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Periodical volume Nr. 284, 04.12.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Strahlen umgebene Jsabellen-Kreuz zeigt als Haupt- 
Inschrift die Worte: „A la lealtad acrisolada“ — der 
erprobten treue" und wird jetzt auch an Ausländer ver 
liehen. Die vierte Klaffe diese« Orden« (welche den per- 
sönlichen Adel verleiht) wird im Knopfloch getragen. 
8 «in AUberN««» Prunks««! 1« Gefahr? Da« 
Gebäude Klosterstraße 86, Ecke der Eieberstraße, da« durch 
Martin Böhm im Stile Schlüter erbaute Palais deö Geh. 
EtaatSrats von Kreutz, das Friedrich Wilhelm III. .dem 
Gewerbefleiße" weihte, soll nach wechselvollen Schicksalen, 
demnächst eine Abteilung der Verwaltung der direkten 
Steuern aufnehmen, und im ersten Stockwerke die Dienst 
wohnung des Dirigenten eingerichtet werden. Das ist be 
kannt. und ebenso, daß sich im Obergeschoß ein althistorischer 
Prunksaal befindet, der abgesehen von den Kgl. Schlössern, 
in anbetracht seiner herrlichen Jnnen-Architektur das Be 
deutendste darstellt, was. in der Berliner Altstadt aus der 
Barockzeit geblieben ist. Wie uns nun von glaubwürdiger 
Seite geschrieben wird. soll dieser Prachtsaal nicht etwa 
an Ort und Stelle erhalten, sondern ohne ersichtlichen 
Grund abgebrochen und in das Kunstgewerbe-Museum 
überführt werden. Wie verlautet, sollen an jener altehr 
würdigen Stätte mit hohen Kosten Repräsentations-Räume 
für den Leiter der Steuerverwaltung eingerichtet werden, 
welcher Absicht der von Kreutzsche Prunksaal im Wege 
stehen würde. Das klingt ganz unverständlich, denn einen 
prächtigeren Repräsentationsraum als diesen fürstlich aus 
gestatteten Saal kann man sich kaum denken. Obgleich 
das Betreten der jetzt leerstehenden Räume streng verboten 
oder doch nur mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung ge 
stattet ist. gelang es dem Schreiber dieser Zeilen, einen 
flüchtigen Blick in das Innere des Festsaales zu werfen, 
und er kann so als Augenzeuge nur bestätigen, daß die 
Zerstörung dieses Kunstwerkes mit seinen unersetzlichen 
Wand- und Deckengemälden, seiner Täfelung, seinem kost 
baren Stückwerk, und sein Wiederaufbau in ganz fremder 
Umgebung ein beklagenswerter Fehler, eine schwere Sünde 
gegen die Altberliner und märkische Geschichte wäre. Hoffent 
lich findet sich in letzter Stunde noch ein Kunstfreund, der 
ein Machtwort zum Schutze unserer vaterländischen Denk- 
mäler sprechen kann! 
8 «ine riesige Abnahme der Fleisch-Unter- 
snchnngeu und -Beanstandungen, hervorgerufen durch 
das in Oktober o. I. in Kraft getretenen neuen Fleisch 
beschau-Gesetzes. stellen die Ermittelungen des Statistischen 
Amtes der Stadt Berlin für die ersten drei Quartale 
dieses Jahres fest. In diesem Zeitraum wurden von dem 
von Außerhalb eingeführten, frischen Fleisch (gegen das 
Vorjahr) überhaupt untersucht: 26 300 Rinderviertel (gegen 
20 754 im Vorjahr!), 38 271 Kälber (gegen 94 540) 3112 
Schafe (21 477) und 29 039 Schweine (gegen 143 517 in 
den 3 ersten Quartalen des Vorjahres). Damit hat die 
Zahl der Beanstandungen indes keineswegs Schritt ge 
halten; sie betrug bei den Rindervierteln 128 (gegen 372 
im Vorjahre), bes den Kälbern 142'/, (gegen 306l/z). bei 
den Schafen 47 (gegen 60) und bei den Schweinen 71 
(gegen 106l/z). Der Auftrieb auf den städtischen Biehhofe 
zeigte übrigens gegen das Vorjahr eine mäßige Zunahme. 
8 Um Gewährung von Lohnerhöhungen und 
Teuerungszulagen ist auch der „Verband der Gemeinde 
arbeiter" bei den städtischen Behörden vorstellig geworden. 
