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Periodical volume Nr. 194, 19.08.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Bühnenausstattung und Kostüme waren yläniend. Die 
Gesangscmlagen fandeil ganz besonders den Beifall des 
K J; »ad nach Schlich der Vorstellung Hörle man auf 
der Strage aus dem Munde mancher schönen Besucherin noch 
den lieblichen Vers: „Puppchen. du bist mein Augenstern'.»! 
dec- s, u dtevjahrlge Bezirksvorturnerstilnde 
L 1 - ("lt°wer) Bezirkes in, Havelländischen Turngau! 
Mdet am Sonntag, dein 0. November, in der Turnhalle! 
des Realgymnasmms m Lichterfelde statt. Nach dem von 
den beiden Vezirksturnwarten Nossow r.nd Krause aufge-! 
stellten ^rdnung-gang besteht der turnerische Teil aus Lang- 
s 'billigen, Uebungen an den Ringen, Quersprüngen ami 
Barren und Spielen. Da dem Kürturnen zu Anfang wie! 
zu st:iide ein breiter Raum angewiesen ist, so werden! 
namenilich die alteren Turner und Wetlurner, die Siegels 
vom Deutjchen Turnfest, von Kreis- und Gauturnfesten um 
ihre turnen,che Teilnahme gebeten, um durch ihr Beispiel! 
den ingendlichen Nachwuchs anzuspornen und ihm die zur 
Weiterbildung erforderliche Anregung zu geben. Nach dem 
Zürnen l'ndet in den Lichterfelder Festsälen, Zehlendorfer 
m sü "t ( nne Besprechung mit folgender Tagesordnung statt: 
Besprechung der vorgeturnten Uebungen, 
Bericht der Bezirksturnwarte, Neuwahl der Bezirksturnwart'e, 
Arbeitsplan 1914, Verschiedenes. 
o Die Feier seines 8. Jahresfestes begeht der 
„Evangelische Arbeiterverein für Friedenau und Umgegend" am 
Sonnabend, dem 8. November, Abends 8^/z Uhr, im grossen 
Saale des „Kaiser-Wilhelm-Garten". Musilstücke werden 
das Fest einleiten. Die Gesangabteilniig des Vereins singt 
dann das Bnndeslied, worauf das Mitglied Alfred Moser 
einen von ihm selbst verfassten Festgruß spricht. Der Be 
grüßungsansprache des Vorsitzenden folgt die Festansprache 
des Verbandssekretärs Diakon Franke-Oranienburg. Die 
Gesangsabteilung singt hierauf „An den Tag des Herrn» 
und „Im Frührotscheiu». Nach einigen Musikstücken folgt 
der Duettgesang „In Feindes Land" und dann das Lieder- 
spiel in^ einem Akt „Nette Matrosen». Familienkränzchen 
mit Kaffeetafel werden das Fest beschliehen. Programms, 
die zum Eintritt berechtigen,' sind vorher durch die Vereins- 
mitglieder oder im „Kaiser-Wilhelm-Garten» zum Preise 
von 30 Pfg. zu haben. An der Abendkasse kosten die 
Eintrittskarten 50 Pfg. 
o Die Hohenzollcrn-Lichtspiele, Handjerystr. 64, sind 
fortlaufend bemüht, ihrem Publikum die schönste und ange 
nehmste Unterhaltung zu bieten. Die Direktion trachtet aber 
auch danach, alle technischen Neuheiten auf dein Gebiete der 
Kinematographie sofort einzuführen, svdaß flimmerfreie 
Bilder von großer Schärfe und Plastik vorgeführt werden 
können. Der Schlager des heute beginnenden neuen Pro- 
grainnis ist das Detektivdrama „Das Geheimnis von 
Chateail-Richmond», in dein.Senta Eichstädt, der weibliche 
Detektiv, die Hauptrolle spielt. Dieses Drama erlebt hier 
seine Uraufführung. Von den weiteren Vorführungen er 
mähnen wir das packende Drama „Anonas Bekehrung», die 
herrliche Naturaufnahme „Der Kolnmbia-Strom», die 
reizende Komödie „Der dankbare Hund», das humorvolle 
Bild „Berta ist ein Tunichtgut", und die. große Pariser 
Komödie „Von einem Musiker und eine Näherin». Dazu 
bringt das Paths-Journal das Neueste ans aller Welt. Also 
Ernst und Scherz wechseln sich bestens ab. 
o Im Biofoutheater in der Rheinstratze 14 kommt 
von heute ab das spannende Drama in 3 Akten „Das 
Schloß der Schrecken» zur Vorführung. Die stark gruselige 
Geschichte, die es behandelt, erregt das Interesse der Zu 
schauer im höchsten Maße, sodaß man Not hat, die Gänse 
haut wieder los zu werden. Die Handlung ist nur ein 
Phantnsiegespinnst, aber sehr geschickt ausgebaut und gut 
gespielt. ' Außer Spaziergänge im alten Paris und die 
immer gern gesehene Biofonrevue von Pathö fröres, die 
wieder viel Neues als aller Welt zeigt, bringt das Pro 
gramm nur heitere Bilder auf die Perlleinwand. Jugend 
hat keine Tugend ist eine nette Komödie. Piefke als 
Souffleur ein komischer Trickfilm. Herr Traudichnicht heiratet 
ist eine ulkige Ehose. Nach Wunsch kommt dann noch eine 
humoristische Einlage zur Vorführung. , Es gibt also des 
Abwechslungsreichen genug zu sehen, um den Besuch des 
Biofonlheaters in der Rheinstraße 14 lohnend erscheinen zu 
lassen. Zum besseren Verständnis lese man die Biofon 
theaterzeitung mit Prograinm, die am Eingang und im 
Saal zu haben ist. Anfang 0 Uhr, Sonntags 4 Uhr. 
