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Periodical volume Nr. 3, 03.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Betriebe von 1 082 703 Mk. zu leisten, sobaß sich di- 
Gesamtzuschüsse auf 1 -12l -142 Mk. stellen; hiervon haben 
aufzubringen die Stadt Wilmersdorf 243 001 Mk. und 
dir Kreis Teltow 1 179 450 Mk. 
o LLsihnachLsbäume nicht vernichten! Nachdem 
am Heiligen Abend und den Feiertagen der WeihncrchtL- 
baum seinen Kcrzenglanz auf dem Gabentische verbreitet 
hat und auch nunmehr seine Plünderung erfolgt ist, sei 
daran erinnert, daß die den würzigen Waldduft verbreitende 
Tanne oder Fichte nicht den Weg in den Ofen finden 
möge. Dir Aeste d?S seines farbigen Schmuckes beraubten 
BaumeS eignen sich ganz besonders a!S Balkvnfchmuck 
während der ersten Wintermonate des neuen JahrcS. Ein 
mit Tannengrün g-schmllckter Balkon macht stets einen 
anheimelnden Eindruck, de: noch erhöht wird, wenn für 
die gesiebtrte Welt ein kleine« Futtrrpiätzchen bereitet ist. 
o Freie Hochschule Berlin. Am nächsten Montag, 
DienStag und den folgenden Tagen beginnen an der 
Freien Hochschule die Vorlesungen d-S WinterguartalS. 
E° werden diesmal 137 zehn» und zwölsstündigr Vor 
lesungen gehalten, di- sich über das ganze Quartal er 
strecken, außerdem finden 7 Einz.'lvorträge statt, darunter 
der am 12. Januar, Mittag« 12 Uhr in den Kammer- 
lichtspielen am Potsdamer Platz über: „Der Kinematograph 
— die Wiedergeburt der Pantomime" (mit Vorführungen). 
— Neu eingerichtet find Tageskurse, die im Hörsaal deS 
Cafe Austria aa der Potsdamer Brücke von 11—1 Uhr 
stattfinden. Die Hörerkarten kosten für die ganze Vor 
tragsreihe 4 M., für eine Reihe von angeschlossenen Ver 
einen nur 3 M., für die Einzelvorträge 75 und 50 Pfg., 
für die Tageskurse 8 und 4 M. Alles Nähere ist ans 
den Programmen zu ersehen. Programme sind kostenlos 
in allen Bibliotheken und Lesehallen und in sämtlichen 
Zweiggeschäften von Loeser und Wolfs zu haben. 
o Dev Dsutsche PrivatbeamLsn-Vdrein, Zvrig- 
verein west!. Bororle Berlins, feierte Weihnachten im 
Restaurant Patzenhofer in Steglitz. Rach Prolog und 
musikalischen Darbietungen kam daS WeihnachiSmärchrn 
„Die Waldgkistec in der heiligen Nacht" zur Aufführung. 
Knecht Ruprecht erschien alsdann mit einem großen Sack, 
hielt eine Ansprache und beschenkte alle Kinder mehr oder 
minder reichlich. Hierauf schwang man das Tanzbein. In 
der Kaffeepause hieß der 1. Vorsitzende Dr. Deckwirth 
(Friedenau), die Anwesenden herzlich willkommen. Herr 
Hoffmann brachte ein Hoch, auf den lctztgcborenen Hohen- 
zollernprinzen au§. 
o Miffionöstnnde. Montag, den (3. Januar, abends 
8 Uhr wird Missionkinspektor Zernick im Goßnerschen 
MissionShause, Hrmdjerystr. 19/20, die monatliche MisslonS- 
stunde halten. 
o In den Pfalzbnrg-Lichlspielen, Kaiseraller 72, 
findet nrorgen Nachmittag von 4—6 Uhr wieder eine 
Schüler- und Kindervorstellung start. Zur Vorführung 
kommen Märchen, lustige und belehrende Sachen. Abends 
von 6 Uhr ab beginnt dann für Erwachsene die Vor 
stellung mit neuem Programm. Näherer in der heutigen 
Anzeige. 
