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Periodical volume Nr. 10, 12.01.1912

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 19.1912

ritiiMiitt Wkil-Anttiger. 
(Kriedeuauer 
Rnparieiische Zeitung für tomunmale und bürgerliche 
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Irrten OHttwodv. 
CQlitjblatt „Seifenblasen“. 
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Erscheint täglich aöends. 
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Irrten Sonntag: 
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10 
Friedemu, Freitag, den 12. Januar 1812. 
mmm 
19« Jahr-. 
Aepefchen» 
Letzte NachriHt««. 
London. Tin Rettung-boot von Caistor rettete 
sieben deutsche Seeleute de- Schoners „Falke", Bremen, 
der mit einer Ladung Reis nach Parmouth bestimmt mar. 
DaS Schiff war bei den Sandbänken bet Parmuth während 
dichten Nebels gestrandet. 
Chicago. Im Heim der großen Armee der Republik 
in Leaoenworth hat eine ähnliche Maflenvergiftung wie 
im Berliner Asyl für Obdachlose stattgefunden. Fünfzig 
Veteranen deS Bürgerkrieges sind unter Vergiftungser- 
scheinungen erkrankt. Bis jetzt sind 5 Personen gestorben, 
aber dar Befinden einer großen Anzahl ist so besorgnis 
erregend, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Bis 
jetzt ist noch gar keine Erklärung für die Vergiftung ent- 
deckt worden. Die Veteranen erkrankten nach ihrer Mittags- 
mahlzeit, die reichlich gewesen war, aber auS den gewöhn 
lichen Vorräten allgemeiner Art gekocht worden ist. Die 
Behörden haben sämtliche Vorräte mit Beschlag belegt; 
die übriggebliebene Nahrung wird chemisch untersucht werden. 
Par^S. Eine Mädchrnhändlerbande, die eS besonders 
auf junge polnische Jüdinnen abgesehen hatte, ist von der 
Pariser Polizei dingfest gemacht worden. Die Führer, ein 
ehemaliger abgesetzter amerikanischer Detektiv namens 
JameS Lee und ein in Rußland geborener Türke, Mar 
Skummer, wurden mit mehreren Opfern auf dem Nord- 
bezw. Orleansbahnhof noch rechtzeitig abgefaßt. Bei 
einem der Spießgesellen wurden für 40 000 Franken 
Juwelen gefunden, die aus einem Einbruchsdiebstahl her 
zurühren scheinen. 
Neuyork. Sine gefährliche Fahrt von Kalkutta nach 
Neuyork hatte die Besatzung eines gestern im Neuyorker 
Hasen eingelaufenen deutschen Dampfers zu bestehen. An 
Bord deS Schiffer befand sich ein großer Käfig, in dem 
mehrere Kobraschlangen untergebracht waren, die ein 
Exporteur bestellt hatte. AIS der Dampfer oter- Tage 
unterwegs war, bemerkten die Matrosen zu ihrem Ent 
setzen, daß eS einer der Schlangen gelungen war, aus dem 
Käfig zu entweichen. Am anderen Morgen fand man 
einen Matrosen tot in seinem Bette auf. Er war von 
der giftigen Schlange gebiffen worden. Ein anderer 
Matrose starb unter entsetzlichen Qualen an den Folgen 
des Schlangengiftes am darauffolgenden Tage. Das giftige 
Tier hatte sich in einer Ecke deS Schiffes verkrochen und 
keiner der Matrosen wagte es, d'-> Schlange aus ihrem 
Schlupfwinkel herauszudringen. Erst im Hafen von 
Neuyork gelang es unter großen Vocsichlsmaßregein, das 
Tier wieder einzufangen. 
Zur Forgartenfrage. 
Eine Vorwahlüberraschung eigener Art — so wird 
unS geschrieben — har der Regierungspräsident den tönigS- 
Die „Königin der Nacht". 
Seeroman von H. Hill. 
3. 
(Nachdruck verrottn.) 
Wir halten London an einem Dienstag Nachmittag ver 
lassen, und alles ging bis zum folgenden Donnerstag Morgen 
gut, als wir mit einer Schnelligkeit von 15 Knoten "durch die 
Mündung des Kanals steuerten. Ich harre die Wache und 
mit Ausnahme des Quartiermeistcrs, der am Steuer saß, war 
ich allein auf der Schiffsbrücke, weil der Kapitän unten im 
Salon beim Frühstück saß. Das Wetter war neblig, die See 
ging ziemlich hoch, und der dritte Offizier, der meinen Posten 
auf dem Teck versah, war vorgegangen, um nachzuschauen, 
ob der Mann am Lugaus auch nicht einschlief. Plötzlich 
drang ein seltsames Krachen an meine Ohren, das, soweit ich 
es beurteilen konnte, aus einer Entfernung von 200 Pietern 
kommen konnte: dann folgte Geschrei uns Lärm, das mir 
klarer als Worte verriet, daß zwei Schisse heftig zusammen 
gefahren waren. Fast in demselben Augenblick zerriß der 
Liebet ein wenig und zeigte mir den schwarzen Rumpf eines 
Kohlendampsers, der sich westwärts weiter bewegte, und eine 
kleine, elegant aufgetakelte Pacht, die an der Wa'scnrachlS- 
linie durchschnitten und dem Untergange nahe war. 