Der Ausschuß der Stadtveroreneten zur Vorberatung des 
Antrags, betreffend die Gewährung von Notstandszulagen 
an städtische Unterbeamte und Arbeiter wird bereits am 
heutigen Montag Nachmittag zu seiner ersten Beratung 
zusammentreten. 
8 «ine starke VerkehrSzunahme wies nach den 
Veröffentlichungen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin 
daS letzte Quartal (Juli bis September) d. IS. auf. So 
beförderte die Hoch- und Untergrundbahn über 7*/, Mill. 
Personen gegen 7 Millionen in den gleichen Monaten des 
Vorjahres, die Große Berliner Straßenbahn sogar 86,70 
gegen 81,36 Millionen Personen. Auch auf die Linien 
der Berlin—Charlottenburger Straßenbahn hat sich der 
Verkehr (von 4,39 auf 5,09 Millionen) gehoben. 
8 Drei Anlieger deS Teltower Tee«, Berliner 
Kaufleute namens Glienicke, hatten gegen die in Inangriff 
nahme des Teltower Kanalbaues am Teltow-See protestiert 
und verlangt, daß der letztere in seinem natürlichen Um 
fange als Bestandteil ihres Grundstückes erhalten bleibe, 
weil das Vorhandensein des Sees beim Erwerbe des 
Grundstückes die maßgebende Ursache gewesen sei. Im 
Enteignungswege find sie jetzt verpflichtet worden, in die 
Senkung des Wasserspiegels des Teltower Sees um etwa 
3 Meter zu willigen, auch sind ihre Seenutzungsrechte 
Halten von Kähnen usw., Eisentnahme usw. beschränkt 
worden. Ein zwischen dem Kreise Teltow und den An 
liegern abgeschlossener Vertrag regelt die rechtlichen Ver 
hältnisse. Die Feststellung der vom Kreise zu zahlenden 
Entschädigung ist gestern durch den EnteignungSkommiffar 
erfolgt. 
8 Orgelkonzert. Mittwoch, den 6. Dezember 7J/ 2 
Uhr veranstaltet der König!. Musikdirektor Bernh. Jrrgang 
in der St. Marien-Kirche das nächste Orgelkonzert 
(Adventsprogramm) unter Mitwirkung von Frau Erna 
von Storch (Sopran). Fräulein Leontine de Ahna (Alt) 
und Herrn Alexander Altmann (Violine). Der Eintritt 
ist frei! 
Steglitz. Das Fichtenwäldchen, das östlich von der 
Bahn liegt und nicht zu verwechseln ist mit dem auf der 
Westseite gelegenen Fichtenberg, wird nun auch bald ver 
schwinden. Durch neue, vorläufig noch nicht bebaute 
Straßen wird er bereits in vier Teile geteilt. Immer 
näher rücken die Häuser heran und werden bald die Fichten- 
bäume verdrängt haben. Ganz dicht dabei erhebt sich 
bereits der stolze Bau der Steglitzer Oberrealschule. Das 
Wäldchen, das man früher bei einer Fahrt von Berlin 
nach Steglitz kurz vor diesem Orte aus dem freien Felde 
hervortreten sah, und das sich wie ein Stückchen Grune- 
wald ausnahm, ist ein altes Wahrzeichen des Ortes, das 
noch an die Zeit erinnert, als das kleine Dorf Steglitz 
einen vollständlig ländchen Charakter trug. 
Zuschriften. 
Ich nehme Zuflucht zu Ihrem Blatte in der Hoffnung, daß Eie 
meinen Zeilen Raum gewähren und daß die Worte an geeigneter 
Steve nicht ungehört verhallen. ES handelt sich nämlich um den 
Maybachplatz der meiner Ansicht nach etwas stiefmütterlich behandelt 
wird und möchte ich die Aufmerklamkeit der betr. Behörde durch meine 
heutigen Zeilen speziell aus di- Pflasterung der Straße vor den 
Häusern Nummer 11 bis 18 lenken. Lauteistraße und Handjervstraße 
haben tadelloses Piaster, während die Südseite des Maibabplatzes 
sich hinsichtlich der Pflasterung in einem tr.stlosen Zustand befindet. 
