Path:
Periodical volume Nr. 222, 21.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Keiedenauee 
Unparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
Angelegenheiten. 
Bezugspreis Kof0ttdere 
bei Abholung aus der Geschäftsstelle. 
Rheinstr. 15, 1.50 M. vierteljährlich; durch . . 7 ,i,n 
Boten iusHc.us gebracht 1,80M., durch die MllZvlatt „Serfenbl»! LN". 
Post bezogen 1.92 M. einschl. Bestellgeld. 
femTprtther: 3mt pfaljborg 3139. 
mr. 2227" 
Erscheint tägtich aöends. 
Zeitung.) 
Organ für den Kriedenauer Ortsteil von Zchiineberg und 
Gesirksverein Ziidmest. 
Kerlagen Anzeigen 
Jecken Sonntag: 
Blätter kür cleulkcke grauen. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Geschäftsstelle: BKeinkir. ig. 
werden bis 12 Uhr mittags angenommen. 
Preis der ögcspaltcnen Zeile oder deren 
Raum 30 Pf. Die Reklamezeile kostet 
75 Pf. Belagnummcr 10 Pf. 
Fernsprecher: Hmt pfaljbnrg 2129. 
Merrin-Ilriedenan, Sonntag, den 21. Septemöer 1913. 
20. Iayrg. 
Depescben 
Letzte Llachrichven 
fertigten mittels präparierter Papiere Coupons der Bank 
England. Die Banknoten waren so gut gearbeitet, daß selbst 
einige Banken sie in Zahlung nahinen. 
Berlin. Heute Morgen um -^9 Uhr ist auf dem 
Untergrundbahnhof Kaiserdamm ein Gefreiter des Darmstädter 
Artillerie-Regiments verunglückt. Er wollte einen schon in 
Fahrt befindlichen Zug besteigen und geriet dabei zwischen 
Zug und Tunnel. Der Zugführer brachte die Wageil sofort 
zum Siehe». Ter Gefreite, der mit Hautabschürfungen am 
Rücken und einer Fleischwundc am Fuß davongekommen ist, 
wurde ins Garnisonlazarett gebracht. 
Berlin. Bei einem Wohnnngsbrand in der Urban- 
straße 100 schwebten in der vergangenen Nacht drei kleine 
Kinder in Lebensgefahr. Das Feuer war im l. Stock des 
Hinterhauses in der Wohnung des Glasers Nietzl ausge 
kommen und hatte Belten und Möbel erfaßt. Die Gefahr 
wurde bemerkt, als aus den Fenstern Rauch drang. Noch 
che die Feuerwehr zur Stelle mar, verschafften sich einige 
Hausbewohner gewaltsam Eingang in die brennende 
Wohnung, in der sie die drei kleinen Kinder der Familie 
Rietzl allein vorfanden. Die gefährdeten Kinder konnten 
„och rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Der Wohnungs- 
brand wurde von der Feuerwehr in kurzer Zeit abgelöscht. 
Friedrichshafen. Das neue Marineluftschiff „L. 2" 
ist heute früh 4 Uhr 20 Minuten unter Führung des 
Kapitäns Giund zur Fahrt nach Johannisthal aufgestiegen 
und hat die Richtung nach Ulm eingeschlagen. An Bord 
befindet sich die Abnahmekommission der Marinevermaltung. 
Das neue Militnrluflschisf „L. 2“ hat heute früh um 9 Uhr 
Nürnberg passiert. Der Wind ist bisher nordwestlich und 
hat eine Starke von etwa 7 Sekundenmetern. 
Frankfurt a. M. Seit Donnerstag wird der 19jährige 
Sohn des Kammerherr» von Both wer, des Hofmarschalls 
der Landgräsin von Hessen vermißt. Auf der Durch 
reise von Hamburg nach Würzburg ist er ohne 
Wißen seiner Eltern in eiium Frankfurter Hotel ab 
gestiegen. Er soll sich, nach seinen eigenen Aeuße- 
r,lugen, nach Frankreich begeben haben, um sich für die 
Fremdenlegion anwerben zu lassen. 
