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Periodical volume Nr. 131, 06.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Frik-kMkl 
(Friedenauev 
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Berlin Friedenau, Montag, den 27. Januar !9lB. 
20. Iahrg. 
Zum 27. Januar 1913. 
Kaisers Keöurtstag 
Du deutscher Aar, nun breite deine Schwingen 
Und steig hinauf zu Gottes höchstem Thron. 
Des deutschen Volkes Wünsche sollst du bringen 
Für seinen Kaiser, für Germaniens Sohn. 
Erheisch de- Weltenlenkers Gnade 
Für unseres Kaisers Herrfchertum, 
Daß Segen ruh uuf seinem Pfade 
Zu Deutschlands Ehre, Deutschlands Ruhm. 
Gott gebe, daß er seinem Reiche 
Auch fernerhin ein Vater sri. 
Solang noch grünt die Deutsche Eiche, 
Erblüh ihm seine- Volkes Treu, 
Drum, Deutscher Aar, reg mächtig deine Schwingen 
Und trag Alldeutschlands Wünsche weit hinaus — 
Hörst du im Lande rings die Glocken klingen? — 
Ein Hoch dem Kaiser und dem Kaiserhaus! 
Helmuth Dörner-Friedenau. 
Letzte Nachrichte«« 
Berlin. Wie die B. Z. erfährt, soll heute die Stiftung 
einer neuen Ehrenzeichens erfolgen, das für Militärflieger 
bestimmt ist und auf der linken Brust getragen wird. Das 
Abzeichen soll viereckige Gestalt haben und ein allegorische» 
Bild, eine Stadt, über der sich ein Flieger befindet, zeigen. 
Nähere- über die Art der Verleihung ist noch nicht bekannt. 
Stuttgart. Der deutsche Kronprinz ist unter Be» 
laffung st ia. Suite de» Infanterie-Regiments Kaiser 
Wilhelm, König von Preußen (2. Württembergisches) 
Nr. 120 zum wücttembergischen Oberst befördert worden. 
Posen. Gestern Nachmittag brachen auf dem morschen 
Eise der Warthe bei Posen vier Schulknaben im Alter 
von 10 bis 13 Jahren ein. Zwei konnten gerettet werden, 
die beiden anderen ertranken. Bisher ist nur die Leiche 
der einen Knaben geborgen. 
Konstantinopel. Der Ministerrat hat gestern über 
die Antwortnote an die Mächte beraten, welche wahr 
scheinlich nach der endgültigen Ernennung eines Ministers 
des Aeußern überreicht werden wird. Da auch Mukhtar Bei 
abgelehnt hat, ist jetzt Prinz Said Halim, der General 
sekretär de» jungtürk.schen Komitees für Einheit und Fort 
schritt, als Minister des Auswärtigen in Aussicht genommen. 
Nach einer Erklärung des Großwefirs wird die Note in 
versöhnlichem Tone gehalten sein, da die türkische Regierung 
wünscht, den Kontakt mit den Großmächten ausrea-tzuer- 
halten und weiter mit ihnen zu verhandeln. 
Neuyork. Bei Vicksburg sind durch einen Damm- 
bruch am Misstsfippi tausende Quadratmeilen Lande» über 
flutet. Die Saalbestände wurden zerstört und Hunderte 
von Familien flohen obdachlos ins Gebirge. Der Bruch 
ist 200 Fuß breit und wächst langsam. Andere Brüche 
werden befürchtet. Todesfälle find bisher noch nicht gemeldet. 
Der Staatsanwalt. 
von H. Hill. 
17, Pkichtrnck »»»««»4 
'„Was Sie mir erzählt haben, ist vollständig genügend, 
um mich aufs höchste zu beunruhigen. Könilen Sie mir 
den Mann beschreiben?" 
„Es war ein untersetzter Mensch mit einem rostfarbigen 
Bart,' der die untere Hälfte seines Gesichtes gänzlich ver 
deckte. Aber seine Augen werde ich niemals vergessen. Sie 
lagen tief in den Höhlen und hatten einen Ausdruck, der 
an einen hungrigen Wolf erinnerte." 
Und Nora Bilcon, so mutig sie sich gezeigt hatte, 
schauerte in Gedanken an diese schrecklichen Augen zu- 
sammen-us mu ^ te seine ganze Selbstbeherrschung auf 
wenden, um die Empfindungen nicht zu verraten, die ihn 
bewegten. Noras Be;chreibung stimmte genau mit der Er 
innerung, die er von Rüben Hislop hatte. Ohne Zweifel 
war der Mann, der sich im Garten herumgetrieben hatte, 
der enckassene Sträfling, der in Olivia Maitlands Er 
zählung eine Rolle gespielt hatte, und zwar in derselben 
Verkleidung, die er damals in der City getragen, als Julius 
ihn: den Bart von seinem häßlichen Gesicht herunterge 
rissen hatte. Die Gegenwart dieses Mannes, der sich im 
Garten versteckte, wählend Fräulein Maitland drinnen einen 
Besuch machte, erregte Julius aufs äußerste, und es war 
ihm als ob eisige Finger sich um sein Herz krallten. 
