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Periodical volume Nr. 3, 04.01.1912

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 19.1912

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(Friedenauer 
Anparteiische ZMng für kommunale und bürgerliche 
Ungelegenheiten. 
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p. B 
Friedenau, Donnerstag, den 4. Januar 1912. 
19. Iahrg 
Iepefchm- 
■ Setzt« Nnchrtchtri.. 
Singen. Der über Nacht auf Binger Reede vor 
Anker liegende Schleppdampfer „Knipscher III" wollte 
heute früh mit 4 großen Schleppkähnen im Anhang seine 
Tatschst fortsetzen, gelangte jedoch nur bis ins Binger 
Loitz wo die Schlepptaue riffen und die sämtlichen An 
hangschisse an die Felsen im Binger Loch geschleudert 
wmten, wo sie festliegen. Der Schleppdampfer gelangte 
schwer beschädigt nach Lßmannshausen. 
Nöttingen. Der Bankier Gustav Schmidt, der in 
Anderatberg im Harz die Göttinger Bank vertrat, wurde 
wegen schweren Betruges und Depotunterschlagungen zu 
3‘/i Jahr Zuchthaus verurteilt. 
Duisburg. Hier find zwei Personen unter Ver- 
giftmglerscheinungen gestorben. In einem Falle wird die 
Vergiftung auf den Genuß von verdorbenen Fischen zurück 
geführt, in dem zweitm Falle ist die Ursache der Ber- 
giftuug noch unbekannt. 
Belgrad. In Ranz hat wegen eines geringfügigen 
Streites der Friseur OuÄlic dem Grundbesitzer Vukrinic. 
der fich rasteren laffeu wollte, den Hals durchschnitten 
und die Leiche in die Save geworfen. Der Täter wurde 
verhüfltt. 
Marseille. Der 60 Jahre alte zu Wildenberg in 
Niederbahern geborene Maler Martin Joseph hat sich 
gestnu in einem hiefigen Hotel gemeinsam mit seiner 
14jährigen Nichte namenS Allemann erschoflen. Onkel 
und Nichte befanden fich bereits seit drei Monaten in 
Marseille und hatten mit Geldsorgen zu kämpfen. 
London. Am Montag um 6 Uhr Abends zog Dr. 
Smqalsen feierlich in die republikanische Hauptstadt 
Nanking ein und würd« unter dem Jubel von 10 000 
Soldaten und einem Salut von 21 Kanonenschüflen 
enthufiastisch Willkomm« geheißen. Am Mittwoch um 
11 Uhr LormittagS übernahm er die provisorische Regierung 
und leistete den Eid, die Mandschus zu entthronen und 
den Frieden herzustellen und eine VolkSregierung in China 
zu errichten. Sobald er dies erreicht haben wird, wird 
Dr. Ennyatsen sein Amt niederlegen, damit zur regel 
recht« Präsidentenwahl geschritten werden kann. Der 
erste offizielle Akt der provisorischen Regierung war die 
Annahme des europäischen Kalenders, durch den der 
Jahresanfang auf den 1. Januar festgelegt wird. 
* 
Allgemeines. 
fjo Auf dem Büro der Potsdamer Handelskammer, 
Sitz Berlin 6 2, Klosterstr. 41 III, liegt ein? Liste über 
zweifelhafte Firmen in Pnfien für Jmeceffenleu zur Ein 
sicht aut. 
fjo Wie die König!. Eisenbahn-Direktion bekannt gibt, 
werd« vom 14 Januar ab von Berlin, Stadtbahn bezw. 
Schlefischer Bahnhof EonntagSkarten nach Tiefensee im 
Kreise Ober-Barnim versuchsweise eingeführt werden. Die 
Sonutaglkarten, die für Hin- und Rückfahrt anr LösungS» 
tage gelten, werden zu den nachfolgenden, ermäßigten 
Preis« ausgegeben: Von Berlin, Stadtbahn nach Tiefen- 
s-e und zurück II. Klaffe 3.80 M.. III. Klaffe 1.75 M.. 
Roman mb M. Eitner. 
t 
(Nachdruck verbot«.) 
Held wehrte denHlstgen nicht, als sie den Wunsch 
dem BrautpMjhre Glückwüuscbe darzubringen. 
,,ählen sie sich wichst. 
Mrze Zeit, weichend« Baron verweilen konnte, sollte 
Üpaar nicht durch «chere Menscheir verkürzt werden, 
^wurde zu der Wanten Tour ansgefordert. Sie 
bis zum BurgM Dort stieg das Brautpaar aus. 
i wir direkt zurMlknkur?" fragte der Baron, 
ch nein, Gerhards Bitt«, zum Schloßaltan, — zum 
Gerhard lächM tz? hatte denselben Gedankm, 
Munich. gehegt. winkten den Fahrenden ein« 
fimb versprachen,HM nachzukommen. 
im Erker, wo.dAWM Maria seine Liebe gestanden 
^oß XX sic jetzt Meder in seine Arme, nicht mehr 
Und bangend' soMtz jn vollem, seligern Glück. 
