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Periodical volume Nr. 269, 14.11.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Krirdenauer 
Unparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
Angetegenheiten. 
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Rheinstr. 18.1,50 M. vierteljährlich; durch 
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Jecken Lüittvocki: 
Witzblatt „Seifenblasen". 
sernfpreckrer: Kml Pfatjburg 2139. 
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Zeitung.) 
Organ für dm Sriedmauer Ortsteil van Zchöneberg und 
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Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
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Mertin-Iriedenau, Areitag, den 14. Wovemöer 1913. 
20. Iayrg. 
Oepelcken 
Letzte Nackrichten 
Berlin. Der Mörder Bogan hat im Gerichtsgefängnis 
in Neukölln Selbstmord verübt. Zehn Minuten nach 3 Uhr 
war noch ein Aufseher bei ihm in der Zelle. Als dieser 
zehn Minuten später wiederkam, fand er ihn tot aus. 
Bogan hatte mit den Knien einen Stuhl an die Wand ge 
schoben, so einen Haken, an dem sonst eine Petroleumlampe 
hing. erreicht und sich mit seinem Halstuch daran auf 
geknüpft. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Auch 
die elfjährige Tochter Klara des Mörders ist im Kranken 
hause gestorben. 
Berlin. Heute Born.ittag gegen 11 1 /« Uhr explo 
dierte auf dem Grundstück Kurfürstenstr. 15-16 ein Acetylen- 
Gasbehälter. Der Arbeiter Klare wurde dabei getötet, der 
Arbeiter Steinmetz schwer verletzt. 
Essen a. d. Ruhr. Der Bauunternehmer Heinr. Müther, 
der gestern in Borken bei Essen a. d. Ruhr einen Betrag 
von 16000 Mark erhoben hatte, wurde nachts auf der 
Fuhlenbrockstraße in Osterfeld, von drei Männern überfallen. 
Die Räuber forderten ihn auf, seine Barschaft herauszugeben. 
Als Müther sich weigerte, schlugen und stachen die Räuber 
auf ihn ein, raubten ihm die ganze Summe und entkamen 
unerkannt. 
Paris. Die Pariser Elektrizitätsgesellschaft machte bei 
der Sicherheitspolizei im Juni dieses Jahres die Anzeige, 
daß eine ganze Menge täuschend nachgeahmter Aktien ihrer 
Gesellschaft in Frankreich, Belgien und Holland von ver 
schiedenen Individuen an den Mann gebracht worden seien. 
Athen. Der griechisch-türkische Frieden ist um Mitter 
nacht unterzeichnet worden. Die vorgestern im letzen Augen 
blick aufgetauchten Schwierigkeiten sind in einer Besprechung, 
die der griechische Bevollmächtigte Leordrs gestern mit dem 
türkischen Minister des Innern Talaat Bei hatte, behoben 
worden. Bon den vier neuen Forderungen, die die Pforte 
am Mittwoch stellte, hat Griechenland drei bewilligt. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die nächste Gemeindevertretersitzung findet am 
Donnerstag, dem 20. November d. Js., Abends 7 Uhr im 
Sitzungssaals des Reformrealgymnasiums (Homuthstraße) 
statt. Die Tagesordnung finden unsere Leser im Anzeigenteil 
dieser Nummer. 
o Die Mahnung bleibt bestehen! Wir veröffent 
lichten gestern eine amtliche Bekanntmachung des Gemeinde 
vorstehers über die Steuerzahlung und knüpften daran in 
der Notiz im lokalen Teil die Bemerkung, daß hier an- 
scheinend das Mahnverfahren fallen gelassen sei. Dem ist 
aber nicht so. Das gesetzlich vorgeschriebene Mahnverfahren 
wird, wie uns von der Gemeindekasse mitgeteilt wird, nach 
wie vor auch hier bestehen bleiben. In der Mahnung liegt 
eben der Beginn der zwangsweisen Beitreibung. Die Ver 
sendung der Mahnzettel erfolgt vom 17. November ab. 
o Der Vorstand der Landkrankenkasse ist bekanntlich 
in der Gemeindevertretersitzung vom 6. d. Mts. gewählt 
worden. Im Anzeigenteile dieser Nummer gibt nun der 
Vorstand der Landkrankenkasse bekannt, welche Personen ihm 
angehören. 
o Auf den westlichen Schnellbahnen werden in 
nächster Zeit verschiedene Verkehrsverbesserungen eingeführt 
werden. Die neue Kurfürstendammlinie, welche bisher nur 
eingleisig betrieben werden konnte, sodaß die Pendelzüge 
vom Wittenbergplatz aus in Abständen von je 7^ Minuten 
folgten, wird, nachdem die automatischen Signalanlagen 
fertiggestellt sind, vom morgigen Sonnabend ab zweigleisig 
betrieben werden. Demgemäß werden die Züge sich in Ab 
ständen von je fünf Minuten folgen, werktäglich ab 
Wittenbergplatz in der Zeit von 6 Uhr 26 Min. früh bis 
10 Uhr 66 Min. Abends, ab Uhlandstraße von 6 Uhr 
27 Min. früh bis 10 Uhr 57 Min. Abends; Sonntags ab 
Wittenbergplatz 9 Uhr 6 Min. früh bis 11 Uhr 56 Min. 
