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Periodical volume Nr. 282, 01.12.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenauer 
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mr. 271. 
IterNn-Ariedknau, Wonlag, den 17. Zlovcmöcr 1913. 
20. Jafirg. 
DepeTcben 
Cetjtc Dachrichten 
Bochum. Bei der Maschinenfabrik Balcke L Co. A.-G. 
sind Unterschlagungen aufgedeckt worden, die ein früherer 
Buchhalter begangen hat, indem er auf Reichsbankschecks 
Unterschriften fälschte. Wie von maßgebender Seite mit 
geteilt wird, betragen die Unterschlagungen 15 003 Mark. 
Der Buchhalter ist bereits verhaftet worden. 
Chemnitz. Hier haben die beiden Brüder Paul, die 
Inhaber der -Chemnitzer Drogengroßhandlung Paul, im 
Alter von 52 und 51 Jahren, gemeinsam Selbstmord ver 
übt. Sie wurden im Geschäftsraum erhängt aufgefunden. 
Tie Gründe sind bisher nicht bekannt geworden. 
München. In Ober- und Niederbayern gingen gestern 
abend und heute Nacht schwere Gewitter, die von Hagel 
schlägen hegleitet waren, nieder. Es ist dies eine für diese 
Jahreszeit ganz ungewöhnliche Naturerscheinung. Auch aus 
anderen Teilen Süddeutschlands kommen Nachrichten über 
solche abnorme Witterungsverhältnisse. 
Paris. Ein großer Golddiebstahl ist auf einem) Post 
wagen der französischen Nordbahn verübt worden. Während 
der Fahrt wurde der Behälter erbrochen, in dem sich für 
über 100 000 Francs Goldbarren befanden, die von der 
Filiale einer großen Pariser Bank in der Provinz an ihr 
Stammhaus in Paris gesandt ivorden waren. Es scheint, 
daß Postbeamte in die Angelegenheit verwickelt sind. 
Paris. Aus einer der Jahrmarktsbuden entwich ein 
ausgewachsener Löwe auf die Straße und das Publikum 
begann in wilder Hast zu flüchten. Das Tier zeigte aber 
nicht die geringsten bösen Absichten, sondern schlich sich 
ängstlich in den Hausflur eines Gymnasiums. Hier ^drückte 
es sich furchtsam in eine Ecke und ließ sich von dem rasch 
herbeigeeillen Bändiger »nt einigen Peitschenhieben ohne 
Wiederstand in seinen Käfig zurücktreiben. 
Paris. Auf den, Bahnhof in Nancy fiel am Sonntag 
vormittag ein Angetrunkener durch sein lautes Benehmen 
auf. Da er auch die Beamten belästigte, wurde er festge 
nommen und zum Stationsvorsteher geführt. Dort legiti 
mierte sich der Festgenommene als ein Deutscher namens 
Paul Anders. Er war im Besitz einer Fahrkarte nach Namur. 
So setzte man ihn in den Zug und ließ ihn abfahren. Als 
sich der Zug in Bewegung setzte, rief Anders aus dem 
Fenster hinaus, er werde sich bei dem deutschen Botschafter 
in Paris beschweren. 
Nimes. Eine große Anzahl von Soldaten des in 
Nimes garnisonierenden 40. Infanterie-Regiments ist infolge 
von Genuß verdorbenen Fleisches unter schweren Vergiftungs 
erscheinungen erkrankt. Einige der Erkrankten befinden sich 
in Lebensgefahr. 