Wlllickten schiveigend hinab in die 
UH«d da schon das Rahen des 
^se Blume muß wieder sri,ch und 
« schließlich. 
Mete: „0, es ist jetzt gerade, 
, ....... .w Die letzten Monate liegen wir 
bn hinter mir, wMz schwerer, düsterer Traum. Es 
U doch ivohl.gutMwjch gewesen sein, daß ich ihn 
mimte.*.» ° 
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> neues Leben in 
vok Berlin, Schlesischer Bahnhof, II. Klaffe 2,40 M., 
III. Klasse 1.55 M. 
Lokales. 
l'-cacht-ruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet) 
o Ordensverleihung Dem Bahnmeister erster 
j Klaffe a. D. Ferdinand Jahnz wurde der Königliche 
: Kronenorden 4. Klasse verliehen. 
o BerkehrSuachrichten. Jn den Monaten April 
—Mai—Juni wurden nach den Statistischen Monatsbe 
richten Groß-Berlin folgende Fahrkarten auf den beiden 
Friedenauer Bahnhöfen verkauft: Auf dem Ringbahnhof 
WilmerSdorf-Friedenau: 98 008 Fahrkarten 2. Klaffe, 
401 033 Fahrkarten 3. Klaffe, 15 257 Arbeiterwochen 
karten, 3923 Monatskarten 2. Klaffe, 5992 Monatskarten 
3. Klaffe, 5398 Zeitkarten für Beamte und Schüler 
2. Klasse, 6458 Zeitkarten 3. Klasse. Auf Wannsee 
bahnhof Friedenau: 92 306 Fahrkarten 2. Klaffe, 
369 241 Fahrkarten 3. Klaffe, 9390 Arbeiterwochenkarten, 
8941 Monatskarten 2. Klasse, 10133 Monatskarten 
3. Klaffe, 5521 Zeitkarten für Beamte und Schüler 
2. Klaffe, 8320 Zeitkarten 3. Klasse. — Der Güter 
verkehr war in den Monaten Juni—Juli—August 
folgender: Wannseebahnhof Friedenau: im Juni Empfang 
6 639 000 kg, Versand 3 012 000 kg, im Juli Empfang 
10499000 kg, Versand 2738000 kg, im August Empfang 
10 249 000 kg, Versand 2 142 000 kg. Güterbahnhof 
Wilmersdorf-FriedenaunmJuniEmpfang 32368000kg, 
Versand 3267 kg, im Juli Empfang 46 291 000 kg, Ver 
sand 2 581 000 kg. August Empfang 49 432 000 kg. 
Versand 3 316 000 kg. Ferner auf dem Güterbahnhof 
Wilmersdorf - Friedenau Empfang an Vieh: Im Juni: 
2 Ochsen, 100 Kühe, 24 Kälber, 95 Schweine, 99 Ferkel 
(Versand 2 Pferde), im Juli 1 Ochse, 59 Kühe. 10 Kälber, 
im August 1 Pferd. 2 Ochsen. 105 Kühe, 17 Kälber. 
o Zu der im Stadtbahnverkehr eingeführten 
Neuerung, über welche wir bereits berichteten, erläßt die 
StaatSbahnoerwaltung die nachfolgende Bekanntmachung: 
Wiederholt geäußerten Wünschen entsprechend ist versuchs 
weise in sämtlichen Skadt-, Ring- und Vorortzügen — 
mit Ausnahme der Züge Erkner—Fürstenwalde und 
Fredersdorf—Rüdersdorf — außer den jetzt laufenden 
beiden Raucherabteilen noch ein Nichtraucherabteil für 
Reisende mit Hunden eingerichtet worden. Hierfür wird 
eins der der 2. Klaffe zunächst gelegenen Abteile im Nicht 
raucherwagen 3. Klaffe verwendet werden. 
o Aus Friedenauer Künstler-Ateliers. Unser 
Ort beherbergt eine ansehnliche Zahl von Künstlern und 
wiederholt konnten wir unseren Lesern die Mitteilung 
machen, daß Friedenauer Künstlern ehrenvolle Aufträge von 
hohen und höchsten Stellen zuteil wurden: ein Beweis für 
den Ernst, mit dem unsere Künstler ihrem schönen Berufe 
nachgehen. Jn der vorigen Woche hatten wir nun 
Gelegenheit, einer Einladung des Herrn Bildhauers Hans 
Sametzki zur Besichtigung seiner Arbeiten im Atelier 
Fröausstr. 3 (Gartenhaus) zu folgen. Herr Hans Sametzki 
gehört zu unseren jungen, schaffensfrohen Künstlern, die 
uns noch manch hervorragendes Werk erwarten lassen. 