Lastwag n, die in voller Karriere die Lauterstraße heruntergcfahren 
kommen und auf den Maybachplatz einbiegen, verursachen durch den 
Übergang vom guten aus da- äußerst schlechte Pflaster des Maybach- 
Platzes ein derartigesjGrpvlt-r und einen derartigen Lärm, sod ß an eine 
Nachtruhe in d-:n frühen Morgenstunden nicht mehr zu, denken ist. 
Die Häbnelstraße hat das gteichjchlechle Pflaster und glaubt ich im 
Namen sämtlicher Anwohner des Maybachplatzes die Bitte vorbringen 
zujdürfcn, bei Gelegenheit der Asphaltierung der Straße an der Nordseite 
des Maybachplatzes auch der Südseite sowie der Hähnclstraße Asphalt an 
Stelle des vorjündflutlichen Pflasters, zu geben. Es macht übrigens 
einen eigentümlichen Eindruck in der Hähnelstraße die Hälfte der 
Straße (Schöneberger Seite) asphaltiert und (Friedenauer Seite) ge 
pflastert zu sehen. Der Maybachplatz, einer der schönsten Plätze 
unserer Gemeind«, verdient doch gewiß auch eine Einfaffung, so lange 
aber diese nicht in Ordnung, wird cS immer nur halbe Sache sein 
Woran liegt et nur, daß dre Straße des Maybachplatzes sich immer 
noch so im Argen befindet? D-r noch nicht fertige Bau deö Gym- 
nafialdirektorS kann doch die Schuld hie an nicht tragen? Wie ist es 
denn mit dem in Aussicht gestellten und viel darüber geschriebenen 
Springbrunnen auf dem Maybachplatz? Gerade hier, wohin 'sich die 
Erholungsbedürftigen von dem; lärmenden Friedrich Wilhelmplatz 
zurückziehen, wäre daS Plätschern >ineS Springbrunnens besonder- 
angenehm. Einer für Biele. 
vermischtes. 
' B«»«ra1ag. Der heutige 4. Dezember.ist dem Andenken 
der heiligen Barbara geweiht. Man pflegt an diesem Tage Kirsch- 
Weide oder Haselzweige zu schneiden und dieselben in die Wohnstube 
in rin Gefäß mit überschlagenem Waffer zu stellen. Das Verdunstende 
Waffer wird stet» nachgefüllt und so hat man zu Weihnachten oder 
kurz nachher einen schönen, lebendigen Schmuck frischer Frühlings- 
bluten für den Weidnachtsbaum oder Tisch. Martin Greif hat die 
hübsche Sitte deS Einstrllens solcher Barbara,weige in folgendem 
reizenden Gedichtchen verwertet: Am Baibaratage hol' ich — Drei 
Zweige vom Kirschenbaum, — Die setz' ich in eine Schale — Und 
spreche drei Wünsche im Traum. — Der erste.- daß einer mich wecke 
— Der zweite: daß er noch jung — Der dritte: daß er auch habe 
— De» Gelde» wohl genung. . . Zu Weihnachten vor der M tte — 
Zwei Stöcklein mir blühten zur Frist. — Ich weiß einen armen 
Gesellen — Den nähm ich — wie er ist. Die heilige Barbara erlitt, 
wie uns die Legende erzähl», wegen ihres Übertritts zu: christlichen 
Lehre den Märtyrertod durch die Hand ihres eigenen Vaters, der für 
solchen Frevel vom Blitz erschlagen worden sein soll. Daher wird in 
katholischen Ländern Barbara bei herannahenden Gewittern um ihren 
Beistand angerufen und als Beschützerin vor jähem Tod verehrt. Da 
Donner und Blitz beim LoSbrennen der Kanonen entstehen, ist 
Barbara auch die Schutzpatrcnin der Artillerie geworden. Die jüngste 
Tochter des verstorbenen Kanonenkönigs Krupp heißt bekanntlich auch 
Barbara. 
