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Periodical volume Nr. 21, 24.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

nach trat dann auch wieder die Straßenbeleuchtung in 
Betrieb. Derartige Ereignisse werden immer eintreten, 
solange man e» mit solchen explosiblen Stoffen, die schwer 
zu beherrschen sind, zu tun habe. Sind doch in Char- 
lottenburg auch kürzlich derantge Störungen eingetreten, 
ebenso flog in Hamburg eine ganz« Gasanstalt in die 
Luft. G. B. Kunow bemerkt, mit diesen Ausführungen 
wären die Störungen tag» zuvor noch nicht erklärt. 
Bürgermeister Walger erwidert, daß e» bet den Kohlen 
lampen immer mal vorkomme, daß einzelne Lampen, auch 
ein ganzer Stromkreis flackere. Wenn gesagt wurde, daß 
' auch in Privatwohnungen da» Licht geflackert hätte, so 
habe er die» nicht beobachtet. Ec bitte aber, sobald 
jemand Störungen bemerke, ihm sofort durch den Fern- 
sprecher Mitteilung davon zu machen. G.-B. Kunow 
fragt an, wie wett er mit der Beseitigung der Maschinen 
sei; er denke, man arbeite nur noch mit Umformern. Der 
Bürgermeister erklärt, daß man allerdings hauptsächlich 
mit Umformern arbeite. ES wären nur noch zwei 
Maschinen vorhanden, die nur noch sehr selten in Betrieb 
genommen werden. Im Laufe deS Sommers werden auch 
diese beseitigt, sodaß dann nur noch mit Umformern ge- 
arbeitet werde. 
Zum Punkt: Ausgestaltung der OrtSkrankenkaffe zur 
Allgemeinen OrtSkrankenkaffe bittet Bürgermeister Walger, 
sich mit der Ausgestaltung der OrtSkrankenkaffe nach dem 
Antrage einverstanden zu erklären. Die Borlage auf Er- 
richtung einer Landkrankenkaffe sei ja zurückgezogen. G -V. 
Kalkbrenner führt aus, daß nach der Borlage die Er 
klärungen auf Errichtung und Ausgestaltung der Kranken- 
kaffen bis zum 1. Februar den OberverstcherungSämtern ein 
zureichen feien. Nun komme der Gemeindeoorstand erst eine 
Woche vor Ablauf der Frist mit einer so weitgehenden Vor 
lage. ES sei wieder die alte Geschichte, daß die Vorlagen 
so kurz kommen und man sich schnell entscheidrn 
müffe. „Wenn Sie auch die Achsel zucken, Herr Bürger 
meister, es ist doch nötig, daS hier auSzusprechen". In 
anderen Gemeinden ist eS möglich gewesen, sich schon 
lange Zeit vorher mit der Sache zu beschäftigen. Char- 
lottenburg hat bereit» am 28. November v. IS. darüber 
beschloflen. Friedenau aber schafft »S erst kurz vor Frist- 
ablauf. Herr Richter gebrauchte einmal da» Wort von der 
gräßlichen Bummelei. Er möchte sich dieses Wort nicht 
zu eigen machen. (Bürgermeister Walger: DaS möchte ich 
Ihnen auch nicht empfehlen.) Aber zu bemängeln bleibt 
eS, daß die Vorlagen so. spät kommen. Daran ändert 
auch nicht», daß der Gemeindeoorstand im letzten Augen 
blick seine Ansicht geändert und die Vorlage zurückgezogen 
hat. Nach seiner Ansicht aber müffe die Gemeindever 
tretung einen Beschluß fassen, sie müsse beschließen, daß 
man die Landkrankenkaffe nicht errichtet. Bezüglich der 
Begründung der Vorlage scheine eS ihm, als habe der 
Verfasser nach Gründen gesucht und er habe tatsächlich 
auch nur einen einzigen Grund gefunden. Und dieser be- 
stand in nicht» weiterem, als uns das „rote Gesp-nst" vorzu- 
führen. In seinem blinden Elfer habe der Verfasser der 
