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Periodical volume Nr. 278, 27.11.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Fmdklmn Koltlll-A«?klser. 
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Kr. 278 
Fnedenan. Montag dnr 27 November 1905. 
12 Iahrg. 
Depeschen. 
Wien. Aus Anlaß der morgen seitens der Sozial 
demokraten angekündigten großen Wahlrechtsdemonstrationen 
e> hält die geiamte Wiener Garnison Befehl, sich für diesen 
Tag in Bereitschaft zu halten. 
Petersburg. 24 neugegriindete Sotnien Kosaken 
werden in die verschiedenen Militärbezirke verteilt, um 
bei der Wiederherstellung der Ordnung mitzuwirken. 
Brüssel. Das Gerücht zirkuliert hier, der König sei 
entschlossen, falls die Antwerpener Vorlage abgelehnt 
werde, die Kammer aufzulösen und Neuwahlen auszu 
schreiben. 
Paris. Als Mitarbeiter für die französische Bot 
schaft bei der Marokkokonferenz in Algeciras sind Revoil 
beigegeben: der ehemalige Konsul Regnault. der im Auf. 
trage der Pariser Großbanken seit einem Jahr die Kon 
trolle über die marokkanischen Hafenzölle führt. Der 
Kabinettsdirektor Aynard vom Gouvernement Algerien, 
Sohn drS gemäßigten Deputierten Aynard. Robert de 
Billy auS dem Ministerium bes Äußern und mehrere 
H.'lfSbeamte der Madrider Botschaft und Gesandtschaft in 
Tanger. Billy, der in Paris der Preßabteilung des 
Ministeriums angehört, wird als Sekretär der französischen 
Eonderbotschaft in Algeciras funktionieren. 
Wie ans Rom verlautet, wird der italienische General 
konsul in Marseille Italien auf der Marokkokonferenz ver 
treten. Der Genannte ist als Konsul lange Zeit im 
Orient beschäftigt gewesen. 
Madrid. Ein sonst gut informiertes Blatt in 
Tanger hatte da- Gerücht verzeichnet, der Sultan von 
Marokko habe die spanische Regierung ersucht, die Kon 
ferenz von Algeciras noch hinauszuschieben. Hiergegen 
erklärte der Ministerpräsident Montero Rias in einem 
Interview, daß ihm von einer Vertagung der Konferenz 
nicht- bekannt sei und daß er auch bis jetzt noch keine 
diesbezügliche Mitteilung des Sultans erhalten habe. 
Allerdings habe der Sultan auch noch keine Antwort hin 
sichtlich der Festsetzung des Zusammentrittes der Konferenz 
auf den 15. Dezember erteilt. 
Der Ministerrat beschäftigte sich gestern mit den Vor 
gängen i» Barcelona und erteilte dem Kriegsminister 
General Weyler Vollmacht, die eventuell erforderlichen 
Maßnahmen zu treffen. 
Barcelona. Vor dem Blatt „Catalonist" hatten 
sich bei den gestrigen Demonstrationen über 2000 Personen 
versammelt. An dem Gebäude waren Plakate aufgehängt 
mit der Aufschrift: Es lebe das freie Catalonien! Trotz 
der Aufregung, welche in Barcelona herrscht, hat der 
Generalgonverneur d n Belagerungszustand nicht verhängt. 
DaS oben genannte Blatt wurde wegen Beleidigung der 
Behörden besch'agnahmt 
«onstanttnopel. Das gestrige Programm der 
Flottendenionstration war folgendes: 8 Uhr friih Übergabe 
einer Zuschrift an den türkischen Gouverneur von MytilenS 
durch eine OisijierSabordnung. in welcher die Blokade an- 
E kündigt wird. Weiler wird erklärt, daß Handel und 
erkehr ungestört bleiben. Um 1 Uhr Mittags erfolgte 
die Landung und Besetzung des Zoll- und Telegraphen 
amtes durch ein internationales Truppendetachement. Um 
dies Gebiet wurden drei Zonen gezogen. Die erste Zone 
besetzen internationale Truppen, die zweite bleibt neutral, 
die dritte wird von türkischen Truppen besetzt. Polizei 
und Telegraphenbeainte haben Zutritt zu allen drei 
Zonen. Der Depeschenwechsel geht über Athen und 
Konstantinopel. Werden in Konstantinopel die Depeschen 
aufgehalten, so wird sofort das Kabel durchschnitten. — 
Der im Frühjahr geflüchtete Kammerherr des Sultans 
Trif Bey ist zurückgekehrt. Der türkische Botschafter in 
Paris hatte zwischen dem Sultan und Trif interveniert. 
