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Periodical volume Nr. 227, 27.09.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Gleichzeitig Organ für den ßriedenaner Grtsteil von Schöneberg und den Vezirksverein Süd-West. 
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Leo Schultz in Fttedenau. 
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Leo Schultz in Friedenau. 
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Ur. 227. 
Friedenau, Mittwoch den 27. September 1905. 
12. Iahrg. 
feierlich zu empfangen, da der Friedensschluß vom Zaren 
ratifiziert sei. In der Bevölkerung wird Protest gegen 
die Verleihung des St. Andreasordens an Witte erhoben, 
man wirft ihm vor, versprochen zu haben, das Schicksal 
der jüdischen Bevölkerung zu bessern. 
Paris. Das Warenhaus der Galerie de Martiere 
ist durch eine Feuersbrunst total zerstört. Der angerichtete 
Schaden ist enorm. 
London. Die städtischen Verwaltungsbehörden haben 
beschlossen, nicht an der Subskription zur Begehung des 
Sieges von Trafalgar teilzunehmen, da es nicht angebracht 
sei, angesichts der guten Beziehungen zu Frankreich nach 
100 Jahren diesen Sieg zu feiern. 
Bak«. Gestern fand die Abreise des kaiserlichen 
Spezialgouverneurs statt. Die Polizei verhaftete 17 
Personen wegen Teilnahme an unerlaubten Versammlungen. 
Weitere Verhaftungen stehen bevor. Die Zahl der aus 
Baku Ausgewiesenen beträgt bis jetzt 40 000. 
Allgemeines. 
[] Falsche Hundertmarkschcine sind seit kurzem 
wieder im Umlauf. Die Fasifikate sind den Reichsbank 
noten der Emission vom 1. Juli 1899 nachgebildet und 
tragen in den Nummern stets die Zahlen 0788904, nur 
die Zusammenstellung ist verschieden. Auf der Vorderseite 
ist die Farbe in den Worten „Reichsbanknote, Ein Hundert 
Mark" dick aufgetragen. Die Rückseite ist rauh und läßt 
die Fälschung erkennen, da ihr alle Feinheiten des Stiches 
fehlen. Eine Belohnung bis zu 300 Mk. wird von der 
Reichsbank demjenigen zugesichert, der zuerst einen Ver 
fertiger oder wlffertt.^m Verbreitet der Falsifikate zur 'r 
Anzeige bringt,, so daß er zur Rechenschaft gezogen und 
bestraft werden kann. 
Lokales. 
,f Amtliches. Herr Bürgermeister Schnackenburg 
ist gestern von seinem Urlaub zurückgekehrt und hat heute 
die Leitung der Amtsgeschäfte übernommen. 
-j- Der Kronenordeu III. Klaffe wurde unserem 
verdienstvollen Schöffen und stellvertretenden Amtsvorsteher 
Herrn Geh. Kanzleirat Bache anläßlich seines Ausscheidens 
aus dem Staatsdienste (1. Oktober) verliehen. 
-j- Zum Rechnungsrat ernannt ist der hier in der 
Wielandstraße wohnhafte Geh. exp. Sekretär und Kalkulator 
im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Herr Heinemann. 
-j- Kaualifierung. Der Eigentümer Galland hier 
hat den Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zur Bebauug 
des Grundstücks Wilhelmshöher-Ecke Stubenrauchstr. Nr. 53 
beim Gemeindevorstand gestellt. Desgleichen der Eigen 
tümer Dorsch zu Berlin für das Grundstück Schwalbacher- 
straße 2. Der Erteilung der Bauerlaubnis stehen, so bemerkt 
der Gemeindevorstand in seiner Vorlage für die Gemeinde 
vertretung, als Bedenken nur entgegen, daß die in Betracht 
kommenden Straßen bezw. Straßenseiten noch nicht auf 
beiden Seiten kanalisiert sind. Uni nun für die Zukunft 
bei weiterem Anbau an nicht völlig kanalisierten Straßen 
diesbezügliche Einzelanträge und Beschlüsse zu vermeiden, 
wird die Gemeindevertretung ersucht, den Gemeindeoorstand 
zu ermächtigen, in denjenigen Straßen des Ortes, die noch 
nicht völlig kanalisiert sind, auf Antrag der Anlieger die 
Entwässerungsleitungen verlegen lassen zu dürfen, wenn 
erstere den einmaligen Entwässerungsbeitrag vorher bei der 
Gemeindekasse einzahlen. 