Nach Noras Erzählung war es Olivia gewesen, die 
die Rede auf die Begonien gebracht und dadurch Sir 
William genötigt hatte, sein Versprechen, er werd? den 
Vom Fuße der schneebedeckten Alpen bis zu den gelben 
Dünen der See, von den Vogesen bis zu den Ufern der 
Memel, ja selbst in fremden Erdteilen, soweit die deutsche 
Zunge reicht, erklingen heute jubelnd frohe Festgesänge, 
flattern die bunten Fahnen und brausend und mächtig 
dringt es durch die Lüfte: Der Kaiser lebe hoch!— „Heil 
Kaiser Dir!" so tönt der Festgruß hell und freudig von 
Ort zu Ort, von Land zu Land und in den Hütten der 
Armen wie in den Palästen der Großen steigen die Gebete 
vieler Millionen hinauf zum Throne des Allmächtigen, um 
Glück und Segen, Gesundheit und Frieden auf das Haupt 
des erhabenen Monarchen zu erflehen. ES ist eine schöne 
und edle Sitte im deutschen Varerlande, daß die Ereignisse 
im Herrscherhause gleichzeitig Fest- und Fceudentag sind 
für das ganze deutsche Volk, und daß an hohen Festestagen 
des Fürstenhauses mitjubeln Hoch und Niedrig, Alt und 
Jung, Groß und Klein. Doch nicht nur der Person des 
Kaisers allein gilt die Huldigung, nein, sie ist auch der 
beredte Ausdruck der festen und innigen Gemeinschaft, in 
welcher Fürst und Volk sich miteinander so treu verbunden 
fühlen, daß der Geburtstag des Herrschers allezeit ein 
große» Familienfest des ganzen deutschen Volke» gewesen 
ist. — Aber wir haben auch Ursache, unS an einem solchen 
Tage allgemeiner Volksfreude hinzugeben, wissen wir uns 
doch im Besitzer all der heiligen Güter, die unsere Ahnen 
seit Jahrhunderten ersehnt und erstrebt und haben wir 
doch auf dem Kaiserthron einen Herrscher, dessen eifrigstes 
Bestreben eS ist, dies« Güter unS zu erhalten und deS 
Volkes Ehre, Glück und Wohlfahrt zu fördern. 
Auch in Berlin-Friedenau wird der Geburtstag 
unseres Kaisers in würdiger Weife begangen. Unsere 
Straßen zeigen heute reichen Flaggenschmuck. Einzelne 
Geschäftsleute haben ihre Schaufenster dem Tage ent 
sprechend dekoriert; verschiedentlich sieht man die Büste deS 
Kaisers. 
Unsere Freiwillige Feuerwehr beging die Kaisers- 
Geburtstagsfeier bereits am Sonnabend durch einen 
Kommers im ,Hohenzollern". Herr Oberbrandmeister 
Stoltzenburg hielt die Festrede und brachte daS Kaiserhoch 
auS, in daS begeistert eingestimmt wurde. Im weiteren 
Verlauf der Feier wurden patriotische Lieder gesungen und 
einige Feuerwehrleute trugen durch dem Tage entsprechende 
Vorträge zum würdigen Verlauf der Feier bei. 
Die SanitätSkolonne feierte den Geburtstag dks 
Kaisers gestern Vormittag durch einen Kirchgang. Darnach 
versammelte sich die Kolonne im „Hohenzollern". Der 
Vorsitzende Herr Dr. Badt brachte in einer Ansprache das 
Katserhoch aus. Gesang patrioiilcher Lieder gab der kleinen 
Feier den würdigen Rahmen. 
Ein« wahrhaft erhebende KaiserSgeburtstagSfeier ver 
anstaltete die Fürsorge - Vereinigung patriotischer 
Frauen und Männer für hilfsbedürftige Kriegs 
veteranen gestern Abend im oberen Saal de» „Hohen- 
zollern." Galt e8 doch, den hier im Orte in bedrängter 
Lage lebenden alten Kriegsteilnehmern anläßlich deS Ge 
burtstages des Kaisers eine Freude zu bereiten. Dem 
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ganzen Dag im Hause bleiben, ,jU brechen, um die junge 
Dame mit altmodischer Galanterie zu begleiten. Und das 
Begonienbeet befand sich nur wenige Schritte von dem 
Gebüsch, in dem Hislop sich versteckt hatte. Schwarze 
Zweifel begannen sich wieder in Julius Penfolds Gehirn zu 
regen. Das häßliche Wort „Kollusion" schoß ihm durch den 
Kops. War es denn möglich, daß die Göttin, die er 
in seinem Herzen über alle andern erhöht, sich dazu her 
gegeben hatte, als Lockvogel zu dienen, um Sir William 
an den Ort zu bringen, wo das Messer oder die Kugel des 
Mörders ihn erreichen konnte? 
