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Periodical volume Nr. 1, 02.01.1912

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 19.1912

ging in Stürmer; auch der Straßenbahnwagen wurde be- 
schädigt. Der Hauff«ur Artur Hoffmann aus der Hubertus- 
straße 10 zu Steglitz erlitt mehrfache Quetschungen und 
andere Berlktzngen. 
o Ei» Gardi«e«bra»d entstand am Sonntag 
Abend im Hefe Ringstr. 15 dadurch, daß der Weihnacht«- 
bäum in BrcZ> geriet und die Flammen auf die Gardinen 
Übergriffen. Insere Wehr wurde alarmiert und löschte 
da? Feuer m der Zimmerspritze. — Ebenso entstand ein 
Weihnachtsblmbrand in derWohnungdes HerrnRechnungS- 
rateS Grvßhm, Beckerstr. 19 19», der gleichfalls bald ge- 
löscht werde konnte. 
Fereins-Aachrichlcn. 
Morgen Mittwoch tagen: 
KirchenLr UebungSstunde 8—10 Uhr, kirchl. Gemeindehaus. 
Theatervnn »XerxeS' 1873. Sitzung jeden Mittwoch nach dem 
1. und 15. Monats, »bendS 9'/, Uhr, im Dereinslokal Paul 
Spanholz SM, Kömerstr. 48o- Gäste herzlich willkommen. 
Schöneöcrgo 
—o tzr Riesengasometer bleibt bestehen als wenig 
schönes DZrzeichen unserer Stadt. Die englische Gas 
gesellschaft ar durch den Generaldirektor Körting vertreten. 
Sämtliche einspräche wurden als nicht stichhaltig zurück, 
gewiesen. Die Sachverständigen hatten die Befürchtung 
einer Eirmz- oder FeuerSgefahr als unbegründet be 
zeichnet. in großer Teil der Einsprüche wurde von den 
Vertretern»! Gasanstalt ol§ nicht zum Derfahren gehörig 
erklärt unmußten zurückgewiesen werden. Es soll noch 
ein neueckennin anberaumt werden, zu dem als Sach 
verständig noch Geheimrat Müller (Breslau) geladen 
werden son. Nach dem bisherigen Verhandlungsergebnis 
scheint diöache schon entschieden zu sein. 
(Für diese Rubrik übernehme» »fr keine Verantwortung.) 
Geehrte Redaktion! Mit besonderem Jntereffe habe ich den Artikel 
über den Rathausbau in der Nr. 304 Ihres Blattes gelesen. Wenn 
ich auch die Ausführungen, soweit fie sich mit dem RathauSbau be- 
fassen, ohnej ihnen zuzustimmen, billigen kann, so finde ich doch, daß 
die Angriffe gegen den Herrn Bürgermeister unberechtigt sind, um 
nicht ein noch schärferes Wort zu gebrauchen. Der Berfafler verließ 
da die sachliche Form und ging in kränkenden, persönlichen Ton über. 
Es ist leicht, aus der Tätigkeit eines im öffentlichen Amte stehenden 
Mannes, gewisse Punkte herauszusuchen. Sind wir aber aufrichtig 
und ehrlich, so muß die bisherige Tätigkeit unseres Herrn Bürger- 
meisters unbedingt anerkannt werden. Er hat mit eigenem Jntereffe 
das Beste Friedenaus in allen Fragen durchzusetzen versucht. Wenn 
ihm manches da nicht gelang, so ist nicht persönliche Unlüchtigkeit 
daran schuld, sondern es liegt an den besonderen Verhältnissen; auch 
glaube ich, daß er, um Vielen gefällig zu sein, nicht immer nach seinen 
eigenen Anschauungen handeln kann. Aus allen Vorlagen, die Herr 
Bürgermeister Walger bisher eingebracht hat, ersieht man aber setn 
Bemühen, für unseren Ort Gutes zu tun. Ich erinnere nur an die 
Unfallversicherung der Schulkinder, an die energische Vertretung der 
Interessen Friedenaus gegen eine zwangsweise Eingemeindung oder 
Aufteilung unserer Gemeinde selbst der vorgesetzten Behörde gegen 
über; das Betreiben der Stadtwerdung Friedenau« u. a. Daraus er- 
gibt sich, wie sehr er mit ganzem Herzen an Friedenaus Blühen und 
gedeihen hängt. In der Polizeihundfrage kann man eine Stellung 
einnehmen wie man will. Dadurch aber, daß unsere Gemeindever- 
iretung nach eingehender Begründung durch den Bürgermeister der Ab 
schaffung der.Polizeihunde einhellig zustimmte, ist zu ersehen, daß wirkliche 
Gründe für die Abschaffung sprachen. Ich habe bisher auch noch nie 
mals gehört, daß der Herr Bürgermeister bei seinen Gemeinde- 
beamten wenig beliebt ist. Es könnte da doch nur dte Stellung des 
Chefs in Betracht gezogen werden. Und wenn ein Chef volle Tüchtig- 
keil und Arbeitskraft von seinen Angestellten beansprucht, so kann man 
dies doch nur gutheißen. Hoffentlich bringt das neue Jahr eine 
versöhnlichere Stimmung in die Kreise unserer Bürgerschaft. Möge 
man gerecht, und in der Form vornehm Kritik üben, möge man aber 
auch Verdienste anerkennen! H. H. 
