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Periodical volume Nr. 216, 14.09.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Gleichzeitig Organ für den ßriedenauer Grtsteil von 5ch8neberg und den Bezirksverein 5üd - West. 
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Fernsprecher: Nr. 129. 
Ur. 216 
Friedenau, Donnerstag den 14. September 1905. 
12. Iahrg. 
Depeschen. 
München. Man befürchtet eine Feldmausplage; 
die Regierung gab deshalb Abwehrweisungen. Im ge 
ernteten Getreide sind vielfach Schädlinge und stellenweise 
Brand bis zu 30 Proz. vorgekommen. 
Budapest. Um mit der Krone zu einer Ver 
ständigung zu gelangen, hat der größte Teil der Führer 
der Opposition beschloffen, die Forderung der ungarischen 
Kommandosprache einstweilen fallen zu lassen. 
Warschau. Wie verlautet, soll der General 
Meyendorff zum Statthalter von Polen ernannt werden. 
Krakau. In Podgorce sind zwei Schüler des 
dortigen Staatsgymnasiums unter choleraverdächtigen 
Erscheinungen erkrankt. Alle sanitären Vorsichtsmaßregeln 
sind getroffen. 
Belgrad. Hier ist man einer geheimen mazedonischen 
Verbindung auf die Spur gekommen, welche bezweckt, auf 
gewaltsamen Wege eine allgemeine Unordnung auf dem 
gesamten Balkan hervorzurufen, um auf diese Weise die 
mazedonische Autonomie zu erzwingen. 
Petersburg. Der Kriegsminister gab Befehl, die 
auf dem Wege nach der Mandschurei befindlichen 
Reservisten anzuhalten. — Kriegskorrespondenten melden 
aus der Mandschurei, daß die Chinesen bereits wieder 
beginnen, ihre Felder zu bestellen. 
Ausständige Arbeiter versuchten in Baku einen 
Straßenbahnwagen in die Luft zu sprengen, indem sie eine 
Bombe auf die Schienen legten, die jedoch noch rechtzeitig 
entdeckt wurde. 
Paris. Nach hier eingetroffenen Meldungen ist im 
Suezkanal abermals ein Schiff mit Dynamit gesunken. 
Der Transitverkehr dürfte für ca. drei Wochen eingestellt 
werden. 
Der Kabinettschef im Handelsministerium, Juttet, 
wurde von einem Automobil überfahren und erlag bald 
darauf seinen Verletzungen. 
Ein Telegramm, welches dem hiesigen Kolonialamte 
zuging, berichte!, daß der Forschungsreisende De Brazza 
plötzlich seine Reise unterbrochen und sich in Dakkar ein 
schiffen mußte Sein Zustand soll bedenklich sein. 
Monteleone. Hier ist die Ruhe wieder eingekehrt. 
Der bessere Teil der Stadt zrigt das gewöhnliche Aus 
sehen. In den Vorstädten lagert die Einwohnerschaft im 
Freien, vor der Stadt biwakieren Soldaten, fortwährend 
Verstärkungen erhaltend. In dem Gebiet von Monte 
leone haben 30 Ortschaften schwer gelitten, 5 davon sind 
vollständig zerstört. Im ganzen sind 60 000 Menschen 
betroffen, 40 000 Bewohner müssen neue Häuser erhalten. 
Die Ursache der Katastrophe ist nicht in der Stärke des 
Stoßes zu suchen, sondern in der verhältnismäßig langen 
Dauer, besonders aber in der allzuschlechten Beschaffenheit 
der meisten Häuser der hiesigen Gegend, da die gut 
fundamentierten Häuser und Villen der reichen Leute 
widerstanden. 
Tunis. Durch eine Gasexplosion, welche gestern in 
einer Fabrik erfolgte, wurde ein Italiener getötet und ein 
Italiener sowie vier Eingeborene verwundet. 
Neuyork. Der russische Gesandte Baron v. Rosen 
frühstückte gestern in Oyfterbay beim Präsidenten Roosevelt. 
Man vermutet, daß bei dieser Gelegenheit auch die neuen 
Zollvergünstigungen erörtert worden sind. 
Oyfterbay. Präsident Roosevelt empfing von Witte 
ein Telegramm, wonach dieser ihm mitteilt, er verfehle 
nicht, bevor er den gastfreundlichen amerikanischen Boden 
verlasse, dem Präsidenten und dem amerikanischen Volke 
seinen aufrichtigsten Dank auszusprechen, sowie den seiner 
Begleiter für den herzlichen Empfang, der ihnen bereitet 
worden sei. 
