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Periodical volume Nr. 2, 03.01.1912

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 19.1912

Im., 1 w., i.; August 2 m., auf dar Alt« von 50-^70 
Jahren im Juri 2 m., 3 w.. im Juli 8 m., 3 w.. im 
August 3 m., über 70 Jahre im Juni 8 m., 2 w., im 
Juli 2 m.. 4 w., im August 4 w. — ES stnd gestorben 
im Juni an Tuberkrklose I, Krankheiten der AtmungS- 
organe 1, Magen- und Darmkrankheiten 2, gewaltsamer 
Tob 2, sonstige Toderursachen 11. zusammen 17; im Juli 
an Diphterie 1, Tuberkulose 2, Kindbettsteber 1, Krank 
heiten der AtmungSorgane 3, gewaltsamer Tod 1, 17 
sonstige, zusammen 25; im August an Diphterie 1, Keuch 
husten 1, Tuberkulose 1, Magen- und Darmkrankhetten 3, 
sonstige 15, zusammen 21.—Ueber die Eheschließungen 
im Monat Juni verzeichnen die Monatsberichte: 63 Ehe 
schließungen von Ledigen, 4 Witwer mit ledigen Bräuten, 
1 Witwer mit 1 verwitweten Frau, 2 geschiedene 
Bräutigame mit ledigen, 2 mit verwitweten, 1 mit einer 
geschiedenen Frau. Van diesen Eheschließungen waren 57 
ev., 3 kath., 2 jüd., gleich 62 Eheschließungen. Mischehen 
sind 4 ev., 4 kath., 2 diff., 1 jüd., gleich 11 Eheschließungen. 
o Der Seefisch-Verkauf unter Aussicht der Gemeinde- 
Verwaltung findet jetzt wieder regelmäßig jeden Donners 
tag Vormittag von 9—1 Uhr in der früheren Villa Sachs 
am Marktplatz statt. 
o Nach Friedenau kommen aste ger». Diesen 
Ausspruch tat vor einigen Jahren ein bekannter Gemeinde- 
vertreter, der jetzt a. D. ist und den Ehrentitel eines Ge 
meindeältesten führt. Wie wahr sein Ausspruch ist, können 
wir jedesmal ersehen, wenn unsere Gemeindeverwaltung 
Stellen für Lehrer oder Beamte ausschreibt. So gingen 
auch für die vor einiger Zeit ausgeschriebene, inzwischen 
bereits besetzte Stelle eines 3. Rektors in Friedenau gegen 
200 Bewerbungen ein. 
o Die Charlottenburger Wasserwerke, die auch 
Friedenau mit Wasier versorgen, veröffentlichen — wie 
schon gestern kurz gemeldet — jetzt ihren Geschäftsbericht 
für 1910/11. Infolge der heißen Witterung in diesem 
Sommer stieg die Gesamtsördermenge von 26 658 846 edm 
im Vorjahre auf 34 178 799 cbm in diesem Jahre. Die 
Bruttoeinnahme erhöhte sich auf 5 009 322 M. gegenüber 
4 184 623 des Vorjahres. Der Nettogewinn beläuft sich 
auf 3 813 337 M. ohne Vortrag von 514 561 M. und ohne 
zurückerhaltene Steuer von 168 689 M. Auf das Aktien 
kapital in Höhe von 30 Mill. M. (i. Vorj. 20 Mill. M.) 
wird die Verteilung von 12 Prozent Dividende, wie im 
Vorjahre, vorgeschlagen. Der Vortrag beläuft sich dann 
auf 618 384 M. 
o Die Gefahre« der Papierschlange Wenn 
auch die vergangene Silvesternacht im allgemeinen ziemlich 
ruhig verlaufen ist und vor allen Dingen Roheiten und 
Ausschreitungen, wie sie in früheren Jahren leider an der 
Tagesordnung waren, erfreulicherweise nur in vereinzelten 
Fällen vorgekommen sind, so hat sich doch ein Unfug be 
sonders bemerkbar gemacht, der an sich vielleicht ganz 
harmlos erscheint, aber in Wirklichkeit schwere Gefahren 
in sich birgt. Nicht nur von den Straßenpaffanten, 
sondern hauptsächlich aus den Fenstern der Häuser heraus 
wurden in großer Zahl Papierschlangen nach vorüber- 
fahrenden Straßenbahnwagen, Omnibuffen und sonstigen 
Fuhrwerken geworfen, sodaß die Gefährte samt ihren 
Lenkern bald fast ganz mit Papiersäden umsponnen waren. 
