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Periodical volume Nr. 205, 01.09.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Frist von 3 Monaten vernichtet. Diese millionenhaften 
Unannehmlichkeiten blieben erspart, wenn die Herren Ab 
sender wenigstens ihre eigene Adresse richtig angegeben 
hätten. Noch größer ist die Zahl der „unanbringlichen" 
Drucksachen aller Art. Mit diesen wird, soweit sie vom 
Auslande eingehen, meist kurzer Prozeß gemacht. Die 
Postvcrwaltungen können sich darüber verständigen, daß 
gewisse, als wertlos erachtete (?) Drucksachen von der Rück 
sendung ausgeschlossen bleiben. Im Verkehr zwischen 
Deutschland und Amerika werden z. B. nur solche unbe 
stellbaren Drucksachen nach dem Aufgabeort zurückgesandt, 
die, wie Bücher, Korrekturen, Manuskripte usw. einen 
dauernden Wert, besonders für den Absender, haben. Nur 
ausnahmsweise werden auch „wertlose" Drucksachen, wie 
Zeitungen, Geschäftsanzeigen, Kurszettel usw., die regel 
mäßig aus demselben Orte mit falscher Adresse hier ein 
laufen, deutscherseits mit Angabe, des Grundes der Un- 
bestellbarkeit zurückgesandt, damit der Absender von der 
unrichtigen Adressierung Kenntnis erhält und die Adresse 
berichtigen oder die Sendungen einstellen kann. 
[] Die Sicherheits-Kuppelung der Eisenbahn 
wagen, welche eine schnellere und gefahrlose Verbindung 
der Wagen ermöglichen soll, hat, wie wir jüngst an 
deuteten, zu neuen, umfangreichen Versuchen geführt, die 
indeß mit den Probefahrten des „Güter-Schnellzugs" in 
keinerlei Zusammenhange stehen, sodaß auch die Annahme 
den Tatsachen vorgreifen würde, daß die Anwendung der 
Mittelkuppelung bei unseren Staatsbahnen in absehbarer 
Zeit erfolgen könne. Es handelt sich hierbei um eins der 
schwierigsten Probleme, da ja die Wagen aller Ver 
waltungen des Kontinents mit der bekannten „Schrauben"- 
Kuppelung versehen sind, welche zwischen zwei (seitlichen) 
Puffern, also gerade da befestigt ist, wo die selbsttätige 
Kuppelung, bei der nur ein (Mittel-)Puffer vorgesehen ist, 
angebracht werden müßte. Man kann auch nicht einzelne 
Wagen lediglich mit der neuen Kuppelung ausrüsten, sie 
müssen vielmehr daneben auch die alte Kuppelung führen, 
weil sie ja sonst mit Wagen des alten Systems nicht ver 
bunden werden können. Dies ist nur eine der vielen 
Schwierigkeiten, die der endgiltigen Lösung dieser wichtigen 
Frage entgegenstehen. 
Lokales. 
f Das Elektrizitätswerk ist soweit fertig, daß in 
der Zeit vom 15. bis 20. September der Betrieb eröffnet 
werden kann. Diejenigen hiesigen Einwohner, die bereits 
Anschluß an die Leitung haben, können vom Tage der 
Betriebseröffnung bereits Strom erhalten. Eine Strom 
berechnung bis zum 1. Otober findet nicht statt. In der 
Verwaltung hofft man, daß bis 1. November die In 
stallation der Bogenlampen für die Straßenbeleuchtung 
beendet sein wird und Friedenau dann von diesem Zeit 
punkt an in elektrischem Licht erstrahlen wird. Leider 
haben mehrere Hauswirte noch nicht ihr Einverständnis 
zur Anbringung von Rosetten an ihrem Hause für die 
Beleuchtung erklärt. Es bleibt der Verwaltung daher 
nichts übrig, als Mastbäume vor den Grundstücken auf 
zustellen. Im Maschinenraum des Elektrizitätswerkes ist 
man jetzt dabei die Wände mit weißen Kacheln zu be 
kleiden, worauf dann mit dem Legen der Bodenfliesen 
begonnen wird. Der Elektromotor für den zweiten Diesel 
motor ist auch bereits eingetroffen und wird in den 
nächsten Tagen der Motor selbst eintreffen, so daß nach 
dem 1. November alles fix und fertig ist. 
