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Periodical volume Nr. 215, 12.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

mir nennen folgende Nummern: „Der Sprung gewagt", 
m Drama aus Wild-West mit ganz neuartigen, verbliisfen- 
den. aufregenden und spannenden Sensationen in 2 Akten. 
Ferner: Ein Mädchen zu verschenken, ein drolliges Film- 
lustspiel von Olga Wohlbrück inj2 Akten. Prächtige Natur 
aufnahmen sind: Die Tiere unseres Waldes (das Frettchen) 
und die Umgebung von Neapel. Das Tonbild ist sehr 
n , eue ft e Biofon-Revue ist sehr abwechslungsreich 
und die ulkigen Bilder: Leo wird Vater und Moritz (Prinee) 
^. oie SiraiDcjttemiabel sind zum quiefeu. Man sieht, es 
wird viel ansehensmertes geboten. Anfang 6 Uhr, Somi- 
tags 4 Uhr. Biofonlichtspiel-Theaterzeitimg mit näherer Er 
klärung der Bilder am Eingang und im Saal erhältlich. 
0 , u , Programm von fachmännischer Zusainincn- 
stelluug bringen von heute ab die „Hohenzollern-Lichtspiele", 
Handjeryslr. 64. „Freunde", ist ein Monopolschlager ersten 
Ranges, ein Tragikomödie in 2 Slkten. Die Inszenierung 
ist tadellos und glänzend. Ein packendes realistisches Wild 
westdrama, in welchem die neuesten Errungenschaften der 
Kinvkimst verwendet sind, betitelt sich „Seine Mutter". Als 
Einlage-Schlager wird gespielt „Schwere Stunden", ein er 
greifendes Drama in 2 Akten, das wegen der Länge des 
Programms nur einmal zur Vorführung kommen kann. 
Man besuche daher rechtzeitig die „Hohenzollern-Lichtspiele", 
da in den späten Abendstunden der Andrang stets sehr groß 
ist. Wie schon berichtet, befindet sich in Vorbereitung das 
große Tetektivdrama „Die Jagd nach der Himdertpfnnd- 
uote" oder „Die Reise um die Welt", in 6 Akten. Ein 
phantastisches Drama in 1. Vorspiel und 4 Akten führt den 
Titel „Der Student von Prag" von Dr. Hanns Heinz 
Evers, nicht wie zuerst irrtümlich gemeldet, von Reinhardt. 
o Lehrgang für Haushaktnngslehrerinen. Im Lette- 
Hause in Berlin fand auf Veranlassung des Vereins zur 
Förderung des Obst- und Gemiiseverbrauches ein dreitägiger 
Lehrgang statt, au dem 30 Haushaltungslehrerinnen 
ans allen Teilen des Reiches teilnahmen. Zweck der Ver 
anstaltung war, die Teilnehmerinnen über die große volks 
wirtschaftliche Bedeutung einer reichen Obst- und Gemüse 
nahrung aufzuklären und ihnen die praktischen Zubereitungs 
methoden Fu zeigen. Das Direktorium des Lettehauses 
hatte alles für den Unterricht, besonders auch die erforder 
lichen Küchen und Geräte in dankenswerter Weise zur Ver 
fügung gestellt, sodaß die Vormittags gehaltenen Vorträge 
Nachmittags eine praktische Erweiterung erfahren konnten. 