f Schulschluff. Ein Schulhalbjahr geht am Sonn 
abend wieder zu Ende. Für Lehrer und Schüler ein 
gleich bedeutungsvoller Tag, am bedeutungsvollsten wohl 
für die Schüler, welche an diesem Tage die Schule 
gänzlich verlassen, nachdem nun eine Reihe von Jahren 
hindurch ihre Erziehung zum großen Teile in den Händen 
ihrer Lehrer gelegen hat. Wie rasch schwand doch die 
Zeit seit jenem Tage, da der „Dreikäsehoch" an der Hand 
der Mama zum erstenmale die Schulpforte überschritt und 
ihm damit ein großes Teil seiner bisher ungebundenen 
Freiheit geraubt wurde. Dann wurde er in die Mysterien 
der Schulfibel eingeweiht, mußte das kleine Einmaleins, 
später sogar das große Einmaleins lernen, lauter Dinge, 
die er früher nicht kannte und von denen er erst allmählich 
einsehen lernte, daß man sie lernen muß, um im Leben 
dereinst eine Stellung einzunehmen. Hier hat eben die 
Kunst des Lehrers einzugreifen. Seine Tätigkeit darf nicht 
allein darin bestehen, die ihm anbefohlenen Schützlinge zu 
unterrichten, er muß es auch verstehen, diesen grünen 
Jurzaens beizubringen, warum dies alles nötig sei, warum 
pe öas alles lernen müßten, nicht für die Schule, nichr 
für den Lehrer, sondern für sich selbst. Am Schlüsse des 
jeweiligen Semesters, wenn dann der Schüler oder die 
Schülerin von ihren Lehrern scheidet, dann wird sich der 
Lehrer nicht weniger darüber freuen können, daß er seinem 
Schüler eine gute Zensur erteilen kann, als dieser selbst; 
sieht er doch in der guten Zensur die Früchte seiner 
Arbeit, die ihn dann aufs neue anspornen, auf demselben 
Wege weiter zu arbeiten. So ist der Tag des Schlusses des 
jeweiligen Semesterhalbjahres immer ein bedeutungsvoller 
Tag für Lehrer und Schüler, so ist es wieder der kommende 
Sonnabend für unsere Gemeindeschule. Feierlich soll dieser 
Schulschluß begangen und auf seine Bedeutung auch für 
die zur Entlassung kommenden Konfirmanden hingewiesen 
werden. Im Anschluß hieran wird eine Prämiierung 
derjenigen Schulkinder stattfinden, die ihre Beete im 
Schulgarten mit besonderer Sorgfalt gepflegt haben. So 
entläßt die Schule ihre Pflegebefohlenen. Aber der Tag 
ist in diesem Jahre für unsere Schule noch bedeutungs 
voller. Sind doch nun 10 Jahre verflossen, daß Herr 
Rektor Hannemann zum Leiter der Anstalt berufen 
wurde. Zehn Jahre Leiter unserer Gemeindeschulei Die 
Depeschen. 
Berlin. Durch die Maßnahme der bei dem Streik 
in der Elektrizitätsindustrie beteiligten Firmen, wonach am 
Sonnabend sämtliche Betriebe geschlossen werden sollen, 
werden 33 000 Arbeiter gezwungen, die Arbeit niederzu 
legen. Die Arbeitgeber sind fest entschlossen, nicht mehr 
zu bewilligen, als in dem Ultimatum am vergangenen 
Sonnabend zugestanden worden war. Die vereinigten 
Firmen haben sich indessen bereit erklärt, um die 
angekündigte allgemeine Aussperrung zu vermeiden, bis 
zum Sonnabend mit den Vertretern der Arbeiterschaft in 
Verhandlungen einzutreten, falls diese es wünschen. 
Hamburg. Das „Fremdenblatt" und die „Ham 
burger Nachrichten" enthalten gleichlautende, von angeblich 
gut informierter Seite stammende Mitteilungen, wonach 
Witte den Auftrag habe, wegen eines Zusammengehens 
Rußlands und Deutschlands für den fernen und nahen 
Osten zu verhandeln. Auch mit der deutschen Finanzwelt 
werde Witte nach einer Mitteilung von Herrn Fischl, der 
Mitinhaber der Firma Mendelssohn & Co., von neuem 
in Verkehr treten. 
Wien. Die Budapester Vorgänge machen hier einen 
starken Eindruck, man sucht zu beschwichtigen, findet aber 
die Mittel noch nicht. Als erstes Opfer dürfte doch 
Gautsch fallen, dessen gestrige Abwälzung der Verant 
wortung für die Ablehnung des Fejervary'schen Programms 
in ungarischen Kreisen, wo man genau informiert ist, 
einen schlechten Eindruck macht. 
