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Periodical volume Nr. 216, 14.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

[on&crS vw jtifijujuiiujui' cinpiiitDen bnS nm fdjiuerffcn. 
2rß|i öit'K'C ^orftcllmigcu luitrbc der Atarkt doch eröffnet. 
Ter Vorstand hatte sich dann beschwcrdesnhrend cm bas 
Laudratsantt gewandt und von bort den Bescheid erhallen, 
daß, da dar Markt ein Privatmarkt ber Gemeinde sei, er 
nicht zulässig sei unb baher anch nicht genehmigt werben 
könne. Aber dennoch werbe ber Markt weiter abgehalten. 
Deshalb habe ber Bvrsiand ben Weg ber Beschwerde bei 
der obersten Behörde beschritten und hasse bort mehr Ent- 
gege>ikommen Zu finden. Der Vorsitzende gab sodann eine 
Mitteilung des Bundes bekannt, ruonach der Bund ein Ein- 
ziehungsamt errichtet hat und gegen geringe Gebühren 
Einziehung von Forderungen, Monatsrechnungen usw. über 
nimmt. Der Vorsitzende empfahl, regen Gebrauch von dieser 
Einrichtung zu machen. Hierauf wurde beschlossen, auch in 
diesem Jahre eine Ausstellung von Nahrungs- und Genuß- 
mittdii aller Art zu veranstalten. Diese findet am 5. und 
g. November b. I. im großen Saale des Kaiser-Wilhelm- 
Garlens statt. Nachbein noch einige geschäftliche Sachen er 
ledigtwaren, schloß der Vorsitzende um 2 Uhr dieVersammlung. 
o Das groste HerLst-Prciskegeln in, Gesellschaftshaus 
des Westens, Schönebcrg, Hauptstr. 30-31, des jeden 
Freitag, und Sormabend 6 — 12 Uhr und Sonntags von 
3-12 Uhr stattfindet, erfreut sich eines regen Zuspruchs. 
Außer den hohen Preisen, die wir an dieser Stelle wieder 
holt bekannt gegeben haben, werden von den Veranstaltern 
hohe Tages- und Stundenpreise ausgesetzt. Die ersten 
Preisträger am Sonntag, dem 7. Septeniber waren auf 
Bahn I (Kleine Gelbbahn) Herr Mar Heinrich mit 4 
Kugeln 33 Holz, auf Bahn II (Kleine Gelbbahn) Herr 
Joh. Pfeiffer mit 4 Kugeln 33 Holz. auf Bahn Y (Wäs be 
kohlst Herr Wolf mit 4 Kugeln 33 Holz und auf Bahn VI 
Herr G. Richter mit Kugeln 32 Holz. Wir können nur 
allen Keglern von Nah und Fern empfehlen, sich an diesem 
PreiLkegeln zu beteiligen. Für eine gute Küche sorgt der neue 
Wirt des Gesellschaftshauses Herr Neueudorf aufs beste. 
o Die verschwundene Minderjährige ermittelt. Vor 
einiger Zeit verschwand die 16 Jahre alte Minna B. aus 
ihrer mütterlichen Wohnung in der Wartburgstraße. Nach 
dem die Mutter ermittelt hatte, daß ihre Tochter von einem 
angeblichen Hausbesitzer in einer Wohnung in der Jenaer 
Straße verborgen gehalten wurde, begab sie sich mit einem 
Polizeibeamten dorthin. Als auf wiederholtes Klopfen nicht 
geöffnet wurde, wurde die Fensterscheibe eingedrückt, und 
der Beamte drang in die Mahnung. Hier fand man das 
Mädchen bewußtlos auf einer Chaiselongue liegen. Sie 
hatte sich, als sie sich verfolgt sah, mit einem Messer die 
Pulsader der linken Hand durchschnitten. Ein Arzt legte 
dem Mädchen einen Verband an und veranlaßte die Ueber- 
führung nach dem Auguste Viktoria - Krankenhause. Der 
Entführer konnte noch rricht ermittelt werden. 
o Vom Konkurrenten mißhandelt. Eine Wilmers- 
dorfer Beleuchtungsfirnra hat im Südwestkorsv ein zweites 
Geschäft eröffnet. Der Leiter dieses Geschäftes wurde nun 
vorgestern von einem Konkurrenten angefallen imb derart 
mißhandelt, daß er einen, Arzt, aufsuchen und sich zu Bett 
begeben mußte. 
o Zur Nichtigstellung. Wir werden gebeten, mitzu 
teilen, daß der Postbote Melchert, der im Adlershofer Walde 
erhängt aufgefunden wurde, keine amtlichen Gelder bei 
sich führte. 
