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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Mädchenschule, Goßlerstraße. 
teilungcn. 
Diktatschrciben in verschiedenen Ab- 
Verein für Elektro-Homöopathie zu Friedenau. Sonnabend, 
den 11. Oktober, im Restaurant „Kaisereiche" um ‘/ 5 9 Uhr: Bor 
trag des Herrn Professor Theodor Krauß über ,jMagen und 
Tarinleiden." 
LckLneberg 
—o Handelsgerichtliche Eintragungen. Bei Nr. 36 819 
(Firma Otto Weinrich in Schöneberg): Niederlassung jetzt: 
Berlin-Wilmersdorf. Nr. 12 621. Orchidc Grundstücks- 
erwerbsgesellschaft m. b. H. Sitz: Berlin-Schöneberg. 
Gegenstand des Unternehmens: Der Erwerb und die Ver 
wertung eines Grundstücks. Stammkapital 20,000 M. Ge 
schäftsführer: Kaufmann Paul Blumenreich in Berlin- 
Schöneberg. — Nr. 12 622. Werra Grundstückserwerbs 
gesellschaft m. b. H. Sitz: Berlin-Schöneberg. Gegenstand 
des Unternehmens: Der Erwerb und die Verwertung eines 
Grundstücks. Stammkapital: 20 000 M. Geschäftsführer: 
Kaufmann Paul Blumenreich in Berlin-Schöneberg. Nr. 
12 624. Marktplatz Pachtgesellschaft w. b. H. Sitz: Berlin- 
Schöncberg. Gegenstand des Unternehmens: Die Pachtung 
van Plätzen zur Abhaltung von Märkten, Verpachtung 
solcher Plätze, sowie der Abschluß aller Hilfsgeschäfte, welche 
zur Erreichung des Zweckes der Gesellschaft erforderlich sind. 
Stammkapital 20 000 M. Geschäftsführer: Kaufmann Paul 
Blumenreich in Berlin-Schöneberg. 
—o Zwangsversteigerungsergebnisse. Hewaldstr. 2 in 
Gemarkung Berlin-Schöneberg, der Frau Ella Genseke, geb. 
Wolfs, in Berlin-Südende, Steglitzerstr. 24, gehörig. Das 
Verfahren wurde aufgehoben. 
— o Bauerlaubnis wurde erteilt für das Grundstück 
Nymphenburgerstraße. Bauherr und Ausführung: Bau 
geschäft Richard Vogel, Berlin-Wilmersdorf, Landhausstr. 
Nr. 20a. (Wohngebäude). 
Verttn und Tororte 
§o Das Projekt einer neuen Berliner Großmarkthalle, 
das von der städtischen Markthallendeputation ausgearbeitet 
worden äst, hat jetzt die Zustimmung des Magistrats ge 
funden. Sie soll in unmittelbarer Nähe des zukünftigen 
Westhafens am Großschiffahrtsweg Berlin—Stettin und der. 
Riiigbahnstation Beusselstraße errichtet werden. Die unge 
ahnte Entwickelung des Großhandels erheischt dringend eine 
Aenderung der unhaltbaren Zustände am Aleranderplatz, wo 
durchschnittlich täglich in der Nähe der Zentralmarkthatte 
2000 Fuhrwerke den übrigen Verkehr erschweren. Es ist 
deshalb beschlossen wordcn, das 167 230 Quadratmeter 
große Gelände am Großschiffahrtskanal gegenüber Plötzensee 
anzukaufen. Das Terrain bietet Platz für 1500 Fuhrwerke,, 
für mächtige Hallen mit 21 000 Quadratmeter vermietbarer 
Fläche, für Verwaltungsgebäude, Zoll- und Hafenbehörden, 
für Bankkontors, Polizeiwachen, für die Eisenbahnver- 
waltung und einen großzügigen Schisfahrtsverkehr. 
o Wilmersdorf. In. der letzten Sitzung der Depu 
tation für das Fortbildungsschulwesen wurde u. a. die Er 
richtung einer Mädchen-Fortbildungsschule beschlossen. Die 
Schule soll am 1. April 1914 mit zunächst 4 Klassen er 
öffnet werden. Gleichzeitig erfolgte die Vorberatung des 
Ortsstatuts für diese Schule, i Die Angelegenheit wird dem 
nächst die Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. 
o Berlin-Grunewald. Der neugewählte Gemeinde 
vorsteher von Grunewald Regierungsrat a. D. (nicht 
„Rechnungsrat" wie in der Sonntag-Nummer zu lesen war) 
Stackmann ist nicht als besoldeter, sondern als Ehrenbeamter 
angestellt. Die Gemeindevertretung bewilligte ihm aber 
10 000 M. Repräsentationsgelder jährlich. Damit steht sich 
der ehrenamtliche Gemeindevorsteher von Grunewald besser 
als mancher besoldete "Gemeindevorsteher und Bürgermeister. 
