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Periodical volume Nr. 272, 18.11.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenauer 
Unparteiische Leitung für kommunale und bürgerliche 
Angelegenheiten. 
Lerugspreis Lefnnderö 
bci Abholung ans der Geschäftsstelle ^ ^ 
Rheinstr. 15, 1.50 M. vierteljährlich; durch 
Voten insHaus gebracht 1,80 M.. durch die 
Post bezogen 1,92 M. einschl. Bestellgeld 
‘Jeden sßittwocb: 
?£lit|blatt „Seifenblasen". 
Vemtprecher: Hmt PfaWburg 2120. 
Ar. 272. 
Erscheint täglich aöeiids. 
Zeitung.) 
Ärgnn für den Friedenauer Ortsteil von Zchdneberg und 
Kezirksverein ^ 
Z s U rt 0 e n 
■Jeden Sonntags 
Blätter für deutsche frauen. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Geschäftsstelle: Rheinstr. 15. 
Hnjcigen 
werden bis 12 Uhr mittags angenommen. 
Preis der ögespaltenen Zeile oder deren 
Raun, 80 Ps. Tie Reklamezcile kostet 
75 Pf. Belagnummcr 10 Pf. 
fernTprecber: Hmt ptaljborg 2129. 
Kerlin-Ariedenau, Dienstag, den 18. Mvemöer 1913. 
20. Iayrg. 
Depelclier; 
Letzte Uarhrrchten 
Berlin. Der iti Berlin 12 Uhr 21 Min. Nachts 
ästige v Zug ans Paris kam heute früh mit einer Ver 
spätung von fast zwei Stunden auf dem Bahnhof Friedrich- 
strafze an. Der Zag hat einen schweren Zusammenstoß mit 
einem beladenen Kohlenzug kurz hinter der Station Holz 
wickede gehabt. Dabei sind etwa zehn Personen, zumeist 
leicht, verletzt worden und mehrere Wagen des O-Zuges 
sowie vier Kohlenwagen beschädigt und zertrümmert worden 
Bon Hamm ans war ein Vorzug abgelassen worden, um 
den regelmäßigen Verkehr nach Berlin zu ermöglichen. 
Düsseldorf. Der Wasserstand des Rheins ist in der 
vergangenen Nacht noch gestiegen. Der Pegelstand in 
Düsseldorf zeigte heute morgen um 11 llhr 4,80 Meter. 
Weite Niederungen sind überschwemmt. Die Schiffahrt ist 
indessen nicht behindert. Seit gestern abend zeigt sich im 
Wachstum der Flut eine Verlangsamung. Vom 'Oberrhein 
wird ein Fallen des Wassers gemeldet. Wenn nicht weitere 
Regenfälle eintreten, so kann damit gerechnet werden, das; 
das Hochwasser seinen Höhepunkt bald erreicht hat. 
Metz. Seit heute Nacht brennt hier das Militär 
lazarett 2. Der durch den Brand verursachte Schaden ist 
schon jetzt erheblich. 
Kettwig. Auf der im B.ur befindlichen Eisenbahn 
strecke Velbert—Heiligendamni stürzte bei Kettwig ein 22 
Meter hoher Mast eines Dampskranes infolge des herrschen 
den Slurmes um und riß zwei Arbeiter mit in die Tiefe, 
Einer war sofort tot, der mtfrm-rrLig bald nach der Ein 
lieferung ins Krankenhaus seinen Verletzungen. 
Diez a. d. Lahn. Das Hochwasser der Lahn hat 
zwei Menschenopfer grfjiberr. Am Zollhaus in Diez an 
Lahn ertrank ein Kind. Beim Brückenbau Balduinstein 
stürzten zwei Arbeiter i» die hochgehende Flut. Einer der 
Arbeiter konnte gerettet iverden, während der andere Arbeiter 
namens.Wilhelm Bonzen, der ans Köln stammt und ver 
heiratet ist. ertrank. 
Krakau Der Landesgerichtsrat Starosolski in Wado- 
iviee ist nach Unterschlagung von Amtsgeldern in Höhe von 
über 40 000 Kronen geflüchtet. 
LuKrags-Geckanken. 
Von Heinz Schultz-Tornau. 