o Eine OsstzierSduell-Affaire machte vor kurzem 
in Kopenhagen viel von sich reden, weil die Beteiligten 
den angesehensten Familien angehörten. Im Bivfonlheater 
in der Rheinstr. 14 kommt dieser sensationelle Vorgang 
von heute ab kinematographisch unter dem Tttel: Die drei 
Kameraden, Nordischer Kunslfilm in 3 Akten zur Vor 
führung. T!e auffallend schöne Tochter des Obersten 
von Truttow gab ohne eigene Schuld Veranlassung zu 
einem ernsten Waff-ngang zwischen guten Freunden. Der 
AuSgang ist versöhnlicher Natur. .Durch Nacht zum Licht" 
ist ein ergreifendes Drama, daS fein Auge trocken läßt. 
ES ist ein Bild auS dem Leben glücklicher Menschen, über 
welche plötzlich ein entsetzliches Schicksal hereinbricht. Nach 
vielen traurigen Tagen scheint aber wieder die Sonne der 
Glücks. An den Ufern des Orne, eines Nebenflusses der 
Seine, ^ift eine prächtige Naturaufnahme voll landschaft 
licher Schönheit. Stahlsabrikation zeigt «in lehrreicher 
F>lm, während das Tonbild und die Wochrnrevus von 
Gaumont sehr abwrchSlungSreich sind. „Gründlich kuriert" 
nennt sich eine nette Komödie, in der ein Herr denkt: Ich 
geh' mal 'n bischen nebenan! Recht komisch sind die 
Bilder: Das Abenteuer in der Eisenbahn und ferner die 
vertauschten Geschenke. Trotz billiger Eintrittspreise 
Kleiderablage frei. Theaterzeiiung mit Erklärung der 
Bilder am Eingang und im Sale erhältlich. Anfang 6 Uhr, 
Sonntags 4 Uhr. 
o Zigeuner haben in dem Hause Siubenrauchstr. 71 
Wohnung genommen. Der Wirt harte die Wohnung vor 
kurzem einem Manne vermietet und war nicht wenig 
erstaunt, als plötzlich eine ganze Schar Zigeuner Einzug in 
di; Wohnung hielt. Wie wir hören, sollen die Zigeuner 
früher iu Strgbtz gewohnt haben. Herr Polizeikommissar 
Jrcobi wird dafür sorgen, daß die brauen, schwarzhaarigen 
Gesellen mit ihreni Anhang so schnell wie möglich wieder 
unseren Ort verlassen. 
o Rohrbruch in Dahlem. Gestern um 2 1 / 2 Uhr 
brach ein Druckrohr der Wasserleitung in der Königin 
Luise Straße in Dahlem. Durch die Kraft des auS- 
strömenden WafferS wurde dar Straßenpflafter zerstört. 
Der Straßenbahnverkehr der Linie Steglitz—Scunewald 
wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. Alle anschließenden 
Straßenzügs war.u überschwimmt bis weit in den Süd- 
wrfikorso hinein. Di; fortgespültcn Sandmaff-n waren 
zu Bergen auloetürmt. 
o Ergriffene; Zahrraddicb? Grstern Abend wurde 
in einem Raum der Bäck st Büsingstr. 18, in dem sich 
zwei Fahrräder befanden, .'in junger Bursche ergriffen, der 
nicht in der Lage war, eine glaubwürdige Erklärung 
sür seinen Aufenthalt in diesem Raume zu geben. Da 
dem bctr. Bäckermeister erst kürzlich ein Fahrrad gestohlen 
wocdin war, so rief er einen Polizisten herbst, der den 
Burschen festnahm und zur Wache brachte. Der Ergriffene 
bestreitet, einen Diebstahl beabsichtigt zu haben. 
o Unfall Der Mechaniker Adalbert Wonneberger 
verletzte sich ba der Arbeit.an der Drehbank in der Fabrik 
von C. P. Eoerz am rechten Borderam seh: erheblich, 
sodaß er die Hilfe b-S ArzteS vom Rettungsdienst auf der 
SanttätSwache in Anspruch nehmen mußte. 
o Tödlicher Automobilunfall. Testern Abend 
gegen V2 6 Uhr wurde in der Rheinstraße am Marklplatz 
eine Da,ne aus Schöneberg Frau oerw. Hofrat Gautz oou 
einem Kraftwagen überfahren und so schwer verletzt, daß sie 
in der Nacht verstarb. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. 