Berlin-Lichterfelde. Der aus dem Gemeindeamte 
geschiedene Amts- und Gemeindevorsteher Bürgermeister a. D. 
Schultz hat auch seine Aemter als Mitglied des Verbands 
ausschusses und der Verbandsversammlung des Verbandes 
Groß-Berlin niedergelegt. 
Zu Tchriften 
(Für diese Rubrik übernehmen mir keine Verantwortung.) 
„Wie weit das Recht des Hauswirts geht." 
(Ter betr. Hauswirt im Südwcstkorso schickt uns mit Bezug auf 
die Zuschrift in Nr. 233 unseres Blattes die folgende Berichtigung, 
womit sür uns die Sache erledigt ist. Schriftt.) 
Der betr. Mieter kam fast alle Nächte betrunken nach Hause 
und verursachte dann einen derartigen Lärm, daß die übrigen 
Mieter in ihrer Nachtruhe gestört wurden. Auch des Morgens um 
'/,5 Uhr ging der Lärni von neuem los. Auf die wiederholten 
Vorstellungen der Mieter versuchte ich in Güte die Leute zur Ruhe 
anzuhalten. Jedoch vergebens. Eine Mieterin sah sich sogar 
gezwungen, polizeiliche Hilfe gegen diesen Krakehlcr herbeizuholen, 
da meine Mahnungen vergebens waren. Mir blieb daher nichts 
anderes übrig, als die Ruhestörer am 10. September zum 30. die 
Wohnung durch eingeschriebenen Brief zu kündigen. Darauf neues 
Lärm mit den Worten: „Wir ziehen doch nicht aus, der Wirt kaun 
mächen, was er will." Nunmehr strengte ich Klage an und ließ 
die Wohnung durch den Gerichtsvollzieher räumen. Ich persönlich 
habe die Wohnung garnicht betreten. Das Ausräumen hat nur 
der Gerichtsvollzieher mit seinen Leuten bewerkstelligt. Auch hatte 
der Gerichtsvollzieher einen Wagen mitgebracht. Weshalb die 
Sachen nicht aufgeladen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. 
Später kam ein Möbelwagen, welcher die Abfuhr übernchen wollte. 
Ter ermiticrte Mieter jedoch erklärte dem Kutscher: „Fahre man 
zu Hause, die Polizei kann mir meine Klamotten wegbringen." 
Gewiß hat die Polizei dem Mann noch beigestanden, jedoch war 
dieselbe falsch informiert. Also mit derartigen Mietern kann ein 
Wirt nicht strenge genug vorgehen. Denn ich habe die Pflicht, sür 
Ruhe im Hause Sorge zu tragen. Daß die Miete auch einmal in 
zwei Raten gezahlt wurde, soll stimmen, jedoch deshalb hätten die 
Leute wohnen bleiben können, lediglich die Ruhestörung bestimmte 
mich, Schluß zu machen. Z. 
Term lichtes 
*o Auf dem Internationalen Kongreß für Kinderschutz, der 
vor kurzem in Brüssel tagte, ivaren von besonderem Interesse die 
Verhandlungen der Sektion: „Vormundschaft für illegitime Kinder", 
die folgenden Beschluß faßte. Es ist nötig, eine Vormundschaft 
für illegitime oder nicht anerkannte Kinder einzurichten. Die Vor 
mundschaft wird vorzugsweise Privatleuten, allenfalls einer Privat 
anstalt überwiesen. Findet man nicht sofort eine solche, die die 
Vormundschaft annimmt, so wird die öffentliche Behörde sie einst 
weilen übernehmen, bis sie Ersatz gefunden hat." In der Frage 
der Bedeutung der Anormalität bei der Untersuchung, Beurteilung 
und Behandlung sittlich gefährdeter Kinder würde vor allem eine 
svrtschreilcnde Individualisierung in der Erziehung Schwererziehbarer 
verlangt. Als Ergebnis der Sektionsverhandluegen wurde in der 
Schlußplenarsitzung beschlossen, an die belgische Regierung die Birtc 
zu richten, die Begründung einer Internationalen Zentralstelle für 
Kinderschutz in die Wege zu leiten. 