Vorlage aber ganz übersehen, daß nach dem Ges.tz nur 
volljährige Personen, stö den Wahlen zur Krankenkasse teil- 
nehmen dürfen, daß also seine Befürchtung, 16 jährige 
Mädchen in die politischen Kämpfe hineinzuziehen, nicht 
zutrrffend sei. Der Verfasser hätte da also seine grausige 
Schilderung ruhig ersparen können. Auch die ange- 
führten Zahlen sind falsch, ebenso ist die Schlußfolgerung 
falsch. Es durfte doch bei den Ausgaben nicht dieselbe 
Kürzung erfolgen, wie bei den Einnahmen. Die V-r- 
waltungSkosten bleiben doch. SS freue ihn, daß der Ge- 
meindevorstand zur Ablehnung gekommen sei. Der Vor- 
stand hätte sich viel Arbeit ersparen können, wenn er 
früher an die Gemeindevertretung gekommen wäre und 
vielleicht in einem Ausschüsse mit der Gemeindevertretung 
verhandelt hätte. Es komme ihm vor, alS bestünde die 
reine Angst, mit den Gemeindcoerordnetrn etwas gemeinsam 
zu machen. (Bürgermeister Walger: Da überschätzen Sie 
sich) Ich spreche nicht für mich, sondern für viele. Er 
beantragt, zum Ausdruck zu bringen, daß man die Land- 
krankenkasse nicht wünsche. Bürgermeister Walger er- 
widert, daß die Ausführungen, die Herr Kalkbrenner in so 
persönlicher Weise gemacht habe, durchaus falsch wären. Tr 
(Kalkbrennrr) führte an, daß Charlottenburg sich bereits 
am 28. November mit der Frage beschäftigt habe, während 
sie hier erst jetzt komme. Dazu bemerke er. daß eS über- 
Haupt sehr zweifelhaft sei, ob der Gemeinveoorstand über- 
Haupt die Vorlage zu machen hätte. Nach seiner Ansicht, 
habe man überhaupt keinen Beschluß zu fassen. TS be- 
stehen überall, selbst im Ministerium, noch so viel Unklar 
heilen, wie die Auslegung des Gesetzes zu handhaben sei. 
Es sind eine Reihe Verfügungen an die Stadt- und Land 
kreise gelangt. Die Stadtkreise konnten sich daher schon 
früher mit der Frage beschäftigen. Die Landkreise haben 
die Verfügungen an die Gemeinden noch nicht weiterge- 
geben. Da nur die aufgeforderten Gemeinden und 
Kreise sich zum 1. Februar zu äußern haben, so hat sich 
Friedenau überhaupt nicht zu äußern, da eS nicht aufge- 
fordert wurde. Er bearbeite die Sache schon seit Wochen, 
habe aber nirgends eine bestimmte Antwort erhalten 
können. ES sei sondrrbar wie das Gesetz in die Welt ge- 
setzt und nun kommentiert und reglementiert werde. Tr 
habe auch bei anderen Gemeinden angefragt; die einen 
sagen, sie brauchen sich nicht zu äußern, die andern meinen, 
man müsse sich doch äußern. Der Gemeindeoorstand sagte 
sich, wir wollen unS äußern. Ein Schreiben de« Land- 
rat« drückt aus, daß erst, wenn die Kreise Beschluß gefaßt 
hätten, sich die Gemeinden zu äußern hätten. Der Vor- 
stand habe ja nun die Frage der Landkrankenkasse zurück 
gezogen, aber, da Herr Kalkbrenner glaubt, nach berühmtem 
Muster Kritik üben zu müssen, so hielt er eS für nötig, das mit- 
zuteilen. ES kommt eben immer anders im Leben. 
G.-B. Richter möchte auch bedauern, daß die Vorlage so 
spät komme, er möchte dies Bedauern aber nach den letzten 
Ausführungen des Bürgermeister» nicht an den Gemeinde- 
vorstand, sondern an den Kreis richten. Die Stadt- und 
Landkreise sind aufgefordert worden, sich zu äußern; da 
wir doch ein städtisches Gemeinwesen sind, wundere eS ihn, ! 
