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Periodical volume Nr. 235, 06.10.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Gleichzeitig Organ für den Mdenaner Ortsteil von SchZneberg und den Vezirksverein 5üd - West. 
Unparteiische Zeitung für Kmmnnale 
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Witzblatt „Seifenblasen«. 
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Leo Schultz in Friedenau. 
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Nr. 235 
Friedenau, Freitag den 6. Oktober (905. 
12. Iahrg. 
Aepeschen. 
Berlin. In 25 Volksversammlungen, von denen 
18 in Berlin stattfanden, wurde gestern Abend die Aus 
sperrung in der Elektriezitälsindustrie eingehend erörtert 
und eine Resolution gefaßt, den Streik mit allen Kräften 
fortzusetzen. 
Die städtische Verkehrsdeputation hat sich gegen die 
Verleihung einer neuen und die Verlängerung der be 
stehenden Konzession der Großen Berliner Straßenbahn 
erklärt. 
Lübeck. Der Wahlverein der Ordnungsparteien in 
Schwartau beschloß die Boykottierung aller Mitglieder, 
welche bei der Oldenburger Landtagswahl der Wahlurne 
fernblieben und so der sozialdemokratischen Partei zum 
Siege verhalfen. 
Görlitz. Der ehemalige Direktor des Braunkohlen 
bergwerks „Glückauf" in Lichtenau, Adolf Fiigener, der 
einen Geldschrank mit Nachschlüsseln geöffnet und 12 000 
Mark gestohlen hatte, wurde von der Strafkammer in 
Görlitz zu 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust 
verurteilt. 
Breslau. Die Meldung, daß Gras Kospoth, 
Kurator der Liegnitzer Ritterakademie, die Herrschaften 
Osson und Hassig an den Polen Martin Biedermann in 
Posen verkauft habe, ist der „Schles. Ztg." zufolge dahin 
richtig zu stellen, daß es sich um die den Landrat von 
Buddenbrockschen Erben gehörigen Rittergüter Honig und 
Niefken handelt. Diese Güter hat Graf Kospoth, mit 
dessen Schwester der verstorbene Landrat v. Buddenbrock 
verheiratet war, als Bevollmächtigter an Biedermann sür 
mehr als 1 100 000 M. verkauft. Im Kreise Grotz- 
Wartenberg herrscht große Aufregung über diesen Über 
gang alten deutschen Besitzes in polnische Hand. 
Wien. Am Schlüsse des heutigen Reichsrates wird 
Ministerpräsident Gautsch auf Grund kaiserlicher Ent 
schließung den Reichsrat vertagen. 
Brünn. Der gestrige Abend verlief recht ruhig. 
Nur in einigen Provinzstädten exzedierten die Tschechen 
gegen die Deutschen. Ein hier abgehaltenes Meeting, in 
welchem eine Resolution gegen die Deutschen beschlossen 
werden sollte, wurde behördlich aufgelöst. 
Budapest. Gestern Abend fand ein längerer 
Ministerrat statt, nach dem verlautete, daß Baron 
Fejervary bereits die prinzipielle Zustimmung der Krone 
zur Durchführung des Wahlresormprogramms habe. Nur 
noch einige kleine Details sind ungelöst. Fejervary wird 
sich am Sonnabend wieder an das kaiserliche Hoflager 
nach Wien begeben. 
Moskau. Infolge der Unruhen, welche im 
Universitätsgebäude stattfanden, drang eine Menge von 
etwa 2000 Personen in das Gebäude ein, worauf der 
Rektor die Universität schließen ließ. In einem benach 
barten Gebäude wurden Kosaken untergebracht in Er 
wartung kommender Unruhen. 1500 Studenten baten den 
Rektor, die Vorlesungen wieder aufzunehmen. Der Rektor 
erklärte, er hoffe das bald zu tun, erwarte aber, daß sich 
die Studenten von Kundgebung.n fernhalten würden. — 
Trotz der Konzessionen, welche die Gemeindebehörden 
gemacht haben, nimmt der Streik der Straßenbahner 
immer größeren Umfang an. Auch der Streik der Setzer 
dehnt sich wieder aus, der die Mehrzahl der Moskauer 
Druckereien umfaßt. Die Mehrzahl der Zeitungen kann 
nicht erscheinen. Kosaken bewachen die Gebäude der 
Wasserwerke, da man befürchtet, daß auch diese Arbeiter 
in den Ausstand treten werden. — In einer Petition 
protestieren die Anwälte gegen das vollständige Versagen 
der Polizeiorgane. Jnfolgedeffen sind mehrere Anwälte 
wegen der Kritik in die Verbannung geschickt worden. 