Wereius-Mchnchim. 
Am Montag tagen: 
' Christlich-sozialer Verein Berlin. Am Montag, dem fG. Januar, 
Abends 8'/, Uhr findet im oberen Saal des „Schwarzen Adler' am 
Kaiser Wilhelm-Piatz eine große öffenlliche Versammlung statt. Herr 
Reichstag-abgeordneter bis. Mumm spricht über Welipolttik und 
rlliiljchasltpoli'.ik. Jedermann ist freundlichst eingeladen. Eintritt frei! 
Frauenstimmrechtsvercin, Südwestliche Vorortgruppe. Am Donner-, 
tag, dem 9. d. M., Aberds 8'/, Uhr, Aibrechlshös, Steglitz, Albrecht- 
straßr ! a, öffenlliche Versammlung. Referent: Herr Obrivcrwaltungs- 
geriqtSrat Hoffmann: „Ueber Slaatssormen'. 
—0 In dem KonkutSvkrfahren über das Vermögen 
deS Kaufmanns, früher KohlknhändlerS Richard Laake, 
Nollendorfplatz 6. frühe: Inhaber der mittlerweile gelöschten 
Firma August Richter zu Berlin, Frankfurter Allee 112 
bezw. Waldeyrrstraße 9, ist zur Abnahme der Schluß- 
r.'ch.mna drS Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen 
IBßii i>K Aktie juriiS 
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5toii«3lü* dnrei cks 
Slädilsehö ArbaltaRiöt 
Schöaebsrg' |5!öL 
iv. 
Ein!. Stütze oö.öejj.lH 
15 Jan ob. l. dtbr. f. kt. sein 
Haushalt b. Llt. Ehepaar b. eotl. 
stamllienanschl. gesucht. Arbrlts- u 
Waschnan nebrnb. gehaben. Das 
NL.ere bei reis Borstellg. Rothe, 
Steglitz Echlo^r. iQ7/8, 3 Tr. I 
MävSrn iüc einsaq.'n HauShali 
sofort gesgcht. (55 
O. Eempcl, Btünnhildestr. 7. 
gegen daS EchlußverzeichniS der bei der Verteilung zu berück 
sichtigenden Forderungen und zur Anhörung der Gläubiger 
über die Eistattung der Auslagen und die Gewährung 
einer Vergütung an die Mitglieder des GläubigerauLschusses 
der Schlußtermin auf den 14. Januar 1913, mittags 
12 Uhr, bestimmt. 
—0 Im Wege der ZwangZoovstreckung soll daS 
Akazienstraße 27 belegene, auf den Namen der Gesell 
schaft Atazienstraße, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, 
Charlottrnburg, eingetragene Grundstück am 12. April 1913, 
Vormittags 10 Uhr, versteigert werden. DaS Grundstück 
ist bei einem jährlichen NutzungSwert von 8900 M., 
5800 M. und 420 M. jährli ch zur Gebäudesteuer veranlagt. 
—0 In daS Handelsregister wurde cingetrageu: Nr. 
40 350. Firma: Josef Scholl in Berliu-Schöiieberg. In 
haber: Josef Scholl, Kaufmann, Berlin-Schöneüerg. 
(53s Mise IMstl üveuu-merr »!: int'. Mirarrisorturrg.) 
Sehr gechrie Redaktion! Mit B:sriedigu:,g haben »ir Ihren 
Vorschlag betreffs Enichtunq einer Gemiinde Sp-nkaffr in Ihrem ge- 
schätzten Blatte gelesen. D>e Lorlelle snr die sofortige Errichtung 
folch'cr Wohifahrtseinrichtnng — welche keiner besonderen Genehmigung 
als solche brdark, d^e Koakiiirenzklausel ,1 hierbei gänzlich aus- 
geschloffen — sind so opensichilg daß fie keines Kommentars besüifen. 