Eröffnet wurde der Lehrgang von dem Vorsitzenden des 
Vereins zur Förderung des Obst- und Gemiiseverbrauches, 
Herrn Generalleutnant von Bredow und mit einer Be 
grüßungsansprache der Vorsitzenden des Kuratoriums des 
Lettevereins, Frau Prof. Kaselowski-Berlin. An den Vor 
mittagen der drei Tage wurden je drei Vorträge u. a. vom 
Königlichen Gartenbaudirektor Grvbben-Berliu, Dr. Jaerschly- 
Charloltenburg, Dr. Kochs-Dahlem, Fräulein Hannemann, 
Vorsteherin des Haushaltungsseminars des Lettehnuses 
Berlin, Direktor Pilz-Kvschmin, Direktor Dickopp u. a. m. 
gehalten. In den großen neuzeitlichen Küchen des Lette 
hauses waren Nachmittags unter der sachkundigen Leitung 
Fräulein Haimmanns die Teilnehmerinnen tätig. Es wurden 
nicht nur Obst- und' Gemüsekonserven hergestellt, sondern 
auch alle erdenklichen Gerichte aus Obst und Gemüse. 
Dabei legte Fräulein Hannemann Wert darauf, solche Ge 
richte herstellen zu lassen, die im Haushalt der minder Be 
mittelten zubereitet werden sollen. Die Kochkiste spielte 
dabei eine große Rolle, und es war erstaunlich, welch 
delikate Gerichte in der verschiedensten Zubereitung Fräulein 
Hannemann der Kochkiste entnahm. Sehr lehrreich war es 
für die Teilnehmerinnen, daß sie alle diese Gerichte auch 
kosten konnten, denn das Lettehaus ließ es sich nicht nehmen, 
die Teilnehmerinnen mit den selbst bereiteten Speisen zu 
bewirten. 
o Rebhnhnessen. Den Anfang machen diesmal die 
Jacob Knoopscheu Weinstuben in der Bahnhosstr. 3 (Inh. 
Fritz Drogies). Morgen, Sonnabend, dem 13. September 
findet in diesem behaglichen Lokal ein Rebhuhnessen bei 
musikalischer Abendunterhaltung statt. Die unter persön 
licher Leitung der Wirtin stehende Drogiessche Küche ist 
als ausgezeichnet bekannt, sodaß auch das Rebhuhn in vor 
züglicher Zubereitung auf den Tisch kommen wird. Bei 
dieser Gelegenheit möchten wir auch wieder die gemütlichen 
Knoopscheu Weinstuben für Hochzeiten und Gesellschaften re. 
bestens empfehlen. Anerkannt und beliebt sind auch die 
Sonntags-Menus zu mäßigen Preisen. Stets vorrätig sind 
die Delikatessen der Saison. Wer mit der Drogiesschen 
Küche einen Versuch machen möchte, der finde sich dort 
morgen zum Rebhuhnessen ein. 
o Der Storch im Wannsecbahnzng. Gestern Nach 
mittag wurde in einem Zuge der Wannseebahn ein etwa 
18jähriges Mädchen plötzlich von Geburtswehen befallen 
und genas eines kräftigen Knaben. Mitfahrende Frauen 
nahmen sich der jungen Mutter und des Kindes an. Vom 
Bahnhof Friedenau ivurden beide im Krankenwagen nach 
dem Schöneberger Krankenhaus gebracht. Als man hier 
den jungen Weltbürger wog, ergab, sich das stattliche' 
Gewicht von 15 Psd. Mutter und Kind befinden sich wohl. 
o Ein Dienstmädchen als Wohnungsdiebin. Ein 
etwa 20 jähriges Mädchen, das saubere Kleidung trug und den 
Eindruck eines Dienstmädchens machte, benutzte die Ge 
legenheit, als der Briefträger in eine Villa in der Marien 
straße in Lichterfelde ging, um gleichfalls in das Innere der 
Villa einzudringen und aus verschiedenen offenstehenden^ 
Stuben kleine Geldbeträge und Schmucksachen an sich zuj 
nehmen. Es ist anzunehmen, daß das Mädchen unter denn 
Eindruck, zum Dienstpersonal zu gehören, auch anderwärts 
den gleichen Trick versuchen wird. 
