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Periodical volume Nr. 193, 18.08.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Gleichzeitig Organ für den ßüedenaner Ortsteil von Schöneberg nnd den Bezirksverein Süd - West. 
Unparteiische Zeitung für Kommunale 
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Leo Schultz in Friedenau. 
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Leo Schultz in Friedenau. 
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Kr, 193. Friedenau, Freitag den 18. August 1905 
13. Iahrg. 
Depeschen. 
Paris. Nach einer Meldung aus Nantes hat das 
Kriegsgericht die Revision des Leutnants Lestangis ver 
worfen. Der Leutnant war zu 2 Jahren Gefängnis ver 
urteilt worden, weil er sich geweigert hatte, bei der Aus 
weisung von Mönchen mitzuwirken. 
Gestern fand zwischen dem ehemaligen Leutnant 
Houets und einem Leutnant des 20. Dragonerregiments 
ein Säbelduell statt, in welchem ersterer verwundet wurde. 
Grund des Duells war eine Broschüre Houets, in welcher 
er militärische Zustände geschildert hatte. 
Petersburg. Der Rücktritt Bulygins und dessen 
Ersetzung durch Trepow ist unmittelbar bevorstehend. 
Sofia. Wie es heißt, wird Fürst Ferdinand mit 
dem König von England in Marienbad zusammentreffen, 
um mit demselben, sowie später mit dem Präsidenten 
Loubet über die mazedonische Frage zu verhandeln. 
Saloniki. Griechische Banden erschlugen im Dorfe 
Kladerop bei Florina 16 Bulgaren und brannten das 
Dorf Lescovetz nieder. 
Brest. Hier droht abermals ein Ausstand der 
Hafenarbeiter auszubrechen. 
Neuyork. Rosevelt besprach gestern mit Conger, 
dem früheren Gesandten in Peking, den chinesischen 
Boykott und den Verkauf der Hankou-Bahn. 
In Kingstowne (Carolina) fielen die Lokomotive und 
drei Wagen eines Personenzuges in den Esizabeth-Fluß. 
Die Zahl der Verunglückten ist noch nicht festgestellt, soll 
aber bedeutend sein. Das Unglück geschah dadurch, daß 
ein Teil der Drehbrücke nicht ausgedreht war. 
Vom rusfisch-japanischru Kriegsschauplatz 
und den FriedenSverhandlnnge«. 
Petersburg. Graf Lambsdorff hat seine Demission 
eingereicht, indessen hat der Zar bisher noch keine Ant 
wort erteilt. Die Motive des Entlassungsgesuches sind 
unbekannt, doch glaubt man, daß dasselbe mit den 
Friedensverhandlungen in Zusammenhang stehe. 
In gut unterrichteten Kreisen hofft man immer zu 
versichtlicher auf die Möglichkeit, mit Japan ein 
Arrangement zu erzielen, doch verhelt man sich nicht, daß 
die Schwierigkeiten, die sich einem Friedeusschlusse noch 
entgegenstellen, sehr große seien. 
Der Zar erhielt gestern Abend ein längeres Tele 
gramm von Witte, welches, wie in der Umgebung des 
Zaren versichert wird, auf denselben einen günstigen Ein 
druck gemacht hat. Witte soll u. a. auch mitgeteilt haben, 
daß er alles daran setzen werde, um die Verhandlungen 
zu einem raschen Abschlüsse zu bringen und er werde in 
folgedessen auch in keine längere Vertagung einwilligen. 
Witte hat auch gleichzeitig Lambsdorff telegraphisch ersucht, 
auf die russische Presse dahin zu wirken, daß diese ihre 
Angriffe wegen seiner (Wittes) angebliche Nachgibigkeit 
einstelle. 
Portsmouth. Die gestrige Sitzung der Friedens 
delegierten dauerte bis spät Abends. Da auch in der 
Nachmittagssttzung über Artikel 9 keine Einigung erzielt 
»Oie Mache ist mem." 
Kriminal-Roman von L. Haid heim. 
32. (Rachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.) 
Es vergingen noch emige wertere Tage, ohne Rachricht 
von Ducetti zu bringen, und die Sorge der Seinen wuchs 
immer höher. 
In solcher Not und tiefster Seelenangst sahen Palmieri 
und Constanze sich wieder, nicht wie ein entfremdetes Liebes 
paar, sondern wie zwei engbefreundete Menschen, von denen 
der eine Schutz und Hilfe bietet, der andere sie mit bangem 
Herzen ersehnt. 