f Mit dem Ausbau der Kaiserallee geht es 
rüstig vorwärts und hoffen die Unternehmer bestimmt noch 
vor dem 1 .Oktober mit den Arbeiten fertig zu sein. Das 
Richten der Schienen der Straßenbahn auf der ganzen 
Strecke, mit Ausnahme der westlichen Seite des Friedrich 
Wilhelmplatzes, ist fast beendet. Der nördliche Teil des 
Platzes hat bereits die Asphaltdecke erhalten. Ob die 
Wilhelmstraße und der Platz vor dem Kirchhof noch in 
diesem Jahre umgebaut wird, scheint sehr fraglich, da hier 
mit den Arbeiten noch nicht begonnen ist und außerdem 
der Herbst sich schon bemerklich macht. 
t Endlich nach dem Innern Berlins. Die 
Friedenauer sind nunmehr in der glücklichen Lage ohne 
Schwierigkeiten mit der Elektrischen nach dem Herzen 
Berlins zu gelangen. Gestern Nachmittag fanden mittels 
„Bestelltem Wagen", in welchem sich die Berliner Derkehrs- 
deputation, darunter einige Beamte der Verkehrs-Polizei 
vom Präsidium befanden, nochmals Probefahrten statt, 
die selbst zu Beanstandungen keine Veranlassung gaben. 
Nur mußte die eine Haltestelle zweimal verlegt werden so daß 
sich dieselbe jetzt vor dem Lorenzschen Uhrengeschäft be 
findet, während die andere genau gegenüber ihren Stand 
vor der Adler-Apotheke, Rheinstraße 16, hat. Heute früh 
wurde nun die erweiterte Gleisstrecke nach dem Schöne 
berger Krankenhaus dem Verkehr übergeben und haben wir 
dadurch zwei neue Linien erhalten und zwar die Verbindung 
Rubensstraße— Schlesische Brücke (Nr. 88) und Rubensstraße— 
Weißensee (Nr. 60). Die erstgenannte Linie hat folgende 
Teilstrecken: Rubensstraße—Potsdamer Straße—Potsdamer 
Bahnhof—Leipziger Straße—Spittelmarkt—Seydelstraße— 
Alte Jakobstraße — Köpenicker Straße—Schlesisches Tor — 
Schlesische Brücke. Die zweite Linie fährt folgendermaßen: 
Rubensstraße—Martin Lutherstraße—Nollendorfplatz—Pots 
damer Straße — Leipziger Straße—Französische Straße— 
Werderscher Markt — Schloßplatz — Alexanderplatz — Song« 
Hansstraße—Prenzlauer Allee — Weißensee (Schloß). Der 
Preis für die ganze Fahrstrecke beträgt nur 10 Pf. Der 
Verkehr ist für jede Linie ein ISminutiger, sodaß von der 
Kaisereiche ab stündlich durch die vier Linien (die beiden 
neuen, E u. D) 24 Züge abgehen werden. Das Publikum 
hat sich an die neuen Haltestellen erklärlicherweise noch 
nicht gewöhnt und so sammeln sich die Fahrgäste an den 
alten Plätzen an, von wo sie seitens eines Angestellten 
der Straßenbahn nach dem richtigen Halteplatz ver 
wiesen werden. Die Stelle an der Kaisereiche bildet 
jetzt für den übrigen Wagen- und Publikum - Verkehr 
eine sehr gefährliche Stelle und es wird hiermit 
dringend aufmerksam gemacht, dort beim Passieren 
der Straßendämme die größte Vorsicht obwalten zu lassen. 