Trif Bey wird in sein früheres Wirken wieder eingesetzt. 
Die Rückkehr bedeutet eine Kaltstellung des berüchtigten 
Cheis der Geheimpolizei Feymi-Pascha, dessentwegen der 
Kammerherr seinerzeit flüchtete. 
Assgemeines. 
[] Aur Volkszählung. In der Tagespresse sind 
kürzlich Zweifel daran geäußert worden, ob die Bevölkerung 
auf die von. Königlichen Statistischen Landcsamte in Aus 
sicht gestellte Geheimhaltung der für Volkszählungszwecke 
gemachten Angaben auch wirklich rechnen könne. Es ist 
demgegenüber festzustellen, daß das Etatitische Landesamt 
nicht nur für sich selbst streng auf jene Geheimhaltung 
achtet, sondern auch Versuchen, die fraglichen Angaben aus 
Uinwegen zu anderen als rein statistischen Zwecken aus 
zunutzen. entschieden und nötigenfalls im Beschwerdewege 
entgegentritt. Voraussetzung ist dabei natürlich, daß dem 
Statistischen Amte greifbare Tatsachen mitgeteilt werden, 
ans die es sein Vorgehen stützen kann. Anonyme oder 
sonst unkontrollierbare Behauptungen in der Presse reichen 
dazu nicht aus. 
[] Güter-Verkchr mit Rußland Die König!. 
Eisenbahndirektion Berlin wacht bekannt: Die Weichsel- 
bahnen haben gestern aufgehört, Güter auf der Warschauer 
Ringbahn umzuladen und von der Warschau-Wiener Bahn 
zu übernehmen; infolgedessen können Sendungen nach 
Stationen der Weichselbahn und den dahinter gelegenen 
Bahnen des gesamten russischen Netzes bis auf Weiteres 
nicht angenommen werden. Die Warschau-Wiener Bahn 
hat ihre Grenzstatioüen Alexandrowo, Sernowice und Gra- 
nica zugleich angerufen, solche Transporte nicht anzunehmen, 
ausgenommen Eilgüter, lebende Tiere verderbliche 
Gegenstände. 
Lokales. 
f Weitere Vorschläge für Straßenname«. 
Zu den bisherigen Vorschlägen ist auch der nachfolgende 
recht originell. Er erachtet es als wünschenswert, wenn bei 
der Taufe die historischen Gesichtspunkte nicht unbeachtet 
bleiben und daß anßerdeni nur solche Namen gewählt 
werden, die weder in Berlin noch in den Vororten vor 
kommen. Da dem Amtsvo. sicher und Bürgermeister die 
Schöff-.n'und Gemeindeoertreter zur Seite stehen und alle 
für die Gemeinde (den Mittelpunkt) wirken, so möchte der 
Platz als Geme'ndeplatz, die Straßen als „Amtsvorsteher-. 
erster Gatte. 
Roman von Franz Triller. 
24 CRa^brai »rrSctm ) 
.Ja, Madame", sagte sie vornehm. „Ihre Vvlicht MM« 
«ewiß sehr freundlich, aber der Marguis de Flenry ist Kavalier 
»nd Offizier »nt wird ja wohl seinen Plann aus der Meipur 
s ehen. Ich billige diese Zweikämpfe durchaus nicht. — aber 
i« Gefahr Öitfte gegenseitig sein.* 
.Mein Ntf'e ist ein ausgezeichneter Pntolenschatze und 
Unübertrefflicher Säbelfechter — die Gefahr wäre «Üo sehr 
groft für Ihren Herrn Sohn, wenn der Zweckanws zum Aus- 
Nag käme, noch größer sür meinen Neffen »md am„aller- 
»roßten für Sie. Madame. Das Duell darf nicht jtatls n 
Tas ist cs, was mich herführt.* 
Frau von Manrod lauschte diesen Worten m, einem 
sich zur Angst steigernden Erstaunen. Und daun " lIt dam- 
werte es ihr auch - sie hatte diese Frau schon geseyeik 
verstehe Sie nicht — und bitte Sie, sich deutlicher 
*** n JsE«nn ich mich deutlicher und zwar mit voller Deilt- 
kichkrit erklären würde, Frau Präsident, wurden S>e woh 
erschrecken. Aber wir haben über eine ,ch",erzliche Vergangen^ 
heil längst einen Schleier gebreitet und nur die n,erne Not 
«cnligkeit könnte uns zwingen, ihn zu lil'trn. 