Während Sordegna mit dem Chefarzt der großen Irren- 
anstalt sich täglich beriet, und dieser mit aller ihm zu Gebote 
stehenden Ueberredung die geängstigte Familie zu beruhigen 
suchte, konnte Palmieri ihnen in allerlei sich schon jetzt heraus 
stellenden Verwicklungen nützen, die eines gesetzkundigen 
Beraters bedurften. 
Trotzdem fühlten sie alle sich wie kleine Kinder verwaist 
und verlassen und sahen erst jetzt ein, daß der kleine, wunder 
lich fahrige Mann eine schier unglaubliche Arbeitskraft besessen 
und eine Unzahl von Dingen geleistet. 
Von allen Ecken und Enden kamen jetzt Depeschen an 
ihn — die einen wollten Auskünfte, die anderen Anknüpfung 
von geschäftlichen Beziehungen; bald waren es Forderungen, 
die man an ihn stellte, dann wieder wurden Angebote 
gemacht. Und alle diese Geschäftsleute forderten Eile, sofor 
tige Rückantwort, umgehende Entscheidung. 
In einem der abgelegensten Teile von Venedig, nur 
durch eiu ganzes Gewirr dieser unglaublich engen und rvink- 
werden konnte, so wurde die Beratung des Artikels 11 
begonnen. 
Tokio. Dem Mikado wurde am Sonntag eine von 
Oyama und allen in der Front stehenden Offizieren unter 
zeichnete Denkschrift überreicht, worin erklärt wird, daß 
die japanischen Truppen infolge der Verzögerung der 
Operationen ungeduldig seien und den Kampf herbei 
wünschten. Weiter wird in dem Schriftstück der Über 
zeugung Ausdruck gegeben, daß die Friedensbedingungen 
weit schärfer hätten sein müssen. 
Allgemeines. 
ff Die Beschleunigung der Fernzüge über die 
Stadlbahn ist das wichtigste Ergebnis des ersten Entwurfs 
des Winterfahrplans für den Berliner Verkehr. Die Be 
schleunigung kommt sowohl den Schnell- wie den Per 
sonenzügen zugute. Sie beträgt bei Schnellzügen zwischen 
Charlottenburg und Zoologischer Garten 1 Minute von 
dort bis Friedrichstraße 1 Minute und endlich zwischen 
Alexanderplatz und Schles. Bahnhof ebenfalls 1 Minute. 
Noch größer ist der Gewinn bei den Personenzügen. Sie 
gebrauchen im ganzen 4 Minuten weniger als bisher für 
die Stadtbahn. 
[| Der vorletzte „Strohwitwer^ng" nach Stet.in, 
Swinemünde, Heringsdorf und Misdroy geht am nächsten 
Sonntag, den 20. d. Mts., vom hiesigen Stettiner Bahn 
höfe ab. An den 12.25 Nachts abgehenden Stettiner Zug 
haben die Rügendampfer der Bräunlich-Gesellschaft in 
Stettin (Ankunft 2.34 früh) Anschluß. Der Sonderzug 
nach Swinemünde—Heringsdorf rc. geht am Sonntag 
5.46 früh ab und trifft in Swinemünde. Bad, 10.15, in 
Heringsdorf um 10.40, in Misdroy um 11.35 Vorm. ein. 
Die Rückfahrt erfolgt von Heringsdorf um 9.39, von 
Swinemünde um 10.06, von Stettin um 11.15 Abends, 
die Ankunft in Berlin um 1.43 bezw. 1.29 Nachts. Die 
Fahrpreise betragen bis Stettin 8,10 (II.), 5.40 (III.) M., 
bis Heringsdorf 12,60 bezw. 8,40 M, 
0 Wichtige Zugverbefferuugen und neue 
Anschlüffe bringt auch der Winter-Fahrplan der König!. 
