrkursus soll Anfang Dezember beginnen. An 
meldungen an den Vorsitzenden Lüdtke, Wiesbadenerstr. 11. 
v Das Mandolinenkonzert des Mandolinenklubs E. 
R. S., Leiter Herr Redlinger, findet morgen (Sonnabend) 
Abend 8 Uhr im großen Saale des „Kaiser-Wilhelm-Garten" 
statt, worauf wir hiermit nochmals empfehlend hinweisen. 
o „3 1.“ Wem stehen die schrecklichen Katastrophe» 
unserer Marincluftschiffe „L 1" und „L 2“ nicht noch leb 
haft vor Angen. An dieses furchtbare Unglück erinnert ein 
, Film „8 1". der von morgen üb in den „Hohenzollern- 
! Lichtspielen", Handjerystr. 64, zur Vorführung kommt. 
S In der Hauptrolle ist die berühmte Kinoduse Asta Nielsen 
i tätig. Das Drama schildert die Katastrophe eines Militär- 
j lustschisses. Nach dem Unglück wird von militärischen Sach- 
! verständigen über Verbesserungen beraten, um solche Kala- j 
' strophen in Zukunft zu vermeiden. Besonders interessiert 
die Erfindung eines jungen dänischen Flugicchnikers. Der i 
General n. Hessendorf wird entsandt, die Pläne zu er- s 
werben. Gleichzeitig schickt eine fremde Macht den Grasen j 
Baidini ebenfalls zur Erwerbung dieser Pläne nach Däne- j 
mark. Zwischen Baldini und der Tochter des Generals ent- 
spinnt sich ein Liebesverhältnis, was der Graf dazu benutzt, s 
um sich in den Besitz der Kopien der Pläne zu setzen, i 
Unter Hintcmtsetztmg ihrer Ehre und unterZ Verzicht auf ihre - 
Liebe ringt die Tochter dem ©rasen die Pläne wieder ab und 
rettet so unser Vaterland. Es ist ein fesselndes Drama, 
dem die Zuschauer mit Spannung folgen- Von den ferneren 
Darbietungen in den „Hohenzollern-Lichtspielen" erwähnen 
wir das Zukunftsbild aus dem Jahre 2000 „Ter Alchimist", ; 
ein hübsches Liebesdrama. Auch für Humor ist wieder in 
reichem Maße-gesorgt. „Max und-die Tochter des Kapitäns" 
zeigt den Tausendsassa Mar Linder in einer Glanzrolle. 
Von überwältigender Komik ist--„Der' verstorbene Onkel." 
Also auch das neue Programm im „Hohenzollern" muß 
jeder sehen. Heute gelaugt zum letzten Male der Film 
„Die großen Reisen und Jagden im Innern Afrikas" zur 
Vorführung. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, beeile 
sich also! 
o Das Große Herbst-Preiskegeln, welches der 
Kegelklub „Friedenau k909", im Laulerplatz-Kusino zu 
Friedenau, Hauptstr. 80, veranstaltet, ist bis jetzt gut ver 
laufen. Kegeltage jeden Donnerstag, Sonnabend und 
Sonntag. Schlußkegeln am Sonntag, denr 14. Dezember 
1913. Eine große Dauer-Geldbahn 1. Preis 500 M. usw., 
eine kleine Geldbahn und zwei Lebensmittelbahnen, jeden 
Sonntag Preisverteilung. Am Sonntag, dem 23. d. Bits, 
errangen die ersten Preise: Auf Bahn 11 (Kleine Geldbahn), 
Herr Reiband mit 4 Kugeln 30 Holz, auf Bahn 111 
(Wild und Geslügelbahn) Herr Nagel mit 4 Kugeln 34 
Holz und Bahn IV (Wurstbahn) Herr Geh mit 4 Kugeln 34 
Holz. Alle Kegelfreunde von Fern und Nah sind zn den 
folgenden 9 Schlußkegeltagen herzlichst eingeladen. Auf 
allen Bahnen hohe Tagesprämien, Sonntags ans Bahn I 
auch Stundenpreise. Anfang Wochentags um 6 Uhr: Sonn 
tags um 3 Uhr Nachmittags. — Für gute Speisen und 
Getränke ist bestens gesorgt. 
o Auf der Treptow-Sternwarte finden folgende 
wissenschaftliche Kino-Vorträge statt: Am Sonnabend, dem 
dantte eine deine Weite nach: dann schrieb er lächelnd: 
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ein kleines 
Malheur mit dem Motor passiert wär., das zwar nicht i 
den Namen einer ernstlichen Panne verdiente, üeffen Be- ! 
feitigung aber immerhin eine Viertelstunde oder etwas 
darumr in Anspruch nahm. So wenig wurde übrigens 
Hoiningens gute Laune durch dies Mißgeschick beeinträchtigt, 
daß er fick) während der Arbeit an der Maschine lustig 
mit zwei halbwüchsigen Dorfjungen unterhielt, die ihm jehr 
interessiert zusahen. Da sis durch ihre Fragen einen ge 
wisse» Grad von Inte.ügenz bekundeten,. machte er sich 
den Spaß, ihnen ein Nechenexempel aufzugeben. 