Budapest. Die in der Presse zum Ausdruck ge 
langende Stimmung wird immer erregter. Die Blätter 
greifen Gautsch in heftiger Weise an und schenken seinen 
Beteuerungen alsolut keinen Glauben. Die aus der 
liberalen Partei ausgetretenen 20 Abgeordneten meldeten 
gestern ihren Eintritt in die Koalition an. Für die 
Plenarversammlung aller Parteien am 3. Oktober werden 
umfassende Vorkehrungen getroffen. Die Führer der 
Koalition werden jetzt die Provinz bereisen, um diese über 
die politische Lage aufzuklären. Das Subkonntee des 
Koalitionsausschusses veröffentlichte gestern Abend den 
Entwnrf der Antwort auf das den Koalitionsführern vom 
Kaiser vorgelegte Programm und erklärt, die auf die 
Kommandosprache und den Ausgleich bezüglichen Punkte 
als der Verfassung und den Gesetzen widersprechend. — 
Im Laufe des gestrigen Abends fanden abermals Straßen- 
excesse statt, wobei wieder vielfach Zusammenstöße zwischen 
Arbeitern und Studenten erfolgten. 
Neapel. Die neue Tätigkeit des Vesuvs, die seit 
gestern Abend eine sehr starke ist, hat unter der Be 
völkerung große Unruhe hervorgerufen. Man befürchtet 
Katastrophen. 
Petersburg. Fürst Letinski hat dem Petersburger 
Gemeinderat vorgeschlagen, Witte bei seiner Ankunft 
Gewagtes 8pie». 
Roman von H. von Schreibershofen. 
24 (Nachdruck verboten.) 
Gabrieli erklärte der Marchesa auf ihren Wunsch die 
Aussichtspunkte, nannte ihr auch die Lieblingsplätze Estellas 
und versuchte von Zeit zu Zeit das Gespräch aus seine Ver 
ehrung für die schöne, für die anmutige, für die geistvolle 
Marchesa zu lenken, doch ihre kühlen, abweisenden Blicke oder 
ihr spöttisches Lächeln wareii wenig ermutigend. 
Sie waren langsam bis an das untere Tor geschritten, 
das sich nach dem felsigen Strande hin öffnete. Dort blieb die 
Marchesa stehen. „Ich danke Ihnen für Ihre freundliche 
Führung, Graf Gabrieli, möchte aber jetzt gern allein sein, 
um mich ilngestört der Erinnerung an Estella hinzugeben. 
Alles, was Sie mir gezeigt und gesagt haben, hat mrr ihr 
Bild so lebhaft vor die Seele geführt, daß ich zu tief ergriffen 
bin, um ihre liebenswürdige Gesellschaft genügend zu würdigen. 
Sie haben vermutlich auch mancherlei zu tun, lassen Sic sich 
durch mich nicht stören. Ich werde etwas an den Strand 
gehen." 
„Nicht allein," sagte Gabrieli schnell. „Es wäre hier 
nicht ratsam, gewiß." 
Sie sah ihn mit feinem überlegenen Lächeln an. „Ich 
irre mich schwerlich in der Annahme, daß der Herzog von 
Leonforte die Macht hat, mich auch außerhalb seiner Parktore 
zu schützen — wenn er will." Sie legte eine starke Betonung 
auf die letzten Worte. „Und will er nicht, so wäre das —" 
„Ich werde hier stehen bleiben, bis ich Sie wieder in 
Sicherheit weiß," unterbrach der junge Graf sie hastig und 
öffnete ihr ehrerbietig selbst das Tor. 
Sie dankte und ging ohne Zögern einen schmalen Pfad 
zum Strande hinab, setzte sich auf einen Felsblock und starrte 
träumerisch auf die glitzernde Flut. Sie hätte es nicht länger 
oben ertragen. Die schattigen Laubengänge drohten sie zu er 
sticken, die in allen Farben schillernden Blumen unter dem 
gleißenden Grün taten ihren Augen weh und schienen ihrer 
Trauer zu fpollen, vre ruinier noch ihr Herz erfüllte. Sie war 
enttäuscht, der Herzog, Gabrielis Vater hatte den Landsitz ver 
lassen. sie konnte ihn nicht beobachten und alle ihre Pläne 
zerfielen in nichts. Vielleicht hatte er sich gefürchtet vor 
ihrem scharfen Blick, ihren Fragen, ihren Benrerkungcn. Und 
in der kurzen Zeit, die sie hier verweilte, hatte die Marchesa 
schon hinreichend Gelegenheit gehabt, von Estellas Krankheit 
und Tod zu hören. Es war nichts Auffallendes, nichts Be 
sonderes dabei vorgefallen, sie hatte sich Torheiten eingebildet, 
rm ersten schmerzlichen Schrecken über die Nachricht von Estellas 
plötzlichem Tode. Daß ein junges, gesundes, blühendes Ge- 
chöpf so jäh aus dem frischen, frohen Leben herausgerissen 
ein sollte, hatte sie überivältigt und ihre Phantasie mit 
chauerlichen Bildern belebt. Man hatte es ihr in Rom 
ziemlich nahegelegt, welche einflußreiche bedeutende Stellung sie 
als zukünftige Herzogin von Leonforte einnehmen, welch' wich 
tiges Bindeglied sie zwischen der Partei des Herzogs hier in 
Sizilien und dem Königshause andererseits abgeben könnte. 