o Verhaftung eines gewerbsmäßigen Handwagen 
diebes. Unserer Kriminalpolizei ist es gestern Nachmittag 
5 Uhr gelungen, in der Hauptstraße einen Handwagendieb 
in dem Augenblicke zu verhaften, als er einen „geborgten" 
Handwagen „verschieben" wollte. Ter Gauner borgte sich 
unter der Angabe einer bekannten Firma einen Handwagen, 
um ihn dann zu „verschärfen". Drei Wagen konnten ihm 
wieder abgenommen werden, diese gehörten einem Herrn 
Manthei in der Bornstraße, dem Herrn Tischlermeister 
Jhlefeldt in der Handjerystraße und einem Buchdruckerei- 
besitzer in der Detmolder Straße. Der Dieb ist der 
24jährige Arbeiter A. Ebeling. Er wurde dem Berliner 
Polizeipräsidium zugeführt. 
o Verkehrsnnfälle. Gestern Morgen stieß in der 
Schloßstraße, an der Flensburger Straße ein Radfahrer mit 
einem Straßenbahnwagen zusammen. Der Radfahrer hatte 
insofern noch Glück, als er mit leichten Hautabschürfungen 
davonkam. Sein Fahrrad allerdings wurde fast vollständig 
zerstört. — An der gleichen Stelle wurde wenige Stunden 
später eine Frau Elisabeth Christoph beim Ueberschreiten 
des Dammes von einer Autodroschke erfaßt und zu Fall 
gebracht. Sie wurde beiseite gestoßen und erlitt einige 
Verletzungen im Gesicht. Auf der Steglitzer Unfallstation 
erhielt die Verunglückte einen Verband. 
o Ein gefahrdrohender Brand brach gestern auf dem 
Arbeitsplatz der Firma Weber in der Schildhornstraße bei 
der Zubereitung von Asphalt aus. Es gelang jedoch der 
Wehr, das aus einem Teerkessel hervorlodernde Feuer bald 
zu löschen, sodaß eine Weiterverbreitling desselben aus 
geschlossen war. 
o Im Teltowkanal den Tod gesucht hat gestern in 
Lichterfelde ein älterer Mann. Ein Berliner Postassistent 
bemerkte gegen 8 Uhr, wie sich der Mann in das Wasser 
stürzte; seine Bemühungen, den Lebensinüden retten zu 
können, waren erfolglos, da die Dunkelheit bereits herein 
gebrochen und der Körper bald untergegangen war. Die 
Polizei wurde benachrichtigt, doch erschien ein weiteres 
Suchen zwecklos. Am heutigen Morgen bemerkten Ge- 
meiudearbeiter eine Leiche im Wasser am Ufer der Brücke, 
die dann geborgen wurde; es handelt sich um den 72 Jahre 
alten Pensionär K., der im Lichterfelder Siechenhaus wohnte 
und den Krankheit und Altersschwäche in den Tod ge^ 
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zu Berlin-Friedenau. 
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Meldungen von 10-12 und 4-8 Uhr 
in unserer Persvnal-Verioaltmrg. 
III. Etage ,, [7459 
BERLIN W, Taucntrienstr. 21-24 
trieben hat. 
zugeführt. 
Die Leiche wurde der Halle im Siechenhause 
Vereins-Hachrichten 
Am Sonnabend tagen: 
Verein^ der Briefmarkensammler der südwestlichen Vororte von 
Berlin. Sitzung Abends 8 Uhr im Restaurant „Kaiserburg", 
Friedrich-Wilhelm-Platz, Ecke Wilhelmstraße. 