Damit sei jedoch keiniswegs gesagt, daß wir ihn zu den 
«W 
mm 
.-räumen mußte.'M 
Lim Erker, watztz 
tr seine Braut in den Armen 
hielt, erzählte der Baron, was er von den Beziehungen des 
Professors zu der Familie Wellinghausen wußte, erzählte, von 
Tante Elisabeth. 
Tränen standen in Marias Augen. „Armer Papa!* 
flüsterte sie, »also darum! darum! O, und deine arme Tante 
Elisabeth l" 
Langsam durchschritten sie dann wieder den Burghof und 
gingen aufwärts zur Molkenkur. Es waren köstliche Stunden, 
die sie dort oben verbrachten, inmitten der herrlichen Natur, 
die heute nicht im Widerspruch stand mit der Stimmung der 
Menschen. 
Einen Tag noch blieb der Baron, dann reiste er in die 
Heimat zurück. Maria drang' nicht in ihn, länger zu bleiben. 
Sie war so glücklich, daß sie andere nicht betrüben wollte. 
Sie sagte sich, daß Hildegard sich ohne den Bruder sehr einsam 
fühlen würde. 
„Wenn es möglich ist," hatte der Baron gesagt, „so 
komme ich zu Weihnacht wieder und zwar auf längere Zeit. 
Und dann im Frühjahr wird meine kleine Braut meine Frau. 
Das hat mir dein Papa versprochen. Ob ich mich noch irgendwo 
habilitiere, oder ob ich schließlich nicht doch unser väterliches 
Gut übernehmen muß, das liegt noch im Dunleln. Das müssen 
wir in Ruhe abwarten. Es wird sich alles kläre».' . 
Dankbar erkannte Baroneß Hildegard es an, daß Gerhard 
so schnell zurückkehrte, obgleich sie ihn nicht darum gebeten 
hatte. Nach all dem Leid, welches das Schloß der Welling- 
Hausen betroffen hatte, war Gerhards Verlobung wie cm 
Glück, für das sie alle nicht genug dcyiken konnten. Besonders 
die Baronin schien aufzuatmen, Ihre 'Augen strahlten, als sei 
ihr selber ein großes Glück widerfahren. 
Es war ein inniges, schönes Zusammensein zwischen den 
Bewohnern des Schlosses, zu welchen sich Graf Erbach oft 
Anfängern in der Kunst zählen, hat er doch bereit« schöne 
Erfolge zu verzeichnen und seine Werke haben mehrfach 
dem kritischen Auge einer strengen Jury standgehalten. 
ES liegt mithin eine volle künstlerische Reife in seinen 
Bildwerken. Als wir das Atelier betraten, fiel unS 
zunächst die lebendig dargestellte, fein ausgearbeitete und 
2,70 Meter hohe Statue eines Gladiators auf. DaS 
Bildwerk war im vorigen Jahre in dem Kuppelsaal der 
ostdeutschen Ausstellung in Posen aufgestellt und wurde 
dort allgemein bewundert. Mit ganz besonderer Liebe 
widmet sich Herr HanS Sametzki der Porträtstudie. Und 
da sehen wir in^seinem Atelier manchen, allen Friedenauern 
wohlbekannten Kopf. Vor allem lacht unS dort das heitere 
Antlitz unseres lieben Freundes Emil Neumann-Bliemchen 
so lebenStreu und natürlich entgegen, daß wir geradezu 
darauf warten, der immer fröhliche Mund werde sich 
öffnen und eine lustige sächsische Humoreske zum Besten 
geben. Neben ihm daS strenge, militärische Entschlossenheit 
ausdrückende, Gesicht deS verstorbenen ersten Führers der 
Krieger- und Landwehrvereins Geh. RechnungSratS Hendrich. 
Dann Büsten von der Gattin und dem Vater des Künstlers, 
sowie intereffante Stukienköpfe usw. Sehr gut aufgefaßt 
ist eine kleine Statue Friedrichs deS Großen. Ferner ist 
ein Brunnen-Entwurf: .Die Quelle des Lebens" ideal 
und stimmungsvoll gedacht. AuS einem Felsspalt springt 
eine Quelle, deren Wasser schnell wieder in der Erde ver 
schwindet. Zwei Männer ringen um das Wasser, während 
daneben eine weibliche Figur sitzt, die, ein Kind auf dem 
Schoß haltend, einem Greise einen Trunk darbietet. An 
erkennenswert sind auch die übrigen Werke, „Kugelspieler" rc., 
sowie mehrere Reliefstudien. Wir wünschen Herrn Sametzki 
auch weiter gute Erfolge in seiner Kunst. 
o Erteilte Bauerlaubnis. Für Hedwigstr. 17. 