Kiew. Die eine Hälfte der Studenten der 
Universität besucht die Vorlesungen, während sich die 
andere Hälfte mit politischen Kundgebungen befaßt. 
Paris. Das „Echo de Paris" berichtet aus Peters 
burg. während der letzten Kreuzfahrt des Zaren in den 
finnländischen Gewässern wohnte der Zar auch den Versuchen 
bei, welche mit einem in Frankreich erbauten Unterseeboot 
gemacht wurden. 
Der „Matin" berichtet aus Washington, Präsident 
Roosevelt werde zur Überreichung des Friedensoertrages 
zwischen Baron Rosen und Takahira eingeladen werden. 
Die Überreichung wird nur eine Formalität sein. 
London. Die „Central News" berichten, daß 
zwischen der russischen und japanischen Regierung ein 
Einverständnis erzielt worden sei, betreffend die unver 
zügliche Rückbeförderung der Gefangenen in ihre Heimat. 
Die Zahl der japanischen Gefangenen in Rußland beträgt 
etwa 2000 Offiziere und Soldaten. Diese werden an die 
deutsche Grenze gebracht und Uber deutsche Häfen nach 
Japan zurückgebracht. Die Unterhandlungen bezüglich des 
Rücktransportes dauern mit verschiedenen Schiffahrts 
gesellschaften fort. Die russischen Gefangenen werden zur 
gleichen Zeit Japan verlaßen. 
Neuyork. Die Versicherungs-Untersuchung ergab, 
daß drei große Gesellschaften ein programmäßiges Ab 
kommen getroffen hatten, um die Staatslegislatur zu 
bearbeiten. Verschiedene republikanische Wahlkomitees 
haben von Versicherungsgesellschaften große Geldbeträge 
für Wahlzwecke angenommen. 
Mgemeines. 
fj Für den Reiseverkehr sind einige kleine 
Neuerungen beachtenswert: Das „Merkbuch für Reisende", 
welches die Kgl. Eisenbahndirektion Berlin im vorigen 
Jahre herausgegeben hat, ist in neuer Auflage erschienen' 
welche die inzwischen eingetretenen Abänderungen berück 
sichtigt. Ferner ist die „Übersicht der auf den preußisch 
hessischen Staatsbahnen laufenden Schlafwagen" berichtigt 
worden, wobei für Berlin namentlich der Schlafwagen 
betrieb Potsdamer Bahnhof - Frankfurt a. M. - Basel in 
Betracht kommt. Sodann ist zu der „Anweisung zur 
Bekämpfung ansteckender Krankheiten im Eisenbahn- 
Verkehr" ein neues Verzeichnis der „Kranken-Übergabe- 
stationen" herausgegeben morden. Des weiteren dürfte 
die Nachricht interessieren, daß, nach Durchführung des 
zweiten Gleises auf der Strecke Oranienburg-Löwenberg 
die Fahrgeschwindigkeit der Züge wieder erhöht werden 
kann, und endlich ist zu erwähnen — es betrifft dies aber 
nur die Reisen „geschlossener Gesellschaften" —, daß das 
Kursbuch für die Gefangenen-„Transportwagen" in neuer 
Auflage an die zuständigen Behörden versandt worden ist. 
fj Die „geheime Verfügung" der Kgl. Eisenbahn 
direktion Berlin, nach welcher anonyme Anzeigen gegen 
Beamte unnachstchtlich der Vernichtung anheimfallen sollen, 
ist nicht neu, sie machte schon vor etwa einem halben Jahre 
die Runde durch alle Zeitungen. Trotzdem ist sie ganz 
gut gemeint und entspricht wohl auch den Anschauungen 
aller Wohlgesinnten. Nur eins fehlt ihr: sie ist nicht 
mehr — sie existiert garnicht! Man darf begierig sein, 
wann sie nun wieder, wie der Phönix aus der Asche, zu 
neuem Dasein erwachen wird . . . 
