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Periodical volume Nr. 234, 05.10.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

«tobt jum totsteni gereute. Bei der letzten Petion handelte 
* ^ U "L ,.** ® erotU m«n 9 einer Unterstützung für den 
deutschen Volk-rat rn Böhmen. Stadtverordneter Lulay 
,lS Berichterstatter hob hervor daß im eigenen Lande 
genug Notstand vorhanden -ei. Ihm schloß sich Stadto. 
fl* fl! 0 roie§ auf ^ie Cf:mors hin, wo die Deutschen 
ebenfall- schwer zu kämpfen hätten. Stadto. Dr. Mell» 
"""" t (Ki n)arm die Petition ein und schilderte, in 
«elcher Le-.se das Deutschtum in Böhmen von den Tschechen 
* roerbe. Oberbürgermeister Wilde war dagegen 
^r Meinung, daß eine politische Körperschaft, wie es eine 
Etadtgemeinde sei. sich nicht in die Interessen eines frem» 
den Landes mischen dürfe. Uber die Petition wurde auf 
Antrag des Stadto. Peinbacher mit dem Hinweis zur 
Tage-ordnuug übergegangen, daß die Stadt Schöneberg 
dem deutschen Schtilvereu! in Böhmen bereits eine laufende 
Unterstützung von 100 M, gewähre. Ein dringlicher Sin» 
trag des Magistrats wegen Slnstellung eines Rektors, so- 
vie von i Lehren und 6 Lehrerinnen wurde dem Etats 
ausschusse iiberwiesen In geheimer Sitzung wurde be- 
fchiosseu die Wahl des 2. Bürgermeisters und des Kämme 
rers. ans Montag, den 18. d. M. festzusetzen. 
— Der alte Botanische Garten an der Pots' 
damerstraße zeigt sich jetzt in einem völlig neuen Gewände 
Das verpachtete Gelände ist eingeebnet worden und die 
Höhenzüge des ehemaligen Alpinums in der Nähe des 
von Professor Tr. Schweinfurth bewohnten alten Steuer 
hauses hat man abgetragen; das alte Palmenhaus, in dem 
sich bis vor zwei Jahren die historische Kurfürstenpalme 
befunden hatte, ist in ein großes Restaurant verwandelt 
worden. An der Potsdamerstraße ist die Anlage eines 
mächtigen Portals erfolgt, zu welchem Zwecke ein Teil 
der alten architektonisch schönen Mauer niedergelegt werden 
mußte. Der fortab Sportzwecken dienende Park erhält 
elektrische Beleuchtung. An dem nach Schöneberg liegenden 
Teil der Gartenmauer sind mächtige Reklamekästen an 
gebracht worden. Slls Erholungsstätte, wie ste sich die 
Bevölkerung des Westens gedacht hatte, ist der Garten 
ein für alle Mal verloren. 
— In den» Konkursverfahren über das Ver 
mögen des Kaufmanns Richard Damm in Schöneberg, 
Luitpoldstraße 19, ist der Termin zur ersten Gläubiger 
versammlung am 21. Dezember 1905, Vormittags 
10'/, Uhr anberaumt. 
Berlin und Wororte. 
8 Neue Verzeichnisse über die Geschäfts 
zeiten der Berliner Firmen sollen bei den Güter-Ab- 
fertigungsstellen eingerichtet werden. Es ist nämlich oft 
darüber geklagt worden, daß die den bahnamtlichen Roll- 
fuhr-Unternehmern überwiesenen Güter bei den Empfängern 
erst nach Geschäftsschluß angebracht und daher nicht mehr 
abgenommen worden sind. In diesen Fällen müssen die 
Güter dann am nächsten Tage nochmals zugerollt werden, 
wodurch, abgesehen von der Verzögerung, doppelte Roll 
felder entstehen. 