„Hört, Buren," sagte er. „Wenn ihr euch eine fürst 
liche B lohnuug verdienen wollt, sollt ihr eure Flachs 
köpfe mal ein wenig anstrengen. Stellt euch zwei Männer 
vor, von denen der eine eine bestimmte Wiese in drei 
Tagen abmähen kann, während der andere vier Tage dazu 
brauchen würde. Nun aber tun sich beide zu genieinsainer 
Arbeit zusammen. In welcher Zeit werden sie damit 
fertig geworden sein? Wenn ihr s richtig herausbringt, 
gebe ich jedem van euch eine Mark." 
Er mußte die Aufgabe wiederholen, bis die Knaben sie 
ganz begriffen hatten; daun aber kam wie ans einem 
Munde von zwei Lippenpaaren die Antwort: 
„In drei Tagen und einem halben." 
„Unsinn!" wies Hoiningen die falsche Lösung zurück. 
„Rechnet nur weiter." 
29. November, Nachm. 5 Uhr: „Interessante Bilder aus 
Italien", Abends 7 Uhr: „Ehristoph Kolumbus", am 
Sonntag, dem 30. November, Nachm.5 Uhr: „Scotl's 
Reise zum Südpol und ein Blick ins Weltall" (Vortrag von 
Dir. Dr. F. S. Archenhold), Abends 7 Uhr: „Aus fernen 
Landen", am Montag, dem 1. Dezember, Abends 7 Uhr: 
„Christoph. Kolumbus", am Dienstag, dem 2. Dezember, 
Abends 8»/, Uhr spricht Dir. Dr. F. S. Archenhold über: 
„Wellanschauung und Himmelskunde unter Vorführung 
zahlreicher Lichtbilder. Mit dem großen Fernrohr wird 
am Sonnabend der Saturn, ain Sonntag und den folgenden 
Tagen der Mond beobachtet. 
o Durchgebrannt! Gestern Mittag kam es in der 
Bornstraße zu einer wilden Jagd. Zwei Herren gingen 
dort, anscheinend in harmloser Unterhaltung, auf und ab. 
Plötzlich ergriff der kleinere Herr in hascnartigen Sätzen die 
Flucht, während der andere Begleiter unter den- Rufen 
„Halt—halt!" ihm nacheilte. Einigen hinzueilenden Herren, 
die sich nach dem Grunde der Flucht seines Freundes er 
kundigten, ward die Auskunft zuteil, der Flüchtling habe ihn 
geschäftlich betrogen und sei, um weiteren Auseinander 
setzungen zn entgehen, ausgerückt, noch dazu mit seiner, des 
Betragenen Reisetasche! Eine Fortsetzung der wilden Jagd 
mußte unterbleiben, da der schnell Laufende sich bereits auf 
Schmargendurser Gebiet befand und nicht mehr zu fassen 
war. Der Betrogene meinte, wenn er sein Geld nicht er 
halte, so wolle er ihm wenigstens, sobald er seiner habhaft 
werde, gehörig das Fell verbläuen. 
o Bodendiebstähle. Die Bodenkammern in -den 
Häusern Varzincrstr. 4 und Schmargendorferstr. 11 sind er 
brochen morden. Dem Kaufmann Schmidt im erstgenannten 
Hause sind für 85 M. Betten aus einem Schrank gestohlen 
worden. Es kommen als Täter anscheinend gewerbsmäßige 
Bodendiebe in Frage. 
o Mann und Rost im Sumpf. Reben „Onkel 
Toms Hütte" im Grnnewäld geriet gestern ein Reiter mit 
seinem Pferde in einen Suinpf. Der Reiter konnte sich 
durch einen schnellen Sprung vom Pferde aufs Trockene 
retten. Das Pferd konnte nur mühsam befreit werden. 
Ain Freitag tagen: 
Stenographenvercin „Stolze-Schrey". '/,,9Uhr in der Gemeinde- 
Mädchenschule, Gvßlerstratze. Tiktatschreiben in verschiedenen Ab 
teilungen. 
Berliner Verein für Luftschiffahrt. 332. Versammlung am 
Montag, dem 8. Dezember, 8 Uhr, im großen Saale des Künstler 
hauses, Bellevuestr. 8. 
Patenllckau 
mitgeteilt vom Patentbüro Johannes Koch, Berlin NO. 18, Große 
Frankfurter Straße 59. Abschriften billigst. Auskünfte kostenlos. 