Lokales. 
ch Ernennungen. Der schon lange Jahre in 
Friedenau wohnhafte Geh. expedierende Sekretär und 
Kalkulator im Kriegsministerium Herr Liebscher ist zum 
Rechnungsrat ernannt und dem Geh. Registrator Herr Hillig, 
gleichfalls im Kriegsministerium, ist der Charakter als 
Kanzleirat verliehen worden. 
ch Neues Hochban-Büro. Das Geschäftszimmer 
des Architekten für Hochbau, Herrn Duntz, befindet sich 
jetzt im Armenhause. 
ch Die Asphaltierung der Kaiserallee wird am 
Sonnabend beendet sein. Auf alle Fälle macht die Straße 
schon jetzt einen sehr vornehmen Eindruck. Nach An 
legung der Rasenstreifen und sonstigen gärtnerischen An 
lagen wird sich das Bild der Straße weiter heben. 
f Pflegekinder. Del Herr Amtsvorsteher weist er 
neut darauf hin, daß Personen, welche Kinder, die noch nicht 
das 6. Lebensjahr überschritten haben, in Pflege nehmen 
wollen, dazu der polizeilichen Genehmigung bedürfen. 
t Die neuen elektrischen Wagen. Bei den von 
der Direktion der Westlichen Vorortbahn eingestellten 
neuen Wagen (Linie v und E) macht sich insofern eine 
Neuerung bemerkbar, als der sonst für den Schaffner auf 
»2. 
Gewagtes Spiel. 
Roman van H. von Schreibershofen. 
(Nachdruck verbaten.) 
Kapitel 12. 
An einem der köstlichen Aussichtspunkte, welche Capri in 
so unvergleichlicher Fülle für die verschiedensten Ansprüche 
bietet, saß die Marchcsa di San Croce in tiefen Gedanken, 
die ziemlich unerfreulicher Natur waren. Sie liebte diesen ein 
samen Platz in der Nähe des Leuchtturmes ganz besonders, 
wo nichts sie ihrem Sinnen und Träumen entzog. Sie be 
durfte der Einsamkeit, um sich ganz wiederzufinden. Ritt 
jedem Tage ward ihr klarer, daß sie in Sizilien nur erfahren, 
nur gesehen, nur gehört, was sie wissen sollte. Die alte 
Kammerfrau Estcllas war entfernt worden, sie galt für krank 
— aber die Marchesa hätte sie aufsuchen können; der Arzt 
sollte eingeladen werden, war aber verreist — wenn es so war; 
alle und jede Auskunft über Estcllas plötzlichen Tod erschien 
ihr jetzt ungenügend, gekünstelt, unwahr. Mehr und mehr 
trat der Verdacht gegen den jetzigen Herzog wieder m den 
Vordergrund, ohne daß sie einen bestimmten Grund dafür an 
geben konnte. Aber sie wünschte, ihn beschuldigen zu konneiy 
wenn sie es sich auch nicht ganz klar sagte. Rief sie sich 
den Abend im Quirinal zurück, wo er ihr die Trauernach 
richt übermittelt, so erwachte ihr volles Mißtrauen aufs neue 
und sie meinte, wäre er irnr ans seinem Landsitze anwesend 
gewesen, sie hätte ihn entlarvt. Ünd dann packte sie ivied^ 
die ganze Enttäuschung und machte sie sich darüber auch 
bittere Vorwürfe, so ivurde doch ihre Empfindung keme 
andere dadurch. 
Ihr Blick ruhte auf dem durchsichtigen blauen Waffer, :n 
deffen Tiefe eine wunderbare Tier- und Pflanzenwelt lebte 
und webte. Lange dunkelgrüne, federartige Ranken wurden 
sanft hin und her getrieben und rötliche, durchscheinende 
runde Medusen schwebten dazwischen herum. Kleine See 
pferde stiegen auf und ab, dünne Polypenarme streckten sich 
vor und zurück, und die Marchesa sah alles, ohne es mit 
Bewußtsein zu erfassen, sie dachte nur an den Grafen di Boyn 
ulld daß sie ihm nicht gewachsen war, daß er über sie 
triumphierte. 
Schon seit einiger Zeit kreuzte ein Boot in ihrer Nähe 
herum, ohne daß sie darauf geachtet, jetzt legte es aii, ein 
junger Mann sprang gewandt ans Land, befestigte das Boot 
und näherte sich ihr. Doch erst als er sie anredete, blickte sie 
auf. Ein paar scharfe, kluge, braune Augen begegneten ihrem 
Blick, der Ausdruck des kühn geschnittenen, charaktervollen 
Gesichts fesselte sie. Seine Manieren, seine Art zu sprechen 
verrieten den gebildeten Mann. Er sprach von Lippone. 
Lächelnd fragte sie, ob der Bursche vielleicht zu ihm in 
seinen frühern Dienst zurückgekehrt sei; sie lasse ihn ganz frei, 
erhebe keine Ansprüche an ihn. 