8 Ringtuur die Urnenhall« in Friedrichsfelde 
will der Berliner Verein für Feuerbestattung rroch Urnen 
hallen erbauen, zu denen der Architekt Bsrnoulli schon 
die Entwürfe gefertigt hat. Man hofft, daß die Stadt 
dadurch entgegenkommen wird, daß sie das erforderliche 
Gelände kostenfrei zur Verfügung stellt und sich mit der 
für jede beigesetzte Slschenurne zu zahlenden Gebühr von 
10 M. begnüge. Es ist fraglich, ob die Friedhofsver 
waltung einen derartigen Antrag beim Magistrat unter 
stützen wird; bisher hat sie sich ziemlich bureaukratisch ver 
halten, indem ste z. B. jetzt nachträglich noch dem Verein 
eine Rechnung von 212 M. 40 Pf. präsentieren ließ. 
Diese werden für die Treppen der Krypta der Urnenhalle 
verlangt, wobei der für Erbbegräbnisse festgesetzte Boden- 
preis zu Grunde gelegt ist. 
8 Slekrifche Alarmvorrichtung hat, wie im An- 
fchluß an die gestern veröffentlichte Notiz, daß die Königs 
wache als erste der Berliner Wachen eine derartige 
Vorrichtung erhallen habe, schon seit fünf Jahren die 
Wache am Brandenburger Tor. Der Knopf auf dem der 
Posten zu drücken hat. befindet fich an einer Säule vor 
dem Tore. 
8 Ueber Alkohol und Vererbung wird der 
Frauenarzt Dr. Simon am Mittwoch, den 6. d. MtS., 
Abends 6'/, Uhr im Hörsaal der Arbeiter-Wohlfahrts 
ausstellung. Charlottenburg, Frauenhoferstraße 11, einen 
Vortrag mit nachfolgender Aussprache halten. Eintritt 
für Jedermann frei. 
Gerichtliches. 
(0 Hat ei» Schuldner zwei Wochen nach Zustellung deS 
ZahIungSbefehleS keinen Widerspruch erhoben, so kann der Gläubiger 
noch 6 Monate »ach Ablauf der zwei Wochen beim Amtsgericht be- 
antragen, daß der Zahlungsbefehl für vorläufig vollstreckbar erklärt 
werde. Ist dies geschehen, so hat man 30 Jahre lang Zeit, die Voll 
streckung auszuführen; nach dieser Zeit ist.die Schuld verjährt. 
Vermischtes. 
* Die „schnellsten Eisenbahnzüge der Welt" find gegen 
wärtig (nach einer Zusammenstellung des Vereins deutscher Eisenbahn- 
Verw.) — wenn man auf die Entfernungen der zurückgelegten 
Strecken Rücksicht nimmt — die neuen Expreß zöge zwischen Neuyork 
und Chicago, welche diese über 900 englische Meilen messende Strecke 
in etwa 18 Stunden zurücklegen. Diese Züge fahren, je nachdem fie 
ihren Weg über Albany oder Pittsburg nehmen, mit einer Reise- 
gcschwindigkeit von 86 bezw. LI Kilometer per Stunde, während die 
durchschnittliche Geschwindigkeit rund 87'/, Kilometer per Stunde 
beträgt. Auf kurzen Bahnstrecken findet man, z. B. zwischen 
Philadelphia und Atlantic City, Schnellzüge, deren Durchschnitts- 
Geschwincigkeit fich aus mehr als 109 Kilometer per Stunde stellt. 
Diese überflügeln auch die schnellsten Züge in England (85 Kilometer) 
und Frankreich (89 Kilometer) per Stunde. Von den deutschen 
Schnellzügen auf längeren Strecken find in erster Linie die v-Züge 
Berlin—Köln (583 Kilomer) mit einer DurchschnittS-Fahrgeschwiudigkeit 
von nahezu 76 Kilometern zu nennen; ferner die Schnellzüge 
Berlin—Uberberg (510 Kilometer) mit 70,4 Kilometer per Stunde, 
Berlin—Frankfurt (539 Kilometer) mit rund 69 Kilometer Stunden- 
Geschwindigkeit rc. Aus kürzeren Strecken steht der v - Zug 
Hamburg---Wittenberge mit 86 Kilometern per Stunde an der Spitze, 
etwas langsamer bis herab aus 81 Kilometer per Stunde fahren die 
Schnellzüge Hannover—Stendal, Berlin—Dresden, Berlin—Hallerc. 