o Auf der „Hochzeitsreise." Wir berichteten vor 
einiger Zeit über das Verschwinden des Kinderfränleins 
Erna Schläfke, genannt Breddin, das bei dem Kaufmann 
Pf. in der Augustastraße in Wilniersdorf in Stellung war. 
Die Vermutung, daß das auffallend hübsche Mädchen ent 
führt worden sei, hat sich bestätigt. Gestern trafen bei 
ihrem früheren Dienstherrn und bei einer • Freundin der 
Verschwundenen Briefe aus Paris ein, worin sie mitteilt, 
daß sie gegenwärtig eine „Hochzeitsreise" mit ihrem „Ge 
mahl" macht. Der Begleiter des leichtsinnigen jungen 
Mädchens ist, wie verlautet, ein Schöneberger Kaufmann. 
o Unter die Näder eines Automobils geriet Montag 
Abend in der Kaiserallee nahe der Meierottostraße die 
siebenjährige Tochter Christine des Kaufmanns Kersten aus 
der Uhlandstr. 130 in Wilmersdorf. Das Kind befand sich 
in Begleitung des Kinderfräuleins, als sie sich plötzlich von 
dessen Hand losriß und kurz vor dem herannahenden Kraft- 
wagen über den Damm laufen wollte. Es erlitt so schwere 
Verletzungen, daß es kurz darauf starb. Der Fahrer entzog 
sich nach dem Unglück durch schleunige Flucht mit dem 
Wagen seiner Feststellung. 
o Einen stillen Fahrgast benierkte man am Sonn 
abend ans einer der Bänke ans dem Bahnhof Lankwitz; da 
ers jedoch Zug auf Zug vorüberfahren ließ, fiel er den 
Bahnbeamten auf. Sie glaubten, er sei eingeschlafen; als 
sie ihn aufmuntern wollten, wurden sie gewahr, daß er 
tot ivar. Ter sofort herbeigerufene Arzt Dr. Henschel stellte 
als Todesursache Herzschlag fest. Der Tote wurde als der 
in der Berliner Str. 177 zu Lichterfelde wohnende 45 Jahie 
alte Arbeiter Ludwig Kandulski ermittelt. 
o Polizeibericht. Als gefunden sind hier angemeldet 
worden: 2 Schlüssel. Die rechtmäßigen Eigentümer vor- 
benannter Gegenstände iverden aufgefordert, ihre Ansprüche 
binnen drei Monaten im hiesigen Fundbüro, Feurigstr. 
Nr. 7, Zimmer 6, geltend zu machen, da sonst anderweit 
darüber verfügt werden wird. 
Ycmrss-Dadmcbteii 
Am Dienstag tagen: 
Konservativer Stammtisch, Abends 8'/, Uhr in der „Kaiser- 
eiche", Nhcinstr. 54. 
Morgen Mittwoch tagen: 
Thentcrverein ,,.1'crxcs" 1873. Sitzungen jeden Mittwoch 
9 >4 Uhr im Vereinslokal Paul Spanholz, Steglitz, Körnerstr. 48e. 
Gäste als Alitglicder und Spieler sind herzlich willkommen. 
SrDörieberg 
—o Dem Königlichen Hvskilnstschlvssermeister Alfred 
Hagemann fr., Berlin-Schöneberg, ist das Verdienstkrenz in 
Silber verliehen worden. 
frauenscköndeil. 
Plauderei von Johanna Zunk-Friedcuau. 
Nachdruck verboten. 
„Eine schöne Frau ist das Paradies der Augen, die 
Hölle der Seele und das Fegefeuer des Geldbeutels.» Ein 
Franzose hat das einmal von der Frau gesagt; gut ist es, 
daß er uns nicht verriet, was er unter der Schönheit ver 
steht. Es gibt eine Zeit in dem Leben eines jeden 
Weibes, da es schön wirkt; schön für denjenigen, der es 
daraufhin ansieht. Das ist in der Jugend, in der Blüte, 
da doch jede Gesunde einmal den Schmelz der Haut, die 
Frische der Farben, den Zauber der Jnngfränlichkeit ihr 
Eigen nennt. 
Allen Breunden unci Bekannten hiermit 
die traurige Mitteilung, dass meine innigst- 
geliebte Frau 
Emma geb. Melzer 
und Mutter heute früh 8 l / 2 Uhr nach kurzem, 
aber schweren Leiden sanft entschlafen ist. 