Tokio. Obgleich der Belagerungszustand in Pokohama 
kein formeller ist, sind doch von den dortigen Behörden 
die gleichen Maßnahmen wie in Tokio getroffen worden. 
Die Eingänge der Konsulate und Hotels sind militärisch 
besetzt. — Nach der amtlichen Zusammenstellung, welche 
von der Polizei über die jüngsten Unruhen veröffentlicht 
wird, sind insgesamt 308 Polizisten, 16 Feuerwehrleute 
und 2 Soldaten verwundet morden. Auf Seiten der 
Bevölkerung gab es 9 Tote und 387 Verwundete. 
Allgemeines. 
sj Betriebs-Unfälle haben sich im Monat Juli d. I. 
auf deutschen Eisenbahnen (ausschließlich der baierischen 
und der Bahnen mit weniger als 50 Kilometer Länge) 
ereignet: 20 Entgleisungen auf freier Bahn (davon 10 bei 
Personen-Zllgen), 21 Entgleisungen in Stationen (davon 
7 bei Personenzllgen), zwei Zusammenstöße auf freier 
Bahn (zwischen Güter- und Rangier-Zügen), 6 Zusammen 
stöße in Stationen (davon 2 bei Personenzügen). Bei 
diesen Unsällen wurden insgesammt 5 Bahnbedienstete ge 
tötet, 14 Reisende und 18 Bahnbedienstete verletzt. 
0 Der Fahrplan der Simplon-Bahn ist soeben 
erschienen; er tritt in Kraft „vom Tage der Eröffnung des 
Simplon-Tunnels an". Es sollen zwischen Brig und 
Domodoffola täglich acht Züge in jeder Richtung und 
außerdem dreimal wöchentlich ein Luxuszug verkehren. 
Unter den acht Zügen befinden sich je zwei Expreßzüge 
mit erster und zweiter Klasse. Die Fahrzeit durch den 
Tunnel beträgt bei den in Jselle (Italien) haltenden 
Zügen 24 bis 30 Minuten, die Fahrt von Brig nach 
Domodoffola (mit den Zwischenstationen Jselle, Vugo, 
Preglia) etwas über eine Stunde. Die Expreßzüge 
brauchen für diese Strecke (ohne Aufenthalt) 43, der 
Luxuszug 47 Minuten. In umgekehrter Richtung haben 
die gewöhnlichen Züge eine Fahrzeit von l*/ 4 bis l 1 /, 
Stunde, die Schnellzüge eine solche von 65 Minuten. Der 
Tagesexpreß verläßt Lausanne 9 Uhr 20 Min. Vorm, und 
trifft in Mailand um 3.50 Nm. ein; umgekehrt: ab 
Mailand 3.20 Nachm., an Lausanne 10.20 Abends. Die 
Luxuszüge haben dieselbe Fahrzeit. Der Nachtexpreß 
fährt ab Lausanne 1.13 Nachts, an Mailand früh, um 
gekehrt: ab Mailand 11.15 Abends, an Lausanne 6.05 
früh. Die Fahrzeit der schnellsten Züge zwischen diesen 
Stationen betrug bisher (über die Gotthardbahn) rund 
11 Stunden, sie wird durch die Simplonbahn um 47 2 
Stunden abgekürzt. Von Bern ab bietet der Weg durch 
Gesagtes 6pie». 
Roman von H. von Schreibershofen. 
lg, (Nachdruck verboten.) 
„Aber" — antwortete er mit einer der bezeichnenden, aus 
drucksvollen Handbewegungen, die so viel sagen können. 
In diesem Augenblicke wurde von Giuseppe das Zeichen 
gegeben, daß einige der fremden Herren mit den schonen 
Sorrentinerinnen zu tanzen wünschten, eine emgeschoben 
Ueberraschung, die schon ruanchem rnehr Geld gekostet und ihn 
länger hier gehalten hat, als er beabsichtigt. Schon drehten 
sich einige Paare nach der etwas schwacheil Musik m der Hatte 
herum; ein steifer Engländer mit der schonen üppigen Frau 
des ersten Tänzers, ein gelenkiger Russe nnt d« kleinen c lckeu 
Tochter des ersten Musikers, andere folgten. Da sah L Ppone 
die beiden Herren, hinter denen er vorhin gestanden aus sich 
zukommen, von Giuseppe geleitet, ^m 
hingeworfen, Gisnwnda umgefaßt und flog mit hr an d 
Herren vorbei, die ihm spöttisch lächelnd nachblickten 
di Boyn wartete, bis das Paar zurück kan, nnt glanzenden 
Augen und hochklopfender Brust, und sagte dann nnt an^ 
gesuchter Artigkeit einige anerkennende Worte über Givmondav 
Tanz Der Herr", mit ei,rer leichten Bewegung nach Lippvne 
hin? „kömmt Ihnen noch nicht gleich, was zu bedauern ,. 
