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Periodical volume Nr. 252, 26.10.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

G.-v. Matthier meint, er hatte geglaubt, die Schule 
solle eine Knabenschule werden, nun sehe er mit einem 
Male in dem Projekt einen Kochraum usw. Schöffe Bache 
erwidert, daß die neue Schule eine gemischte Schule sein 
werde. G.-V. Ott ist damit einoerstandi n, daß seine Aus 
führungen als Anregung dienen. G.-B. Berger glaubt, 
man könne auf die Zahnklinik verzichten, um an Kosten 
zu sparen. Schöffe Draeger erklärt, daß für die Zahn 
klinik Räume im Dachgeschoß vorges-chen wären. Die 
Kosten stellen sich vielleicht auf 2000 M. Die innere 
Einrichtung der Zahnklinik kostet nach Angabe bet Bürger 
meisters 1000 M. Dar Projekt wird hierauf genehmigt. 
Bürgermeister Walger eröffnet nun „die kleinen 
Anfragen" und erteilt dazu dem G.-B. Finke da» Wort, 
der um Auskunft bittet, was gegen die Ueberfüllung der 
einzelnen Klaffen im Realgymnasium geschehen soll. 
Bürgermeister Walger erwidert: das Kuratorium erkennt 
den Notstand an, hält aber «ine Erweiterung der Anstalt 
oder die Errichtung einer 2. Realschule zum 1. April d. Ir. 
für verfrüht; «S wird aber die Sache im Auge behalten. 
G.-B. Finke erklärt, daß der Notstand doch groß sei. ES 
lägen zum April sür die Sexta 116 Anmeldungen vor, 
die nicht alle berücksichtigt werden können. Anmeldungen 
auS der Gemeindeschule werden deshalb überhaupt nicht 
berücksichtigt werden. Tr beantrage, einen Punkt: ,Be 
sprechung der Ueberfüllung der unteren Klaffen der Real 
gymnasiums^ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
zu setzen. Schöffe Lichtheim spricht gegen den Antrag, 
hiermit müßte sich doch wohl erst nochmals dar Kuratorium 
beschäftigen. Die G.-B. Berger und Kalkbrenner sprechen 
für den Antrag. Da mehr als 8 Gemeiudeverordnete den 
Antrag der G.-B. Finke unterstützen, wird er auf die nächste 
Tagesordnung gesetzt werden. 
G.-B. Kalkbrenner spricht dem Bürgermeister noch- 
malS dar Recht ab, nach Schluß der Debatte noch das 
Wort zu nehmen, soweit er nicht Antragsteller oder Bericht- 
erstalter sei. Die Wohlfahrt deS Schlußworts für den 
Antragsteller werde ja illusorisch, wenn dessen Ausführungen 
wieder abgeschwächt werden können. Schöffe v. Wrochem 
ist der Ansicht, daß der Bürgermeister als Berichterstatter 
der Vorlage das Recht habe, einzugreifen. G.-B. Kalk 
brenner erklärt, daß in der Geschäftsordnung ausdrücklich 
der Berichterstatter steht und nicht der Versammlungsleiter. 
Bürgermeister Walger erwidert, daß er als der Aus 
führende der Beschlüsse der Gemeindevertretung gleichsam 
die Regierung vertrete. Und nach parlamentarischem Brauch 
habe der Regierungsvertreter oder bei Stadtverwaltungen 
jedes MagistratSmitglteder daS Recht, das Wort zu nehmen 
auch innerhalb der Rednerliste. G -B. Kalkbrenner führt 
auS, daß nach parlamentarischem Brauch die Debatte sofort 
wieder eröffnet sei, wenn ein Regierungsvertreter dar Wort 
nehme. Nach einem Schlußantrage darf nur noch der 
Antragsteller sprechen, auch kein RegierungSoertreter mehr. 
(Zurufe bestätigen diese Ansicht der G.-B. Kalkbrenner.) 
Ein Antrag auf Schluß der Erörterung wird angenommen. 
G.-V. Aalkbrenner wendet sich gegen diesen Echlußantrag. 
