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Periodical volume Nr. 72, 27.03.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenauer 
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Nerlin-Iricdenau, Montag, den 24. Kovemöer 1S13. 
2«. Zayrg. 
Depeschen 
Letzte rZacbricbten 
Berlin. Ein schwerer Eisenbahnunfall hat sich heute 
Morgen kurz nach 10 Uhr ans der Borortstrecke Berlin- 
Erkner, dicht bei Station Karlshorst, zugetragen. Ein 
Probezug fuhr in eine dort mit Erdarbeiten beschäftigte 
Arbeiterkolonne und lotete sechs Arbeiter auf der Stelle, 
zwei andere wurden schwer verletzt. 
Alt-Glienicke. Hier stiegen in einer Unterführung 
der Görlitzer und Stadtbahn zwei Betriebswagen der 
Teltower Kreisbahn im Nebel zusammen. Fünf Personen 
wurden durch Glassplitter verletzt. 
Erfurt. Am morgigen Dienstag findet vor dem 
Reichsmilitärgericht in Berlin die Reoisionsverhandlung in 
dem viel erörterten Prozeß gegen die Erfurter Reservisten 
statt. Der Kommandierende General des Xl. Armeekorps 
in Kassel, Freiherr v. Scheffer-Bayadel, hat als Gerichtsherr 
Revision gegen das am 4. September d. Js. gefällte Urteil 
des Lberkriegsgerichts seines Armeekorps eingelegt. 
London. Nach einer Meldung aus Los Angeles in 
Kalifornien hat die frühere Schauspielerin Vera ©sott, die 
dort wegen mehrfacher Räubereien verhaftet worden war, 
gestanden, am 23. November 1905 Marshal Field jr.. den 
Sohn des Chikagoer Warenhansdesitzers Marshal Field sen., 
ermordet zu haben. 
Oie OienNbotenverNckerung in 
GrolZLerlm. 
In derAuladesReformrealgymnasiilms in derHomuthstraße 
findet heute Abend 8 Uhr eine öffentliche Versammlung 
zwecks Besprechung und Information bezüglich der Tiensr- 
dolenversicherung in Friedenau statt. Man schreibt uns 
dazu: Ob die Bersicheriingsverpflichtung am 1. Januar 
1914 beginnt oder später, ist noch nicht ganz bestimmt, 
denn noch hat — was auffällig ist — der Bundesrat sich 
darüber nicht definitiv geäußert. Tie lebhaften Bedenken 
und Bemängelungen di.ies gerade von den konservativen 
Zeitungen öffentlich bekämpften Reichsgesetzes mögen dabei 
eine nicht zu unterschätzende Rotte spielen. Daß diese Hals 
über Kopf nach dem Schema anderer Versicherungen zustande 
gekommene Krankenversicherungsgesetzgebung dringend einer 
Aenderung bedürftig ist. wird allseitig schon jetzt anerkannt. 
Unsere fleißigen gesetzgebenden Körperschaften haben in den 
letzten Jahren ja überhaupt wenig Glück gehabt. Wenn 
die Maste der neuen Gesetze ausschlaggebend wäre, stände 
Deutschland an der Spitze aller Nationen der ganzen Welt, 
aber die großen Mißgriffe, die nicht wegzuleugnen sind, 
haben sich gerade bei der Steuergesetzgebung als höchst be 
denklich herausgestellt und werden wieder aufgehoben, 
beziehungsweise wesentlich geändert werden müssen, wenn 
wir nicht an einer verderblichen finanziellen Kalamität, die 
sich bereits einschneidend bemerklich macht, in eine fatale 
Lage geralen wollen. Die erhofften großen Steuereinnahmen 
- man denke nur an die Wertzuwachssteuer und die 
exorbitanten Gcundstücksumsatzkosten, die den Immobilien- 
Sylvias Chauffeur. 
Roma» von Louis Tracy. 
39. (Nachdruck verboten.) 
12. Kapitel. 
Mit glühenden Wangen unb einigermaßen außer Atem 
betrat Sylvia Pendleion das Vestibül des durch sie in so 
große Ausreg- ng und lluruhe gestürzien kleinen Hotels. 
