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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage za Nr. 216 des „Frtedeuaaer Lokal-Anzeigers 
Sonntag, den 14. September 1913. 
Oieflnferligurg aller OarberobenUOcke 
Ist nach unsern-Standard Schnittmustern spielend leicht 
selbst für Damen, die nicht schneidern gelernt haben. 
Modebrief 
Die Bluse, die man zu 
Beginn jeder Saison tot 
sagen möchte, tritt mit den 
kühleren Tagen wieder 
ganz besonders in den 
Vordergrund. Sie ist und 
bleibt die unentbehrliche 
Ergänzung des Jacken 
ileides. Sie hat sich in 
den letzten Jahren an 
passungsfähig gezeigt und 
damit ihre Lebensfähigkeit 
erwiesen. An uns liegt 
es, am rechten Ort die 
richtige Form 311 wählen. 
Augenblicklich herrschen 
zwei Grundformen: die 
schlichte Forin mit langem 
Hemdblusenärmel und die 
elegantere mit weitem 
angeschnittenen oder weit 
angesetzten Ärmel, der lang 
oder halblang sein kann. 
Vorder- und Rückenteile 
setzen gefaltet an einer 
Passe an- Ebenso ist beiden 
Formen der tiefe, hei^för- 
mige Ausschnitt eigen, den 
eine Rüsche oder Volant, 
ohne die keine Bluse eri- 
stiett, begrenzt. Es ist eine 
überaus kleidsame Mode, 
aber nur für schlanke 
Erscheinungen. 
Neben den bekannten 
Blusenstoffen bildet eine 
kräftige, waschbare, weihe 
Seide eine lururiöse Neu 
heit. 
Anstelle der so populär 
gewordenen Spitzenbluse 
tritt jetzt mehr die glatte 
Tüllbluse, deren Taillen 
teile fein pli siert der Passe 
uniergenäbt werden.' Die 
Stosse bedingen natur 
gemäß ein loses Chiffon 
futter und dürfen niemals 
einer festen Futtertaille 
aufgeheftet werden; leicht 
und legere müssen sie den 
.ftörper umschließen. 
Scbnlllmutter zu allen Abbildungen 
in den Normalgröhen 42, 44 und 46 liefert unsere 
Expedition an Abonnenten -nur Preise von 50 Pf. 
2258. Bluse mit Medici- 
Kragcn. 
2261. Bluse mit Passen 
teilen. 
2250. Bluse mit jäckchen- 
artiger Garnitur. 
2260. Schößchenbluse mit 
halblangen Aermeln. 
Nückausicht zu Nr. 2258. 
llSf. 
Rückansicht zu Nr. 226t. 
Rückansicht zu Nr. 2259. 
Rückansicht zu Nr. 2269. 
Neue Handarbeiten 
Was nun die Farbe 
betrifft, so soll sie für 
einfachere Zwecke zum 
Rock abgestimmt sein, ohne 
deshalb die gleiche Farbe 
auszuweisen;für elegantere 
Zwecke hat sich die helle, 
bezw. weihe Bluie stets 
am besten bewährt- 
2258. Bluse mit Medici- 
Kragen. Tic weiße Waschseide 
ist durchgehend i» Sänmchcn- 
gruppcn gesteppt. Ten vor 
deren Knopsschluß begleiten 
zwei schmale eingereihte 
Spitzenrcihen. Langer BIus:n- 
e. mel mit hoher Manschette. 
Ter Sänmchenstreifen setzt sich 
als Achselstück fort. Für den 
Medici-Kragcn tvird die obere 
Spitze am Rand durch Draht 
gestützt. Farbige Samtschleise. 
Erfordert. Material: etwa 
2,25 n> Seide 00 am breit. 
2259. Bluse mit säckchen 
artiger Garnitur. Zu der glat 
ten Bluse aus getöiiteni 
Spitzentüll bildet gleiches Tuch 
die aparte Garnitur. Den 
vorderen Schluß markiert an 
der Bluse das Tüllplissee, das 
sich um den Halsausschnitt fort 
setzt, an dem Jäckchen ein Zier- 
llnops. Abgesteppte Ränder. 