Theodor LeHmbeck, Berlin-Friedenau. Mcnzelstr. 1: Kolben für 
Verbrennungs- und Dampfmaschinen mit selbsttätiger Pressung des 
Kolbenriüocs'kiurch den auf den Kolben wirkenden Druck. (G.M.) 
Dipl.-Jng Wilh. Witckelmann, Berlin-Friedenau, Offenvacher- 
straße 27 : Kontakifcdcr mit Jsvlicrstücken, bei denen die Um- 
i prcssungssläche verhältnismäßig gering ist. (GM.) 
Landis & Gpr G. m. b: H., Berlin-Friedenau: Vorrichtung 
an Zeitschaltern für drei Schaltstclluiigen. (GM.) 
C P. Goerz, A.-G., Optische Anstalt, Berlin-Friedenau: 
: Scheiniverfcr mit Gasbrennern, weiche zum Teil als Gebläse- 
brenner mit Glühkörper, zum anderen Teil aber als gewöhnliche 
Brenner mit selbstleuchtender Flamme ausgebildet sind. (GM.1 
Gottlieb, Berlin-Friedenau, Südwestkorso 5: Speisenwasser- 
Röhrenvormärmer für Beheizung mit Abgasen. (Angem. Pal.) 
Landis & @yr, G. m. b. H., Berlin-Friedenau: Anordnung 
zuin Messen des elektrischen Stromes nach dem Doppeltarif. (An 
gem Pat.) 
Seböneberg 
—o In das Handelsregister ist eingetragen worden: 
Nr. '41 780. Firma Alfred Solle in Berlin-Schöneberg. 
Inhaber Alfred Seite, Kaufmann, Berlin Schöneberg. — 
Nr. 13 555. Einil Hertz, Schöneberg. Niederlassung jetzt: 
Berlin - Wilmersdorf. — Nr. 41 792. Firma Ludwig 
Schmülliug, Negierungsbaumeister in Berlin - Schöneberg, 
Inhaber Ludwig Schmülliug, Negierungsbaumeisler a. D. 
in Berlin-Lckiönebcrg. — Bei Nr. 17 138. Firma Max 
Rosenbaum i» Berlin-Schöiieberg: Niederlassung jetzt: Berlin. 
— Nr. 41 780. Gustav Adolph, Berlin - Schöneberg. 
Inhaber Gustav Adolph, Kaufmann, Berlin-Schöneberg — 
Bei Nr. 12 223. NealgeseUschast Waitzstraße 16, Gesellschaft 
mit beschränkter Haftung: . Durch den Beschluß vom 
Ä*ttaira4srTtSi}a».'ira £>rrrn*««-«."r>■ - ■. 
Mit hoch geröteten Gesichtern und eifrig debattierend, 
machten sich die jungen Rechenkünstler von neuem ans 
Werk, und als Hoiningen seinen Sitz wieder einnahm, 
glaubten sie des Rätsels Lösung glücklich gefunden zu 
haben. 
„Die Männer brauchen einen und dreiviertel Tag," 
lautete sie diesmal; aber zn ihrein großen Schmerz 
wurde sie auch diesmal nicht als richtig anerkannt. 
„Wieder gefehlt. Aber ich will euch noch eine Chance 
lassen. In einer halben - Stunde oder in einer ganzen 
komme ich noch einmal hier vorüber. Bis dahin bringt 
ihr's vielleicht heraus." 
Er wollte sein Auto in Bewegung sehen, und er 
hätte wahrlich wohl getan, nicht Damit zu zögern. Aber 
wie die größten Wirkungen oft genug durch die aller 
kleinsten Ursachen herbeigeführt werden, so wurde auch 
hier ein im Uebermut aufgegebenes Rechenexenipel zum 
Anlaß der außerordentlichsten Berwicklungeii. Denn die 
Buben erklärten, daß sie ohne Bleistift und Pap-er mit 
solcher Herkulesarbeit des Geistes unmöglich zustande 
kommen könnten, und die Furcht, einige kostbare Minuten 
unwiederbringlich zu verlieren, hielt sie offenbar ab, sich 
das Benötigte aus dein Dolfe zu holen. Gerührt durch 
ihre bewegliche Bitte, hielt sich Hai,n men damit auf, in 
seiner Westentasche nach einem Dlelstqce.roe zn suchen und 
aus seinem Taschenbuche ein paar Blätter zu reißen, die 
er in die verlangend ausgestreckten, schmutzigen Hände 
legte. Da er nun überdies mit Rücksicht auf den eben er 
littenen Unfall ein etwas mäßigeres Tempo innehielt, ge 
schah es, daß er vor dem Hotel „Zum grünen Hof" in 
Karlsruhe hielt, genau vier Minute», nachdem der Expreß- 
zug einen sehr indignierten alten Herrn in der Richtung 
nach Frankfurt entführt hatte. (tzouietzung folg:.)
        
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