Mit Anstrengung gelangte er endlich seine Selbstbe 
herrschung wieder. „Sie haben eine auffallende Geistes 
gegenwart bewiesen, Fräulein Bilcon," sprach er, „größer 
als ich sie wahrscheinlich unter den Umständen gezeigt 
hätte. Ich danke Ihnen herzlich." Und er wünschte seiner 
klugen jungen Vertreterin freundlich gute Nacht. 
Es war ihm eine große Beruhigung und erfüllte ihn 
mit einem Gefühl der Sicherheit, daß es ihm gelungen 
war, diese junge tüchtige Kollegin zu entdecken, die ihm 
bei den ohne Zweifel drohenden Gefahren ein guter und 
zuverlässiger Kamerad sein würde. 
Er war fest überzeugt, daß das Mädchen mit den: 
wenig schönen, knabenhasten Aeußeren heute ein Leben ge 
rettet hatte. Durch ihre Wachsamkeit war Sir William 
dem sicheren Tode entgangen, der ihn erwartete, als er Olioia 
Maitland das Begonienbeet zeigte. 
9. Kapitel. 
Vergangenes wird enthüllt. 
Während der nächsten Tage wich Julius kaum von 
der Seite seines Chefs, und wahrscheinlich aus diesem 
Rufe deS Vorstandes der Vereinigung, die alten Kriegs- 
Veteranen zu ehren, waren namentlich viele Damen der 
Gesellschaft gefolgt. Wir bemerkten unter den Erschienenen 
außer den Vorstandsmitgliedern und dem Vorsitzenden der 
Vereinigung, Herrn General Imme, den Geh. Oderjustizral 
Herrn Hauptmann d. L. Deltus, den Geh. Rechnungsrat 
Herrn Hauptmann Schindler, die Vorsitzende des Vater 
ländischen Frauenvereins Frau Dr. Ziemssen, den 2. Vor 
sitzende des Eo. Arbeitervereins Herrn Kaiser!. Rechn.-Rat 
Lange. Ein Vertreter des Gemeindeoorstandes oder der 
Gemeindevertretung, die besondere Einladungen erhalten 
hatten, wurde leider wieder vermißt Herr Gärtner Wunsch 
hatte dem Festsaal eine prächtige Ausschmückung gegeben. 
Hinter dem Vorstandstisch stand in einem Hain grüner 
Blattpflanzen die überlebensgroße Büste deS Kaisers, ge 
schmückt mit dem Lorbeerkranz. Die Tische waren mit 
Blumen, Blumenzweigen und Lorbeerzweigen stimmungs 
voll und reich dekoriert. Nachdem der Geschäftsführer der 
Vereinigung Herr Kanzleirat Borck die Mitglieder der 
Vereinigung und die Freunde der Veteranen begrüßt hatte, 
intonierte die Orchester-Gefellschaft deS Westens (Dirigent: 
Herr Musikdirektor Max Lönge) einen Militärmarsch, nach 
dessen Klängen, geführt von Herrn Hauptmann Schindler 
und Herrn Kanzleirat Borck, die Ehrengäste des Abends, die 
alten Kriegsoeteranen, in den Saal marschierten, während 
sich alle Anwesenden von den Plätzen erhoben. Herr 
General Imme nahm dann das Wort zur Festrede. 
Er wies einleitend auf die vorjährige Feier und den Zweck der 
Fürsorgevereinigung hin. 42 Jahre feiern wir jetzt den Geburtstag 
des deutschen Kaisers. Der ßestretmer warf einen Rückblick auf die 
Kämpfe und Siege des deutschen Heeres in den Jahren 1870/71 und 
betonte, daß daS Jahr 1913 auch die Erinnerung an die FreiheilS- 
kämpfe des deutschen Volkes vor 100 Jahren bringe. Damals wie 
vor 43 Jahren beherrschte Helle Begeisterung das deutsche Volk. Ein 
Volk, ein König, ein Gott; nur wer die große Zeit, die Tage der Be- 
geisterung mitgemacht, kann fie verstehen und begreifen. Die lange 
Friedens zeit, die uns beschieden war, hat vielen hoffen lassen, daß 
eS immer so bleiben möge. Es ist vielfach die Frage eine» allges' 
meinen Weltfriedens aufgeworfen worden. Von den Friedensaposteln 
ist der Krieg als etwas Verabscheuenswertes bezeichnet worden. Doch 
die Ansichten jener Leute vom ewigen Weltfrieden find Hirngespinste, 
Ansichten von phantasltjchen Köpfen. Ohne Kampf kein Kulturfort 
schritt, ohne Kampf kein Leben; es ist die» den Naturgesetzen wider- 
sprechend. Ehe nicht alle Menschen zu christlicher Gottesfurcht ge- 
schritten, so lange nicht alle aus voller Ueberzeugung das „Ehre sei 
Gott in der Höhe" anstimmen, ist ein ewiger Frieden unmöglich! 
