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Periodical volume Nr. 36, 11.02.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Mund. Atmet man durch den Mund, so trifft die rauhe 
Luft luwcrinittelt auf den Kehlkopf und die Luftröhre und 
ruft hier Katarrhe hervor, die sich äußerlich als Husten und 
Heiserkeit kennzeichnen. Fließt die Atemluft dagegen durch 
die Nase, so wird sie durch die hier gelegenen Höhlen vor 
gewärmt. Die Erwärmung der eingedrungenen Lust geht 
teils dadurch vor sich, daß sie sich mit der bereits in dem 
Nasenraum vorhandenen Luft mischt, teils dadurch, daß sie 
über eine spiralig gerollte Vorrichtung, die untere Muschel 
streichen muß, die reich an Blutgefäßchen ist und durch die 
Blutwärme die Luft erwärmt. Die anfänglichen Schwierig 
keiten, die mit der Nasenatmung verbunden sind, legen sich 
bald. Dagegen werden, weit die Atmungsorgane nur von 
warmer Luft getroffen werden, Husten und Heiserkeit ver 
mieden. Im Gegensatz hierzu entsteht der Schnupfen 
weniger durch eine örtliche Einwirkung kalter Luft ans die 
Nasenschleimhaut, als durch plötzliche Abkühlung anderer 
Körperteile. Für die hier gestörte Hauttätigkeit sucht der 
Körper einen Ersatz, und es wird daher der Schnupfen am 
besten durch die allgemeine Hebung der Hanttätigkcit be 
kämpft. Besonders angeregt wird die letztere durch warme 
Bäder mit nachfolgenden kalten Abreibungen. Eine regel 
mäßige Hautpflege schlitzt ungemein vor Erwerbung des 
Schnupfens. 
o Die weitere Einfuhr russischen Fleisches ist durch 
Erlaß des Landwirtschaftsministers vom 4. Oktober unter 
den bisherigen Bedingungen vorläufig bis 1. Januar 1914 
genehmigt worden. Der Antrag der Stadt Berlin auf Er 
teilung der Genehmigung ist am 29. September erfolgt. 
o Der neue Zeitungskiosk an der Becker- und Ecke 
Knaus- und Rembrandtstraße ist jetzt endlich fertiggestellt 
und heute in Betrieb genommen worden. Der neue schmucke 
Kiosk enthält außerdem Telephonzellen und eine Bedürfnis 
anstalt. 
o Die Abitnrienten-Prüfung bestand in Eisleben der 
Bautechniker Max Pählchen, Sohn der Fuhrwerksunter- 
nchmerin Frau I. Pählchen, Jahnstr. 17. Herr Pählchen 
hat die hiesige Gemeindeschule besucht. Er bildete sich dann 
selbst weiter, bestand die Einjährigenprüfung und besuchte 
die Baugewerksschule. Seiner Dienstpflicht genügte er als 
Einjährig-Freiwilliger beim Eisenbahnregiment und wurde 
später zunr Vizcwachtmcister befördert. Vor einigen Jahren 
ging er nach Halle a. S., um sich durch Selbststudium für 
die Abiturientenprüfung vorzubereiten. Darnach trat er in 
die Oberrcalschule in Eisleben ein, wo er jetzt als Ober 
primaner die Abiturientenprüfung bestand. Er wird nun 
weiter auf der Technischen Hochschule in Charlottenburg 
studieren. Wir wünschen Herrn Pählchen in seinem Streben 
auch ferner viel Glück. 
o Goldene Hochzeit. Am 10. Oktober feiern Herr 
Raver Kirchhof und Gattin das goldene Ehejubiläum. 
Herr Kirchhof siedelte im Jahre 1890 mit seiner Fabrik für 
Blitzableitungsanlagen und eiserne Fahnenstangen, die ihn 
weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt machte, 
von Berlin nach Friedenau über. Das Geschäft führt jetzt 
sein Neffe, während er als Rentier an der Seite seiner 
Güttin in seltener geistiger und körperlicher Frische in 
unserem lieben Friedenau lebt. Am 9. Oktober begeht 
Herr Kirchhof übrigens seinen 81. Geburtstag. Der 
Schwiegersohn des Jubelpaares ist der Vorsitzende des 
Friedenauer Parochialvercins Herr Prof. Dr. Kleinccke. 