Abends, ab Uhlandstraße 9 Uhr 7 Min. früh bis 11 Uhr 
57 Min. Abends. Auf der Dahlemer Schnellbahn soll 
gegen Ende des Monats ebenfalls der Fünfminutenverkehr 
durchgeführt werden, sodaß für die vom Wittenbergplatz 
kommenden Fahrgäste am Fehrbelliner Platz stets der 
Auschlußzug bereitstehen wird. Endlich wird mit Rücksicht 
auf den Theaterverkehr auf der Westendlinie, Bismarckstraße- 
Reichskanzlerplatz, der Fünfminutenbetrieb allabendlich 
zwischen 10 1 / 2 und 11 1 / 2 Uhr eingerichtet werden. 
o Die Einrichtung und Notwendigkeit kommunaler 
Nachrichtenämter. wUdL^iv-Er. aestern Abend im Saale 
der Berliner Handelskammer stattgefundenen Versammlung 
des Vereins Berliner Vorortpresse erörtert. Zahlreiche Ver 
treter Großberliner Kommunalverwaltungen waren anwesend. 
Von besonderem Interesse waren die Ausführungen der Ver 
treter der Nachrichtenämter des Charlnttenburger und des 
Schöneberger Magistrats. Stadtrat Dr. Licht-Schöneberg 
schilderte das Interesse, das die Gemeinden selbst an einer 
möglichst schnellen und zuverlässigen Bedienung der Presse 
haben, betonte die Notwendigkeit, in den einzelnen Ge 
meinden den Nachrichtendienst zu zentralisieren und vertrat 
vor allem den Standpunkt, daß die Vorortgemeinden nicht 
zuletzt darauf bedacht sein müßten, ihre Beziehungen zur 
Berliner Presse zu pflegen. Auch Dr. Bartke-Charlotten- 
burg schloß sich unter Darlegung dessen, was in der von 
| ihm vertretenen Gemeinde in dieser Beziehung bereits ge 
schieht, der Forderyng nach zentralen, der Kontrolle der 
Magistratsdirigenten unterstehenden Nachrichtenstellen an. 
Der weitere Verlauf der Diskussion zeigte aber, daß man 
besonders in den mittleren Gemeinden von einer be 
friedigenden Lösung dieser für Kommunen und Bürgerschaft 
gleich wichtigen Frage noch weit entfernt ist. — Wie in 
manchen anderen Dingen ist man in Friedenau auch in 
dieser Beziehung riicksländig. Hier ist jede Mitteilung seitens 
der Beamten streng verpönt und nur von „hinten rum" ist 
es möglich, „etwas" zu erfahren, was die Oeffentlichkeit 
interessiert. Nichts ist natürlicher, als daß durch solche Ge 
heimkrämerei unrichtige Nachrichten verbreitet werden. 
o Das große Los ist in der heutigen Vormittags 
ziehung der preußisch-süddeutschen Klassenlotterie gezogen 
worden. Es fiel auf die Nr. 13 731. Der Hauptgewinn 
fiel mit je 500 000 Dl. einmal nach Berlin und einmal 
nach Köln. 
o Der Schutzverband für deutschen Grundbesitz 
hielt am Dienstag, dem 11. November, Mittags 1 Uhr, 
im Kaisersaal des Landwehr-Offizier-Kasinos eine glänzend 
besuchte Delegiertenversammlung ab. Den Vorsitz führte 
der Präsident des Schutzverbandes Se. Durchlaucht der 
Fürst zu Salm-Horstmar, der sich in seiner Begrüßungs 
ansprache zunächst an die erschienenen Herren Vertreter 
der Behörden und der Parlamente mit herzlichem Will 
kommensgruß wandte und dann mit kurzen Strichen die 
Entwicklungsgeschichte des Verbandes zeichnete. Der Verband 
wurde im Jahre 1912 als Verband zum Schutze des 
Hypothekenkredits gegründet. Im Jahre 1913 trat man 
an die landwirtschaftlichen Kreise heran, da man das Zu 
sammengehen von städtischem und ländlichem Grundbesitz 
als eine Notwendigkeit erkannt hatte, um gemeinsame 
Interessen gegen gemeinsame Feinde wirksam verteidigen zu 
können. Man konstituierte sich neu als Schutzverband für 
deutschen Grundbesitz. Seitdem hat sich der Verband in 
dieser Linie glänzend entwickelt und zählt mit seinen ange 
schlossenen Verbänden jetzt schon 1 / 2 Million Mitglieder. 