In einer GeschästSördnungSdrbatte gäbe eS keinen'Schluß-^ 
antrag. Auch G.-V. Berger protestierte gegen die Annahme 
des SchlußantrageS bei einer GeschäftSordnungSdebatte, 
hierdurch sei ihm unberechtigter Weise daS Wort ent 
zogen worden. 
Darauf wird daS Protokoll verlesen und nachdem rS 
genehmigt und unterzeichnet ist, die öffentliche Sitzung um 
11 Uhr geschlossen. 
ES folgt eine geheime Sitzung. 
Me öunle Woche. 
Plauderei sür den ,8riedenaucr Lokal-Lnzeiger'. 
Berlin, den 85. Januar. 
»in« ea««lvn, sür Else Lasler-Schüler. — Dichte» und 
ar»eiten. — Tie Rot de, Berliner Kino» — Kreidter dis zur 
Abfuhr. — Berliner Bille. — Ter Schluß t« vavsaal. — l, 
■enoriaa. 
In der Dunstsphäre unzulänglicher Epigonenkunst geht äugen- 
blicklich rin Aufruf für Else LaSker-Schüler um. Ein 
,Komits" hat sich natürlich gebildet, das in diesem Falle u. a. auS 
der Fürstin zu Wied, Eelma Lagcrlöf, Richard Dehmel, Sarin 
Michaelis und Karl KrauS besteht. 
Alles Namen, über die sich reden läßt, wie man auf der Tauevtzien. 
straße zu sagen pflegt. 
Vielleicht weiß der eine oder andere der Leser aber doch nicht, 
wer Else LaSker-Schüler ist. 
Ich kenne sie nur flüchtig auS dem Cafä deS Westens, aus dem 
altbekannten CafS Größenwahn, in dem sie oft am ersten Tisch 
links faß und ihre Taffe Kaffee trank. Eie fiel auf. Statt eines 
Kleides trug sie «inen aufcheiaend auS Sackleinewand selbst ver- 
fertigten Ueberwurf. Dazu eine grifur, bei der sich riesige Schnecken 
über ein blasses, übernächtiges Gesicht legten. Kluge, unruhige, etwas 
kranke flackernde Augen. 
Man soll dem Seußeren eines Menschen keinen Wert beilegen. 
Gewiß. Aber wenn ein Menschenkind sich krampfhaft bemüht, durch 
unglaubliche Aufmachung den Genicrang zu zeigen, dann kann mau 
nicht eindruckSloS an ihm vorübergehn. Ein unentwirrbares ChaoS 
von Genie und Verrücktheit, von Größenwahn und absichtsvoller 
Exzentrizität strahlt von solchen Menschen auS. 
ES bedarf nach dieser Schilderung wohl kaum der Erwähnung, 
daß Else LaSker Schüler Lichtet. Daß sie ein quälendes Geistesleben 
in 8orm und Farbe kleidet. Ihre Arbeiten find ohne Frage eigen 
artig. Sie schreibt gern von Wasserleichen, ertrurkenen Bier 
kutschern und geköpften Reinemachefrauen. Eie kann das Aeußerste 
wagen; kann dar Rüdeste, Unsinnigste und Derbste sagen, man 
wird immer etwas .dahinter' finden. Eie arbeitet sehr wenig. So 
weit ich ihre dichterische oder schriftstellrrische Tätigkeit beurteilen 
kann, wirft sie alle vier Wochen vielleicht einmal ein kleines Gedicht, 
ein aufflammender, kurzes Feuilleton auf den Markt. Das ist alles. 
Solche Tätigkeit aber hat mit der Oeffentlichkeit nicht» zu tun! 
Diese Frau schreibt für einen ganz klernen Kreis von Menschen, 
die meistens lange Haare tragen und selber dichten. Der Aufruf aber 
wendet sich an die Nation, an die Gesamtheit mit der Begründung, 
daß die poetische Eigenart der Dichterin ihr de« schrift 
stellerischen Markt bisher noch nicht erschlossen hat! 
Und hier hat der Widerspruch einzusetzen! 
Warum dilzipliuleit die Dame ihr gewiß starke» Talent nicht 
in fleißiger Selbstzucht? 
Warum muß sie immer von lila MLnnerseelcn schreiben, die im 
llebergefühl blaßkrankcr Perversität duukelviolette Erlebnisse von ab- 
gerundeter Mystik haben? 