Nach alledem haben die auf längeren Strecken in Europa beförderten 
schnellsten Züge durchschnittlich, die gleichen Fahr-Geschwindigkeiten, 
wie die besten amerikanischen Züge, die allerdings auf noch längeren 
Strecken befördert werden. Bleiben aber die wenigen .Paradezüge' 
außer Betracht, so ergibt fich, daß die europäischen Züge die ameri- 
kanischen in ihrer Fahrgeschwindigkeit nicht unerheblich übertreffen. 
Zu berücksichtigen ist dabei noch, daß auf den großen amerikanischen 
Bahnlinien regelmäßig nur ein Zugpaar mit sehr hoher Fahr 
geschwindigkeit befördert und demgemäß der übrige Schnellverkehr sich 
aif derselben Linie wesentlich langsamer abspielt, während unsere 
Schnellzüge in ihrer Fahrgeschwindigkeit nur wenig voneinander 
abweichen. 
* Entsate, Souverän, Suzerän. In den Berichten über die 
Wiiren auf der Balkanhalbinsel-begegnet man jetzt, io lesen wir in 
der Sprachecke des Allg. Dcutschn>:Dprachvereins, öfters den Wörtern 
Latente, Souverän und Sneerän, deren Herkunft zu ergründen oder 
deren Bedeutung zu verstehen wohl manchem eifrigen Zeitungsleser 
nicht g-lungen ist. Liest man das Wort Luteate in der oft vor- 
kommenden Verbindung Ententemächte', so deck» man eher an ein 
Paar Enten als an Österreich und Rußland, die damit bezeichnet 
werd.« sollen. Diese beiden Staaten haben nämlich, um französisch 
zu sprechen, eine eatvute vyxäi»1tzA h- ein herzliches Einverständnis 
od-r Einvernehmen aufkommen''igffen auf Grund deffen sie die 
Wirren auf dem Balkan schlichte« ünd einen Ausgleich der schwebenden 
»-ragen herstellen wollen. Statt »Lüteutemächte" könnte man also 
wohl sagen: Einigungs- oder AuSgseichsmächte. Ist nun entente ein 
rein französisches Wort geblieben, das mit euteuärs, lateinisch 
einender«, zusammenhängt,' so haben die beiden anderen Wörter ihre 
fran.ösijchen Formen souverain und snzerain in souverän und suzerän 
und die zugehörigen Hauptwörter sonverainetS und anzeramete in 
Souveränität und Euzeränität verwandelt, find aber trotzdem Fremd 
wörter geblieben. Souverän stammt auS dem spätlateinischen 
superann« ober, oberhalb befindlich, woher auch die Bezeichnung der 
obersten Stimme, Sopran, abzuleiten ist, während suzerün auf 
französisch ras au* lateinisch suaum — sorsnm (auS rabverram) in 
die Höhe empor zurückgeht. Ihrer Herkunft nach haben beide 
Wörter eigentlich dieselbe Bedeutung, aber mit der Zeit entstand der 
Unterschied, daß souverän den selbstherrlichen, suzerän den lehns- 
herrlichen Fürsten bezeichnet. Dementsprechend bedeutet Souveränität 
Oberhoheit, Landeshoheit, unumschränkte Herrschaft, und Suz.rLnität 
Oberlehnshrrrlichkeit, Oberlehnsherrschaft. So war Polen einst über 
Westpreußen souverän, aber über Ostpreußen, das ein polnisches 
Lehen war, suzerän. Diese- Verhältnis blieb, als 1618 Ostpreußen 
an Brandenburg fiel, hörte aber auf, als im Frieden zu Oliva 1660 
Polen den Besitz Ostpreußens aufgab. So ist die Pforte heute 
suzerän über Bulgarien, d. h. der Sultan ist der OberlehnSherr des 
Fürsten Ferdinand, aber souverän z. B. über Tripolis, d. h. der 
Sultan ist deffen unumschränkter Herr. Zum Schluffe die Bemerkung, 
daß das französische »onverain in der Form Sovereign ins Englische 
übergegangen ist, wo es nicht nur den Herrscher, sondern auch ein 
Goldstück im Werte von 20 M. bezeichnet nach dem Bilde deS jedes 
maligen Herrschers, daS darauf dargestellt ist. 