Sparkaffen geben auf erste Stellen yi-pothckarische Darlehen zu 
koulantesten Bedingen, find also mit ein wiiksamer Riegel, der dem 
jetzt üblichen Au-quetschu»gs> und Wuchersystem bei Hypotheken- 
besorgnng vorgeschoben werden muß Wie wir hören, w!ro schon in 
der nächucn Sitzung des hirffgm Hau?- und Erundbefitzer Vereins 
eine dringende Peiit.on an die Gemetndevenvaliunq brschloffen werden, 
weiche legiere auffordert, nicht hinter anderen äiommuneu zurückzu 
bleiben, die das hier Fehlend: zu ihrem eigenen Nutzen versenden. 
Lttr meinen, daß Friedenau nicht länger ftumen wird, ein Institut ins 
Leven zu rufen, weiches der Allg'm inhcik Nutzen bringt und der Gr- 
munde zudem nichts kostet. 0. B, K. W. u. T., Hausbesitzer. 
Tie Erratung ein»»' Lparkaffe der Gesieiude Aritveanu. 
von der Sie in Ihrer letzten Aushübe brrichtelen, findet iu allen 
Kreisen unserer Einwohnerschaft Beifall. Die Vorteile, welch: eine 
Gemeindrspaikaffr dem Otte oielet, liegen nicht nur auf der Hand, 
diese Institution wäre auch in Bezug auf Bequemlichkeit be, Be. 
gebung von Spauinlageu zu emptehlen. Andererseits kommen die 
unzweifelhaft bet der Sach: blinkn kurzer Zeit sich ergebenden Ueber- 
schaffe der Gemeinde, also der Allgemeinheit — auch den Nicht 
sparern zu gute. Echöneberg gibt hier den besten Beweis. Ein 
großer Teil unserer Sparer gibt heute sein Geld dorthin oder muß 
di- Unb:qaemlichkeit, die andere Sparkassen bereiten, mit in Kauf 
nehmen. Man sollte hier nicht saumselig sein, sonder:, energisch 
handeln. ö. Lt. 
Rn die Redaktion des ffriedrnauer Lokal AnzeigerS. Warum 
werden hier in Friedenau die Citzbänke zur Winle,s,eit weggcuommca't 
Eine Siltc (Unftlte). «ir fie nirgends besteht. ES gibt hier doch 
wie schließlich überall alte, kranke und schwache Menschen, wilche auch 
bei der Ungunst d:S Wetters gern mal ein paar Augenblicke ruhen 
möchten. Vielleicht äußert sich die maßgebende Stelle hlerüber, welche 
Gründe sie hierzu bewogen und ob diesttben schwerwiegender sind, daß 
kranke Menschen darunter leiden müssen. Em Kranker, welcher Sitz 
gelegenheit sucht und braucht. 
Uermtfchħo 
'0 E senbahnerS „Wethnachtsn'. Dieser Tage war in einzelnen 
Zeitungen zu lesen, daß den Eisenbahnbediensteten Weihnachis-Grali- 
fikationen ausgezahlt worden seien; daran wurde die Bemerkung ge- 
knüpst, daß die ungleichmäßige Verteilung dieser Weihnachtsspenden 
tn den beteiligten Kielsen Unzufttedenheit hervorgerufen haben. Diese 
Mitteilungen sind unrichtig, denn, wie wir von zuständiger Sette er 
fahren, weiden bei der Staatseisenbahnverwaliung weder an Beamte 
noch an Arbeiter Weihnachts-Gratifikationen tn irgend einer Form 
bewilligt. 
'0 Respekt vor d:r Last. AIs Napoleon I. einst mit einer fürst 
lichen Dau,e in Paris spafieien ging, erregte er, wie stets, großes 
Aussehe,,. Jeder ff, nur den Kaiser und dessen Gesellschasterin, nichts 
weiter. Da schob sich plötzlich ein Laftlräger mit linem großen Sack^ 
auf dem Rücken zwischen die hohen und höchsten Herrschaften und 
stresste beinah« den Kaiser. Man wollt« sich über den frechen 
Mensqen entrüsten, doch der Kaiser winkte ab und meinte, .Respekt 
vor der Last!' 
Beraskwirssichkr GHrtttletter: Hermann Martini«?, Ater»«:«. 