daß wir nicht auch aufgefordert wurden. TS freue 
ihn, die Aufklärung über die Verzögerung bekommen 
zu haben, daß der Gemeindeoorstand nicht allein Schuld 
sei. Herr Kalkbrenner habe schon auf die verschiedenen 
Irrtümer hingewiesen. E» wäre wünschenswert, wenn 
sich der Verfasser einer Borlage erst vorher genügend 
orientiere. So werde der Eindruck erweckt, alS sei mit 
der Vorlage eine Stimmungsmache bezweckt. ES wäre 
doch gut, wenn solche» unterbliebe und man sich nur von 
allgemeinen Anschauungen leiten ließe. Gewundert habe 
eS ihn auch, daß man nur Wilmersdorf, da» di« Land 
krankenkasse beschlossen habe, anführte, nicht aber die vielen 
Orte, die sie abgelehnt haben und unter denen sich auch 
viele Landgemeinden befinden, u. a. auch Lichterfelde. Ec 
stimme dem Antrage de» Herrn Kalkbrenner zu, daß man 
heute beschließe: wir wollen die Landkrankenkasse nicht! 
Die Zahlen dürften der Kritik nicht Stand halten. Die 
meisten Dienstmädchen seien hier doch bereit» im Bbonne- 
menlSoerein. Der braucht ja nicht zugelassen zu werden, 
da er eine Rückversicherung darstelle. Der Beitrag sei 
zudem viel zu hoch angenommen. Wrnn man Charlotten 
burg berücksichtigt, so dürfe man hier nicht mit der durch 
schnittlichen 3. Lohnklasse rechnen. Daß die OrtSkranken- 
kaffe hier mehr leistet, alS sie verpflichtet ist, sei allgemein 
bekannt, und daS habe HerrDr Lohmann auch anerkannt, der für 
den weiteren Ausbau der Krankenkasse sich erklärte. Die 
OrtSkrankenkaffe habe auch rin Genesungsheim. Wenn 
man die Dienstmädchen der OrtSkrankenkaffe zuführte, 
würd« die Kaffe noch leistungsfähiger werden können, auch 
die Verwaltung verbilligt sich. Er bat, die Landkrankm- 
kasse abzulehnen. Bürgermeister Walger führt an, daß, 
nachdem der Gemeindeoorstand den Antrag auf Errichtung 
der Landkrankenkasse abgelehnt habe, der neue Antrag deS 
G.-B. Kalkbrenner als Dringlichkeitsantrag beschlossen und 
auf die Tagesordnung gesetzt werden müsse. ES wird 
darauf die Dringlichkeit anerkannt und beschlossen, den 
Antrag de» G.-V. Kalkbrenner: „Von der Errichtung einer 
Landkrankenkasse wird Abstand genommen" auf die Tages 
ordnung zu setzen. 
Ehe aber über die Landkrankenkasse weiter verhandelt 
wird, wird beschlossen, die OrtSkrankenkaffe zur Allgemeinen 
OrtSkrankenkaffe auszugestalten. (Schluß folgt.) 
Lokales, 
l Nachdruck unserer o-Orlgiualartikel um mit Quetlnaugabt gestatt« ) 
o Kaiser- Geburtstags-Festmahl der Gemeinde. 
Nachdem bekannt geworden ist, daß die Lieferung de» Feft- 
i essenS einem hiesigen Gewerbetreibenden übertragen worden 
ist, haben in den lktzten Tagen viele Zeichnungen stattge 
funden, sodaß schon jetzt mit einer Tetlnehmerzahl von 75 
gerechnet werden kann. Da aber erfahrungsgemäß ein 
großer Teil erst am letzten Tage meldet, so steht noch ein 
erheblicher Zuwachs zu erwarten. Wie wir hören, hat der 
Festausschuß in Aussicht genommen, wieder wie früher den 
Gesang einiger patriotischer und VaterlandSlieder zuzu 
lassen, und werden zu diesem Zwecke Liederbücher vorrätig 
gehalten.^ Wir ersuchen alle unsere Mitbürger, dir sich 
noch an dem Festmahl beteiligen wollen, jetzt schleunigst 
ihre Anmeldung zu bewirken und zwar schriftlich oder 
mündlich beim Gemeindeamt Feurigstr. 8. 
o Friedenauer WohnuugSanzciger. Wir machen 
darauf aufmerksam, daß die neueste Nummer deS mit dem 
„Friedenauer Lokal-Anzeiger" verbundenen „Friedenauer 
Wohnungsanzeiger" morgen erscheint. Für nur 40 Pfg. 