Nein, Lippone war frei zu gehen oder zu bleiben, 
Girolamo Laveggi, Arzt aus der Nähe von Amalfi, wie er 
sich vorstellte, war nicht sein Herr, kam aber seinetwegen. 
„Ist es Zufall oder snchteii sie mich hier an diesem Fleck?" 
„Lippone meinte, ich würde die Frau Marchesa hier an 
treffen, deshalb versuchte ich es. Je unbeachteter unser Zu 
sammensein bleibt, desto besser für alle Teile. Ist der Frau 
Marchesa noch erinnerlich, welchen Eindruck das Bild der 
Gräfin Estella aus Lippone gemacht hat?" 
Die junge Fra»: erschrak. Nicht vor der Frage, nein, vor 
den durch sie blitzartig auftauchenden, ihren heimlichen Ver 
mutungen sich anpassenden Vorstellungen. Wie kam dieser 
fremde Mann zu der Frage nach Estella! „Ihre Schönheit 
überwältigte ihn," sagte sie nach einer Weile stockend. 
„Sticht ihre Schönheit — Um aller Heiligen willen, bleiben 
Sie ganz ruhig — hier, nehmen Sie diesen Stein, besehen 
Sie ihn, bleiben Sie still, sagen Sie nichts — Lippone 
erkannte die Dame, er hat sie oft gesehen, wie ich sie gesehen 
habe" — Girolamo schwieg, bückte sich, hob Steine auf, ließ 
sie durch seine Hand gleiten und fuhr langsam mit Betonung 
aber in leisen: Tone fort — „noch gestern, gestern Abend, 
Frau Marchesa." 
Der laue Sommerwind strich weich über das Wasser und 
trieb die kleinen Wellen leise plätschernd an das kiesige Ufer: 
der klare Spiegel trübte sich durch die Unruhe für einen Augen 
blick, die Kiesel rollten zurück, eine Möwe setzte sich auf den 
nächsten braunen Felsblock, tauchte dann in die Flut und flog 
mit ihrer Beute pfeilschnell davon, von einer Gefährtin ver 
folgt, die ihr laut schreiend den Fund abzujagen versuchte. 
Dann glättete sich die See wieder, die grünen Ranken wiegten 
sich hin und her, Med-.Kn, Seepfcrdc und Polypen wurden 
sichtbar — und noch immer starrte die Marchcsa den jungen 
Arzt an, unfähig die Bedeutung seines Wortes zu begreifen, 
seine Tragweite zu ermessen. Dort lag das Meer vor ihr, die 
Insel Jschia stieg wie ein Märchenschloß daraus empor, hier 
war Capri, der Leuchtturm, die Gärten voll Feigen und 
Orangen — nein, sie träumte nicht . . . 
Girolamo hielt ihr eine stärkende Essenz vor und nach 
einigen tiefen Atemzügen gewannen ihre Augen wieder Leben, 
verlor ihr Antlitz den starren, versteinerten Ausdruck. Und 
dann war ihr auf einmal, als habe sie seit Monaten auf diese 
'Minute gewartet, alles, was sie gefürchtet, war also ein 
getroffen, nein mehr, weit mehr. Und mit einem Schlage 
kehrte das Leben, das Bewußtsein ihr zurück. Sie drückte 
beide Hände vor ihre Augen, im Fluge durcheilte ihr Geist 
die Zeit in Sizilien, alles war ihr gegenwärtig, di Boyns 
verändertes Wesen, als er sich im Quirinal unbeobachtet 
glaubte, der Ausdruck seines Gesichts, der Ton seiner Stimine 
— und dann stand sie auf. Staunend ruhte Girolamos 
Blick aus ihrem schönen, geistvollen und energischem Antlitze, 
er fühlte, dieser Frau konnten sie vertrauen, an ihr hatten sic 
die Hilfe, die Ercole brauchte. Nach der sie so tief erschütternden, 
alle Fugen ihres Wesens auseiuanderreißcnden Eröffnung stand 
sie schon wieder gefaßt und tatkräftig vor ihm, verlangte 
alles zu wissen'und lauschte seiner Erzählung, ohne ihn mit 
einem Worte zu unterbrechen. 
„Ein Gift, das ihr nicht den Tod gebracht, wie es sollte, 
aber den Verstand zerrüttet hat," wiederholte sic dann. „Also 
körperlich gesund, ist Estella ohne jede Erinnerung. Aber 
mich wird sie 'erkenne::, meine Stimme wird sie weckclck-^Und tur
        
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