Die Sterns löschten ihr Licht Nils — der helle Mond 
schein, der über der Erde zitternd schwebte, verblaßt. Die 
weißen Nebelschleier wehen. Feuchtkalt weht der Wind durch 
die raschelnden Blätter und pocht au die Scheiben der 
Häuser, die in tiefe Nacht getaucht liegen. Spärlicher 
Lampenschein leuchtet heraus. Wie ein schwerer Druck lastet 
das alles auf der Stadt: Der Bußtag naht! 
In schleppenden Gewändern mallen die Nebelfraueu 
hin und her und spinnen ihre Fäden von Haus zu Haus, 
von Baum zu Baum, ja bis zum Himmelsdom steigen sie, 
um die Sonne zu verschleiern; denn heute ist der Tag der 
Büßer. 
Sylvias Chauffeur. 
Roman von Louis Tracy. 
3) (Nachdruck verboten.) 
„Gut - gut, da; hat wener keine B'de.tun;. — 
l'ebr.gens" — und sie zog «nt schwerein Entin-iutz rare 
n ema.s allzu reich gefüllte Börse _,, ,| eo , «cii a.e n s 
Iper für Id e Bemüh ingen und sogen oie Den Lea n im 
Ho eloureau, daß es keiner M t eckun i an uns be- ms, 
wenn etwa ein Mann nameiis .Haumkainp noch e.nmu 
aus Karlsruhe anrufen follie. Es ist nur^ ein• U«. stair 
und seine 3st.it innigen nicht |o, das; wir oöir J ^. e "^ 0 , 3. 
desh .lb lu he.ngt werben inmzt n. Denn wn sev-- ';)' 
ohnehin morgen früh in Karlsrune. -leii 1 
verlangen soll e, den Chauffeur ^estenpoltz am ^leppon 
zu sprechen, so soll ihm gearNivortet -mrdeii. ras, er T 
ivarie» habe, dis wir nlorgen irn.i > 
freii&itjcr Itonrt»! bllckt-.d-- MSdch-u au, 
das unerwait te Fünfuiarkstück in ihrer a)a» , - - 
selbstver,ländlich, das; sie alles ver.P an), w^lue stnGevi^e 
s. »>r.anp t l.«.«- • 6-^X $Ä" 
den Anblick des schöne» zn-igen M n che 1..- ^ ^ 
noch imin.r viel zu aufgeregt, ab, L ' 1 ^ J 'h;p, t . r "uimregung 
ol balb zu den ', l ö je mehr sie sich mit innen 
SS« Ä"fcr U eUn der 'armen Trau von 
Wir brauchen einen Tag der inneren Einkehr, an dem 
mir ganz uns selbst gehören können: denn während die 
Arbeit ihr Recht fordert, haben wir keine Zeit zum inneren 
Rosten. Und wie gut ist es, wenn wir einmal in uns 
gehen, wenn wir in stiller Stunde Rückschau halten und 
uns fragen: wie sieht der Weg aus, den du bis jetzt ge- 
gegangen bist? 
Da werden wir wohl viel Geröll am Wege finden, 
das uns am rechten Fortschreiten hinderlich war, und wir 
werden auch erkenne», daß wir nicht immer auf den richtigen 
Pfaden gewandelt sind. Wer das «empfindet, in dem er 
wacht die Buße, jene Buße, die uns der Wegweiser zur Straße 
der Besserung sein soll. Daher: Tut Butze! Die Kirchen 
glocken rufen mit ehernen Zungen in das Land, und es ist, 
als ob ihre Sprache heute ganz besonders eindringlich sei. 
Und wir sollen uns alle mahnen lassen. Aber nicht ge 
zwungen. Die Buße nur ist die wahre, die freiwillig aus 
innerer Ueberzeugung herausquillt. Es soll heißen: ich will 
Buße tun, und nicht: ich muß. Dann nur iveichen die 
Nebel des Bußtages der Sonne froher Zuversicht. 
* * 
* 
Die Nebelfrauen weben weiter und weiter ihre weißen 
Schleier und breiten sie langsam über die schweigende Natur. 
Auf dem Friedhofe umschlingen sie die Hügel und hüllen sie 
ein. Aber der Tag ist nicht weit, da wird die Liebe den 
Gräbern freundlicheren Schmuck bescheren. Wir gedenken 
am Bußtag eines manchen Menschen, dem mir im Leben 
wehe getan haben und dem wir kein versöhnend Wort mehr 
sagen können, weil er nun unter stillem Hügel schlummert. 