erscheinen die Anzeigen eine volle Woche hindurch im 
„Friedenauer Lokal-Anzeiger" und in den Anschlägen an 
den Wannsre- und Ringbahnhösen in Friedenau und 
Berlin (Potsdamer Bahnhof). Die Vermieter von 
Wohnungen, Läden, leeren oder möblierten Zimmern usw. 
werden daher gut tun. den billigen und wirksamen 
WohnungSvermittler zur Veröffentlichung ihrer Anzeigen 
zu benutzen. Schluß der Anzeigenannahme jeden Sonn 
abend Mittag Punkt 12 Uhr in der Geschäftsstelle 
Rheinstraße 15. 
o (Sitte Steuerbefreiung der Kriegsveteraueu 
beabsichtigt die Stadt Potsdam. Sie will die mit den 
Militärehrenzetchen und dem eisernen Kreuz ausgezeichneten 
Veteranen aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870-71, 
soweit ihr Einkommen nicht den Betrag von 2000 M. 
überschreitet, von der Gemeindeeinkommensteuer befreien. 
o Die Jnbiläu«-br1sfmarkeu zum RegierungS- 
jubiläum deS Kaisers werden von der Reichkpostverwaltung 
im Frühjahr zur Ausgabe gelangen. An Stelle der Ab- 
bildung der Germania wird die Marke das Kopfbild deS 
Kaisers im mehrfarbigen Druck zeigen. Die Entwürfe 
werden demnächst dem Kaiser zur Genehmigung vorgelegt. 
Die Marken sollen nur in beschränkter Anzahl ausgegeben 
werden. 
o Der Zusammenbruch d-S Mietöversicherungs- 
VereinS ist erfolgt. In eingeweihten Kreisen hat die» 
nicht überrascht. Diejenigen Grundbesitzer, welche sich dem 
Verein angeschlossen hatten, sahen bald, daß die Beiträge 
zwar recht pünktlich eingezogen, MietSentschädigungen aber 
sehr saumselig oder garnicht gezahlt wurden. Beschwerde 
führer wurde unter dem Hinweis auf neue Filialen usw. 
vertröstet. Hätte sich der Verein auf Großberlin be 
schränkt, so würde er, nach dem Urteil Sachverständiger, 
ein ganz gutes Geschäft gemacht haben. Ec sollte im 
Allgemeinen 80 Proz. der MielSauSfalleS gegen eine 
Prämie von 3 Proz. deS gesamten MietSwrrteS vergüten, 
durch besondere Abniachung konnte ober, bei höherer 
Prämie, auch der Gesamtausfall entschädigt werden. An 
dem Mißerfolg sollen hauptsächlich diejenigen Agenten deS 
Vereins Schuld sein, die, um Provisionen einzuheimsen, 
MietSoerstcherungen für Villen usw. in den entlegensten 
Gegenden abschlössen, wodurch die BereinSkafle alsbald 
schwer belastet wurde. Der Gedanke einer MietSver- 
stcherung wird allgemein für durchaus gesund gehalten und 
«S ist daher nicht ausgeschlossen, daß die Berliner Grund- 
besitzervereine, die über eine Milgltederzahl von etwa 
15 000 verfügen, ein solches Unternehmen selbst in die 
Hand nehmen. 
o Zum TNfcheufshrpI«« für den Berliner 
Stadt«, Ring» und Vorortverkehr ist soeben da» 
dritte BerichtigungSblatt erschienen, welches inzwischen die ein 
getretenen kleinen Fahrplanändirungen enthält. DaS Be- 
rtchtigungSblatt wird den Inhabern de» Taschenfahrplan» 
an den Fahrkartenschaltern unentgeltlich verabfolgt. 
o Genehmigter Neubau. DetdeSheimer Straße. 
