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Periodical volume Nr. 8, 10.01.1912

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 19.1912

Abzug für unzulässig «Härt, weil die Reparaturen bereits im Jahre 
1906 fällig gewesen seien, und mithin nur in dem darauf folgenden 
Sleuerjahr (190?) hätten abgezogen werden dürfen. Das Ober- 
verwaltungsgericht hob in seinem Erkenntnisse vom 19. Oktober 1910 
(Entscheidungen in Et. St. Bd. 14 Seile 133) diese Entscheidung der 
Berufungskommission auf und erklärte den Abzug vom Einkommen für 
da» Jahr 1908 für zulässig. Es führte aus, däß die Ausgaben für 
Reparaturen erst dann fällig seien, wenn sie ihrem Betrage nach fest, 
stehen und vom Verpflichteten gefordert werden könnten. Wenn eine 
Vereinbarung über den Betrag nicht vorliegt, so können die 
Reparaturen gegenüber dem Verpflichteten nicht früher feststehen, als 
biS dem Verpflichteten vom Unternehmer eine Rechnung zugestellt oder 
ihm in anoerer Weife die Höbe des geschuldeten Betrages bekannt 
geworden ist.* Das Bürgerliche Gesetzbuch bestimmt in § 316: .Ist 
der Umfang der für eine Leistung versprochenen Gegenleistung nicht 
bestimmt, so steht die Bestimmung im Zweifel demjenigen Teile zu, 
wclcher^ie Gegenleistung zu fordern hat.* Hiernach mutz, damit di« 
Vergütung fällig wird, eine Bestimmung der Höhe der Kosten seitens 
deS Unternehmer? vorausgehen. Dies entspricht auch allein den wirt 
schaftlichen Verhältnissen und gewährt den steuerpflichtigen Grundstücks, 
besitzein die Möglichkeit einer sachgemäßen Ausstellung ihrer Steuer 
erklärung. 
Keschästlirffes- 
Hinaus ins Freie! Der Frohsinn des Berliner ist weit. 
bekannt. Wohin ein echter Berlin« auch kommen mag, überall steckt 
er mit semer sonnigen Laune die Menschen an und verbreitet 
harmonische Fröhlichkeit. Solange der Berliner diese seine vornehmsten 
Tugend zu wahren weiß, wird der Ruf .Hinaus ins Freie!' als sein 
oberstes Sesetz gelten. Der Berliner fühlt sich nicht wohl im engen 
Raum. Sein Sinn steht nach der goldigen Freiheit, die die 
schöpferische Natur in der Umgebung Berlins in überreichem Matze 
bietet. Zu den schönsten und am bequemsten zu erreichenden Ausflugs- 
orten gehört auch das „Parkrestamant Südende*, das selbst jetzt 
während der Wintermonate nicht arm ist an reizvoller Poesie. 
Namentlich jetzt während des letzten großen Schneefalles prangt der 
weite Park mit seiner eisglitzernden Secfläche und dem uralten, 
himmelanstrebendsn Baumbestand in seltener winterlicher Schönheit. 
Aber nicht nur der Naturfreund findet hier volle Befriedigung, sondern 
auch die tan,, und gesellschaftsfrohe Jugend. Herr Sigismund Fürst, 
der neue Besitzer des „Parkrestaurants Südende*, hat nach cahlwchen 
baulichen Veränderungen, die weilen Säle mit all ihren Ncbenräumen, 
in so geschmackvoller Weise herzurichten gewußt, daß die fröhlichen 
Bockbierfeste nach echt bayrischem Muster, die dort von heute Hab 
allabendlich stattfinden, die Masten d« Besuch« kaum zu fasten v«. 
mögen. Fröhliche AuSgelaflenheit — daS ist die Parole — die neu«, 
dmgs lm Parkrestaurant ausgegeben worden ist. W r also nach deS 
Tages Mühen ein paar Stunden in froher Geselligkeit verleben will, 
der lenke mit Weib und Kind die Schritte nach dem .Parkrestaurant 
Südende* — er wird es nicht zu bereuen haben? 
BolkSwirtschafiltcher, rechts. U«d finan,wissenschaftlicher 
Vortragszyklus Der 5. llortrag dieses Semesters findet in 
Rackow's Handels-Akademie, Wilhelmstr 49 (nahe Leipziqerstraße), 
Mittwoch, Abends 8'/« Uhr statt. Herr Rechtsanwalt Paul Stein 
wird einen Vortrag halten über das Thema: „Die Einkommensteuer- 
Erklärung*. Alle jetzigen und früheren Besucher von Rackows 
Handels-Akademie sowie sonstigen Jutereffenten find hierzu geziemend 
eingeladen. Der Besuch ist kostenlos. 