Ich änderte den Kurs der „Dahlia", um sie möglichst an 
die sinkende Pacht heranzubringen, und rief gleichzeitig dem 
dritten Offizier zu, er solle ein Boot klar machen. Als mir 
unS der Pacht näherten, konnte ich sehen, daß die grüßte Ver 
wirrung "daraus herrschte, ivas übrigens lein Wunder war: 
das eine Boot war unbrauchbar geworden und der schurkrsche 
Kohlendampser. anstatt zu stoppen und Hilfe zu bringen, 
bereits im Nebel verschwunden. Tic Sache wurde dadurch 
noch verschlimmert. Tast sich — wie ich gleich bemerkte — 
Tanien aus dem hin- und herschaukelnden Deck befanden uird 
ich wußte, sie würderi in der größten Gefahr schweben, wenn 
die Schaluppe nicht in einigen Minuten flott gemacht wurde, 
unr so mehr, da sich unser Schiff nur langsam der Unglücks 
stätte näherte. 
t treuen Grundbesitzern in Friedenau mit seiner Vorgarten- 
{ Verfügung bereitet. Wäre die Sache für unsere OrtSoer- 
f waltung selbst nicht so peinlich, wie sie ist, und wäre sie 
> nichr verteufelt ernst, man könnte drüber lachen. Fast 
: macht sie mit ihrem Drum und Dran den, Eindruck eines 
verfrühten FastnachtSscherzeS, wenn man bedenkt, daß die 
angeordneten Maurer- usw. Arbeiten schon im April be 
endet sein sollen und daß unser Herr AmtSoorsieher 
Walger strengstens angewiesen ist, im Nichtsalle mit 
strengen Maßnahmen, Strafen usw. vorzugehen. Die erste 
Quittung dieses Ukases ist die: Jeder strenge Frost, der ! 
diese Arbeiten unmöglich macht, muß auf Befehl deS Herrn 
Regierungspräsidenten dem Herrn PetruS bei höchster 
Strafe verboten werde:.. Wenn das nichts nützt, wird die 
Amtsentsetzung des alten erprobten WettermacherS 
unweigerlich erfolgen. Recht ergötzlich ist der Kuddel 
muddel zwischen alten und neuen Herstellungsvcrordnungen 
nach den jeweiligen Baupollzeioorschriften, die beinahe so 
oft gewechselt werden, wie die Strümpfe. Ob sich unser 
Bauamt klar ist, was nun eigentlich geschehen soll, kann 
man billig bezweifeln. Das alte was ist, soll bleiben, 
war nicht ist und nie war, soll neu angelegt werden. 
Nach welcher Form und welcher Norm ist unklar. Alt 
und neu wird also jedenfalls die gewünschte Abwechslung 
bringen, da in dieser Beziehung alle Möglichkeiten offen 
gelaffen sind. 
In VertehrSstraßen können nach einem jüngst er 
lassenen Reskript desselben Regierungspräsidenten die Vor 
gärten auf Vorschlag der Verwaltung entfernt werden. 
Genannt ist da die Kaiserallee, die Kirchstraßs zwischen 
Rhein- und Handjerystraße event, auch die Saarstraße. 
Zahlreiche Eigentümer in diesen Straßenteilen sind damit 
einverstanden, nichts destoweniger sollen sie jetzt ihre Vor 
gärten vorschriftsmäßig herstellen lassen, wahrscheinlich 
damit sie demnächst Gelegenheit haben, die Neuanlagen 
wieder aul ihre eigenen Kosten — auf welche selbstver 
ständlich auch zunächst die Herstellung zu erfolgen hat — 
entfernen zu lassen. Den gegenwärtig umhin nicht zu 
beneidenden Hausbesitzern soll also zunächst ermöglicht 
werden, zwangsweise ihr Geld — wenn sie solches haben 
— unnütz wegzuwerfen, wenn sie keins haben, mögen sie 
zum Teufel gehen. Schöne Zustände, schöne Aussichten 
das! Alan nsnnr das: kommunale Selbstverwaltung in 
Preußen. Hurra, hurra, hurra! 