Wir gratulieren den Jubilaren und wünschen ihnen noch 
recht viele Jahre einer glücklichen Ehe bei einem beschau 
lichen Lebensabend. 
o Eröffnungsfeier. Am Donnerstag, dem 9. Oktober, 
Nachmittags 4 Uhr soll die feierliche Eröffnung der nen- 
erbanten Klinik des Diakvnisscnhauses „Ebenezer" in Steglitz 
(Paulsenstraße) stattfinden. Seit 1883 unterhält der 
Bethanienverein für allgemeine Krankenpflege die Berliner 
Station, die nunmehr 40 Schwestern zählt. 1912 fand 
deren llebersiedelung in das ueuerrichtete Diakonissenhaus in 
Steglitz statt, an das sich die jetzt vollendete Klinik in 
architektonisch vorzüglicher Weise anschließt. Zur Eröffnungs 
feier werden außer zahlreichen Freunden Vertreter der 
anderen Stationen des Bcthanienvereins erwartet. Auch 
sind Interessenten aus der Bürgerschaft von Groß-Berlin 
willkommen. 
o Der Veteranen- und Kriegerverein, in Friedenau 
hielt am letztvergangenem Sonnabend seine Monatssitzung 
im Kaiser-Wilhelm-Garten ab, die außerordentlich interessant 
verlief. Der erste Vorsitzende, Hauptmann a. D. Geheimrat 
Schindler erzählte viele persönliche Erlebnisse ans den Feld- 
zügen, in denen er mitgekämpft hatte, die von den ver- 
„2a, denke dir! Ich beschloß eine Gesetzästs'reise 
nach Deutschland, und hatte dabei in einer ganz ver 
steckten Falte meines Herzens den Hintergedanken, 
vielleicht wird die Heimkehr zu deiner Hochzeitsreise. 
Ich hatte den Gedanken. 2a! also am ersten Abend, 
daß ich wieder deutschen Boden betreten, besuchte ich 
einen — wie sagst du doch gleich? — einen „Kien- 
topp", richtig, und ich sehe einen,Film, betitelt: „Vom 
Findling zur Millionärin!" Und dieser Film wurde 
mein Verhängnis!" 
Ich hörte in atemlosem Staunen zu. 
„Ich sah den Film also zum ersten Male und 
sah den Findling als Kind von irgendeinem niedlichen 
Wesen reizend dargestellt. Ich sah hernach, den Find 
ling im Backfischalter, und es entwickelte sich in mir 
sogleich eine seltsame Hinneigung zu der schlanken Ge 
stalt mit de>r grazilen Bewegungen. Die Leinwand ver 
riet zwar weder Haarfarbe noch die der Augen, aber 
ich konnte doch feststellen, daß das Haar in Menge 
da war und daß ein paar große Augen ab und zu 
auf mich herunterblickten. Nachdem dieser Smibcr eine 
Stunde lang gewährt hatte, war er vorbei, und das 
Firmenzeichen des Filmfabrikanten tummelte sich jetzt 
auf der nämlichen Stelle, auf der mein „Findling" 
soeben Freud und Leid erlebt hatte. Ich verließ das 
Theater, doch empfand ich das Leben auf den abend 
lichen. Straßen gleichfalls wie etwas Kincmatographi- 
sches, alles bewegte sich in einem gewissen Lichte, und 
sammelten Kameraden mit größter Aufmerksamkeit verfolgt 
wurden und der Kamerad, Rentier Giesing, schilderte den 
überwältigenden Eindruck, den auf ihn das erhabene, groß 
artige Denkmal auf dem Schlachtfeld bei Leipzig gemacht 
hat. Der Besuch ist jedem zu empfehlen, der es irgend 
möglich machen kann, die Reise dorthin zu bestreiten. Auch 
dieser Kamerad erzählte verschiedene persönliche Erlebnisse 
airs den Feldzügen, unter anderem fiel in der Schlacht bei 
Orlean dicht vor seinen Füßen ein Sprengstück von einer 
französischen Granate nieder, Kamerad Giesing hob es auf 
und ließ sich später »nt noch anderen Kameraden Ringe 
aus diesem Sprengstück anfertigen. Diesen Ring zeigte der 
Kamerad vor. Auch der Herr Vorsitzende ist auf gleiche 
Art in den Besitz eines Sprengstückes gekommen, das 
noch heute als Briefbeschwerer seinen Schreibtisch ziert. 