Wenn sie nicht im Stande ist. den Erfordernissen de» Tage» und 
der Zeit gerecht zu »erden, und einem gesunden Volk gesunde geistige 
Kost zu bieten mag, dann soll sie da» Schreiben doch an den Rage! 
hängen und soll tu irgend einem anderen Beruf arbeite«! So groß 
ist ihr Können wahrlich nicht, daß man ihre schwachen Wurzeln 
stärken sollte! Ein ragende», klare« Talent ringt sich unter allen 
Umstäudeu, in allen Lagen durch. Wenn e» da» Schicksal erfordert, 
so vermag e» so;ar ein ungeheure» Arbeitspensum auf dem sandigen 
Boden täglichen Bedürfnisse» zu bewältigen. Mlt geistiger Klarheit 
und freudiger Sch»pfeikraft kommt man immer eine Strecke, — e» 
sei denn, daß körperliche» Siechtum Wollen und vollbringen lähmt. 
Aber ein seeliscke», blaßblaue» Kränkeln noch zu unterstützen, eine 
ewig graue Müdigkeit noch zu fördern, ist verfehlt. Der Dichterin 
wird nur wenig dadurch geholfen, — dem Volke wird ein Schade au 
seinem Geschmack, an seinem Empfinden zugefügt. 
Daher sollten die Herrschaften, die den Aufruf unterzeichneten, 
daS individuelle geistige Leben der Veschützteo auf sich beruhen lassen. 
Es ist hohe Zeit, daß wir un» von der Wasserleichen-Lyrik frei 
machen! Wenn e» aber den Wohltätern darum zu tun ist, einem 
andern Menschenkind zu helfen, so sollen sie e» aus eigenen Kräften tun. 
Alle, die unterzeichnet haben, find schwerreiche Menschen. Selbst die 
famose Karin Michaeli», die durch die neckischen Bekenntnisse ihre» 
gefährlichen Alter» «ine viertel Million verdient hat. Die 
Oeffentlichkeit aber sollte man mit Sammlungen nach dieser Seite hin 
in Ruhe lassen. 
Da« rasende Tempo der Arbeü, das mit Dampf uudElektriziiät 
heute unsere ganze Kraft gebraucht, stellt an die Masse so viel An- 
sprüche, daß jeder genug mit sich selbst zu tun hat. Aber dort, »o 
sich ein wahre» Genie zeigt, rin Genie, da» der Hilfe bedürftig ist, 
da» da» Licht der Sonne nicht träg auf sich ruhen läßt, sondern 
herrlich und erfreulich nach allen Seiten wieder ausstrahlt; dort, wo 
ein harmonischer Geist in kraftvollen Formen voller Begeisterung zu 
nutzvollem Schaffen getrieben werden kann, dort wollen wir ave 
freudig unser Letzte» geben. Wollen mitarbeiten an der Entwicklung 
und un» freuen an dem ewig fich erneuernden goldenen Baum de« 
Leben». 
Sollen wir un» auch für die Nöte der Berliner Kino- 
besitzer erwärmen? vielleicht geht e» diesen gerade so, wie der 
Dichierin: ihre künstlerische Eigenart versperrt ihnen den Weg zum 
Publikum. . . 
Nein, gewiß nicht. Hier liegt die Ursache an der Berliner 
Polizei, die mit Steuern und Zensuistückchen so scharf gegen die Kino» 
zu Felde zieht, daß im Laufe deS Monat» Januar nicht weniger al« 
19 Theater ihre hellerleuchteten Tore geschlossen haben. DaS neueste 
Polizeiverbot will Kinder unter sechzehn Jahren überhaupt nicht mehr 
ohne Begleitung Erwachsener im Lichtspieltheater wissen. 
DaS gibt natürlich den Kinobefitzern Anlaß, zu .protestieren'. 
Wie in einer großen Versammlung gesagt wurde, soll dieser flammende 
Widerspruch sogar bi» auf die Straße hallen! Das Publikum, daS 
doch da» größte Interesse an der gedeihlichen Weiterentwicklung der 
KinoS habe, sollte fich gegen eine weitere Verteuerung verwahren! 