Der hiesige Hans uns Grundbcsihrrvcrein wird sich 
in seiner demnächst stullfiadendcn Generalversammlung mit 
dieser Ertrasache tieschäirigsli, um mit dem Gemeinde- und 
AmtSoorstande gemeinsam gegen dieses neue Unikum deS 
Regierungspräsidenten event. an höchster Stelle vorstellig 
zu werden. Daß dieses notwendigerweise g-schetzen muß, 
ist höchst bedauerlich, aber unvermeidlich. A—s. 
J.I, hielt ein Auge am die mit dem Hcrunrerlaffen des 
Portes bc'cha'tiate» Männer und ein anderes aus die Jacht, 
als diese vorwärlsschoß, dann zurück,vich, dann naä, „»«••>, 
sank und dabei die Leute ins Wasser warf. Unser Boot 
lag noch am Penterbalken, die frisch angestrichene Steuerung 
funktionierte schwerfällig, und das war mir klar, daß jeder, 
der nicht ein guter Schwimmer war, forlgeschrvcmmt werden 
würde, ehe man ihn aufzufischen vermochte. Es war keine 
Zeit, sich um Vorschriften und etwaige Folgen zu kümmern, 
und bevor ich noch recht wußte, was ich lat, batte ich die 
Stiefel ausgezogen und von der Brücke einen Kopfsprung ge 
macht. 
Unser Schiff hatte die Entfernung bedeutend verkleinert, 
und wenige Stöße brachten mich an den Schauplatz des Un 
glücks, ans welchem sich eine Anzahl Leute, so gut sie cs 
konnten, durch Schwimmen über Wasser hielten. Glücklicher- 
rveise war die Jacht zu klein, als daß sie sie hätte ertränken 
können. Ein ältlicher Herr in Flanellklcidung hing mit einem 
Rettungsgürtcl an einem Balkerr der Pacht, und ein Mann, 
der lote der Schiffsleutenant aussah, hielt eine Dame, die aus 
Leibeskräften einige Worte schrie, die ich nicht verstehen konnte. 
Ter Rest — alles Männer, augenscheinlich die Plann sch äst, 
— schwamm krästiglich auf die „Tahlia" zu. 
Ich dachte bereits, daß ich etwas zu vorschnell ge 
handelt, als ein herumschwimmender Rock von blauer Serge, 
der zwischen mir und dem Herrn au dem Balken auffauchte, 
meinen Gedanken eine andere Richtung gab, und ich mich 
herzlich freute, hierhergekommen zu sein. Es war die leblose 
Gestalt einer Tarne, die kraftlos, nachdem sie ein erstes Mal 
untergetaucht, wieder an die Oberfläche kam, und eben gerade 
wieder unterzugehen drohte, als es mir gelang, sic beim Arm 
zu packen. Ich sah nichts weiter, als daß sic jung war 
und wie eine Feder in meinen Armen lag, denn meine 
Hanplsorge aalt setzt der Antunst des Bootes. Als ich mich 
umblickte, sah ich zu meiner Freude, daß es scharf ans uns 
zusteuerte, während die „Tahlia" selbst in einiger Entfernung 
stehen blieb, um die Mannschaft der Pacht, die bereits an ihrer 
Seile auftauchte, nicht zu überrennen. AIs der dritte Offizier 
sah, in ivelcher schlimmen Lage ich mich befand, steuerte er sein 
Lokales. 
(Nachdruck uujcre: o-Originalartikel nur mit QueSenangabe gestattet.) 
o Auf der Eisbahn. Nun sind wieder die Tage 
gekommen, wo sich jung und alt das Vergnügen macht, 
auf blanken Stahlschienen über die funkelnde Eisdecke 
hinzuflitzen! Buntbcwegt und froh ist dieses Treiben. Der 
buntbemützte Schüler mit dem sproflenden, täglich etwas 
gewaltsam herausgezogenen Flaumhaar über der Ober 
lippe, ladet dort seinen Liebling-backfisch mit dem Etiquett 
Ilse, Frida, Gretchen und Lotte allerhöflichst und errötend 
zu eine Ri-ra-rutsch-Partie ein und der Kommis Fridolin 
bietet der schmucken Putzmacherin oder Ladenmamsell Else 
seinen etwas im Geruch der gesalzenen Hering-fischerei 
duftenden Arm an, um ihr das eleganteste Kompliment 
von der Well zu machen, und sie nach dem Takte eines 
Strauß-WalzerS überS Eis zu führen, chis beiderseitige 
Näschen halb vor Kälte, halb vor Liebe erglühen und sich 
der Genuß einer heißen Taffe Kaffee als durchaus not 
wendig ergibt. Zwischen diesen der Kindheit Entwachsenen 
tummeln sich sich noch einige Aeltere und eine große An 
zahl Jüngere beiderlei Geschlechts. Den größten Spektakel 
machen natürlich die Kinder. Viele von ihnen bemühen 
sich krampfhaft, von der Stelle zu kommen und machen 
entsetzliche Arm- und Beinbewegungen — wie etwa der 
Frosch, wenn er zum Sprunge ansetzt. Eben alles will 
gelernt sein, auch das Schlittschuhsahrenl Und na — 
warum sollte man sich nicht mal auf der Eisbahn unge- 
zwungen benehmen können? 