*o Neues aus aller Welt. In Dresden wird jetzt der erste 
Wolkenkratzer gebaut, der (wie der erste Neuyorker) 18 Geschosse 
haben wird. Es handelt sich um ein in Dresden-N. auf dem 
fiskalischen Baublock der Düppel-, Billiers- und St. Privat-Straße 
zu errichtendes Magazingebäude des Hauptstaatarchivs, das 111000 
Aktenfüchern Raum bieten soll. — Der größte deutsche Soldat 
dient zur Zeit in Regensburg (Bayern). Es ist der 22 jährige 
Studierende der Theologie Peter Zinunermann, ein Sohn des 
Bayerischen Waldes, der genau 208 Zentimeter groß ist und 225 
Pfund Körpergewicht hat. Seither war der größte Soldat der 
deutschen Armee Josef Schipper, der sich auf dem letzten Münchener 
Oktoberseste zeigte und im Jahre 1903 im 1. preuß. Garde- 
Regiment zu Fuß in Potsdam diente. Er mißt 206 Zentimeter. 
— Die längste Brücke der Welt ist wohl die Löwenbrücke in der 
Nähe der lZtadt Sauzang in China; sie führt über einen Zipfel des 
Gelben Meeres und ruht aus 800 im Mauerwerk aufgeführten 
Pfeilern. Ihre Länge ist 8'/, Kilonieter, ihre Höhe über dem 
höchsten Wasscrspiegct 23 Meter. Sie wurde am Anfang des 
18. Jahrhunderts gebaut. — In Dresden sank die Geburtenzahl 
von 12 712 im Jahre 1002 auf 11301 im Jahre 1012 (von 31,5 
Am Sonnabend, den 4. Oktober, nachmittags 
verschied plötzlich und unerwartet meine innigst- 
geliebto Frau, unsere treusorgende Mutter, 
Schwägerin und Tante 
USrike Groschinski 
geb. 'Kühn 
Dies zeigen im tiefsten Schmerze im Namen 
der Hinterbliebenen an ■ 
Gustav Groschinski und Tochter. 
Berlin-Friedenau, den 6. Oktober 1913. 
Albestr. 21. > 
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 7. Oklbr 1913, 
nachm. 3*/a Uhr von der Leichenhalle des hiesigen Friedhofes 
Südwestkorso statt. 
Danksagung, 
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if wir für die duftenden Grüsso und zahlreichen 
^ Glückwünsche zu unserer silbernen Hochzeit 
hiermit den herzlichsten Dank. 
Paul und Dahanna Zunh. 
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J 
V* 
auf 21 Prozent). In Sachsen kommen auf 1000 unverheiratete 
weibliche Personen nicht weniger als 41 uneheliche Geburten (in 
Preußen 22, in Frankreich 18). 
*o Kann schon sein. A.: „Ich möchte gern schuhplatteln 
lernen. Wie fängt man das wohl am besten an?" — B.: „O, 
das lernt sich ganz einfach. Man stellt sich auf die eiserne Herd 
platten läßt tüchig einheizen, und sofort fängt man an, tadellos zu 
platteln." 
*o Humor des Auslandes. „Warum haben Sie mit dem Herrn 
gebrochen, der Sie zu heiraten wünschte?" — „Weil ich mir nicht 
klar darüber werden konnte," antwortete die Primadonna, „ob er 
wirklich in mich verliebt war, oder mich lediglich umsonst singen zu 
hören wünschte." 