Kampf ist vom Leben untrennbar ohne Kampf kein Leben, leben heißt 
kämpfen. Redner weist auf die Kämpfe in Ostafien und auf dem 
Balkan hin; welcher Kulturiückstand sich da offenbart habe. Ein 
ewiger Friede würde einen Kuliurstillstand, wenn nicht einen Rückschritt 
zur Folge haben. Ja diesen Tagen wird unser Kaiser vielfach als 
Friedensfürst gefeiert. Unser Kaiser hat uns auch in den 25 Jahren 
seiner Regierung den Frieden gewahrt und das deutsche Volk ist ihm 
dankbar dafür. Der Kaiser ist ein Freund des Friedens, aber nicht 
des Friedens um jeden Preis! Darum hat eS unser Kaiser als seine 
Hauptaufgabe angesehen, dqS deutsche Volk st-ts kriegsbereit zu machen, 
ihm eine starke Rüstung, ein scharfes SLwert zu geben. Aber die 
starke Rüstung und das scharfe Schwert genügen allein nicht. Es müffen 
alle braven Männer in der Brust auch ein braves Vaterlands treues 
Herz haben, das sie, wenn der Kaifir ruft, mit der Begeisterung wie 
sie vor 100 Jahren und auch 1870 71 alle Kreise erfüllte, in den 
Kampf und zum Siege führt. So sei der Wunsch am Geburtstage 
des Kaisers, daß unserem Vaterlande in der Jugend ein starkes Ge 
schlecht heranwachse, das Heldenmut zeige und den Geist, dem Vaterlande 
zu dienen dir zum Tode. Möge so das Erbe der Väter fortleben im 
Gründe zeigte sich ui hts Verdächtiges im Park oder in 
der Umgebung der Villa. Julius' Unruhe wurde aber da 
durch nüht beschwichtigt. Je mehr er über Nora Bilcons 
Erzählung nachdachte, desto besorgter wurde er wegen 
der Wendung, die die Dinge genommen hatten. Wenn 
Olivia so unschuldig war, wie er es gern geglaubt hätte, 
so mußte er annehmen, daß Hislop sie zu seinen Zwecken 
mißbraucht hatte. Anders war das Zusammentreffen nickt 
zu erklären, infolgedessen sie um ein Haar das Opfer dem 
Mörder ans Messer geliefert hätte. 
Ein Punkt aber stand zweifellos fest. Es war kein 
Zlnall, daß der Schurke seinen Plan gerade an dem Tag 
zur Ausführung zu bringen versucht hatte. Man hatte 
diesen Tag sorgfältig ausgewählt, weil man wußte, daß 
er abwesend sein würde. Und er freute sich mehr als je 
über den glücklichen Gedanken, den er gehabt, trotz seiner 
Instruktionen Nora Bilcon einzuweihen und sich in ihr 
eine so tüchtige Vertreterin zu sichern. 
Aber in einer anderen Richtung hatte Julius weniger 
Grund sich zu freuen, ja, er war nahe daran, seine Selbst 
achtung zu verlieren. Er fühlte sich hin und hergeworfen 
zwischen der Pflicht, die er gegen den Mann hatte, der 
seine Dienste als Beschützer so glänzend bezahlte, und seiner 
blinden Zuneigung zu Olivia Maitland. Er fragte sich 
mehr als einmal, ob es ehrenhaft von ihm gehandelt 
sei, daß er dem Staatsanwalt verschwieg, was Nora Bilcon 
entdeckt hatte, als sie in seinem Auftrag die Beobachtung 
des Parks übernommen hatte. Aber hätte er Sir William 
Mitteilung gemacht, so wäre naturgemäß ein Verdacht auf 
Olivia gefallen, denn der gewiegte Jurist hätte sich sei der 
Beurteilung des Mädchens nicht wie er durch ihre Schön 
heit und Liebenswürdigkeit beeinflussen lassen.
        
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