.Lisbsrg 
— Die Klagen über die postalischen Verhältnisse in 
Msnz! 
Zum Quartalswechscl erlaube meine Firma 
bei Wohnungs-, bczw Laden-Renovierungen 
u. Umbauten als auch für jede Reparatur 
arbeit (Fassadcn-Abputz) in Erinnerung 
zu bringen. Solide Preise. Streng reelle 
Ausführung. Ia Referenz. 
Georg Gröning*, Baugesehäft, 
Friedenau, ßubensstr. 50. Tel. Amt Stegl. 2G25. 
Schvneberg dauern an. Die erste Bestellung in zahlreichen 
Häusern, ja in ganzen Stadtgegenden, verzögert sich bis 
0 Uhr, da für das große Gebiet nur 150 Briefträger^ vor 
handen sind. Da Proteste bisher keinen Erfolg hatten, soll 
die Frage der postalischen Mißstände im Schöneberger Stadt 
parlament zur Sprache gebracht werden., 
—o Dem Aw.tsgerichtsrat a. D., Geheimen Justizrat 
Richard Petersen wurde der Kgl. Kronenorden 3. Klasse 
und dein Oberlehrer am Prinz-Heinrich-Gymnasium, Prof. 
Hermann Wickenhag^n der Adler der Ritter des König!. 
Hausordens von Hohenzollern verliehen. 
— v Der Charakter als Sanitätsrat ist dem prakt. Arzt 
Dr. Mar Karger verliehen worden. 
—v In dem Konkursverfahren über das Vermögen 
des Posamentierwarenhändlers Adolph Stein, Neue Winter- 
feldtstr. 19, soll die Schlußvertcilung der Masse erfolgen. 
Es sind 17 186,03 M. nicht bevorrechtigte Forderungen zu 
berücksichtigen, wofür ein Bestand von 308,15 M. vorhanden 
ist. — Das Konkursverfahren über das Vermögen des 
Schuhwarenhändlers Theodor Mamlock, Hohenstaufenstr. 55, 
ist, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 8. Juli 
1913 angenommene Zwangsvergleich durch rechtskräftigen 
Beschluß vom 8. Juli 1913 bestätigt ist, aufgehoben. 
— o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das 
Eisenacher Str. 10 belegene, zur Zeit der Eintragung des 
Versteigerungsvernrerles auf den Namen des Geschäfts 
führers Wilhelm Schulz in Berlin-Schöneberg, Hohenstaufen 
straße 13, eingetragene Grundstück, aift^13. November 1913, 
Vormittags 11 1 / 2 Uhr, versteigert werden. Das Grund 
stück hat einen jährlichem Gebäudenutzungswert von 13 800 
M. und ist zu einer jährlichen Gebändesteuer von 552 M. 
veranlagt. 
—o Die erste Versammlung des „Haus- und Grund 
besitzervereins zu Verlin-Schöneberg E. V." findet am 
25. d. Bits., abends 8% Uhr im „Schwarzen Adler" zu 
Schöneberg, Hauptstr. 144, statt. Der volkswirtschaftliche 
Syndikus des Vereins Carl Krauß wird über das Thema: 
„Der Wehrbeitrag und der Grundbesitz" sprechen. Außer 
dem soll eine Aussprache über die Handhabung der Woh- 
nungsinspeklion stattfinden. Wir verweisen schon heute auf 
diese Versammlung, weil sie nicht wie gewöhnlich am 
dritten Donnerstag des Monats stattfindet, sondern am 
vierten Donnerstag, also am 25. September. 