Herr Rechtsanwalt Dr. Franz Höniger erklärte dann noch in der 
gletchen Versammlung, daß jede Belastung eines KinoS kulturfeindlich 
— so sagte er — wirke, «aS bei den anwesenden 600 Kinobesitzern 
natürlich brausenden Beifall auslöste. 
Man sieht eben, daß auch daS beste Geschäft heutzutage, da» 
Llchtbildtheater, mit Sorgen zu kämpfen hat, und nicht ganz Unrecht 
hat der Besitzer de» .Elite - KinoS' in der Brunueustraße zu 
Berlin, der seine kulturfreundlichen Bestrebungen durch die nachstehende 
Anzeige kundgibt: 
Boranzriie für Freitag! 
“MJi 
end er 
Direktion, 
besuqrk so viel 
Besonders aus- 
In bresem 
Freibier wie er vertragen kann, 
erwähltes Festprogramm für diesen Abend. Große Feststimmuug. 
Schluß nach 11 Uhr. 
Da» ist einmal etwas Neue« und vielleicht führen es auch die 
Berliner Theater ein, daß jeder Gast so viel Freibier erhält, alS er 
vertragen kann! Aber immerhin ist so etwa» sehr gewagt! Ich kenne 
ein paar gu!e Kameraden, deren Tatkraft allein genügte, um den 
Mann an einem einzigen Abend arm zu trinken. 
Dann kommt noch hinzu, daß in der Nähe d?r Brunnenstraße 
viele Häuser der studentischen Korporationen liegen. ES braucht abend; 
nur einmal so ein Rudel auf die Bieridce zu kommen, daß diesem 
Manne geholfen werden kaun . . . 
Wenn solcher Ankündigung nun auch keine besondere Kulturhöhe 
zuzusprechen ist, so kann man den Mann doch immerhin nicht so hart 
verurteilen wegen dieses groben Unfugs, der doch zweifellos hier 
vorliegt 
Er hat seinen geschäftlichen Sinn an dem Vorgehen .richtiger' 
Theaterdirektoren geschult. Ließ Herr Dr. Rudolph Lothar 
während 'einer kurzen DireklionSzeit am Echiffbauerdamm nicht Tee 
in den Pausen reichen? Pagen mit roten Eetdenstrümpfen trugen von 
Sessel zu Sefftl zierliche silberne (na, na!) Tabletts. So ganz wie 
im Märchen. Und dennoch rettete der zierliche Tee nicht vor d:r un- 
zierlichen Pleite. . . 
Lassen andere Direktoren nicht kunstvoll zusammengesetzte Büchelchen 
als .Damevspende' überreicheo, in denen ihr eigenes Lob auf imi 
tiertem Büttenpapier ganz unverfälscht gesungen wird? 
Ach, es wird so viel getan uad alle« ist eitel! Der bekannte 
Hund ist so schwer hinter dem warmen Ofen hervorzulocken und c» 
kommt doch immer wie eS kommen muß. Auch mit den Berliner 
Bällen wird eS langsam aber sicher zu Ende gehen. 
Kaum find die Etlvesterglocken verklungen, so läutet eS an allen 
Ecken und Enden, und jeder findige Unternehmer behauptet, daß der 
Fasching schon lange iu Berlin eingezogen sei, und daß bi» iuS 
Morgengrau ein Getriebe auf seinem Ball sei, von der die Unschuld 
im Dorf fich nichts träumen ließ. Und dabei gibt eS nicht» UeblereS, 
nicht« Gemeineres, als die sogen. Berliner Bälle, auf denen immer 
und ewig da« gleiche Milieu zu treffen ist: Federhüte mit Moschus- 
duft, Schieber tu Lack uud Zuchthauemanieren, problematische Finanz- 
leute, und dann die ehrbaren vielen .Fremden', die sich durch die 
grellbunten Plakate in» Garn locken ließen und nun stets verstimmt 
zu der Erkenntnis kommen, deß eS tu Kötzschenbroda und Schrimm 
doch eigentlich viel netter ist . . . 