Ein solcher Unfug ist — abgesehen von der dadurch ver 
ursachten Verunreinigung der Straßen — im hohen Maße 
geeignet, größere Unfälle herbeizuführen, indem nicht nur 
die Pferde scheu gemacht, sondern auch die Kutscher, be 
sonders die Chauffeure, in ihrer Bewegungsfreiheit und 
Aufmerksamkeit erheblich gehindert werden. Hoffentlich be 
darf es nur dieses Hinweises, um einer Wiederholung 
dieses gefährlichen Unfuges vorzubeugen. 
o Wissenschaftlicher Zentrolverein Humboldt- 
Akademie. Am Montag, dem 15. Januar 1912, abends 
8 Uhr, im Großen Auditorium deS „Instituts für Meeres 
kunde", Georgenstr. 33, Vortrag von Louis Viereck-Frie 
denau, früheren Herausgebers deS „Deutschen Vorkämpfers" 
in Neuyork, jetzt Berliner Redakteur der „Rundschau zweier 
Welten" über: „DieGrundlagen der amerikanischen Kultur". 
Illustriert durch Lichtbilder, Karten, graphischen Dar- 
stellungen, Wandtafeln und Modelle. Nach dem Vortrage 
steht den Besuchern die Besichtigung des MuseumS für 
Meereskunde unter sachverständiger Führung frei. Der 
Vortrag dient als Einleitung zu einem zehnstündigen 
Kursus des Vortragenden in der Humboldt-Akademie (Be 
ginn: Montag, 22. Januar 1912) über: .Deutsche Kultur- 
einflüffe in Amerika*. Eintritt am 15. Januar: 50 Pfg. 
o Eintragung ins Handelsregister. Bei Nr. 
21 078. (Offene Handelsgesellschaft Paul Zech, Paul 
Dupont & Co. zu Hoboken bei Antwerpen mit Zweig- 
niederlaffung in Friedenau): Die Zweigniederlaffung in 
Friedenau ist aufgehoben. 
o ZwangSversteigorungSergebnis. Laubacherstr. 8 
in Gemarkung Friedenau, dem Architekten Rudolf Groth 
in Friedenau gehörig gewesen. Fläche 0.05 Ar. NfttzWtzSw. 
nicht vermerkt. DaS ZwangSversteigerungSverfahre« wurde 
vertagt. 'r 
o Bel« hiefigeu Bauamt stnd im abgelaufenen 
Jahre 40 Neubauten und 39 Umbauten angemeldet worden. 
o Samariterkursus vom Rote« Kreuz. Der 
nächste SamarttrrkursllS deS Provinzialvereins Berlin des 
Vaterländischen FrauenveretnS (12 theoretische Vorträge, 
zweimal wöchentlich mit praktischen Demonstrationen) de- 
ginnt am DienStag, dem 9. Januar 1912, Abends 6 Uhr 
im Falk-Realgymnastum, Lützowftr. 84o. Vortragender 
Arzt: Dr. Engelmann, Unterrichtstage: Dienstag» und 
Freitags. Der Kursus ist sür Mitglieder deS Vereins 
kostenlos, Nichtmitglieder zahlen 3 M., ohne jede wettere 
Verpflichtung gegen den Verein. Anmcldungeu stnd zu 
richten an Frau ObeeverwaltungSgcrichtSrat Perkuhn, 
Wilmersdorf, Uhlandstr. 108/109 (Sprechstunde 3—4 Uhr). 