Metz. Wie aus Hageudingen zurückkehrende Arbeiter 
berichlen. hat dort gestern abend auf der elektrischen An 
schlußbahn der Thrissenschen Werke ein schwerer Zusammen 
stoß elektrischer Wagen sich ereignet. Ein Triebwagen fuhr 
mit einem Anhängemagen von der Rainpe des Eisenbahn- 
überganges herab/ und die Luftdruckbremse versagte. Beide 
Wagen fuhren auf zwei unten stehende elektrische Wagen 
aus Alle vier Wagen sollen zertrümmert, vier Personen 
schwer, etwa zehn leichter verletzt ivorden sein. 
London. Im Gefängnis von Pcterhead entdeckte 
man eine Falschmiinzerwerkstatt, die in außerordentlich 
großem Stile betrieben wurde. Verschiedene Gefangene ver- 
patnzkrblut. 
«Roman von Ririnhald Ortmann. 
27 (Nachdruck verboten.! 
/Es cesüilt Ihnen, sich über mich lustig zu machen. 
Und ich muß es wohl hinnehmen. Denn am Ende have ich 
ja kein Recht, Rücksichten zu verlangen, Aber wissen Si 
auch, daß ich große Lust hätte, miter diesen Umstanden 
meinerseits die Beteiligung an dem oe|te abzusagen. un 
Trauersall in der Familie meiner Frau wurde nur aus 
reichenden Vorwand dazu geben. Und ein andereren- 
tonius wird jedenfalls leichter zu finden fein als eine an 
dere Kleopatra." . . „„ , 
Die Gräfin gab sich den Anschein, seine Worte als 
ernsthaft gemeint zu nehmen, und setzte eure allerliebste 
„Das ist eine Ungezogenheit, die ich Ihnen wahrhaftig 
nicht zugetraut Hütte. Sie können sich doch denken, ß 
ich auch keinesfalls dazu hergeben werde, die Panne 
irgendeines wildfremden Menschen zu machen. Uno ) 
hatte mich auf den heutigen Abend ehrlich gesreü.. 
Er zuckte die Achseln und trat, ihr den Ruck, n kehre 
an eines der Fenster. Eine kleine Weile blieb es |tiU, bann 
war sie plötzlich neben ihm und legte schmeiu.elnd 
Hand aus seinen Arm. ... 
„Sie werden mir das nicht an.nn . mcht ) 
Ai, diesem Morgen erst habe ich für eme leichtsinnig hoye 
Summe die wundervolle Nachahmung eines alte 
scheu Schmuckes gekauft, für den ichl am heutig A 
auf ein Kompliment von Ihn.» hoffte. A ollen o , o 
würde er wahrscheinlich nicht die Kraft gehabt habe» der 
beto,enden Süßigkeit ihrer Stimme zu w.deist^c.. 2-« 
vermied er noch immer, sie an.zu,i.hcn. mn L- 
kleinen Zögern sagte er doch mU gepießter Stimme. 
„Ich bitte darum, Frau Gräfin! 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die Grundsteinlegung für unser Rathaus wird 
am 18. Oktober, dem Tage der 100jährigen Wiederkehr der 
Völkerschlacht bei Leipzig, stattfindcii. Es ist eine schlichte 
Feier, ohne Festessen, beabsichtigt. 
o Der Aufschwung unseres Elektrizitätswerkes. 