SSstt« auüfichte». 
Donnerstag: Zeitweise etwas nebeliges, vorwiegend 
heiteres, trockenes Fcostwetter mit ziemlich frischen nord- 
östlichen Winden. 
Verantwortlich« ©iWftlrit«: Hermann M-r tinius, Friedenau. 
Rhßinstr. 29 spezial - Qcscfyäft für j4anäai?beifen 
/ Franz DzieyR » . ~ _ _ 
H / auf sämtliche fertige, angefangene und gezeichnete | HH || H 1 § Hilf W> ÜB 11 OW g ■ i; 
/ Q Handarbeiten W&" bis 15. Januar. "Mg Mil IS Sf MJiIBb WW ü 8S A MB Ha M M 
Beka«ntm«chung- 
Festmahl zur Feier des Seb» tsiagrs Sr. Majstät des Kaisers 
und Königs am 37. Januar 1814 in Mtgrrfaule 0rS krfrrm- 
gymnasinus, Ho^uthstraste. 
Die Gs.i einde-Ve-liktung h^l in ihrer Sitzung am 7. Dezember 1911 
befchloffeii, auch in diesem Jahre dm GebnrStag Sr. Majestät des 
Kaisers und Königs in unserem One öffentlich durch ein Herren- 
sefi«ahl zu feiern. 
Zu diesem am Sonnabend, den 27. d. M., nachmittags 5 Uhr. 
im Bürgers aile des Reformgymnasiurs, Homrithstratze, stutlfiiidenden 
Festmahle g.statten wir uns, die Bürger Friedenaus rrat dem Bemerken 
«gebend einzuladen daß der Preis deS Ä<deckö einschließlich Musik, 
ab« ausschließlich Bet änke. auf 4,50 M. für die Person fettgesetzt zft. 
Anzug: Frack, weiße Binde, doch ist auch schwarzer Rock gestattet. 
Lilien zur Einzeichnung liegen tu dm Restaurants „Hohenzollern*, 
Handjerystr. 64, „Kaisereiche*, Rheinstraße, „Sttkenwäldcyen", Maybach- 
platz u0, „Prinz Handj ry". Hand.erystraße, in den Weinhandlungen 
von Waud.r, Rhein:f.. c2/1S Reuter, Mosel,«. 1/2, Radtke, am Wagner- 
platz, ferner im Zigarrenloden von Loeser & Wolfs, Rheinstr. 10, sowie 
im Gemeindebüro, Fmrigstr. 8, aus. Die werden 25. d. M. geschloffen 
H'.rren. die ihre Teilnahme zugesagt haben, nachträglich aber ver- 
hindert wndeu, wollen uns dies noch Feungstr. 3 rcchtjeiiig mitteilen. 
Friedenau, den 6. Januar ISIS. 
Der FeftanSschnst. 
Walzer Draeg« Lichlhcim Knaak Schn von Drachen 
Bürgermeister. Schöffen. Gemeinte-Verordnete. 
Bekanntmachung. 
Die nach § 80 der Landgemeinbe-Ordnung vom 3. Juli 1831 auf- 
gestellte Wählerliste für die Wahlen zur Gemeiude-Vertretung in der 
Gemeinde Friedenau liegt in der Zeit 
vom 15. bis etuschltetzltch 30. J«nuar 1912 
im hiesigen Grmemdeom, Feungstr. 8, Zimmer Nr. 3, während bet 
Dienfistunden von 8—3 Uhr, sonntags <21. und 28. Januar) von 
9—12 Uhr vormittajS zur öffentlichen Einsichtnahme aus. 
Eii.wrnd.ngen gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Liste 
können während dieses Zeitraumes bei dem Unterzeichneten schriftlich 
oder mündlich «hoben »erden. 
Friedenau, den 6. Januar ISIS. 
Der Gemeinde Vorsteher. 
Nucii kurzen, schweren Leiden entschlief heute'früh 
7 Uhr mein lieber Mann unser guter Vater, Schwiegervater 
und Grossrater, der Kaufmann 
e s Wilhelm Holtschmidt 
77 Jahre alt. 
Friedenau, 10. 1. 1912, lllstr. 4. 
Im Namen der Hinterbliebenen 
Ida Holtschmidt, geb. Bruchhausen 
^ nebst Kindern und Enkelkindern. 
Z Die Beerdigung findet am Sonnabend, Nachmittag 3 Uhr 
^Ton der Kapelle des Friedhofes in Friedenau, Wilhelmstrasse 
' ans statt. 
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