* Der „Blaue Montag « macht sich auch, wie es scheint, im 
Echülerleben geltend, wenigstens hat die Schulleitung von Altona vor 
einiger Zeit folgendes Schreiben an alle Eltern ihres Bezirks ge- 
richtet: An die Eltern unserer Schüler! Die Lehrerschaft unserer 
Schulen hat vielfach die betrübende Wahrnehmung machen müffeu, 
daß die Zahl der Schulversäumniffe am Montag verhältnismäßig 
groß ist, und daß manche Schüler sich an diesem Tage weniger 
jeistungSsähig zeigen als an den übrigen Schultagen. Sie find ab- 
gespannt, schläfrig und unlustig zur Arbeit. Dieser Tiefstand der 
geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit erklärt sich nur daraus, 
daß der Sonntag für viele Kinder nicht ein Tag wirklicher Erholung, 
sondern ein Tag anstrengender und geradezu gesundheitsschädlicher 
Vergnügungen ist. Wir haben f.ststellen können, daß manche Schüler 
am Sonntag nicht rechtzeitig in» Bett kommen oder daß ihnen gar 
alkoholische Getränke verabreicht werden, wenn sie an den Ver- 
gnügungen der Erwachsenen teilnehmen. Die von uns beobachteten 
und in Erfahrung gebrachten Vorgänge verpflichten uns dazu, an die 
Eltern unse er Schüler die herzliche Bitte zu richten, bei den Sonn- 
taaSvergnügungen doch alles zu vermeiden, was geeignet ist. die Er 
schlaffung der Kinder am Montag oder überhaupt eine Schädigung 
ihrer körperlichen und geistigen Entwickelung herbeizuführen. 
* Zur Nachahmung empfohlen Ein Husar steckte alle 
seine Löhnung immer in die Säbelscheide und sagte zu seinem 
Kameraden: Sieh, daS ist die schönste Sparbüchse. — Wieso? fragte 
dieser. — Will ich Dir erklären. Wenn Leute kommen, denen ich 
Geld schuldig bin und mahnen mich, so sage ich: Gleich werd'S ab 
machen, und greife nach meinem Säbel. Aber ehe ich die Kinge 
heraus habe und nur den Griff anfaffe, da reißens aus, was sie 
können, und mancher kommt vor Schreck garnicht wieder. 
* Ein Frechdachs. Präsident: Das Gericht wird sich jetzt in 
das BcratungSzimmer zurückziehen. — Angeklagter: O bitte, meine 
Herren, bleiben Sie nur, meinetwegen brauchen Sie sich nicht zu 
genieren! 
Gemeinnütziges. 
Wicktige Beratung. Es fitzen mir .rnstem Bedenken — Die 
Kinder. Die Hauptfrage ist: — Was sie der Mutter wohl schenken 
— Zum frohen, heiligen Christ? — Viel darf eS natürlich nicht 
kosten, — WrilS hier auch am Nötigsten fehlt; — Aus der Spar- 
büchs' hat man in Posten — Die Groschen und Fünfer gezählt. — 
Margarete taxierte den Häufln — Und meinte: Für all diese» Geld 
— Wollen Maggi-Würze wir kaufen, — Von der Mutter ja soviel 
hält. — Beifällig habcn's vernommen — Die Anderen und riefen 
gleich froh: — Nun kann der heil'ge Christ kommen, — Wir sind 
jetzt gerüstet. Bravo! 
Bekanntmachung. 
Der beginnende Winter bietet mi: Ver 
anlaffung, darauf hinzuweisen, daß die 
Schiffahrt auf der S.ree-, Oder- und 
Tahme-Wafferstraße zwischen Berlin und 
Ni-declehme auch während des Frostes 
bet jeden wird und daher das Betreten 
des Eise» außerhalb der regelrecht ange 
legten Eisbahnen stets mit Gefahr ver 
bunden ist. 
Besonders warne ich vor dem Betreten 
des EiseS auf der Strecke von Berlin bis 
Köpen ck, wo außerdem die zahlreichen 
Korden», und and re Fabrikwäffer da» 
Zufrieren der Spree erschweren 
Sehr gefährlich ist fern.r die Stelle der 
Dahme-Wafferstraße oberhalb der Fähre 
bei Rauchfangwerder, wegen der geringen 
Breite der Dahme und der Fabriken in 
WÜdau Höher- und Niederlehme. Überdies 
ist nach der Regierungsvolizeiverordnurg 
vom Sl. August 1901 <A-Bl. S. 42) das 
Beir len de» Eise» vor polizeilicher Frei- 
g.'bung und außerhalb der abgesteckten 
Ganzen der polizeilich zugelassene: Ei»- 
bahnen ausdrück ich verboten und unter 
Strafe gestellt. 
Berlin, den 16. November 1905. 
Der Landrat. von Stubrnrauch. 
Veröffentlicht 
Friedenau, den 27. November 1905. 