Wie wir hören, hat unser Eleklrizilätsmerk im letzten Jahre 
gegen l'/a Million Kilowatt für Licht und Kraft in das 
Kabelnetz gegeben. Für Kraft sollen davon etwa '/ 4 Million 
Kilowatt in Frage kommen. 
o Preßkohlen für die Armen. Bon unserer Armen- 
verwaltnrig svll die Lieferung vvn etwa 200 000 Stück 
Preßkohlen für das Winterhalbjahr 1913-14 vergeben 
werden. Die Kohlen sind nach Bestellung zu je 2-, 3- und 
500 Stück an die hiesigen Orlsarmen frei ins Haus zu 
liefern. Angebote sind bis spätestens 30. September 1913, 
Mittags 12 Uhr an das Armeubiiro, Feurigstr. 11, Zimmer 3 
zu richten. 
o Meisterinncnprüfung. Vor dem Prüfungsausschuß 
der Schneider-Innung in Steglitz legte Frau Bumb- 
Friedenau die Meisterinprüfung ab. 
o Berufsberatung durch den Kinomatographen. 
Der Verband märkischer Arbeitsnachweise, der auch eine 
Lehrstellenvermittlung unterhält, bemüht sich darum, bei 
Eltern und abgehenden Vokksschülern das Verständnis dafür 
zu wecken, daß es für das spätere Fortkommen besser ist, 
die Kinder eine regelrechte Lehrzeit durchmachen zu lassen, 
anstatt sie gleich nach der Schulentlassung „ins Verdienen" 
mit irgend einer ungelernten Arbeit eintreien zu lassen. Um 
den Sinn für dies Vorhaben, das ja auch vielfach noch die 
Grundlage für die Arbeit im Großindustriebetriebe liefert, 
zu beleben, plant der Verband märkischer Arbeitsnachweise, 
vor Eltern und Schülern kinematographische Aufführungen 
zu veranstalten, welche Filmaufnahmen der lebendigen 
Handmerksarbeit in verschiedenen Betrieben wiedergeben und 
dadurch belehrende Einblicke in einige wichtige handwerks 
mäßige Berufe gewähren. Eine Vorführung solcher Auf 
nahmen fand am 4. Mai 1914 vor geladenen Gästen (Ver 
tretern von Behörden, der Lehrerschaft, von Jugendpflege- 
verbänden, der Organisationen, die sich mit der Berufs 
beratung beschäftigen) in dem Cines-Theater in Berlin statt. 
Die großenteils gelungenen eindrucksvollen Bilder waren von 
der Zentrale für wissenschaftliche und Schulkinomatographie 
aufgenommen. Vier Berufe wurden zunächst im An 
schauungsunterricht vorgeführt: Buchbinderei, sowohl in 
handwerksmäßiger Art wie mit den reichen maschinellen 
Hilfsmitteln des Großbetriebes, Stellmachereiarbeit bei Her- 
„Sa ea schul'igen Sie mich für e ne kleine Weile. 
We>.» Sie i ie Wirkung d.s Schmuckes recht beurteilen 
fÄlen, niüff n Sie ihn doch wohl in aiigcineffeiier Auf 
machung seyen." 
Hubert verstand nicht, wie das gemeint fein konnte: 
aber sie ließ ihm nicht Zeit, eine Frage an sie zu richten. 
Er hörte das Sei. enlc.usrl.eii ihres Gewandes und das 
Zrrallen einer Tür. Als er sich umwandle, war er allein. 
Die Surn an die kalte Scheibe pressend» wartete er pochen 
den Herzens ihrer Wiederkehr. Und in seinem Innern 
regte sicki's wie ein Kampf mit seinem besseren Selbst. Er 
dachie daran, daß er noch am heulige» Morgen fest ent- 
schlossen gewesen mar, diesem gefährlichen Roman einen 
kurzen und endgülligen Abschluß zu gebe»: er erinnerte 
sich des furchlbaren Schreckeils, der ihn durchzuckt hatte, 
als er sich bei der Heimtehr von seinem Weibe verlassen 
geglaubt, und des Unwillens, den er in jenen Augenblicleu 
gegen sich selbst empfunden. Wo waren nun alle die guten 
Gedanken und Vorsätze dieser bösen Minuten geblieben? 