Ungleichheit im Tanzen ist sehr hinderlich. .,, ^ 
Niunnne sckiämte sich und war wütend. „Vielleicht, ve- 
und mÄ. Bewegung, um den, Grusen d,e 
Tänzerin abzutreten. , , Sie nichts, schöne Gismonda, 
di Boyn lächelte. „Furchten ot , • 
ich weiß Ihre Kunst besser zu ivnrdigen, als sie durch me n 
Ungeschick heben zu, wollen. Ab« um W «»f dm Hohe zu 
sein, müßten Sie ein besseres Kostüm haben. gr.ic , 
grob und nicht mif ihre Figur gearbeitet. Doch hier schadet 
das nichts, es versteht niemand etwas davon, aber in Rom 
oder noch besser in Palermo — doch Verzeihung, Sie werden 
schwerlich hier iveggehcn wollen, ich verstehe!'" Ter Graf ver 
neigte sich bedeutungsvoll vor beiden, zuckte wie bedauernd 
die Achseln lind ging langsam weg. 
Das Zeichen zun: Beginn eines neuen Tanzes verhinderte 
jedes weitere Gespräch zwischen Lippone und Gismonda. 
Wieder flapperten die Kastagnetten, wirbelten die bunten Ge 
stalten durcheinander und stand Lippone in der Ecke. Sein 
brennender Blick folgte Gismondas an.nutvollen Beivcgnngcn, 
doch nicht mit der reinen Freude wie vorhin. 
Guiseppe stieß ihn an. „Tanzen darfst Du hier nicht. 
Freund, das ist nur für die Fremden/" raunte er Lippone zu, 
„und wenn der Graf —" 
„Welcher Graf?"" fragte Lippone mit funkelnden Augen. 
„Der mit Euch sprach, Graf di Boyn. Hätte er mit der 
Gismonda getanzt, ich führte ihn deshalb hin, er hätte sie nicht 
mit leerer Hand wieder weggehen lassen. Du hast sie darum 
gebracht. Mach' daß Du hinauskommst, guter Junge! Sieht 
Dich unser Herr Rafael, so konnte cs böse Worte geben. 
Willst Du die Gismonda noch sprechen, sie wohnt beim Cecco 
an der Piazza in Sorrent,"" daniit schob Guiseppe mit seinem 
schusselnden Gange aber kräftigen Armen Lippone ganz freund 
schaftlich zur Türe hinaus, die er hinter ihni schloß. 
Gismonda drehte sich zum Erlange der Musik und befühlte 
bei jeder Wendung den viel zu groben Stoff ihres Kleider-, 
das ihr so schlecht saß. 
Graf Boyn sah ganz ruhig und gleichgiltig zu, doch als 
Gismonda in einer Pause nicht iveit von ihm stand und sich 
tief aufatmend mit dem billigen bunten Fächer Kühlung zu 
wehte, fagte er, laut genug für sie, zu seinem Nachbarn: „Schade 
den Simplon keine Abkürzung; man fährt von hier nach 
Mailand in 8 Stunden 50 Min., über die Gotthardbahn 
dagegen nur S 1 ^ Stunde. 
Lokales. 
t Jrn nördlichen Teile der Kaiscrallee sind die 
Asphaltierungsarbeiten auf der Seite des Sportparkgeländes 
nunmehr fertiggestellt, sodaß, wie bereits mitgeteilt, die 
elektrische Straßenbahn das neue Geleise befahren kann, 
mährend auf der anderen Seite die Betonunterlage eben 
falls streckenweise bereits gelegt ist. 
ff Droschkenhalteplätze. Wie wir erfahren, ist ein 
dritter Droschkenhalteplatz an der Bismarckstraße errichtet 
worden. Somit dürfte dem dringenden Bedürfnis in 
wirklich anerkennenswerter Weise abgeholfen sein, voraus 
gesetzt, daß sich auch bald Droschken einfinden. 
ff Beschwerde hat der Kaufmann Franz Schmidt 
aus der Niedstraße 28 beim hiesigen Amtsvorstande geführt 
hinsichtlich des von uns gebrachten Artikels mit der Spitz- 
marke „Lokalpatriotismus". Der genannte Herr stellte 
die Behauptung auf, daß wir unsere Informationen nur 
von Beamten erhalten haben könnten, oder daß der 
Gemeindeverordnete Herr Leo Schultz die Akten eingesehen 
habe und sich dann eines Bruchs des Amtsgeheimnisses 
schuldig gemacht habe. Demgegenüber können wir Herrn 
Schmidt mitteilen, daß die Mitglieder unserer Redaktion 
nicht an die Beamten herantreten, um diese auszuforschen 
und auszukundschaften, ebenso weiß Herr Gemeindeverord- 
neter Leo Schultz selbst, was er zu tun und zu lassen hat. 