Rom. Das italienische Geschwader, das sich zurzeit 
vor Rhodus befindet, wird sich Ende November nach 
Alexandrien begeben. Es heißt, die italienische Regierung 
trage sich im Hinblick darauf, daß Italien nunmehr eine 
Flottenbasis in Tobruk (Cyrenaika) besitzt, mit der Absicht, 
im Mittelmeer ein ständiges Geschwader zu unterhalten 
und speziell in den Gewässern des Aegäischen Meeres kreuzen 
zu lassen. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Wer must der neuen Landkrankenkasse ange 
hören? Zu den bei der Landkrankenkasse zu versichernden 
Dienstboten rechnen alle in den Haushalt der Dienstherrschaft 
eingetretenen Personen, die sich deren Weisungen unterge 
ordnet und zur Verrichtung gewöhnlicher häuslicher oder 
auch landwirtschaftlicher, nicht gewerblicher Dienste gegen 
Entgelt verpflichtet haben. Die Aufnahme in die Haus 
haltungsgemeinschaft . der Dienstherrschaft ist das gewöhn 
liche, aber nicht das ausschlaggebende Merkmal. Mädchen 
für alles, Köchinnen, Kammerjungfern, Kutscher, Chauffeure, 
Diener zählen daher zu den Dienstboten, nicht dagegen: 
Aufwartefrauen, Wasch-, Scheuer- und Kochfrauen, Plätte 
rinnen, Näherinnen. Diese werden — entgegen der bisher 
vielfach geäußerten Ansicht — bei der Ortskrankenkasse ver 
sicherungspflichtig. Ebenso werden, das möchten wir aus 
drücklich betonen, Portiers, ganz gleichgültig, ob sie einen 
Fahrstuhl zu bedienen haben oder nicht, bei der Ortskranken 
kasse versicherungspflichtig. Keine Dienstboten, also nicht zu 
versichern sind Personen, die Dienste höherer Art verrichten, 
wie Gesellschafterinnen, Hausdamen, Kinderfräulein mit 
Familienanschluß und Befreiung von gröberer Arbeit. Die 
Zugehörigkeit zu einer privaten Versicherung, etwa dem 
Dienstboten-Krankenversicherungs-Verein vonDienstherrschaften 
auf Gegenseitigkeit in Berlin befreit nicht von der Ver 
pflichtung, der Landkrankenkasse angehören zu müssen. Be 
freit kann nur werden, wer seinen Dienstboten gegenüber 
sich verpflichtet, ihnen im Krankheitsfalls die Leistungen der 
Landkrankenkasse zu gewähren und dessen Leistungsfähigkeit 
sicher ist. Ueber den Befreiungsantrag entscheidet von Fall 
zu Fall nacheinander der Vorstand der Landkrankenkasse, auf 
Beschwerde das Versicherungsamt und auf weitere Beschwerde 
das Oberversicherungsamt. Die Festsetzung einer Ein 
kommens- oder Vermögensgrenze, von der ab die,Befreiung 
in jedem Fall ausgesprochen werden muß, ist nicht statthaft. 
Die Befreiung gilt überdies immer nur für den Dienst 
boten, für welchen die Befreiung nachgesucht ist. Der Be 
freiungsantrag ist daher bei jedem Dienstbotenwechsel 
zu wiederholen. Wiederholt sei, daß der Beitrag für die 
Landkrankenkasse bis zu einem Monatslohn von 28 M. 
jährlich 23,40 M. beträgt. Es ist in Aussicht genommen, 
die Beiträge monatlich einzuziehen. 
o Haftung einer Gemeinde infolge, nicht erfüllter 
Streupflicht. Die Frage der Haftung einer Gemeinde für 
einen infolge angeblich nicht erfüllter Streupflicht ent 
standenen Schaden behandelt für einen etwas eigenartig 
liegenden Fall ein in der Juristischen Wochenschrift 1913 
Seile 810 abgedrucktes Reichsgerichtserkenntnis vom 3. Mai 
1913, dem der Tatbestand zu Grunde lag. daß infolge 
Glatteises auf der unbestreuten Hauptstraße der Land 
gemeinde H. der Postwagen der Personenpost H.—B. 
stürzte und dabei zwei Reisende verletzt wurden, für welche 
seitens der Post Kur- und Verpflegungskosten aufgewendet 
waren. Das Erkenntnis stellt zunächst fest, daß der Sturz 
des Postwagens für den körperlich verletzten H. 5 Schaden 
ersatzansprüche begründe, einmal aus § 821 Bürger!. Gesetz 
buch gegen die genannte Landgemeinde — vorausgesetzt, 
daß sie sich um die Beseitigung der Glätte schuldhaft nicht 
gekümmert hat —, sodann gegen den Postfiskus aus 8 11 
des Postgesetzes. Und zwar besteht ein Gesamtschuld 
verhältnis des Postfiskus und der Gemeinde, auf das 8 426 
und 8 254 Bürgerl. Gesetzb. Anwendung, zu finden haben, 
da für das Vorhandensein des Gesamtschuldenverhältnisses 
schon ein innerer Zusammenhang genügt, wie er im be 
sonderen Falle gegeben war und als vorliegend auch dann 
angenommen werden kann, wo der eine Teil aus Vertrag, 
der andere Teil aus unerlaubter Handlung haftet. An 
langend die materielle Seite der Frage, hat bas Reichs 
gericht in dem besonderen Falle eine Schadenersatzpflicht der 
Gemeinde abgelehnt, weil für die Gemeinde die Streupflicht 
bei Winterglätte den Anliegern durch Polizeiverordnung 
auferlegt und in diesem Falle für die Annahme kein Raum 
wäre, daß die in Anspruch genommene Gemeinde neben 
den Anliegern selbst zum Streuen verpflichtet wäre oder die 
Anlieger hätte überwachen müssen, daß diese ihrer Streu 
pflicht genügen. Ebensowenig würde aus der im betr. Fall 
nicht nachzuprüfenden Annahme, daß die Anlieger nur die 
ihnen zugekehrte Fahrdammhälfte streuen müßten, zu folgern 
sein, daß überall da, wo es an gegenüberliegenden An 
liegern fehle, die Gemeinde die andere Fahrdammhälfte zu 
bestreuen hätte. „Die allgemeinen Rechtsgrundsätze", so 
heißt es in diesem Zusammenhang über die Fürsorge für 
Verkehrssicherheit, „würden übrigens im Sinne des 8 276 
Bürgerl. Gesetzb. weit überspannt werden, wollte man die 
Streupflicht allgemein auf Fahrdämme erstrecken; nur da, 
wo ein ganz besonderes Bedürfnis es gebietet, kann von 
einer Gemeinde verlangt werden, daß auch der Fahrdamm 
strecken- und stellenweise bestreut werde, z. B. bei belebten, 
unerläßlichen Uebergängen. (Reichsgerichtsurteilvom 13.6.12.") 