Nach dem Bußtag — der Tag der Toten! Die Erinnerung 
steht an den blumengeschmückten Gräbern, und Tränen 
inniger Liebe fallen nieder . . . 
Kommunale Angelegenheiten 
Erläuterungen des Gemeindevorstandes zur Tagesordnung 
der Sitzung der Geineindevertretung am Donnerstag, dem 
20. November 1913, Abends 7 Uhr. 
Vorlage betreffend Wahl eines Armenpflegers.f 
Der Armenpfleger, Kaufmann Wanderscheck hat sein 
Amt niedergelegt. An seiner Stelle ist eine Ersatzwahl er 
forderlich. Wir schlagen die Wahl des Uhrmachers Schmidt 
hier. Rheinstr. 12-13 vor, der sich bereit erklärt hat, das 
Amt anzunehmen. 
Vorlage betreffend Wahl eines Vezirksiveisenratcs. 
Zu dieser Vorlage werden Vorschläge in der Sitzung 
gemacht werden. 
Vorlage betreffend Bewilligung der Mittel zur Beschaffung einer 
Turniuhr für die Kapelle des Gütergotzer Friedhofes. 
Es empfiehlt sich, in der Kapelle des neuen Friedhofes 
in Gütergotz eine alle Viertelstunden anschlagende Turmuhr 
anzubringen, welche den Besuchern des Kirchhofes die Zeit 
angibt. Der vereinigte Bau-, Friedhofs- und Gärtnerei- 
ansschnß, der sich in seiner Sitzung am 11. d. Mts. mit 
der Frage beschäftigt hat, empfiehlt die Ausführung und die 
Bereitstellung der dafür erforderlichen Kosten in Höhe von 
1000 M. Von der Anbringung eines Läutewerkes niit 
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jvag) apv aag gun üubiivW 'aiqnv]ö tihnlsviiaii asmoaiT 
ualpjiiokiivaj mag noa sago ckuivznajvtz 'uastjnmaq mag 
von aagamiüa lpü aa nam llaj uaetzf maüoab ui uaöniuiotz 
jv.iG a?]v aag tzvg lliachorckjaö noavg'aiivh ' ckmv;uajv(5 
ärnuvz.qun aauafk -aibiqnaünaq aij svm 'sauia saaguojaq 
uaaqilv mazaia naqau arm. vT «aostiaäjaa^ aig öaeggurg 
einer oder mehreren Glocken für Grabgeläute glaubte der 
Ausschuß jedoch absehen zu sollen, weil nur die Anbringung 
weniger und kleinerer Glocken möglich wäre, die einen 
würdigen, vollen Klang kaunr geben können. Wir bean 
tragen daher, zu beschließen: 
Die Gemeindevertretung erklärt sich mit der Herstellung einer 
Turmuhr an der Kapelle des Friedhofes in Gütergotz einverstanden 
und bewilligt aus Voranschlag XV, Nr. 3 (Außerordentliche Ver 
waltung) des Etats den Betrag von 1000 M. 
Vorlage betreffend Bewilligung der Mittel zur Herstellung der 
Äußenanlagen des Gütergotzer Friedhofs. 
Die Herstellung der Äußenanlagen auf dem Friedhofs 
gelände in Gütergotz und zwar die Regulierung des Vor 
platzes an der Chaussee gemäß der vom Kreisausschuß des 
Kreises Teltow unter dem 23. Dezember 1912 gestellten 
Bedingungen, die Regulierung des Platzes auf dem Fried 
hofe vor dem Verwaltungsgebäude und der Blumenverkaufs 
halle sowie vor der Kapelle und die Entwässerung der 
Asphaltdännne muß demnächst zur Ausführung gelangen, 
damit der Friedhof im nächsten Frühjahr gebrauchsfertig 
wird. Für diese Arbeiten sind eingehende Kostenanschläge 
aufgestellt, welche deni vereinigten Bau-, Gärtnerei- fund 
Friedhofsausschusse in seiner Sitzung am 11. d. Mts. vor 
gelegen haben. Dieselben schließen mit dem Betrage von 
15 350 M. ab. Wir beantragen, zu beschließen: 
Die Gemeindevertretung erklärt sich mit den ihr gemachten 
Vorschlägen und den Zeichnungen für die Gestaltung der Außeu- 
anlagen des Friedhofsgeländes in Gütergotz einverstanden und 
bewilligt die dafür erforderlichen Kosten im Betrage von 15 350 M. 
aus Voranschlag XV (Außerordentliche Verwaltung) Nr. 3; gleich 
zeitig erklärt sie sich mit der sofortigen Ausführung der Arbeiten 
einverstanden. 