Über die Neugestaltung des verunzierten Platzes an der 
Kaisereiche wird sich unsere Gemeindevertretung am 
kommenden Montag beschäftigen, und daß er wieder so 
hergestellt wird, daß er der Prachtstraße würdig ist, dessen 
können wir sicher sein. Wir können die neuen lang ge 
wünschten VerkehrSoerbefferungen nur mit Freuden be 
grüßen und daß diese unserem Ort wieder neue Gäste und 
Anwohner bringen werden, versteht sich wohl von selbst. 
f Die erste Predigt nach stiner Krankheit und 
Erholungsreise wird Herr Pfarrer Lic. Dr. Becker am 
Sonntag, den 3. September, in der Nathanaelkirche halten. 
-j- Anläßlich der Herbstparade fällt morgen, wie 
bereits im Vorjahre, auf Anordnung des Kaisers der 
Unterricht in den Schulen Berlins und der Vororte aus. 
In einigen Anstalten fanden heute Nachmittag besondere 
Feiern anläßlich des Sedantages statt. 
t Die Feier des Sedautages wird, wie wir 
bereits berichteten, seitens des Männer-Turnvereins am 
Sonntage den 3. September, Nachmittags 3^/z Uhr auf 
dem Turnplatz am Birkenwäldchen durch ein Turn- und 
Spielfest veranstaltet und die Bürgerschaft hierzu offiziell 
eingeladen. Das Abbrennen des Holzstoßes, welchem stets 
mit großen! Interesse zugesehen wird, erfolgt mit bereit 
willigster Genehmigung unseres Herrn Bürgermeisters 
Schnackenburg auf dem ehemaligen Sportplatz. 
f Gemeinschaftliche Kanalisation« Der Ma 
schinenmeister für das Pumpwerk soll nach einem Beschluß 
des Schöneberger Magistrats in Klasse 2 der Besoldungs 
ordnung für die Beamten rc. eingereiht weredn. Das 
Gehalt ist in Höhe von 2450 M. festgesetzt. Gewählt für 
den Posten hat der Magistrat aus der Reihe der Be 
werber den bisher bei der Firma Borsig beschäftigt ge 
wesenen Montagemeister Fick. 
f Das Schöneberg-Friedenauer Kaufmanus- 
gericht, das für beide Orte gemeinschaftlich gebildet ist, 
hatte sich in den ersten sieben Monaten seines Bestehens 
mit 63 Streitsachen zu befassen, von denen 9 unerledigt 
blieben. In 59 Fällen waren Angestellte gegen Kaufleute 
klagbar geworden, in 3 Fällen Lehrlinge gegen ihren Lehr 
herren und in einem Falle ein Prinzipal gegen seinen 
Handlungsgehilfen. Erledigt wurden 3 Klagen durch Zu 
rücknahme, 16 durch einen Vergleich, 15 durch ein Ver 
säumnisurteil und 20 auf andere Weise; außerdem wurden 
zwei Anerkenntnis- und ein kontradiktorisches Urteil gefällt. 
f Schmerlinge? contra Lenbach. Die geschiedene 
Gattin des Prof. Lenbach, die sich mit dem Prof. Dr. 
Schweninger, des Leiters des Lichterfelder Krankenhauses, 
usiederverehelicht hat, hatte bekanntlich gegen die Witwe 
des Künstlers, Frau Charlotte von Lenbach, einen Prozeß 
auf Herausgabe ihres erstehelicken Kindes, Marion, ange 
strengt und das Landgericht München hatte der Klage 
stattgegeben. Auch in der Berufungsinstanz ist Frau von 
Lenbach jetzt zur Herausgabe des Kindes verurteilt worden. 