Eisenbahndirektion Hannover. So werden die Schnellzüge 
Nr. 2 und 106 zwischen Berlin und Stendal beschleunigt 
(ab Friedrichstraße 7.58, an Stendal 9.48 Vorm.; ab 
Lehrter Bahnhof 8.21, an Stendal 9.55 Vorm.) Ferner 
wird der Schnellzug Ö 22 ab Friedrichstraße 3.34 Nachm, 
noch weiter beschleunigt und wie folgt verkehren: Hannover 
an 6.56, Bielefeld 8.23, Hamm 9.13 Abends; der Zug 
wird voraussichtlich bis Köln früher verkehren. Der 
Schnellzug Nr. 18, Berlin-Gütersloh, wird zur Herstellung 
von Anschlüffen in Berlin, Schles. Bahnhof) an die 
Schnellzüge I) 2 von Königsberg (an Schles. Bahnhof 
7 Uhr Abends) und an Schnellzug I) 56 von Posen (an 
Schles. Bahnhof 7.12 Abends) später gelegt und unter 
Abkürzung der Fahrzeiten bis Hannover verkehren (ab 
Schles. Bahnhof 7.21 Abends, Rathenow 8.53. Stendal 
9.29, Lehrte 11.25, Hannover 11.47 Abends, an Gütersloh 
1.54 Nachts. Die Anschlüsse nach Braunschweig-Gifhorn 
ligen Gäßchen zu erreichen, liegt das alle Kloster der Schwestern 
'des heiligen Benedict. Jahrzeh,rle hatte es wüst und unbe 
wohnt verschlossen gestanden, seit aber eine österreichische Fürstin 
mit großem Geldaufwande es sich zum Lebenszweck gemacht, 
das einst so stolze Kloster seinem einstigen Zwecke wieder 
zurückzugeben, war es für eine Anzahl frommer Frauen, die 
sich mit großer Energie der Erziehung der armen Kinder und 
sonstiger edler Zwecke befleißigten, wieder geöffnet worden. 
Hier — be, den fünf oder sechs alten Ordensfrauen, zu 
denen Irenes Großtante und Patin gehörte, hatte das junge 
Mädchen in seiner grenzenlosen Aufregung und Verlassenheit 
eine freundlichere Aufnahme gefunden, als es gehofft. 
Die Einsamen sahen in dem plötzlichen Erscheinen des 
fremden, schönen Mädchens, das von ihnen Schutz und Gast 
freundschaft erflehte, eine angenehme Unterbrechung ihres im 
trostlosen Einerlei dahingleitenden Lebens. — 
Wie einem Fürstenkinde trugen sie Irene die besten Seiden 
pfühle in das Gaststübchen, in welchem Staub und Vernach 
lässigung feit Jahren geherrscht, Matten für den Estrichbodcn 
und Tischdecken brachten sie — daß dem armen verwaisten 
Mädchen zu Mute wurde, als umspinne es ein Zauber, oder 
als müsse es plötzlich erwachen zu der schlimnien Wirklichkeit 
zurück, aus der es eben gekommen. Schivester Philomena, 
die Großtante, fast die älteste der Schar, war auch die klügste. 
„Das Dich nichts Gutes zu mir führt, mein armes 
Kind, das sah ich Dir sofort an,' sagte sie, sobald ihnen ein 
glücklicher Zufall ein kurzes Alleinsein brachte. „Willst Du 
aber bei meinen Mitschwestern lieb Kind bleiben, so bedenke, 
daß sie selber wie die Kinder sind, die jetzt in Dir ihre Puppe 
sehen. Mache Dich interessant für sie, Kindchen, erzähle ihnen 
alle Deine Leiden! — Sie werden glücklich sein. Dich bemit 
leiden zu können.' 
und Hildesheim bleiben durch Verschiebung der Anschluß 
züge gewahrt. Endlich wird Zug 208 zwischen Berlin 
und Stendal beschleunigt (ab Lehrter Bahnhof 7.52, an 
Stendal 10.25 Abends.) 
Lokales. 
ff Anmeldung schulpflichtiger Kinder. Die 
Anmeldung der zum 1. Oktober schulpflichtig werdenden 
Kinder hat am Montag den 28. August bis Freitag den 
1. September zwischen 11 und 12 Uhr im Amtszimmer 
des Herrn Rektors zu erfolgen. 
ff Die neue Prachtstrafie. In der Kaiserallee 
schreiten die Arbeiten rasch vorwärts. Die Betonunter 
lagen sind streckenweise bereits vollständig fertiggestellt, so 
daß in den nächsten Tagen mit der Asphaltierung be 
gonnen werden kann. Die Geleise für den zweigleisigen 
Ausbau sind ebenfalls gelegt und kann somit mit Fertig 
stellung der Asphaltierungsarbeiten der zweigleisige Ausbau 
in Betrieb genommen werden. 