Bauher: Ludwig Langer, Direktor, Berlin NW-, Kron 
prinzenufer 7. Bauausführender: Egon Fröhlich, Architekt, 
Charlottenburg, Waitzstr. 16. (Wohngebäude-Neubau.) — 
Hauplstr. 83. Bauherrin und Bauausführende: Grund- 
stücksoerwertungsgesellschaft „Friedenauerstr. Nr. 59" in 
Schöneberg, Hauptstr. 83. (Wohngehäude Umbau.) 
o Vorsicht beim Verbrennen des Weihnachts- 
banmes. In jedem Jahre ereignen sich durch das Ver 
brennen des Christbaums, weil viele unbedacht genug sind, 
die sämtlichen, mit Harz gefüllten Zweige auf einmal in 
den Ofen zu stecken, Unglücksfälle; eS entsteht eine mächtige 
Rauchentwickelung, und unter ungünstigen Verhältniflen 
kann ein Auseinandersprengen des Ofens die Folge sein. 
Legt man nur Zweig um Zweig an, so ist natürlich jede 
Gefahr ausgeschlossen. 
o Astronomisches vom Januar. Nebst dem 
Dezember zählt der Januar zu den lichtäcmsten Monaten. 
Aber dieser Monat hat den Vorzug, daß eS doch nun 
wieder aufwärts geht. Scheint die Sonne morgen länger 
als heut, so erträgt man die Dunkelheit leichter als wenn 
diese von Tag zu Tag im Zunehmen begriffen ist. Zu 
Neujahr beträgt die TageSspanne 7 Stunden 39 Min, 
denn da« TageSgestirn geht 8 Uhr 14 Min. auf, um 
4 Uhr 53 Min. wieder von uns Abschied zu nehmen. Am 
31. Januar dagcgen erhebt sich die Sonne 7 Uhr 48 Min. 
um uns erst 4 Uhr 40 Min. zu verlassen. Die Zunahme 
gesellte. Die anderen schienen es nicht zu merken, doch Baron 
Gerhard hatte ein Gefühl, als ob der Graf sich verändert 
habe. Er meinte eine Unruhe an ihm zu bemerken, die ihm 
früher nicht aufgefallen war. Auch flammten mitunter seine 
Augen auf, und preßten sich seine Lippen zusammen, als 
bezwinge er ein mächtiges Gefühl oder ein« liefen Schmerz. 
Durch Gerhards Seele zog plötzlich ein Ahnen von dem, 
was den Grafen bewegte. Sein Blick glitt mitunter von 
diesem zu Hildegard hin, doch konnte er bei seiner Schwester 
nichts bemerken, was darauf.schließen ließ, daß sie des Grasen 
Wesen verstand. Doch wie eine tsrra sancta erschien ihm 
dieses Gebiet. Lippen und Hände fühlte er gebunden und 
verhindert, hier in irgend einer Weise mitzuwirken. 
Die momentane Ruhe, die auf dem Schlosse herrschte, 
wurde bald wieder unterbrochen. Während der legten November 
tage erhielt Baroneß Hildegard einen Brief aus Sendens 
Garnisonstadt vom Oberstabsarzt des Regiments. Dieser bat 
von vornherein um Entschuldigung seiner Zuschrift wegen, die 
er jedoch als Arzt für seine Pflicht erachte. „Frau Rittmeister 
von Senden,' schrieb er weiter, „ist schon seit vierzehn Tagen 
schwer krank; nach menschlichem Ermessen ohne jede Hoffnung 
auf Besserung. Wie eine fixe Idee hat es sich bei ihr fest 
gesetzt, Sie, meine gnädige Baroneß, noch einmal zu sehen. 
Möglicherweise könnte die Erfüllung dieses Wunsches eine 
Aenderung im Zustande der Kranken hervorbringen. Ich hatte, 
von diesem Standpunkte ausgehend, den Herrn Rittmeister er 
sucht, an Sie, gnädige Baroneß, zu schreiben und um Ihren 
r!'?.'i:ch zu bitt u. Der .frevt R'tlm.'ister bat mir jedoch er- 
M i, ts fei HU ■ i'i'ilir, fccvc;::e ’V/v ‘ö.rie jju stell’ii. 
So lege Hi ücn» tl* Amt I;i:ou dre aas He.z. zu 
kou-iuc - u..d dadurch mözu.yrr.reise als Reue, in der Kränken 
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