Die Gerichte nehmen an, daß für das Verhältnis der Frau 
Prof. Schweninger zu ihrer Tochter der Art. 203 des 
Einf.-Ges. zum B.-G.-B. maßgebend ist, nach welchem das 
Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und einem vor 
Inkrafttreten des B.-G.-B. geborenen ehelichen Kindes sich 
jetzt nach den Vorschriften des B.-G.-B., nicht nach Landes 
gesetz, bestimmt. Die in Frage kommenden Paragraphen 
des B.-G.-B. legen aber der Mutter, die sich anderweit 
verheiratet hat, das Recht und die Pflicht auf, für ihr 
Kind zu sorgen (§ 1697) und diese Sorge umfaßt (nach 
§§ 1631/2) das Recht und die Pflicht, das Kind zu er 
ziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu be 
stimmen. An diesem gesetzlichen Fürsorgerecht der Frau 
Prof. Schweninger habe weder die letztwillige Verfügung 
Lenbachs über die Erziehung seiner Tochter Marion, noch 
der zwischen ihm und der Klägerin vor der Scheidung 
geschloffene Auseinandersetzungs-Vertrag etwas ändern 
können; der letztere enthalte Bestimmungen für den Fall des 
Ablebens einer Partei überhaupt nicht. Ein zweiter Prozeß 
gegen Frau von Lenbach, in welchem der gesetzliche Ver 
treter eines erstehelichen Kindes den zwischen Lenbach und 
dessen Witwe wegen Pflichtteils-Verletzung angefochten hatte, 
soll nach der deutschen Juristenzeitung im Vergleichswege 
beigelegt worden sein. 
-j- Bei de? Preußischen Klaffeulotterie muß 
die Erneuerung bezw. Einlösung der Lose zur dritten Klaffe 
bei Verlust des Anrechtes bis spätestens Montag, den 
4. September, Abends 8 Uhr, erfolgt sein. Die Ziehung 
der dritten Klaffe beginnt Freitag, den 8. September. 
t Übe? den amerikanischen Mehltau des 
Stachelbeerstrauches hat die Kaiserliche Biologische 
Anstalt für Land- und Forstwirtschaft in Dahlem bei 
Steglitz im Verlage von P. Parey und Julius Springer- 
Berlin kürzlich ein Flugblatt Nr. 35 herausgegeben. Die 
darin behandelte Krankheit schädigt die Stachelbeerkulturen 
Amerikas schwer. Die Früchte und die Zweigspitzen der 
Sträucher bedecken sich dabei mit einem anfangs weißen, 
dann kastanienbraunen, filzigen Überzüge, unter dem erstere 
bisweilen platzen, in der Regel klein und unschmackhaft 
bleiben, letztere verkümmern. In Deutschland war die 
Krankheit bisher unbekannt, ist aber dieses Jahr zum ersten 
Male im Regierungsbezirke Bromberg aufgetreten. Allen 
Besitzern von Stachelbeersträuchern ist dringend zu raten, 
daß sie sich genau mit dem Wesen der Krankheit bekannt 
machen und im Falle ihres Auftretens schleunigst die ge 
eigneten Maßregeln zu ihrer Bekämpfung ergreifen. Diese 
sind im dem Flugblatte ebenso wie eine genaue Kenn 
zeichnung der Krankheit angegeben. Das Flugblatt ist für 
Behörden, Körperschaften und Vereine, in einzelnen Stücken 
auch für Privatpersonen von der Kaiserlichen Biologischen 
Anstalt unentgeltlich, außerdem auch zu mäßigen, mit der 
Menge der bezogenen Stücke fallenden Preisen (1—100 Stück 
zu 4 Pf. das Stück) von der Verlagsbuchhandlung von 
P. Parey, Berlin SW., Hedemannstraße 10, erhältlich. 
f Otto Falb prophezeit fü? den Septembe? 
in den ersten beiden Dritteln des Monats kühles, ver- 
änderliches Wetter mit zahlreichen Niederschlägen, das 
letzte Drittel des September aber soll wieder trocken und 
warm werden. Als kritischen Tag zweiter Ordnung be 
zeichnet Falb den 13.,. als einen solchen erster Ordnung 
den 28. September. Nach dem hundertjährigen Kalender 
soll es in den ersten Tagen des September warm und 
gewitterreich werden, vom 5.-9. aber klares Wetter 
herrschen. Für den Zeitraum vom 10.—26. steht ver 
änderliches Wetter in Aufsicht, gegen Schluß des Monats 
sind Mederschläge zu gewärtigen. 