Dies zeigt, um stilles Beileid bittend, tief 
betrübt an 
Alexander Lehmann. 
Berlin-Lichtenberg, den 3. November 1913. 
Die Beerdigung findet am Donnerstag er. in 
Schwerin a. W. statt. 
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Der Begriff der Schönheit läßt sich schwer definierest; 
jedes Volk hat eine andere Anschauung davon; ja, fast 
jeder Mensch, jeder Mann stellt andere Ansprüche an die 
Schönheit. Unser Altmeister Goethe, der Frauenkenner und 
Frauenverehrer, tut die Schönheit mit folgenden Zeilen ab: 
Frauenschönheit will nichts heißen, 
Ist gar zu oft ein starres Bild: 
Nur solch ein Wesen kann ich preisen, 
Das froh und lebenslustig quillt. 
Die Schölte bleibt sich selber selig, 
Die Anmut macht unwiderstehlich. 
In der Anmut also sah er das, was die Herren der 
Schöpfung am meisten fesselt. Und die ist nicht von den 
Jahren abhängig, braucht kein Opfer der Zeit zu werden. 
Aber auch die Elastizität der Jugend, die körperliche Frische, 
kann sich die Fratl über Jahre hinaus erhalten, dank den 
Fortschritten der inodernen Hygiene und Gymnastik und 
einer gesunden, einfachen Diät. Zu dem allen aber gehört, 
was so vielen des Geschlechts fehlt — die Selbstzucht und 
Selbstbeherrschung. Wodurch erscheint die Frau oder das 
Mädchen älter? Hauptsächlich durch den schlecht gepflegten 
Teint und die Runzeln. Man weiß, daß deren Bildung 
im Laufe der Zeit durch das Hinwegschwinden des unter 
der Haut befindlichen Zellengewebes veranlaßt wird und 
durch ein sachgemäßes Massieren im Anfang bekämpft 
werden kann. Was hilft indessen jede Behandlung, wenn 
die Frau ihre Wirkung täglich wieder aufhebt. Da ist z. B. 
eine Angewohnheit des weiblichen Geschlechtes, die man be 
sonders in der Sommerszeit, in den Ferien, in denen es 
Frau Sonne oft mit den Menschenkindern recht gut meint, be 
obachten kann. Wie iverden die Gesichter verzerrt! Anstatt 
mit der Hand oder dem Schirm die Augen zu beschatten, 
oder z. B. an der See im blendenden Sande ein schützendes 
Glas zu tragen, sieht mau die erdenklichsten Verzerrungen 
der Gesichtsmuskeln. — Häufig genug fängt schon das 
Schulkind damit an und eine Mutter, der das Aussehen 
ihres Kindes am Herzen liegt, wird in früher Jugend 
darauf achten, daß eine Schulaufgabe ebenso gut gelöst 
werden kann, ohne Falten zu ziehen. — Wie frühe altern 
die Frauen auf dem Lande und die Fischerfrauen, die im 
Sonnenbrand, bei schwerer Arbeit in Ueberanstrengung, jeder 
Gemütsbewegung in Gesichtsmuskelverziehungen nachgeben! 
Die Frau des Mittelstandes, auch wenn sie mit im 
Erwerb neben dem Manne steht, kann auf ihre Gesichtszüge 
achten. Grübeln, die Anforderungen des Tages zu schwer 
nehmen, das Hirn zerinarlern, — hilft nicht weiter, sondern 
läßt nur die wagerechten Falten auf der Stirn, die der 
Melancholie, sich eingraben. Gebessert wird nichts dadurch. 
Die Frau, die etwas auf ihr Aeußeres gibt, braucht darum 
nicht gleichgültig gegen den Lauf der Dinge werden; nur 
das viele Sorgen soll sie sich abgewöhnen. „Aengstliches 
Klagen wendet kein Elend, macht uns nicht frei.» Alt 
macht es die Frau, denn jede Gemütsbewegung schreibt ihre 
Schrift in das Antlitz; das Lachen wie das Weinen — 
beide sind Feinde der Schönheit. Harmonisches, abgeklärtes 
Denken, ein ruhiger Charakter, gibt dem Gesicht den edlen 
Ausdruck, ebenso wie.sich die niederen Instinkte gemeiner 
Menschen, denen nie ein Zügel angelegt wurde, auch äußer 
lich abspiegeln, Der Geist beherrscht die Materie; er prägt 
auch das Antlitz und verleiht oft genug den Frauen, die 
in ihrer Jugend nie für „schön» galten, im Mittag ihres 
Lebens noch jenen Reiz, der sie über die, deren kalte Schön 
heit längst welkte, iveit hinaushebt und anziehend erscheinen 
läßt. Das sind dann solche Frauengesichter, bei deren An 
blick man fühlt; bei diesem Menschenkinde bist Du geborgen; 
hier ist Ruhe und Frieden. Solche Frauen sind inehr als 
schön; sie haben des Altmeisters Spruch begriffen: 
„Wer auf die Welt kommt, baut ein neues Haus. 
Er geht und läßt es einem Zweiten. 
Der wird sich's anders zubereiten, 
lind niemand baut es aus.» 
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