Gerichtliches. 
Wegen Vergehens gegen die Reichs-Konkurs-Ordnung und 
wegen strafbaren Eigennutzes bezw. Beihilfe standen vor der 8. Straf- 
kammer des Landgerichts 111 Vater, Sohn und Tochter, der Kaufmann 
und Rentier Isidor Feldblum, deffen Sohn der Kaufmann Ferdinand 
Feldblum und die Weißwarenhändlerin Selma Feldblum, aus Berlin, 
die Schwester des Letztgenannten. Mit 500 M. Betriebskapital und 
mit einer Geschäftseinrichtung, die nicht ihm, sondern seiner Mitange 
klagten Schwester gehörte, eröffnete der Angenagte Ferdinand Feldblmn 
vor Jahresfrist in der llhlandstraße ein Weißwaren-Geschäft. AIS 
Ferdinand F. bemerkte, däs Geschäft ging nicht, ging er, und warf die 
Flinte ins Korn. Um seine Gläubiger kümmerte er sich nicht im 
Geringsten. Vorher hatte er Waren im Werte von 2500 M. beiselle 
P. 
Ferdinand F. auf Grund des Konkurs-Gesetzes der Vorwurf erhoben, 
daß er als Schuldner, der seine Zahlungen eingestellt hatte, ordnungS- 
gemäße Handlungsbücher, zu deren Führung er als Kaufmann ver- 
pflichtet war, nicht geführt hatte, sodaß der Konkursverwalter die Er-, 
klärung abzugeben gezwungen war, es sei kein Anhalt geboten, um eine ge' 
naue Uebersicht über das Vermögen des Gemeinschuldners zu schaffen. 
Feldblum een. war beschuldigt, dte Befriedigung der Gläubiger da 
durch vereitelt zu haben, daß er;, obgleich er es gewußt hat, wo die 
beiseitegeschafften Pfandstücke sich befinden, den Gläubigem nichts da 
von gesagt und auf diese Weise verhindert hat, daß die Gläubiger sich 
an den Pfandstücken für ihre Ansprüche schadlos halten. Insoweit es 
sich um die Mitangeklagte Selma Feldblum" handelte, beschloß die 
Strafkammer die Uebeiweisung der Sache an das zuständige Schöffen 
gericht. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Ferd. 
8- eine Gesamtstrafe von 5 Wochen Gefängnis, gegen Isidor F. 100 
Mark Geldstrafe. Das Urteil des Gerichtshofes lautete gegen Ferd. 
und Isidor Feldblum auf je 500 M. Geldstrafe eventl. für je 1 Tag 
Gefängnis je 10 M. Geldstrafe. 
Von der Reise zurück 
Zahnarzt Neubaur. 
Lvetterausfichte». 
Mittwoch: Etwas kälter, zeitweise aufklärend, jedoch 
sehr unbeständig mit öfter wiederholten Niederschlägen 
und ziemlich starken westlichen Winden. 
D-tan'wortllcher Schriftleiter: Hermann MarttntuS, Fktedena, 
ArSl. Dezember 1911, nachm. 5 Uhr ver 
stärkest langem, schweren Leiden mein lieber 
Manmiein guter Vater der 
Bankdirektor a. D. 
Rax Kogge 
im 5iLebonäjahrc. 
Frienau, den 1. Januar 1912. 
Flora Kogge geb. Schonert 
Werner Kogge 
Die rauerfeier findet am Mittwoch, den 3. Januar, 
nachm./, Uhr im Tranerhauae, Friedenau, Hauptstr. 75, 
die Beitang auf dem Dorotheenkirchhof Liesenstr. statt. 
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nachmittags Beckerstr. 17, e r. 
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erhält derjenige, der mir meinen 
vor etwa 4 Wochen entlaufenen 
schottischen Schäferhund Bob, braun 
mit weißer Brust, kenntlich durch et- 
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Schlesinger, Friedenau, Körnerstr.48 
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