J»>lg. L'-iadchrn, saub., zuverl.' 
tagsüber gef. H Kind). Barnebold, 
Kcvöne'erger Slc. H IV. (5—8). 
Zuv:«., biss. Mlisch., das gut 
ausdcff. u. Zimmer reinigen kann, 
sür den Nachm, gesucht [45 
KilheimShöhcr Str. 18. von Llers. 
Saitort MsNMliW'S' 
Dr. Kremski, Eranachi'tt. 87 Gih kl. 
"Aufwartung kür einige Stunden 
der Loche ges. gr. Dr Kammann, 
T horwalds-nstr. 4 IN, Aufg. II. [40 
Vettützlich« Aufwartrrin Vorm, 
gesucht Peschkestr. 9 Glh. i links 
Vorst. 10-12 Uhr. 
IU SLeNeugesuche 
Uukwart. 4Std. lägt., auch Sonnt. 
veil Kaiscrallee S5II r E. Lefborcst., 
Ls^r^sister allorSM-da 
erhalten täglich kos ton loa 
Lcht-iinga durch dvi 
Städtische Apfcaitaamt 
Berlin-Schönebapg 
ßrarsvualdilr. 19 
Ecks ^.ohwSblaaho Str. 13/14 
Feraspreotoi Amt Nolleudojf 
Nr. 230 und 231. 
Illar Tiird auch jede .<?o- 
wtlnichta Aueknutt Rcgelen. 
AuswaitesäSchr» Vormittags 
verlangt Legasstc. 8 III links. (45 
Vermlschtr Anzeigen 
Brrlore»^"LK 
am Dirnstag Vorm, von F.cg.straße 
bis Knausstraße. Abzugeben gegei 
vtloh'mug >n der Erp d BI. (33 
7)ame«. weiche (sich durch Bier- 
l händizsplelen mit geb. Pianistin, 
der Konzertflügel u reiches Noten- 
materia'. zur Verfügung stehru. im 
Kiauirljpiel reroollkvmmnen möcht., 
werd. gevet. w. Adr. unter „Musik" 
au die Cxp.d.Ztg.geka uzen zu t..sjen. 
Dame, im Jllat’icijttci cusgebild, 
wünsch, Lesanghrtzleliunz, «v l. 
auch b.i den Uroungsstd. zu über- 
nchmcn, cbenf Begleit, zu anderen 
Instrument. Lff. N. B 10^ Exp 
NllNikL - n - ,Uslt m<t 
gi. 
Majchmr, 
Luther, L.sevreslr IO. 
SS;reit)motaj!n5,mi , ü?i‘Ei! 
Ster ogram maus nah men y, billigst 
Elegütz-ülikdenüu. Feuerbachstr. 18. 
MandoltneLl« 
lehrt A. Redlinger, gcegestc. 70) 
vortirr s. Stelle 1. 2. Zu irfc. 
Tzjchenlschler, Ni:dstr. 32 H. l\ 
Junges Mädchen such, Auswart. 
Zu e'ttr. Beckekstr. 1 Pt. l. (4.2 
Jg Mädchen jucht Au'tvartuug 
für Nachm Zu e,fr. vet (4t 
Bllimer, Feuriqür. 14. 
I,. MSSchrn sn»t Deschüs.rguug 
Nachm. Berndt, idiSmarckstr. 14. 
VMMM 
Primaner oder jung. Stndfnt 
zur Beaufsichtigung u. Nachhilfe bei 
den Echulardctten eines Tertianers 
(Gymnasium) gesucht. Ageb unter 
K. W. an die GstchäsiSst. d. Bl. erb. 
StotehtölitW 
n. Vercln'o. Privatstunden. (46 
S. KremSli, Cranachstr. 37 G!h II 
SHuIardetiru werden deaujsi vü 
Rheinstr. 20, 2 Tr. r. (54 
Unterricht, gewissen!) Nachhilfe 
erletitKandttat Eimer,Httstttiiisch« 
ktceße 23 (3 Min. v. d. Kaiser, 
eiche orlcdenan). 156 
in Deutsch, ffianz.. 
Engl., Einzttstunc 
50 Hsg. I Res. Gregory, RubrnS- 
straße >ü Gth links I. (öS 
NsStzlise
        
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