Gemeinnütziges 
Frikassee von Hamnielsleisch mit Semmelklößchen. 6 Personen, 
Zubereitungszeit 3 Stunden. 2 Pfd. Hammelfleisch (Bauch oder 
dicke Rippe) werden in 8 Liter Wasser mit Porröe, Sellerie, Peter 
silienwurzel, Mohrrüben, einer Zwiebel, dem nötigen Salz und 
einer kleinen Prise weißem Pfeffer weich gekocht, dann heraus 
genommen und in Stücke geschnitten. Die Brühe gießt man durch 
ein Sieb. Dann dünstet man 3 Eßlöffel Mehl in zerlassener 
Butter gar, verkocht dies mit der Hammelslcischbrühe zu einer 
glatten Sauce, schmeckt nach Salz ab, würzt nnt gestoßener Muskat 
blüte, legt die Fleischstücke zum Durchdünsten hinein und kräftigt 
das Gericht im Geschmack mit '/, Teelöffel Maggi's Würze. Die 
Semmelklößchen legt man 1 — 2 Minuten in die Sauce, läßt sie 
aber nicht darin kochen, sondern nur heiß werden. Die Klöße 
werden aus 60— 70 g schaumig gerührter Butter mit 3 Eigelb, 
einem ganzen Ei, Salz und der nötigen geriebenen Simunel bereitet, 
Klößchen davon geformt und diesen in wallendem schwach gesalzenem 
Wasser gargekocht. 
Literarisches 
Soeben gelangte zur Ausgabe: Reichs- und Staatsangehörig 
keitsgesetz vom 22. Juli 1913. — Unter Darstellung des früheren 
Reichs- und Landesrechts, sowie des hauptsächlichsten ausländischen 
Rechts erläutert von Th. Meyer-Friedenau, Rechnungsrat im 
Kgl. Preuß. Ministerium des Innern. Taschengesetzsammluug 
Band 4. Gebunden 8 M. Das an Umfang nicht große, an Inhalt 
aber reiche Gesetz in einer für die Praxis der mit der Ausführung 
des Gesetzes betrauten Behörden brauchbaren Erläuterung zur Dar 
stellung zu bringen, ist der Zweck des vorliegenden Buches. Das 
Werk enthält nicht nur das neue Gesetz mit ausführlichen, die 
Motive und die Reichstagsverhandlungen im Plenum und in der 
Kommission bcrücksigenden Erläuterungen, es bringt vielmehr außer 
dem das sür die Praxis vielfach noch nötige alte besetz vom 1. Juni 
1870 und die alten landesrechtlicheu Vorschriften sowie eine Zu 
sammenstellung der wichtigsten ausländischen Vorschriften. 
Geschäftliches 
8N* Neklamcmarkensammler seien auf die Graph. Kunst- 
anstalt Jos. Scholz in Mainz hingewiesen. Der Verlag sendet unseren 
Lesern gegen Einsendung von nur 20 Pfg. in Marken für Versand- 
spesen etwa 50 verschiedene, drucktcchnisck) und künstlerisch ausge 
führte Reklamemarken. 
RSSf Welch gewaltige Fortschritte die Kultur im letzten 
Jahrhundert gemacht hat, zeigt am deutlichsten die Entwickelung 
des häuslichen Aadewesens. Während beispielsweise im ganzen 
Schlosse zu Versailles zur Zeit der Madame Pompadour nur eine 
einzige Badewanne stand, die sogar später noch entfernt und als 
Garienbassin benutzt wurde, und während beispielsweise noch 
Goethe sich als Feind des Badens bekannte, haben wir heute schon 
in jeder modernen Mittelstandswohnnng eigene Badceinrichtung 
und befinden uns bereits auf dem Wege, selbst jeder kleinen 
Arbeiterwohnung ein eigenes Bad zu geben. Und nicht vergessen 
darf man im Zusammciihang damit die wunderbare Entwickelung 
der Seifenindustrie. Wer die Wonne und die Wirkung kennt, die 
ein Wannenbad mit Gebrauch der bekannten Steckenpferd-Seife von 
Bergmann & (So., Radebeul, auf den Körper ausübt, der wird sich 
in unserem Zeitalter glücklich preisen und gestehen, daß es zur Er 
ziehung einer frischen, zarten, weißen Haut keine bessere Lilienmilch- 
feife gibt, als die Marke Steckenpferd. 
Wetteraussichten. 
Dienstag: Ziemlich still, zeitweise aufklarend, vielfach 
neblig bei mäßigen nordwestlichen Winden, keine erheblichen 
Niederschläge. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martlnius Friedenau 
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