Auf jeden Fall scheint dieSache vonHerrn Schmidt und seinem 
Kreise ausgegangen zu sein. Neuerdings erhalten wir von 
privater Seite die Nachricht, daß Herr Schmidt in 
seinem 3 Seiten langen Schreiben die 10 M. tägliche 
Konventionalstrafe nur forderte für den Fall, daß die 
Frist nicht eingehalten werde, die er für Entfernung der 
Rosetten bestimmte. 
ff Silberne Hochzeit. Am Sonnabend, den 
16. d: Mts. feiert der Kaufmann Herr Otto Woysche 
nebst^, Gemahlin das Fest der silbernen Hochzest. Seit 
1. Juli 1880 hier ansässig, blickte er am 1. Juli d. Js. 
auf eine 25 jährige Bürgerschaft in Friedenau zurück und 
hatte in dieser Zeit Gelegenheit, unseren Ort von den 
kleinsten Anfängen bis zur heutigen Größe aufblühen zu 
sehen. Bei Begründung der freiwilligen Feuerwehr wurde 
ihm das Amt des Rendanten übertragen, das er jedoch 
wegen andauernder Krankheit niederlegen mußte. Auch 
war er ein eifriges Mitglied des ehemaligen Kirchen-Bau- 
vereins sowie des Geselligen Vereins. Ein Helfer in der 
Not, werden beim Lesen dieser Zeilen, viele sich seiner 
dankbar erinnern. Dem Jubelpaare sind Schicksalsschläge 
der herbsten Art nicht vorenthalten geblieben, an denen 
Alt-Friedenau den herzlichsten Anteil genommen hat. Seit 
15 Jahren Rheinstraße 5 im Hertzer'schen Hause wohnend, 
ist es gewiß ein Zeichen guter Beziehungen zwischen Wirt 
und Mieter. Mögen dem Jubelpaare noch viele, viele 
Jahre in derselben Frische nnd Gesundheit beschieden sein. 
nm des Mädchens Talent und Erscheinung, ihr fehlt nur der 
richtige Rahmen, um große Wirkung hervorzubringen. Sie 
könnte bald in Gold wühlen. Hier ist sic verloren, aber als 
Schusterfrau oder um ihrem Manne die Makkaroni aufs Felo 
zu bringen, braucht sie freilich nichts weiter. Und Ehrgeiz 
kennen diese Landinädchen nicht, ivie cs scheint."" Ein Blitz 
ans Gismondas Augen belehrte ihn, daß er seinen Zweck 
erreicht, sic ihn gehört und verstanden hatte; er aber blieb 
unbeweglich, kein Zucken verriet, daß er mit Absicht so gesprochen. 
„Was meinst Du dazu, Mintje?"" fragte ein hier ansässiger 
Fremder, ein holländischer Villenbesitzer, auf dem Rückwege 
nach Sorrent seine rundliche blonde Gattin, „hat es Dir 
gefallen?"" 
„Blendiverk,"" sagte sie kurz, „Geschäft wie alles hier, auf 
die Fremden berechnet." 
Zu derselben Zeit saß Gabriel!, Graf di Boyn im Salon 
der Marchcsa di San Croce in Rom. Der wohldurchwärmte 
Raum war luxuriös eingerichtet, Kostspielige Smyruateppiche 
deckten den Boden, schwellende Ottomanen und Sessel luden 
zum glühen ein, auf den Tischen und Etageren wie auf 
Konsolen an den Wänden sah man die schönsten Nachbildungen 
antiker Kunstwerke, dazwischen blühende Pflanzen, deren Duft 
das Zimmer erfüllte. Es war der Salon einer schönen, ver 
wöhnten und gefeierten Frau. 
Die junge Marchcsa war in großer Toilette; als besonderer 
Liebling der Königin ward sie häufig zu Hose befohlen und 
kam soeben von dort. Die Marchcsa wohnte bei dem Vater 
ihres verstorbenen Gemahls, den sie töchterlich pflegte und der 
ihr volles Kindesrecht eingeräumt. Um ihre vollen weißen 
Schultern lag zarter weißer Schwanendann, hier und da durch 
Veilchcntnffs unterbrochen, die ebenfalls über das weiße
        
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