Seböneberg 
— v Der Vorstand des „Haus- und Grundbesitzer- 
Vereins zu Verlin-Schöiieberg E. V." ist dauernd bemüht, 
Neuerungen im Interesse seiner Mitglieder zu schaffen. Es 
haben sich nun eine Reihe von Vorstandsmitgliedern bereit 
erklärt, Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr in der 
Geschäftsstelle, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, anwesend zu sein, 
damit die Mitglieder Gelegenheit finden, jeden Tag 
jemanden dort zu finden, der ihnen in allen Hausangelegen- 
heiten Rat erteilt. An dieser Sprechstunde des Vorstandes 
beteiligen sich der Vorsitzende, Herr Professor Heyne, der 
Schriftführer, Herr Behrend, der Schatzmeister, Herr Rentier 
Schulz. Außerdem wird das Vorstandsinitglied, Herr Bau 
meister Pflindt, der täglich Nachmittags von 5—6 Uhr in 
seiner Wohnung, Sachsendamm 50, in Banangelegenheiten 
zu sprechen ist, nunmehr Sonnabends Nachmittags von 6 bis 
7 llhr ebenfalls in der Geschäftsstelle, Kaiser-Wilhelm- 
Platz 1, eine Sprechstunde abhalten. Die Sprechstunden 
des volkswirtschaftlichen Syndikus oder dessen Stellvertreters 
finden nach wie vor in der Geschäftsstelle Montags und 
Donnerstags von 5—6 Uhr statt. Derselbe ist außerdem 
täglich Vormittags von 8'/,—0 ! / 2 Uhr in seinem Büro, 
Maßenstr. 24 (am Nollendorfplatz) für die Mitglieder des 
Haus- und Grundbesitzer-Vereiils zu sprechen. 
- — o In dem Konkursverfahren über das Vermögen des 
Installateurs und Schlossers Friedrich Hahn, Apostel-Paulns- 
straße 27, ist das Verfahren mangels Masse eingestellt. 
kerlm unei Vororte 
ßo Zur Bebauung des Tempelhofer Feldes hat der 
Berliner Mietervercin an den Regierungspräsidenten eine 
Eingabe gerichtet wegen der Abänderung der Bauordnung 
für den östlichen Teil des Tempelhofer Feldes. Im Jahre 
1907 ist das Tempelhofer Feld ans einer verhältnismäßig 
niedrigen Bauklasse in eine 5 geschossige Banklasse mit einer 
Bebauung von 7 / 10 der Grundstücke versetzt worden. Da 
durch ist der Wert des Grund und Bodens außerordentlich 
gesteigert tvorden und ein besonderer Anreiz zum Verkauf 
entstanden. Die Bebauung der westlichen Hälfte des Feldes 
durch die Tempelhofer Feld-Aktien-Gesellschaft zeigt nun. 
daß diese keineswegs allen hygienischen Anfordcrnngen ent 
spricht. Die Eingabe des Mietervereins wünscht nun die 
Zurückversetzung in die frühere Bauklasse. — Der Gemeinde- 
vorstand von Tempelhof versendet weiterhin eine Erklärung, 
die sich ebenfalls mit der Erschließung des östlichen Feldes 
beschäftigt. Es heißt darin zum Schluß: „Auch wir werden 
mit allem Nachdruck dafür eintreten, daß hinreichend große 
Erholnngsflüchen für die Bevölkerung geschaffen werden. Es 
ist dies bereits in der Gemeinheoertretung zum Ausdruck 
gekommen. Wir hoffen aber, daß uns die Nachbargemeinden 
nicht durch ihr — nach unserer Ansicht unberechtigtes — 
Eingreifen die Durchführung dieser unserer Absicht er 
schweren. Wenn man uns in den Verhandlungen mit dem 
Grundst lckseigentümer nicht stört, werden wir, ohne daß es 
der Intervention des Zweckverbandes bedarf, für Erholungs- 
und Freiflächen weit über das bisher übliche Maß nach den 
weitgehendsten Anfordernngcil des modernen Städtebaues 
sorgen." 
Wetteraussichten. 
Sonnabend: Vielfach heiter, am Tage etwas wärmer 
bei lebhaften südlichen Winden, keine erheblichen Niederschläge. 
Verantwortlicher Schriftleiter: H er.Wät»,« MartiniuS Friedenau. 
(SÄ stiieiif in 
wünscht. Meldungen 
halle am Lauterplatz. 
gc- 
Zeitungo- 
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