Der «mts-voifteher: 
Schnackenburg. 
Bekanntmachung. 
Der Herr Oberpräsideut hat durch Erlaß 
»om 3t». Oktober d I — O. P- 17708 
- dem Evangelischen Erziehung»verein m 
«erlin die Genehmigung erteilt, ,n der 
Jett vom I. Januar bis Ende Juni ISO »n 
teutsch- Wilmersdorf und Friedenau lerne 
pauskollektc abzuhalten. 
Die mit der Ausführung der Samm 
ungen beauftragten Personen find mit 
ndnunasmäßigen. polizeilich beglaybrgten 
llusweisen, sowie mit paginflrten und 
beglaubigten Sammelbüchern zu versehen 
md haben sich vor dem Beginne ihrer 
lätigkeit unter Vorlegung ihrer Auswerfe 
«i der Ortspolneibehörde zu melden. 
Berlin, den 14. November 1905. 
Der Landrak. von Ktubenrauch. 
veröffentlicht: 
Friedenau, den 27. November IS05. 
Der AmtS-Vorsteher 
Scknackenburg. 
Bekanntmachung 
Wir bringen hiermit zur Kenntnis der 
Einwohnerschaft, daß Desinfektionen so- 
wohl beweglicher Sachen als auch von 
Wohnräum-n von der Schörrberger Des- 
infektionsansia t du ch unsere Vermittelung 
zu den tarifmäßigen Gebühren ausgesüh:l 
werden. 
Etwaige Anträge find schriftlich oder 
mündlich im hiesigen Geme nd.bureau, 
Feurigstr. 8 Zimmer Nr. l i, anzubringen. 
Friedenau, den 25. November 1905. 
Der Gemeinde-Vorst.'.nd. 
Schnackenburg. 
Htandesamlsnachrichlerr. 
Friedenau. 
Woche vom 27. Nov. bis 3. Dez. 1905. 
Geburten: Ein Knabe: 
Tapezier Hars Sauer Photograph 
Paul Lawatjch. Deckosfizier und Zahi- 
meister-Lspliant Jo)a nes Reabe. Buch- 
Halter Withelm Schloff r. 
Ein Mädchen: 
Patentanwalts - Vertreter Otto Zöyke 
Bankbeamten Wildelm Kleinert. 
Aufgebote: 
Schumacher Ernst Stange und Klara 
Tramp! r, Mrischat erin. Tapezier Max 
Schmiedecke und Frieda Reichardt. Buch 
halterin. Schristietzer Adolf Hein und 
Katharina Balbusa, Plätterin. Zimmer- 
mann Wilhelm Brauer und Hedwig EckerS 
Ha-aSmädchen. Agent Th-odor von Rappard 
und Johanna Friedema.in. ohne Beruf. 
Arbeiter Karl Grofchinsky und Wilhelminr 
Blum Arbeiterin. 
Eheschließungen: 
Tapezier Karl Keilbach mit Marie Geiger, 
ohne Beruf. Genoffenschaftsbeamter Karl 
Kläßmit Wi Ihelmine Kämmerling, Kanzlsttin 
Sterbefälle: 
Pflegerin Katharine Schoch, 66 I. Rentier 
Auguti Hacker, 60 I. Profeffor und Maler 
Friedrich Humm l, 77 I. 
Die Waschanstalt von (6289 
dnstay «sahn 
Eöpenick, Grüuanerstraße S» 
empfiehlt sich ,um Reinigen von Bett- u. 
Tischwäsche & l'.Pfg- Leibwäsche 10 Psg.' 
Handtücher. Servietten,Taschentücher 3 Ltck. 
10Pfg. Abholung Mittwoch» u. Donnerstag. 
Statt besonderer Meldung. 
Am 2. Dezember starb an den Folgen, eines Unfalles 
nach langem schwerem Leiden mein lieber Mann, unser 
treusorgender Vater, Sohn, Binder und Schwager, der 
Gastwirt 
Carl Fassmann 
im Alter von 44 Jahren. 
Dies zeigt um stille Teilnahme bittend au 
Schöneberg-Friedenau, Anna Fassmann, 
Dnrerplatz 1. Im Hamen der Hinterbliebenen. 
Die Beerdigung findet von der Leichenhalle des Schöneberger 
Kirchhofes, Maistr,, Mittwoch, Nachmittag 3 Uhr, ans statt. [6304 
zieht an 
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