Neben 1*4 Verbänden, die den städtischen Grundbesitz ver 
treten, bestehen eine ebenso große Anzahl Vertretungen des 
ländlichen Grundbesitzes (u. a. Westfälischer, Badischer, 
Rheinischer Bauernverein). Schon aus dieser Zusammen 
setzung des Schutzverbandes ist deutlich ersichtlich, wie un 
gerechtfertigt der Vorwurf sein muß, den man ihm so oft 
macht, er vertrete die Interessen einzelner Gruppen, z. B. 
der Terrainspekulation. Nein, der Schutzverband tritt auf 
als Schützer des Privateigentums von Grund und Boden; 
so vertritt er das gemeinsame Interesse des gesamten 
deutschen Grundbesitzes, so reichen sich in ihm städtischer und 
ländlicher Grundbesitz die Hand. Auf den Segen dieser 
Vereinigung für unser Vaterland mies sodann der VerbandS- 
direktor Präsident Professor Dr. van der Borght hin. Er 
ging in seinem Vortrag aus von der bei uns vorhandenen 
innerlichen Entfremdung zwischen Stadt und Land: Der 
Landbewohner beurteilt so oft die Stadt falsch, weil er sie 
nicht kennt; der Städter vergißt so oft die Leistungen des 
Sylvias Chauffeur. 
Romall von Louis Tracy. 
3j (Nachdruck verboten.) 
Dagegen ließ sich nun natüilich nichis mehr sogen, und 
Frau von Riedberg war zu klug, um die Dinge ohne 
Not auf die Spitze zu treiben und Auseinandersetzungen 
herbeizuführen, die für ihren Prot< gä sicheilich mehr nach 
teilig als nützlich gewesen wären. Aber während sie 
durch ihr Schweigen der Programmänderung zustimmte, 
arbeiteten ihre Gedanken desto eifriger. Daran, daß dieser 
Abstecher nach Königsruh lediglich auf eine Initial ve des 
Chauffeurs Westenholtz zurückzuführen sei, hatte sie von 
vornherein keinen Zweifel gehegt, und als Sylvia nun 
obendrein die Unklugheit beging, ihn um einige nach re 
Auskün te über den so warm gepriesenen Ort zu ersuchen, 
wurde die Vermutung zur unumstößlichen Gewißheit ge 
stempelt. Diese widerstandslose Nachgiebigkeit der jungen 
Amerikanerin gegen jeden Wunsch und jede Laune des 
„unverschämten Menschen" wurde ihr nachgerade denn 
doch unheimlich. Zwar schien es ihr einitwcilen noch 
ganz unausdenkbar, daß Sylvia Pendleton, die -achter des 
vielfachen Millionärs, die ihre Wünsche auf Ga,en und 
Fürsten richten durfte, ihre Selbstachtung und den Unter- 
schied der sozialen Stellung so weit vergessen konnte, um 
sich auf einen Flirt mit einem gewöhn.ichen Chauffeur 
einzulassen: aber sie gewann rrotzdeiv cine iinmer beangsti- 
qendere Vorstellung von der Gefahr, die der zivanalose 
Verkehr zwischen den beiden für die Pläne des Vl.onite 
und für ihre eigenen, mit dem Gelingen tiefer Plane so 
eng verknüpften Hoffnungen bedeutete. Gewiß war Marigny 
in ihren Augen der Typus eines eleganten Kavaliers, 
ein Mann, ganz danach geschaffen, jungen Mädchen und 
namentlich jungen Amerikanerinnen zu imponieren. Aoer 
sie verhehlte sich nickt, daß er in nianä cn stucken die 
ihr eine jugendliche weibliche Phantasie nicht ohne Belang 
sind hinter diesem plebejischen Chauffeur zurückstand. Cr 
war nickt nur körperlich von der Natur viel weii'ger ver- 
enderifch bedacht worden als jener, sondern er hatte 
auck — d r Himmel mochte wissen, auf welche Art 
— gewisse Manieren angeeignet, die auf ein uner ahrenes 
junges Ding ohne Zweifel bestechender wirken konnten, als 
d e manchmal etwas faden Galanterien des Franzosen. 
Außerdem verfügte er über eine erstaunliche Geschicklichkeit, 
alle da oder dort aufgelesenen Brocken von Gelehrsamleck 
und alle von anderen aufgeschnappten Gedanien geraoe 
im geeignetsten Augenblick so von sich zu geben, daß ein 
naiver Zuhörer ihn notwendig für einen ungewöhnlich 
klugen, belesenen und geistvollen Menschen halten mußte. 