Vorlage betreffend Bewilligung der Mittel zur Erweiterung der 
elektrischen Beleuchtungsanlage in der Gemcindeschule in der 
Rheingaustraße. 
Wie in früheren Jahren empfiehlt cs sich auch wieder 
in diesem Jahre eine Reihe von Klassen der Gemeinde 
schule in der Rheingaustraße mit elektrischer Beleuchtung zu 
versehen. Im Einverständnis mit der Schuldeputatiou, 
welche anläßlich der im Sommer d. Js. stattgehabten Be 
sichtigung des Schulgebäudes die Erweiterung der Be 
leuchtungsanlage für notwendig bezeichnet hat, beantragen 
wir im Einverständnis mit dem Bauausschuß ,10 weitere 
Klassen mit Deckenbeleuchtung von je 3 Stück 100 kerzigen 
Metallfadenlampen versehen zn lassen. Die hierfür er 
forderlichen Kosten im Betrage von 880 M. ersuchen wir 
aus Abschnitt XV der Außerordentlichen Verwaltung, Ziffer 
Nr. 7, zu bewilligen. 
Vorlage betreffend Verstärkung der Ziffer 46 des Voranschlages I V. 
Im Voranschlag IV Nr. 40 für 1913 sind 1000 M. 
für Diilchlieferung an Lungenkranke bereitgestellt. Es ist 
zunächst versucht worden, mit diesem Betrage im laufen 
den Jahre auszukommen, und demzufolge hat man bis 
her monatlich an 14 Personen für den Tag je 1 Liter 
Milch verabfolgt. Die Zahl der Kranken, denen dieses 
Nahrungsmittel unbedingt verabfolgt werden müßte und die 
in wirklich ärztlicken und hilfsbedürftigen Verhältnissen leben, 
ist aber so groß, daß es sich nicht länger vertreten läßt, sie 
List der We t hätte den liedauern-werten Cgc.usseur in den 
Sand ge;etz', sich auch nur eines einzigen Stückes 
heimlich zu (e.nächtigen. 
An den Fernsprecher wagte sich also Frau von Riedberg 
nicht wieder. Da- Unternehmen schien iyr zu gefährlich, 
solange sie nicht mußte, wie im femdlichen Lager zu Karls 
ruhe die Dinge standen. Weil es ihr aber immerhin als 
möglich erschien, das; Marigiiy in einem anderen Karls-' 
ruher Hotel abgestiegen sei, entschloß sie sich, gleichzeitig 
an die beiden in Betracht kommenden Gasthäuser zu tele 
graphieren. Eine an den Vicomte Marigny adressierte 
Depesche konnte ja nicht leicht in die Hände eines Unbe 
rufenen gelangen. Und wenn der Versuch nicht zu dem 
gewünschten Ziele führte, so war nach ihrer Ueberzeu 
gung doch auch jedenfalls nichts damit verdorben. Sie 
schrieb also zweimal: 
„Bleiben heute nacht im „Hotel Bellevue" zu Königs 
ruh. Nehme an, daß Sie über Ereignisse des heutigen 
Tages bereits unterrichtet sind. W. ist Sohn des alten 
Herrn, mit dem Sie in Bruchsal zusammentrafen. Bitte 
Drahtantwort. 
Frau von Riedberg." 
Die Formulare in der Hand, schickte sie sich an, das 
Hotel zu verlassen. Im Vestibül aber traf sie mit der 
liebenswürdigen Besitzerin des Hauses zusammen. Mit 
dem Scharfblick des weiblichen Geschlechts hatte diese sofort 
gesehen, von welcher Art die Papiere waren, und in der 
freundlichen Absicht, ihrem Hotelgast einen nutzlosen Weg 
zu ersparen, sagte sie: 
„Gnädige Frau wollen telegraphieren? Das würde
        
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