' I« der letzten Sitzung des Deutschen Städtctagcs kam, 
wie man »nS schreibt, auch der Humor in eigenartiger Weise mr 
Geltung. Jedem der Vertreter wurde während der Debatte über die 
Fleischnot ein Aktenkuvert überreicht, in dem er diese brennende Frage 
— musikalisch behandelt»land. Den Inhalt bildete nämlich «in höchst 
aktuelles Kuplet .Die Flttjchno,' (Berliner Musikoerlag) von Georg 
Wallis, Musik von W. Aletter, dem Komponisten der .Kleinen 
Wittwe' usw., daS den Häring als Volksnahrungsmittel verherrlicht 
und deffen Refrain: .Sonntags Häring, Montags Häring, Dienstags 
Häring, welch ein GrauS!" den Städtedeputiertcn ein leises Lächeln 
benötigte. 
* Goethe «nd Karl August. Eines Tages war ein Student 
auS Jena bei Goethe, da trat ein älterer Herr unangemeldet herein 
und setzte sich still auf einen Stuhl, der Student ließ sich in seiner 
Rede nicht stören; als er fertig war, sagte Goethe ruhig: .Aber ich 
muß die Herren miteinander bekannt machen. Seine königliche 
Hoheit der Großherzog vcn Sachsen-Weimar, Herr N. N, Student 
aus Jena.' 
* Einst spielte ein junger Klavierspieler Richard Wagner ein 
großes Klavierstück eigener Komposit on vor. Als derselbe daS Stück 
gespielt hatte, fragte ihn Wagner nach dem Titel. — .Die 
Jungfrau von Orleans' heißt es, antwortete der Jüngling. Darauf 
erwiderte Wagner: Es ist schade, daß Ihre Komposition nicht auch 
verbrannt worben ist, wie die arme Jungfrau von Orleans. 
' Denke dir. bester Freund, meine Braut kann nicht Klavier 
spielen. — Da solltest du dich freuen, alter Junge! Und da machst 
du ein so trübseliges Gesicht!' — Ja, aber sie tuts doch!' 
Gemeinnütziges. 
Manche Mütter haben die verwerfliche Gewohnheit» 
ihre Kinder überall mitrunehmen. Gibt es eine Leiche anzusehen, 
oder ist ein Unglück paffiert, flugs drängen sich viele Frauen mit 
ihren Kindern herzu, um den traurigen Anblick zu haben und leider 
auch ihren Kindern zu zeigen. DaS ist eine müßige häßliche Neu- 
gierde. Wer nichts an der Stätte eines Unglücks zu tun hat, soll 
sich ferne halten, insbesondere wüsten Kinder wegbleiben. Furcht, 
Ekel, oder gar Lust am Schrecklichen wird in den zarten Kinderge- 
mütern durch den Anblick eines solchen Schauspiels geweckt und der 
Schaden, welcher den Nerven, oder dem Gemüt eines Kindes durch 
das gedankenlose Handeln der Mütter verursacht wird, kann unb.rechen- 
bar groß sein. Vor der Zeit ein Kinderherz mit schaurigen Bildern 
und peinigenden Vorstellungen auszufüllen, ist eine Versündigung am 
Kindergemüt. 