Vesaud er sich denn wirtlich schon so ganz im Bann der 
verführerischen Frau, daß die Borstellung, sie zu verliere», 
hingereicht hatte, einen Sturm leidenschaftlichsten Schmerzes 
i» seiner Seele aufzuwühlen? Und daß er jetzt, in ihrer 
berückenden Nähe, nur durch den trotzigen Unmut über 
ihr herzloses Spiel abgehalten worden war. sie wild und 
ungestüm in seine Arme zu reißen? Wohl glaubte er 
sich durch diesen Unmut noch immer gepanzert: aber er 
war dessen schon nicht mehr ganz sicher gewesen, als er 
eben die leichte Berührung ihrer holde», duftenden Gestalt 
verspürt, als er dem süßen Sirenenklang ihrer schincichelnben 
Stimme gelauscht hatte. Und es war, als ob ein uiisicht- 
barcr Warner ihm zuflüsterte, nicht auf die Rückkehr des 
schönen Weibes zu warten, sondern ihrer gefahrdrohenden 
Gegenwart zu entfliehen, ehe es zu spät geworden war. 
Aber er hätte ein anderer sein müssen als der eisen- 
köpfige Bauernsohn, um diesem Warner Gehör zu schenken. 
Und es war zudem kein glückliches Ungefähr gewesen, das 
den Konsul Cäsar Frederiksen gerade heule wieder in 
stellung eines Automobilwagengestells; Hufschmiederei, 
Kunstschlosserei. Eine kurze einleitende Ansprache über die 
geschichtliche Entwickelung des Gewerbes sowie über den 
gegenwärtigen Stand in Berlin und Angaben über Lohn 
und Arbeitszeit gingen jeder Bilderrcihe voraus. Dazu be 
merkt die „Soziale Praxis" in Nr. 34 (1913): 
„Es ist ein glücklicher Gedanke, Eltern und Kinder durch der 
artige Aufführungen für das Wesen der Arbeit in den einzelnen 
Berufen zu interessieren und auch zu gründlicherem Nachdenken bei 
der Berufswahl anzuregen. Darum ist zu wünschen, daß noch eine 
größere Anzahl Arbeitsbilder aus allen Berufen aufgenommen und 
vorgeführt werden, damit Eltern und Kinder einen wirklichen Uebcr- 
blick Uber die zur Wahl stehenden Verusslansbahnen erhalten. 
Wünschenswert wären auch einige Bilder ans dem Berufsleben der 
Frauen in Handwerk und Großindustrie . . Ob sich die Verbreitung 
dieser Films auch außerhalb der Schulen, in den gcivöhnlichcn Bor- 
stadt-„6ientvppen", als unentgeltliche „Einlage" nicht empfiehlt, ist 
zu erwägen." 
o Die wirtschaftlichen Fortbildungskurse für Juristen 
in Berlin, welche von den Aeltesten der Kaufmannschaft 
von Berlin in Verbindung mit dem Deutschen Anwalts 
verein in Leipzig, der Anwaltskammer zu Berlin, dem 
Berliner Anwaltsverein und dem Verein „Recht und Wirt 
schaft" in den Räumen der Handels-Hochschule zu Berlin im 
Oktober und November d. Js. zum ersten Male veranstaltet 
werden, haben in Juristenkreisen, in der juristischen Fach 
presse, wie in der Tagespresse und bei Staats- und 
Kommimalbehörden. lebhaften Anklang gefunden. Der 
Preußische Justizminister, dessen weitsichtige und erfolgreiche 
Bestrebungen zur Verbreitung wirtschaftlicher Kenntnisse in 
den Kreisen der ihm unterstellten Justizbeainteir bekannt 
sind, hat auch zu diesen Kursen in dankenswerter Weise 
Stellung genommen. Er hat den Präsidenten und den 
Oberstaatsanwalt des Kammergerichts ersucht, die Richter, 
Staatsanwälte und Assessoren des Kammergerichtsbezirks ans 
die Vorlesungen aufmerksam zu machen, sie zrnn Besuch der 
Kurse anzuregen und denjenigen von ihnen, die daran teil 
zunehmen beabsichtigen, die Teilnahme, so weit dies er 
forderlich sein sollte, tunlichst zu erleichtern. Die Kurse, die 
nur Abendoorlesungen enthalten, beginnen am Montag, dem 
20. Oktober d. I. — In der ersten Woche sprechen 
Schmoller über die Entwickelung der Kreditorgauisationen in 
den Hauptkulturstaaten im letzten Jahrhundert: Wach über 
Zivilprozessuale Zeitfragen, insbesondere Anwaltschaft. Form 
und Wahrheit des Prozesses; Ministerialdirektor Freund 
über Gegenstände der modernen städtischen Selbstverwaltung; 
Professor Schär über Organisation des Welthandels, Prof. 