Sie gelten als berücksichtigt, wenn keiue schriftliche Ab 
lehnung erfolgt. An die theoretischen Kurse schließen sich 
praktische Kurse an, welche in den Verbandsstätten vom 
Roterr Kreuz sowie in den Kgl. Garnisoniazarerien I u. II 
abgehalten werden. Anmeldungen zu den Kursen werden 
bei den theoretischen Kursen entgegengenommen. 
o Vom Dahlemer Jagdgebiet. Es wird uns 
geschrieben: Bei der am vorigen Freitag abgehaltenen 
Treibjagd auf dem Terrain der König!. Domäne Dahlem 
wurden von 5 Schützen 97 Hasen und 4 Rehe zur Strecke 
gebracht. In den vorhergehenden Jahren konnten nur 
40—50 Hasen geschaffen werden, sodaß man die überaus 
günstige Einwirkung de» trockenen JahreS 1911 auf die 
Wildbahn, trotz fortschreitender Bebauung und Störung 
durch die Untergrundbahn, mit der schädlichen Wirkung 
der Hitze auf Entwickelung der Ackerfrüchte vor den Toren 
Friedenaus beobachten und vergleichen konnte. Mit 
Weidmannsheil C A. Loos. 
o Ein hochinteressanter Dichter« und Vortrags 
abend wird die zweite Veranstaltung dieser Art in Groß- 
Lichterfelde sein, die am kommenden Freitag, dem 5. Januar, 
Abends 8 1 / i Uhr, in Hertels Festsälen, Zehlendorf«str. 5, 
nahe der Hauptkadettenanstalt stattfinden wird. Einer der 
ersten unserer Bühnenkünstler, dessen Persönlichkeit von 
ganz besonderer Eigenart ist, nämlich der vielbesprochene 
Ferdinand Bonn, wird den Hauptanteil dieses Abends 
übernehmen und mit seinen Vorträgen eine hervorragende 
Note in dieser Art der Dichterabende bringen. Weiter 
wird der bekannte Dichter Hermann Kienzl auS eigenen 
Werken und aus solchen von seinem Freund und Lands- 
mann Peter Rosegger vorlesen und damit den Abend 
einleiten; auch dieser Name bedarf keiner besonderen Er- 
läuterung. Nach dem aufgestellten Programm wird den 
literarischen Feinschmeckern mit der Veranstaltung deS 
zweiten Dichter- und Vortragsabends in Groß-Lichterfelde 
in allen Tellen ein hervorragender Genuß beschieden sein. 
Eintrittskarten zu 1,60 M. und 1 M. (sämtlich numerierte 
Plätze) stnd noch an der Abendkasse erhältlich, doch tut 
man gut, sich solche frühzeitig zu sichern; etwaige Vor 
bestellungen sind auch in Groß-Lichterfelde,. GiesenSdorfer- 
straße 29 (Telephon: Groß-Lichterfelde 856 und 880) auf 
zugeben. 
o Unterricht in Rational-Steuographie beginnt 
am Donnerstag, den 4. Januar 1912, Abends S 1 /^ Uhr 
in der 6. Gemeindeschule am Wartburgplatz in Schöne 
berg (Eingang vom Hof 2 Treppen, Zimmer 25). Dauer 
deS Kursus 4—5 Stunden. Für Unterrichtshonorar und 
Lehrmittel stnd 3 M. zu zahlen. Nach Beendigung deS 
Kursus Gelegenheit zur Fortbildung. 
o Die SauitätSwache wurde heute Mittag gegen 
12 Uhr von einer Bierhalle am Lautcrplatz alarmiert. Der 
Bäckermeister Max Krempler auS Mariendorf, welcher auf 
dem hiesigen Wochenmarkt seinen Stand hat, war beim ' 
Einnehmen einer Erfrischung plötzlich ohnmächtig geworden 
und blieb längere Zeit bewußtlos. Unsere Sanitäre 
brachten den Erkrankten mit der Trage zur Unfallstation, 
wo er. vom Arzt deS Rettungsdienstes behandelt, sich bald 
erholte, sodaß er mit seinem Wagen nach Hause gebracht 
werden konnte. AIS Ursache wird Ueberanstrengung 
während der NeujahrStage angenommen. 
Fereins-AaHrichten. 
Margen DonnerStog lagen: 
„Friedenaucr Minner-Gefangverein 1875', Ucbungsstundcn 9—11 
im Restaurant „Hohcuzollern-. Dirigent: Musikdirektor Paul Antoni. 