Ferner wurde uoch auf den Vortrag mit Lichtbildern am 
Donnerstag, dem 9. d. M., Abends 8 Uhr im Kaiser- 
Wilhelm-Garten, den Herrn Oberstleutnant Gallus über eine 
sclbstausgeführte Reise im Südwest-Afrika halten wird, auf 
merksam gemacht. Auf diesen Vortrag möchten wir unsere 
Leser , besonders aufmerksam machen, hat doch Herr Oberst 
leutnant Gallus sich in liebenswürdigster Weise bereit er 
klärt. ihn im Interesse der armen Waisen verstorbener alter 
Soldaten und im Interesse der 5 Waisenhäuser des Deutschen 
Kriegerbundes zu halten, sodaß der etwaige Ueberschuß zum 
Besten der Genannten verwendet werden kann. Diese guten 
Zwecke werden wohl jedem, der Kaisers Rock getragen hat, 
veranlassen, am Donnerstag sein Scherflein für die armen 
Soldatenmaisen niederzulegen. Einlaßkarten zu 30 Pfg. zu 
haben beim Landesfechtmeister des Deutschen Kriegerbundes 
Kossakowski hier, Schmargendorferstraße 35 und an der 
Abendkasse. 
o Humboldt-Akademie, Lehrstätte Friedenau (Königin- 
Luise-Lyzeum, Goßlerstr. 16). Ueber „Fragen der Erziehung 
und Lebensweisheit" hält Herr Dr. M. Klein Freitags von 
8 bis 9 Uhr abends einen 10 ständigen Vortragskursus, 
Beginn: 10. Oktober. Vorlesungsverzeichnisse und Hörerkarten 
sind erhältlich: bei Wertheim, Schmargendorferstr. 36, Buch 
handlung Wohlthat, Rheinstr. 11, und im Hauptbüro, 
Berlin W. 57, Kurfürstenstr. 166 I, (Lützow 8794). 
o Eintragungen ins Handelsregister. Bei Nr. 34620 
Gustav Kuhlmey, Kies- und Sandwerke, Steglitz: Nieder 
lassung jetzt: Berlin-Friedenau. — Generalsekretär Louis 
Hubrich in Berlin-Friedenau und Redakteur Fritz Winters 
zu Berlin-Friedenau sind Vorstandsmitglieder der Sterbe 
kasse „Deutscher Postverband", Versichernngsverein auf Gegen 
seitigkeit zu Berlin. 
o Der Verein der Gartenfreunde hält am Montag, 
den: 13. Oktober, Abends 1 / i 9 Uhr, ' im oberen Saale des 
„Hohenzollern", Handjerystr. 64, die Monatsversammlung 
ab mit folgender Tagesordnung: Mitteilungen. Ueber- 
reichung der von der diesjährigen.Prämiierungskommission 
zuerkannten Preise. Interne Ausstellung der Mitglieder 
von Obst, Gemüse und Blumen. Prämiierung und Be 
sprechung derselben. Verlosung. Verschiedenes. Bekannt 
gabe der nächsten Versammlung. 
o Der Evangelische Verein junger Männer Berlin- 
Friedenau feiert am Sonntag, dem 12. Oktober im großen 
Saal des Gemeindehauses, Kaiser-Allee 76a, sein 
15. Stiftungsfest. Die Freunde des Vereins sind hierzu 
herzlichst eingeladen. Zum ersten Male wird man hier 
den unter der Leitung des Vereinsmstgliedcs Herrn von 
Freeden gebildeten Chor hören können. Herr v. Freeden 
selbst wird als Cellist zu Gehör kommen. Die Festrede hat 
einer der bekanntesten und bedeutendsten Redner von Berlin 
übernommen, den Jahresbericht hält Pastor Vetter. Pro 
gramme, die zum Eintritt berechtigen, sind zu haben in der 
Goßnerschcn Missionsbuchhandlung, Handjerystr. 19/20 und 
bei Kossakowski, Schmargendorferstr. 35, sowie beim Küster 
Rösener im Gemeindehause. Eintritt 25 Pf. 
v Der Klub für junge Mädchen, Heilbronncrstr. 20 
(nahe Bairischer Platz), veranstaltet am kommenden Sonntag, 
dem 12. Oktober, abends 7 Uhr einen Familienabend in 
einer patriotischen Feier zur Erinnerung an 1813 und ladet 
junge Mädchen, vor allem kaufmännische Angestellte, Ver 
käuferinnen, Beamtiimen, Kindergärtnerinnen und andere, 
eventuell auch mit ihren Eltern, sehr herzlich zu dieser 
Feier ein. Eintritt 20 Pf. 
o In den vornehmen Hohenzollern - Lichtspielen, 
Handjerystr. 64 kommt von heute ab — aber nur 3 Tage — 
aus der neuesten Astha-Nielsen-Serie 1913-14 das Schau 
spiel „Die Suffragette" von Urban Gad zur Vorführung. 