Wohnhaus. A. Dädelow. Friedenau. Barzinrr Str. 21. 
o Berei« der Gartenfreunde in Berlin-Friede« 
nau. Am Dienstag, dem 28. Januar 1918, abends 9 Uhr, 
findet im oberen kleinen Saale deS „Hohenzollern" die 
Hauptversammlung statt. Tagesordnung: Nach 8 6 der 
Satzungen: Jahres- und Kassenbericht. Entlastung de» 
Borstandes auf Antrag deS Kassenprllfer». Neuwahl de» 
Vorstandes und deS KassenprüferS» Mitteilungen über da» 
neue BeretnSjahr, Besprechung über die aus den 22. Februar 
verschobene Stiftungsfeier (EiSbetnessen im.Hohenzollern" 
Handjerystr. 64). Verlosung von 120 in Töpfen gezogenen 
Hyazinthen. 
o Ein Schauturnen der Schüler des Realgym- 
nasium» nebst Realschule findet morgen (Sonnabend), dem 
25. Januar, nachmittag« von 5—7 Uhr in der Turnhalle 
der Anstalt (Homuthstr) statt. Die Feier der Geburts 
tages de» Kaiser» ist am 27. Januar. Vormittags 8»/, Uhr 
in der Aula. 
o Evangelischer Arbeiter-Verein für Friedenau 
und Umgegend. Am Sonntag, den 26. Januar d. I. 
zu Ehren de« Geburtstage» de» Kaisers um '/,10 Uhr 
vorm, im Katser-Wilhelm-Garten Antreten der Mitglieder 
mit dem BereinSbanner zum gemeinsamen Kirchgang 
(Kirche zum guten Hirten). 
o Da» Bkofontheater 1» der Nhetnstratze 14 
öffnet heute und an den folgenden Wochentagen seine 
Pforten bereiis um Va 6 Uhr wegen seine» reichhaltigen 
Programm». Wegen Raummangel» nennen wir folgende 
Nummern: Fremde» Gut ist ein spannender Drama in 
2 Akten, dessen Handlung äußerst geschickt zusammengestellt 
und inszeniert ist. DaS Gesetz der Prärie, ein Indianer- 
roman in 3 Akten bringt fesselnde Bilder au» Wildwest 
mit wilden Ritten und Kämpfen aus jener Zeit, als die 
Naturvölker der neuen Welt den Kampf gegen die Blaß 
gesichter noch nicht aufgegeben hatten. Quer durch 
Griechenland ist eine schöne Naturaufnahme klassischer 
Stätten, die durch ihre Geschichte wie durch ihre Natur 
schönheit fesseln. Wochenschau von Saumont und ein 
Tonbild sind wieder abwechslungsreich und die Komödien: 
Die Jagd nach dem Wappen und ein Strich ;durch die 
Rechnung äußerst unterhaltsam und spaßig. Jedenfalls 
bieten die Biofonltchtspirle bet billigen Eintrittspreisen viel 
vergnügen. Sonntag» Anfang 4 Uhr. Thealerzetlung 
mit Erklärung der Bilder am Eingang und im Saale 
erhältlich. Kleiderablage ist kostenfrei. 
o Daß Gewissen liest ihm keine Nnhe. Der 
bet einem Konditor in Groß Lichterfelde beschäftigte Haus 
diener Otto Klame hat sich der dortigen Polizei gestellt 
und sich selbst bezichtigt, vor 4 Jahren bet seinem Arbeit 
geber Relk in Storkow (bet Strrnberg) eine Scheune in 
Brand gesteckt zu haben. Er gab an, die Tat ausgeführt 
zu haben, um seinem Arbeitgeber eine neue Scheune ver 
schaffen zu können. Der Verhaftete wurde dem Amtsgericht 
Lichtertelde vorgeführt; er wird sich in Frankfurt a. d. 
Oder wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu verantworten haben. 
o Auf frischer Tat abgefaßt wurde gestern 
Abend ein Straßenräuber, welcher der in Schöneberg 
wohnenden Rentiere Emilie Lehmann, al» sie durch die 
Tiergartenstraße ging, die Handtasche entriß und damit 
entfloh. Frau L. rief um Hilfe, er eilten Passanten hinzu, 
welche die Verfolgung des frechen StraßemäuberS auf 
nahmen und ihn bald einholten. Ec wurde Schutzleuten 
übergeben, die ihn nach der Wache de» 33. Polizeireviers 
demAldkum 
rrdf Hohlraundsfück 
SctlemGokl 
Goldmund-sfilck 
Csgarefifen 
Ss&SJj 4- V&5 6 6 70 
3h ^ 56 ö 709fd.Stck. 
J&naum&iadtäfterL SSuxu&QuucdiäanOenl 
Zfrj.ffrigüiJO&JsCeöocU: 
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