o Die Anlegung des Wilmersdorfer Seeparks, der 
sich westlich an den Schöneberger Stadtparks anschließt, macht 
ansehnliche Fortschritte. Die an der Kussteinerstrnße abge 
schlossenen Schöneberger Anlagen werden nun auf Wilmers 
dorfer Gebiet von seiten der dortigen Gemeindeverwaltung 
fortgeführt. Die Seitenstraßen, die den Park umfassen, sind 
bereits gepflastert uud werden als willkommene Verbindungs 
wege schon vom Publikum benutzt. Von der Kufsteiner bis 
zur Prinzregentenstraße sieht das künftige Parkterrain freilich 
noch recht wüst aus. In langen Zügen rollen die Kipp 
loren hin und her. Es entstehen auch hier die Berge und 
Täler, die, soweit sie schon auf- und ausgefahren worden 
sind, mit den die geplante Einteilung verratenden Pflockzeichen 
der Landschaftsgärtner dicht besteckt sind. Jenseits der Prinz- 
regentenstraße und bis zur Kaiserallee hin macht der im 
Werden begriffene Park dann aber schon einen recht respekt 
gebietenden Eindruck. Alle Promenadenwege, Ruhe- und 
Spielplätze sind bereits mit festgewalzten Ziegelklopfsteinen 
ausgelegt worden, so daß sie, rötlich schlängelnde Linien, sich 
gut abheben. Die Parkflächen werden von einem Heer von 
Sylvias Cbauffcuv. 
Roma» von Louis Tracy. 
34 (Nachdruck verboten.) 
„Sagen Sie dem Herrn Gra — dem Chauffeur 
Westenholtz. meine ich, daß der Graf Hoiningen mir in 
Bruchsal begegnete, und daß ich gegen meinen Willen ge 
zwungen wurde, ihm einige Erklärungen zu geben. Er 
staub plötzlich vor mir, wie vom Himmel gefallen, und 
ich hatte uar keine Zeit zu überlegen, was ich tun sollte. 
2c» Namen haben Sie doch richtig behalten?" 
„Jawohl — Graf Hoiningen, sagten Sie." 
„Ganz recht. Der Herr Graf wird schon verstehen. 
Welcher Herr Graf?" , ^ „ 
„Ack, — Mißverständnis k Ich meine, der Chauffeur 
Westenholtz wird schon wissen, um was es sich handelt, 
wenn Sie ihm meine Worte wiederholen. Aber Sie 
dürfen das nicht in Gegenwart der Damen tun, in deren 
Gesellschaft er sich befindet. Sie müssen ihn bei Seite 
nehmen und ihm die Bestellung unter vier Augen aus 
richten: denn es handelt sich um eine reine Privatsache. 
„Ich habe vielleicht noch nicht alles begriffen. Vor 
allem bin ich noch nicht im klaren darüber, mit wem ich 
eigentlich rede." _ r , . . 
„Ich bin der Chauffeur des jungen Grafen Hoiningen. 
Ach. Unsinn — ich habe mich versprochen — ich bm der 
Chauffeur des Herrn Westenholtz." 
Die Baronin fühlte sich von eiskalten Schanern über- 
rieselt und ihre Hände zitterten so. daß sie kaum noch die 
schweren Hörrohre zu halten vermochte. Aber sic bezwang 
sich tapfer, um nicht auch im Klang ihrer Stimme etwas von 
ihrer ungeheuren Auflegung zu verraten. 
„Also Sie sind Herr Hasenkamp — der Chauffeur des 
jungen Grafen Hoiningen. Jetzt habe ich es verstanden." 