o Zur Berufswahl. Immer wieder hört man 
sagen: Handwerk hat einen goldenen Boden. Und dennoch 
werden gerade aus den höheren Ständen dem Handwerk 
so wenig junge Leute zugeführt. Die sogen, besseren 
Stände lassen ihre Kinder alles andere eher werden als 
ein Handwerk erlernen. Dies scheint nun aber eine wohl- 
begründete Ursache in dem Umstande zu haben, daß den 
HandwerkSlehrlingen bei ihren Meistern oft eine ganz un 
geeignete Behandlung zu teil wird. Nicht nur vom 
Meister, auch von der Meisterin und den Gesellen, von der 
ganzen Familie des Meisters muß sich der Lehrling be 
fehlen und Herumstoßen lassen und Arbeiten verrichten, 
die eigentlich einer Dienstmagd zukommen. Daß ein 
junger Mensch, der Real- oder Gymnastalbildung genoffen 
hat, sich nicht wohl fühlen kann, ist selbstverständlich, und 
eS ist ihm nicht zu verdenken, wenn er einen Beruf er 
greift, der ihm nicht gerade einen goldenen Boden ge 
währt. Würde eine gute und geeignete Behandlung dem 
Lehrling gesichert sein, so würden mir gewiß weit mehr 
tüchtige Kräfte dem Handwerkerstände zugeführt sehen. 
o Bei Geldsendungen wird oftmals von dem Ab 
sender die Angabe seiner Adresse vergessen. Der Empfänger 
weiß dann meist nicht, wer die Zahlung geleistet hat. In 
allen VereinSzritschliften findet man Aufrufe über Bei 
träge, die ohne Angabe de- Absenders eingegangen sind. 
Boot gerade auf uns zu, nahm uns ans, und holte dann den 
Leulenant und seine Last und zu allerletzt den an den Balken 
hängenden alten Herrn hinein. 
„Fünf Mimlten später waren wir alle heil und gesund an 
Bord der „Tahlia" und die beiden Damen, die bei dem Un 
fall am schlimmsten iveggekommen waren, wurden unserm Arzt 
und der Stewardeß überantwortet. Tie Passagiere, die vom 
Salon hinaufgeeilt waren, um die Rettung mit anzusehen, 
umringten mich mit den üblichen Glückwünschen und der in 
solchem Falle angebrachten Neugier, sodaß weitere zehn 
Minuten vergingen, bevor ich in trockene Kleider schlüpfen 
und mich zu dem Kapitän auf der Schiffsbrücke begeben 
tonnte. Er schüttelte mir warm die Hand, sah aber feierlich 
wie eilt Geistlicher ans." 
„Ich fürchte, die Sache wird für Sie ein schhmmes Ende 
nehmen, Forrester," sagte er. „Sie haben ja nur getan 
waü jeder anständige Mensch getan hätte, aber Sie wissen 
doch ebenso gut wie ich, daß Sie sich gründlich gegen die 
Regeln versündigt. Die Schiffsbrücke zu verlassen, wenn 
man keinen Auftrag dazu hat, ist für die weisen Legte in 
der Leadenhallstreet ein großes Verbrechen, uud ich bin leider 
gezwungen, den Vorfall ins -sckiffsbnch einzutragen." 
„Ich habe an die Vorschriu keinen Augenblick gevachk, 
versetzte ich, und glaube, ich hätte auch daun nicht anders 
gehandelt." 
Es ivar kein Menschenleben zu beklagen, die Aufregung 
beruhigte sich bald, tiud ivir steuerten unserir Kurs südwärts. 
Ich erjithr, die gesunkene Jacht „Nora" wäre zu einer Ber- 
gnügungsiahrt von Sir Simon Craivshay, dem älteren Herrn« 
der sich dadurch gerettet, daß er sich au einen Balten ge- 
bängt, geschaltet ivordcn, Utid die Damen lvärcn seine Schwester 
Aliftreß Bcauchamp und sein Mündel Miß Stirne Challcnor, 
die letztere das junge Mädchen, das ich vor dem Ertrinken 
gerettet. Im Laufe des Morgens erfuhr ich, daß Miß 
Ehalinor sich unter der Behandlung des Arztes schnell erholt, 
und daß Sir Simon sich entschlossen hatte, mit der „Tahlia" 
nach Neapel zu faiivcn, von wo er schneller als über Gib 
raltar aus dem Landwege die Heimreise antreten konnte. 
Ich sah von den Taillen an diesem Tage nichts weiter.
        
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