-j- Baue?n?egeln von» Septembe?. Recht 
regnerisch muß der September sein, um des LandmannS 
Wohlgefallen zu erregen, denn in den alten Bauernregeln 
heißt es: Septemberregen — Kommt den Saaten gelegen. 
Die Nächte können in diesem Monat gern eine niedere 
Temperatur aufweisen, heißt es doch: Kühle Nächte 
bringen sauern Wein, die über gesund sein, warme Nächte 
bringen süßen Wein. aber die ungesund sein. Auf einzelne. 
Tage des September haben folgende Reimsprüche Bezug: 
1. September: Jst's an Aegidt klar und hell — So wird 
der Herbst ein guter Gesell. 8. September: Wie's Wetter 
an Mariä Geburt — So dauerts noch 4 Wochen fürt. 
21. September: Schön Wetter an Matthäustag — TS 
gut 4 Wochen bleiben mag. 22. September: Mauritius 
klar, läßt einen harten — Sturmreichen Winter uns er 
warten. 29. September: Wenn Regen an St. Michel 
fällt — Plagt uns im Winter keine Kält'. 
f Die 2. Kaba?ett-Vorstellung heute Abend im 
„Hohenzollern" bringen wir hiermit in empfehlende 
Erinnerung. 
-j- Fü? Feinschmecke?. Rebhuhn-Essen sind jetzt 
an der Tagesordnung und verschiedene unserer Restaurants 
haben es unternommen, ihren Gästen bezw. dem Publikum 
diese Delikatesse bei musikalischer Unterhaltung aufzutischen. 
So findet morgen sowohl im Restaurant „Zum Birken 
wäldchen", Inhaber Herr H. Gaertner, Maybachplatz 10, 
als auch im Restaurant „Zum Begas, Dürerplatz 4, ein 
gemütliches Rebhuhnessen statt und können wir den Besuch 
beider Lokale nur bestens empfehlen. Nach diesen pikanten 
Abendessen steht das beste Bier in reichstem Maße zur 
Verfügung. 
t Erinnerungsfeie?. Zur Erinnerung der glor 
reichen Schlacht von Sedan findet morgen in der Feld 
kantine „Zum Wilhelmshöher Brunnen", Wilhelmshöher- 
straße, Konzert und Feuerwerk statt. 
-s Vereinswese«. Nunmehr beginnt wieder die 
Tätigkeit unserer zahlreichen Vereine und wollen alle in 
einem gemütlichen Heim tagen. Denjenigen Vereinen, die 
nach einem behaglichen Quartier Umschau halten empfiehlt 
durch Anzeige in heutiger Nummer das Restaurant und 
Cafä Piater, Rheinstraße Ecke Kaiserallee, seine eleganten 
Räumlichkeiten. 
Schöneöerg. 
— Sitzung der Stadtverordneten am Montag, 
den 4. September, Nachmittags 6 Uhr. Tagesordnung: 
1. Zur Auslegung gelangen die Berichte vom 18. Juli 
und 18. August d. I. über die Prüfung der Stadt- 
Hauptkasse, der Stadt-Steuerkasse, der städtischen Sparkasse. 
2. Wahl eines Mitgliedes zur Teilnahme an dem am 
Montag und Dienstag, den 18. und 19. September d. I. 
zu Charlottenburg stattfindenden 28. Brandenburgischeu 
Städtetage. (Einladung und Tagesordnung liegen zur 
Einsicht aus.) 3. Bericht über die Petition des Fräuleins 
Nowack um Zahlung eines Legats aus der Hasselmeyerschen 
Nachlaßmasse (Berichterstatter Stadtv. v. Glasenapp). 