Leitner über Bilanzkritik; Kammergerichtsrat Nieyer über 
die bevorstehende Neuregelung des Wechseloerkehrs. 
o Haus- und Grundbesitzerverein. Gestern Abend 
fanden sich die Mitglieder des „Haus- und Grundbesitzer 
vereins" zum ersten Male nach den Ferien zur Monats- 
versamnilung im Restaurant „Kaiserciche", Rheinstraße 54, 
ein. Daß das Interesse für den Verein ein reges ist, 
bewies der gute Besuch. Rund 70 Mitglieder waren er- 
seiiicn Weg geführt hatte. Er halte dir sin Mann gewiß 
niemals geliebt, aber er hatte dcch noch nie enie so tiefe, 
an wirklichen Haß grenzende Abneigung geaen ihn emp^ 
funden wie heute. 
Mit nagendem Ingrimm nur konnte er daran denken, 
daß dieser undurchdringliche Hamburger, hinter dessen Stirn 
man niemals eiwas von seinen Gedanken lesen konnte, 
jetzt bei seinem Weibe saß, um vielleicht traute Jugend^ 
ecuiuerungen mit ihr auszutauschen. Er sagte sich nicht, daß 
Helga einem Alleinsein mit ihrem Better sichtbar geflissent- 
sich hotte vorbeugen wollen, daß er se.bcr es gewesen 
war, der ihnen durch sein Fortstürzen dies Alleinsein auf- 
gezwungen hatte. Er vergegenwärtigte sich nur noch die 
Situation so. wie es ihm eben gefiel, sie sich vorzustellen. 
Und wenn es auch ganz gewiß nicht Eifersucht im ge- 
wohnlichen Sinne des Wortes war, was er dabei emp- 
fand, so war die Vorstellung doch hinreichend, ihm den Ge- 
danken einer feigen Flucht aus dem Hause der Gräfin im 
Lichte einer ungeheuren Lächerlichkeit erscheinen zu lassen. 
Was seiner Frau erlaubt war. würde doch wohl auch er 
sich gestatten dürfen. Und am Ende hatte er für ihre 
Standhaftigkeit keine besseren Garantien, als er sie für sein 
eigenes Verhalten während der nächsten Viertelstunde in 
sich fühlte. Sollte er nur darum seit seinen Jünglings- 
jähren aller Spießbürgerei den Krieg bis aufs Messer er- 
klärt haben, um sich in der ersten bedenklichen Situation 
selbst wie ein jämmerlich feiger Spießbürger zu benehmen? 
Nein, er wollte bleiben — nun gerade wollte er 
bleiben. Und was kommen sollte, mochte immerhin kom- 
men. Cr war doch wohl Manns genug, die Verantwortung 
für seine Handlungen zu tragen. 
Kein bestimmtes Geräusch, sondern die instinktive 
Ahnung von etwas Außerordentlichem, das hinter seinem 
Rucken geschah, hatte ihn veranlaßt, in rascher Bewegung 
den Kopf zu wenden. Nun aber stand er regungslos 
keines Wortes, nicht einmal eines Ausrufs der Ueberraschung 
fähig. Die er da vor sich sah, war ihm ja keine neue 
Erscheinung mehr, denn es war die Gräfin im Kleooatra-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.