Man muß die Kinokönigin in diesem hervorragenden Film 
die gesprochenen Worte, die mir das Bild hätte laut 
werden lassen, können, mischten sich in meinem Ohre zu 
einer monotonen Musik, die. etwa den Tönen eines 
Niggcrbagnvs ähnlich sein mochte. Also verwischte sich 
der Eindruck des Films etwas, und die Nacht ertötete 
ihn in einem festen Schlaf. Doch seltsam, als cs am 
nächsten Abend zu dämmern begann, tauchte er, wie. 
durch einen Scheinwerfer in die Dämmerung proji 
ziert, wieder auf und zog mich wieder in das Parkett 
jenes Lichtspielhauses. Es war an einem Sonnabend. 
Wieder agierte die liebliche Gestalt ihre Schicksale auf 
der Leinwand, und wieder riß sic mich hin, und es 
begann in mir der Gedanke seinen Keim zu treiben, 
ob ich nicht etwa diesem „Findling" in Wahrheit das 
Glück, eine „Millionärin "zu werden, bereiten sollte. 
Ja, ich hüllte mich in den ,Gedanken langsam aber immer 
inbrünstiger. 2n der darauffolgenden Nacht faßte ich 
den festen Entschluß: Ich muß die Dame kennen ler 
nen. Vorher aber muß ich mir den Film noch einmal 
besehen, um die Firma des Fabrikanten festzustellen. 
Also der Sonntagabend führte mich wieder in 
jenes Institut, und — ich denke der Schlag trifft mich, 
als ein neues Plakat mit irgendeinem Titel mich schrei 
end grüßt, der mir nichts bedeutet. Ich erkundige 
mich nach dem Verbleib des schönen Findling-Films, 
und es wird mir zur Antwort, daß er jetzt schon dura/ 
die kleineren Vorstadttheater wandere. Wo er augcn- 
gesehcu haben, in dem sie sich in ihrer großartigen Dar- 
stcllnngskuust wieder übertrifft. Ein anderes Drama der 
„Hohenzollern-Lichtspiele" betitelt sich „Die Liebe wacht", 
in 3 Akten. Ferner das reichhaltige Programm in bunter 
Abwechselung. Ein Abend in den Hohenzollern-Lichtspielen 
ist ein wahrer Genuß. Eröffnung Wochentags 5 Uhr, 
Sonntags 3 Uhr. 
o Spurlos verschwunden ist seit dem 29. September 
der 33 Jahre alte Malermeister G. Drunk aus der Sedan- 
straße zu Schöneberg. Am Montag war D. zuletzt in einer 
Restauration gesehen worden. Er hatte an diesem Tage 
sein Scheckbuch bei sich und vermutlich auch einen größeren 
Betrag 'zum Bezahlen von Farben erhoben, denn er ließ in 
der Restauratioll einen Hundertmarkschein wechseln. 
o Festgeuommene Einbrecher. Der Einbruch beim 
Kraftfahrbataillon in der General-Pape-Straße, wo Ein 
brecher eine große Anzahl Pneumatiks und Reservereifen 
stahlen, konnte nunmehr durch die Schöneberger Kriminal 
polizei aufgeklärt und das Diebesgut beschlagnahmt werden. 
Nachdem die auf die Fährte gesetzten Polizeihunde die Spur 
über das Tempelhofer Feld verloren hatten, prüfte 
Kriminalkommissar Schmidt die Liste der zur Entlassung ge 
kommenen Reservisten des Bataillons und fand zwei der 
selben im Strafregister wieder. ^Die Verdächtigen, ein 
Heinrich Wernerund Will elm Marquardt, wurden daraufhin 
observiert. Den Beamten gelang es. Marquardt bei einem 
Automobilhändler L. in Charlottenburg festzunehmen. Hier 
konnte man auch die gestohlenen Pneumatiks beschlag 
nahmen. Sein Komplize Werner wurde daraufhin in der 
Wohnung seiner Geliebten in der Knlmstr. 28 verhaftet. 
Beide gestanden ein, den Einbruch ausgeführt zu haben. 
o Ans dem Fenster gesprungen. Gestern sprang 
das 22jährige Kinderfräulein L. Sch, in Schöneberg ans 
dem Fenster des 4. Stockwerks im Hause Eisenzahnstraße 5. 