Sie hatte sich ja im Anfang dieser Reise rechtschaffen be 
müht, Sylvia für das alles die Augen zu öffnen, aber der 
Verlauf der Dinge belehrte sie immer eindringlicher, daß 
ihr Bemühen ohne Erfolg geblieben war, und daß Miß 
Pendleton gegen den Vicomte in demselben Grade kühler 
und abweisender wurde, wie sie sich von den armseligen 
Kunststückchen dieses fcharlatanistischen Chauffeurs betören 
und irreführen ließ. Mehr als genug hatte sie mit eigenen 
Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört; vieles ober, 
worüber sie nur unbestimmte Vermutungen hegen konnte, 
mochte obendrein hinter ihrem Rücken vorgegangen sein. 
Denn es war ja offenbar, daß dieser Westenholtz einen 
grimmigen Haß gegen den Vicomte hegte, und daß er 
alle seine gefährliche Geschicklichkeit daransetzte, um ihm bei 
Sylvia zu schaden. Was sie bei dieser Vorstellung am 
meisten beunruhigte, war die Unmöglichkeit, dem Burschen 
hinter seine Schliche zu kommen und das von ihm ohne 
Zweifel seit Tagen getriebene Intrigenspiel klar zu durch 
schauen. Sie hatte, die fatalsten Dinge erleben müssen, 
binter denen sie als treibende Kraft nur diesen unseligen 
Westenholtz vermuten konnte, und von denen sie doch 
nicht begriff, wie er sie hatte ermöglichen können. Dahin 
rechnete sie vor allem die plötzlicke Abreise ihres Sohnes, 
für die sie von Harro selbst keine Erklärung erhalten hatte, 
und die sie, mehr instinktiv als auf Grund bestimmter 
Anhaltspunkte, schon längst in irgendeinen Zusammenhang 
mit den tückischen Absichten des Chauffeurs brachte. Daß 
ihr Sohn für Westenholtz kein-Fremder gewesen war, hgtte 
JA. "vu D ciu.iy ci|Ul,ien, Ulf NIM IN OEC kl lSN 
Viertelstunde ihrer Bekanntschaft entschlüpf war. und wie 
sie den ehemaligen Oberleutnant kannte, lag der Argwohn, 
daß der Chauffeur im Besitz irgendeines kompromittie 
renden Geheimnisses sein könnte, für sie leider nicht allzu 
fern Nach dieser Richtung hin mußte sie jedenfalls sehr 
vorsichtig operieren, um nicht unbewußt und absichtslos 
irgendein Verhängnis über ihren geliebten Sohn herauf 
zubeschwören, und bei dem vernichtenden Schlage, den 
sie gegen den widerwärtigen Menschen zu führen ge 
dachte, mußte der Oberleutnant unbedingt aus dem 
Spiel bleiben. Daß Westenholtz mit Bartels unter einer 
Decke steckte, galt ihr natürlich als gewiß; so einfältig, 
um auch an das zweite Mißgeschick des letzteren zu 
glauben, war sie denn doch nicht. Rätselhaft aber blieb 
«hr auch hier, durch welche Versprechungen oder Beloh 
nungen Westenholtz es dahin gebracht haben konnte, daß 
sein Kollege Bartels auf einen schönen, sicheren Verdienst 
und auf allerlei noch schönere Zulunftsaussichtc^Verzicht 
leistete. Alle diese Geheimnisse bis in den letzten Winkel 
aufzuhellen, fühlte sie sich nicht stark und nicht scharfsinnig 
genug. Und sie sah ein, daß sie in ihrein Kampfe gegen 
den unheimlichen Chauffeur von vornherein zu einer 
Niederlage verurteilt war, wenn sie dabei keinen anderen 
als den Vicomte und keinen anderen 
Rückhalt als Sylvia hatte. Sie bedurfte durchaus einer 
£ n .: er J: 1 , , ' J a,irt f ammn Unterftüfcunfl, und sie durfte bei dem 
b^>rohlichen Charakter der Situation nicht länger zögern, 
sich die,er Unterstützung zu versichern. Während sie mit 
gespitzten Ohren auf jedes Wort lauschte, das zwischen 
den beiden gewechselt wurde, und mit Luchsaugen jeden 
Blick, jedes freundliche Lächeln Sylvias belauschte, wälzte 
sie in ihrem Kopfe bereits den Inhalt des Briefes, den 
sie noch heute an Mister Pendleton in Paris zu schreiben 
beabsichtigte, und «ylvias iorglose Fröhlichkeit würde wahr 
scheinlich eine starke Trübung erfahren haben, wenn sie 
hatte ahne» können, was auf der Fahrt nach Königsruh 
im Herzen ihrer bei jeder Anrede liebenswürdig grinsen 
den Beschützerin vorging. (Fortsetzung folgt.)
        
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