Man hatte alles getan, ihren Ehrgeiz zu wecken und — Aber 
an Gabrielis Seite, in so enger Verwandtschaft mit Estellas 
Oheim — die Marchesa schauerte zusammen und ihre ganze 
Abneigung gegen di Boyn ward wieder lebendig. 
Sie blickte nach langem Sinnen endlich wieder auf und 
ihre Augen begegneten denen eines jungen Menschen, der sie 
hinter dem nächsten Felsblocke hervor unverwandt anstarrte. 
In der ersten Ueberraschung wollte sie nach Gabrieli rufe», 
bemerkte aber sogleich, daß sie zufällig einen ganz versteckten 
Platz ausgesucht hatte, zugleich streckte der junge Mensch bittend 
seine rechte Hand aus und führte sie dann an die Lippen. 
Ein hübscher Mensch, das bräunliche Gesicht mit dunklen. 
Zungen Augen und weißen blitzenden Zähnen hinter den roten 
Lippen gefiel ibr. Die Kleidung war nicht abgerissen, er sah 
nicht bedenklich oder gefährlich aus, obschon die Art, sich ihr 
zu nähern, außergewöhnlich war. 
Tie Marchesa nickte und vorsichtig wie eine Schlange 
kroch er heran. „Exzcllcnza, nur ein Wort! Ist die Gismonda 
noch im Palazzo? . Die schöne Gismonda, die Tänzerin aus 
Sorrent. Erzellenza, um aller Heiligen willen, nur das Wort, 
ist sie da!" In des Burschen Augen und Stimme lag ein 
baipzes, heißes Flehen, sein Gesicht, seine zusammengepreßten 
Hände drückten jolche Verzweiflung ans, daß sich die Marchesa 
von Mitleid ergriffen fühlte. Er sah es ihr sofort an, fein 
Vertrauen zu ihr wuchs. 
„Ich bin erst seit kurzem hier, bin stemd, habe auch keine 
Gismonda gesehen. Ist es Deine Schwester oder Deine" Ge 
liebte? Und weshalb suchst Du sie hier, wen hast Du im 
Verdacht?" Vielleicht hätte die Marchesa sich an keinen: 
andern Orte der Welt mit einem ganz fremden Menschen in 
ein solches Gespräch eingelassen, hier spiegelte ihr der nie ganz 
schlummernde Verdacht gegen di Boyn vor, es sei ihre Pflicht, 
genau zu wissen, was im Palazzo vorgehe, ob Gabrieli — 
Ein verächtlicher Zug grub sich um ihren Mund. Was ging 
sie Grabrieli an! 
Der Bursche hatte sich zu ihren Füßen niedergekaucrt und 
flüsterte ihr zu, er habe sie kommen sehen und flehe sie an, 
ihm zu helfen. Die Gismonda sei seine Geliebte, seine Braut 
gewesen, sie habe in Sorrent getanzt, um Geld zu verdienen, 
wo dann ein vornehiner Herr ihr vorgeredet, man würdige sie 
dort nicht, er habe sie unzufrieden gemacht und dann — sei 
sie weggewesen — 
' „Mit ihm?" fragte die Marchesa dazwischen. 
Des Burschen weiße Zähne knirschten, seine schwarzen 
Augen glühten. Er wußte es nicht genau, glaubte es aber. 
Er sei ihrer Spur bis hierher gefolgt. 
„Nnd was willst Du tun, armer Mensch, wenn Du sie 
findest?" Die Marchesa wußte die Antwort im voraus. 
„Mich rächen!" Sie erschrak nun doch vor seinem wilden 
Blick. „Mich rächen an ihm." 
„Und sie?" 
„Er hat sie verlockt und — ich liebe sie," sagte er düster. 
„War der vornehme Herr jung?" 
„AU, nicht jung." 
(Fortsetzung folgt.)
        
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