Bielleicht war es noch kaum jemals geschehen, daß sich zu 
solcher Siunde hier noch alles auf den Beinen befand; 
aber wen» selbst die unverbrüchlichen und unabänderlichen 
Gesetze der Meder und Perser sich unter dein Druck der 
Umstände gelegenst ch gewisse stillschweigend geduldete Ucber- 
lretungen" gefallen lassen mußten, jo konnte ei se Ab 
weichung von der hergebrachten Ordnung hier gewiß noch 
weniger wundernehmen. Seitdein man aus deni Munde 
der Baronin Riedberg erfahren hatte, daß es sw) bei der 
vergeblich erwarteten jungen Dame um die Tochter eines 
amerilanifchen Multimillionärs handle, konnte man ihr be 
ängstigendes Verschwinden unmöglich mit jener Gelassen 
heit awnehmcn, die man vermutlim bei dem Verschwinden 
eines gewöhnlichen Sterblichen bewahrt Hal en würde. Nicht 
ein einziger von den männlichen und weibli; en Bewohnern 
des Hauses hatte bis zu diesem Augenblick sein Lager aus 
gesucht, und man war voll der i niigsten Teilnahme für 
die Auslegung der Frau von Riedberg, eine Aufreg.ng, 
die sich schon wiederholt bis zu r.chngen <„.• 
steigert halte. 
Al; sie jetzt ganz unvermutet die unschuldige Ursache 
ihrer V, r preis lang anscheinend beil und gesund vor sich 
stehen sah. wußte die arme Baronin nichts anderes zu tun 
verkehr, — der sonst der Staatskasse und den Gemeinden 
die größten Einnahmen brachte — vollständig brachlegte. 
Die Angestelltenversicherung, die den Arbeitgebern wie 
-nehmern ungeheure Lasten auferlegte, wem bringt sie 
Nutzen? Tie Landesoersicherung Berlin hat im ersten Jahre 
dadurch eine Einnahme von rund 20 Mill. Mark, von denen 
allerdings etwa die Hälfte von den Einrichtungs- und Ver- 
wallnngskosten absorbiert werden, gehabt. Milliarden werden 
im Laufe der Jahre angesammell und dem öffentlichen 
Verkehr entzogen iverden. Wer hat davon in den nächsten 
zehn Jahren etwas? Niemand. 
Das traurigste ist für die Versicherten selbst das Gefühl, 
daß ihnen für die großen Opfer, die gebracht werden 
müssen, keine entsprechende Gegenleistung winkt und daß das 
Bestreben, Unzufriedenheit zu beseitigen, gerade das Gegenteil 
herbeiführt. 
Ein Mißgriff ist auch die Dienstbotenversicherung, bei 
der auf die gegenüber den übrigen Arbeitnehmern so ganz 
grundverschiedenen Lebensbedingungen der Dienstboten keine 
Rücksicht genommen worden ist. Anstatt den Dienstboten 
zu nützen, werden viele von ihnen auf die Straße gesetzt, 
dem Schlafstellenunwesen, der Fabrikarbeiterinmisere und 
schlimmeren Uebeln in die Arme getrieben werden. Sicher 
werden die gesunden jungen Dienstmädchen und Haus 
diener usw. wenig von der teuren Krankenversicherung 
haben, aber dem Mittelstand, dessen Mitglieder nicht wie 
die Reichen befreit bleiben von der Versicherungspsticht, 
werden wieder erhebliche Opfer aufgezwungen und dadurch 
die schon reichlich vorhandene Unzufriedenheit und Miß 
stimmung erheblich vergrößert. 
Das ist das Fazit der neueren Gesetzgebung. Daß 
gerade diejenigen Kreise, die sich für die Stützen des Staates 
halten, so heftig dagegen angehen, ist bezeichnend genug. 
Was nun die Opfer anbetrifft, welche durch die 
Krankenversicherung der Dienstboten zunächst von den Dienst- 
herrschaften gefordert werden, so muß man anerkennen, daß 
unsere Ortsverwaltung unter dein Zwange des Mußseins 
bestrebt war, die billigsten Bedingungen aufzustellen. Es 
wird das am besten durch folgenden Vergleich erwiesen. 
Der Versicherungsbeitrag beträgt: 
In Berlin für männliche'.als auch für' weibliche Dienstboten 
bei einem monatlichen Barlobn von 20,25,30, 35 M. und darüber 
(bis 41.17 M.) nnler Berücksichtigung der freien Kost und Woh 
nung 3,60 M., monatlich oder 43,20 M. jährlich (Stufe III), bei 
einem monatlichen Barlohn von über 41,17 M. bis 71,17 Bk. und 
freier Kock und Wohnung 4,80 Al, monatlich oder 57,60 M. jähr 
lich (Stufe IV). Abholung der Beitrüge durch Kassenbolen mo 
natlich. 
In Charlottenburg für jeden Dienstboten mit freier Kost und 
Wohnung und einem monatlichen Barlohn von 12,50 M. bis 42,50 
Mark wöchentlich 54 Pf. oder jährlich 28.08 M. 
Abholung der Beiträge nachträglich allmonatlich durch Boten. 
Im übrigen auch Einzahltmg durch lleberweisnng auf das Konto 
bei der Teutcheil Bank, Filiale J, Berliner Str. 66, oder auf das 
Postscheckkonto, dessen Nummer von der Kasse später bekannt 
gegeben wird, zulässig. 