Zu der so häufig ausgeworfenen Frage: .Ist der Mittagsfchlaf 
gesund und soll man der Neigung hierzu nachgeben?' wird uns von 
ärztlicher Seite geschrieben: Das Mittagsschläfchen ist durchaus nicht 
so schädlich, wie es oft gemacht wird. Gleich nach dem Effen folge 
man, wenn es vorhanden ist, dem Bedürfnis nach Ruhe und mach« 
sein Mittagsschläfchen, wenigstens halte man sich sofort nach dem 
Effen von allen geistigen und körperlichen Anstrengungen fern. Ein 
Miitaasschläfchen wird besonders solchen anzuraten sein, welche vor 
dem Effen tätig waren, geistig angegriffcn wurden und anstrengende 
Muskelbewegungen vornahmen, sowie überhaupt solchen, die einen 
schwachen Körperbau haben und an Blutarmut und N-.roosität leiden. 
Wie bereits eingangs erwähnt, kann das Mittagsschläfchen nur dann 
heilsam sein, wenn mit den gehörigen Einschränkungen geschlafen 
wird. Zuvörderst muß es ein Schläfchen bleiben und nicht in einen 
langen Schlaf ausarten. Ein halbes Stündchen reicht vollständig 
dazu hin. Denn beim langen Schlaf wird die Verdauung geradezu 
verzögert, weshalb es auch unzweckmäßig ist, kurz vor der Nachtruhe 
eine große Mahlzeit zu halten. Sodann tut man auch gut daran, 
das Mittagsschläfchen mit etwas erhobenem Oberkörper zu halten 
(am besten in einem sogenannten Großvaterstuhl), nicht der Länge nach 
ausgestreckt und besonders nicht mit vor- oder seitwärts gebeugtem 
Kopfe (um den Blutlaus in den Halsadern nicht zu erschweren) ;zu 
halten, und, was noch ganz besonders zu beachten ist, spirituose Ge 
tränke, die man beim Effen genoffen hat, vor dem Schlafen erst 
etwas aus dem Körper verfliegen zu laffen. 
Amtliche Anzeigen. 
Beka»»t«achung 
.'hierdurch bttnge ich zur Kenntnis, daß 
bis auf weiteres in baupolizeilichen An. 
gelegeoheiten folgende Sprechstunden feft- 
geiext find: 
l. Herr R gicrungSbaumeisterKiiesmann 
täglich von 8 bis 9 Uhr morgens (Privat- 
wonnung Niedstraße 6). 
2 Herr Baupolizei-Assistent Wilhttm 
täglich von 11 bis l Uhr vormittags 
Amtsgedäude Ecke Feurig- und Handjeiy- 
stieße 3 Treppen Zimmer Nr. 31. 
Fri denau, den l. Dezember 1925. 
Der Amts-voisteher: 
Schnackenburg. Bürgermeister 
Vekanntruachrrng. 
Bei der gestern stattgehabten Ersatz 
wahl eineS Gemeindeoerordneten Ist von 
den Wählern der 1. Klaffe der R ntier 
Herr Fritz Gerten mit 29 Stimmen j-.tn 
Hem ein de-verordneten auf die noch bis 
«m 1 April 1908 währende Wahlzeit 
de* -um Schöffen gewählten Apothcken- 
befitzerS H-rrn Satee gewählt werden. 
Dies wird mit dem Bemerken zur öffent 
lichen Kenntnis gebracht, daß Einsprüche 
gegen di« Giltigkeit diei-r Wahl innerhalb 
2 Wochen vom Tage rer Veröffentlichung 
die>cr Bekanntmachung bei wir anzu 
bringen sind. 
Friedenau, den 5. Derember 1905. 
Der Gemeinde-Vorsteher. 
Schnackenburg, Bürgermeister. 
Oie Verlobung meiner einzigen 
Tochter Elsbeth mit dem Kauf 
mann Herrn Hermann Laugsch 
beehre ich mich ergebenst an 
zuzeigen. 
Wilhelm Wohin, 
Ober-Post-Beamter A. D. 
Elsbeth Hollin 
Hermann Laugsch 
Verlobte. 
Friedenau. 
Teppichklopfer, u. Reiaiqea 
wird promrt ausgeführt, auch außer dem 
Hause; auch wird andere Arbeit verrichtet. 
1. Augustiniak, Port. Lauterflr. 39 
y.. g. Blutstock.Tlswmaaa. 
-Sw-stuI" Hamburg, Fichtestr. 33. 
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