ff Die Linie 88 wird voraussichtlich noch im Laufe 
dieses ^Monats dem Betrieb übergeben werden können, 
nachdem die Arbeiten so rasch vorwärts geschritten sind, 
daß der Geleiseanschluß an der Kaisereiche bereits fertig 
gestellt ist. In der Saarstraße wird der Betrieb eingleisig 
erfolgen und damit leider Zustände geschaffen werden, wie 
sie jahrelang in der Kaiserallee beklagt wurden. 
ff Vinen Spielplatz hat die Schöneberg-Friedenauer 
Terraingesellschaft der Gemeinde Steglitz unentgeltlich zur 
Verfügung gestellt. Vielleicht fällt auch für unsern Ort 
etwas ab, auf jeden Fall ist das Entgegenkommen der Gesell 
schaft nur zu loben. 
ff Neue Wagen hat die westliche Vorortbahn 
neuerdings auf den Linien D und E eingestellt. Die 
Wagen sind auf das bequemste eingerichtet und bilden den 
schroffsten Gegensatz zu den ehemaligen Donnerwagen. 
ff Für die Post. Allgemein ist es freudig auf 
genommen worden, daß die Ansichtskarten seit einiger Zeit 
auch auf der Vorderseite zur Hälfte für schriftliche Mit 
teilungen freigegeben sind. Es müßte aber von den Post 
beamten auch dafür Sorge getragen werden, das auf die 
Vorderseite Geschriebene durch den Poststempel nicht bis 
zur Unleserlichkeit zu entstellen, was leider ziemlich oft 
der Fall ist. Wenn nun auch in großen Betrieben, wie 
in Berlin, nicht zu verlangen ist, daß der Beamte beim 
Stempeln sorgfältige Rücksicht auf jedes einzelne Stück 
nimmt, so wäre es doch sehr wünschenswert, wenn 
wenigstens in kleineren Anstalten darauf hingewirkt 
würde, dem beregten Übelstande abzuhelfen. Werden 
doch zumeist in kleineren Orten Ansichtskarten zur Post 
gegeben. 
ff Die Kaufmannsgerichte. Im Bezirk der 
Korporation der Kaufmannschaft von Berlin sind von den 
11 auf Grund des Kaufmannsgerichtsgesetzes zu errichten 
den Kaufmannsgerichten bis jetzt 8 eröffnet, und zwar in 
Berlin, Charlottenburg, Schöneberg, Rixdorf, Wilmersdorf, 
Steglitz, Pankow und Lichtenberg. Es sollen ferner zur 
Ach, Irene hatte bei der Marchesa und sogar bei den 
Ducettis genugsam lernen müssen, sich den Gastfrcunden an- 
genehm zu machen! 
So suchte sie auch jetzt zu tun, und der Wunsch kam ihr 
wahrlich vom Herzen. 
So hatte sich das Leben des jungen Mädchens zu einem 
unendlich stillen und einförmigen, aber doch ganz erträglichen 
gestaltet. — 
Ja, Irene Sordegna hätte dem Himmel inbrünstig gedankt 
für dieses Asyl, wenn nur nicht die folternde Sehnsucht geivesen, 
von Palmieri zu hören, und die noch quälendere Sorge, daß 
er sie schnell vergesse», zu Constanze zurückkehren und in ihr 
nicht mehr noch weniger als ein leichtsinniges Mädchen scheu 
könnte, wie Donna Laura es tat und ihr prophezeit hatte. 
O nein, nein! Er liebte sie, er würde ihr die Treue 
bewahren, die er Constanze — gebrochen! 
Vergeblich sagte sie sich: Wir wollen ehrlich bleibe», wir 
haben gegen unsere Liebe redlich gekämpft; Gott hat sie uns ins 
Herz gelegt, der Znsamnicnklang unserer Naturen war unwider 
stehlich —. 
Solche Tröstungen halfen nur wenig, und sie hatte Donna 
Laura in die Hand gelobt, Palniieri ihren Aufenthalt nicht zu 
verraten. Ach, daß sie es getan! 
Mit solchen Gedanken im Herzen war es nicht leicht, 
„die Puppe' der alten Nonnen zu spielen und ihnen immer 
ivicder von Rom und der „frommen" Marchesa Lari und 
den Kardinälen und Eminenzen zu erzählen, deren persönliche 
Bekanntschaft der armer: Jrerre, die doch nichts als eine Ge 
sellschafterin der wohlbekannten vornehmen Dame gewesen, 
eine Art Glorienschein gab. 
Zurveilen durfte sie mit einer der Nonnen ausgehen. 
Was sie als Kind von Venedig gesehen, bei früheren Besuchen
        
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