,4. Kenntnisnahme von der Vorlage des Magistrats, betr. 
Beantwortung zweier Anfragen der Stadtverordneten 
Bartelt und Gen. bezüglich der Regulierung eines Teiles 
der Haupt- und der Kyffhäuserstraße. 5. Desgl., betr. die 
Nachweisung der in den technischen Bureaus vorübergehend 
beschäftigten Personen. 6. Erste Beratung der Vorlage 
des Magistrats, betr. Entlastung der Jahresrechnung über 
den Ferienkoloniefonds für 1904. 7. Desgl., betr. Ent 
lastung der Jahresrechnung der Friedhofsverwaltung für 
1904. 8. Desgl., betr. Entlastung der Jqhresrechnung 
über den Steueretat für 1904. 9. Desgl., betr. Entlastung 
der Jahresrechnung über den Kapital- und Schuldenetat 
für 1904. 10. Desgl., betr. Entlastung der Jahres 
rechnung über den Verschönerungsetat für 1904. 11. Degl., 
betr. Entlastung der Jahresrechnung über die Verkehrs 
verwaltung für 1904. 12. Desgl., betr. Entlastung der 
Rechnung über den Neubau des Verwaltungsgebäudes an 
der Hohenstaufenstraße. 13. Desgl., betr. Entlastung der 
Jahresrechnung über den Etat der Volksbücherei und Lese 
halle für 1904. 14. Desgl., betr. Entlastung der Jahres 
rechnung über den Straßenbaufonds für 1904. 15. Desgl., 
betr. Entlastung der Jahresrechnung der Sterbekasse für 
die Schöneberger städtischen Beamten, Lehrer und deren 
Ehefrauen für 1904. 16. Kenntnisnahme von dem Ein 
gang der Petition Nr. des hiesigen Gewerbe- und Kunst 
gewerbe-Vereins um unentgeltliche Überlassung zweier 
Schulräume und Gewährung einer jährlichen Beihilfe von 
1000 M. 17. Desgl. von der Vorlage des Magistrats, 
betr. Bestätigung der Wahl des Bürgermeisters Dr. 
Gerhardt zum Ersten Bürgermeister von Halberstadt. 
18. Beschlußfassung über die Vorlage des Magistrats, betr. 
Einreihung des für den Betrieb des Pumpwerks anzu 
stellenden Maschinenmeisters in Klasse II (Sekretäre) der 
Besoldungsordnung. 19. Desgl., betr. Verlängerung des 
mit der Kirchengemeinde hinsichtlich des Maschinenhauses 
an der Apostel Paulus-Kirche getroffenen Abkommens. 
20. Desgl., betr. Bewilligung von 600 M. zur Entsendung 
eines Vorsitzenden, einer Arbeitgeber- und eines Arbeit- 
nehmerbeisttzers des Gewerbegerichts zu dem in Würzburg 
stattfindenden Verbandstage Deutscher Gewerbegerichte. 
21. Desgl., betr. Errichtung von 9 Oberlehrerstellen an 
den höheren Lehranstalten zum 1. April 1906. 22. DeSgl., 
betr. Hinzumietung weiterer 6 Räume in den Miets 
häusern Kolonnenstraße 65/66. 23. Desgl., betr. den 
Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 1. Mai 
d. Js. — Regelung der in der Polizeiverordnung der ört 
lichen Straßenbau-Polizei-Verwaltung betr. die Befestigung 
der Bürgersteige vom 6. April. d. Js. berührten Ver 
hältnisse durch ein Ortsstatut. — 24. Beschlußfassung übrr 
die dauernde stenographische Aufnahme der Stadtoer- 
ordneten-Verhandlungen (Berichterstatter Stadtverordneter 
Dr. v. Gordon). 25. Wahl von 3 Stadtverordneten in 
die Materialwaren-Verwaltungsdeputation. 
— Ein Ortsstatnt behufs Regelung der in der
        
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