Vsrlm und Vororte 
§o Die Schwebebahn-Probestrecke in der Brunnenstraße 
wird nun verschwinden. Das Polizeipräsidium hat, ivie ver 
lautet, der Continentälcn Gesellschaft für elektrische Unter 
nehmungen in Nürnberg nunmehr eröffnet, daß die nach 
gesuchte Genehmigung zu einer Schwebebahn Ecsund- 
brunnen—Neukölln, mit Erweiterungslinien im Norden nach 
Reinickendorf, im Süden nach Britz nicht erteilt werden 
könne, nachdem das von der Allgemeinen Elektrizitäts- 
Gesellschaft eingereichte Projekt einer elektrischen Hoch- und 
Untergrundbahn Gesundbrunnen—Neukölln, welche im 
allgemeinen die gleichen Straßenzüge verfolgen soll wie die 
geplante Schwebebahn, die landespolizeiUche Genehmigung 
erhalten hat. Demzufolge ersucht das Polizeipräsidium die 
Gesellschaft jetzt um baldmöglichste Entfernung der Schwebe 
bahn-Probestrecke, welche ans Erfordern des Berliner 
Magistrats im Herbst 1807 im unteren Teile der Brunnen 
straße errichtet worden war. Damit dürften denn auch die 
Akten über ein Schnellbahnprojckt endgültig geschloffen sein, 
das die staatlichen und städtischen Behörden länger als 
12 Jahre beschäftigt hat. 
Zo Der Ertrag des am kommenden Sonntag, den 
14. d. Mts., in Krolls Etablissement stattfindenden Flug- 
festes des Deutschen Flugschiffahrtvereins (D. F. V.), soll 
zum Besten der Hinterbliebenen der bei der Helgoländer 
Luftschiff-Katastrophe verunglückten deutschen Männer ver 
wandt werden. Prinz Heinrich von Preußen hat das 
Protektorat über dieses Flugfest und diesen Hilfsfonds gütigst 
übernommen. 
Zo Zum bevorstehenden Umzug bringt der Verein 
„Dienst an Arbeitlosen" E. V., Ackerstr. 52 (Telephon 
Norden 3332) seine Brockensammlung in Erinnerung. Bei 
der jetzt herrschenden Arbeitslosigkeit ist die Nachfrage nach 
Arbeit eine überaus große und die täglichen Bedürfnisse 
steigen fortwährend. Im verflossenen Vereinsjahr meldeten 
sich 25 205 Obdachlose im Büro des Vereins. 2004 Leute 
wurden durch die Arbeitsvermittlung des Vereins in feste 
Stellung gebracht, 1454 davon auf dem Lande. Die 
Brockensammlung gewährte Tausenden von Obdachlosen 
Beschäftigung und dadurch Brot und Kleidung. Besonders 
Kleidungsstücke und Schuhe sind zur Stillung der nötigen 
Bedürfnisse der Obdachlosen dringend erforderlich. Alles 
noch i'.gendioie Verwertbare wird dankend angenommen 
und in ausschl eßlichem Dienste der Wohltätigkeit verwertet. 
Vermischtes 
*o Mondfinsternis. Morgen, den 15. September, findet auf 
unserer Erde eine totale Mondfinsternis statt, die von Vormittags 
11 Uhr 53 Min. bis Nachmittags 3 Uhr 44 Min. im größten Teile 
von Nord- und Zentralainerika, im Großen Ozean, in Australien, 
im Indischen Ozean und. in Asien (mit Ausnahme von Kleinasien) 
zu beobachten sein wird. 
CitcrariTcbcs 
Eine wichtige Frage für die Familie. Wenn wir heutzuge im 
Blätterwald der deutschen Frauen- und Familicnzeitungen Umschau 
halten, so stehen wir vor einer verwirrenden Fülle von Neu-Er- 
scheinungcn, die nur zu oft einen „Eintagsfllegen-Charakter" tragen. 
E- ist keine unwichtige Frage, ivelchem Blatt eine Familie ihre ge 
samten häuslichen und geistigen Jnteressenfragen unterordnet. Da 
heißt cs: Augen auf! Prüfet alles und das Beste behaltet. Auf 
den Glundmänern einer festgefügten Solidität aufgebaut, seit 27 
Jahren sozusagen der getreue Eckart unzähliger Familien, liegt 
heute die illustrierte Familien- und Modenzeitung „Häuslicher Rat 
geber", Hermann Hillgcr Verlag, Berlin IV. 9 und Leipzig im 
neuen Gewände vor uns. In bedeutend vergrößertem Format, 
mit einer Fülle künstlerischer Illustrationen und unter Beifügung 
einer großen ganzseitigen Modentafel bringt uns der Häusliche 
Ratgeber auf jedem Gebiet das Neueste und Veste. In lebhaftesten 
Eonnex mit seinen Lesern tritt der Häusliche Ratgeber durch seine 
Briefstelle und die ärztliche und juristische Sprechstunde, die über 
alle dicsbzgl. Fragen erschöpfende und individuelle Auskunft geben. 
Mit der neuen Nummer 49 tritt die alterprobte Familien- und 
Modenzeitung „Häuslicher Ratgeber" in eine neue Aera seiner er 
folgreichen Lausbahn, ivie keine andere Zeitschrift berufen, sich die 
alten Freunde zu erhalten und sich zahlreiche neue Freunde zu er- 
cverben. Für 15 Pf. ist das wöchentlich erscheinende Heft einzeln 
in jeder Buchhandlung zu haben. Probcnummern versendet der 
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