Nur die große Red oute gestern im Ballhau» hatte eine 
persönliche Note. In diesem Eunderwlnkel von vielen Graden er- 
eignete sich alS Festvorstellung etwa» Wunderbares: Eia blutjunges 
Mädel schoß auf einen Liebhaber. Auf einen Liebhaber der al» 
Dokterchen zwar in Amt und Würden ist, trotzdem aber allabendlich 
de» Leben» Unverstand in harmonischen Schiebetinzcn zu vergessen 
suchte. 
Der Schuß zerschmetterte den linken Arm de» Sünder». Der 
Saal horchte etwas auf. al» da» Mädel gepackt und hinautgeschleppt 
wurde, und dann raste daS gelle Lachen wieder weiter. Der Ge- 
troffcne scheint kein ganz korrekter Bürger zu sein. Ec ließ fich, wie 
da» Mädchen auf der Polizeiwache aussagte, von ihr Taschengeld 
geben, nachdem er sie in diese» Milieu eingeführt hatte, von ihr, 
die mit ihren stebenzehn Jahren doch noch so jung warlDie himm« 
anklagende S.rvphc de» Harfnerttede» wag dem Gezeichneten tu den 
Ohren klingen: .Ihr laßt den Menschen schuldig werden, dann über- 
11 * In den rauschenden Tagen de» hauptstädtischen ^bcn» fallen 
dies« kleinen Episoden garnicht auf. Setten, daß dn nüchterne 
Polizeibericht sie einmal meldet. E» muß schon etwa» Außergewohn 
ItcheS^sein.^er ^ immtt an großen Leiden der Men^en benkeu. 
Aller Jammer, der in jeder Brust wohnt, wird »ach. D e altt &e. 
schichte, da« alte Lied klingt durch all diese tausend Röte^idie jsich durch 
einen Schuß im lichterdurchfluteoden vavsaal von der Seele wälze« 
wollen. Auch in den Niederungen de» Alltagsleben«, auch im Dunst- 
kreis der Bavsäle waren die Herzen im Anfang gut, die Seelen bieg- 
sam und voller Bertraucn. „„ 
Ein gutes Wort tut oft Wunder und rettet schwache Seelen vor 
dem Rinnstein. Und da» Königkrecht de» Manne» wäre diese, Wort 
zu sprechen. Dann würden manche Aveutturen nicht mit einem häß 
lichen Schuß im rauschende« Saal enden. — 
Draußen wirbeln die ersten Flocken de» späten Winter». Etnd 
die weißen Flocken schuld, den da» Herz weich w,rd? - D,r find 
alle keine Könige, höchsten» Usurpatoren die ein Weilchen den Purp« 
tragen dursten. Und man blickt im Dunkel auf da» weite Meer 
ferner Erinnerung .... . . 
O, kehr zurück, was Du mir augetav, < 
Dein Her, allein kann e» vielleicht ermessen! 
ES war ein dunkler Traum, ein böser Wahn, 
Du hast gebüßt, und ich, — ich hab vergessen. 
Die arme Seele ist jetzt flügellahm, 
Du stehst allein, bist hilflos und verlasse«, — 
ich weiß: ES mußte kommen, wie e» kam, 
drum kehr zurück, laß Deine Hände fassen. 
Leg Deinen Kopf an meine müde Brust. 
Kein Borwurf trifft Dich, keine bange Klage. 
Fern liegt daS Glück in aller HimmelSlust. — 
Du bist bei mir durch alle schweren Tage. 
Klar wie der Tränen leuchtendes Kristall 
liegt Dir mein Wünschen und mein Sehnen offen. 
Begrabe Deine scheuen Träume all. 
Vielleicht gibt e« sür unS ein neue» Hoffen! 
vielleicht, vielleicht! Ich lieb Dich immer noch. 
Drum komm zu mir, gib fest mir beide Hände. 
Ick, nehm von Dir der Sünde schwere» Joch 
und lösche still des Herzen» heiße Brände. 
Du bist zu schön, um draußen in der Wett 
in Deiner Jugend Blüte zu verderben 
Und wenn der Hoffnung Stern herviederfillt, 
dann kehr zurück, - um still bei mir zu sterben! 
Heinr. Binder. 
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gerät mit Datumanzeiger. (GM.) 
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