Es war auf der Stelle tot. Der Grund der Tat ist Liebes 
kummer. 
o Ein schwerer Zusammenstoß ereignete sich am 
Montag Abend vor 9 Uhr wiederum an der Becker- Ecke 
Crauachstraße. Ein Straßenbahnwagen der Linie 87, der 
in ziemlich sckmeller Fahrt die schlissige Straße herabfuhr, 
fuhr auf einen Gepäckwagen der „B. Z. B. G." Der Zu 
sammenstoß war so stark, daß der Mitfahrer des Gepäck 
wagens vom Bock geschleudert wurde und sich dabei 
ziemlich ernstliche Verletzungen zuzog. Auch der Führer des 
Straßenbahnwagens wurde vom Wagen herabgeworfen und 
erheblich verletzt. Die Vorderplattform des Straßenbahn 
wagens wurde vollkommen eingedrückt. Ueber die Schuld 
frage besteht noch keine völlige Klarheit. Sie dürfte wohl 
mehr in der ungünstigen Straßenanlage zu lösen sein. 
VeremsDaekrieblen 
Morgen Mittwoch tagen: 
Theaterverein „Rerxcs" 1873. Sitzungen jeden Mittwoch 
9V, Uhr im Aereinslokal Paul Spanholz, Steglitz, Körncrstr. 48a. 
Gaste als Mitglieder und Spieler sind herzlich ivillkoimncn. 
Scköneberg 
— Der Schmuckbrunnen auf den Barbarossaplatz, von 
Professor Konstantin Starck, ist jetzt aufgestellt worden. 
—o Eine Omnibnsverbindung nach dem Friedhof an 
der „Blanken Hölle" ist jetzt geschaffen worden. Es bestand 
bisher, dorthin keine Verkehrsgelegenheit. Jetzt ist mit 
städtischer Subvention eine Omnibusverbindung eingerichtet 
worden. Die Wagen verkehren halbstündlich und durch 
fahren vom Kaiser-Wilhelm-Platz resp. Bahnhof Schöneberg 
die Hauptstraße, die Tempelhofer Straße und den Sachsen- 
damm. Die Benutzung der Wagen beweist, daß hier einem 
wirklich dringenden Bedürfnis abgeholfen wurde. 
—o Handelsgerichtliche Eintragungen. Bei Nr. 12 652. 
Viola Grundstückserwerbsgesellschaft m. b. H. Sitz: Berlin- 
Schöneberg. Gegenstand des Unternehmens: Der Erwerb 
und die Verwertung eines Grundstücks. Stammkapital 
20 000 M. Geschäftsführer: Rentier Hermann Praeger in 
Berlin-Schöneberg. — Nr. 41 609. Hans Borrmann, 
Schöneberg. Inhaber: Hans Borrmann, Kaufmann, Schöne 
berg. Branche: Spirituosenhandlung an gros. Geschäfts 
lokal: Schöneberg, Hauptstr. 109. 
—o Das Konkursverfahren über das Vermögen des 
Handelsmanns Adolf Koslowski. in Berlin - Schöneberg, 
Bahnstr. 1/2, ist nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins 
aufgehoben. 
bkicklich zu sehen sei, könne man mir leider nu.yr an 
geben, aber das Kassenfräulein, merkwürdig mitleidig, 
gab mir noch den privaten Rat, ich sollte es man mal 
in der nördlichen.Richtung versuchen. Ein Automobil 
führte mich durch Straßen, die mir an anderen Tagen 
interessante Studienobjckte gewesen wären, heute aber 
schwieg mein erinn für Sonderbarliches. Von einer 
„Lichtoase" zur anderen führte mich mein schneller 
Wagen, doch nichts von meinem Findling, bis endlich, 
Echdelu ich die Hoffnung schon gerade aufgeben wollte 
.die Worte „SensaUoirell" und „Spannend" mich ver 
anlaßten, ein Plakat ganz zu lesen, auf dem ich dann 
auch, richtig den Titel des .so .heiß erwünschten. Films 
wiederjand. Ich zahlte an der Kasse irgendein Geldstück, 
wartete gar kein Ti.lctt ab und stürmte,, den grünen 
^riesvorhang rasch beiseite schiebend, in den muffigen 
Raum. Ich kam gerade noch zurecht zur letzten.Um- 
armung, die das.Glück des Findlings besiegelt, und 
zu dem tanzenden Inet der Filmsirma. Hochbeglückt 
notierte ich sie ,ulr. 
(Schluß folgt.)
        
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