Acrmelbändchen aus Tüll oder 
Tuch, Plisseeabfchluß. Er- 
forderl. Material: etwa 2,75 m 
Tüll 50 cm breit und 60 cm 
Tuch 1,20 cm breit. 
2260. Schößchenbluse mit 
halblangen Aermeln. Weiße 
Seide mit blauer Musterung 
lind blaue Seide sowie etwas 
Samt ergeben das Material. 
Tie glaste Bluse öffnet sich 
vorn tief über einer Weste oder 
llnterzichblusc. Der Medici» 
kragcn ist vorn innen mit 
Sann bekleidet, der sich als 
Vorstoß fortsetzt. Gürtel aus 
gefalteter Seide, vor» aufstei 
gend. Erforderlich Ma 
terial: etwa 8 m gemusterte 
Seide 50 ein breit, 00 cm 
blaue Seide und 15 cm 
schrägen Sani:. 
2261. Bluse mit Passen- 
teilen, für Bordnrenstosse ge 
eignet. Der hellfarbige Bor- 
dürenstoss ist hier apart ver 
arbeitet. Er wird durch eine 
Passe aus glattem Säumchen- 
stosf ergänzt. An dem einge 
reihten Aermel ist der Säum- 
chenmanschette ein Bordllren- 
streifen zwischengesteppt. 11m- 
jegekragen aiis besticktem Ba- 
tist, kleine bunte Schleife. Er- 
sorderl. Material: etwa 2 m 
istvsf 1,20 in breit. 
Kaffee- oder Teewärmer. Unser Modell ist dreiteilig gearbeitet; man muß also bas 
Muster in der Größe «er Kaniic dreimal aufzeichne». Man verwendet für die Form am 
besten starkes Leinen sweiß oder farbig); für daö Fltlter wird weißer oder inattfarbenee 
Taiin benutzt. Als Ztvischenlage kommt nur Watte in Betracht, die sehr sorgfältig in 
flache r Lage verwendet, wird. Man befestigt diese wärniende Ztvischenlage nur mit Heft 
stichen. da sie bei der Wäsche tveeder ausgeirctitit und erneuert tverden muß. Die Stickerei 
hat, man in reckt lebhaften Farben, karmesinrot, delsterbla», grasgrün, schwefelgelb, 
sckwarz weiß, tiir.is und bronze. Sehr sein wirkt der Kasseew rmer weiß in weiß. Die 
Snckerei wird in der bekannien Blindlochtechnik gehalten. Als Abschluß für die Arbeit 
wählt man farbige Setdenkvrdel oder Seidenband, das zu einer hübschen Schleife verknüpft 
und bei der V-'scke tvieder abgetrennt und erneuert tvird. 
Nachttischdecke ane-grobsädigem Weißen oder lichtgrünen Leinen. Die gegebene Zeichnung 
ist m bekannter Weise aufzupausen und dann (ist bet Grundstoff der Decke lichtgrün) mit 
mehreren Farten rosa — ist er weiß — am besten in schwarz, wenn dem die übrige Einrich- 
inng des Zimmers nicht tvidersprichi, in Stielsiich nachziizieheu. Tie in der Zeichnung als 
Punkte angegebenen gliindungen sind in Knölchenstich anszusühre» oder als „Locher" zu sticken. 
Die Schaltenstriche, die zur 
Markierung des Musters 
dienen, sind mit feine» Stiel- 
stichen zu verdoppeln. Die 
Mitte ist auszuschneiden, sein 
umzusäumen und durch eine 
längliche genau hinpaffende 
Häkelei oder — noch hübscher 
— durch Jiletrelief auszu 
füllen. Dem Deckchen ist ei» 
breiter Hohlsaum anzufügen. 
Das Muster ist beliebig zu 
vergrößern und also auch zu 
Kaffee- und Teedecken zu ver 
wenden. Hübsch wirkt eine 
Teedecke mit vier Deckchen in 
je einer Ecke der Decke und 
einem gehäkelten Viereck aus 
kleinen Sternen in der Mitte. 
Die Häkelei wird in diesem 
Falle fein einlangeitiert und 
der Stoff darunter sorige- 
schniiien. 
oder Teeloärmer. 
J 
Decke aus grobsädigem Leinen mit Siielstichstickerei. 
174
        
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