In Schöneberg für männliche Dienstboten mit freier Kost und 
Wohnung und einem monatlichen Barlohn bis zu 3 M. (Stufe II) 
= 48 Pj. für die Woche — 24,96 Dt. jährlich darüber bis 28,50 
Atark (Stufe III) 63 Pf. für die Woche — 32,76 M, jährlich; für 
weibliche Tieustboteu niit freier Kost tiud Wohntlng und einem 
monatlichen Barlohn- bis zu 10,50 M. (Stufe II) — 48 Pf. für 
die Woche — 24,96 M. jährlich, darüber bis 86 Dt. (Stufe III) = 
als zwei od.r Lai fei,Olle Sehr u- ausPt,'tosten und mit 
de» Artnett i» der Ltifi i;erum3uf als geile es, 
iraenbtiner weit entfernte» P-.rio» optische Signale zu 
gelnn. Nicht tropfe »weise, sonder» i» förmlichen Regen- 
jchauern rannen die Tränen über ihre Wangen, und äst, 
nachdem sie vier- oder fünfmal vergeblich nach Lust ge 
schnappt halte, brachte sie schluchzend heraus: 
„0 mein Süßes — mein Kleinod! Was habe ich 
um Sie gelitten! Ich glauble ja jo sicher, Sie wären 
auf lind davon." 
Sylvias Ahnungslosigkeit erblickte in diesen letzten 
Worten lediglich eine Umschreibung für die Vermutung, 
daß sie sich aus diesem Leben auf und davon gemacht 
habe, und sie versicherte tröstend, daß es so schlimm glück 
licherweise nicht geworden sei. 
„Wir sind ein bißchen aufgefahren, das ist alles. Und 
wie ein Butterbrot immer auf die gestrichene Seite fällt, so 
gerieten auch wir bei unserer uiifrUwiuigen Landung natür 
lich au das falsche Flußufer. Cs war wirklich nicht meine 
Absicht, die Wasseifahrt b.s zu dieser Stuiide auszudehnen. 
Also verzeihen Sie mir, liebe Frau von Riedverg! Bitte, 
seien Sie mir nicht mehr böse!" 
Der Zusland, in deiti sie die Baronin gesunden, hatte 
sie wirklich gerührt, und sie tat null alles, was in ihren 
Kräften stand, um die erschütterten Lebensgeister der 
Aermsten wieder in das gehörige Gleichgewicht zu bringen. 
Inmitten einer ganzen Korona von neugierig glotzen 
den Frauenspersonei, stteichelte sie der noch immer Weinen 
den die Hände uns fuhr ihr liebkosend über das Haar. 
Dadurch brachte sie die wackere Dame denn auch wirklich 
aUgeiii.ich in eine normale Gemütsverfassung zurück. 
„0 mein Liebling — mein teures Kindl Lässen Si§ 
63 Ps. für die Woche — 82,76 M. tährlich. Abholung der Bei 
träge durch Kassenboten monatlich. Im übrigen auch Einzahlung 
der Beiträge durch Scheckverkehr und Banküberweisung zulässig. 
In Steglitz für männliche Dienstboten mit freier Kost und 
Wohnung und einem monatlicheu Barlohn: bis zu 21,99 M. 
(Stufe II) — 0,48 M. für die Woche — 24,96 M. jährlich; darüber 
bis 36,99 M. (Stufe III) — 0,63 M. für die Woche ---- 82,76 M. 
jährlich; darüber bis 57,99 M. (Stufe IV) — 0,81 M. für die 
Woche — 42,12 M. jährlich; für weibliche Dienstboten mit freier 
Kost und Wohnung und einem monatlichen Barlohn bis zu 27,99 
Mark — 0,48 M. für die Woche — 24,96 M. jährlich, darüber 
bis 42,99 M. — 0,63 M. für die Woche — 32,76 M. jährlich. Abholung 
der Beiträge durch Kassenboten monatlich. Im übrigen auch Ein 
zahlung der Beiträge durch Scheckverkehr oder' Banküberweisung 
zulässig. 
In Neukölln für männliche Dienstboten ist als Jahresbeitrag 
bei freier Station und einem Barlohn von nionatlich 9 bis 84,60 
Mark 32,76 M. (Lohnstufe III) und bei freier Station und eineni 
Barlohn von monatlich 34,51 bis 60 M. 49,92 M. (Lohnstufe IV) 
zu erheben. Für weibliche Dienstboten mit freier Station und 
einem monatlichen Barlohne von 16,59 bis 42 M. wird ein 
Jahresbeitrag von 82,76 M. (Lohnstufe III) fällig. Abholting der 
Beiträge durch Kassenboten monatlich. Im übrigen auch Ein 
zahlung der Beiträge durch Scheckverkehr oder Banküberweisung 
zulässig. 