„Na endlich'" bestätigte der wackere Hasenkamp, den 
seine Verwirrung nun glücklich auch in diesen zweiten 
Fallstrick hatte hineintappen lassen. „Ich habe keine Zeit, 
mich noch länger mit Ihnen zu unterhalten, da ich in jeder 
Minute überrascht werden kann. Passen Sie also gut auf, 
was ich Ihnen jetzt sage. Ich werde versuchen, den alten 
Herrn Grafen auf irgendeine Weise von Karlsruhe fortzu 
bringen und werde jedenfalls hier bleiben. Augenblicklich 
ist der alte Herr Graf in großem Zorn. Weil cr den 
jungen Herrn Grafen und die amerikanische Miß, die er in 
seinem Wagen fährt, hier nicht vorgefunden hat, ist der 
alte Herr Graf der Meinung, daß einer von uns beiden 
ihn angeführt hat — entweder der französische Vicomte 
oder ich. Und ich glaube, daß er die Absicht hat, morgen 
nach Frankfurt zurückzufahren. Aber das alles dürfen 
Sie dem Herrn Grafen — dem Chauffeur Westenholtz, 
meine ich — nur unter vier Augen mitteilen. Sie werden 
das nicht vergessen, Frau Ho elbesitzerin — nicht wobr?' 
„Nein, ich werde es gewiß nicht vergessen. Haben Sie 
sonst noch eiwas auszurichten?" 
„Nein, das ist alles. Ich danke Ihnen sehr. Adieu!" 
Die Baronin spüre das Knacken des Schlußzeichens im 
Hörer, und es war wirklich die höchste Zeit gewesen, daß 
es erfolgte, denn das Herz klopfte ihr zum Zerspringen und 
ihreKwe wankten. So ganz war ihr Geist von de», eben 
Gehörten erfüllt, daß sie nicht einmal daran dachte, die Hör 
rohre wieder an den ihnen gebührenden Platz zu bringen, 
sondern daß sie sie einfach auf das Schränkchen unter dem 
Apparat legte und dadurch bewirkt.', daß das Hotel 
Bellevue bis zum nächsten Morgen, wo zuerst wieder 
jemand die Sprechzelle betrat, aus jeglicher teiepgoivscheu 
Verbindung mit der übrigen Welt ausgeschaltet war. 
Niemand hätte ein Recht gehabt, inr deshalb zu 
zürnen, denn ein Gemütszustand wie der irrige hätte 
wohl auch noch schlimmere Unterlassungssünden entschuldigt. 
Daß ihr das geschehen mußte — ihr — gerade ihr! 
Nicht, daß sie die Pläne des Vicomte und ihre damit ver 
knüpften Hoffnungen gewissermaßen in Trümmern vor 
sich am Boden liegen sah. machte ihr in diesem Augenblick 
das Herz so schwer, sondern daß sie so und so viele Tage 
in engster Gemeinschaft mit einem echten Vollblutaristo- 
kraten, dem Sprößling einer der allervornehmsten Adels 
familien verlebt und ihn während di ser ganzen Zeit mit 
ausgesuchter Unfreundlichkeit behandelt haue. 
Es war eine Dummheit, die die Baronin sich nie — 
niemals verzeihen konnte — eine Dummheit, wegen deren sie 
am liebsten in blutige Tränen ausaebrochen wäre. Und vor 
einer Stunde hatie sie an Mister Pendleton über diesen 
nämlichen jungen Aristokraten aeschrieben, daß sie ihn für 
ganz und gar ungeeignet holte, noch Immer den Chauffeur- 
dienst bei Miß Sylvia zu versehen, uud daß sie überzeugt sei 
Mister Pendleton würde diesem Menschen, falls er ihn per 
sönlich hätte prüfen können, die Sicherheit und das Leben 
seines geliebten Kindes auch nicht eine Stunde lang anver 
traut haben. 
Grafen Horningen! Wo m aller Welt hatte sie während 
dieser ganzen Zeit ihre Augen und ihre Ohren gehabt! 
Wo waren die sichere Menschenkenntnis und der untrüa- 
lichc Scharfblick geblieben, auf die sie sich bis heute so viel 
erngebildet halte! Wenn sie jetzt an die Erlebnisse der 
letzten ^age zurückdachte und sich alle Einzelheiten ins 
Gedächtnis Zuruckr.es, »and sie vor ihrer eigenen Blind- 
he.t m.e vor etwas völlig Unbegreiflichem. Hatte sie denn 
nicht schon in der ersten Stunde alles erraten müssen? 
Der prächtige Wagen - der Frühstückskorb mit seinen
        
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