Kegelklub .Friedenau 1909' (Mitglied deS Verbandes Berliner 
Kegelklubs E. V.) kegelt jeden Donnerstag auf zwei Verbandsbahnen 
von 8'/, bis 12 Uhr Abends'im Keglerheim „Bahnschlößchen," am 
Wannseebahnhof Friedenau. Gäste und neue Mitglieder willkommen. 
Die Ortsgruppe Steglitz-Fr'edenau des Verbandes pevsivniertcr 
Deutscher Beamten und Lehrer versammelt sich am 5. Januar zur 
Monats-Sitzung im Restaurant .Kaiserciche' zu Friedenau, Nach- 
mittags 5 Uhr. 
Die Hauptabteilung deb Charlottenburger Touristen - Clubs 
„Märkische Föhre' unternimmt am Sonntag, dem 7. Januar 1912 
ihre 88. Wanderfatzttnach Hangeisberg, KaachWnrdorf, Rehfllde. 
Versammlung */,8 Uhr Charlollenburg, Stuttaaürr Platz. Abfahrt 
7.51 Uhr. Führer: Herr H. Dause!. Teilnehmmnstn ü 2,70 M . für 
Bahnfahrt hin und zurück sowie Nachmillagskaffe« find am Ver 
sammlungsort zu löse». 
Schöne^crgo 
—o Am 1. April tritt der Leiter der städttschen Mittel 
schule, Rektor Albrecht in den Ruhestand. Für da» 
Rektorat über die neue Mittelschule sind 134 Bewerbungen 
eingegangen. 
ZufchrPMo 
ltzür diese Itnbiil üd-rn«h aeu »tr keine Lcrantwrnung.) 
Bezüglich des Rathauöbouplatzes findet morgen Abend in der 
Gemeindevertieierfitzung eine erneute Beratung statt, die aber, da die 
notwendigen Diepense für das Lauterplatzprojekt noch nicht erteilt 
find, zu einer definitiven Beschlußfassung kaum führ« dürfte. In- 
zwischen find neue Anregungen in der RathauSbausgche bekannt ge- 
worden. Man spricht von einem Verkauf des Wilmersdorfer-Platz- 
Grundstückes an die Postverwaltung und vom Lrwcrb deS Dr. 
Wendland schen- und der.Nachbartenains an der Ecke der Kirch- uqd 
Handjcrystraße, die »och — weil wenig bebaut — pnjSwcrt zu haben 
find. Inj der Nähe des Friedrich WilhelmplatzeS, dem Herzen Frie- 
deuauS belegen, gäbe dieses Areal einen schönen Rachausdauplatz mit 
quadratischer regelmäßiger Grundfläche ab. Die Pchvcrwallung hat 
die gute Lage dieses Platzes für ein öffentliches Schünde längst er- 
kannt, ist aber durch den langweiligen Instanzenweg nicht imstande, 
schnell abzuschließen. Hier sollte unje-e Verwaltung mal zeigen, daß 
sie auf der Höh? ist. Ein für öffentlich? Zwecke geeigneteres Terrain 
gibt es kaum noch in Friedenau für einen angemessenen Preis zu er- 
«erben. Deshalb: Augen auf! Mehrere Bürger. 
Bet der Weihnachtsfeier 
deS hiesigm „Evangelischen Arbeiter-Vereine' wurde «ster den anderen, 
von Kindern aufgesagten, Gedichten auch das folgende vorgetragen: 
Komm doch, lieber Weihnachtsmann, komm mit deinen Gaben, 
Neues Rathaus, nur nicht teuer, woll n wir gerne haben, 
Möchten nicht so vieles Leid, durch Sreuerzahl'n verlieren, 
Nies uns Allen dann ergehl, das weiden wir ja spüren. 
Kommt doch, werte Herren vom Rat, kommt mit Euresgleichen, 
Seht Euch an die viele Not, jedoch nicht bei Reichen: 
Doch klare Augen muffen, bei solchem Marsche fein. 
Die Armut kenn' zu lernen, im düstern Kämmerlein. 
Ihr werdet schätzen lernen, daß Sparen tut wohl not, 
Als Million « auszugeben, die sicher unser Tod. 
Schafft Wohnungen recht billig, für uns re Aermsteu hier. 