..Wer ist diese Frau? Warum droht sie? Was weiß 
sic? Was will sie?" dachte sie ~. «, • ,; a 
„Wenn ich recht verstanden habe, treibt Sie 3 
sich Ihren Neffen zu mir?" 
„Ja, Madame. Wir fürchten für den Frieden seiner 
Seele, für die Ruhe seines Herzens, wir fluchten, sein Leben 
zu vergiften, wenn er die Wahrheit erfährt. Er hält seine 
Mutter für tot nnd hätt ihr Andicken heilig; wir wollen 
ihm nicht sie in ihrer wahren Gestalt zeigen, damit nicht 
Verachtung an Stelle ehrfurchtsvoller Liebe trete." 
Frau von Manrod wurde so bleich, daß die Schminke 
von der Gesichtsfarbe sich abhob, und starrte mit ihreii Augen 
nach der Frau vor sich hin, die mit einer ehernen Erbarmungs- 
losigkcil gesprochen hatte. 
Ta ivar es — das drohende Unheil. 
.Aber ich — ich — wie komme ich * 
.Nur Sie können hier wirken. Ihr Sohn hat meinen 
Neffen, den NegierungSassessor von Falleabain" — ja, jetzt 
wußte die ehemalige Frau Weber — jetzt — wer vor ihr 
stand — „schwer beleidigt, so daß dieser sich schlagen muß. 
Daß dieses unmöglich ist. werden Sie ja wohl jetzt begreifen, 
und es ist Ihre Sache, dies Tuell zu verhiiideni, in einer 
Weis» aber, die die Ehre meines Liessen, eines Falkenhain, 
unangetastet läßt unö i m volle Genngimmg gewährt.* 
Da war eS, das Schicksal — die Söhne einer Mutter, 
die Waffe in der Hand, einander gegenüber. Und sie? Und 
der furchtbare Soldat, der auch gewiß nahe genug war? 
Sie sank trotz ihrer seelischen Kraft matt in den Seffel, 
der hinter ihr stand. Das waren der Keulenschläge zu viel. 
Mit mitleidslosem Blicke sah Frau Steinmüller auf die 
zusammengebrochene Gestalt — die gutmütige Frau war hart 
m der Erinnerung an das schwere Leid, das ihren Bruder 
durch sie getroffen, und in der Befü-.chtung des Unheils, 
das ihren Liebling, ihren so tief und wahr fühlenden Rudolf 
bedrohte. 
Frau von Manrod sah alles über sich hereinbrechen, was 
Bürgermeister-, Schöffen- und Gemeindevertreterstraße" 
bezeichnet werden oder auch als Gemeindestraße und 
Bürgerschaftsstraße. Ferner Sportpark- und Rennbahn- 
straße, Fußball- und Tennisstraße. Ein anderer Vorschlag 
geht dahin, die Namen von Kräutern zu wählen, die 
früher auf dem Sportpark milchsen, z. B. 
Meldestre.ße, Storchschnabels» >ße, H.-hnenfußstcaße, Labkrautslraße, 
Gatinsoge Platz usw. 
Vermuklich ein großer Fischsreund wünscht die 
Straßen mit den Namen einzelner Fischarten zu benennen 
und zwar: 
Forelle, platz, Karpfenstraße, Bleiestraße, H rlngsstrah', Zm.dersüaße, 
Lachsstraße, Piötzeastraße. Schleiestraße. 
Ein Verehrer der Moselstädte bittet über folgende 
Namen abstimmen zu lassen: 
Moselplatz Enkircherstraße, Trabenerstraße, Kachemerstraße, Kinheimer- 
straß-, Graacherstraße, Mari.nburgerstraße, Triereistraße. 