In Tempelhof für männliche und weibliche Dienstboten mit 
freier Kost und Wohnung und einem monatlichen Barlohn von 20 
bis 35 M. und mehr 72 Pf. für die Woche — 37,44 M. jährlich. 
Beitragserhebung durch Kassenboten monatlich, im übrigen auch 
Einzahlung durch Banküberweisung zulässig. 
In Friedenau erhebt die Landkrankeukasse bei einem 
Monatslohn bis 28 M. -- 23,40 M. und darüber 35,80 
Mark jährlich. Niedrigere Sätze kommen nirgends zu Er 
hebung. 
Ob das Gesetz am l. Januar 1914 oder später in 
Kraft tritt, kann auf die Bedeutung um den Wert des Vor 
stehenden keinen Einfluß ausüben. E. F. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartilel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
0 Der Sonntag der Toten. Als wenn sich das 
Wetter mit dem herben Schmerz des Menschenherzens ver 
bunden hätte! Nebelgrau erwachte der Tag und blieb es 
bis zum Abend. Die Sonne konnte kaum ihr Licht bis zur 
Erde dringen lassen. Just ein Wetter zum Klagen und zur 
stillen Einkehr. Zur Rückkehr der Gedanken an die Lieben, 
die draußen in dem stillen Garten unter den Hügeln 
schlummern. Ta ivurde wieder wach die Zeit, da sie unter 
uns, frisch und gesund, weilten, so manche Episode drängte 
sich in unsern Sinn. Wir dachten wohl auch daran, wie 
oftmals Unrecht wir diesem oder jenem getan und leisteten 
stille Abbitte. Leider ist der Mund des dort unten Ruhenden 
für immer geschloffen und er kamr nicht mehr antworten auf 
unsere Fragen. Aber wir wissen, daß einem innigen Gebet 
auch Erhörung beschieden ist. Getröstet verlassen wir wieder 
die Gräber, die uns soviel zu erzählen, soviel zu gemahnen 
und zu erinnern haben! — Der Verkehr auf allen Grvß- 
berliner Kirchhöfen war gestern, wie immer am Toten 
sonntag, ein außerordentlich starker. Auch unser Friedenauer 
Friedhof wurde von Tausenden besucht. Nachmittags um 
3 Uhr fand eine Andacht in der Friedhofskapelle statt, wo 
Pfarrer Vetter den Toten die Gedächtnispredigt hielt. Auch 
für alle diejenigen, die dort Niemand zu beklagen und zu 
1 ict) bXc~allem anschauen! Erst muß ich sicher sein, daß 
Ihnen wirklich kein Leid geschehen ist. Das Boot ist auf 
gefahren, sagen Sie? Und Sie sind ans Ufer ge 
schwommen ? Aber dabei müssen Sie doch bis zum Aus 
wringen naß geworden sein." 
„Nicht einmal das!" lachte Sylvia. Da — überzeugen 
Sie sich selbst! Nicht ein Tropfen ist bis über den Saum 
meines Kleiderrockes gekommen. Das Wasser, das ins 
Boot eindrang, hatte noch kaum meine Stiefel benetzt, als 
Westenholtz mich auch schon auf seine Arme hob, um 
mich sicher ans Land zu tragen." 
„Dann passierte Ibnen das Mißgeschick also glücklicher 
weise im seichten Wasser?" mischte sich die Hotelbesitzerin 
ein, die ihre Anteilnahme doch auch irgendwie bekunden 
wollte, llnb Sylvia erwiderte: 
„Ja, es war ziemlich seichr. Da; heißt, es ging meinem 
Begle.ier doch immerhin bis über die Hüften." 
„Und dennoch war das Boot aufgefahren? Das ist 
sehr merkwürdig, Miß Pendleton." 
„Westenbottz meint, cs müsse ein Baumstumpf oder 
etwas dergleichen im Wasser gewesen sein. Und so wird 
es sich wohl auch verhalten haben. Weil ich möglichst 
bald wieder im Hotel sein woll-e, ruderte Westenholtz mit 
großer Kraft, und wir stießen darum so heftig auf das 
Hindernis auf, daß das Boot cin riesiges Leck erhielt. 
Ich war so überra cht, daß ich wahrscheinlich ruhig sitzen 
geblieben und mit oem sinkende» Fahrzeug untergegangen 
wäre, wenn mein Begleiter nicht glücklicherweise mehr 
Geistesgegenwart besessen hätte als ich. Er raffte mich 
ohne viele Worte au, wie ein Bändel Kleider, und so 
kam ich überhaupt gar nicht erst zum Bewußtsein einer 
Gefahr." 
Nun schwirrten eine Menge Stimmen durcheinander
        
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