Als daß ein Prachtgebäute, Ihr bauet zum Plaifier.- 
Habt Ihr wirklich soviel Geld, so schafft ein Müuuerheim 
Wie Vater Strehler es erzählt, im Arbeiter-Verein 
Dann tut zu Gottes Ehre Ihr All' ein gutes Werk 
Die Aermsten zu beschützen! — Drum, Bürger, horch und merk: 
Daß meine Worte aber nutzlos nicht verhallen, 
Zum Bürgermeister senden die Bitte wir vor allem: 
Komm doch, lieber Weihnachtsmann, komm mit deinen Gaben, 
Ein Männerheim, weil nötig, woll'n wir gerne haben. 
AenmM^ 
'o Eine neue Lokomotiv-Gattung, die dazu bestimmt ist, die 
schwersten Schnellzüge ohne Vorspannlokomotive pünktlicher als bisher 
zu befördern und etwaige Verspätungen wieder einzuholen, hat die 
Firma Henschcl, Kastei, für die preußischen Staatsbahaen erbaut. ES 
ist eine Heißdampf-Verbund-Lokomotive mit 4 Zylindern, die sich als 
sehr leistungsfähig und wirtschaftlich erwiesen hat. Sie beförderte 
Piobezüge von 69 Achsen (nahezu 600 Tonnen) zwischen Berlin uud 
Hannover mit einer Geschwindigkeit von 95 Km./Stunde. sie leistet 
während einer Fahrzeit von 335 Min. im Durchschnitt 1024 Pferde- 
friste. Der Verbrauch an Kohlen und Wasser stellte sich sehr günstig. 
Aus der Steigungsstrecke Grunewald-Manefeld wurde» 470 Tonnen 
schwere Züge durchweg mit 5b bis 60 Km./Stunde Geschwindigkeit 
ohne Erschöpfung der Maschine befördert; hierbei betrugen die 
indizierten Höchstleistungen gegen 1850 Pfcrdekrüfte! 
'o Germany to the front. Ueber die Stellung der Weltstaaten 
nach 50 Jahren läßt sich Proseffor Alvin E. Johnson, Vorsteher des 
volkswirtschaftlichen Departements der Stauford-Univerfitit, wie folgt 
auS: Die vereinigten Staaten werden innerhalb der nächsten fünfzig 
Jahre eine B-völkerung von 300 Millionen also das dreifache der im 
letzten Zensus ermittelten Zahl, aufweisen. In derselben Zeit wird 
Groß-BritanienS Bevölkerung überhaupt nicht wesentlich gewachsen 
und die hcuiige Großmacht auf das internationale Niveau gesunken 
sein, auf dem heule Spanien steht. Deutschland wird daun die größte 
europäische Großmacht sein und als Weltmacht nur den Vereinigten 
Staaten nachstehen. 
' Die Verwundeten in Trlpolitanien. Aus den Preußisch- 
Hessischen und Oldenburgischen Staatsbahnen, der Militärbahn und 
den Reichecisenbahnen werden, nach amtlicher Bekanntmachung, Güter 
die aus dem italienisch-tütkischen KriegisLauplatz zum Besten der Ver- 
wundeten und Kranken der beiden kriegführenden Nationen verwendet 
werden sollen und entweder an das Zenlraldepot der deutschen Ver- 
eine vom roten Kreuz in Neubabelsbcrg gerichtet oder von diesen zur 
Besördemng nach dem Kriegsschauplatz aufgegeben werden, frachtfrei 
befördert. 
'o Lustiges von der bevorstehenden Reichstagkwahl. Herr Pätzke, 
der Gemeindevorsteher von Falkenheide in Hinterpommern, macht be- 
kannt: „Die Reichslagswahl findet am I2!en Dezember stabt die 
Siesten liegen vom 2> Dezember d. Js. Zu jedermanns Einsicht in 
Meiner Wohnhaus. Es wird hierdurch bckannd gemacht das die 
Wählerliesle offen liegt. Wer die Liest« für unrichdig kann innerhalb 
8 Taa vom :4ten Dezember d. Js. bei Mir schriftlich anzeigen Zu 
Protokoll geben. 
Jtttfttrr au*firi;tcm. - 
Donnerstag: Etwa» kälter, zeitweise aufklärend, vor 
wiegend trübe mit Niederschlägen uno starken, später nach 
lassenden westlichen Winden. 
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