| Die bei der Volkszählung zur Verwendung 
kommenden Zählkarten sind in manchen Punkten von den 
früher verwendeten Karten wesentlich verschieden. In 
Berlin interessiert vor allen Dingen die Frage nach der 
Ernährung der Säuglinge. Tie Antworten sind für die 
Berechnung der Säuglingssterblichkeit von größter Be 
deutung. 'Ferner ist bei den verheirateten Frauen die 
Zahl der in der Ehe geborenen Kinder erfragt. Weiter 
befinden sich auf der Zählkarte eine Reihe wohnungs 
hygienischer Fragen; ein Hauptpunkt aber ist die Frage 
nach den Gebrechlichen. Sie lautet: „Ist die zu zählende 
Person blind auf beiden Augen, taubstumm, geisteskrank, 
geistesschwach?" Uebrigens ist die Feststellung der Er 
blindung für einen Laien mitunter sehr schwierig. Es hat 
das kaiserliche Gesundheitsamt in einer soeben veröffent 
lichten ausführlichen Publikation über die Blinden nach 
der Volkszählung von 1900 ans die Unsicherheit der Er 
mittelungen hingewiesen, weil die Feststellung der Blind 
heit nicht von sachverständiger Seite erfolgt war. Die 
Frage ist aber auch in sozialer Hinsicht von größter Be 
deutung. In der Schweiz hatte man 1895 den Ausweg 
eingeschlagen, daß man die bei der Volkszählung er 
mittelten Blinden durch Augenärzte hat nachprüfen lassen. 
Es ist daher sehr wohl möglich, daß die bei der bevor 
stehenden Zählung in Berlin ermittelten Blinden in 
gleicher Weise durch Augenärzte nachgeprüft werden. 
-j- Am gestrigen Totensonntag waren die Berliner 
Kirchhöfe, ganz besonders aber die draußen in den Vor 
orten gelegenen, bei dem trockenen Wetter, das herrschte, 
von ganz gewaltigen Menschenmaffen besucht. Auch unser 
Friedenauer Kirchhof hatte einen sehr starken Besuch auf 
zuweisen und waren die Gräber mit prächtigen Kränzen, 
Palmrnzweigen rc. geschmückt. Uber den Verkehr nach den 
Berliner Kirchhöfen und den in den Vororten gelegenen 
schreibt man uns: Die vorhandenen Verkehrsmittel ge 
nügten den an sie gestellten Anforderungen kaum. War 
es schon besonders in den Nachmittagsstundcn schwer 
hinauszukommen, so gestaltete sich die Rückkehr bei vielen 
Personen zur Unmöglichkeit, sv daß sie zu Fuß gehen 
mußten. An den Straßenbahnwagen waren ans roten 
Zetteln die Namen der Kirchhöfe angegeben, nach denen 
sie dunkel gefürchtet hatte, sie begriff, trotz ihrer leichten 
Auffassung des Lebens, daß die aufrichtige Zuneigung ihres 
Gatten bei Aufhellung der dünkten Vergangenheit, ihren 
und Alfons Untergang nicht aushalten würde. 
Einen Augenblick dachte sie: „Ha, wenn doch Alfons 
diesen anderen niederstrecken würde.*' Das Gräßliche, ihre 
Kinder als Kämpfer einander gegenüberstehen zu sehen, kam 
ihr bei ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Alfons nicht zum Be 
wußtsein. 
Aber dann kam die Angst. Mit schwacher Stimme sagte sie: 
„Wann soll das Duell stattfinden?* 
„Wahrscheinlich morgen früh.* 
„Gut — — gut, Madame ich ich werde 
es verhindern.* 
„Das hoffe ich, und nur Sie, die Mutter des Beleidigers, 
können es. Aber noch einmal, in einer Form, die eines 
Falkenhain würdig ist. 
Meine Aufgabe, eine Aufgabe, die ich nur mit schwerem 
Herzen übernommen habe, Frau Präsident, ist damit erfüllt. 
Wir fahren fort, das Vergangene mit dichtem Schleier zu be 
decken. Am besten wäre es, daß Entfernung zwischen Per 
sonen gelegt ivürde, die nebeneinander nicht hergehen können. 
Würde je der Schleier gelüftet, so wissen Sie, gnädige 
Frau, am besten, wem es zum Verderben gereichen würde.* 
Ohne Grtiß wandte sie sich und verließ mit erhobenem 
Haupte das Zimmer. 
Frau von Manrod lag einer Ohnmächrigen gleich da, 
wild verworrene Gedanken durcheinander wälzend. Etidlich 
klingelte sie. Tie eintretende Jungfer erschrak über das Aus 
sehen ihrer Herrin. 
* * 
Während Frau Sleinmüller bei Frau von Manrod weilte.
        
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